Freitag, 18. September 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Vorsicht am Hexensabbat - Dax verliert - Covestro stark

Die steigenden Corona-Infektionszahlen in vielen europäischen Ländern haben die Stimmung an den europäischen Börsen gedämpft. Die Furcht vor strengeren Alltagseinschränkungen setzte Aktien aus dem Tourismus-Sektor unter Druck und nährte die Konjunktursorgen. Die geringere Risikofreude der Anleger kam dem in Krisenzeiten begehrten Gold zugute.

Dax
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In Frankfurt ging der Dax am Hexensabbat mit einem Minus von 0,7 Prozent auf 13.116 Punkte aus dem Handel. Der MDax verlor 0,4 Prozent auf 27.511 Zähler. Der TecDax stieg dagegen um 0,6 Prozent auf 3118 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 0,6 Prozent tiefer bei 3311 Punkten.

Für Gesprächsstoff auf dem Börsenparkett sorgte ein Bericht, wonach der Finanzinvestor Apollo Interesse an dem Kunststoffhersteller Covestro hat. Apollo sei an das Dax-Unternehmen in den vergangenen Wochen herangetreten, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Ein Covestro-Sprecher dämpfte die Spekulationen. Die Covestro-Aktien legten zeitweise bis zu 9,5 Prozent zu und notierten so hoch wie seit anderthalb Jahren nicht. Am Ende gab es ein Plus von 5 Prozent.

Im MDax blieb es bei Grenke spannend. Die Leasingfirma aus Baden-Baden setzt sich gegen die Vorwürfe des britischen Investors Fraser Perring zur Wehr und will ein Sondergutachten anfertigen lassen. Die Aktien schwankten hin und her und gingen mit minus 6,6 Prozent ins Wochenende.

17:12 Uhr

Konsumenten machen US-Wirtschaft wieder Mut

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Gutes Omen für die US-Wirtschaft: Die Stimmung der Verbraucher hat sich im September überraschend deutlich aufgehellt. Der an der Universität Michigan berechnete Index für die Verbraucherstimmung in den USA stieg bei der Umfrage zur Monatsmitte auf 78,9. Ökonomen hatten einen Stand von 75,4 erwartet. Bei der Umfrage Ende August lag er bei 74,1.

Die US-Verbraucher spielen eine Schlüsselrolle für die US-Wirtschaft, weil rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts vom Privatkonsum abhängen.

16:51 Uhr

Wachsende Corona-Zahlen hieven den TecDax hoch

Der TecDax läuft heute mit einem Plus von 0,8 Prozent dem Dax deutlich den Rang ab. Der Leitindex notierte am Nachmittag 0,4 Prozent tiefer.

Mit den steigenden Corona-Fallzahlen sind wieder die potenziellen Pandemie-Gewinner gesucht, etwa aus den Bereichen Software oder Pharma, hieß es am Markt. So stiegen Bechtle um 4,7 Prozent, Sartorius um 3,9 Prozent und Teamviewer um 3,3 Prozent.

16:37 Uhr

Dax tritt auf der Stelle - ist Nichtstun eine gute Idee?

Der Dax tritt auf der Stelle und pendelt schon seit Wochen um die Marke von 13.000 Punkten herum. Bedeuten die minimalen Kursbewegungen automatisch eine minimale Investitionsfreude? Anleger können auch mit einem Risikopuffer auf diese Seitwärtsbewegungen setzen. Über die verschiedenen Strategien und die Renditeaussichten spricht Bianca Thomas mit Metin Simsek von der UBS.

16:25 Uhr

Corona-Sorgen bremsen Wall Street aus

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(Foto: AP)

Die von Corona-Sorgen geplagten Anleger an der Wall Street haben sich vor dem Wochenende zurückgezogen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel um 0,4 Prozent auf 27.786 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,3 Prozent ab auf 3347 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 0,1 Prozent schwächer bei 10.989 Zählern. Der Markt befinde sich im Moment in einem Vakuum, sagte ein Analyst in New York.

Vor allem die von Pandemie-Einschränkungen am stärksten betroffenen Sektoren zählten zu den Verlierern. Kreufahrtschiff-Betreiber wie Carnival und Royal Caribbean gaben bis zu 2,5 Prozent nach. Auch Aktien von Fluggesellschaften wie American Airlines, Hawaiian Holdings oder United sackten ab.

