Freitag, 06. September 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax klettert ins Wochenende

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten hat die europäischen Börsen heute ziemlich kalt gelassen. Die Börsianer waren deshalb so gelassen, weil sich aus den Zahlen kein zusätzlicher Handlungsbedarf für die US-Notenbank Fed ergibt. Das hat allerdings US-Präsident Donald Trump nicht daran gehindert, fast zeitgleich mit Bekanntgabe der US-Daten wieder eine verbale Attacke gegen die Fed zu starten und erneut Zinssenkungen zu fordern.

Erfolgreich verlief einmal mehr der Handel in Frankfurt. Der Dax setzte seine Phase der Gewinne fort und schloss 0,5 Prozent höher bei 12.192 Punkten. Der MDax stieg um 0,6 Prozent auf 26.010 Zähler. Der TecDax kletterte ebenfalls um 0,6 Prozent auf 2862 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,3 Prozent auf 3495 Punkte nach oben.

Ganz oben im Dax war erneut die Aktie des Absteigers Thyssenkrupp mit plus 4,7 Prozent. Der Konkurrent Kone zeigt sich interessiert an der Aufzugssparte. "Die Situation bei Thyssenkrupp ist sehr interessant für uns", sagte der Chef des finnischen Aufzugsherstellers, Henrik Ehrnrooth, der "Rheinischen Post": "Die Aufzugssparte von Thyssenkrupp würde perfekt zu Kone passen." Allerdings erwarten Händler, dass Kone sehr hart verhandeln wird.

Mir bleibt nur noch, Ihnen ein angenehmes Wochenende zu wünschen.

17:08 Uhr

Bayerische Elektronikfirma Congatec plant wohl Börsengang

Die bayerische Elektronikfirma Congatec nimmt Insidern zufolge Kurs auf die Frankfurter Börse. Der Gang aufs Parkett solle noch in diesem Jahr stattfinden, sofern die Märkte mitspielen, sagten mehrere Insider Reuters. Die Emission solle bis zu 100 Millionen Euro einbringen, die für die weitere Expansion genutzt werden sollen. Congatec gab dazu keine Stellungnahme ab.

Die Firma aus dem bayerischen Deggendorf bietet industrielle Computermodule an, die unter anderem in der Industrie-Automatisierung, der Medizintechnik und der Telekommunikation eingesetzt werden. Congatec beschäftigt 280 Mitarbeiter und unterhält Niederlassungen in den USA, Taiwan, China, Japan und Australien sowie in Großbritannien, Frankreich und Tschechien.

16:50 Uhr

Autoaktien fallen mit Kartellermittlungen in den USA

Am Nachmittag sind die Autoaktien etwas unter Druck geraten. Hintergrund ist eine Meldung von Dow Jones Newswires über die Aufnahme von Kartellermittlungen des US-Justizministeriums gegen Ford, Honda, BMW und VW wegen der Vereinbarung mit Kalifornien zu Emissionsstandards.

Das Ministerium will prüfen, ob die vereinbarten Standards, die über die Vorschläge der Trump-Regierung hinausgehen, gegen das Kartellrecht verstoßen. Kalifornien hat angekündigt, die Emissionstandards zu senken, allerdings nicht in dem Maß, wie dies die Trump-Regierung beabsichtigt. Die Autohersteller drohen Opfer des Streits zu werden. BMW verloren 0,2 Prozent, Daimler 0,4 Prozent und VW 0,5 Prozent.

16:28 Uhr

Chinas Zentralbank senkt Mindestreserven für Banken

China will seine Wirtschaft wieder ankurbeln. Deshalb senkte die dortige Notenbank die vorgeschriebenen Reserven von Banken, um damit mehr Geld freizusetzen. Wie das Geldinstitut mitteilte, wird die sogenannte Mindestreserve von Finanzinstituten bei der Zentralbank ab dem 16. September um 0,5 Punkte gesenkt. Das entspricht einem Liquiditätsaufkommen von rund 900 Milliarden Yuan (etwa 115 Milliarden Euro), das für Kredite zur Verfügung steht.

