Freitag, 05. Juni 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:39 Uhr

Dax gewinnt in vier Tagen rund 1250 Punkte hinzu

Für Europa Börsen war es eine erfolgreiche Woche. An drei von vier Tagen dominierten die Pluszeichen. Schaut man sich die Aktienindizes an, dann ist von tiefer Wirtschaftskrise keine Spur. Für die Börsianer ist das Coronavirus bereits weit weg.

Dax
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So auch in Frankfurt, wo die milliardenschweren Konjunkturspritzen von Europäischer Zentralbank und Bundesregierung bereits am Vormittag Wirkung zeigten. Doch dann kamen am frühen Nachmittag überraschende Nachrichten aus den USA: Die Mai-Arbeitsmarktdaten sind so viel besser als prognostiziert, so dass man, um sicher zu gehen, mehrmals hinschauen musste. Trotz der anhaltenden Folgen der Viruskrise wurden jenseits des "großen Teiches" rund 2,5 Millionen Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen. Ökonomen hatten hingegen mit einem Abbau von mehr als 8 Millionen gerechnet. Die Arbeitslosenquote sank überraschend auf 13,3 Prozent, gerechnet wurde mit fast 20 Prozent. "Die USA scheinen schneller durch die Krise zu kommen als befürchtet", sagte ein Analyst.

So legte der Dax nach den gestrigen moderaten Abschlägen wieder den Vorwärtsgang ein und ging mit einem Plus von 3,4 Prozent auf 12.848 Punkte ins Wochenende. Damit gewann der Leitindex in dieser verkürzten Handelswoche mehr als 1250 Punkte hinzu. Der MDax stieg um 1,6 Prozent auf 27.198 Zähler. Mehr zu kämpfen hatte der TecDax, der um 0,1 Prozent auf 3251 Stellen zulegte. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 3,8 Prozent auf 3386 Punkte nach oben.

Große Gewinner waren heute die Autowerte: So verteuerten sich Continental und Daimler um je 7,6 Prozent. Stark präsentierten sich auch am Tag nach der Bekanntgabe des Dax-Abstiegs Lufthansa mit plus 5,5 Prozent.

 

17:01 Uhr

Experte: Lücke zwischen 13.337 und 13.500 ist Dax-Anlaufziel

Nun schlägt wieder die Stunde der Chartspezialisten. Der Widerstandsbereich zwischen 12.800 und 13.000 Punkten könnte den Dax kurzfristig etwas bremsen. Ein Ende der Hausse deute sich aus derzeitiger Sicht aber nicht an, so ein Marktanalyst.

Das nächste große Anlaufziel sei das Gap zwischen 13.337 und 13.500,5 Punkten. Der TecDax habe sein entsprechendes Gap schon geschlossen, der Dax dürfte folgen, so der Analyst weiter.

16:35 Uhr

Defensiv investieren per Zertifikat

Bei der langfristigen Geldanlage mit Aktien kommt es vor allem auf die richtige Auswahl an. Dabei allerdings gibt es viele Möglichkeiten. Friedhelm Tilgen spricht mit Metin Simsek von der UBS darüber, wie Anleger auf Aktien setzen können, die erfahrungsgemäß deutlich weniger stark schwanken als andere.

16:11 Uhr

Corona wirft Schweizer Tourismus um Jahrzehnte zurück

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(Foto: dpa)

Der verheerende Einbruch im Tourismus infolge der Corona-Pandemie hat in der Schweiz Milliardenverluste verursacht. Allein zwischen März und Juni betrage der Umsatzverlust 8,7 Milliarden Franken (8 Milliarden Euro), sagte Martin Nydegger, Chef der Marketing-Organisation Schweiz Tourismus. Für das Gesamtjahr sei mit Umsatzeinbußen von bis zu 35 Prozent zu rechnen.

Die Eidgenossenschaft werde in diesem Jahr bei den Übernachtungen einen Einbruch von 30 Prozent verzeichnen und würde damit auf der Stand Anfang der 1960er-Jahre zurückgeworfen.

15:56 Uhr

Berlusconi-Konzern will ProsiebenSat.1 derzeit nicht

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(Foto: picture alliance/dpa)

ProsiebenSat.1 muss sich derzeit nicht mit einem bevorstehenden Übernahmeangebot des italienischen Medienkonzerns Mediaset, hinter dem die Familie Berlusconi steht, auseinandersetzen. "Gegenwärtig schließen wir das aus", sagte Mediaset-Finanzchef Marco Giordani dem "Spiegel".

