Freitag, 14. Juni 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
17:35 Uhr

China überlagert gute US-Nachrichten - Anleger suchen Deckung

Die deutschen Standardwerte haben sich am letzten Handelstag der Woche nicht mehr erholen können. Ordentliche US-Einzelhandelsdaten stützten genauso wenig wie eine über den Erwartungen ausgefallene Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung. Auch der Index der US-Verbraucherstimmung übertraf die Erwartungen. Auch diese Nachricht verpuffte.

DAX
DAX 12.633,60

Der Dax schloss 0,6 Prozent leichter bei 12.096 Punkten, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,3 Prozent abwärts.

Die guten US-Daten dürften die US-Notenbank kommende Woche auch nicht davon abhalten, Zinssenkungen im weiteren Jahresverlauf in Aussicht zu stellen. Druck auf die Fed kommt von der inversen US-Zinskurve, auch der US-Arbeitsmarkt scheint die besten Zeiten hinter sich zu haben.

Die Kauflaune verhagelten vor allem schwache Daten aus China. Dort ist das Wachstum der Industrieproduktion mit 5 Prozent im Mai niedriger ausgefallen als geschätzt.

Die Anleger flüchteten sich deshalb in sichere Häfen. Der Goldpreis stieg auf ein neues Jahreshoch und notierte am Nachmittag bei 1350 Dollar je Feinunze.

Die deutsche Zehnjahresrendite fiel mit minus 0,27 Prozent sogar auf ein neues Rekordtief. Der Grund sind die zahlreichen politischen Krisen und die Handelskonflikte.

17:04 Uhr

Positive US-Daten bringen US-Börsen nicht in Schwung

Die Wall Street zeigt sich heute resistent für gute Nachrichten.

S&P 500
S&P 500 2.990,25

Auch ein besserer Index der Universität Michigan kann die New Yorker Börsen nicht aus ihrer Lethargie reißen. Der Index liegt im Juni bei 97,9 nach 100, erwartet wurde ein Rückgang auf 97,3. Damit bleibt die Stimmung der US-Verbraucher gut, auch wenn die besten Zeiten am US-Arbeitsmarkt vorüber scheinen.

Ein pessimistischer Ausblick der Chipfirma Broadcom und enttäuschende chinesische Konjunkturdaten verderben US-Anlegern die Kauflaune. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 liegen jeweils zwischen 0,2 und 0,5 Prozent im Minus.

16:37 Uhr

US-Industrie produziert erstmals wieder etwas mehr

Die US-Industrie hat im Mai erstmals in diesem Jahr ihre Produktion erhöht. Sie stellte 0,2 Prozent mehr her als im Vormonat, wie die US-Notenbank mitteilte. Ökonomen waren von einem Anstieg um 0,1 Prozent ausgegangen.

Während Autobauer und Zulieferer ihren Ausstoß hochfuhren, drosselten ihn Metallerzeuger. Die Industrieproduktion im weiteren Sinn - zu der neben der klassischen Industrie auch Versorger und Bergbau gehören - kletterte im Mai um 0,4 Prozent.

Die Industrie macht etwa zwölf Prozent des Bruttoinlandsproduktes der USA aus.

16:19 Uhr

Deal mit Trump: EU heißt mehr US-Rindfleisch willkommen

Unter dem Druck von US-Präsident Donald Trump will die EU amerikanischen Rindfleischproduzenten zu besseren Marktchancen in Europa verhelfen. Nach Angaben der EU-Kommission sollen künftig Teile des globalen EU-Einfuhrkontingentes von jährlich 45.000 Tonnen fest für US-Anbieter reserviert werden. Innerhalb von sieben Jahren könnte der US-Lieferanteil so auf 35.000 Tonnen pro Jahr steigen.

Nur noch 10.000 Tonnen würden dann aus den anderen Hauptlieferländern Argentinien oder Uruguay kommen. Sie konnten sich nach Angaben aus Kommissionskreisen bislang rund zwei Drittel des Einfuhrkontingents teilen.

Das Einlenken der EU bei dem Thema gilt als ein Grund, warum sich Trump im vergangenen Sommer bereiterklärte, den Handelskonflikt mit der EU vorerst ruhen zu lassen und auch zusagte, vorerst keine weiteren Sonderzölle auf Autos oder andere Waren aus der EU einzuführen. Der damals ausgehandelte Deal sieht auch vor, dass die EU den Import von Soja und Flüssiggas aus den USA fördert.