Aktien von Oracle und dem Cloud-Anbieter Fastly notierten ebenfalls schwächer. Insidern zufolge will die US-Regierung ihr Vorgehen gegen die chinesische Kurzvideo-App Tiktok verschärfen. Ab Sonntag soll es demnach Menschen in den USA nicht mehr möglich sein, die App auf ihre Handys zu laden.

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16:16 Uhr

Steigt der Bund bei Thyssenkrupp ein?

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 4,67

Die Bundesregierung hält sich zu einem möglichen Staatseinstieg bei Thyssenkrupp bedeckt. Zu etwaigen Hilfsanträgen von einzelnen Unternehmen könnten keine Angaben gemacht werden, sagte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums.

Laut "Manager Magazin" prüfen Kanzleramt und Wirtschaftsminister Peter Altmaier eine direkte Beteiligung des Staates an der krisengeplagten Stahlsparte von Thyssenkrupp - ähnlich wie bei der Lufthansa.

16:01 Uhr

Ryanair gehen die Anleger von der Fahne - dickes Minus

Kräftig abwärts ist es am Nachmittag mit der Ryanair-Aktie gegangen, verlor knapp 4 Prozent. Die Anleger reagierten damit auf die Nachricht, dass der irische Billigflieger seine Kapazität für Oktober noch stärker eindampfen will. Das Flugangebot dürfte im nächsten Monat auf 40 Prozent des Niveaus vor einem Jahr schrumpfen, teilte das irische Unternehmen mit.

Ryanair
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15:35 Uhr

Grenke verwahrt sich gegen Vergleich mit Wirecard

Grenke
Grenke 35,00

Der unter Beschuss geratene Leasingkonzern Grenke will die gegen ihn erhobenen Vorwürfe mit einem Sondergutachten der Wirtschaftsprüfer von KPMG entkräften lassen. Das habe der Aufsichtsrat beschlossen, teilte das MDax-Unternehmen mit.

  • "Nach einhelliger Auffassung des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind sämtliche Anschuldigungen in allen Themenbereichen unbegründet", hieß es in einer umfangreichen schriftlichen Stellungnahme.
  • Die Behauptungen der Investorengruppe Viceroy entbehrten jeder Grundlage, und man verwahre sich gegen jeglichen Vergleich mit Wirecard.

Viceroy Research hatte unter anderem das Franchising-System von Grenke als Betrugskonstrukt im großen Stil kritisiert und behauptet, ein großer Teil der im Geschäftsbericht aufgeführten finanziellen Mittel existiere nicht. Grenke wies das heute erneut als falsch, haltlos und frei erfunden zurück.

Die Grenke-Aktie drehte ins Plus und notierte am Nachmittag 1,5 Prozent höher.

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15:04 Uhr

Russlands Leitzins bleibt auf postsowjetischem Tief

Die russische Zentralbank hat ihren Leitzins auf dem Rekordtief von 4,25 Prozent belassen und unterbrach damit den Zinssenkungszyklus infolge der Corona-Pandemie. Im Juli war der Leitzins um 25 Basispunkte auf ein postsowjetisches Tief gesenkt worden.

Die Notenbank erklärte, dass sie weitere Senkungen bei kommenden Treffen in Betracht ziehen werde. Die russische Wirtschaft ist von dem Virus hart getroffen worden. Auch der Einbruch der Ölpreise Anfang dieses Jahres beeinträchtigte die Industrieproduktion und die Staatseinnahmen stark. Die russischen Staatseinnahmen stammen zu einem Drittel aus Öl- und Gasverkäufen.

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(Foto: picture alliance / dpa)

14:41 Uhr

Schlechte Nachricht für Trump: US-Leistungsbilanzdefizit steigt

Das Defizit in der US-Leistungsbilanz ist im zweiten Quartal kräftig gestiegen. Nach vorläufigen Berechnungen betrug das Defizit 170,5 Milliarden US-Dollar. Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 164,2 Milliarden Dollar gerechnet. Wie das US-Handelsministerium berichtete, wurde das Defizit für das erste Quartal auf 111,5 Milliarden Dollar revidiert, nachdem zunächst ein Minus von 104,2 Milliarden Dollar genannt worden war.

An den Finanz- und Devisenmärkten wird der Fehlbetrag in der US-Handels- und Leistungsbilanz aufmerksam verfolgt. US-Präsident Donald Trump hat geschworen, das Defizit in der Handelsbilanz radikal zu senken.

