Freitag, 31. Mai 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Trump gibt dem Dax einen Tritt

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(Foto: imago/Sven Simon)

Donald Trump hat es wieder einmal geschafft - er sorgte für Wirbel an den internationalen Börsen. Nicht nur zeichnet sich keine Lösung im US-chinesischen Handelskonflikt ab. Der US-Präsident verschärfte auch wieder den Ton in Richtung Mexiko. Natürlich per Tweet hat Trump angekündigt, ab dem 10. Juni Strafzölle von 5 Prozent auf mexikanische Importe zu erheben, sollte die Regierung von Präsident Andres Manuel Lopez Obrador keine wirksamen Maßnahmen gegen die illegale Einwanderung in die USA unternehmen. Es zeige einmal mehr, "wie wenig Trump berechenbar ist", hieß es im Handel.

Auch in Frankfurt war die Lage angespannt. Der Dax ging mit einem Minus von 1,5 Prozent auf 11.727 Punkte ins Wochenende - sein Tagestief lag bei 11.662 Punkten. Der MDax verlor 0,6 Prozent auf 24.777 Zähler. Der TecDax sackte um 2,1 Prozent auf 2748 Stellen ab. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 1,2 Prozent auf 3279 Punkte nach unten.

Im Dax gewannen nur Vonovia und RWE hinzu - um 1,4 beziehungsweise 0,1 Prozent. Am Dax-Ende verloren Wirecard 8,7 Prozent.

17:09 Uhr

Euro präsentiert sich fester

US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,90

Der Kurs des Euro hat heute deutlich zugelegt. Am Nachmittag wurde die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,1175 US-Dollar gehandelt. Am Morgen hatte der Euro noch rund einen halben Cent weniger gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1151 (Donnerstag: 1,1134) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8968 (0,8982) Euro.

Der Euro erhielt am Nachmittag Auftrieb durch Meldungen über ein Einlenken der italienischen Regierung im Haushaltsstreit mit der EU-Kommission. Laut Ansa will sie die Kosten für das Bürgergeld und die Rentenreform senken. Auf eine Mehrwertsteuererhöhung soll jedoch verzichtet werden.

16:48 Uhr

Mexiko ist bedeutender Zulieferer der Flugzeugindustrie

Hat das Donald Trump bedacht? Nach Berechnungen der Handelsorganisation Femia hat Mexiko im letzten Jahr Flugzeugteile im Wert von rund 8,5 Milliarden US-Dollar exportiert. Der Großteil davon ging in die Vereinigten Staaten. Damit ist Mexiko der zehntgrößte Exporteur der Industrie für die USA - womit die Bedeutung der angekündigten Strafzölle für die Lieferketten klar wird.

Unternehmen wie Boeing, Airbus, GE, Honeywell und Safran betreiben im südlichen Nachbarland der USA insgesamt rund 400 Werke, die der internationalen Flugzeugindustrie Teile zuliefern.

16:29 Uhr

Fusion mit Fiat Chrysler? Renault berät am Dienstag

Bei Renault fällt in der kommenden Woche eine wichtige Vorentscheidung zum Fusionsangebot von Fiat Chrysler. Der Verwaltungsrat werde auf einer Sitzung am Dienstag entscheiden, ob der französische Autohersteller offiziell in Verhandlungen über einen Zusammenschluss mit dem amerikanisch-italienischen Konzern eintrete, sagte eine Sprecherin.

Anfang der Woche hatte Fiat Chrysler sein Interesse an einer Fusion unter Gleichen mit Renault öffentlich gemacht und dabei Synergien im Volumen von 5 Milliarden Euro ins Spiel gebracht. Die französische Regierung, die mit 15 Prozent Hauptaktionär von Renault ist, hatte sich positiv zu der 35-Milliarden-Dollar-Fusion geäußert.

16:13 Uhr

Wall Street startet verlustreich in den Handel

Neue Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen Mexiko haben auch Anleger an der Wall Street verunsichert. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 1,3 Prozent auf 24.842 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gab 1,3 Prozent auf 2750 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 1,5 Prozent auf 7452 Punkte.

Unter Druck gerieten die Aktien von General Motors (GM) und Ford, die Fahrzeuge in Mexiko fertigen und von dort Zulieferteile erhalten. Die Papiere beider Autokonzerne verloren jeweils mehr als drei Prozent. Auch stark konjunkturabhängige Werte wie Boeing und Caterpillar gerieten unter die Räder, ebenso wie Chipwerte und Bankentitel.

Eine gesenkte Gesamtjahresprognose brockte Gap den größten Kursrutsch seit zweieinhalb Jahren ein. Die Aktien der US-Modekette fielen um knapp 16 Prozent und sind mit 17,33 Dollar so billig wie zuletzt vor drei Jahren.

15:41 Uhr

DZ: Vorwürfe gegen Wirecard stets vor Wochenenden

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Wirecard 119,45

Eine interessante Beobachtung: Den Analysten der DZ Bank zufolge fällt auf, dass sich die Anschuldigungen gegen Wirecard inzwischen häufen, stets kurz vor dem Wochenende publik werden und dass Wirecard in der Vergangenheit stets in der Lage war, die erhobenen Vorwürfe zu entkräften. Überdies drehe sich die Fusionsspirale unter den internationalen Zahlungsabwicklern immer schneller. Im jüngsten Disput zwischen dem "Handelsblatt" und Wirecard lasse sich noch nicht sagen, wer Recht habe. Die teilweise befürchtete Kundenzurückhaltung sei überdies bislang nicht eingetreten.

Wie steht die Wirecard-Aktie? Sie hat bis zum Nachmittag einen großen Teil der Verluste wieder abgebaut und verlor "nur noch" 7,1 Prozent auf 142,55 Euro.

15:21 Uhr

Dax rauscht durch Unterstützung bei 11.850 Punkten

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Mit seinen kräftigen Abgaben ist der Dax heute klar unter die wichtige Unterstützung bei 11.850 Punkten gefallen. Sollte sich die Bewegung als nachhaltig erweisen, müsste laut DZ Bank der bis dato charttechnisch intakte mittelfristige Aufwärtstrend ad acta gelegt werden. Es stelle sich generell die Frage, ob die zyklische "Mai-Delle" wirklich nur ein temporäres Phänomen darstelle. Zunächst dürfte nun der Test der 200-Tagelinie bei 11.620 Punkten anstehen.

Kurz vor Handelseröffnung an der New Yorker Wall Street notierte der Dax 1,7 Prozent tiefer bei 11.701 Punkten. Der MDax fiel um 1,2 Prozent auf 24.621 Zähler. Der TecDax sank um 2,6 Prozent auf 2736 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 1,4 Prozent auf 3271 Punkte. Bei den Dax-Werten notierten nur Vonovia mit plus 1,0 Prozent im grünen Bereich.

15:00 Uhr

US-Wirtschaft verliert an Dynamik

Die Ausgaben der US-Haushalte sind im April langsamer gewachsen, ein weiteres Zeichen dafür, dass die US-Wirtschaft in diesem Frühjahr nach einem starken Jahresauftakt an Dynamik verlor. Verglichen mit dem Vormonat stiegen die Ausgaben um 0,3 Prozent, wie das US-Handelsministerium mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet. Für März wurde ein revidiertes Plus von 1,1 Prozent (vorläufig: plus 0,9 Prozent) genannt.

Für die Einkommen meldete das Ministerium einen Anstieg von 0,5 Prozent. Volkswirte hatten eine Zunahme um 0,3 Prozent erwartet. Das für März zunächst gemeldete Plus von 0,1 Prozent wurde bestätigt.

