Freitag, 18. Dezember 2015Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
17:59 Uhr

Dax macht kurz vor Allzeithoch die Biege

Der deutsche Aktienmarkt hat zum Wochenausklang mit leichten Abgaben geschlossen. Ein besserer Ifo-Index stützte die Kurse nur kurz. Der Index stieg im Dezember auf 92,1 Punkte, während Analysten mit einem Rückgang auf 90,5 gerechnet hatten.

Dax
Dax 13.815,06

Nach den jüngsten sehr starken Einkaufsmanagerindizes scheinen positive Daten aber bereits weitgehend eingepreist zu sein. Der Große Verfall von Futures und Optionen auf Börsen-Indizes und Aktien verlief derweil sehr ruhig.

Der Dax verlor am Ende 0,3 Prozent auf 13.631 Punkte. Im Tageshoch stand der Index mit 13.774 Punkten nur wenige Zähler unter dem Allzeithoch von 13.795 Punkten. Nach Einschätzung aus dem Handel dürfte das Allzeithoch noch vor dem Jahreswechsel fallen.

Der Ifo-Index für Dezember macht die Experten der DWS grundsätzlich zuversichtlich. "Insgesamt hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft viel besser entwickelt als erwartet", sagte Martin Moryson, Chef-Volkswirt der DWS für Europa. "Auch die Aussichten fallen überraschend optimistisch aus". Die Geschäftserwartungen lägen sowohl im Handel wie auch im Verarbeitenden Gewerbe deutlich über den Werten von vor der Krise. Die Produktionsausfälle, die sich seit dem Ausbruch der Krise aufgetan hätten, führten offenbar zu erheblichem Nachholbedarf.

Drillisch
Drillisch 20,26

Unternehmensnachrichten dünnten nur wenige Tage vor Weihnachten immer mehr aus. 1&1 Drillisch profitierten von einem günstig ausgefallenen weiteren Gutachten im Streit mit Telefonica Deutschland und legten um 3,4 Prozent zu. Danach waren Preiserhöhungen von Telefonica Deutschland ungerechtfertigt. Weitere Gutachten stehen hier aber noch aus. Der Kurs der 1&1-Mutter United Internet zog um 4,6 Prozent an. Telefonica Deutschland zeigten sich unbelastet und gewannen 1,8 Prozent.

17:47 Uhr

Navidi: US-Hilfspaket "noch vor Weihnachten wahrscheinlich"

Im US-Kongress verhandeln Demokraten und Republikaner über letzte Details eines 900-Milliarden-Dollar-Hilfspakets, um die wirtschaftlichen Folgen der Virus-Pandemie abzufedern. Sandra Navidi von BeyondGlobal ist überzeugt, dass es "trotz einiger Querschüsse" zeitnah zu einer Einigung kommt:

 

17:29 Uhr

US-Bannliste wird länger: Chinesischer Chip-Hersteller SMIC gesperrt

Oja, es gibt ihn noch: Der Handelsstreit zwischen den USA und China schwelt trotz Corona weiter.

Die US-Regierung hat Dutzende weitere chinesische Unternehmen auf eine schwarze Liste gesetzt, um den den Chinesen den Zugang zu Technologie aus den USA zu versperren. Wie das Handelsministerium in Washington mitteilt, gilt der Bann jetzt auch für den Chip-Hersteller Semiconductor Manufacturing International Corporation (SMIC). Laut Handelsminister Wilbur Ross ist die Liste diesmal um 60 weitere chinesische Firmen gewachsen, elf davon hätten Verbindungen zu SMIC.

In einer Mitteilung heißt es, es gebe Hinweise auf Verbindungen zwischen SMIC und dem chinesischen Militär. Unternehmen, die Geschäfte mit SMIC machen wollten, benötigen dafür künftig eine spezielle Erlaubnis. Von Exportbeschränkungen betroffen sei auch der chinesische Drohnenspezialist DJI "wegen seiner Rolle bei Menschenrechtsverletzungen in China".

Laut Ross stehen insgesamt 689 Unternehmen auf der Liste - bei 296 handelt es sich um chinesische Firmen, auch der Technologiekonzern Huawei und mit ihm verbundene Unternehmen finden sich darauf wieder.

17:03 Uhr

Letzter Handelstag vor S&P 500-Aufnahme: Alle Augen auf Tesla!

