Freitag, 08. November 2019Der Börsen-Tag

mit Kai Stoppel
17:39 Uhr

Dax geht zum Wochenschluss die Luft aus

Nach der jüngsten Rally geht den Anlegern am deutschen und europäischen Markt zum Wochenschluss die Luft aus. Angesichts widersprüchlicher Signale im Zollstreit zwischen den USA und China nehmen die Anleger heute lieber Gewinne mit. Der Dax verliert 0,5 Prozent und sinkt auf 13.229 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 fällt um 0,3 Prozent auf 3695 Zähler.

Dax
Dax 13.221,12

"Trotz oder vielmehr gerade wegen der dynamischen Aufwärtsbewegung des Dax in den letzten Wochen, dürfte den Marktteilnehmern allmählich bewusst werden, dass mittlerweile viele Vorschusslorbeeren verteilt wurden", sagt Kapitalmarktexperte Thomas Metzger vom Bankhaus Bauer zu n-tv.de. "Da tun sich nun doch einige schwer, nach den deutlichen Kursgewinnen immer noch zuzugreifen."

Weiter nach oben dürfte es daher nur dann gehen, so Metzger, wenn China und die USA im Hinblick auf die erhoffte Teileinigung im Handelsstreit demnächst liefern. Zudem müsste US-Präsident Donald Trump auf die Strafzölle gegen europäische Autobauer zunächst wirklich verzichten und sich parallel die Anzeichen in Form entsprechend gut ausfallender Daten mehren, dass sich die Weltwirtschaft tatsächlich aus der aktuellen Talsohle herausarbeiten kann, glaubt der Experte.

Der Optimismus mit Blick auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China wird allerdings durch Trump selbst zuletzt gedämpft. Dieser bestreitet, dass die Vereinigten Staaten der Rücknahme aller Zölle zugestimmt haben.

Bei den Einzelwerten im Dax gibt es kaum herausstechende Bewegungen: Am besten laufen Merck mit einem Plus von 1,5 Prozent. Auch RWE, Linde, Lufthansa zählen mit Aufschlägen von je rund einem Prozent zu den größten Gewinnern.

Am Dax-Ende hingegen stehen Wirecard mit einem Minus von 3,5 Prozent. Fundamentale Gründe für die Kursschwäche sind im Handel nicht bekannt. Der Zahlungsabwickler hat am Vortag ordentliche Zahlen vorgelegt, die Anleger bleiben allerdings vorsichtig.

Damit verabschiede ich mich für diese Woche vom "Börsen-Tag" und wünschen Ihnen noch einen schönen Abend und ein schönes Wochenende. Ihr Kai Stoppel.

17:23 Uhr

Euro gerät unter Druck

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Der Kurs des Euro gerät heute spürbar unter Druck. Die europäische Gemeinschaftswährung kostet am Nachmittag nur noch 1,1022 US-Dollar. Am Morgen hatte sie noch bei rund 1,1050 Dollar notiert.

Zweifel mit Blick auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China stützten den Dollar, da er als sicherer Hafen gesucht wird. Der Dollar profitierte zudem von einem erneut gestiegenen Verbrauchervertrauen. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima war im November überraschend gestiegen.

16:43 Uhr

Aussage von US-Präsident Trump verunsichert Anleger

Anleger reagieren verunsichert auf Aussagen von US-Präsident Donald Trump zum Zollstreit mit China. Trump sagte im Garten des Weißen Hauses, er habe einem schrittweisen Abbau der gegenseitig verhängten Strafzölle nicht zugestimmt. China hätte das gerne, so Trump. China sei stärker an einem Abkommen interessiert als die USA.

An den Aktienmärkten kommt das gar nicht gut an: Der Dax weitet seine Verluste aus und fällt um bis zu 0,7 Prozent auf ein Tagestief von 13.195 Punkten. Anleger greifen zu den als sicher geltenden Staatsanleihen. Die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihen fallen im Gegenzug auf minus 0,260 von zuvor minus 0,245 Prozent.

Gestern hatten Äußerungen der chinesischen Seite den Eindruck erweckt, beide Seiten hätten sich darauf verständigt, bestehende Strafzölle bei Fortschritten in den Verhandlungen schrittweise zurückzunehmen. Die Senkung der Zölle sei "eine wichtige Bedingung für eine Einigung", hatte der Sprecher des Handelsministeriums in Peking, Gao Feng, gesagt.