15:34 Uhr

PSA lässt E-Auto-Batterien in der Slowakei und Spanien bauen

Der französische Autokonzern PSA mit seinen Marken Peugeot, Citroen und DS will in der Slowakei und Spanien Batterien für Elektro- und Hybridautos zusammenbauen lassen.

Auch an weiteren Konzernstandorten könne die Batteriefertigung aufgenommen werden, erklärte das Unternehmen.

15:14 Uhr

Wochengewinne futsch - Infineon und Aixtron Schlusslichter

Die Wochengewinne des Dax schmelzen zusammen. Insbesondere die unsichere Lage im Nahen Osten und die Umsatzwarnung des US-Halbleiterkonzerns Broadcom sorgen für Zurückhaltung.

Infineon
Infineon 16,33

Der Deutsche Leitindex Dax fällt bis zum Nachmittag um 0,6 Prozent auf 12.088 Punkte. Zuletzt berappelt er sich wieder etwas. Der MDax, in dem die Aktien mittelgroßer Unternehmen vertreten sind, verliert 0,6 Prozent auf 25.312 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 geht es zuletzt knapp 0,4 Prozent runter.

Besonders schwer erwischt es europaweit Technologiewerte, nachdem Broadcom für das laufende Jahr vor schwächeren Erlösen warnte. Ein wesentlicher Grund für den Pessimismus ist der US-Handelsstreit mit China, der die Nachfrage nach Halbleitern drückt.

Infineon-Papiere rutschen daraufhin um fast 7 Prozent, Aixtron um knapp 6,0 Prozent und Siltronic um 5,0 Prozent.

14:57 Uhr

Ganz groß im S-Dax: Varta auf Allzeithoch

Varta beenden die Konsolidierung der vergangenen Tage mit neuen Rekordkursen.

Varta AG
Varta AG 85,50

"Das Interesse ist weiterhin groß", sagt ein Händler. Einige Marktteilnehmer seien mit ihrer Zuteilung bei der Kapitalerhöhung unzufrieden und stockten nun über Käufe am Markt ihre Bestände auf.

Der Ausbruch auf ein neues Allzeithoch deute kurzfristig auf Anschlusspotenzial hin. Der Kurs notiert in der Spitze gut 4,0 Prozent höher, nachdem er am Vortag bereits deutlicher zugelegt hatte. Zuletzt liegen die Papiere noch mit 3,0 Prozent im Plus.

14:39 Uhr

Lufthansa deutlich unpünktlicher als die Konkurrenz

Etwa jeder vierte Abflug der Lufthansa aus Deutschland war nach einer Auswertung des Fluggastrechteportals Airhelp in den ersten fünf Monaten des Jahres nicht pünktlich.

Mit einem Anteil von 26,4 Prozent verspäteter oder ausgefallener Flüge habe die Kranich-Linie in der Rangliste der pünktlichsten Fluggesellschaften in Deutschland Platz 19 erreicht, teilte Airhelp mit.

Die Verbraucherschützer werteten dazu Flugpläne, Daten von Flughafen-Radaren und Flugbeobachtungsseiten im Internet aus.

Als verspätet stuften sie dabei eine Verzögerung um mindestens 15 Minuten ein. Das waren bei der Lufthansa gut 24 Prozent, gestrichen wurden 2,2 Prozent. Der Dax-Konzern wollte sich dazu nicht äußern.

Besser schnitt die Lufthansa-Billigflugtochter Eurowings ab. Sie landete mit 16,3 Prozent unpünktlicher Flüge auf Rang sieben. Die Eurowings-Konkurrenten Ryanair und Easyjet belegten die Plätze fünf und acht.

14:30 Uhr

Sorgen über Sorgen: US-Börsen warten auf die Startglocke

Die Wall Street dürfte flach in den letzten Handelstag der Woche starten. Die Kurse werden von folgenden Themen bestimmt:

  • dem US-chinesischen Handelsstreit,
  • den Entwicklungen zwischen den USA und dem Iran,
  • der Wackelpartie im Halbleitersektor und
  • den Zinssenkungsspekulationen. Die Blicke der Investoren werden deshalb bereits Richtung Sitzung der US-Notenbank in der kommenden Woche schweifen.

Hinzu kommen enttäuschende China-Konjunkturdaten, wo das Wachstum der Industrieproduktion im Mai schwächer ausgefallen ist als prognostiziert.

Bei den Einzelwerten dürften die Titel aus dem Halbleitersektor deutlich unter Druck stehen. Auslöser ist ein schwacher Zwischenbericht von Broadcom.

Hier der tägliche Geldanlage-Check der TV-Kollegen:

 

14:17 Uhr

Auffalt-Smartphones verschoben: Erst Samsung, jetzt Huawei

Nach Samsung hat auch der chinesische Huawei-Konzern den Marktstart seines neuartigen Auffalt-Smartphones verschoben. Statt zur Jahresmitte soll das Gerät, dessen Bildschirm sich auf Tablet-Größe ausklappen lässt, nun im September in den Handel kommen, wie ein Huawei-Sprecher dem US-Sender CNBC sagte. Unter anderem solle bei dem Modell Mate X die Qualität des Displays verbessert werden, sagte ein Huawei-Manager dem "Wall Street Journal".

Samsung Electronics
Samsung Electronics 49.900,00

Samsung wollte sein Konkurrenz-Gerät Galaxy Fold ursprünglich bereits im April auf den Markt bringen. Der Start wurde jedoch im letzten Moment verschoben, nachdem mehrere an US-Journalisten ausgegebene Testgeräte binnen weniger Tage kaputtgingen. Samsung nannte immer noch keinen neuen Termin.

Der Huawei-Sprecher sagte CNBC, das Auffalt-Smartphone solle wie geplant mit dem Google-Betriebssystem Android laufen - da es im Februar vorgestellt worden sei, rund drei Monate bevor die Firma auf eine schwarze Liste der Regierung kam.

Hier ein lesenswerter Artikel zu Trumps Huawei-Bann und dem möglichen Schicksal für das Google-Betriebssystem Android.

13:47 Uhr

Mandeln, Walnüsse, Äpfel: Indien plant Zölle auf US-Produkte

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Wieder geht ein Schuss im Zollkrieg nach hinten los. Und die US-Farmer sind die Gelackmeierten.

REUTERS

Indien trifft laut Insidern Vorbereitungen für höhere Zölle auf US-Produkte wie Mandeln, Walnüsse und Äpfel. Insgesamt sollen mehr als 20 Produkte betroffen sein, sagten mehrere mit den Planungen der Regierung vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

"Was Indien tut, ist legal", erklärte demnach ein Insider. "Die Zölle auf US-Waren werden nur einen Einfluss von etwa 220 Millionen Dollar haben." Das Ministerium für Handel und Industrie gab keine Stellungnahme.

Seit 5. Juni sind Indien die bislang geltenden Sondervergünstigungen im Handel mit den USA durch Präsident Donald Trump gestrichen worden. Dem Land gehen damit Vergünstigungen für einen zollfreien Export von Produkten im Wert von 5,6 Milliarden Dollar in die USA verloren.

US-Außenminister Mike Pompeo wird noch in diesem Monat in Indien erwartet. Er zeigte sich offen für einen Dialog zur Beilegung des Handelskonfliktes.

Wie die US-Farmer immer wieder die Zeche für Trumps Politik zahlen, lesen Sie hier.

12:52 Uhr

Brexit-Sorgen drücken Pfund

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Einige Strategen halten die Spekulationen auf einen No-Deal-Brexit an den Devisenmärkten für überzogen. Das Risiko dafür sei nicht so hoch wie es derzeit an den Märkten gesehen werde, sagen zum Beispiel die Analysten von UBS Wealth Management.

picture alliance / Andy Rain/EPA

Die Aussicht auf einen Brexit-Hardliner an der Regierungsspitze in Großbritannien setzt dem britischen Pfund zu. der Kurs büßt bis zu 0,3 Prozent auf 1,2630 Dollar ein. Auch zum Euro gibt das Pfund weiter nach und steuert auf den sechsten Wochenverlust in Folge zu.

Britisches Pfund / Euro
Britisches Pfund / Euro 1,16

Investoren fürchten, dass mit dem in den Umfragen vorne liegenden Boris Johnson als Nachfolger von Premierministerin Theresa May ein ungeregelter EU-Ausstieg wahrscheinlicher wird. Auch wenn der Ex-Außenminister nicht an die Macht käme, wird die Zeit für weitere EU-Verhandlungen für den neuen britischen Premier bis zum Stichtag Ende Oktober knapp bemessen sein. Wer die Nachfolge Mays antritt, soll erst Ende Juli feststehen.