Heute könnte es an der Börse rund gehen für den E-Autopionier: Am Montag werden die Titel in den S&P 500 aufgenommen. Das heißt, heute ist der letzte Taf für Index-Tracking-Fonds Tesla-Aktien im Wert von über 80 Milliarden US-Dollar zu kaufen. Denn nur so spiegeln ihre Portfolios den Index ab nächster Wiche auch korrekt wider. Gleichzeitig müssen die Fonds die Aktien anderer Titel im S&P 500 im gleichen Wert verkaufen.

Tesla
Tesla 694,50

Tesla ersetzt Occidental Petroleum im S&P 100 und Apartment Investment and Management im breiter gefassten S&P 500.

Seit der Ankündigung Mitte November hat die Tesla-Aktie bereits 60 Prozent zugelegt. Dass es für Tesla heute weiter nach oben geht, ist nicht gesagt. Denn passive Fonds dürfen erst unmittelbar vor und nach der Index-Aufnahme zugreifen, aktive Manager und Hedgefonds dagegen jederzeit.

Im frühen US-Handel notieren die Papiere 2,6 Prozent höher.

16:39 Uhr

US-Börsen genießen die Aussicht

Die US-Börsen kommen von ihren hohen Niveaus leicht zurück. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notiert nach einem unveränderten Start 0,5 Prozent niedriger bei 30.150 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sackt ebenfalls um 0,5 Prozent ein auf 3702 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq hält sich mit minus 0,1 Prozent etwas besser.

S&P 500
S&P 500 3.804,00

Alle drei Indizes hatten zuvor neue Bestmarken markiert. Investoren setzen darauf, dass sich Republikaner und Demokraten auf ein weiteres Hilfspaket für die von der Pandemie schwer gebeutelte Wirtschaft einigen.

16:24 Uhr

Kursrutsch bei US Steel

Ein trüber Ausblick löst einen Kursrutsch bei US Steel aus. Die Aktien des Stahlkochers fallen im vorbörslichen US-Geschäft um 4,3 Prozent. Das Unternehmen rechnet für das vierte Quartal mit einem operativen Gewinn von 55 Millionen Dollar.

US Steel
US Steel 17,57

Er habe mit einem drei Mal so hohen Ergebnis gerechnet, schreibt Analyst Tyler Kenyon vom Vermögensverwalter Cowen.

15:44 Uhr

Lieferengpässe: Volkswagen muss Produktion drosseln

Volkswagen muss wegen einem Engpass bei Halbleitern die Fahrzeugproduktion weltweit bei der Kernmarke und mehreren Konzernmarken drosseln. "Die massiv eingeschränkte Liefersituation bei Halbleitern sorgt herstellerübergreifend für erhebliche Störungen in der weltweiten Fahrzeug-Produktion", teilt der Dax-Konzern mit.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 152,80

VW müsse nun die Fertigung an einzelnen chinesischen, nordamerikanischen und europäischen Standorten im ersten Quartal 2021 an die Versorgungssituation anpassen. Betroffen sind Fahrzeuge auf Basis der MQB-Plattform der Marken Volkswagen Pkw und Nutzfahrzeuge, Skoda, Seat sowie im begrenzten Umfang Audi.

VW-Titel bauen ihre Verluste nach der Nachricht leicht aus.

 

 

 

Hier mehr zum Thema:

 

15:33 Uhr

"Mit cleveren Strategien durch stürmische Zeiten"

Weltweit sind die Börsen in Rekordlaune. Auch der deutsche Leitindex Dax lässt sich in den letzten Handelstagen von der guten Stimmung mitreißen. Doch Vorsicht: Bei all der Euphorie können die Kurse schnell wieder stark schwanken. Warum sich Anleger nicht von Gefühlen leiten lassen sollten, wie wichtig Risikomanagement jetzt aussieht und welche Taktiken künftig die besten sind, darüber spricht Bianca Thomas spricht darüber mit Metin Simsek von der UBS.

 

15:28 Uhr

Luft raus: Dax fährt sich fest

Der deutsche Leitindex Dax verbucht am Nachmittag zwar einen kleinen Anstieg, sein Rekordhoch sieht er aber nur von unten. Das Plus beläuft sich auf 0,3 Prozent bei 13.710 Punkten.

