Freitag, 12. Februar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:39 Uhr

Was für den Dax zählt, ist die 14.000!

Mit letzter Kraft rettet der Dax die 14.000er Marke ins Wochenende. Im Freitagshandel am deutschen Aktienmarkt sind Impulsgeber kaum vorhanden. Das chinesische Neujahresfest und der anstehende US-Feiertag am Montag sorgen für Zurückhaltung. Von seinem Tagestief bei 13.917 Punkten zeigt sich der Dax am Ende des Freitagshandels zwar erholt, große Sprünge sind aber nicht drin: Er schließt 0,1 Prozent im Plus bei 14.050 Zählen.

"Die Kurse stehen auf Rekordniveau, aber rund um den Bereich 14.000 wird es merklich eng für den Dax", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. "Das verlängerte Wochenende in den USA, wo am Montag die Börsen geschlossen bleiben, lässt die Anleger auch hierzulande vorsichtig werden, zum Teil Gewinne mitnehmen", erklärt Wohlfeil. "Der nächste Rücksetzer für einen möglichen Einstieg kommt bestimmt."

Dax
Dax 13.879,33

Bei den Einzelwerten tummeln sich Deutsche Bank, FMC und Infineon auf der Gewinnerliste. Die Aufschläge liegen bei jeweils etwas mehr als ein Prozent. Auf der Verliererseite finden sich die Papiere von Volkswagen an der Spitze mit einem Abschlag von zeitweise rund zwei Prozent.

FMC
FMC 57,36
VW Vorzüge
VW Vorzüge 171,08

 

17:31 Uhr

Streit wegen Milliardenhilfen: Condor klagt gegen EU-Beihilfeauflagen für Lufthansa

Die Fluggesellschaft Condor will die EU-Auflagen für die staatlichen Milliardenhilfen an den Konkurrenten Lufthansa gerichtlich überprüfen lassen. Der Ferienflieger hat beim Gericht der Europäischen Union in Luxemburg eine entsprechende Klage eingereicht, wie eine Unternehmenssprecherin bestätigt.

Die selbst vom Staat gerettete Condor wirft dem größeren Konkurrenten vor, seine Marktmacht zu missbrauchen, um den Wettbewerb zu verzerren. Dies werde mit den bisherigen Auflagen für die neun Milliarden Euro Staatshilfe nicht ausreichend unterbunden. Sie müssten entsprechend verschärft werden. Condor hat zudem beim Bundeskartellamt ein Wettbewerbsverfahren angestrengt, das bereits eingeleitet ist.

Lufthansa hatte im Herbst einen langjährigen Vertrag über Zubringerflüge zu Condor-Fernreisen gekündigt - ein Geschäft, in das man selbst mit der neuen Plattform "Eurowings Discover" stärker einsteigen will. Bei Condor werden Umsteigeverbindungen mit einem Wechsel der Fluggesellschaft dadurch schwieriger buchbar sowie für Veranstalter und Passagiere riskanter. Für Verspätungen beim Zubringer musste früher die Lufthansa haften. Selbst kann die Condor ein gleichwertiges Zubringernetz nicht aufstellen.

Lufthansa
Lufthansa 11,76

16:51 Uhr

Anleger greifen nach ING-Zahlen zu

Ein Quartalsergebnis über Markterwartungen und die Wiederaufnahme der Dividendenzahlungen ermuntert Anleger zum Einstieg bei ING. Die Aktien der Bank steigen mehr als sieben Prozent. Vor allem das Kerngeschäft habe überzeugt, lobt Analystin Martina Matouskova von der Investmentbank Jefferies. Gleichzeitig habe das Institut seine Kosten im Griff.

ING Groep
ING Groep 9,22

16:36 Uhr

US-Verbraucherstimmung trübt sich überraschend ein

Die Stimmung der US-Konsumenten hat sich überraschend weiter eingetrübt. Nachdem das Barometer für das Verbrauchervertrauen bereits zu Jahresbeginn gesunken war, ging es im Februar nun um 2,8 Zähler nach unten auf 76,2 Punkte, wie die Universität Michigan auf Basis vorläufiger Daten mitteilt. Experten hatten hingegen mit einem Anstieg auf 80,8 gerechnet. Die befragten Konsumenten schätzten ihre Lage und auch die Aussichten pessimistischer ein als zuletzt.

"Die Stimmung unter den US-Verbrauchern ist erneut und unerwartet gesunken, und die Vorkrisenniveaus zwischen 90 und 100 Punkten liegen in weiter Ferne", so die Einschätzung von Helaba-Ökonom Ulrich Wortberg. Dafür verantwortlich sei die schwierige Lage am US-Arbeitsmarkt, da noch immer etwa zehn Millionen Jobs im Vergleich zum Vorkrisen-Niveau fehlten: Das von der Regierung anvisierte Hilfspaket in Höhe von annähernd zwei Billionen Dollar könnte jedoch im nächsten Monat für eine Stimmungsaufhellung sorgen", so der Ökonom.

16:22 Uhr

Wall Street schwächelt vor langem Wochenende

Gewinnmitnahmen haben die US-Aktienmärkte am Freitag nach unten gezogen. Der Dow-Jones-Index und der breiter gefasste S&P-500 fallen je 0,1 Prozent auf 31.377 und 3912 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verliert 0,2 Prozent auf 13.997 Punkte.

Ermutigende Quartalsergebnisse schieben die Papiere von Walt Disney an. Die Aktien des Unterhaltungskonzerns stiegen um 1,5 Prozent auf ein Rekordhoch von 193,85 Dollar. Der Erfolg des Streamingkanals Disney+ hat das Unternehmen trotz geschlossener Vergnügungsparks und gestrichener Kreuzfahrten überraschend in der Gewinnzone gehalten.

16:07 Uhr

Fed erweitert Bankenstresstest um neues Szenario

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) will im Rahmen ihres jährlichen Bankenstresstests ein zusätzliches Szenario untersuchen. Geprüft werde solle eine Situation, in dem eine schwere globale Rezession zu "erheblichem Stress" auf den Märkten für Gewerbeimmobilien und Unternehmensanleihen führt, heißt es in einer Mitteilung der Fed.

Die Notenbank prüft regelmäßig die Widerstandskraft der größten US-Banken im Hinblick auf eine mögliche Rezession, bei der die Finanzmärkte zusammenbrechen und die Arbeitslosigkeit auf über 10 Prozent steigt.

15:18 Uhr

Grünheide-Werk: Tesla erhält neue Genehmigung

Der US-Elektroautobauer Tesla kann am Standort Grünheide weitere Maschinen installieren. Eine entsprechende Genehmigung erteilt das zuständige Landesamt für Umwelt in Potsdam. Demnach können weitere Anlagenteile und Ausrüstungen für die Lackieranlage, das Presswerk und den Karosseriebau innerhalb des vorhandenen Gebäudes eingebaut werden. Bisher gibt es noch keine endgültige Baugenehmigung für die Tesla-Fabrik, die aber nach mehreren vorläufigen Genehmigungen gewaltige Fortschritte macht - allerdings auf eigenes Risiko von Tesla. Die Prüfung der abschließenden Genehmigung dauert weiter an. Tesla plant, im Sommer bereits die ersten Elektroautos zu produzieren.

 

14:59 Uhr

Zahlen katapultieren Eutelsat-Aktien in neue Umlaufbahn

Nach einem überraschend starken Halbjahresumsatz und einem optimistischeren Ausblick winkt den Aktien von Eutelsat der größte Tagesgewinn seit drei Jahren. Die Titel des Satelliten-Betreibers steigen im Paris zeitweise um zehn Prozent und pendeln dann um einen Aufschlag von etwa 7,5 Prozent.

Eutelsat
Eutelsat 10,07

14:35 Uhr

Rosneft-Gewinn sackt fast 80 Prozent ab

Die Coronavirus-Pandemie hat dem russischen Energieriesen Rosneft im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch um fast 80 Prozent eingebrockt. Unter dem Strich fiel der Gewinn auf 147 Milliarden Rubel, was umgerechnet etwa 1,65 Milliarden Euro entspricht, wie Rosneft mitteilt. Der Umsatz sank um 33,6 Prozent auf 5,8 Billionen Rubel, während das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) um 42,6 Prozent auf 1,2 Billionen Rubel zurückging. Die Öl- und Gasproduzenten hat die Corona-Krise hart getroffen, weil der Flugverkehr fast komplett zum Erliegen kam und auch die Industrie und der Straßenverkehr weniger Energie benötigte. An Rosneft ist der britische BP-Konzern mit knapp 20 Prozent beteiligt.

Rosneft
Rosneft 5,78
BP
BP 304,55

 

14:00 Uhr

Aufsichtsratschef deckt sich mit Commerzbank-Aktien ein

Commerzbank-Aufsichtsratschef Hans-Jörg Vetter hat Aktien des Instituts gekauft. Für insgesamt 209.040 Euro erwarb Vetter Papiere zu einem Kurs von je 5,23 Euro, wie aus einer Börsenpflichtmitteilung hervorging. Das war bisher ein Verlustgeschäft - die Aktien sackten am Donnerstag auf bis zu 5,00 Euro ab und notierten am Freitag leicht erholt bei 5,12 Euro. Für das krisengeplagte Geldhaus ist der Aktienkauf durch Vetter aber ein Vertrauensbeweis. Als Chef des Commerzbank-Kontrollgremiums erhält er laut Geschäftsbericht ein Jahresgehalt von 240.000 Euro.

Vetter kam erst im vergangenen Jahr zur Commerzbank, nachdem Aufsichtsratschef Stefan Schmittmann im Sommer 2020 ebenso wie der damalige Bankchef Martin Zielke zurückgetreten war. Die beiden hatten sich wegen unterschiedlicher Ansichten zur Strategie mit US-Großaktionär Cerberus überworfen. Vetter holte für Zielke den ehemaligen Allianz- und Deutsche-Bank-Manager Manfred Knof als Vorstandschef an Bord, der die Bank nun radikal umbauen und sie aus der Verlustzone herausholen will.

Commerzbank
Commerzbank 5,57

 

13:34 Uhr

Corona-Impfstoff: Curevac beginnt rollierendes Zulassungsverfahren

Der Grund: Das an der Nasdaq gelistete Unternehmen kommt bei der Entwicklung seines Corona-Impfstoffs voran. Wie das Unternehmen mitteilte, hat das rollierende Zulassungsverfahren für den Impfstoffkandidaten mit der Bezeichnung "CVnCoV" bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) begonnen. Derzeit befinde sich das auf Basis von Messenger-Ribonukleinsäure (mRNA) entwickelte Medikament im fortgeschrittenen Stadium der zulassungsrelevanten klinischen Studie. Das rollierende Zulassungsverfahren ist ein beschleunigter Prozess, bei dem die notwendigen Daten bei Verfügbarkeit nach und nach eingereicht und geprüft werden können.

CureVac
CureVac 77,52

13:02 Uhr

Volkswagen bekommt Chipmangel-Effekte zu spüren

Der Engpass bei Computerchips hat den Absatz von Volkswagen zu Jahresanfang lediglich in China gedämpft. "In den Januar-Auslieferungen sehen wir bisher nur in China erste Effekte des Halbleitermangels", erklärt ein Sprecher. Auf seinem größten Absatzmarkt schlug der Wolfsburger Konzern im Januar 419.200 Fahrzeuge los, gut ein Fünftel mehr als vor Jahresfrist. Allerdings hätte Volkswagen vermutlich mehr Fahrzeuge ausliefern können, wenn nicht der Engpass bei Computerchips dazwischen gekommen wäre. Der war als erstes in China aufgetreten und hält inzwischen weltweit fast alle Autobauer in Atem. Der Zuwachs im Januar fiel in der Volksrepublik hoch aus, weil die Auslieferungen wegen des Lockdowns bei der Bekämpfung der Pandemie vor einem Jahr besonders niedrig waren. Danach erholte sich die Pkw-Nachfrage in China rasch.

In Europa und Nordamerika schrumpften die Auslieferungen im Januar. Am stärksten war der Rückgang mit 28 Prozent in Westeuropa. Insgesamt schlug der zweitgrößte Autobauer im Januar rund um den Globus 824.800 Fahrzeuge los, minus 1,4 Prozent. Während die Auslieferungen der Hauptmarke VW Pkw stabil waren, brachen sie bei der spanischen Marke Seat um rund ein Viertel und bei deren tschechischer Schwester Skoda um 12,4 Prozent ein. Porsche legte um 22,8 Prozent zu und Audi steigerte sich um rund sechs Prozent. Auch die beiden Lkw-Töchter MAN und Scania verbesserten sich.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 171,08

12:34 Uhr

Probleme mit Model X: Tesla soll Wagen zurückrufen

Der Elektroautohersteller Tesla muss nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) weltweit gut 12.300 Autos zurückrufen. Betroffen seien Fahrzeuge vom Typ Model X, die 2015 und 2016 gebaut worden seien, heißt es in der Rückrufdatenbank des KBA. Bei diesen Fahrzeugen könne es dazu kommen, dass sich die Zierleiste löse und auf die Straße falle. Wie viele Fahrzeuge in Deutschland betroffen seien, sei derzeit nicht bekannt.

Tesla
Tesla 560,20

12:19 Uhr

Moderna, Micky und das große Geld bewegen die Wall Street

Die Futures auf die US-Aktienindizes deuten auf einen verhaltenen Start in den Freitag an den US-Börsen hin. Damit würde sich die an den vergangenen Tagen bereits zu beobachtende Seitwärtsbewegung mit leicht positivem Grundton fortsetzen. Stärkere neue Impulse sind nicht in Sicht, weiter sind das erwartete Stimuluspaket der US-Regierung und die leichte Entspannung an der Corona-Front die Hauptthemen, ebenso wie die Berichtssaison der Unternehmen. Die US-Notenbank hält dem Markt derweil den Rücken weiterhin frei mit der signalisierten noch lange lockeren Geldpolitik.

Unternehmensseitig steht die Disney-Aktie im Fokus. Der Unterhaltungskonzern hat in seinem jüngsten Quartal dank eines stürmischen Wachstums bei seinem Streaminggeschäft Disney+ positiv überrascht. Vorbörslich geht es auf Nasdaq.com um 1,6 Prozent nach oben für die Aktie.

Die Expedia-Aktie zeigt sich wenig bewegt, nachdem das Online-Reisebüro wie zu befürchten auch in seinem vierten Quartal die Auswirkungen der Corona-Pandemie hart zu spüren bekam mit einem Einbruch bei den Buchungen und Umsätzen.

Kursmäßig ähnlich sieht es bei Moderna aus. Dass der Impfstoffhersteller der US-Regierung zusätzliche 100 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffs verkaufen konnte, bewegt den bereits stark gestiegenen Kurs nicht.

Disney
Disney 158,56
Moderna Inc.
Moderna Inc. 123,16

 

11:56 Uhr

Ökonomen erwarten US-Wirtschaft binnen Jahresfrist auf Vorkrisen-Niveau

Mit der Schubkraft des geplanten Corona-Pakets von US-Präsident Joe Biden wird die amerikanische Wirtschaft nach Ansicht von Ökonomen binnen eines Jahres das Vorkrisenniveau erreichen. 51 von 56 Volkswirten schätzten dies in einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters so ein. 23 von ihnen rechnen sogar innerhalb eines halben Jahres damit. "Der Erfolg der Impfkampagne und ihre Effizienz wird einen großen Einfluss darauf haben, ob sich die wirtschaftlichen Prognosen bewahrheiten", prophezeit Chefökonomin Beata Caranci von TD Securities.

Für das laufende erste Quartal gehen die Ökonomen davon aus, dass sich das US-Wachstum auf 2,8 Prozent abflachen wird nach 4,0 Prozent im vierten Quartal 2020. Die Volkswirte erwarten zudem, dass das US-Bruttoinlandsprodukt dieses Jahr um 4,7 Prozent zulegen wird. In einer im Januar erhobenen Umfrage hatten sie lediglich 4,0 Prozent veranschlagt. Die Regierung von Biden hat mittlerweile im Kongress ein 1,9 Billionen Dollar schweres Hilfspaket auf den Weg gebracht, um die Folgen der Corona-Pandemie abzufedern und die Konjunktur anzuschieben.

11:29 Uhr

Ex-EZB-Chef Draghi macht Italien-Bonds beliebt

Die gestiegenen Chancen für eine italienische Regierung unter Führung des ehemaligen EZB-Präsidenten Mario Draghi macht die Anleihen des Landes immer beliebter. Dies drückte die Rendite der zehnjährigen Titel auf ein Rekordtief von 0,435 Prozent. Der Renditeaufschlag zu vergleichbaren Bundespapieren schrumpfte auf den niedrigsten Stand seit sechseinhalb Jahren. Zuvor hatten die Mitglieder der 5-Sterne-Bewegung für eine Unterstützung Draghis gestimmt.

11:13 Uhr

Credit Suisse kauft sich aus US-Rechtsstreit frei

Die Credit Suisse kann einen weiteren großen Rechtsfall abhaken. Die Schweizer Großbank einigte sich in einem Streit rund um das Geschäft mit US-Wohnbauhypotheken mit dem Kommunalanleihen-Versicherer MBIA, wie MBIA mitteilt. Im Zuge des Vergleichs habe Credit Suisse MBIA 600 Millionen Dollar gezahlt. "Wir freuen uns, dass wir diese alte Angelegenheit beigelegt haben", erklärt eine Sprecherin der Credit Suisse. Die Vergleichszahlung liege deutlich unter den früher in Aussicht gestellten rund 680 Millionen Dollar. Credit habe dafür genügend Mittel beiseite gelegt.

Credit Suisse
Credit Suisse 12,04

10:09 Uhr

Britische Wirtschaft legt kräftig zu

Die britische Wirtschaft ist Ende 2020 überraschend stark gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg zwischen Oktober und Dezember zum Vorquartal um 1,0 Prozent, wie das nationale Statistikamt mitteilt. Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet. Für Schwung sorgten Dienstleister, die Produktion der Unternehmen und die Baubranche. Zudem hätten sich der Staatskonsum erholt und - in geringerem Maße - die Investitionen der Firmen. Im Vergleich zum vierten Quartal 2019 schrumpfte das BIP um 7,8 Prozent. Im Gesamtjahr 2020 sank die Wirtschaftsleistung sogar um 9,9 Prozent und damit in Rekordtempo.

Zum Vergleich: Die deutsche Wirtschaft war Ende 2020 leicht um 0,1 Prozent zum Vorquartal gewachsen, während die gesamte Euro-Zone um 0,7 Prozent geschrumpft war.

09:40 Uhr

Euro hält die 1,21er Marke

 Der Euro präsentiert sich bislang kaum verändert. Die Gemeinschaftswährung kostet 1,2110 Dollar und damit in etwa 0,2 Prozent weniger als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,2147 Dollar festgelegt.

Vor dem Wochenende dürften am Devisenmarkt vor allem Konjunkturdaten von Interesse sein. So werden etwa Daten zur Industrieproduktion erwartet. In den USA gibt die Uni Michigan ihre Umfrage zur Verbraucherstimmung bekannt.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,22
US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,82

 

09:21 Uhr

Mastercard schiebt Bitcoin zum Rekord

Die Rekordjagd des Bitcoin geht weiter. Die bekannteste Cyber-Devise steigt gut vier Prozent auf ein Rekordhoch von 48.975 Dollar. Der Kreditkarten-Anbieter Mastercard hat angekündigt, sein Zahlungsnetzwerk für Kryptowährungen zu öffnen, und der Vermögensverwalter BNY Mellon gründet eine eigene Abteilung für Investments in Bitcoin & Co.

Bitcoin
Bitcoin 47.333,50

 

09:08 Uhr

Bekommt der Dax einen 14.000er-Impuls?

Rauf, runter, rauf - und immer um die psychologisch wichtige 14.000er Marke: Das ist das Dax-Bild am deutschen Aktienmarkt an den letzten Handelstagen. Zum Wochenschluss knüpft der deutsche Börsenleitindex daran an - und startet 0,4 Prozent schwächer mit 13.971 Zählern. "Die 14.000er Marke ist offenbar nicht so einfach zu überwinden. Die Vorgaben von Seiten der Wall Street und aus Asien sorgen für keinen eindeutigen Trend", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. Er rechnet zudem mit einem ruhigen Handel, weil "die möglichen Impulse fehlen".

08:59 Uhr

Gewinnmitnahmen belasten Nikkei - Autowerte im Blick

Nach den jüngsten Kursgewinnen nutzen einige Asien-Anleger die Gelegenheit für Gewinnmitnahmen. Der japanische Nikkei-Index schloss am Freitag knapp im Minus bei 29.520,07 Punkten, nachdem er kurzzeitig ein 30-1/2-Jahreshoch markiert hatte. Zahlreiche andere asiatische Börsen blieben wegen der dortigen Neujahrsfeiern geschlossen.

"Der Anstieg der vergangenen Woche wurde getrieben vom Optimismus bezüglich einzelner Unternehmen, nicht vom Wachstum ganzer Branchen", sagte Koichi Kurose, Chef-Anlagestratege des Vermögensverwalters Resona. Nun warteten Investoren auf Hinweise, dass sich die Konjunktur als Ganzes erhole. Zu den Favoriten am japanischen Aktienmarkt zählte Toyota mit einem Kursplus von 3,5 Prozent. Der Autobauer hob seine Geschäftsziele überraschend stark an. Außerdem teilte er mit, einen Vorrat an Chips für die Autoelektronik für mehrere Monate zu haben. Der weltweite Mangel an Halbleitern zwingt zahlreiche Konkurrenten dazu, ihre Produktion zu drosseln. Aus diesem Grund fielen die Titel von Honda und Nissan um jeweils knapp vier Prozent.

Nikkei
Nikkei 29.497,47
Honda Motor
Honda Motor 23,40

 

08:42 Uhr

Ölpreise schwächeln weiter

Die Ölpreise sinken auch zum Wochenschluss. Am Morgen kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 60,70 US-Dollar. Das sind 44 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sinkt 46 Cent auf 57,78 Dollar.

Die Ölpreise haben sich etwa seit Wochenmitte von ihren einjährigen Höchstständen entfernt. Ein Auslöser waren vorsichtige Nachfrageschätzungen. Sowohl die Internationale Energieagentur IEA als auch die US-Regierung haben ihre Prognosen in dieser Woche reduziert. Als Grund wurden die neuen Corona-Varianten und Beschränkungen des öffentlichen Lebens genannt.

Die IEA gibt sich für die zweite Jahreshälfte jedoch zuversichtlicher. Auch andere Fachleute rechnen damit, dass sich die Corona-Lage mit zunehmenden Impfungen im Laufe des Jahres entspannen wird. Dies dürfte sich in einer robusteren wirtschaftlichen Entwicklung sowie einer steigenden Öl- und Benzinnachfrage bemerkbar machen.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 66,67
Rohöl WTI
Rohöl WTI 63,06

 

08:31 Uhr

Marktmanipulation bei Gamestop-Rally? US-Behörden ermitteln

US-Behörden untersuchen einem Medienbericht zufolge, ob Marktmanipulationen zu der Aktienrally bei dem Videospielhändler Gamestop und bei der Kinokette AMC geführt haben. Das Justizministerium und der Staatsanwalt von San Francisco hätten Informationen von Brokern wie Robinhood und Social-Media-Firmen angefordert, die im Zentrum des Handels gestanden hätten, berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Robinhood spielte eine zentrale Rolle bei den konzertierten Käufen von Kleinanlegern, die Hedgefonds in die Bredouille gebracht und die Börsen weltweit in Unruhe versetzt hatten.

Zudem habe die US-Derivateaufsicht CFTC eine vorläufige Untersuchung eröffnet, ob ein mögliches Fehlverhalten bei Handel mit Silber-Futures vorgelegen habe, berichtet das Blatt weiter. Beim Justizministerium war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Spekulative Käufe hatten die Aktien von Gamestop und anderen Titeln zuletzt in schwindelerregende Höhen getrieben und anschließend stark schwanken lassen. Kleinanleger hatten mit konzertierten Käufen Hedgefonds zur Auflösung von Wetten auf den Verfall des Gamestop-Kurses gezwungen. Auch bei Silber und der Krypto-Devise Ripple hatte es zuletzt heftige Kursbewegungen am Markt gegeben. 

GameStop Corporation
GameStop Corporation 111,40

 

08:15 Uhr

ING verdient weniger - Dividende geplant

Die niederländische Bank ING hat wegen niedrigerer Erträge und höherer Kosten im vierten Quartal spürbar weniger verdient. Allerdings war das Minus geringer als befürchtet, auch weil die Bank weniger Geld für ausfallgefährdete Kredite zurücklegte. Letztlich sank der Überschuss von 880 Millionen auf 727 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis gab um 300 Millionen auf 1,34 Milliarden Euro nach.

ING Groep
ING Groep 9,22

Die Nettozinseinnahmen gingen um sieben Prozent zurück, während die Bank mit Gebühren mehr einnehmen konnte als im Vorjahreszeitraum. Die Gesamterträge sanken gleichwohl um sechs Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Die harte Kernkapitalquote lag zum Jahresende bei 15,5 Prozent.

Die Bank will zunächst eine Bardividende von 12 Cent je Aktie zahlen. Sie folgt damit der Empfehlung der Europäischen Zentralbank, vor dem 1. Oktober nicht mehr als 15 Prozent des Nettogewinns als Dividende auszuschütten. Der restliche für die Ausschüttung reservierte Betrag soll nach diesem Zeitpunkt ausgezahlt werden, wenn die Hauptversammlung zustimmt und es die dann gültige EZB-Empfehlung eine Ausschüttung ermöglicht.

07:44 Uhr

L'Oreal könnte Beiersdorf-Kurs aufhübschen

Mit festen Kursen rechnen Marktteilnehmer bei L'Oreal. "Die Zahlen liegen deutlich über den Erwartungen", sagte ein Händler. Das gelte sowohl für den Umsatz als auch für den Nettogewinn. Im vierten Quartal wuchs der Umsatz um knapp fünf Prozent, erwartet worden war lediglich ein Plus von 2,1 Prozent, wie es am Markt heißt.

"Auch Beiersdorf könnten von dem Zahlenwerk einen Push bekommen", sagt ein anderer Marktteilnehmer. Denn besonders gut abgeschnitten hätten im vierten Quartal Hautpflege- und Gesichtskosmetika, also Produkte, bei denen auch Beiersdorf gut im Markt liege.

07:29 Uhr

Asien-Märkte überwiegend mit Abschlägen

Die wenigen Aktienmärkte in Ostasien und Australien, an denen gehandeltwird, zeigen sich überwiegend mit Abschlägen. Von der Wall Street kamen keine Impulse. An den meisten Börsen in der Region ruht jedoch feiertagsbedingt das Geschäft.

Nikkei
Nikkei 29.497,47

An der Börse in Tokio, wo am Vortag wegen des Tags der Reichsgründung kein Handel stattfand, gibt der Nikkei-Index um 0,3 Prozent nach auf 29.483 Punkte. Für Bewegung am Markt sorgen vor allem Unternehmensmeldungen. Nippon Paint knicken ein, nachdem der Farben-Hersteller für 2021 einen Rückgang beim Vorsteuergewinn erwartet. Toyota Motor rücken indessen vor. Der Auto-Hersteller will in diesem Jahr in den USA drei Elektroauto-Modelle auf den Markt bringen.

In Sydney gab der S&P/ASX-200-Index um 0,6 Prozent nach. Belastet wurde das Sentiment von einem mindestens fünftägigen Lockdown im Bundesstaat Victoria, in dem Melbourne liegt. In Neuseeland ging es mit den Kursen in Wellington um 1,3 Prozent nach unten, belastet von Energiewerten. In Indien zeigt sich der Aktienmarkt mit einem leichten Plus. ITC verlieren hier 2,7 Prozent, nachdem das Tabakunternehmen am späten Donnerstag mitgeteilte hatte, dass der Nettogewinn im dritten Geschäftsquartal um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken ist.

07:02 Uhr

Bullen und Bären ringen um die 14.000er Marke im Dax

Händer rechnen mit einer Fortsetzung der Konsolidierung des deutschen Leitindex Dax an der 14.000er Marke. "Das Ringen um die Marke geht in die nächste Runde, Bullen und Bären liefern sich einen erbitterten Kampf", sagt Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Vorbörslich bröckelt der Dax ein paar Punkte ab und wird genau an der "Big Figure" getaxt. Von den Vorlagen kommen kaum Impulse, auch weil in Asien wegen vieler Feiertage der Handel teilweise brach liegt. Und die US-Börsen sind nun ebenfalls auf Konsolidierungskurs gegangen.

Dax
Dax 13.879,33

Andererseits gehen die Pandemie-Zahlen in Deutschland weiter in die richtige Richtung, so dass eine breitflächige Öffnung der Wirtschaft im März realistisch bleibt. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing bleibt optimistisch: "Wir glauben nach wie vor, dass 2021 ein weitaus besseres Jahr werden kann als das vergangene", sagte er beim virtuellen Neujahrsempfang der Bank.

Impulse könnten am Vormittag von Wirtschaftsdaten aus Großbritannien kommen und am Nachmittag vom Michigan-Index für die Verbraucherstimmung.