14:27 Uhr

Reges Stühlerücken in der RWE-Vorstandsetage

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(Foto: picture alliance/dpa)

RWE treibt den geplanten Wechsel an der Führungsspitze voran. Neuer Finanzchef werde am 1. Juli 2021 Michael Müller, teilte der Konzern mit. Er tritt die Nachfolge von Markus Krebber an, der wie angekündigt den Chefposten bei dem größten deutschen Stromerzeuger von Rolf Martin Schmitz übernehmen wird. Der 49-jährige Müller ist seit 2005 im Konzern und seit 2016 Finanzchef der Handelstochter Supply & Trading. Er soll bereits im November in den Konzernvorstand aufrücken.

Zur Personalchefin habe der Aufsichtsrat mit Wirkung zum gleichen Zeitpunkt Zvezdana Seeger berufen. Die 55-Jährige war unter anderem für T-Systems, der Deutsche Post DHL Group und die Deutsche Bank tätig.

13:36 Uhr

BDI zur Entwicklung der deutschen Exporte

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(Foto: imago/Winfried Rothermel)

Und wieder erweist sich China als robustes Standbein: Die deutschen Exporte werden dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) zufolge in diesem Jahr wegen des besseren Geschäfts in der Volksrepublik nicht so stark einbrechen wie bislang befürchtet. Sie dürften wegen der Corona-Pandemie um 13 Prozent fallen, geht aus der BDI-Konjunkturprognose hervor. Noch im Juni war ein Absturz von 15 Prozent erwartet worden.

Auch beim deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist der Verband etwas weniger pessimistisch. Es dürfte in diesem Jahr Corona-bedingt um 5,4 Prozent einbrechen. Das wäre ein kleineres Minus als während der Finanzkrise 2009 mit 5,7 Prozent. Bislang war der BDI von einem Rückgang von 6,5 Prozent ausgegangen.

13:13 Uhr

Ryanair streicht Flugangebot weiter zusammen

Der Billigflieger Ryanair senkt seine Kapazität im Oktober um weitere 20 Prozent und macht dafür die Reisebeschränkungen und -richtlinien der EU in Reaktion auf die Corona-Pandemie verantwortlich. Die Reduzierung erfolge zusätzlich zu der Mitte August angekündigten Senkung der Flugkapazitäten um ebenfalls 20 Prozent, teilten die Iren mit.

Die Airline rechnet bei diesem reduzierten Flugplan mit einer Auslastung von mehr als 70 Prozent.

12:54 Uhr

Wall Street wohl ziemlich starr beim Start in den Hexensabbat

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(Foto: REUTERS)

Wenig Bewegung wird auch für die Wall Street prognostiziert. Die Futures auf die Aktienindizes zeigen sich wechselhaft und bewegen sich zwischen Gewinnen und Verlusten. Teilnehmer verweisen auf den vierfachen Verfall, den sogenannten Hexensabbat, an dem der Verfall von Terminkontrakten zu stärkeren Bewegungen nach oben und unten führen kann. Marktteilnehmer versuchen an solchen Tagen, Indizes und Kurse in eine für sie günstige Richtung zu bewegen.

Im Blick steht kurz nach Handelsstart der Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan, der einen Aufschluss über den für die US-Ökonomie entscheidenden Konsum geben wird. Derweil geht das politische Gezerre um ein weiteres staatliches Stimulierungspaket weiter, wie es immer wieder von der US-Notenbank angemahnt wird. Viele Teilnehmer sind enttäuscht, weil die Verhandlungen zwischen Republikanern und Demokraten festgefahren sind.

Bei den Einzelwerten schießen Sonoma Pharma um gut 12 Prozent nach oben, nachdem ein Flächendesinfektionsmittel des Unternehmens im Rahmen der Corona-Pandemie von der kanadischen Gesundheitsbehörde zugelassen wurde.

12:26 Uhr

VW-Absatz im August nach Sondereffekt im Vorjahr rückläufig

VW Vorzüge
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Der Volkswagen-Konzern hat im August weltweit 792.200 Fahrzeuge ausgeliefert, 6,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Das ist vornehmlich einem Sondereffekt geschuldet. 2019 wurden im August in Europa wegen der ab September gültigen WLTP-Neuregelungen bei den Abgas- und Verbrauchswerten deutlich mehr Fahrzeuge verkauft als normalerweise. Bereinigt um diesen Sondereffekt "lägen unsere weltweiten Auslieferungen im August 2020 deutlich näher am Vorjahresniveau", erklärte der Wolfsburger Konzern.