Am Vormittag war der Dax mit 13.774 Punkten wieder dicht an das Rekordhoch von 13.795 Punkten aus dem Februar herangerückt. Zuvor waren Futures und Optionen auf die deutschen Aktien-Indizes ausgelaufen. Gegen Handelsschluss laufen noch die Optionen und Futures auf einzelne Aktien aus.

Dax
Dax 13.815,06

 

14:24 Uhr

Tesla muss Bauarbeiten in Grünheide stoppen

Gute Nachrichten, schlechte Nachrichten ... Musk hat von allem etwas: In Grünheide läuft es derzeit nicht so gut!

Tesla Motors (USD)
Tesla Motors (USD) 844,55

Der US-Elektroautobauer Tesla muss Arbeiten auf dem Gelände für die geplante Fabrik bei Berlin vorerst ruhen lassen. Grund seien vom Landesamt für Umwelt (LfU) geforderte und noch nicht erbrachte Sicherheitsleistungen für etwaige Rückbaukosten, bestätigte das Umweltministerium auf Anfrage. Zunächst hatte der "Tagespiegel" darüber berichtet.

Demnach darf Tesla vorzeitige Genehmigungen wie den Einbau der Maschinen in der Lackiererei und die Rodung des Waldes nicht weiter fortsetzen, wie aus einem Bescheid des Landesumweltamtes hervorgeht, der der dpa vorliegt. Tesla hätte bis zum 17. Dezember eine Sicherheitsleistung in Höhe von 100 Millionen Euro erbringen müssen. Der US-Autobauer hat angeblich nun bis 4. Januar 2021 Zeit, die Leistungen zu hinterlegen.

13:58 Uhr

Musk erhält Frequenzen für Satelliten-Internet

Da dürfte Freude bei Tesla-Gründer Elon Musk aufkommen: Die Bundesnetzagentur hat seinem Unternehmen SpaceX Funkfrequenzen für das Satellitensystem Starlink zugeteilt. "Wir haben die frequenzrechtlichen Voraussetzungen geschaffen, damit in Deutschland breitbandiges Internet über Satellit angeboten werden kann", sagte Behördenchef Jochen Homann.

Es handele sich um die erste Zuteilung von Frequenzen für eine sogenannte Satelliten-Mega-Konstellation mit einer sehr hohen Anzahl erdnaher, umlaufender Satelliten. Mit Starlink sollen satellitengestützte breitbandige Internet-Dienste mit ähnlichen Reaktionszeiten (Latenz) wie in terrestrischen Netzen möglich sein. Derzeit befinden sich laut Netzagentur 800 Starlink-Satelliten auf einer Erdumlaufbahn. Im Endausbau seien mehr als 4400 Satelliten geplant. Wegen der Neuartigkeit des Systems ist die Frequenzzuteilung zunächst auf ein Jahr befristet, um bei gegebenenfalls nötig Anpassungen vornehmen zu können, wie es hieß.

13:23 Uhr

Rückschlag für Sony: Cyberpunk 2077 aus Playstation-Store entfernt

Nach einer Flut von Nutzerbeschwerden über technische Probleme beim Videospiel "Cyberpunk 2077" zieht Playstation-Hersteller Sony die Reißleine und entfernt das Open-World-Epos aus seinem Playstation-Store. Den Käufern werde eine volle Erstattung angeboten, erklärte der japanische Konzern.

Sony
Sony 84,01

Die polnische Entwicklerfirma CD Projekt RED, die das Action-Rollenspiel mit immensem Aufwand produziert hatte, reagierte zerknirscht und kündigte an, "Cyberpunk" so schnell wie möglich wieder zurück auf die Playstation bringen zu wollen. CD Projekt RED hatte das mit Spannung erwartete und von vielen Kritikern hochgelobte Spiel am 10. Dezember auf den Markt gebracht - unter anderem für PC-Spieler sowie die Konsolen Xbox One von Microsoft und Sonys Playstation 4.

12:48 Uhr

Daimler-Absatz in China wächst zweistellig

Daimler hat in diesem Jahr in China trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich mehr Mercedes-Autos verkauft als im Vorjahr. "Wir werden in diesem Jahr zweistellig wachsen", sagte China-Vorstand Hubertus Troska in Peking. Die Zahl der 2019 verkauften Fahrzeuge - rund 693.000 Stück - habe man schon Ende November übertroffen.

Daimler
Daimler 56,30

Auch die Produktion in China wächst laut Troska weiter. 2019 seien rund 560.000 Autos lokal produziert worden, in diesem Jahr würden es am Ende mehr als 600.000 sein. Hinzu kommen noch Importfahrzeuge wie die S-Klasse, die sich in China stark verkauft, aber nur in Deutschland produziert wird. Auch für 2021 zeigte sich Troska zuversichtlich. "Ich gehe davon aus, dass dieses positive Momentum auch ins nächste Jahr hinein trägt", sagte er. China ist für Daimler der mit Abstand größte Einzelmarkt. Mehr als jeden dritten Mercedes verkauft der Konzern dort.

11:45 Uhr

Vivendi im Plus - Tencent kauft weitere UMC-Beteiligung

Der französische Medienkonzern gibt weitere Anteile an seiner Musik-Tochter Universal Music Group (UMG) an den chinesischen Internetriesen Tencent ab.

Vivendi Universal
Vivendi Universal 26,16

Wie Vivendi mitteilt, übernimmt ein von Tencent geführtes Konsortium weitere zehn Prozent an UMG. Die Vivendi-Tochter wird dabei mit rund 30 Milliarden Euro bewertet. Bereits im März diesen Jahres schloss das Konsortium rund um Tencent einen ersten Kauf von zehn Prozent an dem Musikkonzern ab, zu dem Künstler wie Taylor Swift und The Beatles gehören. Nun machte es von der damals beschlossenen Option Gebrauch, weitere Anteile zu kaufen.

Der Verkauf der Beteiligung an UMG kommt bei den Anlegern gut an. Für die Aktie geht es nach oben.

11:25 Uhr

Bosch zahlt Beschäftigten Bonus und Sonderprämie

Der Technologiekonzern Bosch will auch für das Geschäftsjahr 2020 seinen Mitarbeitern in Deutschland einen Bonus zahlen. Im Schnitt solle jeder Tarifbeschäftigte rund 39 Prozent eines Monatsgehalts bekommen, wie ein Bosch-Sprecher der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" sagte. Mit dem zusätzlichen Geld können die Mitarbeiter mit der April-Abrechnung rechnen.

Geplant ist demnach zudem eine einmalige Sonderzahlung; Höhe und Auszahlungszeitpunkt sollen im ersten Quartal 2021 festgelegt werden. Die Prämie soll weltweit gezahlt werden.

Bosch rechnet mit einem Gewinn fürs Gesamtjahr 2020. Zu den "verbesserten Ergebnisaussichten" hätten alle Mitarbeiter einen wichtigen Beitrag geleistet: durch hohen persönlichen Einsatz in Form von Einkommensverzicht, Kurzarbeit oder Arbeitszeitreduzierung, so der Sprecher. Der Erfolgsbonus für 2019 betrug den Zeitungen zufolge im Durchschnitt 1227 Euro je Mitarbeiter. Ausgeschüttet wurden insgesamt 70,6 Millionen Euro. 57.500 Beschäftigte bekamen den Bonus.

Bosch ist nicht börsennotiert!

10:56 Uhr

Kupferpreis klettert auf Acht-Jahres-Hoch

In Erwartung einer steigenden Nachfrage des weltweit wichtigsten Abnehmers China decken sich Anleger mit Kupfer ein. Das Industriemetall gewinnt knapp zwei Prozent und ist mit 7723 Dollar je Tonne so teuer wie zuletzt vor knapp acht Jahren.

Kupfer (LME)
Kupfer (LME) 7.993,00

Neben der Hoffnung auf die rasche Verfügbarkeit eines Coronavirus-Impfstoffs wird der Kupfer-Kurs von ermutigenden chinesischen Konjunkturdaten angetrieben, schreiben die Analysten der ANZ Bank.

10:25 Uhr

Ifo-Index steigt überraschend

Auch wegen der Aussicht auf Impfungen gegen das Corona-Virus bessert sich die Stimmung der Firmen in Deutschland. Trotz des Lockdowns kletterte der Ifo-Geschäftsklimaindex im Dezember auf 92,1 Punkte von 90,9 Zählern im Vormonat, wie das Münchner Institut  mitteilte.

Dax
Dax 13.815,06

Dies war der erste Anstieg nach zwei Rückgängen in Folge. Ökonomen hingegen hatten erneut mit einem leichten Rückgang auf 90,0 Punkte gerechnet. "Zwar trifft der Lockdown einzelne Branchen hart", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. "Die deutsche Wirtschaft insgesamt zeigt sich jedoch widerstandsfähig."

10:14 Uhr

Ex-Wirecard-Chef Braun verbringt Weihnachten im Gefängnis

Der frühere Wirecard-Vorstandschef Markus Braun wird auch den Jahreswechsel im Gefängnis verbringen. "Die beim Landgericht München I anhängige Haftbeschwerde wurde im Hinblick auf die laufenden und noch nicht abgeschlossenen Vernehmungen von Herrn Dr. Braun vorerst zurückgenommen, zumal Ende Januar 2021 auch die gesetzliche Haftprüfung durch das Oberlandesgericht München stattfindet", erklärten die Anwälte des seit fünf Monaten in Untersuchungshaft sitzenden Managers.

Es war bereits Brauns zweite Haftbeschwerde im mutmaßlich größten Fall von Bilanzbetrug in Deutschland seit 1945.

Hier erfahren Sie mehr Thema:

09:41 Uhr

Coca-Cola streicht weltweit 2200 Jobs

Coca-Cola setzt den Rotstift an, insgesamt 2200 Stellen sollen abgebaut werden. Davon sollen 1200 in den USA wegfallen, wie der Getränkekonzern mitteilt. Die Stellenstreichungen seien Teil der bereits im August angekündigten Umstrukturierung. Bei Coca-Cola arbeiten weltweit rund 86.200 Menschen. 

Coca-Cola
Coca-Cola 40,15

Mit den Streichungen will Coca-Cola 350 bis 550 Millionen Dollar einsparen. Der Konzern hat wegen der Corona-Krise deutliche Umsatzeinbußen, vor allem, weil Restaurants und Bars weltweit schließen mussten. Im zweiten Quartal sank der Umsatz stark, im dritten Quartal ging er ebenfalls um neun Prozent im Vorjahresvergleich zurück, auf 8,7 Milliarden Dollar. Der Gewinn von Juli bis Ende September schrumpfte um ein Drittel auf 1,7 Milliarden Dollar.
 

09:34 Uhr

Dax hält den Ball flach

Am sogenannten Hexensabbat, dem großen Verfallstag an den Terminbörsen, eröffnet der Dax zunächst etwas schwächer, berappelt sich aber auch gleich wieder. Aktuell notiert er 0,1 Prozent höher bei 13.685 Punkten.

Dax
Dax 13.815,06

Marktbeobachter sprechen von Gewinnmitnahmen nach dem jüngsten Höhenflug. Am Donnerstag hatte der Dax bereits an seinem Rekordhoch von 13.795 Punkten aus dem Februar gekratzt. Auf Wochensicht zeichnet sich aktuell für den Dax ein Plus von vier Prozent ab.

Vor einer Woche war das Barometer noch fast unter die Marke von 13 000 Zählern gerutscht. Weiter in Rekordhöhen bewegt sich der MDax mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 30313 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 notiert unverändert.

08:47 Uhr

Ölpreise können hohes Niveau nicht ganz halten

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 56,27

Die Ölpreise geben im frühen Handel von erhöhtem Niveau aus leicht nach. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent 51,27 US-Dollar. Das waren 23 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 17 Cent auf 48,19 Dollar. Trotz der leichten Preisrückgänge bewegen sich die Rohölpreise in der Nähe ihres höchsten Standes seit März. Wenige Wochen davor hatte die Corona-Pandemie die ganze Welt erfasst. Die Ölpreise stürzten daraufhin dramatisch ab. Verschärft wurde die Lage seinerzeit durch einen Preiskrieg großer Förderländer, der mittlerweile beendet ist.

Für Belastung sorgte zuletzt der etwas festere Dollar, da er Rohöl für Investoren aus anderen Währungsräumen teurer macht. Profitiert haben die Erdölpreise in den vergangenen Wochen dagegen von der Aussicht auf flächendeckende Corona-Impfungen und der Hoffnung auf eine Eindämmung der Pandemie. Da dies jedoch Zeit in Anspruch nimmt, erleidet der Rohölmarkt immer wieder Rückschläge.

08:25 Uhr

Festerer Dollar setzt Euro unter Druck

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,22

Der Euro gibt im frühen Handel etwas nach. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2250 US-Dollar, nachdem sie am Tag zuvor mit 1,2273 Dollar abermals einen Höchststand seit April 2018 erreicht hatte. Zuletzt übte der festere Dollar etwas Druck auf den Euro aus. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs des Euro am Donnerstag auf 1,2246 Dollar festgelegt.

Vor dem Wochenende blicken die Anleger nach München. Dort gibt das Ifo-Institut die Ergebnisse seiner monatlichen Unternehmensbefragung bekannt. Das Ifo-Geschäftsklima gilt als wichtigstes Stimmungsbarometer für die deutsche Wirtschaft. Angesichts der angespannten Corona-Lage und neuer Beschränkungen des öffentlichen Lebens wird mit einer Eintrübung gerechnet.

07:42 Uhr

Hexensabbat treibt Dax-Anleger um

Dax
Dax 13.815,06

Zum großen Verfall an den Terminmärkten wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Donnerstag hatte er unter anderem wegen der Hoffnung auf eine Einigung im Streit über weitere US-Konjunkturhilfen 0,8 Prozent auf 13.667,25 Punkte zugelegt. Dies und die Aussicht auf die rasche Zulassung weiterer Coronavirus-Impfstoffe stimmt Investoren weiter optimistisch. Auch beim Thema Brexit bleiben sie Börsianern zufolge hoffnungsvoll, dass sich Großbritannien und die EU auf den letzten Drücker doch noch auf ein Freihandelsabkommen einigen.

Daneben richten Investoren ihr Augenmerk auf den Ifo-Index, der die Stimmung in den deutschen Chef-Etagen widerspiegelt. Experten rechnen für Dezember mit einem Rückgang auf 90 Punkte von 90,7 Zählern im Vormonat. Die Erwartungskomponente werde demnach aber auf 92,5 Punkte von 91,5 Zählern steigen. Unabhängig davon verfallen am "Hexensabbat" Futures und Optionen auf Indizes sowie Optionen auf einzelne Aktien. Zu diesem Termin schwanken die Aktienkurse üblicherweise stark, weil Investoren die Preise der Wertpapiere, auf die sie Derivate halten, in eine für sie günstige Richtung bewegen wollen.

07:14 Uhr

Auch Microsoft von Hackerangriff in USA betroffen

Microsoft
Microsoft 216,44

Von dem jüngsten Hackerangriff in den USA waren nicht nur Ministerien und Behörden, sondern auch der Softwarekonzern Microsoft betroffen. Microsoft bestätigte, dass konzernintern eine schadhafte Version von Software des US-Herstellers Solarwinds entdeckt worden sei. Netzwerkmanagement-Software von Solarwinds wurde von den Angreifern als Einfallstor verwendet.

Als Drahtzieher der Attacke wird von US-Behörden Russland vermutet. Das Microsoft-Management betonte, die bisherigen Ermittlungen lieferten keine Erkenntnisse, dass die Hacker Microsoft-Systeme genutzt hätten, um Kunden zu attackieren.

06:31 Uhr

Corona-Zahlen lasten auf Tokioter Börse - Konjunkturprognose gesenkt

Nikkei
Nikkei 28.523,26

Steigende Corona-Fallzahlen in Tokio belasten den japanischen Aktienmarkt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index büßte im Verlauf 0,2 Prozent ein auf 26.756,89 Punkte. Die Börse in Shanghai notierte kaum verändert. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg 0,7 Prozent. Im fernöstlichen Devisenhandel büßte der Euro 0,2 Prozent ein auf 1,2250 Dollar. Zum Yen stieg die US-Währung 0,3 Prozent auf 103,40 Yen. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0837 Franken und zum Dollar mit 0,8847 Franken.

Die japanische Regierung hat unterdessen ihre Konjunkturprognose für das Ende März ablaufende Fiskaljahr gesenkt. Sie geht nach eigenen Angaben nun von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Zuge der Corona-Krise von 5,2 Prozent aus. Das wäre nach Auskunft des Kabinettsbüros der stärkste Einbruch seit dem Vorliegen vergleichbarer Daten im Jahr 1995. Die bisherige Vorhersage lag bei einem Minus von 4,5 Prozent. Für das kommende Fiskaljahr 2021/22 schraubte die Regierung ihre BIP-Prognose auf einen Rekordanstieg von 4,0 Prozent nach oben. Hintergrund ist ein neues Konjunkturprogramm, mit dem die Erholung der Wirtschaft forciert werden soll. Bislang lautete die Erwartung auf einen BIP-Zuwachs von 3,4 Prozent.

*Datenschutz

06:15 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht