Mittwoch, 04. September 2019Der Börsen-Tag

mit Kai Stoppel
18:00 Uhr

Dax schließt über 12.000 Punkten

Dax
Dax 12.468,01

Mit einem kräftigen Satz springt der Dax zurück zu alter Stärke: Ein Plus von rund einem Prozent schiebt den deutschen Leitindex über die Marke von 12.000 Punkten - das erste Mal seit Anfang August. Schlussstand: plus 1,0 Prozent auf 12.025 Zähler.

Kein Wunder jedoch bei den zahlreichen guten Nachrichten aus der Politik, die auch für die Wirtschaft Positives verheißen. Angefangen beim mutmaßlich zumindest aufgeschobenen No-Deal-Brexit, einem voraussichtlichen Ende der wirtschaftsschädigenden Proteste in Hongkong und einer neuen, europafreundlicheren Regierungskoalition in Italien.

Auch frische Konjunkturdaten klingen verheißungsvoll: Jene für den chinesischen Dienstleistungsbereich etwa sind heute überraschend gut ausgefallen.

Im Dax verzeichnen die meisten Aktien dementsprechend Gewinne, an der Spitze sogar deutliche. Wirecard sind Tagessieger mit einem Aufschlag von 4,5 Prozent auf 151,05 Euro. Der voraussichtliche Dax-Absteiger Thyssenkrupp legt ebenfalls deutlich zu und steigt um 3,5 Prozent. Conti verbuchen ein Plus von 3,3 Prozent, Daimler von 2,2 Prozent.

Verlierer gibt es nur zwei: Linde büßen 0,3 Prozent ein. Schlusslicht sind Vonovia mit einem Minus von 0,6 Prozent.

17:00 Uhr

Britisches Pfund legt deutlich zu - Euro auch

US-Dollar / Britisches Pfund
US-Dollar / Britisches Pfund ,80

Das britische Pfund ist wieder auf dem aufsteigenden Ast. Dem britischen Parlament war gestern Abend ein erster Schritt gelungen, um einen EU-Austritt ohne Anschlussvereinbarung Ende Oktober zu verhindern. Noch am Dienstag war das Pfund zum Dollar auf ein mehrjähriges Tief gefallen.

Die Erholung des Pfundes könnte laut Analyst David Lusow vom Handelshaus IG nur vorübergehender Natur sein. Neuwahlen würden viele Risiken bergen. Der britische Premierminister Boris Johnson will am 15. Oktober ein neues Parlament wählen lassen, sollten ihm die Abgeordneten den Weg zu einem Brexit ohne eine Einigung mit der EU per Gesetz versperren.

Auch der Euro hat merklich zugelegt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,1024 US-Dollar bewertet. Am Morgen hatte der Euro noch unter 1,10 Dollar notiert. Noch am Dienstag war der Euro auf einen zweijährigen Tiefstand gefallen.

16:25 Uhr

Novartis erwartet viel von Gen- und Zelltherapien

Novartis
Novartis 79,98

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis verspricht sich von Gen- und Zelltherapien einen prozentual zweistelligen Umsatzbeitrag. Diese Behandlungsansätze würden auf mittlere Sicht bis zu 15 Prozent zum Gesamtumsatz des Unternehmens beitragen, schrieb die "Neue Zürcher Zeitung" mit Bezug auf Novartis-Strategiechef Stephen Moran.

Der Pharmariese aus Basel setzt stark auf spezialisierte, auf Patienten abgestimmte Arzneien und neue Behandlungsansätze und investiert Milliarden in deren Ausbau. Das Unternehmen hat mittlerweile drei Zell- und Gentherapien auf dem Markt, darunter Zolgensma - das mit gut zwei Millionen Dollar pro Einzeldosis teuerste Medikament der Welt.

16:05 Uhr

Schwindende Rezessions-Angst schiebt Wall Street an

Schwindende Ängste vor einer weltweiten Rezession geben den US-Börsen Auftrieb. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 steigen zur Eröffnung um jeweils etwa ein Prozent.

Genährt wird der Optimismus von ermutigenden chinesischen Konjunkturdaten. Trotz des ungelösten Handelsstreits mit den USA beschleunigt die Dienstleistungsbranche der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft ihr Wachstum.

