Freitag, 04. Oktober 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Wieder über 12.000 - Dax schafft versöhnlichen Wochenausklang

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(Foto: imago/Sven Simon)

Lange Zeit hat in Frankfurt ein richtungsloser Handel geherrscht, doch nach einem soliden US-Arbeitsmarktbericht sind die Indizes dann am Nachmittag doch noch angezogen. Der Dax ging mit einem Plus von 0,7 Prozent auf 12.013 Punkte ins Wochenende. Auf Wochensicht musste der Leitindex dennoch einen Verlust verbuchen. Der MDax gewann 1,7 Prozent auf 25.534 Zähler. Der TecDax stieg um 1,8 Prozent auf 2770 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,9 Prozent auf 3400 Punkte nach oben.

Klares Dax-Schlusslicht war heute die Aktie der Lufthansa mit einem Abschlag von 3,2 Prozent. Hintergrund ist laut Angaben aus dem Handel ein Reuters-Artikel über angeblich geplante Steuererhöhungen der Bundesregierung auf Flugtickets.

Ich wünsche Ihnen ein angenehmes und erholsames Wochenende.

17:11 Uhr

Euro gewinnt an Festigkeit

Mit dem Eurokurs ist es heute hoch gegangen. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,0979 (Donnerstag: 1,0951) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9108 (0,9131) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89045 (0,88790) britische Pfund, 117,23 (117,17) japanische Yen und 1,0913 (1,0957) Schweizer Franken fest.

17:02 Uhr

US-Berater: Deutschland soll mehr für Wachstum tun

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(Foto: imago images / Photocase)

Nach Frankreich haben auch die USA die Bundesregierung zu Wachstumsimpulsen aufgefordert. Deutschland sollte Steuern kürzen und mit staatlichen Maßnahmen Wirtschaftswachstum anregen, sagte der Berater der US-Regierung in Handelsfragen, Peter Navarro, dem Sender Fox Business.

Weltweit wird derzeit eine Abkühlung der Konjunktur befürchtet, was unter anderem auf den Handelsstreit zwischen den USA und China zurückgeführt wird. Im "Handelsblatt" hatte Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire Berlin aufgefordert, die öffentlichen Investitionen deutlich zu steigern.

16:20 Uhr

Wall Street nach US-Jobdaten mit Plus - Apple gefragt

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(Foto: picture alliance / dpa)

Gibt es einen versöhnlichen Wochenabschluss? Die US-Börsen haben sich zum Handelsbeginn jedenfalls freundlich präsentiert. Alle drei Indizes legten jeweils ein halbes Prozent zu. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stand dabei bei 26.339 Punkten, der breiter gefasste S&P 500 bei 2924 Punkten und der Index der Technologiebörse Nasdaq bei 7911 Punkten. Am US-Arbeitsmarkt waren im September 136.000 neue Jobs entstanden - Ökonomen hatten ein Plus von 145.000 vorhergesagt. Die separat ermittelte Arbeitslosenquote sank überraschend auf 3,5 von 3,7 Prozent.

Technologiewerte zählten an der Wall Street zu den größten Gewinnern. Die Aktien von Apple kletterten um 1,5 Prozent. Einem Bericht zufolge hat der Konzern seine Zulieferer aufgefordert, die Produktion für das iPhone 11 wegen einer höheren Nachfrage um zehn Prozent zu steigern. Beim Computerhersteller HP ging es angesichts hoher Restrukturierungskosten mehr als neun Prozent abwärts. Die Papiere fielen auf den tiefsten Stand seit zweieinhalb Jahren.

16:05 Uhr

Condor kriegt Flugzeuge trotz Thomas-Cook-Pleite voll

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(Foto: dpa)

Der Ferienflieger Condor hat den Buchungsstopp seines insolventen Mutterkonzerns Thomas Cook nach eigenen Angaben gut verkraftet.

  • "Thomas Cook war zwar unser größter Einzelkunde, stand aber nur für weniger als 20 Prozent unserer Plätze", sagte Condor-Vertriebschef Paul Schwaiger.

Seinen Angaben zufolge gibt es sehr gute Anzeichen dafür, dass die Airline die entstandene Lücke der Thomas-Cook-Reiseveranstalter schließen könne. Die anderen Veranstalter hätten zusätzliche Plätze gebucht, so Schwaiger. Zudem sei der Flugbetrieb bei Condor in den vergangenen Tagen sehr stabil und zuverlässig gelaufen. Man habe keinen einzigen Flug streichen müssen.