14:40 Uhr

US-Zolldrohung schwächt mexikanischen Peso

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(Foto: imago/Panthermedia)

Mit dem tiefsten Stand seit rund zwei Monaten zum US-Dollar reagiert der mexikanische Peso empfindlich auf überraschend angekündigte Strafzölle der USA auf sämtliche Warenimporte aus Mexiko. Die US-Dollar stieg im Mittagshandel an den Devisenmärkten auf 19,638 Peso, ein Aufschlag von 2,6 Prozent zum Vortag und der höchste Stand seit März.

Als erheblich nachgefragt erweist sich hingegen der als "sicherer Hafen" in wirtschaftlich und geopolitisch schwierigen Zeiten angesehene japanische Yen: Der Dollar fällt auf 108,75 Yen, ein Minus von 0,8 Prozent.

14:21 Uhr

Italien quält sich zu einem Miniwachstum

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(Foto: picture alliance/dpa)

Italien entwickelt sich immer mehr zum Eurozonen-Sorgenkind. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Währungsunion hat zu Jahresbeginn nur knapp die Rückkehr in die Wachstumsspur geschafft. Nach revidierten Daten lag das Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal bei lediglich 0,1 Prozent. Das Statistikamt in Rom hatte zunächst einen Zuwachs von 0,2 Prozent gemeldet.

Italiens Wirtschaft war in den beiden Vorquartalen geschrumpft, was Volkswirte als technische Rezession bezeichnen. In Italien ist nicht nur das chronisch schwache Wachstum ein Problem, sondern auch die Verschuldung. Das Mittelmeerland hat einen Schuldenberg von mehr als 130 Prozent der Wirtschaftskraft angehäuft - die EU-Regeln erlauben höchstens 60 Prozent.

13:51 Uhr

Fiat-Chrysler-Chef verkauft massiv Aktien

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(Foto: REUTERS)

Der Chef von Fiat Chrysler Automobiles, Mike Manley, hat einen Tag nach dem Fusionsvorschlag an den französischen Renault-Konzern Aktien im Wert von 3,5 Millionen US-Dollar verkauft. Wie aus einer Pflichtmitteilung an die Amsterdamer Börsenaufsicht hervorgeht, veräußerte er 250.000 Fiat-Chrysler-Aktien zum Preis von je 13,85 Dollar.

Die Aktie von Fiat Chrysler verzeichnete an der Börse in Mailand allerdings einen Abschlag von 5,1 Prozent. Das Papier leidet unter dem Handelskonflikte zwischen den USA und nun Mexiko.

13:34 Uhr

Citi: US-Zölle drücken Gewinn bei Kion, Electrolux, Vestas

Unternehmen mit einem bedeutenden Standbein in Mexiko und Ausrichtung auf Export in die USA werden nach einer ersten Einschätzung von Citigroup-Analysten mit Belastungen beim Gewinn wegen der verhängten Strafzölle der USA zu rechnen haben. Unter den stark betroffenen Unternehmen nennt die US-Großbank Kion, Electrolux und Vestas.

Details von Seiten der Unternehmen selbst lägen noch nicht vor, es handele sich damit um eine erste, eigene Einschätzung.

13:14 Uhr

Rote Vorzeichen auch an der Wall Street

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(Foto: picture alliance/dpa)

Zum Wochenausklang zeichnen sich auch an den US-Börsen deutliche Kursverluste ab. Mit der überraschenden Ankündigung, Strafzölle auf Importe aus Mexiko zu erheben, hat US-Präsident Donald Trump einen neuen "Kriegsschauplatz" im Handelsstreit der USA mit anderen Ländern eröffnet.

Die jüngste Eskalation des Handelsstreits weckt Rezessionsängste und treibt Anleger in "sichere Häfen" wie US-Staatsanleihen oder Fluchtwährungen wie den Yen. Die Ölpreise geben dagegen kräftig nach, belastet von der Befürchtung einer konjunkturbedingt schwächeren Nachfrage.

Unter den Einzelwerten könnten Dell unter Druck geraten, nachdem der Computerhersteller gestern nach US-Börsenschluss einen deutlichen Umsatzrückgang gemeldet und von einer schwächeren Nachfrage aus China berichtet hatte. Die Aktie wird vorbörslich noch nicht gehandelt, hatte aber im nachbörslichen Handel am Vorabend 3,6 Prozent eingebüßt.

12:56 Uhr

Tiefrotes Monatsende: Dax reißt die Zwei-Prozent-Marke

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Düstere Aussichten für den letzten Handelstag im Mai: Am deutschen Aktienmarkt verzeichnen Börsianer Kursverluste auf breiter Front. Am Tag nach dem ausgedünnten Feiertagsgeschäft an Himmelfahrt fällt der deutsche Leitindex im Verlauf gegen Mittag tief ins Minus.

  • Zur Mittagszeit sinkt der Dax zeitweise um minus 2,0 Prozent zurück bis auf 11.633 Punkte.
  • In Punkten gerechnet belaufen sich die Kursverluste im Dax damit im Verlauf auf mehr als 230 Zähler.
  • Den Auslöser für die ausgeprägte Abwärtsbewegungen sehen Beobachter vor allem in den neuen Zolldrohungen im Handel zwischen den USA und Mexiko sowie zwischen der Volksrepublik China und den USA.
12:45 Uhr

Wizz Air verdient so viel wie nie zuvor

Wizz Air
Wizz Air 43,98

Die ungarische Billigfluglinie Wizz Air hat in ihrem Geschäftsjahr 2018/19 deutlich mehr Passagiere befördert und Umsatz und Gewinn erhöht. Die hohen Wirtschaftswachstumsraten in Mittel- und Osteuropa setzen sich fort und dank der robusten Nachfrage im Sommerfluggeschäft rechnet Wizz Air nach eigenen Angaben auch im laufenden Geschäftsjahr mit einem Gewinnsprung.

Im vergangenen Geschäftsjahr per Ende März kletterte der Nettogewinn laut Mitteilung um 6 Prozent auf 292 Millionen Euro und lag damit so hoch wie nie zuvor. Der Konzernumsatz legte um rund 20 Prozent auf 2,32 Milliarden Euro zu.

12:26 Uhr

Pompeo droht deutschen Firmen indirekt mit Sanktionen

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(Foto: imago images / Christian Spicker)

Scharfe Töne eines Gastes: US-Außenminister Mike Pompeo schließt Sanktionen gegen die an der Gaspipeline Nord Stream 2 beteiligten deutschen Unternehmen nicht aus. Auf die Frage, ob ein solcher Schritt für die USA eine Option sei, sagte er bei einer Pressekonferenz mit seinem deutschen Kollegen Heiko Maas in Berlin: "Wir diskutieren Sanktionen nie, bevor wir sie einführen. Ich habe dem nichts hinzuzufügen."

Die USA werfen Deutschland gemeinsam mit vielen EU-Ländern vor, Europa mit dem Projekt zu abhängig von russischem Gas zu machen. Die Pipeline soll bis Jahresende fertig sein.

12:14 Uhr

Trump-Drohung gegen Mexiko trifft vor allem US-Autobauer

Die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen Mexiko würden die Autoproduktion im lateinamerikanischen Land empfindlich treffen. Mexiko ist vor allem wegen seines niedrigen Lohnniveaus ein wichtiger Produktionsstandort für Autobauer weltweit von Fahrzeugen für den benachbarten US-Markt. Autos und Autoteile machen den Löwenanteil der Exportgüter Mexikos in die Vereinigten Staaten aus. Im vergangenen Jahr summierten sie sich auf 93,3 Milliarden US-Dollar.