Diese Zahlen drängten die enttäuschenden US-Daten vom Dienstag in den Hintergrund und dämpften die Angst vor einem Abschwung, sagte Shawn Gibson, Chef-Anleger beim US-Vermögensverwalter Liquid Strategies. "Denn eine starke chinesische Wirtschaft ist auch für uns wichtig."

15:39 Uhr

Mysteriöse russische Öl-Aktie schießt durch die Decke

Surgutneftegas
Surgutneftegas 4,97

So richtig weiß niemand, was da eigentlich los ist mit der Aktie von Surgutneftegas PJSC, eines der größten Ölkonzerne Russlands. Sicher ist nur, dass das Papier der Firma derzeit durch die Decke geht. Bei hohen Umsätzen zieht die Aktie in dieser Woche bisher um rund 33 Prozent an, berichtet "Bloomberg".

Trotz des starken Anstiegs beträgt der Marktwert der Firma immer noch weniger als die Hälfte seines Barguthaben, das bei rund 52 Milliarden US-Dollar liegt - was ebenfalls für Verwunderung unter Anlageexperten sorgt.

Es wird spekuliert, dass der Anstieg der Aktie mit der Gründung einer Tochtergesellschaft zusammenhängt, die für das Investment des Barvermögens zuständig ist. Allerdings ist noch wenig über die Tochter mit dem Namen Rion bekannt, ein Zusammenhang daher nicht sicher.

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Surgutneftegut-Tankstelle in Russland.

(Foto: Дар Ветер, CC BY-SA 3.0)

 

15:11 Uhr

Schlappe für Trump - US-Handelsdefizite weiten sich aus

Eine Nachricht, die US-Präsident Donald Trump wohl nicht gefallen dürfte: Das US-Handelsdefizit mit China ist im Juli trotz der Strafzölle auf Waren aus der Volksrepublik kräftig gestiegen. Die Importe aus der Volksrepublik übertrafen die Exporte dorthin um rund 33 Milliarden Dollar - ein Plus von fast zehn Prozent zum Vormonat, wie das US-Handelsministerium mitteilte. Das Defizit im Handel mit der Europäischen Union erreichte mit rund 20 Milliarden Dollar sogar ein Rekordhoch.

Trump ist das Defizit ein Dorn im Auge. Er kritisierte mehrfach, sein Land werde von wichtigen Handelspartnern wie China ausgenutzt.

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Hamburger Hafen: Deutschland erzielte im Handel mit Waren und Dienstleistungen mit den Vereinigten Staaten einen so großen Überschuss wie seit fast vier Jahren nicht mehr.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

14:43 Uhr

Chinas Wirtschaft schwächelt - Führung fordert Eingreifen

Die politische Führung Chinas spricht sich für eine baldige Lockerung der Geldpolitik aus, um die schwächelnde Wirtschaft zu stützen. Der Staatsrat habe sich für den "zeitnahen" Einsatz mehrerer Instrumente zur Konjunkturstützung ausgesprochen, berichtete der Staatssender CCTV.

Als ein Instrument wird dem Bericht zufolge eine Kürzung des Mindestreservesatzes durch die Notenbank genannt. Der Satz schreibt den chinesischen Banken vor, welchen Teil ihrer Einlagen sie bei der Zentralbank als Reserve vorhalten müssen. Je niedriger der Satz, desto mehr Kredite können die Banken an Unternehmen und Verbraucher vergeben, damit diese mehr investieren und konsumieren können.

14:02 Uhr

Bayer baut neue Hightech-Fabrik in Berlin

Bayer
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Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer baut in Berlin für 100 Million Euro eine neue Hightech-Fabrik. Bis Ende 2021 soll die keimfreie Produktion fertig sein. Bayer-Pharmachef Stefan Oelrich stellte das Investitionsprojekt im Beisein des Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, vor.

Die Anlage soll es Bayer ermöglichen, verschiedenste Präparate sehr flexibel auch in kleinsten Stückzahlen skalierbar zu produzieren, erklärte Wolfram Carius, Leiter Bayer Pharmaceuticals Product Supply. Die Rede ist von einer hoch automatisierten Fertigung und robotergesteuerter Abfüllung. Innovative Medikamente sollen so schneller an den Markt gebracht werden können.

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Verpackungsroboter bei der Division Bayer Pharmaceuticals in Berlin.