Während in China 3,5 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft wurden (353.200), ging es in Nordamerika um 18,7 Prozent auf 71.400 Einheiten abwärts. In Westeuropa kam der VW-Konzern wegen des beschriebenen Sondereffekts auf ein Minus von 16,6 Prozent (212.100 Fahrzeuge).

Die VW-Aktie verbilligte sich kurz nach Mittag um 2,1 Prozent.

12:11 Uhr

Dax lugt nur hervor - Covestro stark - Grenke wieder rot

Die deutschen Aktienindizes sind am Hexensabbat nicht vom Fleck gekommen. Die steigenden Corona-Infektionszahlen in vielen europäischen Ländern ließen die Furcht aufkommen, dass erneut Ausgangsbeschränkungen nötig werden könnten, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Damit kämen wieder Sorgen auf, die Konjunkturerholung könnte einen Dämpfer bekommen, sagte ein Analyst.

Der Dax lag am Mittag 0,1 Prozent fester bei 13.219 Punkten und damit auf dem Niveau der Vorwoche. Der EuroStoxx50 gab 0,1 Prozent nach auf 3314 Stellen.

Klar an der Dax-Spitze lagen Covestro mit plus 6,9 Prozent. Trotz Dementis lässt sich das angebliche Apollo-Interesse an den Leverkusenern nicht einfach nicht vom Tisch wischen.

Im MDax ging es für Grenke wieder abwärts - um 2,4 Prozent. Die Ratingagentur S&P hat den Leasinganbieter und Finanzdienstleister nach Vorwürfen des Betrugs, der Bilanzfälschung und der Geldwäsche auf ihre Beobachtungsliste für eine mögliche Abstufung gesetzt.

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11:56 Uhr

Adler verkauft Wohnimmobilien über Buchwert

Adler Real Estate
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Das Immobilienunternehmen Adler Real Estate verkauft 5064 Wohn- und Gewerbeeinheiten an einen bedeutenden internationalen Immobilieninvestor mit einer Prämie auf den Buchwert. Den Nettoerlös von 237 Millionen Euro wird die Tochtergesellschaft von Ado Properties zum Schuldenabbau verwenden, wie sie mitteilte.

Verkauft werden die Immobilien in 36 Kommunen, die sich überwiegend in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz befinden und zu den nachrangigen Standorten zählen. An 34 dieser Standorte ist Adler künftig nicht mehr vertreten. Das jährliche Mietaufkommen der verkauften Immobilien beläuft sich 18,6 Millionen Euro. Adlers Leerstandsquote sinkt nach dem Verkauf um 0,4 Prozent, während die Durchschnittsmiete um 2 Cent pro Quadratmeter und Monat steigt.

11:34 Uhr

Britische Einzelhändler wachsen - allerdings tiefe Spaltung

Die britischen Einzelhändler haben sich schneller als andere Branchen von der Corona-Krise erholt. Ihre Umsätze wuchsen im August um 0,8 Prozent zum Vormonat, wie das Statistikamt in London mitteilte. Die Einzelhandelsumsätze hatten bereits im Juli das Niveau vor Ausbruch der Pandemie übertroffen und liegen nunmehr 4,0 Prozent darüber.

Hinter dem Aufschwung verbirgt sich jedoch eine tiefe Spaltung zwischen Online- und stationärem Handel. Der Online- und Versandhandel legte im August um 34,4 Prozent zum Vorjahresmonat zu. Viele traditionelle Geschäfte - mit Ausnahme des Lebensmitteleinzelhandels - kämpfen dagegen nach wie vor mit großen Schwierigkeiten und fernbleibender Kundschaft.

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(Foto: picture alliance/dpa)

11:15 Uhr

Zweiter UK-Lockdown im Gespräch - Reisekurse purzeln

In Großbritannien wächst die Sorge vor einem zweiten Corona-Lockdown. Entsprechend bergab ist es heute mit den Aktienkursen aus dem Reisesektor gegangen. Auf Grund steigender Infektionszahlen könnte es Medienberichten zufolge im Oktober zu einem zweiwöchigen Lockdown kommen - dies wäre im Vereinigten Königreich in der Ferienzeit.