Am stärksten betroffen von einer Verteuerung der Produkte durch Zölle wären US-Autokonzerne. So ist General Motors mit 14 Fabriken und einem Ausstoß von knapp 835.000 Wagen im vergangenen Jahr der größte Fahrzeugproduzent in Mexiko. Nach Einschätzung des Investmentberaters Evercore ISI bestreitet GM 18 Prozent seines Absatzes im Heimatmarkt mit Autoimporten aus Mexiko. Ford will den Anteil von zuletzt 17 Prozent bis zum kommenden Jahr auf 20 Prozent steigern. Auch alle großen Hersteller aus Japan und Südkorea fertigen in Mexiko. Von den deutschen Automobilherstellern muss sich Volkswagen, seit mehr als 50 Jahren mit einem seiner größten Werke in Puebla präsent, die größten Sorgen machen.

11:51 Uhr

Griechenland ist bei Investoren beliebter als Italien

Wer hätte sich dies vorstellen können? Während die Griechenland-Krise tobte, rentierten die fünfjährigen Anleihen im September 2016 bei 10 Prozent. Die italienischen Pendants lieferten dagegen mit 0,26 Prozent damals kaum Zinsen.

Dieses Bild hat sich nun massiv verschoben. Während griechische Anleihen heute bei 1,82 Prozent rentieren, werfen italienische mit 1,90 bereits 8 Basispunkte mehr ab.

11:32 Uhr

Dax verliert mehr als fast 200 Punkte - Wirecard stürzen ab

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Die jüngste Erholung am deutschen Aktienmarkt hat sich als Strohfeuer erwiesen. Weitere Hiobsbotschaften zum Handelskrieg der USA vergraulten vor dem Wochenende die Anleger.

Der Dax baute kurz vor Mittag seinen Verlust aus und notierte 1,8 Prozent tiefer bei 11.687 Punkten - an Christi Himmelfahrt hatte er bei 11.902 Punkten geschlossen. Damit steuert der deutsche Leitindex am letzten Handelstag im Mai geradewegs auf den ersten Börsenmonat mit Verlusten in diesem Jahr zu. Der MDax verlor 1,6 Prozent auf 24.527 Zähler, der TecDax durch das kräftige Wirecard-Minus sogar 3,2 Prozent auf 2719 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 1,3 Prozent auf 3274 Punkte abwärts.

Ganz besonders litten die Autowerte: VW verloren 3,3 und Daimler 2,7 Prozent. Continental rutschten um 3,0 Prozent ab. Ganz hinten im Dax notierten Wirecard mit minus 12,6 Prozent.

11:04 Uhr

Neue Klage in den USA - Monsanto lässt Bayer weiter leiden

Bayer steht neuer rechtlicher Ärger wegen der US-Tochter Monsanto ins Haus. Der Landkreis Los Angeles reichte beim zuständigen kalifornischen Bundesbezirksgericht Klage wegen angeblich vor Jahrzehnten schon verursachter Umweltschäden ein. Das Unternehmen müsse sich an den Kosten für die Säuberung von Dutzenden mit PCB-Chemikalien verseuchten Gewässern beteiligen und Strafschadenersatz zahlen, fordern die Kläger.

Bayer
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Nach der neuen Klage gegen die US-Tochter Monsanto fiel die Bayer-Aktie auf den tiefsten Stand seit 2012. Die Papiere des deutschen Pharma- und Agrarchemiekonzerns verloren am Vormittag bis zu 2,6 Prozent auf 52,90 Euro. Bayer teilte auf Nachfrage mit, die Klage noch zu prüfen. Der Konzern gehe aber davon aus, dass die Vorwürfe haltlos seien und kündigte an, dass er sich energisch verteidigen werde.

10:44 Uhr

Bundesregierung verlängert Kaufprämie für E-Autos

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Bundesregierung will den Kauf von Elektro- und Hybridautos ankurbeln und dazu die sogenannte Umweltprämie verlängern. Der Bonus in Höhe von insgesamt 4000 Euro soll nun bis Ende 2020 gewährt werden, schreibt die "Welt".