(Foto: Bayer AG)

 

13:12 Uhr

Nach sattem Plus - Gold-Anleger versilbern Gewinne

Gold, Feinunze
Gold, Feinunze 1.516,74

Wenn eine Geldanlage deutlich im Wert steigt, juckt es Anlegern irgendwann in den Fingern: Sie wollen verkaufen und den Wertgewinn zu Geld machen. Diese ist nun offenbar auch beim Gold der Fall: Die Feinunze des Edelmetalls verbilligt sich um bis zu 0,7 Prozent auf 1535 Dollar.

Investoren nehmen nach den jüngsten Preisanstiegen Gewinne mit. Vergangene Woche hatte Gold mit 1554 Dollar den höchsten Stand seit April 2013 erklommen. In den vergangenen 12 Monaten hat sich der Goldpreis um mehr als ein Drittel erhöht.

12:47 Uhr

Wall Street dürfte sich wieder erholen

Nach dem Rücksetzer vom Dienstag dürften sich die US-Aktienmärkte zur Wochenmitte deutlich erholen. Der Future auf den S&P-500 zeigt sich vorbörslich 0,7 Prozent höher.

Zum einen haben schwache Konjunkturdaten am Dienstag Erwartungen geschürt, dass die US-Notenbank ihre Geldpolitik lockert. Überdies hat die New Yorker Filiale der Federal Reserve mitgeteilt, dass die Fed ihre Bilanz gegen Ende des Jahres wieder ausweiten könnte.

Hoffnungsvolle Zeichen kommen aus der Politik: In Hongkong hat Regierungschefin Carrie Lam das umstrittene Gesetz zur Auslieferung von Bürgern Hongkongs an die Volksrepublik China zurückgezogen. Damit könnten die seit Wochen andauernden Unruhen, die der Wirtschaft Hongkongs schwer geschadet haben, beendet werden.

Positiv wird auch die Entwicklungen im Streit um den EU-Austritt Großbritanniens aufgenommen. Premierminister Boris Johnson wird seinen Plan, Ende Oktober ohne Vertrag aus der EU auszutreten, wohl nicht durchsetzen können.

12:25 Uhr

Britische Wirtschaft droht in Rezession zu rutschen

Auch wenn ein No-Deal-Brexit wieder etwas unwahrscheinlicher scheint - der britischen Wirtschaft ging es schon mal besser. Derzeit bewegt sie sich auf eine Rezession zu. Die Geschäfte des dominierenden Dienstleistungssektors liefen im August so schlecht wie seit über drei Jahren nicht mehr, wie das Institut IHS Markit mitteilte.

Der Einkaufsmanagerindex fiel überraschend deutlich um 0,8 auf 50,6 Punkte. Er liegt damit nur noch knapp über der Wachstumsschwelle von 50, die von der Industrie bereits seit Monaten unterschritten wird.

Nachdem sowohl die Industrie als auch das Baugewerbe im August in einem tiefen Abschwung stecken, erhöht das Fehlen eines signifikanten Wachstums im Dienstleistungssektor die Wahrscheinlichkeit, dass die britische Wirtschaft in die Rezession abrutscht", sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Während der aktuelle Abschwung insgesamt nur leicht ausfalle, könne sich die Flaute mit dem beginnenden Herbst verschärfen.

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12:01 Uhr

Bayer-Aktie steigt wieder - kommt das große Comeback?

Bayer
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Eine langen Abstieg hat die Aktie des deutschen Chemie- und Pharmariesen Bayer hinter sich. Notierte sie im Frühjahr 2015 noch mit mehr als 140 Euro auf dem höchsten Stand aller Zeiten, hatte sich der Wert des Papiers vier Jahre später mehr als halbiert.

Nicht wenig Anteil hatte daran die Übernahme von Monsanto, welche der Aktie vor allem im vergangenen Jahr übel mitspielte. Ein Grund waren die Klagen von Krebsopfern in den USA - sie sollen unter dem Monsanto-Mittel Glyphosat

Doch in den vergangenen Wochen klettert Bayer wieder nach oben - auch heute steht sie mit einem Plus von 2,3 Prozent auf 67,93 Euro ganz weit oben unter den Gewinnern im Dax.

"Nachdem viele technische Risiken im Kurs enthalten sind, deutet die technische Gesamtlage den Eintritt in eine Bodenformation und das spätere Comeback an", heißt es in einer Einschätzung von Commerzbank Technical Analysis and Index Research. Eine Anfangsposition könne bei Kursen über 70 Euro ausgebaut werden. Denn dann würde die Aktie einen neuen mittelfristigen Aufwärtstrend etablieren, so die Einschätzung.

