Freitag, 27. Dezember 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Dax und EuroStoxx gewinnen - MDax und TecDax im Qiagen-Sog

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(Foto: imago/Sven Simon)

Die europäischen Aktienmärkte haben sich heute im Großen und Ganzen in einer freundlichen Verfassung gezeigt. Der EuroStoxx50 markiert neue Jahreshöchststände, am Abend notierte er um 0,3 Prozent fester bei 3784 Punkten. In Frankfurt ging der Dax um 0,3 Prozent höher mit 13.337 Zählern ins Wochenende. Der MDax schloss nach einem sehr kurzen Ausflug zu einem neuen Allzeithoch von 28.643 Stellen wenig verändert bei 28.537 Punkten. Der TecDax gab um 0,7 Prozent auf 3035 Zähler nach. Für positive Stimmung sorgten unter anderem die Aussichten auf einen baldigen Abschluss des Teil-Handelsabkommens zwischen den USA und China sowie gute US-Einzelhandelsdaten aus dem Weihnachtsgeschäft.

Das Papier des Biotechnologie-Unternehmens Qiagen brach um 18,2 Prozent ein und belastete damit MDax wie auch TecDax. Das Unternehmen will sich nun doch nicht übernehmen lassen. Dax-Gewinnerin war heute die FMC-Aktie mit plus 2,0 Prozent.

17:07 Uhr

Dollarschwäche lässt Euro deutlich fester werden

Der Kurs des Euro hat heute kräftig zugelegt und ist deutlich über 1,11 US-Dollar gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag bei einem Tageshoch von 1,1170 Dollar gehandelt. In der Nacht hatte der Euro noch bei 1,11 Dollar notiert. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1153 (Dienstag: 1,1080) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8966 (0,9025) Euro.

Marktbeobachter sprachen von einer allgemeinen Dollarschwäche, die dem Euro im Gegenzug Auftrieb verlieh. Die US-Währung musste im Handel mit allen wichtigen Währungen Verluste einstecken.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,10

16:49 Uhr

Weitere Investoren verklagen Danske Bank

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(Foto: REUTERS)

Weiteres Ungemach für die Danske Bank: Das größte dänische Geldinstitut wird wegen des Geldwäsche-Skandals von weiteren Investoren verklagt. Rund 60 Anleger fordern insgesamt 1,5 Milliarden dänische Kronen (200 Millionen Euro). Die Bank kündigte an, sich entschieden gegen die Vorwürfe zu wehren.

Es ist bereits die dritte Investorenklage gegen das Geldhaus wegen dieses Skandals. Über die estnische Niederlassung der Danske Bank waren von 2007 bis 2015 verdächtige Zahlungen in einem Volumen von 200 Milliarden Euro abgewickelt worden. In mehreren Ländern laufen Ermittlungen gegen das Institut. In einer Klage in den USA fordern 232 Pensionsfonds fast 800 Millionen Dollar Schadenersatz.

16:29 Uhr

Kartellwächter sehen Amazon-Einstieg bei Deliveroo kritisch

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die britische Wettbewerbsbehörde CMA stößt sich am geplanten Einstieg des Versandriesen Amazon bei der britischen Essens-Lieferplattform Deliveroo. Die Unternehmen hätten ihre Bedenken nicht ausgeräumt, erklärte die Behörde und kündigte eine vertiefte Prüfung an.

Amazon hatte im Mai eine 575 Millionen US-Dollar schwere Finanzierungsrunde bei dem Takeaway.com- und Just-Eat-Rivalen angeführt und bekäme damit mehr Einfluss bei der erst vor sechs Jahren gegründeten britischen Firma. Welchen Anteil die Amerikaner an Deliveroo bekommen sollen, ist unklar. Deliveroo erklärte, der Einstieg vergrößere sogar den Wettbewerb auf dem Markt.

16:05 Uhr

Noch 2019 Auslieferung in China - Tesla-Aktie so teuer wie nie

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(Foto: REUTERS)

Die positiven Nachrichten aus China lassen den Kurs der Tesla-Aktie auf ein Rekordhoch steigen. Das Papier legte an der Wall Street um ein Prozent zu und kostete mit 435,31 US-Dollar so viel wie nie.

Der Elektroauto-Pionier kündigte an, am kommenden Montag die ersten in der Volksrepublik produzierten Fahrzeuge des Typs Model 3 auszuliefern.

15:41 Uhr

Dow Jones schafft neuen Rekord

Rekordflut an der Wall Street: Der Dow Jones hat kurz nach Handelsbeginn mit 28.692 Punkten ein neues Allzeithoch markiert. Auch S&P 500 und Nasdaq erreichten Höchststände.

Einerseits stützen weiterhin die rekordhohen Umsätze im US-Weihnachtsgeschäft, andererseits gibt es auch überraschend gute Konjunkturdaten aus China. Dort erhöhten sich die Gewinne der Industrieunternehmen im November um 5,4 Prozent auf Jahressicht und damit so deutlich wie seit acht Monaten nicht mehr. Zudem gehen Marktteilnehmer von einer baldigen Unterzeichnung des "Phase-eins"-Handelsabkommens zwischen den USA und China aus.

15:20 Uhr

Bericht: Galeria Karstadt Kaufhof macht großen Verlust

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(Foto: imago images/photothek)

Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof wird einem Bericht zufolge auch im ersten Jahr seiner endgültigen Verschmelzung rote Zahlen schreiben. Das Management erwarte 2020 einen Nettoverlust von 111 Millionen Euro, wie der "Spiegel Online" unter Berufung auf ein internes Aufsichtsratspapier berichtete. Karstadt wollte sich dazu nicht äußern.

Kaufhof ist seit einem Jahr Teil eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem früheren Erzrivalen Karstadt. Doch der Konzern steckt weiter in den roten Zahlen. Allein Karstadt werde in diesem Jahr einen Verlust von 78 Millionen Euro schreiben, hatte Vorstandschef Stephan Fanderl zuletzt dem "Handelsblatt" gesagt.

15:07 Uhr

EZB-Ratsmitglied erwartet 2020 keine Zinswende

EZB

EZB

(Foto: AP)

Gibt es eine Zinswende im kommenden Jahr? Fehlanzeige. Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nach den Worten ihres Ratsmitglieds Robert Holzmann auch im kommenden Jahr ihre Zinsen nicht erhöhen.

  • "Ich erwarte für 2020 noch keine Wende in ein positives Zinsumfeld", sagte der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB).

Der EZB-Leitzins liegt seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent, womit die Währungshüter die Konjunktur anschieben und die Inflationsrate wieder in die Nähe der angestrebten Zwei-Prozent-Marke bringen wollen.

14:47 Uhr

Nissan muss sparen

Der japanische Autobauer Nissan drückt verstärkt auf die Kostenbremse und hat Insidern zufolge seine Mitarbeiter dazu aufgerufen, alle verzichtbaren Ausgaben zu streichen. Unnötige Reisen, Werbeveranstaltungen oder Verkaufsanreize sollten gestrichen werden, um "jeden Yen zu sparen", sagte ein Insider Reuters. Treffen würden verstärkt durch Videokonferenzen ersetzt.

Die Sparmaßnahmen gelten den drei Insidern aus dem Unternehmen zufolge für den Rest des Geschäftsjahres bis Ende März und werden wahrscheinlich auch danach fortgesetzt. Nissan leidet wie andere Rivalen auch unter sinkender Nachfrage und Gewinnen.

14:33 Uhr

Mehr unwetterbedingte Schäden 2019

Stürme, Hagel und Starkregen haben in diesem Jahr versicherte Schäden an Häusern, Hausrat, Gewerbe, Industrie und Kraftfahrzeugen in Höhe von 3,2 Milliarden Euro verursacht. Die Naturgefahrenbilanz 2019 liege damit auf dem Vorjahresniveau und unter dem langjährigen Durchschnitt von rund 3,7 Milliarden Euro, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit. Den vorläufigen Zahlen zufolge beliefen sich die Leistungen für Sturm-, Hagel-, Blitz- und Überschwemmungsschäden an Kraftfahrzeugen auf schätzungsweise eine Milliarde Euro und verdoppelten sich fast im Vergleich zum Vorjahr. Allein die Unwetterserie und der Hagel an Pfingsten 2019 schlugen demnach mit Schäden an Kfz von rund 350 Millionen Euro zu Buche.

Wie steht es mit den Versichereraktien im Dax? Munich Re verloren am Nachmittag 0,5 Prozent und Allianz 0,2 Prozent.

14:00 Uhr

Familienunternehmen sehen kommendes Jahr kritisch

Zum großen Teil pessimistisch ins neue Jahr gehen Deutschlands Familienunternehmen. Nur noch 48 Prozent rechnen 2020 mit einem Wachstum, geht aus einer Umfrage der Verbände "Die Familienunternehmer" und "Die jungen Unternehmer" hervor. Vor einem Jahr hatten noch 61 Prozent mit einem Wachstum ihrer Geschäfte gerechnet.

Trotz der Konjunkturschwäche sollen aber keine Stellen abgebaut werden: 49 Prozent wollen alle Mitarbeiter halten, nur sieben Prozent Arbeitsplätze streichen. Ein Grund dafür dürfte die Verschärfung des Fachkräftemangels sein, den fast jedes dritte Familienunternehmen 2020 erwartet. Um diesem vorzubeugen, wollen 54 Prozent an der Zahl der Ausbildungsplätze festhalten. 14 Prozent wollen sie sogar erhöhen, elf Prozent senken.

13:06 Uhr

Werksbau in Rekordtempo - am Montag erste Tesla-Autos in China

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(Foto: REUTERS)

Nur knapp ein Jahr nach Baubeginn des Tesla-Werks in China liefert der US-Elektroautobauer dort produzierte Fahrzeuge aus. Am kommenden Montag würden die ersten Modell-3-Autos die Fabrik verlassen, sagte ein Unternehmenssprecher. Die ersten 15 Fahrzeuge erhielten Tesla-Mitarbeiter.

Das Werk in Shanghai wurde damit im Rekordtempo errichtet. Der Bau der ersten Tesla-Produktion außerhalb der USA begann im Januar. Mit der Fertigung startete der E-Auto-Pionier im Oktober. Pro Jahr sollen dort künftig 250.000 Autos hergestellt werden, die vor Subventionen umgerechnet 45.000 Euro kosten. China will die E-Autos von der Umsatzsteuer befreien und sie somit erschwinglicher machen.

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12:58 Uhr

Handelsentspannung und "Liebesbrief" stärken Pfund

Gut erholt präsentierte sich heute das Pfund Sterling. Die britische Währung profitierte vom nachlassenden Interesse am US-Dollar als sicherem Hafen. Eine Analystin sagte, die Risikoneigung werde gestärkt durch die Erwartung rückläufiger Spannungen im Handelskonflikt zwischen China und den USA.

Andere Marktteilnehmer führten die Pfund-Stärke auch auf den "Liebesbrief" von EU-Kommissar Frans Timmermanns zurück, in dem er Großbritannien jederzeit eine Rückkehr in die EU zugesichert hat. Zur US-Währung steigt das Pfund auf 1,3060 je Dollar.

12:43 Uhr

Dax durchweg im positiven Bereich - MDax mit Rekordhoch

Der deutsche Aktienmarkt hat am ersten Handelstag nach der Weihnachtspause robust gezeigt. In einem allgemein ruhigen Börsenumfeld notierte der Dax seit dem Morgen ausnahmslos in der Gewinnzone, große Kursausschläge aber blieben aus. Kurz nach Mittag belief sich das Plus des Dax auf 0,4 Prozent auf 13.359 Punkte. Der MDax schaffte mit 28.643 Zählern ein Allzeithoch, prallte aber davon wieder ab. Zuletzt stand ein Plus von 0,1 Prozent auf 28.568 Punkte. Der TecDax verharrte mit minus 0,6 Prozent auf 3040 Stellen im negativen Bereich, ein Grund ist die sehr schwache Qiagen-Aktie. Der EuroStoxx50 kletterte um 0,5 Prozent auf 3792 Punkte.

An der Dax-Spitze notierten FMC mit plus 2,4 Prozent. Verluste verzeichneten lediglich Munich Re (minus 0,4 Prozent) und Deutsche Telekom (minus 0,1 Prozent)

12:30 Uhr

An der Wall Street könnte es noch höher gehen

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(Foto: REUTERS)

Mit weiter steigenden Kursen dürfte sich die New Yorker Wall Street am letzten Handelstag der Woche zeigen. Damit könnte sich die jüngste Rekordjagd fortsetzen. Diese hatte gestern Dow & Co neue Rekordhochs beschert - der Nasdaq-Composite stieg sogar erstmals in seiner Geschichte über 9.000 Punkte.

Einerseits dürften weiter die rekordhohen Umsätze im US-Weihnachtsgeschäft stützen, andererseits gibt es auch gute Konjunkturdaten aus China. Dort erhöhten sich die Gewinne der Industrieunternehmen im November um 5,4 Prozent auf Jahressicht und damit so deutlich wie seit acht Monaten nicht mehr. Der Future auf den S&P-500 steigt aktuell um 0,2 Prozent. Die Agenda der US-Konjunkturdaten ist zum Wochenausklang sehr übersichtlich. Es werden lediglich die offiziellen US-Öllagerdaten veröffentlicht.

12:14 Uhr

Asiana Airlines geht an Baufirmen-Konsortium

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Ein Konsortium um die südkoreanische Baufirma Hyundai Development übernimmt die zweitgrößte Fluggesellschaft des Landes, Asiana Airlines. Das Konsortium habe den Vertrag zur Übernahme von 30,77 Prozent an dem Star-Alliance-Mitglied unterzeichnet, teilte die Baufirma HDC mit. Das Konsortium investiert 2,5 Billionen Won (etwa 1,94 Milliarden Euro) in die Anteile, die Managementrechte an Asiana sowie für neu herauszugebende Aktien.

Der Mutterkonzern Kumho Asiana Group hatte sich im Frühjahr wegen Finanzproblemen dazu bereit erklärt, die Anteile an seiner wichtigsten, aber hoch verschuldeten Tochter zu veräußern. Größter Anteilseigner bei der Airline war das Unternehmen Kumho Industrial.

11:53 Uhr

Qiagen-Aktie ist große Verliererin nach Weihnachten

Die Luft ist raus: Nach der Absage der Qiagen-Führung an einen Verkauf ist die Kursfantasie rund um das Biotech-Unternehmen regelrecht zerstoben. Die Aktie des deutsch-niederländischen Unternehmens büßte in Frankfurt fast ein Fünftel ihres Wertes ein und lag mit 30 Euro kaum über dem Niveau von Mitte November, als Qiagen Überlegungen zu einem möglichen Verkauf des Unternehmens an Konkurrenten öffentlich gemacht hatte. Am Mittag notierte das Papier 18,3 Prozent billiger bei 30,28 Euro.

Die Verkaufsabsage der Qiagen-Führung überraschte die Analysten. Die Interessenten ließen sich aber nicht auf Dauer abwimmeln, schrieb DZ-Bank-Analyst Sven Kürten. Dem US-Laborausrüster Thermo Fisher Scientific waren konkrete Übernahmegelüste für Qiagen nachgesagt worden. Qiagen selbst hatte von mehreren Interessenten gesprochen, aber keine Namen genannt.

Mehr dazu lesen Sie hier.

11:32 Uhr

VW will bei E-Autos Tesla überholen

Volkswagen will mehr Elektroautos als bislang geplant produzieren. Das Ziel von einer Million batteriegetriebenen Autos solle bereits Ende 2023 und damit zwei Jahre früher als bisher vorgesehen erreicht werden, teilte der Wolfsburger Autoriese mit. Für 2025 rechne die Marke VW nun mit 1,5 Millionen produzierten Elektrofahrzeugen. Volkswagen will den US-Elektroautobauer Tesla überholen und in den nächsten Jahren zum Weltmarktführer in der E-Mobilität aufsteigen. Dazu plant der Konzern zahlreiche neue Modelle.

Den Anfang macht der neue ID.3, dessen Produktion im November im sächsischen Zwickau angelaufen ist und der im Sommer zu den Händlern rollen soll. Wenige Monate später soll dort die Produktion des ID.Crozz beginnen, des ersten vollelektrischen SUV der Marke VW. Auch in China und den USA laufen die Vorbereitungen zum Anlauf der ID-Familie.

Hier mehr zu den Plänen von Volkswagen.

Mehr zur E-Auto-Problematik lesen Sie hier.

11:13 Uhr

Schwächerer US-Dollar treibt Goldpreis an

Goldpreis
Goldpreis 1.568,42

Der Goldpreis hat heute den höchsten Stand seit fast zwei Monaten erreicht. Kurz vor Mittag wurde das Edelmetall an der Börse in London zeitweise für rund 1512 US-Dollar gehandelt - am Morgen hatte Gold bei 1514 Dollar notiert. Das ist der höchste Preis seit Anfang November.

Laut Analysten hat die jüngste Dollar-Schwäche dem Goldpreis zuletzt Auftrieb verliehen. Im Verlauf der Woche hat sich Gold deutlich verteuert und der Preis für das Edelmetall steuert auf den stärksten Gewinn auf Wochensicht seit August hin. Im gleichen Zeitraum hat sich der US-Dollar im Handel mit dem Euro um etwa ein halbes Prozent abgeschwächt.

10:53 Uhr

Gazprom will 2021 Hälfte des Gewinns ausschütten

Gazprom
Gazprom 6,80

Der russische Gaskonzern Gazprom hat eine neue, aktionärsfreundlichere Dividendenpolitik beschlossen. In drei Jahren soll die Ausschüttung mindestens auf die Hälfte des bereinigten Nettogewinns steigen, teilte das Unternehmen mit.

Für dieses Jahr soll die Dividende mindestens 30 Prozent betragen und für 2020 mindestens 40 Prozent. Für 2021 und danach sind dann mindestens 50 Prozent vorgesehen.

10:28 Uhr

Erdogan lässt türkisches Elektroauto bauen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Türkei will in den nächsten 13 Jahren umgerechnet mehr als drei Milliarden Euro in die Entwicklung und den Bau eines eigenen Elektroautos investieren. Jährlich sollen in einer Fabrik in der nordwestlichen Provinz Bursa bis zu 175.000 Fahrzeuge produziert werden, wie die Regierung in Ankara mitteilte. Mehr als 4000 Arbeitskräfte sollen dort beschäftigt werden. Das Projekt, das im Oktober startete, werde staatliche Unterstützung erhalten, darunter Steuernachlässe.

Der Bau eines eigenen türkischen Elektroautos Autos ist ein langjähriges Ziel von Präsident Recep Tayyip Erdogan und seiner regierenden Partei AKP.

10:01 Uhr

Weiterer Weggang bei Boeing - Muilenburg-Berater nimmt Hut

Boeing
Boeing 315,32

Weitere Personalie bei Boeing: Nach der Entlassung von Konzernchef Dennis Muilenburg wegen des 737-Max-Skandals verlässt auch sein Sonderberater Michael Luttig den US-Flugzeugbauer. Luttig werde Ende des Jahres seinen Posten räumen, teilte das Unternehmen mit. Er beriet seit Mai auch den Verwaltungsrat.

Dieser hatte bei der Ablösung von Muilenberg erklärt, es sei ein Wechsel an der Konzernspitze nötig, um die Beziehungen zu den Aufsehern, Kunden und Aktionären zu kitten.

09:34 Uhr

Ölpreise auf höchstem Stand seit September

Brent Rohöl
Brent Rohöl 59,84

Die starken Konsumausgaben in den USA treiben haben die Ölpreise auf den höchsten Stand seit mehr als drei Monaten getrieben. Ein Barrel (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent kostete am Vormittag mit 68,10 US-Dollar 0,3 Prozent mehr und so viel wie seit September nicht mehr. Leichtes US-Öl der Sorte WTI verteuerte sich um 0,3 Prozent auf 61,87 Dollar.

Laut einer gestrigen Umfrage haben die Verbraucher in den Vereinigten Staaten zu Weihnachten so viel Geld ausgegeben wie nie zuvor.

09:12 Uhr

Dax legt zu - Kurs von Qiagen stürzt ab

Der Dax ist nach den Feiertagen mit einem Plus in den Handel gestartet. Der Frankfurter Leitindex gewann 0,4 Prozent auf 13.351 Punkte. Der MDax verlor nach seinem Rekordhoch vor Weihnachten 0,1 Prozent auf 28.501 Zähler. Der TecDax gab um 0,9 Prozent auf 3030 Stellen nach - Grund war der Absturz des Qiagen-Kurses um 19,1 Prozent nach abgesagter Übernahme.

Qiagen
Qiagen 31,53

08:50 Uhr

Deutsche Bahn nimmt kräftig Geld in die Hand

Ein neuer ICE-4 der Deutschen Bahn steht im Hauptbahnhof Düsseldorf. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild

Ein neuer ICE-4 der Deutschen Bahn steht im Hauptbahnhof Düsseldorf. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild

(Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild)

Neues von der Deutschen Bahn: Der Staatskonzern will bis zum Jahr 2030 insgesamt rund 170 Milliarden Euro in die Infrastruktur investieren. Mit dieser Rekordsumme will die Bahn die Zahl ihrer Fahrgäste im Fernverkehr verdoppeln und 70 Prozent mehr Güterverkehr auf den Bahnsektor verlagern.

Ronald Pofalla, für Infrastruktur verantwortlicher Vorstand, sagte der "Neue Westfälischen", auch in Sachen Pünktlichkeit und Service wolle das Unternehmen besser werden. In diesem Jahr habe die Bahn zusammen mit Bund und Ländern rund 1,3 Milliarden Euro in die Modernisierung der Bahnhöfe investiert, so Pofalla.

08:38 Uhr

Asiens MSCI-Index auf 18-Monats-Hoch

Asiens Anleger sind gut gelaunt aus den Feiertagen zurückgekehrt und haben die Kurse auf den höchsten Stand seit 18 Monaten getrieben. Der MSCI-Index für die asiatischen Märkte ohne Japan legte 0,7 Prozent zu und erreichte sein höchstes Niveau seit Mitte 2018. Seit Jahresanfang hat er 16 Prozent an Wert gewonnen. In Tokio ging der Nikkei zwar 0,4 Prozent schwächer aus dem Handel bei knapp 23.838 Punkten, auf Jahressicht verbleibt aber ein Plus von fast 19 Prozent.

Viele Börsianer setzen darauf, dass bald ein erstes teilweises Handelsabkommen zwischen den USA und China unterzeichnet wird. China erklärte zuletzt, beide Seiten stünden in engem Kontakt.

08:23 Uhr

Ölpreise legen leicht zu

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 59,79

Am Rohstoffmarkt sind die Ölpreise leicht gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 67,97 US-Dollar. Das waren 5 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 10 Cent auf 61,70 Dollar.

Die Ölpreise hatten zuletzt merklich zugelegt. Heute steht die Veröffentlichung der offiziellen Rohöllagerbestände durch die US-Regierung an. Analysten erwarten einen Rückgang. Laut Daten des privaten Institut API sind die Vorräte in der abgelaufenen Woche um 7,9 Millionen Barrel gesunken. Gestützt werden die Ölpreise laut Händlern auch durch verbesserten Aussichten für die Weltwirtschaft.

07:54 Uhr

Eurokurs schleppt sich über 1,11 US-Dollar

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

Der Eurokurs ist nach der Weihnachtspause leicht gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung wird am Morgen mit 1,11 US-Dollar gehandelt. In der Nacht hatte sie noch in der Nähe der Marke von 1,11 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstag bei 1,10 (Montag: 1,10) Dollar festgesetzt.

Dem Euro fehlt es auch am Ende der Weihnachtswoche an Impulsen. So stehen heute keine wichtigen Konjunkturdaten auf dem Kalender. Das Handelsvolumen dürfte niedrig bleiben, da zahlreiche Händler und Anleger im Urlaub sind und ihre Bücher bereits geschlossen haben.