15:44 Uhr

n-tv Zertifikate: Kommt jetzt die Rezession?

Die abkühlende Konjunktur hinterlässt ihre Spuren mittlerweile auch an der Börse. Wird die drohende Rezession die Aktienkurse bald noch viel deutlicher einbrechen lassen? Ist es überhaupt ratsam, jetzt noch zu investieren? Und wenn ja - wie? Friedhelm Tilgen spricht mit Christian Köker von der HSBC darüber, wie Trader mit Mini-Futures trotzdem noch Chancen nutzen können.

15:18 Uhr

Erfolg für Trump: US-Handelsdefizit mit China und EU sinkt

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(Foto: imago images/ZUMA Press)

Das US-Handelsdefizit mit China und der EU ist im August zurückgegangen. Die Importe aus der Volksrepublik übertrafen die Exporte dorthin um 31,76 Milliarden Dollar - im Vormonat war es noch eine Milliarde Dollar mehr, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Das Defizit im Handel mit der EU sank um fast fünf Milliarden auf 15,35 Milliarden Dollar. In beide Regionen exportierten US-Firmen mehr, während zugleich die Einfuhren zurückgingen.

US-Präsident Donald Trump ist das Defizit ein Dorn im Auge. Er hatte vor diesem Hintergrund einen Handelskonflikt mit China vom Zaun gebrochen. Seither überziehen sich beide Seiten mit immer neuen Strafzöllen. Auch im Verhältnis zur EU zeichnet sich Streit ab: Die USA hatten am Mittwoch Strafzölle auf Flugzeuge und andere EU-Importe wie Wein und Käse angekündigt. Sie hatten dafür grünes Licht von der Welthandelsorganisation WTO erhalten.

15:01 Uhr

US-Arbeitsmarktdaten schieben Dax an

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Der Dax hat nach der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten für September angezogen. Der Frankfurter Leitindex gewann am Nachmittag 0,5 Prozent auf 11.986 Punkte. Der EuroStoxx50 stieg um 0,6 Prozent auf 3439 Stellen.

Die US-Wirtschaft hat im September mit 136.000 neuen Stellen zwar nicht ganz die Erwartung von 145.000 erreicht. Allerdings wurden die Augustzahlen nach oben revidiert. Auch ist die Arbeitslosenquote mit 3,5 Prozent im September deutlich unter der Erwartung von 3,7 Prozent geblieben. Das ist der niedrigste Stand seit Dezember 1969. Einziger Wermutstropfen ist der leichte Rückgang der durchschnittlichen Stundenlöhne. Insgesamt dürften die Daten aber mit Erleichterung von den Anlegern zur Kenntnis genommen werden nach den schwachen ISM-Daten.

14:45 Uhr

Wirecard baut sein Osteuropa-Geschäft aus

Der Finanzdienstleister Wirecard weitet sein Geschäft in Osteuropa aus. Wie das Dax-Unternehmen mitteile, soll gemeinsam mit Rakuten Viber und dessen Partner Neopay ein neuer Geldüberweisungsservice für Nutzer der Viber Instant Messaging App eingeführt werden. Der von Mastercard unterstützte "Moneytou"-Service erweitere die Anwendung.

Wirecard wird dabei die Abwicklung aller Peer-to-Peer-Transaktionen über digitale Zahlungskarten durchführen. Auf lokaler Ebene soll die Libra Internet Bank agieren. Nach der Markteinführung in Ungarn soll der Dienst laut Mitteilung auch in weiteren osteuropäischen Märkten eingeführt werden. Bis Ende der ersten Phase sollen 25 Millionen Verbraucher den Dienst nutzen.

Wirecard
Wirecard 115,40

14:20 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern hilft Hotels nach Thomas-Cook-Pleite

Das Logo des britischen Reisekonzerns Thomas Cook vor der Zentrale des deutschen Ablegers. Foto: Silas Stein/dpa

(Foto: Silas Stein/dpa)

Nach der Pleite des Reiseveranstalters Thomas Cook hat Mecklenburg-Vorpommern ein Maßnahmenpaket für existenziell betroffene Hotels geschnürt. Es enthält unter anderem Bürgschaften und Darlehen, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe in Schwerin nach einem Gespräch mit Spitzenvertretern des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) und des Landestourismusverbandes.