Marktstratege Neil Wilson von Markets.com stellt sich die Frage, ob die konservative Regierung von Premierminister Boris Johnson dem wissenschaftlichen Rat folgen wird oder nicht. Die Zahl der Fälle in Großbritannien sei sicherlich gestiegen, aber die Zahl der täglich durchgeführten Tests exponentiell höher als noch im März und April.

Für die Aktie der British-Airways Mutter IAG ging es um 8,8 Prozent nach unten, Easyjet verloren 6,5 Prozent und Carnival 6,3 Prozent.

11:03 Uhr

Italienische Industrie berappelt sich nach Corona-Absturz

Gute Nachricht vom "Stiefel": Italiens Industrie erholt sich nämlich vom Corona-Absturz. Ihr Umsatz wuchs im Juli um 8,1 Prozent zum Vormonat, wie das nationale Statistikamt Istat in Rom mitteilte. Das Geschäft dürfte sich weiter beleben: Die Industrieaufträge legten zu Beginn der zweiten Jahreshälfte um 3,7 Prozent und damit den dritten Monat in Folge zu. Allerdings blieben sowohl Umsatz als auch Neugeschäft deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Italien gehört zu den schwersten von der Pandemie betroffenen europäischen Ländern. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sagt der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone für das laufende Jahr einen Einbruch des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 10,5 Prozent voraus. Für Deutschland wird ein Minus von 5,4 Prozent erwartet.

10:49 Uhr

Traton hat es nicht eilig mit MAN-Börsenrückzug

Die Volkswagen-Nutzfahrzeugtochter Traton schiebt den Börsenrückzug von MAN auf die lange Bank. An der Börse kam das gut an: Die Traton-Aktie verteuerte sich um 1,8 Prozent.

Derzeit sind noch 5,6 Prozent der MAN-Aktien im Streubesitz. Zum derzeitigen Aktienkurs müsste Traton dafür weit mehr als 400 Millionen Euro ausgeben.

10:29 Uhr

Untreue-Vorwürfe gegen Aldi-Familie - Fall für Staatsanwalt

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(Foto: picture alliance/dpa)

Na, das erinnert an den legendären "Denver Clan" oder an die schrecklich nette Familie Ewing von der Southfork-Ranch in Dallas: Die Kieler Staatsanwaltschaft geht Untreue-Vorwürfen gegen Mitglieder der Unternehmerfamilie Albrecht (Aldi Nord) und einen Rechtsanwalt nach. Bei Aldi Nord tobt seit Jahren ein heftiger Streit zwischen den Erben. Hintergrund ist die komplizierte Eigentümerstruktur. Das Unternehmen gehört drei Stiftungen mit Sitz in Schleswig-Holstein: der Markus-, der Lukas- und der Jakobus-Stiftung. Große Investitionen und wichtige Entscheidungen können von den Stiftungen nur einstimmig freigegeben werden.

Die Erben des 2012 verstorbenen Aldi-Gründersohns Berthold Albrecht erlitten zuletzt 2019 vor dem Bundesverwaltungsgericht eine weitere Niederlage. Die Leipziger Richter entschieden, eine Revision der Erben gegen das Urteil des Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgerichts im Fall Aldi nicht zuzulassen.

Das Oberverwaltungsgericht hatte im Dezember 2017 eine Satzungsänderung in der Jakobus-Stiftung für rechtens erklärt, mit der Berthold Albrecht kurz vor seinem Tod den Einfluss der Familienerben auf die Geschicke des Discounters eingeschränkt hatte.

10:01 Uhr

"Christel" bleibt weg - bundesweite Warnstreiks bei der Post

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(Foto: dpa)

Bei der Deutschen Post tobt weiter der Tarifstreit. Die Gewerkschaft Verdi rief die Beschäftigten erneut zu Warnstreiks auf. Diesmal seien alle Bundesländer betroffen, teilten die Arbeitnehmervertreter mit. In den ersten beiden Verhandlungsrunden sei man einem Tarifabschluss "keinen Millimeter näher gekommen", monierte die Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Kocsis.

Verdi fordert 5,5 Prozent mehr Geld für 140.000 Beschäftigte, das Dax-Unternehmen hat bisher noch kein Angebot vorgelegt. Zu Arbeitsniederlegungen kam es nach Angaben von Verdi am Morgen in Köln, Düsseldorf, Ostwestfalen, Hamburg, Würzburg, Augsburg und in zahlreichen weiteren Städten und Regionen. Für Montag und Dienstag ist die dritte Verhandlungsrunde geplant.

Die Post-Aktie notierte am Vormittag 0,5 Prozent fester.

09:54 Uhr

Bankenfusion in Spanien kommt ins Rollen

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(Foto: REUTERS)

Nun ist es offiziell: Caixabank und Bankia wollen fusionieren. Die Spitzengremien der beiden spanischen Kreditinstitute genehmigten den Zusammenschluss, mit dem eine führende spanische Bank mit einer Bilanzsumme von mehr als 650 Milliarden Euro entstehen wird. Gemäß den Bedingungen der Vereinbarung wird Bankia durch Caixa übernommen, und die Bankia-Aktionäre werden für jede gehaltene Aktie 0,68 Caixa-Aktien erhalten, teilten die Unternehmen mit.

Nun müssen noch die Aktionäre der beiden Banken die Transaktion absegnen, die voraussichtlich im November darüber abstimmen werden. Der Abschluss der Fusion wird im ersten Quartal 2021 erwartet.

09:37 Uhr

Stellungnahme von Grenke erwartet - Kurs steigt erstmals weiter

Weiterhin im Fokus bleibt die Grenke-Aktie. Nach der Vortageserholung vom jüngsten Absturz ist es mit dem Papier um 3,5 Prozent nach oben gegangen. Im Tagesverlauf wollen sich Vorstand und Aufsichtsrat in einem Analysten- und Investoren-Call ausführlich zu den Vorwürfen von Viceroy Research äußern. Gestern Abend hatte Gründer und Großaktionär Wolfgang Grenke das von dem Short-Seller kritisierte Franchisesystem verteidigt.

Die Ratingagentur S&P hat Grenke derweil auf ihre Beobachtungsliste für eine mögliche Abstufung gesetzt. Die Analysten erklärten, sie seien zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht in der Lage, die Stichhaltigkeit der Vorwürfe zu beurteilen.

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09:27 Uhr

Covestro dementiert Übernahmegespräche mit Apollo

Der Kunststoff-Konzern Covestro dämpft Spekulationen über einen möglichen Verkauf an den US-Finanzinvestor Apollo Global. "Ich kann bestätigen, dass wir uns nicht in Übernahmediskussionen mit Apollo befinden", sagte ein Konzernsprecher. Laut Bloomberg prüft Apollo eine Übernahme von Covestro, die Gespräche seien aber in einer frühen Phase.

Grundsätzlich zeigt sich die ehemalige Bayer-Tochter offen für Gespräche mit Investoren: "Wir sind regelmäßig im Dialog mit verschiedenen Marktteilnehmern auch über strategische Opportunitäten", sagte der Sprecher.

Der Aktienkurs des Dax-Unternehmens notierte eine halbe Stunde nach Handelsstart 6,5 Prozent höher bei 47,49 Euro.

09:18 Uhr

Dax startet gemächlich - Covestro-Aktie mit dickem Plus

Am Tag des sogenannten Hexensabbat herrscht bislang Ruhe am deutschen Aktienmarkt. Der Dax verlor 0,1 Prozent azf 13.197 Punkte. Der MDax notierte auf Vortagesniveau, der TecDax verlor 0,5 Prozent. Der EuroStoxx50 notierte 0,1 Prozent tiefer bei 3314 Stellen.

Beim großen Verfall laufen einmal im Quartal Terminkontrakte und Optionen auf die großen Aktienindizes und auf Einzelwerte aus. Investoren versuchen dann, die Kurse in die für sie vorteilhafte Richtung zu bewegen. Das führt nicht selten zu Kursausschlägen, die fundamental nicht zu begründen sind.

Für Aufsehen und Bewegung sorgen derweil Spekulationen um eine Übernahme des Dax-Konzerns Covestro. Der New Yorker Investor Apollo erwäge eine Übernahme der einstigen und inzwischen im Dax gelisteten Kunststoffsparte von Bayer, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Der Covestro-Kurs schnellte um 6,1 Prozent nach oben.

08:55 Uhr

Rocket Internet kurz vor Börsenausstieg mit roten Zahlen

Rocket Internet
Rocket Internet 18,59

Der Berliner Startup-Investor Rocket Internet hat im ersten Halbjahr einen kleinen Verlust gemacht. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 12 Millionen Euro nach einem Gewinn von 548 Millionen Euro vor einem Jahr, wie das MDax-Unternehmen in Berlin mitteilte. Wesentliche Beteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen von Rocket Internet hatten auch im zweiten Quartal rote Zahlen eingefahren. Dennoch hätten sie sich operativ trotz Covid-19-Krise gut entwickelt, hieß es vom Konzern.

Rocket Internet will sich von der Börse zurückziehen und hat Anfang September den Investoren den Rückkauf der Aktien zu 18,57 Euro angeboten.

08:50 Uhr

Will Apollo Covestro kaufen? Kurs schießt vorbörslich hoch

Für die Aktie von Covestro ist es im Spezialistenhandel um 10 Prozent nach oben gegangen. Kurstreiber ist eine Meldung von Bloomberg, die von einem Kaufinteresse des Private-Equity-Unternehmens Apollo berichtete.

"Bisher hat Private-Equity auf Grund der Marktkapitalisierung einen Bogen um Dax-Unternehmen gemacht", so ein Marktteilnehmer. Die im Raum stehenden 10 Milliarden US-Dollar böten eine gute Prämie.

08:42 Uhr

Ölpreise bauen Donnerstag-Gewinne aus

Die Ölpreise haben im frühen Handel ihre Aufschläge vom Vortag ausgebaut. Am Morgen kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 43,62 US-Dollar, das waren 32 Cent mehr als gestern. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 30 Cent auf 41,27 Dollar.

Am Donnerstag waren die Erdölpreise deutlich gestiegen, nachdem Saudi-Arabien einen scharfen Appell an die Mitglieder des Ölverbundes Opec+ gerichtet hatte. Die Saudis sind unzufrieden mit der vereinbarten Förderdisziplin. Einige Länder, zu denen Irak und die Vereinigten Arabischen Emirate zählen sollen, setzen sich offenbar über die verabredeten Förderschranken hinweg. Auch deutete Saudi-Arabien an, dass die Produktion des Verbunds falls nötig verringert werden könnte.

08:35 Uhr

Chinas Börse auf Erholungskurs - Nikkei stagniert

Nikkei
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Nach den Kursverlusten der vergangenen Wochen haben Anleger die Gelegenheit zum Wiedereinstieg in den chinesischen Aktienmarkt genutzt. Die Börse Shanghai legte gut ein Prozent auf 3307 Punkte zu. In Tokio stagnierte der Nikkei-Index dagegen bei 23.336 Zählern, da sich Investoren Börsianern zufolge vor dem verlängerten Wochenende in Japan nicht aus dem Fenster lehnen  wollten.

In China griffen Investoren unter anderem bei Finanzwerten zu, die zuvor unter die Räder gekommen waren. Der dortige Branchenindex gewann 1,4 Prozent. Die Aktien aus diesem Sektor seien im historischen Vergleich günstig, konstatierten die Analysten des Brokerhauses Vanho. Dank der wirtschaftlichen Erholung von den Folgen der Coronavirus-Pandemie hellten sich die Aussichten der Branche auf.

08:30 Uhr

Dax zum Hexensabbat höher erwartet

Als "Hexen" verkleidete Teilnehmer nehmen in der Innenstadt am Faschingsumzug teil. Foto: Marijan Murat/dpa

(Foto: Marijan Murat/dpa)

Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern  zufolge am Freitag höher starten. Vorbörslich notierte der Leitindex 0,3 Prozent höher bei 13.241 Punkten.

Börsianer sind weiter damit beschäftigt, die jüngsten Aussagen der US-Notenbank (Fed) und der Bank von England (BoE) zu verdauen. Erstere verzichtete vorerst auf erhoffte zusätzliche Geldspritzen. Letztere spielt die Einführung von Negativ-Zinsen durch. Bei den Konjunkturdaten stehen die Leistungsbilanzen der Eurozone und der USA auf dem Terminplan, sowie die US-Frühindikatoren.

Unabhängig davon verfallen im Tagesverlauf Futures und Optionen auf Indizes sowie Optionen auf einzelne Aktien. Zum sogenannten Hexensabbat schwanken Aktienkurse üblicherweise stark, weil Investoren die Preise derjenigen Wertpapiere, auf die sie Derivate halten, in eine für sie günstige Richtung bewegen wollen.