12:38 Uhr

Goldpreis auf höchstem Stand seit April 2018

Große politische Risiken und die andauernde globale Wachstumsschwäche treiben die Anleger zunehmend in als sicher empfundene Anlagen. Davon profitiert auch der Goldpreis:

Gold in USD
Gold in USD 1.490,06

Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) steigt zuletzt bis auf 1358 US-Dollar. Das ist der höchste Stand seit April 2018. In Euro gerechnet wurde mit 1203 Euro sogar der höchste Stand seit April 2017 erreicht.

Gold profitiert zurzeit von mehreren Entwicklungen: Zum einen erhält das auch als Krisenwährung bezeichnete Edelmetall Zulauf, weil Anleger angesichts fallender Aktienkurse in die Defensive gehen. Der Bedarf nach Anlagen, die als sicher gelten, ist angesichts hoher politischer Risiken wie den Spannungen zwischen den USA und Iran sowie dem US-chinesischen Handelskonflikt hoch.

Hinzu kommen fallende Kapitalmarktzinsen, die den Zinsnachteil von Gold verringern.

 

12:11 Uhr

Trump-Berater Kudlow wetzt die Messer im Handelskrieg

US-Präsident Donald Trump könnte weitere Maßnahmen gegen China ergreifen, wenn Präsident Xi Jinping einem Treffen auf dem Gipfel der Gruppe der 20 führenden Volkswirtschaften (G20) in Japan Ende dieses Monats nicht zustimmt.

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Trumps bester Mann in Wirtschaftsfragen: Larry Kudlow

(Foto: imago/UPI Photo)

Diese Drohung erneuerte der führende Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, bei einem Auftritt am Peterson Institute for International Economics, einem Think Tank in Washington. "Präsident Trump hat seinen starken Wunsch nach einem Treffen zum Ausdruck gebracht, aber das Treffen ist noch nicht offiziell arrangiert", sagte Kudlow. "Er hat auch angedeutet, dass es Konsequenzen geben kann, falls das Treffen nicht stattfindet."

Kudlows Bemerkungen orientieren sich an jüngsten Kommentaren Trumps. "Es wird erwartet, dass wir uns treffen. Wenn wir das tun, ist das in Ordnung und wenn wir es nicht tun, ist das in Ordnung", hatte Trump zuvor zum Beispiel bei CNBC gesagt.

Die US-Regierung zieht weitere Zölle auf etwa 300 Milliarden Dollar an Importen aus China in Betracht, die bisher nicht von Zöllen betroffen waren.

Wie Chinas Wirtschaft zunehmend unter Druck gerät, lesen Sie hier und wie Peking im Handelskonflikt reagiert, im folgenden Artikel:

11:23 Uhr

China wird zum Autofriedhof: Abhängigkeit bereitet VW Probleme

Dass China Volkswagens Schicksal sein würde, hat sich bereits vor Jahren angekündigt:

VW Vorzüge
VW Vorzüge 169,34

Die jahrzehntelang gepamperte Abhängigkeit vom Reich der Mitte rächt sich, wie die jüngsten Zahlen belegen: Die weltweiten Auslieferungen sind im Mai zum Vorjahr um 3,6 Prozent auf 918.900 Fahrzeuge geschrumpft. Verantwortlich für das Minus ist dabei hohem Maße die Flaute auf dem größten Automarkt der Welt.

In China wurde VW über alle Marken 8,3 Prozent weniger Autos, Lastwagen und Busse los.

Das Land steht bei VW im Konzern aktuell für gut ein Drittel aller verkauften Fahrzeuge, die chinesischen Autokäufer halten sich allerdings wegen des Zollstreits mit den USA und wegen des langsameren Wirtschaftswachstums mit teuren Anschaffungen derzeit eher zurück.

Ein besseres Abschneiden in Deutschland und auf dem amerikanischen Kontinent konnte das Minus in China im vergangenen Monat nicht wettmachen.

Hier wie gewohnt Lesestoff zum Thema:

11:08 Uhr

Broadcom, Infineon, Dialog: Chipwerte kommen unter die Räder

Ein schneller Blick auf Einzeltitel:

Hier pflanzen sich die Kursverluste bei Technologiewerten fort. Nach einem düsteren Ausblick des US-Konzerns Broadcom kommen auch die europäischen Chipwerte ebenfalls unter die Räder.

Infineon geben gut 5,0 Prozent ab, Dialog fallen um gut 3,0 Prozent. Die Amerikaner rechnen wegen des Handelsstreits mit einer breiten Abschwächung der Chipnachfrage.

10:48 Uhr

Italiens Finanzminister zum "Mini-BOT"-Vorstoß: "Schlechte Idee"

Italiens parteiloser Finanzminister Giuseppe Tria weist den Vorschlag aus der Regierungspartei Lega zur Verringerung der Staatsschulden durch Mini-Schuldverschreibungen erneut zurück.

Bei den Papieren geht es um eine Ausgabe von Inhaberobligationen mit geringen Nennwerten, mit denen der Staat seine erheblichen Verpflichtungen gegenüber Lieferanten zahlen soll. Solche Papiere werden auch als "Mini-BOTs" bezeichnet. Hier ein aktueller Tweet der Bloomberg-Reporterin Tadeo:

*Datenschutz

 

Bereits vor einer Woche hatte Tria der italienischen Nachrichtenagentur Ansa gesagt, derartige Finanzinstrumente wären entweder illegal oder nutzlos. Ähnlich hatte sich bereits EZB-Präsident Mario Draghi zuvor geäußert.

Ein spannendes Thema, dem sich mein Kollege Hannes Vogel heute widmet. Wir sind gespannt auf seinen Artikel. Lesen können Sie ihn am Wochenende. Schauen Sie dann mal vorbei. Hier ein bisschen Lesestoff vorab:

09:49 Uhr

China-Flaute: Industrieproduktion wächst immer langsamer

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Schwache Daten aus China.

picture alliance/dpa

Die Hinweise auf eine deutliche Konjunkturabkühlung in China verdichten sich inmitten des Handelsstreits mit den USA. Die Industriedaten sind mau:

Die Unternehmen steigerten ihre Produktion im Mai nur noch um fünf Prozent. Das ist der kleinste Zuwachs seit 17 Jahren!

Im April waren es immerhin noch 5,4 Prozent. Ökonomen werten den Rückgang als Beleg dafür, dass der Exportweltmeister unter der schwächeren globalen Nachfrage leidet.

Der Handelskonflikt mit den Vereinigten Staaten hatte sich im Mai verschärft, als beide Seiten neue Strafzölle ankündigten.

Auch die Investitionen wachsen langsamer. Von Januar bis Mai lagen sie nur noch um 5,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums, wie das Statistikamt in Peking mitteilte. Ökonomen waren von einem Plus von 6,1 Prozent ausgegangen.

Die Daten dürften erneut Erwartungen schüren, dass die Regierung in Peking wohl nicht um weitere Schritte zur Ankurbelung der Wirtschaft herumkommt.

Und hier gleich auch noch ein bunter Strauß Lese-Empfehlungen:

09:36 Uhr

Enttäuschende Verkehrszahlen: Anleger machen bei Fraport Kasse

Fraport-Titel sind am Morgen auf dem absteigenen Ast. Grund sind die neuen Verkehrszahlen, die nach Meinung von Marktteilnehmern enttäuschend ausgefallen sind.

Fraport
Fraport 75,28

Der Anstieg der Passagierzahlen um 1,4 Prozent zeige eine deutlich nachlassende Aufwärtsdynamik. Daneben deute die überkaufte kurzfristige Situation auf ein hohes Risiko von Gewinnmitnahmen in der Aktie hin.

Fraport notieren zuletzt 0,8 Prozent leichter.

09:28 Uhr

Dax geht nach starkem Lauf die Puste aus

Die deutschen Standardwerte legen nach einer weiteren starken Woche den Rückwärtsgang ein.

Der Dax gibt im frühen Handel 0,3 Prozent auf 12.127 Punkte ab. Nach den Gewinnen der Vorwoche hatte er in den vergangenen drei Tagen nach Pfingsten ein weiteres Prozent zugelegt.

Die relevanten Themen:

  • Seine Stärke verdankt der Aktienmarkt zuletzt vor allem der Erwartung einer vielleicht nochmals lockereren Geldpolitik der Notenbanken.
  • Beim Thema Handelsstreit herrscht angespannte Ruhe vor einem Treffen des US-Präsidenten Donald Trump und Chinas Staatspräsidenten Xi auf dem G20-Gipfel Ende des Monats.
  • Genau im Auge behalten müssen Anleger aber auch den Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Nach dem mutmaßlichen Angriff auf zwei Öltanker im Golf von Oman am Vortag stiegen die Ölpreise weiter.

Und wie reagieren die Aktien in der zweiten Reihe?:

Der MDax, in dem die Aktien mittelgroßer Unternehmen vertreten sind, sinkt am Morgen um 0,45 Prozent auf 25.353 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 geht es um 0,36 Prozent abwärts.

Die Titel von Bayer notieren 0,4 Prozent leichter.

Guten Morgen, mein Name ist Diana Dittmer und ich begleite Sie durch den heutigen Börsen-Tag. Los geht's!

08:51 Uhr

Bayer reagiert auf Glyphosat-Desaster

Bayer
Bayer 65,23

Der nach der Übernahme des Glyphosat-Herstellers Monsanto verstärkt unter Druck geratene Bayer-Konzern hat eine Offensive für mehr Transparenz und Nachhaltigkeit angekündigt. Außerdem will Bayer in den kommenden zehn Jahren rund fünf Milliarden Euro in "zusätzliche Methoden zur Unkrautbekämpfung" investieren. Verbessert werden soll auch die Umweltbilanz: Bis 2030 sollen die Auswirkungen seiner landwirtschaftlichen Produkte auf die Umwelt um 30 Prozent verringert werden.

Damit will Bayer nach eigenen Angaben seiner "gestiegenen Verantwortung als führendes Unternehmen der Landwirtschaft" gerecht werden und auf "Bedenken" nach der Übernahme des US-Agrarkonzerns Monsanto im vergangenen Jahr eingehen. Die Bayer-Aktie hat seitdem erheblich an Wert verloren.

08:40 Uhr

Plus in Tokio, Minus in Shanghai

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(Foto: REUTERS)

Zum Wochenschluss haben die asiatischen Börsen keine gemeinsame Richtung gefunden. Festere Energiewerte stützten die Kurse in Japan, während Anleger in China vor der Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten den Rückzug antraten. In Tokio schloss der Nikkei 0,3 Prozent höher bei auf 21.094 Punkten. Auch der breiter gefasste Topix stieg um 0,3 Prozent. Kurse von Ölfirmen zogen in Tokio an, nachdem sich Rohöl gestern nach den mutmaßlichen Anschlägen auf zwei Tankschiffe im Golf von Oman deutlich verteuert hatte.

In China gab der Shanghaier Index 0,5 Prozent nach. Anleger warteten auf die Veröffentlichung der Daten zur Industrieproduktion im Mai.

08:15 Uhr

Mineralölverband erwartet höhere Spritpreise

Diese Nachricht kommt nun wirklich alles andere als unerwartet: Die nach Zwischenfällen mit Handelsschiffen im Golf von Oman gestiegenen Ölpreise könnten für Autofahrer zu höheren Kraftstoffpreisen führen. Zwar hängt der Benzinpreis an der Tankstelle nach Angaben der Mineralölwirtschaft nicht direkt am Ölpreis. Wenn der Ölpreis aber zulegt, steige "über kurz oder lang meistens" auch der Produktpreis für Benzin und Diesel. Das komme auch an der Tankstelle an, sagte der Sprecher des Mineralölwirtschaftsverbandes, Alexander von Gersdorff.

  • "Entscheidend für den Benzinpreis an der Tankstelle ist allein der Einkaufspreis für Benzin im Großhandel - also ab Raffinerie", betonte er.
  • "Und der kann mit den Bewegungen des Öls übereinstimmen, muss es aber nicht." Der Ölpreis bilde die Basis für den späteren Produktpreis.
08:10 Uhr

Jobsorgen in Telekombranche nach 5G-Auktion

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Arbeitnehmervertreter der etablierten Telekom-Netzbetreiber befürchten nach dem Zuschlag von United Internet für 5G-Mobilfunklizenzen einen Stellenabbau in ihren Unternehmen.

  • "Wenn United Internet hofft, nur in den Städten investieren zu müssen und auf dem Land unsere Infrastruktur zu Billigpreisen mieten zu können, dann kann dies Tausende Jobs kosten", sagte Vodafone-Betriebsratschef Dirk Wilharm der "Rheinischen Post".

Die Betriebsräte haben Sorge, dass der Bund noch nachträglich eine Pflicht zum Teilen der Netzkapazitäten festlegt, das sogenannte lokale Roaming.

  • "Wir befürworten, dass die Unternehmen sich freiwillig beim Bau der Netze unterstützen, indem sie beispielsweise Funkmasten teilen", sagt Josef Bednarski, Betriebsratschef der Deutschen Telekom.
07:56 Uhr

Golfkrise lässt Ölpreise weiter steigen

Brent Rohöl
Brent Rohöl 59,06

Die Krise am Golf von Oman hat weiter die Ölpreise befördert. Sie legten im frühen Handel zu und knüpften damit an den starken Anstieg vom Vortag an. Allerdings verflachte die Steigerungskurve. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 61,68 US-Dollar. Das waren 37 Cent mehr als gestern. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 18 Cent auf 52,46 Dollar.

Gestern hatten Meldungen über einen mutmaßlichen Angriff auf zwei Öltanker im Golf von Oman und damit nahe der ölreichen Region am Persischen Golf einen Preissprung am Ölmarkt ausgelöst. US-Außenminister Mike Pompeo beschuldigte den Iran, hinter den jüngsten Attacken auf Tankschiffe zu stecken. Die Regierung in Teheran wies den Vorwurf zurück.

Mehr dazu lesen Sie hier.

07:39 Uhr

VW bringt Lkw-Tochter Traton Ende Juni an die Börse

Volkswagen macht beim Börsengang der Lkw-Tochter dieses Mal Nägel mit Köpfen: Das Geschäft um die Traditionshersteller MAN und Scania, das unter dem Namen Traton firmiert, soll in zwei Wochen an die Börse kommen. Der Dax-Konzern will bei dem IPO selbst bis zu 1,9 Milliarden Euro erlösen. Insgesamt will VW bis zu 57,5 Millionen Aktien in einer Preisspanne von 27 bis 33 Euro anbieten.

Die Traton SE wird laut VW in der Summe mit 13,5 Milliarden bis 16,5 Milliarden Euro bewertet. Der Streubesitz betrage zwischen 10 und 11,50 Prozent. Im März hatte VW den Börsengang von Traton wegen des schwachen Börsenumfeldes zwischenzeitlich überraschend auf Eis gelegt.

07:37 Uhr

Dax wird behauptet erwartet

Dax
Dax 12.633,60

Wie ist die Lage an der Frankfurter Börse? Händler rechnen heute mit einem behaupteten Start am deutschen Aktienmarkt. Vorbörslich notierte der Dax 0,2 Prozent höher bei 12.196 Punkten.

Impulse könnten am Nachmittag von neuen US-Daten ausgehen. Veröffentlicht werden Einzelhandelsumsätze, Industrieproduktion und der Michigan-Index zur Stimmung unter den Verbrauchern.

07:02 Uhr

China geht mit Antidumpingzöllen für Stahlrohre hoch

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(Foto: picture alliance / Jens Büttner/)

Muskelspiel in Peking: Das chinesische Handelsministerium hat seine Antidumpingzölle auf Stahlrohre aus den USA und der EU verlängert und kräftig erhöht. Auf nahtlose Rohre aus legiertem Stahl aus diesen beiden Märkten werden künftig Zölle in Höhe von 57,9 bis 147,8 Prozent erhoben. Die höheren Abgaben treten bereits heute in Kraft.

Die Volksrepublik hatte 2014 Antidumpingzölle von 13 bis 14 Prozent auf diese Produkte aus den USA und der EU erhoben. Diese Zölle waren am 10. Mai abgelaufen.

06:48 Uhr

Asiens Anleger scheuen das Risiko

Nikkei
Nikkei 22.492,68

Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien haben sich auch zum Wochenausklang uneinheitlich gezeigt. Während Hongkong leichte Abgaben verzeichnet, geht es in Tokio etwas nach oben. Die Kursbewegungen halten sich jedoch in engen Grenzen. Viele Anleger scheuen das Risiko aufgrund der vielfältigen Unsicherheiten.

In Hongkong geht es für den Hang-Seng-Index um 0,5 Prozent weiter nach unten. Zwar haben die jüngst stark belastenden Proteste gegen das Abschiebungsgesetz etwas nachgelassen, jedoch sei damit zu rechnen, dass diese am Wochenende wieder zunähmen, heißt es. In Tokio legt der Nikkei-Index um 0,3 Prozent zu auf 21.091 Punkte. In Shanghai und Seoul geht es hingegen um jeweils rund 0,3 Prozent abwärts.