Freitag, 21. Mai 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard und Jan Gänger
17:02 Uhr

Für Boeing geht es aufwärts

In der Hoffnung auf ein schnelleres Produktionstempo beim Problemflieger 737 Max greifen Anleger bei Aktien von Boeing zu. Die Papiere des US-Flugzeugbauers steigen um 3,7 Prozent und führen die Gewinnerliste im Dow-Jones-Index an.

Boeing
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Der Flugzeugbauer könnte Branchenkreisen zufolge im Herbst kommenden Jahres die Produktion seiner 737 Max bis auf 42 Maschinen im Monat steigern. Damit würde der Konzern schneller vorankommen als gedacht.

Für Anfang 2022 hatte Boeing das Ziel von 31 Fliegern monatlich ausgerufen, was den Insidern zufolge bereits im März erreicht werden soll. Abhängig sei dies von der Nachfrage, dem Zustand der Zulieferer und der erfolgreichen Reduzierung eines Überschusses an bereits gebauten Flugzeugen. Boeing wollte dazu keine Stellungnahme abgeben.

Boeing hat wie die gesamte Luftfahrtbranche unter dem Einbruch der Reisetätigkeiten in der Pandemie zu leiden. Außerdem gibt es seit Jahren Sicherheitsbedenken bezüglich der 737 Max, unter anderem wegen Elektronik-Problemen. Das eigentlich als Erfolg gestartete Modell wurde im März 2019 nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten für über ein Jahr aus dem Verkehr gezogen.

16:43 Uhr

"Spektakuläre Beschleunigung" der US-Wirtschaft

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REUTERS

Die ohnehin gut laufende US-Wirtschaft hat im Mai noch eine Schippe draufgelegt. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft - Dienstleister und Industrie zusammen - kletterte um 4,6 auf 68,1 Punkte, wie das Institut IHS Markit mitteilte. Das Barometer signalisiert bereits ab 50 ein Wachstum. Sowohl die Geschäft der Industrie als auch die der Dienstleister liefen dabei so gut wie noch nie.

"Die US-Wirtschaft verzeichnete im Mai eine spektakuläre Beschleunigung des Wachstums", sagt Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Sie erhole sich weiter von der Corona-Krise. "Der Dienstleistungssektor verzeichnete einen besonders beeindruckenden Wachstumsschub und übertraf alle bisherigen Rekorde bei weitem", so Williamson. Das Tempo wäre sogar noch stärker ausgefallen, wenn nicht Lieferengpässe und Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen gebremst hätten.

Die Umfrage zeigt aber auch, dass der Wachstumsschub zu immer höheren Preisen führt. "Die durchschnittlichen Verkaufspreise für Waren und Dienstleistungen steigen beide mit noch nie dagewesenen Raten, was in den kommenden Monaten zu einer höheren Verbraucherpreisinflation führen dürfte", sagt Williamson.

16:11 Uhr

Es geht aufwärts an den Börsen

In Erwartung einer fortschreitenden Konjunkturerholung haben Anleger auch an der Wall Street bei Aktien zugegriffen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte steigt um 0,9 Prozent auf 34.389 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gewinnt 0,6 Prozent auf 4182 Zähler. Die Technologiebörse Nasdaq legt 0,2 Prozent auf 13.560 Punkte zu.

"Bislang haben die Anleger jeden Rücksetzer genutzt, um zu kaufen", sagt Marktanalyst Fawad Razaqzada vom Brokerhaus ThinkMarkets. "Jedoch könnten die Sorgen vor einer anziehenden Inflation die Anleger irgendwann nicht mehr loslassen, da das Thema das Potenzial hat, die wirtschaftliche Erholung zu gefährden."

15:58 Uhr

Neuer Hugo-Boss-Chef hat ehrgeizige Ziele

Der neue Chef von Hugo Boss hat sich für den schwächelnden Modekonzern viel vorgenommen. Am Ende der fünfjährigen Amtszeit von Daniel Grieder, die im Juni beginnt, solle das Unternehmen mit rund fünf Milliarden Euro mehr als doppelt so viel erlösen wie heute, berichtete das "Manager Magazin" . "Es gibt keinen Grund, dass Hugo Boss weniger umsetzen kann als Tommy Hilfiger", wurde Grieder zitiert. Er war zuvor Hilfiger-Chef.

Hugo Boss
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Hugo Boss befindet sich seit einiger Zeit im Umbau. Im vergangenen Jahr litt das Unternehmen zudem stark unter der Corona-Krise. So brach der Umsatz um ein Drittel auf knapp 2 Milliarden Euro ein. Unter dem Strich sammelten sich Verluste an.

"Inzwischen hat jeder verstanden, dass das Unternehmen eine neue Relevanz braucht", sagte Grieder dem Blatt. "Eine neue Vision ist willkommen." Die Aktie von Hugo Boss legt um fast 5 Prozent zu und führte damit die Gewinnerliste im Mittelwerteindex MDax an.

15:27 Uhr

Anleger in Kauflaune

Die Hoffnung auf eine rasche Wirtschaftserholung treibt Europas Börsen an. Der Dax klettert um 0,3 Prozent auf 15.422 Punkte und hält damit Kurs auf sein Rekordhoch. Der EuroStoxx50 steigt um 0,5 Prozent auf 4020 Zähler. Auch an den US-Börsen geht es nach oben.

"Die Anleger lechzen diesseits als auch jenseits des Atlantiks nach neuen Höchstständen", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. Für Auftrieb sorgte zum Wochenschluss, dass die Euro-Wirtschaft dank zunehmender Lockerungen vom Corona-Lockdown im Mai so stark wuchs wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex, der Industrie und Dienstleister zusammenfasst, stieg unerwartet deutlich um 3,1 auf 56,9 Punkte.

Dennoch herrschte an den Börsen keine reine Jubelstimmung. "Die Zins- beziehungsweise Inflationsthematik und die damit im Zusammenhang stehenden geldpolitischen Perspektiven für Anleger deckeln jedoch weiterhin größere Aufwärtsambitionen", sagte Emden. Eine Reihe von Währungshütern denkt laut dem jüngsten Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed über das Abschmelzen der aktuellen Konjunkturhilfen nach, sollte die wirtschaftliche Erholung weiter rasche Fortschritte machen. "Die Geldschleusen fangen langsam an, sich zu schließen", sagt Stratege Milan Cutkovic vom Handelshaus Axi. Derzeit unterstützt die Fed die von der Corona-Krise getroffene Wirtschaft mit monatlichen Geldspritzen von 120 Milliarden Dollar.

15:02 Uhr

Japan kauft bei Moderna - Aktie steigt deutlich

Moderna zeigen sich vorbörslich 1,5 Prozent fester, nachdem der Covid-19-Impfstoff des US-Unternehmens nun auch in Japan zugelassen wurde. Das japanische Partnerunternehmen Takeda wird unverzüglich mit der Auslieferung der 50 Millionen Impfdosen beginnen, zu deren Abnahme sich die japanische Regierung verpflichtet hat.

Moderna und Takeda verhandeln den weiteren Angaben nach überdies schon über die Lieferung weiterer 50 Millionen Dosen im kommenden Jahr. Zuvor hatte Japan mitgeteilt, dass es den Impfstoff von Astrazeneca bei der allgemeinen Bevölkerung nicht einsetzen wolle, und dies mit dem möglichen Risiko von Blutgerinseln begründet.

14:41 Uhr

RWE und BASF planen gigantischen Windpark in der Nordsee

Der Chemiekonzern BASF und der Energieerzeuger RWE wollen gemeinsam in der Nordsee einen der größten Windparks der Welt errichten. Die Anlage mit einer Kapazität von 2 Gigawatt soll ab 2030 den Chemiestandort Ludwigshafen mit grünem Strom versorgen, wie die Unternehmen mitteilten. Außerdem soll ein Fünftel des Stroms zur Herstellung von CO2-freiem Wasserstoff dienen. Die Kosten für den Windpark und die Elektrolyseanlage bezifferten die Unternehmen auf mehr als vier Milliarden Euro.

Beide Unternehmen betonten, dass sich das Projekt nur mit Unterstützung der Politik verwirklichen lasse. Damit der Windpark realisiert werden könne, sei unter anderem die rasche Ausschreibung von Flächen für Offshore-Projekte erforderlich, deren Nutzung bislang erst nach 2030 vorgesehen sei.

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13:45 Uhr

Alpha-Bank-Aktie rauscht in die Tiefe

Eine geplante 800 Millionen Euro schwere Kapitalerhöhung löst einen Ausverkauf bei Alpha Bank aus. Die Aktien des viergrößten griechischen Geldhauses steuern mit einem Minus von 30 Prozent auf 0,87 Euro auf den größten Tagesverlust ihrer Geschichte zu.

Alpha Bank
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13:20 Uhr

Insolvenzverwalter beunruhigt Wirecard-Aktionäre

Bei der Aufarbeitung des Wirecard-Skandals sorgt Insolvenzverwalter Michel Jaffé für Unruhe unter den Aktionären. Auslöser sind Medienberichte, wonach Jaffé die für die Jahre 2017 und 2018 von Wirecard gezahlten Dividenden zurückfordern wolle. Das sei "ein Schock für die betrogenen Aktionäre", kritisierte der Münchner Rechtsanwalt Peter Mattil. Mattil vertritt im Insolvenzverfahren die Forderungen einer Reihe von Wirecard-Aktionären.

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) versuchte, die Wogen mit dem Hinweis auf das Aktiengesetz zu glätten. Denn dort ist geregelt, dass Aktionäre Gewinnanteile nur dann zurückzahlen müssen, "wenn sie wussten oder infolge von Fahrlässigkeit nicht wussten, dass sie zum Bezug nicht berechtigt waren". "Deshalb ... bitte Ruhe bewahren", so DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler.

Der rechtliche Hintergrund: Wenn betrügerische Firmen Insolvenz anmelden, ist es nach Angaben von Steueranwälten und Insolvenzverwaltern übliches Prozedere, die falschen Bilanzen zu korrigieren - und damit in der Folge auch Steuerzahlungen und Gewinnausschüttungen. Jaffés Kanzlei äußerte sich auf Anfrage nicht zu den Berichten.

Im Wirecard-Insolvenzverfahren haben Gläubiger und Aktionäre über 12 Milliarden Euro Forderungen angemeldet. Dabei zeichnet sich ohnehin ein grundsätzlicher Rechtsstreit um die Forderungen der Aktionäre im Insolvenzverfahren ab. Aktionäre sind zunächst Miteigentümer eines Unternehmens, nicht Gläubiger, die Kredite gegeben haben. Jaffé hat deshalb mehrfach erklärt, dass möglicherweise gerichtlich geklärt werden müsse, ob die Aktionäre im Insolvenzverfahren Ansprüche haben.

12:49 Uhr

Bundesbank sagt anziehende Inflation voraus

Angesichts der schrittweisen Öffnung der Wirtschaft kehrt die Konjunktur laut Bundesbank wieder in die Wachstumsspur zurück. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte im zweiten Quartal wieder deutlich zulegen, prognostiziert die deutsche Zentralbank.

Zugleich müssen sich Bürger auf weiter anziehende Verbraucherpreise einstellen, wie es weiter hieß. Höhere Kosten für das Tanken und Heizen hatten die Jahresteuerungsrate im April so stark steigen lassen wie seit zwei Jahren nicht mehr: Waren und Dienstleistungen kosteten im Schnitt 2 Prozent mehr.

Der für europäische Vergleichszwecke berechnete sogenannte Inflationsrate HVPI stieg sogar auf 2,1 Prozent. Diese wird nach Einschätzung der Bundesbank zunächst langsam weiter steigen und könnte zum Jahresende vorübergehend 4 Prozent erreichen.

12:28 Uhr

Tui stockt Griechenland-Flüge zu Pfingsten auf

Die Nachfrage nach Griechenland-Reisen ist so stark gestiegen, dass Tui kurzfristig sein Angebot über Pfingsten erhöht. "Unsere Buchungen für Griechenland sind in den letzten Tagen überproportional angestiegen", sagt Marek Andryszak, Chef von Tui Deutschland. Deshalb bringt der Reiseveranstalter allein für Kreta zu Pfingsten sechs Zusatzflüge von Düsseldorf, Frankfurt, Hannover und Stuttgart an den Start.

Seit der Öffnung Griechenlands für Tourismus vor einer Woche habe Tui schon die ersten 12.000 Urlauber zu griechischen Inseln und dem Peloponnes befördert, so Andryszak. Am bevorstehenden Pfingstwochenende fliege TUI fly mehr als 50 Mal von Deutschland nach Griechenland.

12:05 Uhr

Tesla-Deal: Fastned-Aktie schießt nach oben

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Die geplante Zusammenarbeit mit dem Elektroautobauer Tesla - Achtung! Wortspiel! - elektrisiert Fastned-Anleger. Die Aktien des niederländischen Ladestationen-Anbieters steigen in Amsterdam um fast sieben Prozent. Die beiden Unternehmen wollen in Zusammenarbeit mit der Ökostrom-Tochter des französischen Versorgers EDF Schnell-Ladestationen für E-Autos im britischen Oxford errichten.

11:32 Uhr

Audi schickt rund 10.000 Beschäftigte in Kurzarbeit

Wegen fehlender Chips muss Audi erneut die Produktion in Ingolstadt und Neckarsulm einschränken und mehr als 10.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Voraussichtlich bis Ende Mai stehen im Stammwerk Ingolstadt bereits zwei Linien, auf denen die Limousinen A3, A4 und A5 produziert werden, still.

Im württembergischen Neckarsulm werden nächste Woche die Bänder für mehrere Modelle gestoppt. Wie es im Juni weitergehe, sei noch offen, sagte ein Audi-Sprecher. Wegen Engpässen bei Halbleitern musste Audi bereits in den vergangenen Monaten Schichten streichen und Kurzarbeit fahren.

11:06 Uhr

Britische Wirtschaft startet mit Rekordtempo durch

Die schrittweise Öffnung der britischen Wirtschaft in der abklingenden Corona-Krise bringt den Wachstumsmotor auf Hochtouren. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - kletterte im Mai um 1,3 auf 62 Punkte, wie das Institut IHS Markit zu seiner Unternehmensumfrage mitteilte. Seit Beginn der Datenreihe im Jahr 1998 hat es keinen höheren Wert des Barometers gegeben, das bereits ab 50 Wachstum signalisiert. IHS-Chefökonom Chris Williamson sprach von einem "nie dagewesen Wachstumsschub".

Insbesondere Gastronomen, Hotels und andere Teile des Servicesektors profitierten deutlich von den Öffnungsschritten. Durch die Bank ziehe die Geschäftsaktivität nun an, was ein gutes Omen für ein starkes zweites Quartal sei. Mit einem deutlich ansteigenden Bruttoinlandsprodukt im Frühjahr erhalte die Wirtschaft einen kräftigen Impuls, der für ein nachhaltiges Wachstum im Jahresverlauf sorgen dürfte, so der Markit-Ökonom.

Nach großen Impffortschritten und der weitgehenden Öffnung der Wirtschaft blickt auch die Zentralbank nun optimistischer auf die Konjunktur. Sie erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt dieses Jahr um 7,25 Prozent zulegt und Großbritannien damit in puncto Wachstum womöglich die USA und China überflügelt - allerdings war die Wirtschaft 2020 wegen der Corona-Krise um fast zehn Prozent eingebrochen.

10:43 Uhr

Inflationsdruck steigt

Die deutsche Wirtschaft hat im Mai an Schwung gewonnen. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - kletterte um 0,4 auf 56,2 Punkte, wie das Institut IHS Markit zu seiner monatlichen Umfrage unter Hunderten Firmen mitteilte. Das Barometer signalisiert ab 50 ein Wachstum.

"Da die Nachfrage im deutschen Servicesektor im Mai erstmals seit der Verschärfung der Lockdown-Maßnahmen im vergangenen Oktober wieder anzog, kam es hier zu einer willkommenen Geschäftsbelebung", sagte Markit-Ökonom Phil Smith. "Und dies zu einem entscheidenden Zeitpunkt, da sie damit die nachlassende Dynamik in der Industrie aufgrund der zunehmenden Lieferprobleme ausgleicht."

Während die Nachfrage in der Industrie weiter hoch ist, berichteten immer mehr Hersteller von Lieferengpässen. Diese führten in einigen Fällen sogar zur Drosselung der Produktion und belasteten das Neugeschäft aufgrund von erzwungenen Produktionsstops auf Kundenseite.

"Hinzu kommt der damit verbundene Kostenanstieg", sagte Smith. "So verteuerten sich die Einkaufspreise im Mai in einem Maße, wie es in der 25-jährigen Umfragegeschichte in der Industrie noch nie der Fall war." Zudem greife der Inflationsdruck allmählich auch auf die Dienstleister über, was die Steigerungsraten für Einkaufs- und Verkaufspreise insgesamt auf neue Rekordhöhen getrieben habe.

10:19 Uhr

Musk denkt über Fabrik in Russland nach

Elon Musk hat ein Auge auf Russland geworfen. Der Tesla-Chef sagte in einem Video, sein Unternehmen erwäge, dort eine Fabrik zu bauen. Zwar habe die Firma schon Werke in China und den USA, man schaue sich aber nach anderen Standorten in anderen Teilen der Welt um.

09:27 Uhr

Hochstufung schiebt CTS Eventim an

CTS Eventim gewinnen an Wert. Die Aktien des Ticket-Vermarkters steigen um 1,8 Prozent auf 56,02 Euro. Die Commerzbank bewertet die Papiere nun mit "Buy" statt "Hold" und hebt das Kursziel auf 64 von 50 Euro an.

Ein positiver Analystenkommentar ermuntert Anleger auch zum Einstieg bei Patrizia. Die Aktien der Immobilienfirma steigen um 2,5 Prozent auf 22,30 Euro. Die Experten der Deutschen Bank haben die Bewertung der Papiere mit "Buy" und einem Kursziel von 33 Euro aufgenommen.

09:22 Uhr

Dax auf hohem Niveau im Plus

Der Dax behauptet sich auf seinem wieder erhöhten Niveau. Kurz nach dem Xetra-Start gewinnt der Leitindex 0,2 Prozent auf 15.411 Punkte. Für eine positive Wochenbilanz fehlen ihm nur wenige Punkte. Der MDax legt um 0,1 Prozent auf 32.403 Zähler zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 steigt um 0,3 Prozent.

Am Mittwoch war der deutsche Leitindex erneut unter die runde Marke von 15.000 gefallen, gestern hatte er sich mit einem Kurssprung um 1,7 Prozent dann aber wieder in Richtung seines auch in dieser Woche aufgestellten Rekordes von 15.538 Zählern bewegt.

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09:12 Uhr

Kalifornien beschließt E-Auto-Pflicht für Uber und Lyft

Die kalifornische Regulierungsbehörde für Luftqualität, California Air Resources Board (CARB), hat entschieden, dass fast alle Fahrten der Fahrdienste Uber und Lyft in den kommenden Jahren mit Elektrofahrzeugen durchgeführt werden müssen. Wie die Behörde mitteilt, ist dies die erste derartige Regelung in einem US-Bundesstaat.

Uber und Lyft erklärten, sie befürworteten die Ziele der Verordnung, forderten aber mehr staatliche Unterstützung für ihre vielen Fahrer mit niedrigem und mittlerem Einkommen, um die Kosten für den Übergang zu tragen. Die Regeln sehen vor, dass bis 2030 90 Prozent der gefahrenen Kilometer auf E-Fahrzeuge entfallen.

08:59 Uhr

Nikkei geht mit Gewinn ins Wochenende

Kursgewinne an der Wall Street haben Anleger zum Einstieg in den japanischen Aktienmarkt ermuntert. Nachlassende Inflationssorgen hoben ihre Stimmung zum Wochenausklang ebenfalls. Der japanische Nikkei stieg um 0,8 Prozent auf 28.318 Punkte. Verluste bei Finanz- und Konsumgüter-Werten drückten die Börse Shanghai dagegen 0,5 Prozent ins Minus auf 3489 Zähler.

Zu den Favoriten am japanischen Aktienmarkt gehörte Takeda mit einem Kursplus von 1,4 Prozent. Dem Wirtschaftsblatt "Nikkei" zufolge will der US-Konzern Moderna seinen Coronavirus-Impfstoff in Asien produzieren. Die japanische Pharmafirma Takeda hat den Zulassungsantrag des Vakzins in Japan organisiert.    

08:43 Uhr

Teslas dürfen auf Regierungsgelände in China nicht mehr parken

Autos von Tesla dürfen Insidern zufolge nicht mehr auf einigen chinesischen Regierungskomplexen parken. Das sei wegen Angst vor Spionage über die Kameras der E-Autos verboten worden, sagten zwei Insider. Dies sei Beamten von mindestens zwei Regierungsbehörden in Peking und Shanghai mündlich von ihren Vorgesetzten mitgeteilt worden. Wie viele Autos und Behörden davon betroffen waren, war nicht klar.

Bereits im März waren die Fahrzeuge des US-Konzerns Insidern zufolge auf manchen Militärgeländen in China verboten worden. Stellungnahmen der Regierung und von Tesla China waren zunächst nicht erhältlich.

08:19 Uhr

BMW im Kartellstreit vor Teilerfolg - Kurs steigt vorbörslich

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Vorbörslich auf dem aufsteigenden Ast präsentiert sich die Aktie von BMW. Etwas stützend für das Papier könnte die leichte Prognoseanhebung durch das Dax-Unternehmen wirken. Der Autobauer steht im Kartellstreit mit der EU-Kommission vor einem Teilerfolg und kann deshalb eine große Rückstellung teilweise auflösen. Dies werde im zweiten Quartal zu einem positiven Ergebniseffekt von rund einer Milliarde Euro führen, hieß es am Markt.

Im Handel ist von einer positiven Sentimentstory die Rede, die allerdings bereits weitgehend eingepreist sein dürfte. Der Revisionsbedarf bei den Marktschätzungen dürfte gering sein. Auf Tradegate stieg der BMW-Kurs im Frühhandel um 0,9 Prozent.

08:04 Uhr

Fed arbeitet an digitalem US-Dollar

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die US-Notenbank will die vorbereitenden Arbeiten für die Etablierung eines digitalen US-Dollar nach den Worten ihres Chefs Jerome Powell in den nächsten Monaten intensivieren. Um eine breite Diskussion anzuregen, werde die Fed im Sommer ein Diskussionspapier herausgeben, das ihre "aktuellen Überlegungen" zu digitalen Zahlungen und den Vorteilen und Kompromissen einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) umreiße, heißt es in einer Erklärung Powells.

Ein von der Fed unterstützter digitaler Dollar wäre keine Kryptowährung, die wie Bitcoin auf einer dezentralen Blockchain basieren, er wäre eine digitalisierte Form des US-Dollar. In seiner Botschaft betonte Powell, dass ein möglicher digitaler Dollar kein Ersatz für Bargeld oder aktuelle digitale Formen des Dollar im privaten Sektor, wie Einlagen bei Geschäftsbanken, sein würde.

07:45 Uhr

Chip-Krise belastet US-Autobauer - keine Vorzugsbehandlung

Die US-Autobauer können zur Linderung der globalen Chip-Knappheit nicht erwarten, von der Regierung eine Vorzugsbehandlung zu erhalten. US-Handelsministerin Gina Raimondo sagte, sie lote Möglichkeiten aus, Autobauern unter die Arme zu greifen. Sie werde ihnen aber keine Priorität gegenüber anderen Branchen, die Halbleiter benötigen, einräumen.

Raimondo hatte sich gestern mit mehreren Unternehmensvertretern getroffen, darunter Manager von Ford und General Motors sowie von Technologiefirmen und Chiplieferanten. Sie sagte danach, es gebe keine einfachen Lösungen für das Problem, das große Konzerne dazu veranlasst habe, ihre Produktionslinien zu stoppen.

"Sie haben wirklich Probleme", sagte Raimondo mit Blick auf die Autobauer. Aber sie verwies auch auf andere Branchen, die wegen der Halbleiter-Knappheit mit Problemen zu kämpfen haben, darunter Elektronik- und Medizintechnikfirmen. Sie lehnte eine Sonderbehandlung für die Autokonzerne ab.

07:20 Uhr

Lufthansa nach Thiele-Verkaufsaktion unter Druck erwartet

Unter Abgabedruck dürfte heute die Lufthansa-Aktie geraten. Im Handel wird auf Berichte verwiesen, laut denen KB Holding, das Anlagevehikel der Thiele-Familie, sich von 33 Millionen Aktien getrennt haben soll. Das soll in etwa der Hälfte des Thiele-Pakets entsprechen. Die Stücke sollen bei 9,80 Euro platziert worden sein.

Die Lufthansa-Aktie ging am Vortag bei 10,87 Euro aus dem Xetra-Handel, geriet aber nachbörslich unter Abgabedruck.

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07:08 Uhr

Dax vorbörslich mit kleinem Plus

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die europäischen Börsen dürften wenig verändert in den letzten Handelstag der Woche starten. Die Berichtssaison ist praktisch vorüber. Für etwas Bewegung könnten die europäischen Einkaufsmanagerindizes sorgen. Der Dax notierte vorbörslich 0,2 Prozent höher bei 15.409 Punkten.

Themen am Markt bleiben Inflation, Zinsen sowie ein früher als erwartet kommendes Rückführen der Wertpapierkäufe (Tapering) durch die Notenbanken. Im Handel geht man daher auch in naher Zukunft von einem volatilen Geschäft aus. Die Zentralbanken beharren bislang auf ihrer Position, dass sich der jüngste Inflationsschub als vorübergehend erweisen werde. Keine größeren Akzente dürfte am Berichtstag der Verfall an den Terminmärkten setzen.

07:01 Uhr

Bürovermieter WeWork tiefrot

Der US-Bürovermieter WeWork hat einen Nettoverlust von 2,06 Milliarden Dollar im ersten Quartal erlitten. Grund hierfür seien laut dem Unternehmen unter anderem Restrukturierungskosten in Höhe von 494 Millionen Dollar, die im Zuge des angestrebten Börsengangs anfielen, hieß es.

Das vom Großaktionär SoftBank unterstützte Startup-Unternehmen strebt an, durch eine Fusion mit BowX Acquisition Corp, einem leeren Börsenmantel (SPAC), an die Börse zu gehen. Bei dem Deal wird WeWork mit rund neun Milliarden Dollar bewertet.

06:41 Uhr

Bei Applied Materials läuft's - Aktienkurs steigt nachbörslich

Applied Materials
Applied Materials 110,00

Beim US-Chipzulieferer Applied Materials laufen die Geschäfte besser als gedacht. Der Netto-Umsatz stieg im abgelaufenen Quartal auf 5,58 Milliarden Dollar von 3,96 Milliarden Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Schnitt lediglich 5,41 Milliarden Dollar erwartet. Der Überschuss verbesserte sich auf 1,33 Milliarden Dollar von 755 Millionen Dollar. Applied Materials profitiert in der Corona-Pandemie von der zunehmenden Nachfrage nach Laptops, PCs und Spielkonsolen, in denen Speicherchips zum Einsatz kommen.

Für das laufende Quartal sagt der Konzern Erlöse von 5,92 Milliarden Dollar voraus - plus/minus 200 Millionen Dollar. Hier haben die Experten bislang lediglich 5,54 Milliarden prognostiziert. Applied-Aktien stiegen nachbörslich um 1,5 Prozent.

06:20 Uhr

Musk bleibt Dogecoin treu

Das Thema Kryptowährungen bleibt uns erhalten. Tesla-Boss Elon Musk will sich nicht von seinen Dogecoin-Beständen trennen. In einem Tweet schreibt Musk, dass er die wenig bekannte Kryptowährung weder verkauft habe noch eine Veräußerung in der Zukunft plane. Gemessen am Börsenwert ist Dogecoin die viertgrößte Kryptowährung. Musk hat sich in der Vergangenheit wiederholt sowohl lobend als auch kritisch zu Dogecoin geäußert und für Kursausschläge gesorgt. Vergangene Woche hatte er die als Parodie auf Bitcoin gestartete Cyber-Devise bei einem TV-Auftritt als "Abzocke" bezeichnet und auf Talfahrt geschickt.

Musk hatte vor kurzem die Akzeptanz der Digitalwährung Bitcoin als Zahlungsmittel für den Kauf von Tesla-Elektroautos ausgesetzt und einen Kurssturz bei Kryptowährungen ausgelöst.

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06:14 Uhr

Plus in Japan, Minus in China

Nikkei
Nikkei 27.980,87

In Asien haben sich die Aktienmärkte uneinheitlich gezeigt. Die Inflationssorgen haben offenbar bei vielen Anlegern etwas nachgelassen. Unter anderem vielleicht auch, weil die US-Notenbank mit den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen ihrer jüngsten Beratungen die Tür für eine Drosselung ihrer Wertpapierkäufe geöffnet hatte. "Es ist immer noch ein Markt, der versucht, herauszufinden, wohin die Inflation gehen wird und was das für die Fed-Politik bedeuten könnte", sagte Kyle Rodda, ein Marktanalyst bei IG in Melbourne.

In Tokio lag der Nikkei 0,6 Prozent höher bei 28.265 Punkten. Der breiter gefasste Topix stieg um 0,2 Prozent und lag bei 1901 Zählern. Die Börse in Shanghai wies allerdings ein Minus von 0,5 Prozent auf. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verlor 0,8 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der US-Dollar 0,1 Prozent auf 108,86 Yen und stagnierte bei 6,4333 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,8972 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,2230 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0975 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,4177 Dollar.

06:02 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Als wäre nichts gewesen - oder besser: "Der Dax macht das 'V'", wie ntv-Börsenkorrespondent Raimund Brichta es kommentiert hat: Die Verluste vom Mittwoch, immerhin 1,8 Prozent, hat der deutsche Börsenleitindex im Donnerstagshandel wieder wettgemacht. Nach wie vor notiert der Dax aber in seiner Tradingrange, die von 14.800 bis 15.500 Punkten verläuft. Wie der Wochenschluss ausfällt, hängt wohl überwiegend von Konjunkturdaten und der allgemeinen Stimmungslage am Aktienmarkt ab.

Von der Konjunkturseite stehen am Morgen und Vormittag etwa die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende und nicht verarbeitende Gewerbe in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und der EU an. Dem Monatsbericht der Bundesbank folgen am Nachmittag noch frische Daten zum Verkauf bestehender Häuser aus den USA sowie der Index für das Verbrauchervertrauen in der Eurozone.

Für Bewegung könnte auch der kleine Verfallstag für Aktienindindex-Optionen sorgen. Zudem laden etwa Fresenius, Kuka, Hypoport und SGL Carbon ihre Aktionäre zu Online-Hauptversammlungen.

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