Auch Kurzarbeit und die geförderte Fort- und Weiterbildung von Mitarbeitern könnten genutzt werden, um Kündigungen zu vermeiden.

13:48 Uhr

Lanxess erwägt Abbau von Lithium in den USA

Der Chemiekonzern Lanxess liebäugelt mit einem Einstieg in einen neuen Geschäftsbereich. Bis Mitte 2020 will der MDax-Konzern darüber entscheiden, in die Lithium-Förderung einzusteigen, wie ein Unternehmenssprecher bestätigte. Derzeit werde die technische und wirtschaftliche Machbarkeit geprüft.

Lithium wird für die Herstellung für Batterien für Elektroautos benötigt. Laut der Zeitschrift betreibt der Konzern in den USA eine Mine, die das Metall enthalten könnte. Derzeit sei eine Anlage im Aufbau, um die Machbarkeit zu prüfen. Die Mine gehöre zum US-Unternehmen Chemtura, das Lanxess 2017 erworben hat. Die benötigte Technologie soll vom kanadischen Unternehmen Standard Lithium kommen.

13:20 Uhr

US-Zölle treffen Airbus weniger als befürchtet - Kurs steigt

Airbus
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Der US-Strafzoll wird nach Überzeugung der LBBW den europäischen Flugzeugbauer Airbus weniger belasten als in den letzten Wochen befürchtet wurde. Wahrscheinliche EU-Gegenmaßnahmen im Jahr 2020 würden Boeing stärker treffen. Damit bleibe die Tür für eine Verhandlungslösung offen.

Der ab dem 18. Oktober avisierte, zehnprozentige Einfuhrzoll auf Flugzeugimporte aus der EU stelle für Airbus keine prohibitive Markteintrittshürde dar. Abweichend zur im April 2019 von den USA veröffentlichten vorläufigen Güterliste seien zudem nun Flugzeugkomponenten von US-Einfuhrzöllen nicht betroffen. Die US-Administration dürfte Rücksicht auf den Flugzeugbauer Boeing genommen haben, der über ein umfangreiches Zuliefernetzwerk in Europa verfüge.

Entsprechend gut lief heute die im MDax notierte Airbus-Aktie. Ihr Kurs legte am frühen Nachmittag um 3,5 Prozent auf 118,40 Euro zu.

12:56 Uhr

Deutsche Steuerpläne setzen Lufthansa-Aktie zu

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Lufthansa 15,99

Lufthansa führen die Verliererliste im Dax mit Abgaben von 3,3 Prozent klar an. Hintergrund ist laut Angaben aus dem Handel ein Reuters-Artikel über angeblich geplante Steuererhöhungen der Bundesregierung auf Flugtickets.

Die Flugticketabgabe auf innereuropäische Flüge soll demnach auf 10,43 Euro von 7,50 Euro steigen, für Mittelstreckenflüge soll die Abgabe auf 32,57 von 23,43 Euro steigen und für Langstreckenflüge auf 58,63 Euro von 42,18 Euro. Im Handel heißt es dazu, dass die Pläne, die im Zusammenhang mit der Klimaschutzinitiative stünden, keine Überraschung seien, nun gebe es aber konkrete Zahlen.

12:35 Uhr

US-Jobbericht gibt Richtung an Wall Street vor

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Nach den enttäuschenden US-Konjunkturdaten der vergangenen Tage sind die Blicke der Investoren an der Wall Street zum Wochenausklang auf den US-Arbeitsmarktbericht für September gerichtet. Sollte dieser ebenfalls die Erwartungen verfehlen, sei mit einer weiteren Abwärtswelle zu rechnen, so ein Teilnehmer.

Bei den Einzelwerten wird die HP-Aktie mit einem deutlichen Minus erwartet, nach der Ankündigung eines Restrukturierungsplans. Der US-amerikanische Computer- und Druckerhersteller will in den kommenden Jahren weltweit bis zu 9000 Stellen streichen. Die Aktie ist vorbörslich noch nicht aktiv, nach der gestrigen Schlussglocke ging es um 5,9 Prozent abwärts.

12:23 Uhr

Redos meldet Pläne für Real-Übernahme beim Kartellamt an

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Der Immobilien-Investor Redos treibt die geplante Übernahme der Supermarktkette Real vom Handelsriesen Metro voran. Redos hat das Vorhaben beim Bundeskartellamt angemeldet.

Die Bonner Wettbewerbsbehörde muss die Pläne nun prüfen. Sie hatte in der Vergangenheit immer wieder Übernahmen im deutschen Einzelhandel genau unter die Lupe genommen.

12:00 Uhr

Wohl jahrelanges Verfahren im Fall PIM Gold

Im Insolvenzfall des mutmaßlich betrügerischen Goldhändlers PIM rechnet der vorläufige Verwalter mit einem jahrelangen Verfahren. Das ordentliche Insolvenzverfahren werde voraussichtlich Anfang Dezember eröffnet, erklärte der vom Amtsgericht Offenbach eingesetzte Rechtsanwalt Renald Metoja in einer Mitteilung. Erst dann könnten die Gläubiger ihre Ansprüche anmelden.

Derzeit würden die rechtlichen Verhältnisse der PIM Gold GmbH und ihrer Vertriebsgesellschaft, der Premium Gold Deutschland (PGD), geprüft, erklärte Metoja. Gleichzeitig werde versucht, vorhandene Vermögenswerte für die Insolvenzmasse zu sichern. Nach früheren Schätzungen könnten mindestens 10.000 Anleger betroffen sein.

11:29 Uhr

Bericht: BMW geht ans Gehalt von Hochqualifizierten ran

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(Foto: picture alliance/dpa)

BMW will im Zuge seines Sparprogramms bei Tausenden hochqualifizierten Mitarbeitern Arbeitszeit und Gehalt reduzieren. Das kann bei einigen der mehr als 5000 Betroffenen Einbußen von 10.000 bis 14.000 Euro im Jahr bedeuten, wie die "Wirtschaftswoche" berichtet.

Der Münchner Autobauer kommentierte seinerseits die Zahlen nicht, bestätigte aber, dass es bei den Gesprächen über das Sparpaket auch darum gehe, die Zahl der auf 40 Stunden aufgestockten Verträge zu reduzieren. Der Betriebsrat hat Widerstand dagegen angekündigt.

11:23 Uhr

Dax verliert größten Teil des Gewinns

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Vor dem US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag herrscht Vorsicht am deutschen Aktienmarkt. Der Dax gab kurz vor Mittag seinen Gewinn fast ganz ab und notierte 0,1 Prozent höher bei 11.933 Punkten. Der MDax gewann dagegen 1,0 Prozent auf 25.369 Zähler. Der TecDax lag 0,9 Prozent höher bei 2744 Stellen. Der EuroStoxx50 lag 0,1 Prozent höher bei 3420 Punkten.

Die Nachrichtenlage über den gestrigen Tag der Deutschen Einheit war eher negativ: Sie belegte, dass sich die Wirtschaft global abkühlt. So sank die Aktivität in der Privatwirtschaft des Euroraums im September auf den tiefsten Wert seit Juni 2013 und signalisiert annähernde Stagnation beim Wirtschaftswachstum. In den USA enttäuschten der Auftragseingang für August und der ISM-Index für den Dienstleistungssektor für September. Nun wird mit Spannung darauf gewartet, ob die Abkühlung der Konjunktur bereits am US-Arbeitsmarkt ankommt. Es wird mit einem Stellenaufbau um 145.000 gerechnet, nach zuletzt 130.000.

11:08 Uhr

Rabobank sieht US-Leitzins 2020 bei Null

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Fed-Gebäude in Washington.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das ist eine mal klare Vorhersage: Die US-Notenbank Fed wird ihren Leitzins nach Einschätzung der Rabobank vor Ende 2020 auf 0 Prozent senken. Zwar verschieben die Analysten ihre Prognose für die nächste Zinssenkung wegen der Meinungsverschiedenheiten im Offenmarktausschuss FOMC von Oktober auf Dezember, doch hat sich ihre Einschätzung der Gesamtlage nicht geändert.

  • "Die inverse Zinskurve deutet auf eine Rezession 2020 hin, was die Fed dazu zwingen wird, ihre Zinsen noch vor Ende 2020 auf null zu senken", schreiben die Analysten in einem Kommentar.

Die nächste FOMC-Sitzung findet am 29. und 30. Oktober statt. Fed Funds Futures preisen eine Zinssenkung um 25 Basispunkte auf 1,50 bis 1,75 Prozent bei dieser Sitzung zu knapp 90 Prozent ein.