Ähnliche Maßnahmen hatte die chinesische Zentralbank bereits im Januar und im Mai dieses Jahres ergriffen, um die Realwirtschaft anzukurbeln. Die chinesische Konjunktur ist durch den Handelsstreit mit den USA geschwächt, im zweiten Quartal betrug das Wachstum im Vorjahresvergleich 6,2 Prozent, das war der niedrigste Stand seit fast drei Jahrzehnten.

16:11 Uhr

Wall Street schwächelt nach US-Jobdaten

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(Foto: REUTERS)

Ein nicht so stark wie erhofft ausgefallener US-Stellenaufbau hat die Anleger an der Wall Street vorsichtig gemacht. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 lagen jeweils kaum verändert bei 26.766 beziehungsweise 2978 Punkten, der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte ebenfalls wenig verändert bei 8116 Punkten. Der Aufschwung am Arbeitsmarkt hat sich im August etwas deutlicher als erwartet abgeschwächt. Es entstanden 130.000 neue Jobs statt der von Analysten vorhergesagten 158.000.

US-Kartellermittlungen setzten Facebook zu. Die Aktien verloren 0,8 Prozent. Der New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James zufolge geht es unter anderem um die Frage, ob Verbraucherdaten missbräuchlich genutzt wurden.

16:01 Uhr

n-tv Zertifikate: Wann wird der Ölpreis wieder steigen?

Am Ölmarkt kollidiert die erhöhte Produktion mit der mangelnden Nachfrage aufgrund von Konjunktursorgen. Wird die Opec gegensteuern? Wie sich Anleger positionieren und welche Risiken der Ölmarkt birgt, bespricht Bianca Thomas mit Dirk Heß von der Citigroup.

15:45 Uhr

Auf British Airways kommt massiver Pilotenstreik zu

IAG
IAG 5,38

Die Fluggesellschaft British Airways steht erstmals in der Unternehmensgeschichte vor einem großangelegten Pilotenstreik mit Folgen für Zehntausende Passagiere. 1600 Flüge könnten angesichts der Arbeitsniederlegungen in der kommenden Woche in Großbritannien gestrichen werden, berichteten britische Medien. Die Pilotengewerkschaft Balpa hatte zuvor zu Streiks am kommenden Montag und Dienstag sowie zusätzlich noch am 27. September aufgerufen.

Hintergrund sind Tarifstreitigkeiten. British Airways hatte am Donnerstagabend in letzter Minute ein Angebot von Balpa zurückgewiesen, da die Gewerkschaftsforderungen das Unternehmen nach seinen Angaben zusätzlich 50 Millionen Pfund (rund 55 Millionen Euro) kosten würden.

15:27 Uhr

Zinssenkung in Russland - weitere Lockerung möglich

Die russische Notenbank hat erneut die Zinsen gesenkt und denkt bereits über weitere Schritte nach unten nach. Die Währungshüter in Moskau kappten den geldpolitischen Schlüsselsatz um einen Viertelpunkt auf 7,00 Prozent. Auf kommenden Sitzungen soll über weitere Lockerungen entschieden werden, falls sich die Verbraucherpreise wie von der Notenbank erwartet entwickeln.

Diese hat Spielraum für eine lockere Geldpolitik gewonnen, weil die lange Zeit recht hohe Inflation zuletzt stark zurückgegangen ist. Die Teuerungsrate liegt aktuell bei 4,3 Prozent und damit nahe dem von der Zentralbank angestrebten Zielwert. Die Notenbank erwartet, dass die Inflation nahe 4 Prozent bleiben wird. Die nächste Zinssitzung steht am 25. Oktober an.