Man wolle dem Management des MDax-Konzerns "keine Strategie aufdrücken, wir wollen es auch nicht bekämpfen", sagte der Manager. Mediaset ist mit einem Anteil von 24,2 Prozent der Stimmrechte größter Anteilseigner bei ProsiebenSat.1.

15:42 Uhr

Dow Jones startet über 27.000 - Dax nun über 12.800

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(Foto: dpa)

Nach den viel besser als erwartet ausgefallenen US-Jobzahlen hat zu Handelsbeginn auch an der Wall Street Hochstimmung geherrscht. Der Dow Jones gewann 2,8 Prozent auf 17.014 Punkte. Der marktbreite S&P-500 legte um 2,1 Prozent auf 3179 Stellen zu.

Derweil übersprang in Frankfurt der Dax die 12.800-Punkte Marke: Er notierte 3,1 Prozent höher bei 12.812 Punkten. Der EuroStoxx

14:52 Uhr

US-Jobmarkt schiebt Dax noch höher - 13.000 bald in Sicht

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Der Dax ist nach den US-Arbeitsmarktdaten kräftig angestiegen. Der Leitindex notierte am Nachmittag 2,5 Prozent höher bei 12.741 Punkten. Damit ist er nur noch etwas mehr als 1000 Punkte vom Allzeithoch entfernt. Der EuroStoxx50 vermehrte sich um 2,7 Prozent auf 3350 Stellen.

  • "Der Arbeitsmarkt überrascht positiv", sagt Heino Ruland von Ruland Research. "Offensichtlich hat die US-Wirtschaft den Lockdown in Einzelbereichen deutlich schneller beendet als Europa", sagt er.
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14:47 Uhr

Faustdicke Überraschung am US-Arbeitsmarkt

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der US-Arbeitsmarkt erweist sich als wahre Wundertüte: Im Mai sind in den Vereinigten Staaten mehr als 2,5 Millionen Jobs geschaffen worden. Analysten hatten mit einem Minus von 8,33 Millionen Stellen gerechnet. Die Arbeitslosenquote betrug 13,3 Prozent, prognostiziert waren 19,5 Prozent.

*Datenschutz

Die Corona-Pandemie hatte im März den jahrelangen Boom auf dem US-Jobmarkt abrupt beendet und zu Massenarbeitslosigkeit geführt. In der vergangenen Woche stellten 1,877 Millionen Bürger einen Antrag auf staatliche Stütze. Erstmals seit Mitte März waren es damit immerhin weniger als 2 Millionen.

14:05 Uhr

Mehr größere Unternehmen gehen pleite

Immer mehr Beschäftigte in Deutschland sind von Firmenpleiten betroffen. Im Mai wurden 1019 Personen- und Kapitalgesellschaften als insolvent gemeldet, wie aus dem Insolvenztrend des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hervorgeht. Das waren zwar nur 70 mehr als im April und 53 mehr als im Vorjahresmonat. Erstmals sind aber deutlich mehr große Firmen und somit mehr Arbeitskräfte betroffen.

Laut der IWH-Analyse beschäftigen die fünf größten Unternehmen, deren Insolvenz im Mai gemeldet wurde, insgesamt mehr als 10.000 Personen. In den Vormonaten gab es hingegen kaum eine Insolvenz, von der 1000 oder mehr Arbeitskräfte berührt waren.

13:43 Uhr

BofA traut Europas Börsen weiteres kräftiges Kursplus zu

Die Rally der europäischen Aktienmärkte ist nach Einschätzung der Bank of America (BofA) noch nicht zu Ende. Die Experten des Geldinstituts trauen dem pan-europäischen Stoxx600-Index bis Ende September ein Plus von weiteren 10 Prozent zu. Im Vergleich zu seinem Tief vom März hat er bereits gut 30 Prozent zugelegt.

Durch die Lockerung der Coronavirus-Restriktionen werde die Konjunktur wieder Fahrt aufnehmen, prognostizieren die BofA-Analysten.