  • "Wir verlängern die Umweltprämie für Elektroautos bis Ende 2020, denn wir brauchen Kontinuität bei der Förderung", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier dem Blatt.
  • "Die Umweltprämie hat sich in der Praxis bewährt. Die Zahl der Anträge steigt stetig an, zwar langsamer als wir das erhofft hatten, aber umso wichtiger ist es, Kontinuität bei der Förderung zu gewährleisten."

Die Summe pro Fahrzeug werde damit nicht erhöht, schreibt die Zeitung weiter. Auch die insgesamt für die Förderung zur Verfügung stehenden Mittel würden nicht aufgestockt. Neu sei, dass nun der Einbau von akustischen Warnsignalen gefördert werde, die ab 1. Juli in der EU vorgeschrieben seien.

10:21 Uhr

Wirecard-Aktie nach neuem Bericht im Tiefflug

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Mit dem Aktienkurs von Wirecard ist es nach einem erneuten kritischen Zeitungsbericht kräftig nach unten gegangen. Das Papier des Online-Zahlungsabwicklers verlor am Vormittag 11,3 Prozent auf 136,20 Euro und war damit klares Schlusslicht im Dax. Börsianer verwiesen auf einen "Handelsblatt"-Bericht, wonach Wirecard im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen betrügerische Online-Börsenhändler ins Visier der Behörden geraten sei.

Das Unternehmen wies dies zurück: Seines Wissens gehe niemand in dem Zusammenhang gegen Wirecard vor, hieß es in einer Stellungnahme.

  • "Aufgrund unseres Risikomanagements wurde der Kunde frühzeitig aktiv gekündigt."
09:58 Uhr

Herber Schlag für Erdogan - Türkei-BIP sinkt

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(Foto: dpa)

Gegenwind für den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan: Die Wirtschaft seines Landes ist nämlich im ersten Quartal geschrumpft. Dieser Fakt unterstreicht die Herausforderungen, vor denen Erdogans islamisch-konservative AKP inmitten einer Wiederholung der Bürgermeisterwahl in Istanbul und zunehmender Spannungen mit den USA steht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank um 2,6 Prozent, nachdem es im vierten Quartal 2018 um 3,0 Prozent gefallen war, wie die Statistikbehörde berichtete.

Ökonomen hatten für das erste Quartal einen BIP-Rückgang um 2,5 Prozent prognostiziert. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erwartet, dass die türkische Wirtschaft in diesem Jahr um 2,6 Prozent schrumpft.

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09:43 Uhr

Allianz wird zweitgrößter Versicherer in UK

Europas größter Versicherer Allianz kauft in Großbritannien für 925 Millionen Euro zu und steigt zum zweitgrößten Sachversicherer auf der Insel auf. Für 578 Millionen Pfund (650 Millionen Euro) erwerben die Münchner die restlichen 51 Prozent am Sachversicherer LV General Insurance, wie der Dax-Konzern mitteilte. Zudem übernimmt die Allianz für umgerechnet rund 275 Millionen Euro die Sachversicherungs-Sparte der britischen Legal & General (L&G).

Nach den Zukäufen steigt die Allianz eigenen Angaben zufolge zum zweitgrößten Sachversicherer in Großbritannien auf mit vier Milliarden Pfund an jährlichen Prämieneinnahmen, zwölf Millionen Kunden und einem Marktanteil von neun Prozent.

09:29 Uhr

Trumps Drohungen belasten Autowerte massiv

VW Vorzüge
VW Vorzüge 170,32

Es herrscht an den Märkten auch wieder Furcht vor US-Strafzöllen auf europäische Waren. Vor diesem Hintergrund gerieten vor allem die deutschen Autobauer unter Verkaufsdruck, die in Mexiko für den US-Markt produzieren.

Die Titel von BMW, Daimler und Volkswagen verloren bis zu drei Prozent. Der Zulieferer Continental büßte 3,2 Prozent ein.

09:12 Uhr

Dax verliert kräftig

Mit dem deutschen Aktienmarkt ist es zu Handelsbeginn kräftig bergab gegangen. Der Dax verlor 1,3 Prozent auf 11.747 Punkte. Der MDax sackte um 1,4 Prozent auf 24.575 Zähler ab. Der TecDax gab um 1,8 Prozent auf 2758 Stellen nach.

Die Anleger in Frankfurt reagierten unter anderem auf die angedrohten US-Strafzölle auf alle mexikanische Waren ab 10. Juni.

08:59 Uhr

Ölpreise sind weiter auf Sinkflug

Brent Rohöl
Brent Rohöl 58,98

Die Ölpreise haben bislang an die Verluste vom Vortag angeknüpft. Kurz vor dem Wochenende ging es mit den Notierungen für Rohöl aus den USA und der Nordsee aber nicht mehr so stark abwärts wie gestern. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 66,02 US-Dollar. Das waren 85 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 60 Cent auf 55,99 Dollar.

Marktbeobachter erklärten den aktuellen Rückgang der Ölpreise mit der jüngsten Entwicklung der internationalen Handelskonflikte. Zuletzt hatte die US-Regierung unter Präsident Donald Trump gedroht, die Zölle auf Waren aus Mexiko zu erhöhen.

08:43 Uhr

Trumps Zollkeule verunsichert Asien

Nikkei
Nikkei 22.451,86

Die angedrohten US-Strafzölle auf alle mexikanische Waren ab 10. Juni lösen an den asiatischen Aktienmärkten nervöse Reaktionen aus. Beobachter sehen den Schritt als weiteren Hinweis darauf, wie unberechenbar die USA als Handelspartner geworden sind.

  • Der japanische Nikkei-Index verliert im Freitagshandel 1,6 Prozent auf 20.604 Punkte.
  • An der Börse in Schanghai büßt der chinesische Leitindex Shanghai-Composite 0,2 Prozent auf 2899 Zähler ein. Hier verhinderten Spekulationen auf Konjunkturprogramme der Regierung in Peking größere Verluste, hieß es.
  • In Südkorea liegt der Kospi-Index im späten Handel prozentual wenig verändert bei 2040 Punkten.

Der neue Zoll-Konflikt betreffe zunächst zwar nur den Handel zwischen den USA und Mexiko, erklärte Anlagestratege Yoshinori Shigemi von der Vermögensverwaltung der US-Bank JPMorgan. "Aber die jüngste Aktion von US-Präsident Donald Trump ruft dessen harte Haltung in Handelsfragen in Erinnerung." Daher wachse die Skepsis, ob es - wie in Aussicht gestellt - bald zu einer Vereinbarung zwischen den USA und Japan kommen wird.

Zur Verunsicherung trägt bei, dass die USA und Mexiko erst kürzlich ein Handelsabkommen abgeschlossen haben, wie Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets hinzufügte. "Dies erschwert es anderen Staaten, bei Verhandlungen den Worten der USA zu glauben."

08:03 Uhr

Dax duckt sich unter Trumps Zollkeule

US-Präsident Donald Trump erpresst Mexiko mit schrittweise ansteigenden Importzöllen: Was heißt das für den Welthandel und den deutschen Autobau?

Dax
Dax 12.683,26

Am deutschen Aktienmarkt rechnen Beobachter in Banken und Brokerhäusern mit einem schwachen Einstieg in den Freitagshandel. Der Börsenmonat Mai droht mit einem umsatzarmen und unsicheren Brückentagsgeschäft zu enden.

  • Zum Auftakt am Freitag wird der Dax in den vorbörslich errechneten Indikationen klar im Minus bei 11.840,00 Punkten gesehen, was einem Abschlag von 0,5 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das Frankfurter Börsenbarometer in ausgedünntem Umfeld 0,5 Prozent fester bei 11.902,08 Punkten aus dem Handel gegangen. Auf Jahressicht (YTD) liegt der Dax damit 12,72 Prozent im Plus, auf 12-Monatssicht allerdings 6,90 Prozent im Minus.
  • Im Tagesverlauf dürften sich Blicke unter anderem auf die jüngsten Entwicklungen in der US-Zollpolitik, die Auswirkungen auf den Welthandel und auf die Konsequenzen für die Autobauer mit Werken in den USA richten. Bis zum frühen Nachmittag stehen zudem Daten zur Inflation in Deutschland zur Veröffentlichung an.

Am Himmelfahrtstag selbst hatten Börsianer einen extrem umsatzschwachen Handel verzeichnet. Viele Anleger dürften den bundesweiten Feiertag dazu genutzt haben, sich vorzeitig ins verlängerte Wochenende zurückzuziehen.

06:58 Uhr

T-Mobile US nimmt erneut Anlauf

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 15,74

Spekulationen um einen neuen Vorstoß der US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom in den USA könnte den Kurs der T-Aktie in Bewegung bringen.

  • T-Mobile US und Sprint erwägen Insidern zufolge Mobilfunkfrequenzen abzustoßen, um die Zustimmung der Behörden zu ihrer geplanten Milliardenfusion zu bekommen.
  • Erwägt werde eine Rückgabe der Frequenzen an die staatlichen Stellen, hieß es aus Brachenkreisen.
  • Diese könnte die freiwerdenden Frequenzen dann zum Beispiel im Rahmen einer neuen Auktion verkaufen, um die Entstehung eines weiteren Mobilfunkkonzerns voranzutreiben.

Insidern zufolge gibt es im US-Justizministerium Bedenken gegen den Zusammenschluss mit einem Volumen von 26 Milliarden Dollar. Eine Fusion von T-Mobile US und Sprint war in den vergangenen Jahren zwei Mal gescheitert.

06:48 Uhr

Geschwächte Devise: So steht es um den Euro

Der Kurs des Euro spiegelt eine ganze Reihe komplexer Einflussfaktoren wider: Neben den konjunkturellen Entwicklungen im Euroraum sind es vor allem auch die schwelenden Sorgen vor einer neuen Staatsschuldenkrise in wichtigen Euro-Staaten wie Italien, die Unruhe im Devisenhandel auslösen. Dazu kommt die immer weiter aufklaffende Zinsschere zwischen Euroraum und Dollarzone.

Wie hat sich der Euro im Verhältnis zum Greenback in den zurückliegenden zwölf Monaten entwickelt?

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

06:36 Uhr

Nah am Jahrestief: Euro rollt Richtung Monatsende

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Der letzte Handelstag im Mai beginnt an den Devisenmärkten mit einem unverändert schwachen Euro. Der Kurs der Gemeinschaftswährung bewegt sich vor dem Wochenende weiter nah an seinem bisherigen Jahrestief und der Tiefstmarke der zurückliegenden zwölf Monate.

  • Am frühen Morgen notiert der Euro bei 1,1131 Dollar und damit prozentual unbewegt im Vergleich zum Vorabend.
  • Den offiziellen Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) am Himmelfahrtstag auf 1,1134 (Mittwoch: 1,1156) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8982 (0,8964) Euro.
  • Das bisherige 52-Wochen-Tief liegt aktuell bei 1,1107 Dollar. Am Vortag war der Euro im Verlauf bis auf 1,1128 Dollar gefallen.

Frischer Wind könnten die im Tagesverlauf anstehenden Konjunkturdaten liefern. Bis zum frühen Nachmittag werden neue Daten zur Inflation aus Deutschland erwartet. Die Entwicklung der Verbraucherpreise in der größten Volkswirtschaft der Eurozone könnte neue Hinweise zum Spielraum der Währungshüter liefern. Anders als in den USA halten die EZB-Notenbanker nach wie noch an der nach der Finanzkrise von 2009 eingeleiteten Nullzinspolitik fest.