11:18 Uhr

Run auf Europas Luxus-Aktien nach Wende in Hongkong

Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam wird einem Medienbericht zufolge noch im Laufe des Tages die formelle Rücknahme des umstrittenen Auslieferungsgesetzes ankündigen. Die damit verbundene Aussicht auf ein Ende der Proteste stärkt die örtliche Börse, aber auch einzelne Aktienkurse in Europa - vor allem jene aus dem Luxusgüter-Segment. Denn Hongkong ist einer der wichtigsten Absatzmärkte für Luxusgüter.

Anleger decken sich deshalb auch europaweit mit Aktien der Hersteller ein. Die Papiere des Schweizer Uhren-Weltmarktführers Swatch und des Cartier-Herstellers Richemont schnellen jeweils um rund vier Prozent nach oben. Anteilscheine des französischen LVMH-Konzerns rücken 3,4 Prozent vor, die Titel des Gucci-Eigentümers Kering 3,8 Prozent und die des Luxusjacken-Herstellers Moncler um drei Prozent.

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Hongkong ist eine reiche Stadt - ein Mekka für Anbieter von Luxuswaren.

(Foto: imago images / Panthermedia)

 

10:53 Uhr

VW-Prüfer: "Sage nicht, dass alles in Ordnung ist."

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Larry Thompson hat im zweiten Jahr seiner Arbeit bei Volkswagen keine Verstöße gegen die Auflagen festgestellt.

(Foto: imago/MediaPunch)

Volkswagen-Anleger können vorerst aufatmen: Der von der US-Regierung eingesetzte Prüfer Larry Thompson hat im zweiten Jahr seiner Untersuchungen keine neuen Regelverstöße bei dem Autobauer festgestellt. Nachdem der Jurist bei seinem vorigen Zwischenbericht noch einige Defizite etwa bei der internen Weitergabe von Informationen und Transparenz gesehen hatte, kam er nun zu einer positiveren Einschätzung.

Thompson betonte jedoch, dass seine Prüfungen nicht abgeschlossen seien: "Ich habe nicht gesagt, dass alles in Ordnung ist." Im dritten und letzten Jahr seines Mandats werde er "schlussendliche Empfehlungen erarbeiten", an welchen Stellen VW die Einhaltung von Regeln weiter verbessern kann.

10:30 Uhr

Deutsche-Bank-Chef: Niedrigzinsen ruinieren Finanzsystem

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing ist offenbar kein Fan von Niedrigzinsen. Die Europäische Zentralbank (EZB), ist er überzeugt, wird mit einer weiteren Zinssenkung die angespannte Lage in Europa nicht verbessern. "Langfristig ruinieren diese Niedrigzinsen das Finanzsystem", sagte Sewing auf einer Tagung in Frankfurt.

Schon jetzt belaste die Zinspolitik die Finanzbranche enorm. "Allein uns als Deutsche Bank kosten die negativen Einlagenzinsen einen hohen dreistelligen Millionenbetrag in diesem Jahr. Auf vier Jahre hochgerechnet sind das deutlich mehr als zwei Milliarden Euro", so Sewing. Geschäftsbanken müssen seit Mitte Juni 2014 Zinsen zahlen, wenn sie Geld bei EZB parken.

 

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09:52 Uhr

Lam gibt nach - Hongkongs Börse steigt wie befreit

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Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die noch für Mittwoch erwartete Rücknahme eines umstrittenen Auslieferungsgesetzes hat den Aktienmarkt in Hongkong beflügelt. Der Börsenindex klettert mehr als drei Prozent nach oben.

Laut Medienberichten will Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam den Gesetzentwurf, der bislang nur auf Eis lag, nun doch formell zurückziehen. Damit würde sie nach monatelangen Protesten eine zentrale Forderung der Demonstranten in der chinesischen Sonderverwaltungszone erfüllen.

Auch im Festland China gingen die Kurse nach oben. Der Shanghai Composite Index legte 0,9 Prozent zu. In Tokio lag der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,1 Prozent höher.

09:20 Uhr

Blitzstart - Dax erobert die 12.000 zurück

Dax
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An der deutschen Börse sieht alles nach einem starken Handelstag aus: Der Dax steigt zu Beginn aus dem Stand mehr als ein Prozent und knackt erstmals seit Anfang August wieder die Marke von 12.000 Punkten. Um genau zu sein: Dax plus 1,2 Prozent auf 12.048 Punkte.