13:23 Uhr

Zwei Personen mehr im VW-Allerheiligsten

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Hans Michel Piëch

(Foto: picture alliance / dpa)

Der innerste Machtzirkel des VW-Aufsichtsrats wird etwas größer: Nach Angaben des Dax-Konzerns gehören künftig statt bisher sechs acht Mitglieder dem Präsidium des Kontrollgremiums an. Für die Kapitalseite tritt Hans Michel Piëch als weiterer Vertreter der Familie Porsche/Piëch in die Kerngruppe ein, für die Arbeitnehmerseite die Betriebsratschefin der VW-Nutzfahrzeugtochter, Bertina Murkovic.

Das Präsidium bereitet wichtige Grundsatzentscheidungen vor. In ihm sind außerdem der Chefkontrolleur und frühere VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch, Wolfgang Porsche, IG-Metall-Chef Jörg Hofmann, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh und Audi-Betriebsratschef Peter Mosch vertreten. VW begründete die Vergrößerung der Leitung mit zahlreichen neuen Aufgaben, die sich etwa aus den Richtlinien zu guter Unternehmensführung und dem Aktionärsrecht ergeben.

13:06 Uhr

Wall Street vor US-Jobdaten noch gut gelaunt

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(Foto: REUTERS)

Vor der Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten für Mai zeichnet sich für den Start an der Wall Street eine freundliche Tendenz ab. Letztendlich könnten aber die Arbeitsmarktdaten die entscheidende Rolle für die Richtungsfindung zum Wochenausklang spielen. Ökonomen erwarten, dass die Arbeitslosenquote auf 19,5 Prozent gestiegen sein wird, einen neuen Rekordwert nach dem Rekordwert von 14,7 Prozent im April. Nach einer Einbuße von 20,5 Millionen Stellen im April wird im Mai mit einem weiteren Verlust von 8,3 Millionen gerechnet. Möglicherweise kommt es aber auch ganz anders, denn am Mittwoch hatte der Arbeitsmarkt-Dienstleister ADP für Mai einen wesentlich geringeren Stellenabbau berichtet als erwartet worden war.

Tatsächlich könnten die Anleger aber auch durch die Arbeitsmarktdaten quasi hindurch und weiter nach vorne blicken angesichts der Hoffnung auf eine schnelle Erholung der Wirtschaft vor dem Hintergrund der weltweit zu beobachtenden massiven Lockerungen und der massiven Konjunkturstimuli. Letztere hätten zuletzt bereits maßgeblich dazu beigetragen, dass es an den Aktienmärkten nach oben gegangen sei, so ein Anlageexperte.

12:49 Uhr

Erste Diesel-Klage gegen Daimler Ende Oktober vor dem BGH

Der Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt im Herbst zum ersten Mal über die Schadenersatz-Klage eines Diesel-Käufers gegen Daimler. Als Termin wurde der 27. Oktober angesetzt, wie das Gericht in Karlsruhe mitteilte. Ob an dem Tag auch schon das Urteil verkündet wird, ist offen.

Der Mann sieht sich getäuscht und will erreichen, dass der Autobauer das Fahrzeug zurücknimmt und ihm den Kaufpreis zum Teil erstattet. Daimler hält die Technik für zulässig. Sie diene dem Schutz des Motors, so die Argumentation des Dax-Konzerns. Bisher hatte die Klage keinen Erfolg.

12:26 Uhr

Deutsche-Wohnen-Chef meldet keine signifikanten Mietausfälle

Deutsche Wohnen
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Die vor dem Aufstieg in den Dax stehende Deutsche Wohnen ist bislang gut durch die Corona-Krise gekommen. Weder auf der Wohn- noch auf der gewerblichen Seite habe es bislang signifikante Mietausfälle gegeben, sagte Vorstandschef Michael Zahn auf der virtuellen Hauptversammlung des Immobilienkonzerns.

Sein Unternehmen habe 30 Millionen Euro zur Unterstützung von Mietern, Geschäftspartnern und Dienstleistern bereitgestellt, so Zahn. Das Geld komme aus dem Überschuss des Konzerns, woraus sich bei einer höheren Dividende ein einmaliger Rückgang der Ausschüttungsquote um 5 auf rund 60 Prozent ergebe. Die Deutsche-Wohnen-Aktie verzeichnete ein Plus von 1,9 Prozent.