10:46 Uhr

Chefwechsel bei BP - CEO Dudley geht

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Bob Dudley

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Dem britischen Ölkonzern BP steht eine personelle Veränderung ins Haus. Dem Unternehmen zufolge wird Vorstandschef Bob Dudley im kommenden Jahr in den Ruhestand gehen. Der 64-Jährige hatte den Konzern durch die Folgen der Deepwater Horizon-Krise geführt. Nachfolger soll Bernard Looney werden, der derzeit für das Fördergeschäft zuständig ist. Laut Unternehmensangaben soll Looney den CEO-Posten am 5. Februar 2020 übernehmen.

Dudley hatte 2010 die Position an der BP-Spitze übernommen und damit auch die Verantwortung für die Eindämmung und Säuberung in der Folge der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Die Explosion der Ölplattform Deepwater Horizon hatte 11 Menschen 2010 das Leben gekostet und eine der schlimmsten Ölkatastrophen in der amerikanischen Geschichte ausgelöst. Dudley führte den Konzern auch durch eine Periode sinkender Ölpreise, die die gesamte Branche zu Kosteneinsparungen zwang.

10:25 Uhr

Einbruch bei Bestellungen - Maschinenbauer in Sorge

Schwierige Zeiten für Deutschlands Maschinenbauer: Die Bestellungen sind laut Branchenverband VDMA im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 17 Prozent eingebrochen. Die Inlandsorders sanken preisbereinigt um 12 Prozent, die Aufträge aus dem Ausland gingen um 19 Prozent zurück. Auch für die kommenden Monate erwartet die exportorientierte deutsche Schlüsselindustrie keine Wende zum Besseren.

Internationale Handelskonflikte und die Ungewissheiten des Brexits belasten die Geschäfte. Verunsicherte Kunden im In- und Ausland halten sich mit Bestellungen zurück. Hinzu kommt der Strukturwandel in der Autoindustrie, einem wichtigen Kunden der Branche. Im Drei-Monats-Vergleich Juni bis August 2019 lagen die Bestellungen um 8 Prozent unter dem Vorjahreswert.

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10:10 Uhr

Chipwerte profitieren von hoher Nachfrage nach iPhone 11

Die europäischen Chipwerte haben nach einem Bericht über eine höhere Produktion des iPhone 11 kräftig zugelegt. Im Dax gehörten die Infineon-Aktien mit einem Plus von bis zu zwei Prozent zu den größten Gewinnern. Die Papiere von Dialog Semiconductor legten bis zu 3,9 Prozent zu, die Aixtron-Titel bis zu 3,5 Prozent. STMicroelectonis-Anteilsscheine notierten 3,1 Prozent höher.

Apple hatte einem Bericht der japanischen Zeitung "Nikkei" zufolge seine Zulieferer aufgefordert, die Produktion des iPhone 11 wegen einer höheren Nachfrage um zehn Prozent zu steigern. Insidern zufolge war besonders das Einsteigermodell gefragt, während das Spitzenmodell nicht so gut ankommt.

09:48 Uhr

Allianz investiert massiv in japanische Wohnungen

Der Immobilientochter des deutschen Versicherungskonzerns Allianz kauft japanische Wohnimmobilien im Wert von bis zu 1,1 Milliarden Euro aus dem Bestand von Fonds des US-Investors Blackstone. Allianz Real Estate hat einen Vertrag zum Erwerb eines Portfolios von 82 Objekten unterzeichnet, die sich hauptsächlich in den Städten Tokio, Osaka, Nagoya und Fukuoka befinden.

Japans Immobiliensektor für Mehrfamilienhäuser bieten den Angaben zufolge einen der weltweit höchsten stabilisierten Renditespreads. Ende Juni machten Wohnimmobilien 9,8 Milliarden Euro des globalen Portfolios der Allianz Real Estate von 67,1 Milliarden aus. Der Abschluss der Transaktion wird für das vierte Quartal erwartet. Die Konditionen der Transaktionen wurden nicht veröffentlicht.

09:29 Uhr

Easyjet an Cook-Teilen interessiert - aber nicht an Condor

Easyjet
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Der britische Billigflieger Easyjet hat nach Worten seines Chefs Johan Lundgren womöglich Interesse an Teilen des insolventen Reise- und Fluganbieters Thomas Cook. Die Airline Condor ist davon aber ausgenommen.

  • "Wir haben nicht das Gefühl, dass wir etwas machen müssten", sagte Lundgren der "Welt" auf die Frage, ob Easyjet Interesse an einem Einstieg bei Condor habe. "Unser Hauptfokus liegt auf organischem Wachstum."

Gleichwohl schloss der Manager nicht aus, Geschäftsteile aus dem sonstigen Netzwerk des pleite gegangenen Reisekonzerns zu übernehmen.

09:14 Uhr

Ölpreise auf Erholungskurs

Die Ölpreise erholen sich etwas von ihren deutlichen Verlusten in der laufenden Woche. Im frühen Handel kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 58,01 US-Dollar. Das waren 30 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate stieg um 32 Cent auf 52,77 Dollar.

In dieser Woche haben die Rohölpreise deutlich nachgegeben. Ausschlaggebend waren schwache Konjunkturdaten aus aller Welt. An den Märkten rief besondere Besorgnis hervor, dass die Schwäche der Industrie auf den bisher stabilen Dienstleistungssektor übergreift. Dies zeigten Unternehmensumfragen der Institute ISM und Markit. Die zunehmende Konjunkturschwäche trifft auf zahlreiche politische Risiken, was die Aussichten für die Ölnachfrage zusätzlich dämpft. Zu nennen sind in erster Linie die zahlreichen Handelskonflikte, die Unsicherheit rund um den Brexit und die anhaltenden Unruhen in Hongkong.

09:12 Uhr

Dax mit grünem Handelsstart

Der deutsche Aktienmarkt ist nach den heftigen Kursverlusten am Mittwoch mit Zugewinnen in den heutigen Handel gestartet. Der Dax gewann 0,4 Prozent auf 11.976 Punkte. Der MDax stieg um 1,1 Prozent auf 25.400 Zähler. Mit dem TecDax ging es ebenfalls 1,1 Prozent auf 2751 Stellen hoch.

08:58 Uhr

Indien kämpft um höheres Wachstum - Leitzins angehoben

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(Foto: picture alliance / dpa)

Indiens Zentralbank hat ihre Geldpolitik erneut gelockert. Nach Mitteilung der Reserve Bank of India sinkt der geldpolitische Schlüsselsatz um 25 Basispunkte auf 5,15 Prozent. Die vierte Zinssenkung in diesem Jahr bringt den Leitzins auf den niedrigsten Stand seit 2010.

Indiens Wirtschaftswachstum hatte sich in den drei Monaten bis Juni auf 5,0 Prozent verlangsamt. Ursache waren ein langsameres Wachstum von Konsumausgaben und Investitionen gewesen.

08:39 Uhr

Plus in Tokio, Minus in Hongkong

Nikkei
Nikkei 22.625,38

Starke Vorgaben aus den USA haben den asiatischen Aktienmärkten zum Wochenschluss zu Kursgewinnen verholfen. Allerdings bremsten Konjunktursorgen die Kauflaune. Viele Investoren warteten auf den US-Arbeitsmarktbericht, der am Nachmittag veröffentlicht wird. Sie erhoffen sich daraus Aufschluss über den weiteren Zinskurs der US-Notenbank Fed.

In Tokio schloss der Nikkei 0,3 Prozent fester bei 21.410 Punkten. Auf Wochensicht bleibt ein Minus von mehr als zwei Prozent. Auch außerhalb Japans legten die Kurse zu. Der entsprechende MSCI-Index gewann 0,4 Prozent. In Hongkong gaben die Kurse dagegen 0,7 Prozent nach.

08:10 Uhr

Apple fährt iPhone-Produktion drastisch hoch - deutsche Aktie profitiert

Davon könnten Aktien wie die des österreichischen Chipherstellers AMS oder auch die deutsche Dialog Semiconductor profitieren:   

Nikkei Asian Review meldet, dass Apple die Produktion des IPhone 11 um rund 10 Prozent hochfahre. "Nach den ganzen schlechten Nachrichten aus dem Sektor endlich mal eine positive News", so ein Marktteilnehmer. Dies würde belegen, dass die Strategie des Unternehmens mit preisgünstigeren Smartphones im Angebot greife. 

08:05 Uhr

Euro gibt nach

Der Euro tendiert im frühen Handel etwas schwächer.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,11

Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,0975 US-Dollar, nachdem sie am Vortag bis auf fast 1,10 Dollar gestiegen war. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,0951 Dollar festgesetzt.

Am Donnerstag hatte der Euro von schwachen Konjunkturdaten aus den USA profitiert. Nach der Industrie neigen jetzt auch die amerikanischen Dienstleister zur Schwäche. Der entsprechende ISM-Index fiel auf ein Dreijahrestief. In Europa zeigte sich ein ähnliches Bild. An den Märkten rief dies die Sorge hervor, dass mit der Binnennachfrage ein wichtiger Stützpfeiler der bereits angeschlagenen Konjunktur wegbrechen könnte. Am Freitag richtet sich der Blick deshalb umso mehr auf den amerikanischen Arbeitsmarkt.

07:32 Uhr

Nutella-Glas-Hersteller will drei Milliarden wert sein

Verallia kennen Sie nicht? Die Produkte des Glasproduzenten hat wohl jeder schon in der Hand gehabt.

Der französische Konzern Verallia stellt unter anderem die Gläser und Flaschen für "Nutella" und "Dom Perignon" her und strebt an die Börse. Die Aktien sollen zu 27 Euro ausgegeben werden, teilte das Unternehmen mit. Der Ausgabepreis liegt damit am untereren Ende der Spanne von 26,50 bis 29,50 Euro. Verallia wird damit am Markt mit 3,2 Milliarden Euro bewertet.

Der Konzern gehört seit 2015 mehrheitlich dem US-Finanzinvestor Apollo. Erster Handelstag soll der 8. Oktober sein.

07:22 Uhr

Dax bleibt nach Kurzsturz angeschlagen

Nach dem heftigen Abverkauf am Mittwoch wird der Dax heute etwas höher erwartet. Nach einer deutliches Erholung sieht es allerdings nicht aus. Es muss damit gerechnet werden, dass Kurssteigerungen schnell wieder Verkäufer an den Markt bringen.

Dax
Dax 12.798,19

Während am "Tag der deutschen Einheit" die Börse in Frankfurt am Donnerstag geschlossen blieb, drehte sich die Börsenwelt andernorts weiter. Dabei gab es eine Menge Nachrichten, die belegten, dass sich die Wirtschaft global abkühlt. So sank die Aktivität in der Privatwirtschaft des Euroraums im September auf den tiefsten Wert seit Juni 2013 und signalisiert annähernde Stagnation beim Wirtschaftswachstum.

In den USA enttäuschten der Auftragseingang für August und der ISM-Index für den Dienstleistungssektor für September. Nun wird mit Spannung darauf gewartet, ob die Abkühlung der Konjunktur bereits am US-Arbeitsmarkt ankommt. Es wird mit einem Stellenaufbau um 145.000 gerechnet, nach zuletzt 130.000. Die Arbeitslosenquote wird unverändert bei 3,7 Prozent gesehen. Sollten der US-Jobmotor zudem ins Stottern geraten, dürften die Rufe nach einer weiteren Zinssenkung in den USA lauter werden.

IG stellt den Dax am Morgen bei 11.976 Zählern und damit 51 höher gegenüber Mittwochschluss. Gold zeigt sich stabil oberhalb der Marke von 1.500 Dollar je Unze. Bundesanleihen starten etwas fester in den Tag.

07:07 Uhr

Trübe Stimmung an Asiens Märkten

Die Tokioter Börse hat am Freitag leichte Kursverluste verzeichnet. Anfängliche Gewinne nach den positiven Vorgaben von der Wall Street hielten nicht lange. "Im Laufe des Tages wird die Nervosität an den Märkten zunehmen", sagte Shane Oliver, Chefökonom bei AMP Capital Investors in Sydney. Viele Investoren warten ab, ob der US-Arbeitsmarkt sich in die zuletzt schwächeren Konjunkturdaten aus der weltgrößten Volkswirtschaft einreiht. Das würde die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinssenkungen der US-Notenbank erhöhen. Billigeres Geld ist meist gut für Aktienmärkte. Die Daten für September werden am Nachmittag veröffentlicht.

Nikkei
Nikkei 22.625,38

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,1 Prozent tiefer bei 21.307 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,3 Prozent und lag bei 1564 Punkten.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,6 Prozent. Die Börsen in China bleiben bis zum 7. Oktober geschlossen.