Freitag, 31. Januar 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:40 Uhr

Dax knallt unter 13.000 - an zwei Tagen 363 Punkte futsch

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(Foto: imago images/Papsch)

Am Anfang des Tages sah alles noch gut aus: Der deutsche Aktienmarkt schien sich von den gestrigen Verlusten zu erholen. Doch am späten Vormittag kam der abrupte Umschwung. Neue Meldungen über die Ausbreitung des Coronavirus mit steigenden Opferzahlen verdarb den Anlegern gehörig die Laune. Die Sorge über ein noch schwächer werdendes chinesisches Wirtschaftswachstum mit gravierenden Auswirkungen auf die globale Konjunktur wurde immer stärker. Dazu gab es schwächer als erwartet ausgefallene BIP-Daten aus Frankreich und Italien. Am Nachmittag enttäuschte dann der Einkaufsmanager-Index aus der Region Chicago auf ganzer Linie. Der in wenigen Stunden anstehende EU-Ausstieg Großbritanniens spielte auf dem Parkett nur eine untergeordnete Rolle. 

Durch die daraus resultierenden fallenden Kurse an der New Yorker Wall Street brachen in Frankfurt die Dämme. Der Dax rutschte am späten Nachmittag unter die 13.000-Punkte-Marke und sackte bis auf 12.974 Punkte ab. Am Ende schloss der Leitindex 1,3 Prozent tiefer bei 12.982 Stellen - er verlor damit in den vergangenen beiden Tagen insgesamt 363 Punkte. Auch der MDax fiel unter eine psychologisch wichtige Marke - er gab um 0,7 Prozent auf 27.984 Punkte nach. Der TecDax sank um 1,4 Prozent auf 3062 Zähler. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 1,5 Prozent auf 3636 Punkte nach unten.

Fast alle im Dax vertretenen Werte verbilligten sich. "Gewinner" waren Continental mit minus 0,1 Prozent. Am Dax-Ende lagen Infineon mit minus 3,9 Prozent.

17:05 Uhr

Exxon meldet schrumpfenden Gewinn

ExxonMobil
ExxonMobil 56,77

Der US-Ölkonzern Exxon Mobil hat im vierten Quartal wegen schwacher Margen im Raffinerie- und Chemiegeschäft einen Gewinnrückgang um 5,2 Prozent verzeichnet. Der Nettogewinn in den drei Monaten bis zum 31. Dezember sank auf 5,69 Milliarden Dollar von 6 Milliarden Dollar im Vorjahr.

Die Ölgesellschaften litten im letzten Quartal unter schwächeren Absatzpreisen. Im Fall von Exxon investierte das Unternehmen stark in die Steigerung seiner Ölproduktion, um den Produktionsrückgang umzukehren.

16:54 Uhr

Dax rutscht unter 13.000

Der Dax hat seinen Abwärtstrend fortgesetzt und ist am späten Nachmittag unter die 13.000-Punkte-Marke gerutscht. Der Frankfurter Leitindex notierte 1,3 Prozent tiefer bei 12.988 Punkten. Grund sind die Sorge um die Weltwirtschaft wegen des sich ausbreitenden Coronavirus und ein schwacher Chicago-Einkaufsmanagerindex.

16:50 Uhr

Zieht der Goldpreis unaufhaltsam nach oben?

Viele Anleger kaufen gerne Gold als Münzen oder Barren. Dabei müssen aber häufig saftige Aufschläge bezahlt werden und auch den Safe bei der Bank gibt es nicht umsonst. Eine Alternative dazu sind sogenannte ETCs. Wie Anleger mit ETCs auch in Gold investieren können und was dabei zu beachten ist, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Kemal Bagci von der BNP Paribas.

16:18 Uhr

Schwacher Chicago-Index zieht Dow und Dax weiter runter

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Blick auf Chicago

(Foto: REUTERS)

Das war nicht erwartet worden: Die Stimmung der Einkaufsmanager aus dem Großraum Chicago hat sich im Januar erheblich eingetrübt. Der Indikator rutschte auf 42,9 Punkte ab. Dies ist der niedrigste Stand seit Dezember 2015. Im Dezember 2019 stand der Index noch bei 48,2 Punkten. Volkswirte hatten einen Wert von 48,5 Punkten erwartet. Der Frühindikator signalisiert somit eine wirtschaftliche Abschwächung in der für die US-Konjunktur wichtigen Metropolregion.

Dadurch sackte der Dow Jones weiter ab - er verlor 1,0 Prozent auf 28.564 Punkte. Im Gefolge dessen ließ auch der Dax Federn und baute seinen Verlust aus - minus 1,0 Prozent auf 13.029 Stellen.  

16:07 Uhr

Coronavirus hat Wall Street im Griff

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(Foto: imago images/UPI Photo)

Die Furcht vor einem Dämpfer für die Weltwirtschaft durch den Coronovirus-Ausbruch hält US-Anleger weiter gefangen. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 fielen zur Eröffnung um bis zu 0,8 Prozent. Sorgen bereitete Anlegern die rasche Ausbreitung des Erregers. Die Experten der Ratingagentur Fitch warnten, dass diese Krise das chinesische Wachstum 2020 auf 5,4 Prozent drücken könnte. Bislang rechneten sie mit einem Plus von 5,9 Prozent.

Bei den Unternehmen stach nach Vorlage überzeugender Geschäftszahlen Amazon heraus. Die Aktien des Online-Händlers stiegen um knapp 10 Prozent auf ein Rekordhoch von 2052 Dollar. Das ist der größte Kurssprung seit fast zweieinhalb Jahren. Außerdem kehrte das Unternehmen in den exklusiven Zirkel der Firmen mit einem Börsenwert von mehr als einer Billion Dollar zurück.

Die Titel von Visa rutschten dagegen trotz eines Umsatz- und Gewinnanstiegs um 3,9 Prozent ab. Analysten hatten auf mehr gehofft.

16:02 Uhr

Kreise: Gericht bestätigt Airbus-Milliardenzahlung

Airbus
Airbus 131,50

Airbus will nach einem Deal in Frankreich zu Korruptionsvorwürfen rund 2,1 Milliarden Euro zahlen. Das bestätigten Justizkreise in Paris nach einer Gerichtsentscheidung in dieser Sache. Airbus nahm zunächst keine Stellung. Bereits Anfang der Woche war bekannt geworden, dass Airbus sich in den Untersuchungen zu Bestechungs- und Korruptionsvorwürfen in Frankreich, den USA und Großbritannien auf einen Milliarden schweren Kompromiss geeinigt hatte.

Der europäische Flugzeugbauer hatte mitgeteilt, dass er vorbehaltlich der Zustimmung der Behörden zusammen 3,6 Milliarden Euro für etwaige Strafzahlungen zurückstelle. Beträge für einzelne Länder hatte Airbus bisher nicht genannt.

15:43 Uhr

Zoff zwischen Edeka und Coca-Cola - weniger Produkte in Regalen

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(Foto: picture alliance / dpa)

Zwischen Edeka und Coca-Cola ist ein Streit ausgebrochen. Deutschlands größter Lebensmittelhändler hat nach Angaben des Getränkekonzerns in einigen Regionen sein Angebot an Coca-Cola-Produkten reduziert. Es gebe dort aktuell einen Bestellstopp für Teile des Sortiments, berichtete Coca-Cola. Hintergrund ist nach Angaben der "Lebensmittel Zeitung" ein Streit um Coca-Colas Preis- und Rabattpolitik. Edeka gab zunächst keine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Dem Fachblatt zufolge haben mehrere Edeka-Regionen ihren Kaufleuten einen Bestellstopp für Produkte wie die 1,5-Liter-Einwegflasche Coke Zero, die 0,33-Liter-Dosen der gängigen Softdrink-Marken sowie diverse Vio-Artikel empfohlen. Coca-Cola betonte, das Unternehmen bedauere den Schritt.

15:20 Uhr

Markanter Pfund-Anstieg vor BoE-Zinsentscheid wird untersucht

Die britischen Finanzregulierer sind alarmiert. Warum? Es gab eine auffällige Bewegung des Pfund Sterling. Die Behörde untersucht einen plötzlichen Anstieg der Währung am Donnerstag, der kurz vor der Bekanntgabe der Zinsentscheidung der Bank of England (BoE) erfolgte. Diese hatte das Zinsniveau unverändert belassen.

In den Sekunden vor der Mitteilung um 13.00 Uhr MEZ stieg das Pfund bis auf 1,3062 US-Dollar, nach zuvor 1,3027 Dollar gegen 12.58 Uhr. Die Futures auf das Pfund stiegen etwa zwei Minuten vor der Bekanntgabe um 0,3 Prozent.

Die Anleger waren im Vorfeld geteilter Meinung, ob die Notenbank die Zinsen unverändert belassen oder senken würde. Nachdem dann die Entscheidung gefallen war, kletterte das Pfund bis 17.00 Uhr MEZ um 0,8 Prozent auf 1,3102 Dollar.

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,30

14:55 Uhr

Nullzins macht Gold als Anlage begehrt

Goldpreis
Goldpreis 1.581,37

Die Nullzinspolitik der EZB sei Dank: Gold glänzt ganz offensichtlich als Geldanlage. Die BayernLB hat im vergangenen Jahr mehr als 60 Tonnen Gold gehandelt, ein Fünftel mehr als im Vorjahr und so viel wie noch nie zuvor.

  • "Die Tiefzinsphase macht Investitionen in Edelmetalle für Anleger attraktiv", erklärte der Leiter des Edelmetallgeschäfts der Landesbank, Michael Eubel.

Gold gilt vielen Anlegern nach Einschätzung der BayernLB nach wie vor als krisenfeste Anlage. Eubel und seine Kollegen rechnen damit, dass die Preise weiter steigen. Derzeit notiert Gold bei gut 1430 Euro je Unze, ein Rekordpreis. In US-Dollar allerdings waren die Preise zu Beginn dieses Jahrzehnts noch etwas höher als derzeit.

Aber nicht nur Gold ist gefragt. Silber ist ebenfalls heiß begehrt. 2018 handelte die BayernLB 628 Tonnen, fast 80 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

14:43 Uhr

Januar-Minus ist schlechtes Omen für den Dax

Die Dax-Anleger müssen sich angesichts der jüngsten Kursverluste für 2020 auf ein Minus einstellen. Einer Börsenregel zufolge gibt die Entwicklung im Januar die Richtung für das Gesamtjahr vor. Für den deutschen Leitindex traf dies in etwa 60 Prozent der Fälle zu. Der Leitindex steuert auf einen Januar-Verlust von rund einem Prozent zu.

Am Nachmittag notierte der Dax 0,4 Prozent tiefer bei 13.104 Punkten. Der MDax gewann 0,1 Prozent auf 28.210 Zähler. Der TecDax sackte um 0,2 Prozent auf 3100 Stellen ab. Der EuroStoxx50 fiel um 0,5 Prozent auf 3672 Punkte.

14:15 Uhr

Coronavirus: Siemens liefert Geräte nach Wuhan

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(Foto: imago images/ZUMA Press)

Siemens hilft beim Kampf gegen das Coronavirus in der chinesischen Millionenstadt Wuhan. In einer Blitzaktion lieferte die Medizintechnik-Tochter Siemens Healthineers bereits in der vergangenen Woche zwei Ultraschall-Systeme und einen Computertomografen (CT) zur Lungenuntersuchung an zwei Krankenhäuser in Wuhan.

Die Stadt baut derzeit mehrere Akut-Kliniken auf, um den Ansturm der Patienten zu bewältigen. Bis heute wurden allein in China 9800 Infizierte und mehr als 200 Todesfälle gemeldet. Das CT-Gerät sei innerhalb von 24 Stunden aus Shanghai nach Wuhan geliefert worden, sagte ein Konzernsprecher.

13:54 Uhr

Experte: Einzelhandelszahlen "sind eine Katastrophe"

Amazon legt beeindruckende Zahlen vor. Gerade der "Prime"-Service boomt. Im ntv-Interview erklärt der Direktor des Handelsforschungsinsitut IIHF, Jörg Funder, woher die positive Bilanz kommt und was der Einzelhandel dagegen tun kann.

13:29 Uhr

Tesla und Grünheide: Minister noch nicht ganz sicher

Das Güterverkehrszentrum (GVZ) Freienbrink in der Gemeinde Grünheide östlich von Berlin. In dem riesigen Waldgebiet plant Tesla den Bau einer Gigafactory. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv

Hier soll das Tesla-Werk entstehen.

(Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv)

Ist das etwas im Busche? Die geplante Ansiedlung des US-Elektroautobauers Tesla in Grünheide bei Berlin ist nach Ansicht von Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach noch nicht hundertprozentig in trockenen Tüchern. "Man sollte nie nie sagen", sagte der SPD-Politiker dem "Handelsblatt" auf die Frage, ob er befürchte, dass Tesla abspringe, wenn die Landesregierung zu viel bremse.

  • "So sehr ich mich über die grundsätzliche Standortentscheidung gefreut habe, wirklich freue ich mich erst in dem Augenblick, wenn der erste von Tesla beauftragte Arbeiter tatsächlich einen Spaten in die Erde sticht, um eine Baugrube auszuheben."

Tesla will in Grünheide eine Fabrik bauen, in der ab Juli 2021 bis zu 500.000 E-Autos pro Jahr vom Band rollen sollen. Das umweltrechtliche Genehmigungsverfahren läuft derzeit, der Wald auf dem Gelände muss noch gerodet werden. Offene Fragen gibt es auch bei der Wasserversorgung.

13:07 Uhr

Aktienkurs von britischer Modefirma stürzt ab

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Der Kurs der Aktie von Laura Ashley ist nach dem Rücktritt des langjährigen Konzernchefs eingebrochen. Die Papiere des britischen Mode- und Einrichtungseinzelhändlers fielen in London um 10,2 Prozent.

Nach acht Jahren an der Konzernspitze zieht sich Kwan Cheong Ng zurück. Die für das operative Geschäft zuständige Managerin Katharine Poulter wird den Posten zum 1. Mai übernehmen. Dem Unternehmen macht eine rückläufige Nachfrage im Online- und Einrichtungsgeschäft zu schaffen. Der für seinen Landhausstil mit Blumenmustern und Rüschen bekannte Konzern hatte in den 80er-Jahren mit der 1997 tödlich verunglückten Prinzessin Diana einen prominenten Fan.

12:53 Uhr

Pfeile an der Wall Street zeigen nach unten

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Sorgen bezüglich negativer Konjunkturauswirkungen durch das Coronavirus dürften zum Wochenausklang an der Wall Street für Abgaben sorgen. Dazu kommen uneinheitlich ausgefallene Daten aus Europa und Asien. Der Future auf den S&P-500 fällt aktuell um 0,6 Prozent.

Bewegung in den Markt könnten die anstehenden US-Konjunkturdaten bringen. Hier stehen vor allem die persönlichen Einnahmen und Ausgaben für Dezember und der Index der Verbraucherstimmung Chicago für Januar im Fokus. Dazu kommt der Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan in zweiter Lesung.

Die Berichtssaison schaltet zum Wochenausklang einen Gang zurück. Es stehen unter anderem die Zahlen von Caterpillar, Exxon und Chevron im Blickpunkt.

12:45 Uhr

Mitsubishi rutscht überraschend in die Verlustzone

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(Foto: picture alliance / dpa)

Mieses Geschäftsquartal für Mitsubishi: Der japanische Autobauer ist überraschend in die roten Zahlen gefahren. Sinkende Verkäufe in China, Japan und Südostasien brockten dem Konzern in seinem dritten Geschäftsquartal von Oktober bis Dezember einen Betriebsverlust von 6,6 Milliarden Yen (umgerechnet rund 55 Millionen Euro) ein. Analysten hatten mit einem Gewinn gerechnet.

Es war der größte Verlust seit mehr als drei Jahren, als ein Betrugsskandal das Unternehmen erschüttert hatte. An seiner Prognose für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr 2019/20, wonach der Betriebsgewinn um 73 Prozent auf 30 Milliarden Yen fallen dürfte, hielt Mitsubishi jedoch fest.

12:23 Uhr

Führungswechsel bei Heidelbergcement

Bei Heidelbergcement steht eine wichtige Personalie an. Der bisherige Vorstandsvize Dominik von Achten übernimmt morgen wie geplant den Posten des bisherigen Vorstandschefs von Bernd Scheifele. Der 54 Jahre alte von Achten gehört dem Vorstand des Unternehmens seit 2007 an, seit 2015 ist er stellvertretender Vorsitzender des Gremiums. Der 61-jährige Scheifele war bis dato dienstältester Konzernchef im Dax. Er soll im Jahr 2022 neuer Aufsichtsratschef werden.

Heidelbergcement beschäftigt rund 57.000 Mitarbeiter in mehr als 50 Ländern. Das Unternehmen hatte im Jahr 2018 knapp 18,1 Milliarden Euro umgesetzt. Vorläufige Zahlen für 2019 sollen Mitte Februar vorgestellt werden.

12:01 Uhr

Thyssenkrupp ohne finanziellen Spielraum - Aktie im Sinkflug

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 10,95

Kräftig bergab ist es mit der Aktie von Thyssenkrupp gegangen. Das Papier verlor am Mittag 4,4 Prozent auf 11,20 Euro. Damit ist es mit Abstand schwächster MDax-Wert.

Konzernchefin Martina Merz hat auf der Hauptversammlung in Bochum auch nicht viel Gutes zu berichten. Der Konzern habe "im Augenblick kaum finanziellen Spielraum", sagt sie den versammelten Aktionären. Der Verkauf der Aufzugssparte, der Geld in die klamme Kasse spülen soll, werde "in wenigen Wochen" abgeschlossen. "Das hört sich nicht so gut an", so ein Händler.

11:36 Uhr

Lanxess gehackt - stecken die Chinesen dahinter?

Ein Mann tippt auf einer Laptoptastatur. Foto: Nicolas Armer/dpa/Archivbild

(Foto: Nicolas Armer/dpa/Archivbild)

Lanxess ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Die Schadsoftware sei "in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres" in Teilen des IT-Netzwerks entdeckt worden, sagte ein Unternehmenssprecher. Nach Recherchen des Bayerischen Rundfunks und des NDR soll eine Hacker-Gruppe mit dem Namen "Winnti" hinter dem Angriff stecken, der Verbindungen zum chinesischen Staat nachgesagt werden.

Lanxess selbst wollte sich nicht dazu äußern, wer hinter dem Hackerangriff stecken könnte. Der Chemiekonzern betonte, nach der Entdeckung der Schadsoftware seien umgehend geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen worden. Es gebe keine Erkenntnisse, dass sensible, geschäftsrelevante Daten abgeflossen seien.

11:19 Uhr

Schwache BIP-Zahlen drücken Dax ins Minus

Wie gewonnen, so zerronnen: Der Dax hat am späten Vormittag seine Gewinne vollständig abgegeben und ist ins Minus gedreht. Ein Grund sind die schwächer als erwartet ausgefallenen BIP-Zahlen in den Eurozonen-Schwergewichten Frankreich und Italien. Der Frankfurter Leitindex notierte 0,2 Prozent schwächer bei 13.132 Punkten. Der EuroStoxx50 sank um 0,3 Prozent auf 3679 Stellen.

Schwach präsentierten sich im Dax unter anderem die Autowerte. Daimler verloren 1,0, BMW 0,8 und VW 0,4 Prozent.

10:57 Uhr

Sorge um Italien - BIP schrumpft unerwartet

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(Foto: picture alliance / dpa)

Italien bleibt das große Sorgenkind in der Eurozone. Seine Wirtschaft ist nämlich Ende 2019 entgegen den Erwartungen geschrumpft. Nach Mitteilung der Statistikbehörde Istat sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent und stagnierte auf Jahressicht.

Volkswirte hatten eine Stagnation auf Quartalssicht und einen Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,3 Prozent prognostiziert.

10:28 Uhr

Deutsche-Bank-Aktie steigt auf 14-Monats-Hoch

Die Aktie der Deutschen Bank ist auch heute auf dem aufsteigenden Ast. Einen Tag nach der Bilanzvorlage zog das Papier weiter kräftig an - sein Kurs stieg in der ersten Handelsstunde um bis zu 4,1 Prozent auf 8,65 Euro. Mittlerweile flachte der Anstieg etwas ab - plus 3,4 Prozent auf 8,59 Euro.

Damit notierte die Aktie so hoch wie seit Ende November 2018 nicht mehr und stand klar an der Dax-Spitze. Mehrere Analysten erhöhten ihre Kursziele für das kriselnde Geldinstitut.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 10,20

10:04 Uhr

Frankreichs Wirtschaft schrumpft überraschend

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(Foto: picture alliance / dpa)

Eine negative Überraschung gibt es in Frankreich. Die dortige Wirtschaft ist im vierten Quartal 2019 geschrumpft. Die heftigen Proteste gegen die Rentenreform von Präsident Emmanuel Macron haben das Geschäftsleben offenbar stärker gebremst als angenommen.

Wie die Statistikbehörde in einer ersten Veröffentlichung mitteilte, sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Ökonomen hatten dagegen einen Zuwachs um 0,2 Prozent erwartet.

09:46 Uhr

Japans Anleger trotzen Coronavirus

Nikkei
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Starke Firmenbilanzen haben den japanischen Anlegern über die Angst vor dem sich ausbreitenden Coronavirus in China hinweggeholfen. In Tokio stieg der Nikkei um ein 1,0 Prozent auf 23.205 Punkte. Auf Wochensicht notierte er aber immer noch mehr als 2 Prozent schwächer. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,6 Prozent.

Für Kauflaune in Tokio sorgten eine Reihe positiv aufgenommener Geschäftsberichte. So schossen Fujitsu um 12 Prozent nach oben auf den höchsten Stand seit 18 Jahren, nachdem der Konzern seine Gewinn- und Dividendenprognosen erhöhte und ein Aktienrückkaufprogramm ankündigte.

09:28 Uhr

Aston-Martin-Kurs geht durch die Decke

Mit einem Kurssprung von mehr als 25 Prozent ist die Aktie von Aston Martin in den Handel gestartet. Die Ankündigung einer Kapitalerhöhung von bis zu 500 Millionen Pfund wird bei den Anlegern mit großer Erleichterung zur Kenntnis genommen. Erst jüngst hatte Moody's die Bonität des Unternehmens auf "Caa1" von "B3" gesenkt wegen der Liquiditätsengpässe des Unternehmens und des erheblichen Investitionsbedarfs.

Kurz zuvor war mitgeteilt worden, dass der kanadische Milliardär Lawrence Stroll beim britischen Luxusautobauer einsteige und etwa 20 Prozent beim britischen Luxusautobauer übernehme.

Aston Martin
Aston Martin 5,32

09:21 Uhr

Dax wagt wieder leichten Aufstieg

Dax
Dax 13.783,89

Am Tag des Ausstiegs Großbritanniens aus der EU ist der deutsche Aktienmarkt mit leichten Aufschlägen in den Handel gegangen. Der Dax stieg um 0,4 Prozent auf 13.206 Punkte. Der MDax legte um 0,5 Prozent auf 28.341 Zähler zu. Der TecDax kletterte um 0,4 Prozent auf 3120 Stellen.

Lufthansa verteuerten sich um 0,9 Prozent. Die Airline einigt sich mit der Flugbegleitergewerkschaft Ufo auf einen Fahrplan zur Lösung des Tarifkonflikts. Damit sind Streiks erst einmal abgewendet. An der Dax-Spitze notierten Deutsche Bank mit plus 2,3 Prozent.

09:07 Uhr

Streiks bei der Lufthansa abgewendet

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(Foto: imago images/localpic)

Entwarnung für Flugreisende: Die Lufthansa und die Flugbegleitergewerkschaft Ufo haben sich auf einen Fahrplan zur Lösung ihres hartnäckigen Tarifkonflikts geeinigt und damit Streiks vorerst ausgeschlossen. Geplant sei ein mehrstufiges Vorgehen, wie beide Seiten mitteilten.

  • "Der Prozess sieht die Trennung der tariflichen und der nicht tariflichen Themen in drei Verfahren vor: Mediation, Schlichtung und außergerichtliches Güteverfahren", hieß es.

Die rund 22.000 Kabinen-Beschäftigten bekommen unter anderem eine Sonderzahlung über 1500 Euro. Zudem gilt ab sofort und mindestens bis zum endgültigen Abschluss der Schlichtung eine Friedenspflicht bei Lufthansa. Beide Seiten wollen ihre Gespräche in den nächsten Tagen fortsetzen.

08:53 Uhr

Kanadischer Milliardär steigt bei Aston Martin ein

Bemerkenswertes tut sich bei Aston Martin: Der kanadische Milliardär Lawrence Stroll steigt beim britischen Luxusautobauer ein. Er übernehme einen Anteil von etwa 20 Prozent für ungefähr 200 Millionen Pfund (236,96 Millionen Euro).

Wegen der enttäuschenden Geschäftsentwicklung solle eine Kapitalerhöhung im Volumen von circa 500 Millionen Pfund stattfinden, teilte Aston Martin mit. Lawrence Stroll solle Aufsichtsratschef werden und damit in dem Gremium Penny Hughes ersetzen. Der Stuttgarter Autokonzern Daimler, der fünf Prozent an Aston Martin hält, wollte keine Stellungnahme dazu abgeben.

08:38 Uhr

Deutscher Einzelhandel im Dezember überraschend schwach

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(Foto: imago images/Nikita)

Die Umsätze im deutschen Einzelhandel sind im Dezember überraschend stark gefallen. Laut Statistischem Bundesamt schrumpften die Umsätze nach Abzug der Inflation um 3,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Ökonomen hatten lediglich einen Rückgang um 0,4 Prozent prognostiziert.

Der Einzelhandel macht rund 25 Prozent des privaten Konsums in Deutschland aus. Die Daten zum Einzelhandel unterliegen häufig recht großen Revisionen.

08:07 Uhr

Öl legt zu, Krisenwährung Yen gibt nach

Brent Rohöl
Brent Rohöl 57,65

Am Ölmarkt legen die Preise angesichts der robusten Konjunktursignale noch etwas weiter zu, nachdem sie bereits am Donnerstagabend auf Erholungskurs gegangen waren. Brent-Öl kostet 59,45 Dollar je Barrel. Dagegen gibt der Goldpreis noch etwas weiter nach auf 1.572 Dollar je Feinunze. Er hatte im Hoch am Donnerstag noch bei 1.585 gelegen, ehe er im späten US-Handel deutlich zurückfiel.

Entspannung auch am Devisenmarkt: Der Yen, bekannt als Krisenwährung, fällt weiter zurück, der Dollar kostet 109,06 Yen, verglichen mit Vortagestiefs von knapp über 108,60. Der Yuan zieht ebenfalls an und lässt die am Vortag erstmals seit längerem wieder überschrittene und viel beachtete Grenze von 7 Yuan je Dollar hinter sich. Der Dollar kostet 6,9776 Yuan.

07:27 Uhr

Asien-Märkte auf Erholungskurs

Gestützt von günstigen US-Vorgaben und neuen stabilen Konjunkturdaten aus China geht es am Freitag an den ostasiatischen Aktienmärkten mehrheitlich nach oben. Die Angst vor den Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie, die am Vortag noch für deutliche Kursverluste gesorgt hatte, tritt zunächst in den Hintergrund, auch wenn die Opferzahl und die Zahl der Betroffenen weiter steigt.

Nikkei
Nikkei 23.237,44

Tendenziell positiv wird gesehen, dass die Weltgesundheitsorganisation nun doch einen globalen Gesundheitsnotstand erklärt hat. Dies dient vor allem einer international abgestimmteren Vorgehensweise gegen die Ausbreitung des Virus. Daneben ist im Handel nach den jüngsten teils heftigen Verlusten auch von einer Überverkauftheit und einer technischen Gegenreaktion zu hören. Begründet wird die wieder bessere Stimmung aber auch mit vielfach gut ausfallenden Quartalsergebnissen der Unternehmen in der laufenden Berichtssaison.

Der japanische Nikkei-Index ist mit einem Plus von 1,2 Prozent auf 23.254 Punkte bislang klar der Tagessieger in der Region. In Hongkong und in Sydney können sich die Indizes gut behaupten, während der Kospi in Seoul knapp im Minus liegt. In Schanghai wird auch am Freitag nicht gehandelt wegen der verlängerten Neujahrsfeiertagspause. Dort können die Anleger dann am Montag erstmals wieder auf die Entwicklung der Epidemie reagieren.