16:02 Uhr

Siemens-Chef twittert über "kiffenden Kollegen aus USA"

*Datenschutz

Eine Twitter-Nachricht von Siemens-Chef Joe Kaeser sorgt für Unruhe. Einen Tag nach der Bilanz-Pressekonferenz twitterte Kaeser heute: "Wenn ein deutscher Vorstands-Chef proaktiv sein Unternehmen auf die Zukunft ausrichtet, gilt er als 'pathetisch' oder 'philosophisch'. Wenn ein kiffender Kollege in USA von Peterchens Mondfahrt spricht, ist er ein bestaunter Visionär".

In den Reaktionen auf den Tweet wird das als Verweis auf Tesla-Chef Elon Musk gesehen, der auch das Raumfahrtunternehmen SpaceX betreibt. Der US-Elektroautopionier Tesla ist ein großer Kunde von Siemens. Roland Busch, Kaesers Stellvertreter und designierter Nachfolger, hatte sich erst vor kurzem mit Musk getroffen und ihn auf Twitter als "wahren Visionär unserer Zeit" bezeichnet. Siemens selbst wollte sich zu dem Tweet nicht äußern.

Tesla-Chef Musk ist jedoch nicht als passionierter Kiffer bekannt, sondern äußerte sich vielmehr widersprüchlich zum Konsum von Marihuana - einmal sagte er, er sei kein Freund von "Gras", weil es die Produktivität mindere. Für Aufsehen sorgte er jedoch, als er vergangenes Jahr bei einem Interview an einem Joint zog und angab, bereits in der Vergangenheit es "mal ausprobiert" zu haben.

15:50 Uhr

Zweifel machen sich an Wall Street breit - Indizes fallen

Zweifel an einer schnellen Annäherung im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit stoppen die Rekordjagd an den US-Börsen vorerst. Die drei großen US-Indizes verlieren im frühen Handel jeweils 0,1 Prozent. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gibt auf 27.642 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq fallen auf 3080 beziehungsweise 8425 Punkte.

Anleger sehen die jüngste Annäherung im Handelsstreit in Gefahr, da sich Insidern zufolge innerhalb des Weißen Hauses Widerstand gegen die geplante Rücknahme der Strafzölle im Handelsstreit mit China formiert. Eine Sprecherin des US-Präsidialamtes betonte allerdings in einem TV-Interview, sie sei "sehr, sehr optimistisch", dass das geplante Handelsabkommen mit China bald unterzeichnet werde.

Neben dem Handelskonflikt stehen Firmenbilanzen im Fokus. Aktien von Disney klettern um fünf Prozent. Der US-Unterhaltungskonzern hat dank Kinokassenhits wie "Der König der Löwen" und "Toy Story 4" im vergangenen Quartal mehr verdient als erwartet. Ein überraschend hoher Umsatz macht GoPro bei Anlegern begehrt. Die Aktien des Anbieters von Action-Kameras steigen um mehr als acht Prozent.

15:31 Uhr

Experte: "Trump wird keinen Handelskrieg mehr riskieren"

Die Hoffnung, dass der US-Handelsstreit tatsächlich bald ein Ende finden könnte, beflügelt den Dax. Für die unter der schwächelnden Weltkonjunktur leidenden Industriebranchen, die sogenannten Zykliker, ist das derzeit ein Lichtblick. Worauf Anleger nun achten sollten, wie sich der Markt entwickeln könnte und welche Rolle US-Präsident Donald Trump dabei spielt, bespricht Friedhelm Tilgen mit Robert Halver von der Baader Bank.

 

15:01 Uhr

Gericht: Burger-King-Filiale muss Billig-Burger anbieten

Restaurant Brands (Burger King)
Restaurant Brands (Burger King) 59,50

Ein Burger-King-Wirt hat seinen Kampf gegen die günstigen Lockangebote der europäische Konzernleitung verloren. Der Kartellsenat des Oberlandesgerichts in München hat die Klage abgewiesen.

In dem Prozess ging es um langjährige Werbeaktionen, bei denen die US-Muttergesellschaft "unverbindliche Preisempfehlungen" aussprach: ein "King des Monats" für 3,99 Euro anstelle der ansonsten fälligen 6,49 Euro. Nach der Argumentation des Wirts waren das so niedrige Kampfpreise, dass er mit dem Verkauf der derart beworbenen Burger und Menüs Verlust machte.

Die Münchner Richter sehen darin jedoch keine verbotene Preisbindung: Das Vorschreiben von Höchstpreisen ist erlaubt. Verboten wären demnach nur fixe Preise.

14:17 Uhr

Gold-Party ist vorbei - Preis setzt Absturz fort

Gold, Feinunze
Gold, Feinunze 1.473,77

Anfang September war die Welt noch in Ordnung - aus Sicht von jenen, die einen wichtigen Teil ihres Geldes in Gold angelegt haben. Denn der Goldpreis stand bei mehr als 1550 Dollar die Feinunze. Der damals noch heiße Handelskrieg zwischen den USA und China sowie eine akute No-Deal-Brexit-Furcht machten die Geldanlage in Aktien unsicher und den "sicheren Hafen" Gold begehrt.

Doch der Brexit ist erst einmal aufgeschoben und im Handelsstreit deutet sich mittlerweile eine Einigung an. Gold verliert zusehend seinen Glanz.

Sagen wir es deutlich: Die Gold-Party ist fürs Erste vorbei. Nach deutlichen Verlusten am Vortag geht es für das Edelmetall heute erneut um 0,9 Prozent bergab auf ein neues Drei-Monats-Tief bei 1456 Dollar. Seit seinem Jahreshoch im September hat die Feinunze somit schon mehr als 6 Prozent an Wert verloren.

 

13:41 Uhr

Insider verraten: Dieser Mann wird neuer Audi-Chef

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Ex-BMW-Vorstand Markus Duesmann.

(Foto: imago/sepp spiegl)

Eine weitere Meldung aus dem deutschen Automobilsektor: Volkswagen will nun offenbar Nägel mit Köpfen machen, um den ehemaligen BMW-Vorstand Markus Duesmann zum neuen Chef seiner schwächelnden Tochter Audi zu küren. Der Aufsichtsrat wolle sich am 15. November mit dem Thema befassen, heißt es aus Konzernkreisen.

"Das wird wohl so kommen", sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person. Ein anderer Insider äußerte sich ähnlich: "Die wollen darüber sprechen." Ein Knackpunkt ist offenbar noch, dass man sich mit dem bisherigen Audi-Chef Bram Schot einigt.

Schot war Ende vergangenen Jahres dauerhaft zum Vorstandschef der VW-Tochter berufen worden. Schot war im Juni vergangenen Jahres an die Unternehmensspitze gerückt, nachdem sein Vorgänger Rupert Stadler wegen Betrugsverdachts in der Dieselaffäre in Haft genommen worden war. Später trennte sich der Mutterkonzern von Stadler.

13:07 Uhr

Deutsche Exporte sorgen für satte Überraschung

Damit hat keiner gerechnet: Neuste Zahlen attestieren Deutschland das stärkste Exportwachstum seit fast zwei Jahren. Die von Handelskonflikten, schwacher Weltkonjunktur und Brexit-Chaos gebeutelten Unternehmen steigerten ihr Auslandsgeschäft im September um überraschend kräftige 1,5 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Das Plus fiel fast viermal so stark aus wie die von Ökonomen erwartet hatten. Hinzu kommt, dass der Rückgang der Ausfuhren im August mit revidiert 0,9 Prozent nur halb so groß war wie zunächst ermittelt.

Doch es gibt auch gleich mahnende Stimmen: "Dies ist allerdings kein Grund zur Entwarnung und auch noch keine Trendwende", sagte der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA, Holger Bingmann angesichts anhaltender Risiken wie dem EU-Abschied Großbritanniens.

12:21 Uhr

Källenius macht Ernst: Daimler streicht 1100 Managerposten

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Der neue Daimler-Chef Ola Källenius macht mit seinem angekündigten Sparplan Ernst: Der Autobauer will weltweit 1100 Arbeitsplätze für Führungskräfte abbauen, in Deutschland wäre davon etwa jeder zehnte Mitarbeiter in leitender Position betroffen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf eine Rundmail des Gesamt-Betriebsrats.

Zudem fordert das Management von den Arbeitnehmern, im kommenden Jahr auf die Tariferhöhungen und individuellen Lohnsteigerungen zu verzichten. In seiner Mail kündigte Betriebsrats-Chef Michael Brecht Widerstand gegen die Pläne von Källenius an. "Ihr dürft nicht für juristische Streitigkeiten oder Qualitätsprobleme von Zulieferern zur Kasse gebeten werden!", schreibt Brecht in seiner Mail an alle Mitarbeiter.

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Ola Källenius hatte Ende Mai den langjährigen Konzernlenker Dieter Zetsche abgelöst.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

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11:53 Uhr

London bestellt 500 Panzer bei Deutschen Konzernen

Rheinmetall
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Trotz näher rückendem Brexit: Die Rüstungskonzerne Rheinmetall und Kraus-Maffei Wegmann (KMW) haben einen Panzer-Großauftrag aus Großbritannien eingeheimst. Ein Konsortium der beiden Unternehmen soll 500 Radpanzer vom Typ Boxer im Gesamtwert von rund 2,6 Milliarden Euro an die britischen Streitkräfte liefern, erklärten Rheinmetall und KMW. Mit dem britischen Verteidigungsministerium sei ein entsprechender Vertrag geschlossen worden.

Gebaut werden sollen die Fahrzeuge zu rund 90 Prozent in Großbritannien - nämlich im britischen Werk des im Sommer gegründeten Gemeinschaftsunternehmens Rheinmetall BAE Systems Land sowie bei der KMW-Tochter WFEL. Die Auslieferung soll Ende 2022 beginnen und im Jahr 2031 abgeschlossen sein.

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Die britische Armee soll die Panzer in verschiedenen Varianten als Truppentransporter, Führungsfahrzeuge, Sanitätsfahrzeuge und Spezialtransporter erhalten.

(Foto: picture alliance / dpa)

 

11:25 Uhr

Audi liefert fast 30 Prozent mehr Autos aus

VW Vorzüge
VW Vorzüge 176,96

Der Oktober lief auf dem Papier ziemlich gut für die VW-Tochter Audi: Der Ingolstädter Autobauer konnte im vergangenen Monat seine Auslieferungen um 26,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern. Doch jetzt kommt noch ein "Allerdings" ...

Allerdings war Audis Verkaufszahl vor einem Jahr eingebrochen, weil Modellen die Zulassung nach dem neuen Abgas-Messstandard WLTP fehlte. Jetzt lag der Absatz in Europa fast 69 Prozent über Vorjahr, wie das Unternehmen mitteilte. Vertriebschefin Hildegard Wortmann sagte: "In einem zunehmend herausfordernden Marktumfeld haben wir unsere Auslieferungen weiter stabilisiert."

Die Auslieferungen im Gesamtjahr sollen leicht über dem Vorjahreswert liegen. Wortmann sagte: "Auch für den Jahresendspurt sind wir gut aufgestellt."

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Weltweit verkaufte Audi im Oktober 149.150 Autos.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

10:53 Uhr

Nach Crash sind Solar-Aktien wieder gefragt

SMA Solar
SMA Solar 32,18

Anleger nutzen den jüngsten Kursrutsch zum Einstieg bei SMA Solar. Die Aktien des Solartechnikkonzerns gewinnen im Frankfurter Frühhandel 1,7 Prozent, nachdem sie gestern angesichts eines Gewinneinbruchs um zwölf Prozent gefallen waren.

Der Solartechnikhersteller hat in den ersten neun Monaten mehr Wechselrichter verkauft, dabei allerdings deutlich weniger verdient. Bei einem Umsatzplus von 9,7 Prozent auf 630,8 Millionen Euro sank das operative Ergebnis auf 25,7 Millionen Euro. Im Vorjahreswert von 50,5 Millionen Euro seien erhebliche positive Sondereffekte angefallen, hieß es gestern zur Begründung.

10:14 Uhr

Warum weibliche Topmanager mehr als männliche verdienen

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Der Dax-Konzern SAP kann gleich mit zwei Frauen im Vorstand glänzen: Konzernchefin Jennifer Morgan (re.) und Adaire Fox-Martin.

(Foto: imago/Sven Simon)

Im Schnitt verdienen Männer mehr als Frauen - der sogenannte Gender Pay Gap liegt in Deutschland offiziell bei 21 Prozent. Wenn Frauen jedoch mehr als Männer verdienen wollen, sollten sie einfach in eine Vorstandsetage wechseln (Achtung: Sarkasmus) - das jedenfalls legt eine Studie der Unternehmensberatung EY (Ernst & Young) nahe.

Demnach verdienen weibliche Manager vor allem in den Vorständen großer deutscher börsennotierter Unternehmen in Dax, MDax und SDax deutlich mehr als ihre männlichen Kollegen. Im vergangenen Jahr waren es im Durchschnitt sogar 27 Prozent mehr.

Der Grund: EY-Vergütungsexperte Jens Massmann erklärt das damit, dass Frauen als Top-Manager bei vielen Firmen - vor allem unter den 30 Dax-Unternehmen - besonders begehrt sind. "Da geeignete Kandidatinnen knapp sind, steigt ihr Marktwert und damit auch ihre Vergütung", heißt es in der Studie.

09:25 Uhr

Anleger verlieren Nerven und Dax an Boden

Dax
Dax 13.221,12

Wenn der Dax fünf Tage in Folge zulegt und dabei über 400 Punkte macht, dann ist es für Anleger an der Zeit, ihr Glück nicht überzustrapazieren. An der Börse spricht man von "Kasse machen" oder "Gewinne mitnehmen". Das bedeutet für den Dax am Morgen: Es geht nach unten, wenn auch nur leicht. Um 0,2 Prozent auf 13.259 Zähler.

Der Dax steuert jepoch mit einem Plus von insgesamt gut zwei Prozent aber auf den fünften Wochengewinn in Folge zu. Das ist die längste Gewinnserie seit vier Monaten.

Als Grund für die Gewinnmitnahmen verweisen Anleger auf wieder aufkeimende Zweifel an einer raschen Entspannung im Zollstreit zwischen den USA und China. Insidern zufolge formiert sich innerhalb des Weißen Hauses Widerstand gegen die geplante Rücknahme der gegenseitigen Strafzölle.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an: kai.stoppel@nachrichtenmanufaktur.de.

08:24 Uhr

Chinas Außenhandel trotzt dem Zollstreit

Shenzen Index
Shenzen Index 4.911,64

Der chinesische Außenhandel ist im Oktober trotz des Zollstreits mit den USA weniger stark geschrumpft als erwartet. Die Exporte sanken um 0,9 Prozent verglichen mit dem Vorjahr, wie aus Daten vom Freitag hervorgeht. Das ist der dritte Rückgang in Folge.

Analysten hatten aber ein deutlich stärkeres Minus von 3,9 Prozent vorhergesagt. Die Einfuhren sanken den sechsten Monat in Folge. Mit 6,4 Prozent war aber auch hier das Minus geringer als befürchtet. Der Außenhandelsüberschuss stieg um fast drei Milliarden Dollar auf 42,81 Milliarden Dollar.

07:44 Uhr

Allianz verdient gut im dritten Quartal

Allianz
Allianz 218,55

Beim Münchner Versicherungsriesen Allianz wächst die Zuversicht. Das operative Ergebnis werde in diesem Jahr zwischen 11,5 und 12,0 Milliarden Euro liegen, teilte das Unternehmen mit. Bisher hatte die Untergrenze der Erwartung bei 11,0 Milliarden Euro gelegen. "Wir sind im Begriff, trotz deutlich gestiegener externer Herausforderungen die obere Hälfte unseres Ausblicks für das operative Ergebnis zu erreichen", wird Allianz-CEO Oliver Bäte in der Mitteilung zitiert.

Im dritten Quartal stagnierte die Kennziffer bei 2,98 Milliarden Euro, traf damit aber die Analystenschätzungen fast punktgenau. Getrieben wurde das Ergebnis diesmal von der Leben- und Kranken-Sparte und der Vermögensverwaltung, während der größte Ertragsbringer, die Schaden- und Unfallversicherung, Einbußen hinnehmen musste.

06:58 Uhr

Nikkei springt auf 13-Monats-Hoch

Hoffnungen auf einen Durchbruch im Handelsstreit zwischen den USA und China haben die Stimmung an den asiatischen Aktienmärkten gestützt. Allerdings verhinderten Berichte, wonach Zollsenkungen noch nicht in trockenen Tüchern sind, größere Gewinne.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag am Freitag im Mittagshandel leicht im Plus, nachdem er zuvor bei 23.591 Zählern den höchsten Stand seit 13 Monaten erreicht hatte. In China legten die Kurse ebenfalls zu.

Für Gesprächstoff in Tokio sorgten Firmenzahlen: Die Aktien des  Medizintechnikunternehmens Terumo schnellten nach starken Ergebnissen im abgelaufenen Quartal um mehr als 14 Prozent auf ein Rekordhoch nach oben. Die Papiere von Rakuten sackten dagegen um fünf Prozent nach. Der Quartalsgewinn fiel in den drei Monaten bis September.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 109,22 Yen und stagnierte bei 6,9750 Yuan.