14:58 Uhr

Dax reagiert gelassen auf US-Jobdaten

Die Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten setzt derweil keine großen Akzente an den Börsen. Die US-Wirtschaft hat im August 130.000 Stellen geschaffen, und damit etwas weniger als die erwarteten 150.000. Daneben wurde die Juli-Zahl leicht nach unten revidiert. Die Arbeitslosenquote bleibt indes mit 3,7 Prozent wie erwartet auf einem sehr niedrigen Niveau bei einer anziehenden Lohnentwicklung. Aus den Zahlen ergibt sich kein zusätzlicher Handlungsbedarf für die US-Notenbank Fed.

Entsprechend gelassen reagierte auch der deutsche Aktienmarkt. Der Dax stieg am Nachmittag um 0,4 Prozent auf 12.181 Punkte. MDax und TecDax notierten je 0,5 Prozent höher bei 25.996 beziehungsweise 2860 Zählern. Mit dem EuroStoxx50 ging es nur um 0,1 Prozent auf 3488 Punkte nach oben.

14:40 Uhr

Trump über Fed-Chef: "Wo habe ich diesen Typen gefunden?"

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(Foto: REUTERS)

US-Präsident Donald Trump hat zum Wochenausklang erneut zum verbalen Schlag gegen die Notenbank ausgeholt. Zeitgleich mit der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktzahlen warf er der Fed vor, die Zinsen viel zu früh und viel zu spät gesenkt zu haben.

"Wo habe ich diesen Typen Jerome (Powell) gefunden?", twitterte Trump. Er forderte den Fed-Chef zur Zinssenkung auf. Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank kommt übernächste Woche zusammen.

*Datenschutz

 

14:23 Uhr

IAG-Zahlen bringen Luftfahrt-Aktien unter Druck

Gegen die freundlichen gestimmten zeigen sich die Aktien der Fluggesellschaften. IAG hat am Mittag Verkehrszahlen für August vorgelegt, die mit 4,4 Prozent Plus zum Vorjahr nicht ganz die noch höheren Erwartungen an das Passagierwachstum im starken Sommergeschäft reflektieren.

Bei IAG in London ging es 0,9 Prozent tiefer. Lufthansa gaben 0,4 Prozent ab, Air France-KLM sogar 1,8 Prozent.

14:05 Uhr

Eon-Chef deutet Spanne für Innogy-Squeeze-out an

Innogy
Innogy 44,50

Eon-Chef Johannes Teyssen hat den Minderheitsaktionären der vor der Übernahme stehenden Innogy SE eine ungefähre Preisindikation beim geplanten Squeeze-out gegeben. "Man landet bei ungefähr 42 bis 43 Euro pro Aktie", lautet seine Schätzung. Abweichungen nach oben oder unten seien jedoch möglich. Derzeit notiert die Innogy-Aktie bei rund 45 Euro.

Ein Indikator für die Berechnung sei laut Börsenrecht der durchschnittliche Handelswert in den drei Monaten vor Bekanntgabe des Übernahmeangebots, sagte Teyssen weiter. Außerdem müsse man den Wert des Unternehmens selbst einbeziehen. Den genauen Ertragswert berechnen Wirtschaftsprüfer in aufwendigen Gutachten.

13:40 Uhr

Goldpreis-Verfall setzt Edelmetall-Schürfern zu

Gold in USD
Gold in USD 1.516,74

Der anhaltende Preisverfall des Goldes löst einen Ausverkauf bei Edelmetall-Produzenten aus. In London verlieren die Aktien von Fresnillo 1,6 Prozent. Die südafrikanischen Minenbetreiber Anglogold und Sibanye verlieren bis zu 3,9 Prozent. Im vorbörslichen US-Geschäft geben Kirkland und Newmont bis zu 2,7 Prozent nach.

Wegen schwindenden Rezessionsängste hat sich Gold binnen weniger Tage um rund 50 US-Dollar verbilligt. Auch heute sank der Goldpreis - um 0,9 Prozent auf 1505 Dollar je Feinunze.

13:25 Uhr

Experten warnen vor weiterer Brexit-Aufschiebung

Nach einer dramatischen Woche in London scheint die Gefahr eines ungeregelten Brexits etwas kleiner geworden zu sein. Gebannt ist sie jedoch noch nicht. Aber müssen Unternehmen in Deutschland einen No-Deal tatsächlich fürchten? Oder ist es an der Zeit, das Drama zu beenden?

13:05 Uhr

Finanzinvestoren buhlen wohl um Bahn-Tochter Arriva

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Metronom-Zug der Bahn-Tochter Arriva.

(Foto: dpa)

Die US-Finanzinvestoren Carlyle und Apollo liefern sich Insidern zufolge einen Bieterkampf um die Bahn-Nahverkehrstochter Arriva. Einer der beiden Investoren werde als der wahrscheinlichste Käufer gesehen, aber auch der US-Finanzinvestor Lone Star sei noch im Rennen, hieß es. Arriva-Wettbewerber wie Keolis, Go-Ahead, Stagecoach, Transdev oder ComfortDelGro seien jeweils nur an Teilen von Arriva interessiert und würden sich daher wohl nicht durchsetzen.

Offerten für die Bahn-Tochter, die mit drei bis vier Milliarden Euro bewertet werden dürfte, seien am kommenden Donnerstag fällig, sagten die Insider weiter. Endgültige Gebote für das Unternehmen mit seinen europaweit 53.000 Mitarbeitern würden für Ende Oktober erwartet.

12:41 Uhr

Jobabbau bei "Bild" und "Welt"? Axel Springer noch unkonkret

Axel Springer
Axel Springer 63,85

Axel Springer reagiert zurückhaltend auf einen Bericht über einen geplanten Jobabbau bei seinen Zeitungen "Bild" und "Welt". "Wir arbeiten intensiv an der Zukunftsstrategie von 'Bild' und 'Welt' und der zugehörigen Verlagsbereiche", heißt es in einem Brief von Führungskräften an die betroffene Belegschaft, aus dem Reuters zitiert. "Diese Strategie beinhaltet Investitionen in Wachstumsfelder und gleichzeitig Umbau- und Kostenmaßnahmen in Bereichen, die nicht mehr wachsen." Man sei noch im Planungsstadium und könne noch keine Details oder konkrete Maßnahmen nennen. "Vieles ist noch gar nicht beschlossen." Dazu brauche man noch ein paar Wochen.

Die "Berliner Morgenpost" hatte berichtet, dass der Springer-Vorstand um Konzernchef Mathias Döpfner wohl noch im Herbst, frühestens Ende September, über Pläne zum Abbau von Personal entscheiden solle.

12:31 Uhr

Börse etwas fester erwartet - "Payrolls" im Blick

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(Foto: REUTERS)

Für heute zeichnen sich an den US-Börsen Kursgewinne ab. Die Futures auf die wichtigen Aktienindizes deuten eine etwas festere Eröffnung am Kassamarkt an. Ausschlaggebend dürfte letztlich aber der offizielle Arbeitsmarktbericht der US-Regierung (Payrolls) für August sein, der eine Stunde vor der Startglocke veröffentlicht wird.

Anleger scheinen den Daten optimistisch entgegenzublicken, nachdem der gestrige Arbeitsmarktbericht des privaten Dienstleisters ADP auf einen unerwartet deutlichen Beschäftigungsaufbau hinwies. Bei den Payrolls erwarten Volkswirte im Schnitt einen Stellenzuwachs von 150.000, nachdem im Juli ein Plus von 164.000 verzeichnet worden war. Die Entwicklung des Arbeitsmarkts ist eines der Kriterien, an denen die US-Notenbank ihre Geldpolitik ausrichtet. Eine fortgesetzt gute Beschäftigungslage könnte der Hoffnung auf eine weitere Zinssenkung der Fed einen Dämpfer verpassen und den Dollar aufwerten lassen.

Daher dürfte eine Diskussion des US-Notenbankchefs Jerome Powell mit seinem schweizerischen Pendant Thomas Jordan auf reges Interesse stoßen, die ab 18.30 Uhr MESZ per Webstream aus Zürich übertragen werden soll. Dieser Auftritt wird für Powell wohl die letzte Gelegenheit sein, sich zur Geldpolitik zu äußern, bevor ab Sonntag die vor Zinssitzungen übliche Schweigefrist für US-Notenbanker gilt. Die nächste Fed-Sitzung ist für den 17. und 18. September anberaumt.

12:13 Uhr

Pleite-Airline Aigle Azur streicht alle Flüge

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(Foto: picture alliance / dpa)

Wieder ist eine Fluggesellschaft pleite: Diesmal hat es die französische Airline Aigle Azur erwischt. Wegen gestrichener Flüge sitzen vor allem Tausende Reisende in Algerien oder dem westafrikanischen Mali ab heute Abend fest.

Bis Montag soll ein Käufer für das insolvente Unternehmen gefunden werden. Unter anderem die Air France-KLM hatte Interesse bekundet. Aigle Azur beschäftigt rund 1150 Mitarbeiter und fliegt überwiegend Ziele in Algerien an. Eine Zeit lang unterhielt die Gesellschaft auch eine Verbindung von Paris nach Berlin.

11:53 Uhr

Fitch-Bonitätsprüfer stufen Hongkong herab

Die Ratingagentur Fitch hat Hongkong aufgrund der andauernden politischen Unruhen heruntergestuft. "Die Ratingaussichten sind schlecht", begründeten die Bonitätsprüfer ihren Schritt.

Die Experten gehen davon aus, dass die chinesische Zentralregierung in Peking die Sonderverwaltungszone künftig kürzer an die Leine nehmen wird. Sie sprachen von der Aussicht auf eine "weiterreichende Integration in Chinas Regierungssystem". Die neue Bonitätsnote lautet nun "AA" nach bislang "AA+".

11:36 Uhr

Audi schwächelt weiter bei Auslieferungen

Die Volkswagen-Tochter Audi hat auch im August bei den Autoverkäufen Federn lassen müssen. Die Ingolstädter lieferten weltweit 150.100 Wagen aus und damit 2,5 Prozent weniger als vor einem Jahr, wie das Unternehmen mitteilte. Das leichte Plus in China und den USA konnte den Rückgang in Europa nicht wettmachen.

Audi-Vertriebschefin Hildegard Wortmann verwies zur Begründung wie schon im Juli auf Sondereinflüsse vor einem Jahr, als die Einführung des neuen Abgas- und Verbrauchstestverfahrens WLTP für Schwankungen gesorgt hatte. Audi hatte damals viele Modelle mit altem Prüfstandard mit Rabatten verkauft, weil sie ab September nicht mehr hätten zugelassen werden dürfen. Bis Jahresende stünden die Zeichen für Audi aber wieder eindeutig auf Wachstum, zeigte sich Wortmann optimistisch.

11:14 Uhr

Warten auf US-Jobdaten - Dax mit kleinem Plus

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Spekulationen auf einen anhaltenden Job-Boom in den USA stützen die europäischen Börsen. Dax und EuroStoxx50 notierten am späten Vormittag nur geringfügig fester bei 12.147 beziehungsweise 3486 Punkten. Experten rechnen für August mit dem Aufbau von 158.000 Stellen außerhalb der US-Landwirtschaft. Weit wichtiger sei aber die Gehaltskomponente, sagte Analyst David Madden vom Online-Broker CMC Markets. "Leute, die mehr verdienen, geben meist auch mehr aus." Der private Konsum gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft.

Bei den Unternehmen stand in Frankfurt erneut Thyssenkrupp im Rampenlicht. Der finnische Aufzugshersteller Kone ist an der entsprechenden Sparte des kriselnden Mischkonzerns interessiert. Das sei zwar nicht neu, hebe aber die Stimmung, sagte ein Börsianer. Thyssen-Titel stiegen um ein Prozent. In Helsinki markierten Kone-Aktien mit 55,20 Euro ein Rekordhoch.

11:02 Uhr

Daimler erzielt auch im August zweistelliges Absatzplus

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Daimler 47,27

Gute Zahlen werden aus dem Ländle geliefert: Mercedes-Benz Cars hat nämlich im August den zweiten Monat in Folge ein zweistelliges Absatzplus erzielt. Die Verkäufe der Daimler-Tochter stiegen um 15,0 Prozent auf 188.980 Einheiten. Seit Jahresbeginn betrug der Absatz damit 1,582 Millionen Fahrzeuge, das ist allerdings ein Minus von 1 Prozent.

Die Stammmarke Mercedes alleine brachte es im Berichtsmonat auf 177.819 Einheiten, ein Anstieg von 14,0 Prozent. Seit Januar wurden 1,501 Millionen Wagen ausgeliefert (minus 0,7 Prozent). Beflügelt wurde der Stuttgarter Konzern besonders den guten Verkäufen in der Kompaktklasse. Allein mit der neuen B-Klasse erzielte Daimler ein Absatzplus von 46 Prozent. Beim Kleinwagen Smart erhöhte sich der Monatsabsatz um 31,8 Prozent auf 11.161 Fahrzeuge. Seit Jahresbeginn waren es 5,9 Prozent weniger.

10:53 Uhr

Siemens-Anleihen mehrfach überzeichnet

Siemens
Siemens 98,01

Siemens besorgt sich am Anleihemarkt frisches Geld zu äußerst günstigen Konditionen. Das Dax-Schwergewicht begab Schuldtitel im Gesamtvolumen von 3,5 Milliarden Euro mit Laufzeiten von 2, 5, 10 und 15 Jahren. Die beiden Kurzläufer wurden mit negativen Renditen gepreist, Siemens bekommt also von Investoren mehr geliehen, als der Konzern zurückzahlt. Wie es in einer Mitteilung von Siemens heißt, überstieg die Nachfrage das Angebot um mehr als das Vierfache.

1 Milliarde Euro stellten Anleger, die zu mehr als zwei Dritteln aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien kommen, für 2 Jahre zu einer Rendite von minus 0,315 Prozent zur Verfügung - laut Siemens die niedrigste Rendite, die eine Unternehmensanleihe jemals am Primärmarkt erzielt habe. Die 5-jährige Tranche über 500 Millionen Euro kam bei Ausgabe auf minus 0,207 Prozent Rendite, die 10-jährige Anleihe über 1 Milliarde Euro bot 0,179 Prozent und die 15-jährige Tranche über ebenfalls 1 Milliarde Euro auf 0,550 Prozent Rendite.

10:33 Uhr

Insider: US-Kongress knöpft sich Deutsche Bank vor

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Deutschen Bank droht wieder einmal Ärger in den USA - diesmal wegen des Verdachts auf Geldwäscheverstöße. Insidern zufolge untersucht der US-Kongress, ob interne Kontrollen des Geldinstituts versagt haben. Es gebe Anhaltspunkte, dass Manager der Deutschen Bank Bedenken von Mitarbeitern über Geschäfte mit neuen und existierenden Kunden aus Russland ignoriert hätten, hieß es. Außerdem werde untersucht, ob über die Zahlungssysteme der Bank illegale Gelder aus Russland in die USA geflossen seien.

Die Ermittlungen befinden sich den Insidern zufolge in einem frühen Stadium. Es sei noch nicht klar, ob sich daraus Konsequenzen für das Institut ergeben. Der Dax-Konzern erklärte, die Arbeit der Ausschüsse des US-Kongresses nicht zu kommentieren und weiterhin bei allen berechtigten Untersuchungen zu kooperieren. Diese Nachricht kam in Frankfurt nicht gut an - die Aktie der Deutschen Bank verbilligte sich um 1,2 Prozent.

10:19 Uhr

Bochum verkauft verbliebene RWE-Aktien

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RWE 28,19

Die Stadt Bochum hat sich von ihrem verbliebenen Anteil am Energiekonzern RWE getrennt. Die Holding für Versorgung und Verkehr (HVV) habe ihre restlichen 2,2 Millionen RWE-Aktien verkauft, sagte ein Sprecher der Bochumer Stadtwerke. Der Veräußerungsgewinn liege bei rund 35 Millionen Euro.

Bochum hatte vor drei Jahren entschieden, den Bestand an RWE-Aktien von insgesamt etwa 6,6 Millionen oder rund 1 Prozent am RWE-Grundkapital nach und nach zu verkaufen.

09:54 Uhr

Trump plant Reprivatisierung von Fannie Mae und Freddie Mac

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(Foto: Reuters)

Können Sie sich noch an Fannie Mae und Freddie Mac erinnern? Die beiden Hypothekenbanken waren während der Finanzkrise in aller Munde. Nun erwägt die Regierung von US-Präsident Donald Trump eine Reprivatisierung der staatlich geförderten Institute. Die Ankündigung stellt eine Abkehr von den über Jahre gemachten Versprechen der beiden großen US-Parteien dar, die beiden Unternehmen ganz aufzulösen. Auf Fannie Mae und Freddie Mac entfällt in etwa die Hälfte des US-Hypothekenmarktes. Das Vorhaben bedarf nicht der Zustimmung des US-Kongresses.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Die Administration von Trumps Vorvorgänger George W. Bush hatte 2008 auf dem Höhepunkt der Finanzkrise beide Hypothekenbanken verstaatlicht -  aus Angst, ein Scheitern würde zu einem breiteren Zusammenbruch des Immobilienmarktes in den USA führen.

09:24 Uhr

Alibaba krallt sich Spieleanbieter NetEase

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Der chinesische Internetriese Alibaba kauft den Luxus-Onlinehändler Kaola für 2 Milliarden US-Dollar vom Computerspielekonzern NetEase. Alibaba will zudem 700 Millionen Dollar in eine Minderheitsbeteiligung an der NetEase-Musikstreaming-Sparte stecken.

Kaola, 2015 gegründet, bietet in China Produkte von Edel-Marken an; die Waren werden direkt von Lieferanten bezogen, um sie an Verbraucher weiterzuverkaufen.

09:10 Uhr

Dax kommt schwer aus den Startlöchern

Der deutsche Aktienmarkt ist behäbig in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Der Dax gewann 0,1 Prozent auf 12.142 Punkte. Der MDax legte ebenfalls um 0,1 Prozent auf 25.898 Zähler zu. Der TecDax verharrte mit 2847 Stellen auf dem gestrigen Niveau.

08:58 Uhr

Experte sieht Gefahr einer übergreifenden Industrierezession

Das Bankhaus Lampe sieht dunkle Wolken am deutschen Konjunkturhimmel. "Das dritte Quartal hat schlecht begonnen, daran ändert auch die Aufwärtsrevision für Juni nichts", sagte sein Chefvolkswirt Alexander Krüger.

  • "Bedenklich stimmt vor allem, dass es nirgends Hoffnungszeichen für eine Trendwende gibt. Die Industrierezession hält an und es besteht die Gefahr, dass die Schwäche auf die übrige Binnenwirtschaft übergreift." Es gebe nach wie vor ein großes Risiko, dass es zu einer Rezession der deutschen Wirtschaft komme.

Krüger reagierte auf die sich schwächer als erwartet entwickelte Produktion im produzierenden Sektor Deutschlands im Juli.

08:37 Uhr

Nikkei geht mit Plus ins Wochenende

Nikkei
Nikkei 22.079,09

Die anhaltende Hoffnung auf eine Annährung im Handelskonflikt zwischen den USA und China stützt die asiatischen Börsen. Der japanische Nikkei-Index stieg zum Wochenausklang um 0,5 Prozent auf 21.199 Punkte, die Börse Shanghai hielt sich knapp im Plus bei 2990 Zählern.

Am japanischen Aktienmarkt rutschten die Aktien des IT-Investors Softbank gegen den Trend um 2,6 Prozent ab. Einem Agenturbericht zufolge muss die Beteiligung WeWork, ein Büroflächen-Vermieter, beim geplanten Börsengang kräftige Abstriche machen. Die Titel von Rakuten fielen sogar um 5,2 Prozent. Wegen Problemen bei Netzwerk-Aufbau muss der Internetanbieter den Start seines Mobilfunk-Angebots um ein halbes Jahr verschieben.

08:31 Uhr

Deutsche Unternehmen drosseln Produktion

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion im Juli überraschend heruntergefahren - und damit den zweiten Monat in Folge. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 0,6 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Ökonomen hingegen hatten mit einem Plus von 0,1 Prozent gerechnet, nach einem Rückgang von revidiert 1,1 Prozent im Juni.

"Die Industriekonjunktur bleibt schwach", erklärte das Ministerium. "Angesichts des schwachen Starts in das zweite Halbjahr und der ausbleibenden Erholung bei den Auftragseingängen, ist noch keine Besserung der Industriekonjunktur abzusehen." Die Lage am Bau sei weiter intakt.

08:16 Uhr

Euro weiter über 1,10 US-Dollar

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,10

Der Euro hat am Morgen weiter über der Marke von 1,10 US-Dollar notiert. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung 1,1040 Dollar und damit so viel wie am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1058 Dollar festgesetzt.

Erst am Dienstag hatte der Euro einen zweijährigen Tiefstand gut einen Cent unter dem aktuellen Niveau erreicht. Zur Erholung hat seither vor allem eine Verringerung zahlreicher politischer Risiken beigetragen, darunter ein Annäherungsversuch zwischen den USA und China im Handelskonflikt.

08:02 Uhr

Ölpreise bewegen sich kaum

Die Ölpreise haben sich im frühen Handel kaum von der Stelle bewegt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 60,98 US-Dollar. Das waren drei Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) bewegte sich ebenfalls kaum und betrug 56,33 Dollar.

In den vergangenen Tagen sind die Rohölpreise in der Tendenz gestiegen. Verantwortlich waren zum einen solide Konjunkturdaten aus den USA. Zum anderen haben sich zahlreiche politische Risiken, die für hohe Verunsicherung sorgen, etwas verringert. Hierzu zählen der Handelskonflikt zwischen den USA und China, der EU-Austritt Großbritanniens oder die Massenproteste in Hongkong.

07:43 Uhr

Anleger in Japan setzen auf Entspannung im Zollstreit

Nikkei
Nikkei 22.079,09

Die Hoffnung auf eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China verhilft der Börse in Japan zu Gewinnen. Zudem versetzten positive Konjunkturdaten aus den USA die Anleger in gute Stimmung. In Tokio steigt der Nikkei-225 um 0,6 Prozent auf 21.211 Punkte - angeführt von Aufschlägen in den Sektoren Finanzwesen, Automobilbau und Elektronik.

Zu den Verlierern am japanischen Finanzmarkt zählen mit der gestiegenen Risikoneigung Renten und Yen, wobei die Schwäche der japanischen Währung Aktien zusätzlich Rückenwind verleiht. In Shanghai klettert das Börsenbarometer um 0,2 Prozent und in Hongkong um 0,6 Prozent. Der HSI hatte am Vortag die Rally nicht mitgemacht und weist daher Nachholpotenzial auf. Jedoch sehen Händler düstere Wolken heraufziehen, denn Fitch hat die Bonitätsbewertung der chinesischen Sonderverwaltungszone mit negativem Ausblick gesenkt. Verwiesen wird dabei auf die anti-chinesischen Massenproteste.