12:02 Uhr

Sandra Navidi zu Trump und den Unruhen in den USA

In den USA stirbt ein Schwarzer durch Polizeigewalt. Die darauffolgende Welle der Empörung ist im ganzen Land groß, es kommt zu sozialen Unruhen. Welche Folgen dies für die Wirtschaft hat und welche Rolle der US-Präsident dabei spielt, erklärt Sandra Navidi von BeyondGlobal.

11:47 Uhr

Dax mit Kurztrip über 12.700 - US-Jobdaten kommen noch

Am deutschen Aktienmarkt hat bis zum Mittag ein sehr freundliches Handelsklima geherrscht. Der Dax legte um 1,4 Prozent auf 12.603 Punkte zu. Zuvor hatte der Leitindex über der 12.700-Punkte-Marke notiert. Der EuroStoxx50 stieg um 1,7 Prozent auf 3319 Stellen. Am Nachmittag stehen allerdings in den USA die Arbeitsmarktdaten für Mai an. Diese verheißen nichts Gutes.

Bei den Einzelwerten haben im Dax Lufthansa mit plus 6,2 Prozent den Spitzenplatz erklommen. Das Hochfahren der Flugtätigkeit lässt den Kurs steigen. Allerdings ist die Airline nur noch gut zwei Wochen lang Dax-Mitglied. Im MDax überzeugten Thyssenkrupp mit einem Aufschlag von 4,7 Prozent.

Ansonsten ging es auch den Autowerten gut. Daimler, VW, Continental und BMW verzeichneten Zuwächse zwischen 3,3 und 5,3 Prozent.

11:21 Uhr

Ifo: Unternehmen fahren Investitionen drastisch zurück

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(Foto: picture alliance/dpa)

Große Vorsicht in der Corona-Krise: Die deutschen Unternehmen haben ihre Investitionen drastisch zurückgefahren. 50 Prozent der Firmen berichteten dem Münchner Ifo-Institut bei der Konjunkturumfrage im Mai, sie hätten Investitionen verschoben. Im April sprachen davon 46 Prozent. Im Mai haben sogar 28 Prozent der Unternehmen ihre Investitionsprojekte ganz gestrichen, verglichen mit 22 Prozent im April.

  • "Das sind beunruhigende Zahlen für die längerfristige Entwicklung der Wirtschaft", sagt der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe.

In besonders großem Umfang fuhr die Industrie Investitionen zurück. Für ein Verschieben von Projekten entschieden sich im Mai 64 Prozent, 56 Prozent berichteten davon im April. Ganz gestrichen wurden sie bei 32 Prozent der Firmen im Mai und bei 25 Prozent im April. Die Dienstleister waren etwas zurückhaltender. So verschoben 45 Prozent laut Mai-Umfrage Projekte. Im April berichteten 44 Prozent von Verschiebungen.

10:57 Uhr

Auch Edeka und Netto wollen Steuervorteil weitergeben

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(Foto: imago images / Future Image)

Nach den Autobauern melden sich auch die Handelskonzerne, die die niedrigeren Mehrwertsteuersätze an die Kunden weitergeben wollen. Edeka und seine Discounttochter Netto meldeten heute entsprechende Pläne.

  • "Für uns ist es selbstverständlich, die steuerlichen Vorteile in Form von günstigeren Preisen an unsere Kunden weiterzugeben", sagte Edeka-Chef Markus Mosa.

Zuvor hatten bereits Rewe und Aldi entsprechende Schritte verkündet. Ab 1. Juli soll die Mehrwertsteuer befristet bis Jahresende gesenkt werden.

10:37 Uhr

VW liefert Golf 8 wieder aus - Kurs geht kräftig nach oben

Ein guter Tag bei Volkswagen - die Wolfsburger können den Golf 8 wieder ausliefern. Das Softwareproblem sei gelöst, sagte ein Konzernsprecher. Mit dem Kraftfahrtbundesamt (KBA) in Flensburg habe sich VW über einen Rückruf für die bereits ausgelieferten Autos verständigt. In Deutschland seien etwa 15.000 Golf betroffen, bei denen nun das Software-Update aufgespielt werde.

Seit Mitte Mai waren wegen des Softwarefehlers keine neu produzierten Golf-Modelle mehr an Kunden ausgeliefert worden. Der Golf war trotz des Auslieferungsstopps aber weiter produziert worden - die Wagen wurden ohne neue Software zwischengeparkt. Die VW-Aktie legte in einem insgesamt freundlichen Umfeld kräftig um 4,3 Prozent zu.

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(Foto: dpa)

10:19 Uhr

Tuifly nimmt zu Streichplänen Stellung

Die Katze ist aus dem Sack: Tuifly hat gegenüber ntv seinen Rettungsplan bestätigt. Die Kapazität im deutschen Flugmarkt sei schon vor Corona deutlich zu hoch gewesen, so der Ferienflieger. In Folge der Pandemie werde sich die Überkapazität nochmal verschärfen. Hier die wichtigen Punkte:

  • "Die gewaltigen Veränderungen in unserem Markt zwingen uns, die Tuifly neu aufzustellen."
  • "Wir reduzieren unsere Flotte von 39 Maschinen auf zukünftig rund die Hälfte. Die verbliebenen Flugzeuge können wir dann ganzjährig auslasten und damit einen ergebnisorientierten Betrieb unserer Airline sicherstellen."
  • "Flugzeuge, die wir in der Vergangenheit an andere Fluggesellschaften vermietet haben, werden dort nicht mehr benötigt und abgenommen. Des Weiteren haben wir zurzeit Crews an Flughäfen stationiert, von denen wir schon lange nicht mehr fliegen. Dies werden wir neu aufstellen - für den Passagier ändert sich nichts."
  • "Wir werden zeitnah mit den Betriebsräten und Gewerkschaften in die entsprechenden Verhandlungen einsteigen. Dies wird natürlich auch einige Zeit in Anspruch nehmen."
  • "Für unsere Fluggäste hat dies keine Auswirkungen, da wir die Gespräche ja erst beginnen. Unabhängig davon bereiten wir uns jetzt auf den Start zum Sommerurlaub vor und werden deutsche Urlauber nach Aufhebung der Reisewarnung ab Mitte Juni in die Ferien fliegen."
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10:00 Uhr

Bundesbank macht Hoffnung auf 2021 und 2022

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Bundesbank rechnet infolge der Corona-Pandemie mit einem herben Einbruch der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr. Die Notenbank hält nach ihrer jüngsten Prognose einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 7,1 Prozent für wahrscheinlich. Nach der tiefen Rezession 2020 werde sich die Konjunktur aber bereits in den kommenden beiden Jahren deutlich erholen, prognostizierte die Bundesbank.

Für 2021 rechnen die Volkswirte der Notenbank mit 3,2 Prozent Wachstum, 2022 dürfte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) demnach um 3,8 Prozent zulegen. Unterstellt wird dabei, dass Mitte kommenden Jahres eine wirksame medizinische Lösung zur Bekämpfung des neuartigen Coronavirus verfügbar sein wird. Die Bundesbank wies darauf hin, dass das Konjunkturpaket der Bundesregierung erst nach Abschluss der Prognose vereinbart wurde.

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09:40 Uhr

Brent-Ölpreis in dieser Woche ordentlich gestiegen

Brent Rohöl
Brent Rohöl 42,29

Mit den Ölpreisen ist es im frühen Handel weiter nach oben gegangen. Händler verwiesen in diesem Zusammenhang auf angebliche Fortschritte bei den Verhandlungen führender Rohölförderländer. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 40,18 US-Dollar. Das waren 19 Cent mehr als am Vortag. Damit zog der Brent-Preis in dieser Woche bisher um fast 5 Dollar oder rund 14 Prozent an. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI stieg um 5 Cent auf 37,46 Dollar.

Die russische Nachrichtenagentur Tass berichtete, dass am Samstag ein Treffen der Ölminister des Verbundes Opec+ stattfinden soll. Offiziell war das Treffen für den 9. bis 10. Juni vorgesehen. Zuletzt gab es große Unsicherheit, ob und wann das Treffen stattfindet.
Der Irak ist laut dem Bericht den großen Förderländern, wie Russland und Saudi-Arabien, entgegengekommen.

09:10 Uhr

Dax geht beschwingt in den Tag - Autowerte erholen sich

Dax
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Wenn die Börsen die wirtschaftliche Zukunft abbilden, dann stehen wir vor sehr guten Zeiten. Der deutsche Aktienmarkt hat nämlich wieder Fahrt aufgenommen und ist mit deutlichen Gewinnen in den Handel gestartet. Der Dax stieg um 1,2 Prozent auf 12.577 Punkte. Der MDax legte um 0,8 Prozent auf 26.982 Zähler zu. Der TecDax fiel dagegen um 0,4 Prozent auf 3232 Stellen. Der EuroStoxx50 gewann 1,2 Prozent auf 3302 Punkte. Die schlimmen Daten zu den Industrie-Autragseingängen in Deutschland ignorierten die Anleger.

Im Dax erholten sich die gestern gebeutelten Autowerte. Daimler stieg um 3,0 Prozent, VW um 2,7 Prozent und BMW um 2,1 Prozent. Einen kräftigen Aufschwung erlebten auch Deutsche Bank mit plus 3,4 Prozent.

08:51 Uhr

Japans Nikkei verzeichnet erfolgreiche Woche

An den asiatischen Börsen hat auch heute Optimismus geherrscht. Der Tokioter Nikkei-Index schloss mit einem Plus von 0,7 Prozent auf 22.864 Zähler. Auf Wochensicht hat er 4,5 Prozent zugelegt. Der MSCI-Index für die asiatischen Märkte ohne Japan steuert sogar auf seine beste Woche seit 2011 zu.

Matthew Sherwood, Stratege beim Vermögensverwalter Perpetual, verwies aber darauf, dass Aktien inzwischen wieder so hoch bewertet sind wie zum Höhepunkt des Börsenbooms 2000. Viele Investoren seien daher vorsichtig. Nach dem Kollaps im März haben sich die Kurse weltweit rasch erholt, beflügelt von den billionenschweren Hilfsprogrammen von Regierungen und Notenbanken weltweit.

Nikkei
Nikkei 22.145,96

08:44 Uhr

EZB-Beschlüsse verhelfen Euro zu ungeahnten Höhen

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,13

Der Eurokurs legt nach seinem Höhenflug erneut zu. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,1350 US-Dollar gehandelt. Sie notierte damit etwas höher als am Vortag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1250 Dollar festgesetzt. In Folge der EZB-Beschlüsse war der Euro am Donnerstag erstmals seit Mitte März über 1,13 Dollar gestiegen. Die EZB hat ihr Corona-Notkaufprogramm für Anleihen kräftig um 600 Milliarden auf 1,35 Billionen Euro aufgestockt. Die Ausweitung war noch stärker als von vielen Ökonomen erwartet worden war.

Normalerweise belastet eine Lockerung der Geldpolitik tendenziell eine Währung. Nach Einschätzung von Ulrich Leuchtmann, Devisenexperte bei der Commerzbank, kann sich in einer einzigartigen Krise die Wirkung auf den Wechselkurs umkehren: "Weil die Hoffnung auf Besserung - eben durch diese Politik - über die unmittelbaren Folgen dominiert." Zudem habe die Notenbank klar gemacht, dass sie die Zinsen nicht weiter senken wolle. Auch dies stützt laut Leuchtmann den Euro.

*Datenschutz

08:20 Uhr

Schlimme Daten: Deutscher Industrie gehen die Aufträge flöten

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(Foto: imago/blickwinkel)

Trotz steigender Börsenkurse ist die wirtschaftliche Realität in der Gegenwart nach wie vor hart. Der deutschen Industrie brach das Neugeschäft wegen der Corona-Krise weg. Sie sammelte im April 25,8 Prozent weniger Aufträge ein als im Vormonat. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Das ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Veröffentlichung dieser Statistik 1991. Ökonomen hatten nur mit einem Minus von 19,7 Prozent gerechnet, nachdem es bereits im März einen starken Rückgang von 15,0 Prozent gegeben hatte.

  • "Im Shutdown-Monat April hat sich der Einbruch der industriellen Auftragseingänge erwartungsgemäß noch einmal verstärkt", erklärte das Ministerium.

Die Aufträge aus dem Inland sanken im April um 22,3 Prozent zum Vormonat. Die Bestellungen aus dem Ausland gingen sogar um 28,1 Prozent zurück. Dabei sackten die Aufträge aus der Euro-Zone um 30,6 Prozent ab, die aus dem restlichen Ausland um 26,7 Prozent.

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07:56 Uhr

Dax-Anleger lauern auf US-Arbeitsmarktdaten

Dax
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Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Donnerstag hatten ihn Gewinnmitnahmen 0,5 Prozent ins Minus auf 12.430,56 Punkte gedrückt. Ihr Hauptaugenmerk richten Börsianer auf die US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag (MESZ). Experten erwarten für Mai den Abbau von acht Millionen Stellen außerhalb der Landwirtschaft, nach einem Minus von gut 20 Millionen im Vormonat. Die Zahlen der privaten US-Arbeitsagentur ADP vom Mittwoch wiesen den Verlust von knapp drei Millionen Jobs aus. Hier hatten Experten mit einem dreimal so hohen Rückgang gerechnet.

Außerdem verfolgten Investoren das Hickhack um die Verlängerung der Förderbremse durch die Ländergruppe Opec+, zu der neben den Mitgliedern des Exportkartells weitere Förderländer wie Russland gehören. Ein eigentlich für Donnerstag geplantes Treffen wurde einem TV-Bericht zufolge auf Samstag verschoben. Dabei geht es um die Frage, ob die aktuellen Beschränkungen der Produktionsmengen über Juni hinaus verlängert werden. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 0,5 Prozent auf 40,18 Dollar je Barrel.

07:30 Uhr

"Forbes" kürt bestbezahlte Prominente

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Zwei der reichsten Prominenten auf einem Bild aus dem Jahr 2019: Kanye West (Mitte) und Kylie Jenner (rechts).

(Foto: imago images/Everett Collection)

Coty
Coty 4,00

TV-Sternchen und Jungunternehmerin Kylie Jenner ist von "Forbes" zum bestbezahlten Promi des Jahres erklärt worden. Nach der Aufstellung des US-Wirtschaftsmagazins hat die 22-Jährige in den vergangenen zwölf Monaten mit 590 Millionen Dollar (rund 520 Millionen Euro) mehr verdient als jeder andere Prominente weltweit. Ein Großteil ihrer Einnahmen stamme aus dem lukrativen Verkauf ihre Kosmetik-Marke an den Konzern Coty.

  • Platz 2 ging in diesem Jahr an ihren Schwager Kanye West, Ehemann von Jenners Halbschwester Kim Kardashian. Der Rapper verdiente nach "Forbes"-Schätzungen 170 Millionen Dollar, teils aus seinem Werbevertrag mit Adidas.
  • Auf den nächsten Top-Rängen folgen die Sportstars Roger Federer, Cristiano Ronaldo und Lionel Messi.
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06:57 Uhr

Exklusiv: Tuifly streicht 700 Stellen und halbiert Flotte

Tui
Tui 4,38

Schwerer Tag heute für alle Mitarbeiter von Tuifly: Wie ntv aus Insiderkreisen erfahren hat, sollen rund 700 Stellen gestrichen werden. Darunter 230 Vollzeitstellen. Der Rettungsplan für die Urlaubs-Airline, der heute dem Aufsichtsrat vorgestellt werden soll, sieht außerdem vor, das die Tui-Tochter ihre Flotte von derzeit 39 Maschinen auf rund die Hälfte reduziert. Zahlreiche Standorte wie Köln sollen geschlossen werden. Künftig will Tuifly nur noch von Hannover, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Stuttgart und München operieren. Des Weiteren sollen viele Verwaltungsprozesse zusammengelegt werden.

06:31 Uhr

Asiens Anleger nehmen Gewinne mit

Nikkei
Nikkei 22.145,96

Die Tokioter Börse tendiert wegen Gewinnmitnahmen etwas leichter. Der Nikkei der 225 führenden Werte gab bis zum späten Vormittag um 0,35 Prozent auf 22.616 Punkte nach. Über die Woche gesehen verbuchte der Index dennoch ein Plus von 3,4 Prozent. Der breiter gefasste Topix verlor 0,33 Prozent auf 1598 Zähler. "Der Markt ist so weit gestiegen, dass viele Leute sagen: 'Ich will ein bisschen Gewinn einstreichen", sagte der Chef-Investment-Stratege der Leuthold Group in Minneapolis, Jim Paulson.

Die Aktienmärkte waren im März wegen der Coronavirus-Pandemie eingebrochen, haben seither aber dank kräftiger Hilfen der Zentralbanken wieder Boden gutgemacht. Der Euro kostete zuletzt 1,1329 Dollar, nachdem die europäische Einheitswährung am Donnerstag mit 1,1361 Dollar ein Zwölf-Wochen-Hoch verzeichnet hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte zuvor ihr Anleihen-Kaufprogramm ausgeweitet.

06:15 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht