Freitag, 29. März 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Juliane Kipper
17:51 Uhr

Dax zeigt sich von seiner freundlichen Seite

Dax
Dax 12.490,22

Der deutsche Aktienmarkt verabschiedet sich mit Kursgewinnen ins Wochenende und aus dem ersten Quartal. Der Dax gewinnt 0,9 Prozent auf 11.526 Punkte. Das erneute "Nein" der britischen Parlamentarier zum Brexit-Abkommen mit der EU belastete kaum.

Das Flugverbot für die Boeing 737 Max hat finanzielle Folgen für die Fluglinien, die das Flugzeug in ihrer Flotte haben. Den Reigen der Gewinnwarnungen hatte Tui eröffnet. Der Touristikkonzern hat derzeit 15 dieser Maschinen in seiner rund 150 Flugzeuge umfassenden Flotte. Wie hoch die Belastung ausfallen wird, ist davon abhängig, wie lange die Flieger nicht starten dürfen. Tui verlieren 4,4 Prozent.

Wirecard
Wirecard 140,00

In dem Dauerzwist zwischen der "Financial Times" und Wirecard hat die britische Zeitung mit einem neuen Artikel nachgelegt. Die "FT" berichtete, dass Wirecard als Adresse für eine Geschäftskorrespondenz mit einer Firma namens Conepay International auf den Philippinen eine Privatadresse benutzt habe. Das Blatt erhebt also den Vorwurf, dass Wirecard mit Briefkastenfirmen Geschäfte gemacht habe. Wirecard wies den Bericht als "falsch und irreführend" zurück. Die Aktie verliert dennoch 8,7 Prozent.

17:19 Uhr

DIHK: Wirtschaft muss sich auf harten Brexit vorbereiten

Nach der erneuten Ablehnung des Brexit-Vertrags im britischen Unterhaus hat die deutsche Wirtschaft vor massiven Belastungen gewarnt. "Das Chaos ist nun perfekt", sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer in Berlin. "Damit taumeln Großbritannien und Europa auf einen ungeregelten EU-Austritt zu."

Es sei nun allerhöchste Zeit für die Unternehmen, sich vorzubereiten. "Bereits in wenigen Tagen droht erhebliche Brexit-Bürokratie und der Abriss von Lieferketten, in die das Vereinigte Königreich eingebunden ist", so Schweitzer. "Zusätzlich drohen den deutschen Unternehmen jährlich mehr als zehn Millionen Zollanmeldungen und mehrere Milliarden Euro an Zöllen."

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16:35 Uhr

Airbus-Chef überzeugt: Boeing-Reputation leidet nicht

Boeing
Boeing 376,61

Vor drei Wochen ist eine der neuen Boeing 737 Max von Ethiopian Airlines in Äthiopien abgestürzt, 157 Menschen verloren ihr Leben. Beim Absturz einer Maschine des gleichen Typs sind im Oktober in Indonesien schon 189 Passagiere gestorben. Bis zur Feststellung der Ursache gilt praktisch weltweit ein Flugverbot für diese Flugzeug-Baureihe.

Boeing wird die Krise um den Absturz nach Ansicht des scheidenden Airbus-Chefs Tom Enders aber bald bewältigen. "Ich bin überzeugt, dass die Boeing-Kollegen das Problem in den Griff kriegen und die Reputation nicht darunter leiden wird", sagte Enders in München. Boeing sei nicht geschwächt. "Ich sehe da keine langfristigen Auswirkungen."

 

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16:02 Uhr

Brexit-Deal versetzt Pfund einen Schlag

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,26

Das erneute "Nein" der britischen Parlamentarier zum Brexit-Abkommen drückt das Pfund unter die Marke von 1,30 Dollar nach Wechselkursen um 1,31 zuvor. Das Unterhaus hat den Vertrag mit großer Mehrheit und nun zum dritten Mal in Folge abgelehnt. Das negative Votum bedeutet aber nicht, dass es nun notwendigerweise zu einem harten Brexit am 12. April kommen muss.

Im Gegenteil: Die nur moderaten Verluste des Pfund legen nahe, dass die Anleger dies weiter als äußerst unwahrscheinlich einschätzen. Am wahrscheinlichsten gilt nun eine deutliche Fristverlängerung für den Austritt Großbritanniens aus der EU. Das Pfund notiert bei 1,2996 Dollar. Der Dax gibt derweil die Hälfte seiner Aufschläge wieder ab und liegt nun 0,5 Prozent im Plus.

15:46 Uhr

Dax reißt 11.5000-Marke

Dax
Dax 12.490,22

Der deutsche Aktienmarkt nimmt kurz vor dem Wochenende noch einmal Fahrt auf. Der Dax, der seit Dienstag nicht von der Stelle gekommen war, legte am Nachmittag um knapp ein Prozent auf 11.529,81 Zähler zu. Damit zeichnet sich für die zu Ende gehende Woche ein Plus von 1,4 Prozent ab und für das erste Quartal ein Zugewinn von mehr als neun Prozent.

15:16 Uhr

Aktie von Smartphone-Pionier steigt um knapp 13 Prozent

Im frühen Geschäft steigt der Dow-Jones-Index um 0,3 Prozent auf 25.803 Punkte. Etwas gedeckelt wird die Aufwärtsbewegung durch die weiterhin bestehenden Bedenken hinsichtlich des konjunkturellen Abschwungs weltweit, die am Vortag auch durch ein nach unten revidiertes US-Bip untermauert wurden. "Man hat alle Zutaten, um sagen zu können, dass der globale Konjunkturzyklus vielleicht einen Schritt nach unten macht. Kurzfristig bin ich nicht allzu besorgt, aber auf lange Sicht hat man das Gefühl, dass wir mit einem leeren Tank fahren", sagt Volkswirt Peter Dixon von der Commerzbank.

Blackberry
Blackberry 4,80

Die Aktien von Progress Software schießen um 18 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen hat mit den Zahlen für das erste Quartal und dem Ausblick auf das Gesamtjahr die Erwartungen der Analysten übertroffen. Blackberry hat im Schlussquartal des abgelaufenen Geschäftsjahres wieder einen Gewinn erzielt. Zudem übertraf der Smartphone-Pionier, der sich auf Software und Dienstleistungen mit Fokus auf Sicherheit verlegt hat, bei Umsatz und Ergebnis die Erwartungen. Die Aktie steigt um 12,6 Prozent.

14:38 Uhr

Lyft wird mit 24 Milliarden bewertet

Unter den Einzelwerten an der Wall Street steht das viel diskutierte Börsendebüt des Fahrdienstvermittlers Lyft im Fokus. Nachdem der Uber-Wettbewerber diese Woche schon einmal die Preisspanne angehoben hat, erreicht Lyft nun mit 72 US-Dollar je Aktie das obere Ende der erwarteten Erlösspanne. Der Gesamtkonzern kommt damit auf eine Bewertung auf verwässerter Basis von 24 Milliarden Dollar. Lyft stand lange im Schatten des größeren Wettbewerbers Uber, hat diesen mit ihren Börsenplänen aber nun überholt.

  • Dass Lyft es bis an die Börse schafft, war lange nicht ausgemacht. Uber hatte schon vor Jahren das Ziel ausgegeben, jeden Wettbewerber "platt zu machen".
  • Selbst einige Lyft-Investoren glaubten zeitweise, dass ihr Unternehmen es wohl nicht schaffen werde.
  • Doch Lyft hat sich dank großzügiger Investoren-Gelder in mehreren Finanzierungsrunden durchgesetzt, auch wenn im Kampf um Marktanteile Milliardenverluste entstanden.
14:07 Uhr

CEO tritt zurück, Wells Fargo legen zu

Der ziel- und lustlose Handel der vergangenen Tage könnte zum Wochenschluss an der Wall Street eine Fortsetzung finden. Die US-Börsen sind gefangen zwischen Wachstumssorgen einerseits und Hoffnungen auf eine Beilegung des Handelskonflikts andererseits. Als Stimmungsdämpfer wird zudem die Verunsicherung in Sachen Brexit genannt. Zwar wollen Marktteilnehmer weiterhin nicht an einen harten Brexit glauben, aber die Vorsicht ist erkennbar gestiegen.

Wells Fargo
Wells Fargo 44,56

Mit einem Plus von 2,2 Prozent zeigt sich die Aktie von Wells Fargo vorbörslich. CEO Timothy J. Sloan tritt von seinem Amt mit sofortiger Wirkung zurück. In den vergangenen Wochen habe sich der Druck auf Sloan erhöht, die Probleme bei Wells Fargo in den Griff zu bekommen, hieß es aus informierten Kreisen.

Dagegen verlieren die Titel von Dowdupont 1,3 Prozent. Der US-Chemie- und Düngemittelkonzern hat seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt, nachdem große Überschwemmungen im mittleren Westen die Verkäufe der Agrarsparte des Konzerns belastet haben.

13:39 Uhr

Vernetzte Autowerke: Volkswagen holt sich Unterstützung bei Siemens

VW Vorzüge
VW Vorzüge 162,04

VW hat es immer wieder klar gemacht: Die Produktivität in den eigenen Werken muss besser werden, Vernetzung ist das Zauberwort - und dafür ist die Amazon-Cloud die Grundlage. Jetzt soll der Industriekonzern Siemens bei dem Bündnis mit seiner "Digitalen Fabrik" die 122 Volkswagen-Werke miteinander vernetzen und damit die technische Grundlage für die geplanten Produktivitätsfortschritte schaffen.

Siemens liefert damit praktisch das technologische Rückgrat für die "Volkswagen Industrial Cloud", die der Wolfsburger Autobauer zusammen mit dem US-Technologieriesen Amazon vorgestellt hatte. Zum Volumen des Auftrags wollte sich Siemens nicht äußern. "Mit Siemens gewinnen wir einen starken Partner mit herausragender Digitalisierungs- und Industrie-Expertise", sagte VW-Produktionsvorstand Oliver Blume. In der "Datenwolke" (Cloud) sollen künftig die Daten aller Maschinen, Anlagen und Systeme aus allen VW-Fabriken weltweit zusammenlaufen.

12:54 Uhr

Streit mit Lufthansa: Ufo-Chef spricht von "weiterem Kapitel im kalten Krieg"

Bei der Lufthansa spitzt sich der Konflikt mit der Flugbegleitergewerkschaft Ufo zu. Deren Vorsitzender Nicoley Baublies hat der Fluggesellschaft bereits drei Monate vor Ende der Friedenspflicht mit einem Streik des Kabinenpersonals im Sommer gedroht. Lufthansa erkennt die in der vergangenen Woche erklärten und von Baublies unterschriebenen Kündigungen der Tarifverträge allerdings nicht an. Es sei nicht klar, ob bei den Kündigungen alle formalen Kriterien erfüllt seien, erklärte eine Sprecherin. Die Tarifverträge hätten daher weiterhin Bestand, und die Frage nach Streiks stelle sich derzeit nicht.

Baublies widerspricht gegenüber n-tv vehement und sieht keine Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Kündigung: "Diese Reaktion der Lufthansa ist einfach tatsächlich nur ein weiteres Kapitel im Kalten Krieg, den sie derzeit führt.

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12:22 Uhr

Fehde zwischen Wirecard und "FT" eskaliert weiter

Wirecard
Wirecard 140,00

Die Aktien von Wirecard sind nach einem kritischen Zeitungsbericht über Geschäftspraktiken des Zahlungsabwicklers erneut auf Talfahrt gegangen. Die Titel fallen um bis zu 8,8 Prozent auf 111,60 Euro und sind damit Schlusslicht im Dax.

Händler verweisen auf einen Bericht der "Financial Times" ("FT"). Die Zeitung geht erneut dem Verdacht nach, dass ein Teil des Geschäfts von Wirecard in Asien auf Scheinumsätzen mit zweifelhaften Partnerfirmen beruhe. Das Blatt beruft sich dabei auch auf die Ermittlungen, die die Polizei in Singapur wegen des Verdachts finanzieller Unregelmäßigkeiten in der dortigen Wirecard-Niederlassung angestrengt hat.

Wirecard weißt den Bericht scharf zurück. Es handle sich um "falsche und irreführende Informationen", erklärte eine Konzernsprecherin. "Die heute veröffentlichten ungenauen Informationen wurden von der 'FT' absichtlich falsch zitiert, um Tatsache und Fiktion weiter zu verzerren."

Damit eskaliert die Fehde zwischen der britischen Wirtschaftszeitung und dem bayerischen Konzern weiter. Seit Januar hat die "Financial Times" mehrmals über angebliche Bilanzmanipulation bei Wirecard berichtet.

11:04 Uhr

Türkei-Anleger sichern sich gegen Chaos ab

Türkische Lira / Euro
Türkische Lira / Euro ,15

Vor den türkischen Kommunalwahlen steigt die Anspannung der Anleger. Die Währung des Landes setzt ihre Talfahrt fort. Im Gegenzug verteuert sich der Dollar um bis zu zwei Prozent auf 5,6579 Lira, nachdem er am Tag zuvor gut vier Prozent zugelegt hatte. Der Euro legte 1,8 Prozent auf 6,3550 Lira zu.

  • Börsianer schätzen den erneuten Rückgang des Lira-Kurses als Zeichen einer Normalisierung des Devisenmarktes ein.
  • Zu Wochenbeginn hatten türkische Banken auf Anweisung der Regierung ausländischen Instituten keine Lira mehr geliehen, um weitere Wetten auf einen Verfall der Währung zu verhindern.
  • Sollte die Regierungspartei AKP von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bei den Kommunalwahlen am Wochenende schlecht abschneiden, müsse mit weiteren Lira-Verlusten gerechnet werden, sagte Commerzbank-Analyst Tatha Ghose.

Erdogan machte gestern wieder den Westen für die jüngsten Kursturbulenzen an der Börse verantwortlich. Die Türkei müsse den "Spekulanten an den Märkten Disziplin beibringen". Zugleich erneuerte er seine Forderung an die Notenbank, die Inflation durch Leitzinssenkungen zu bekämpfen.

10:26 Uhr

Thyssenkrupp zieht Großauftrag in Brasilien an Land

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 12,60

Im Dax verschafft ein Großauftrag für die Marinesparte aus Brasilien dem Thyssenkrupp-Papier Auftrieb. Die Aktie legt als einer der Index-Favoriten um mehr als eineinhalb Prozent zu - allerdings kommen die Papiere auch vom tiefsten Stand seit Juni 2012.

Die Werft Thyssenkrupp Marine Systems und der Flugzeugbauer Embraer haben einen Auftrag von der brasilianischen Marine erhalten. Ihr Konsortium Aguas Azuis wurde für den Bau von vier Verteidigungsschiffen der Korvetten-Klasse Tamandare als bevorzugter Bieter ausgewählt, wie die beiden Unternehmen mitteilten. Ein Auftragswert wurde nicht genannt.

Die Korvetten sollen zwischen 2024 und 2028 in Dienst gestellt werden und dienen der Marine als Geleitschiffe. Deren Hauptaufgaben liegen in der Abwehr möglicher Bedrohungen, dem Schutz des Seeverkehrs und der Überwachung der brasilianischen Hoheitsgewässer - dem sogenannten "Blue Amazon" mit einer Gesamtfläche von über 4,5 Millionen Quadratkilometer.

10:18 Uhr

Zahl der Arbeitslosen sinkt im März auf 2,3 Millionen

Trotz einer schwächelnden Konjunktur brummt der Job-Motor in Deutschland weiter. Die Zahl der Arbeitslosen ist im März auf 2,301 Millionen gesunken. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent. Im Vergleich zum Februar nahm die Zahl der Jobsucher um 72.000 ab, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Im März 2018 waren es noch 157.000 Arbeitslose mehr gewesen. "Obwohl der konjunkturelle Rückenwind nachgelassen hat, entwickelt sich der Arbeitsmarkt alles in allem weiter günstig", sagte Behördenchef Detlef Scheele.

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10:03 Uhr

Aktie haussiert: H&M übertrifft Erwartungen

H&M
H&M 18,82

 Für H&M zahlen sich der Ausbau des Online-Geschäfts und eine effizientere Logistik aus: Zwar belasteten die Kosten zum Beginn des neuen Geschäftsjahres noch den Gewinn, der das siebte Quartal in Folge sank, wie H&M mitteilte. Doch der Rückgang beim Ergebnis vor Steuern auf 1,04 (Vorjahr: 1,26) Milliarden Schwedischen Kronen fiel deutlich geringer aus als von Analysten befürchtet.

Der Umsatz legte im ersten Quartal (Dezember bis Februar) um zehn Prozent zu. "Wir sehen, dass unser Umbau einen Effekt hat und wir werden diese Arbeit mit voller Kraft fortsetzen", erklärte Konzernchef Karl-Johan Persson. An der Stockholmer Börse springt der Kurs der H&M-Aktien zur Eröffnung um mehr als 15 Prozent nach oben.

09:23 Uhr

Tui-Aktien fallen gegen den Trend auf Sechs-Jahres-Tief

Dax
Dax 12.490,22

Der Dax begibt sich erneut auf die Marke von 11.500 Punkten zu. Im frühen Handel rückt der deutsche Leitindex bis auf 11.499 Zähler vor, prallte aber wieder ab und stand zuletzt mit 0,55 Prozent im Plus bei 11.490 Punkten. In den vergangenen beiden Handelstagen hatte das Börsenbarometer vergeblich um die runde Hürde gekämpft.

Tui
Tui 11,49

Gegen den Trend fallen die Aktien von TUI um gut zehn Prozent auf ein Sechs-Jahres-Tief von 8,01 Euro. Der Touristik-Konzern rechnet wegen der Belastungen im Zusammenhang mit dem Flugverbot für die Maschinen vom Modell Boeing 737 Max mit einem Rückgang des operativen Gewinns. Die Flieger müssen nach zwei Abstürzen binnen weniger Monate vorerst am Boden bleiben. TUI hat 15 Maschinen dieses Typs im Einsatz.

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08:02 Uhr

Euro hält sich über 1,12 Dollar

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

Schneller Blick auf die Lage an den Devisenmärkten: Die europäische Gemeinschaftswährung steuert weitgehend stabil Richtung zweites Quartal.

  • Der Euro hält sich am Morgen über der Marke von 1,12 Dollar. Im frühen Handel kostet die Gemeinschaftswährung 1,1235 Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend.
  • Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1218 Dollar festgesetzt.
  • Im Edelmetallgeschäft notiert die Feinunze Gold bei 1287,31 Dollar und damit 0,3 Prozent unter dem Vortagesniveau.

Am Freitag stehen in Europa und den USA eine Reihe potenziell marktbewegender Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Besondere Beachtung kommt amerikanischen Preisdaten zu. Es handelt sich um das von der US-Notenbank Fed bevorzugte Inflationsmaß PCE. Es ist zwar weniger bekannt als der zweite Preisindex CPI, spielt aber für die Geldpolitik der Fed eine mindestens ebenso große Rolle.

 

07:47 Uhr

Dax streckt sich dem April entgegen

Dax
Dax 12.490,22

Am deutschen Aktienmarkt rechnen Beobachter in Banken und Brokerhäusern mit einem freundlichen Start in den letzten Handelstag im März. Zum Quartalsultimo dürfte der deutsche Leitindex deutlich zulegen.

  • In den vorbörslichen Indikationen wird der Dax zur Eröffnung bei 11.485,50 Punkten gesehen, was einem Plus von 0,5 Prozent entspricht.
  • Am Vortag war das Frankfurter Kursbarometer 0,1 Prozent fester bei 11.428,16 Punkten aus dem Handel gegangen.
  • Auf der Terminliste des Tages stehen neben den Daten zu Import- und Exportpreisen und dem Einzelhandelsumsatz vor allem die Arbeitsmarktdaten aus Deutschland im Vordergrund. Der Monatsbericht zur Lage im März wird wie üblich gegen 9.55 Uhr (MEZ) erwartet. Auf Unternehmensebene richten sich die Blicke auf die frisch vorgelegten Zahlen von Unternehmen wie Tele Columbus, Nemetschek und H&M.
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07:09 Uhr

Asiens Anleger blicken nach Peking

Nikkei
Nikkei 21.798,87

Die Hoffnungen auf eine gütliche Einigung im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit hieven die asiatischen Börsen vor dem Wochenende ins Plus. In Peking laufen seit 2.00 Uhr morgens deutscher Zeit hochrangig besetzte Gespräche, unter anderem mit US-Finanzminister Steven Mnuchin.

Am zweiten und letzten Tag der aktuellen Verhandlungsrunde könnte es Beobachtern zufolge zumindest neue Hinweise zum aktuellen Stand geben. In der kommenden Woche sollen die Gespräche dann in Washington fortgesetzt werden.

  • In Tokio rückt der japanische Leitindex Nikkei um 0,8 Prozent auf 21.202 Punkte vor. Händler verwiesen hier neben den leicht positiven US-Vorgaben auch auf die etwas besser als erwartet ausgefallene japanischen Industrieproduktion im Februar. Auch die Arbeitslosenquote lag im Februar mit 2,3 Prozent unter der Schätzung von 2,5 Prozent.
  • Im chinesischen Aktienhandel zieht der Schanghai-Composite um 2,5 Prozent auf 3069 Punkte an. Im Verlauf lag der Index zeitweise knapp drei Prozent im Plus. Teilnehmer verweisen zur Begründung auf weitere Fortschritte bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China. So soll die chinesische Seite unerwartete Zugeständnisse in der Frage des geistigen Eigentums gemacht haben.
  • Der Wirtschaftsberater des US-Präsidenten, Larry Kudlow, teilte bei einer Pressekonferenz mit, die Regierung sei darauf vorbereitet, die Gespräche mit China Wochen oder auch Monate fortzusetzen. Dies wurde am Markt als ein Zeichen gewertet, dass beide Seiten auf eine Einigung hinarbeiten wollen.
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06:24 Uhr

Brexit-Stichtag ohne Brexit: Das Pfund wankt

Die Frist läuft ab: An diesem Freitag, den 29. März 2019 sollte Großbritannien eigentlich laut der im EU-Vertrag vorgesehenen Austrittsmechanismen aus der Europäischen Union ausscheiden. Doch die zweijährige Phase bis zum Brexit-Stichtag verstrich weitgehend ungenutzt.

In einem beispiellosen politischen Chaos sucht die britische Regierung unter Premierministerin Theresa May noch immer nach einer tragfähigen Lösung. Vor dem Wochenende dreht sich die Debatte um ein neuerliches Votum im Londoner Unterhaus, bei der May einen Teil ihres aufgeschnürten Austrittsdeals zur Abstimmung vorlegen will. Ziel ist vorerst, eine weitere Verschiebung des EU-Austritts über den 12. April hinaus zu erreichen. Beobachter räumen May nur geringe Chancen ein.

  • Die Landeswährung der Briten steht vor diesem Hintergrund weiter unter Beobachtung: Am Morgen notiert das Pfund bei 1,1638 Euro und damit knapp 0,1 Prozent über dem Vortagesniveau.
  • Im Devisenhandel halten Investoren offenbar auch einen Rückzug vom Brexit noch für möglich. Unmittelbar vor dem großen EU-Referendum vor knapp drei Jahren hatte das Pfund deutlich fester bei Werten um die 1,30 Euro gelegen.
  • Zur US-Währung zieht das Pfund ebenfalls leicht an. Aktuell liegt der Kurs für ein britisches Pfund hier bei 1,3074 Dollar.
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