Auslöser ist die Hoffnung auf einen glimpflichen Ausgang im Brexit-Drama. Nach der Schlappe im Parlament für Premierminister Boris Johnson deutet Börsianern zufolge alles darauf hin, dass er sich mit seiner Forderung nach einem definitiven Brexit Ende Oktober nicht durchsetzen kann.

"Ein weicher Brexit oder gar ein Verbleib in der EU hat nach wie vor gute Chancen", sagte Ökonom Thomas Gitzel von der VP Bank. Auch am Devisenmarkt kommt das gut an: das Pfund klettert um 0,3 Prozent auf 1,2120 Dollar. Auch die Lage in Italien entspannte sich weiter, nachdem die 5-Sterne-Basis den Weg für eine Regierung mit den Sozialdemokraten ebnete.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an: kai.stoppel@nachrichtenmanufaktur.de.

 

08:25 Uhr

Ölpreise steigen leicht

Brent Rohöl
Brent Rohöl 64,45

Die Ölpreise sind im frühen Handel leicht gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 58,48 US-Dollar. Das waren 22 Cent mehr als gestern. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 27 Cent auf 54,21 Dollar.

Am Markt wurde der schwächere US-Dollar als Grund für den leichten Preisanstieg genannt. Da Erdöl in der amerikanischen Währung gehandelt wird, führt ein sinkender Dollarkurs außerhalb des Dollarraums zu steigender Nachfrage. Das stützt meist die Rohölpreise. Gestern hatte ein deutlich aufwertender Dollar die Ölpreise noch gedrückt.

08:20 Uhr

Delivery Hero hebt Umsatzziel für 2019 leicht an

Delivery Hero
Delivery Hero 41,88

Der Essenslieferant Delivery Hero wird aufgrund steigender Bestellungen und neuer Kunden etwas zuversichtlicher für das Gesamtjahr. Der Umsatz soll nun 2019 das obere Ende der bisher angepeilten Spanne von 1,3 bis 1,4 Milliarden Euro erreichen, wie das im MDax notierte Unternehmen mitteilte.

Da Delivery Hero weiterhin viel Geld in die Neukundengewinnung steckt, bestätigte das Unternehmen den Ausblick für einen um Sondereffekte bereinigten Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 370 bis 420 Millionen Euro. Das Geschäft in Europa soll in der zweiten Jahreshälfte weiterhin die Gewinnschwelle erreichen.

Im ersten Halbjahr verdoppelte sich der Umsatz im Jahresvergleich auf 581,8 Millionen Euro. Die Zahl der Bestellungen legte um 61,4 Prozent auf 268,8 Millionen zu. Der bereinigte Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen weitete sich von 25 Millionen Euro im Vorjahr auf 171,1 Millionen Euro aus.

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(Foto: picture alliance / Jens Kalaene/)

 

07:58 Uhr

Pfund stabilisiert sich vor Brexit-Abstimmung

Britisches Pfund / US-Dollar
Britisches Pfund / US-Dollar 1,25

Nach der Schlappe des britischen Premierministers Boris Johnson im britischen Parlament legt das Pfund zu. Die Währung verteuert sich um 0,2 Prozent auf 1,2106 Dollar. Anleger gehen davon aus, dass sich Johnson mit seiner Forderung nach einem definitiven Brexit Ende Oktober nicht durchsetzen kann und es eine weitere Verschiebung geben wird.

Auch der Euro konnte seine Kursgewinne vom Vortag weitgehend halten. Im frühen Handel kostete ein Euro 1,0975 US-Dollar und damit so viel wie am Vorabend. Gestern war der Euro auf einen zweijährigen Tiefstand gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,0937 Dollar festgesetzt. Auftrieb erhielt der Euro dann aber durch schwache Konjunkturdaten aus den USA.

07:55 Uhr

Dax höher erwartet - Brexit-Abstimmung im Blick

Dax
Dax 12.468,01

Das Tauziehen um den Brexit dürfte die Anleger am deutschen Aktienmarkt heute weiter in Atem halten. Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge zunächst höher starten, nachdem er gestern 0,4 Prozent im Minus bei 11.910,86 Punkten geschlossen hatte. Etwas Abwechslung vom Thema Brexit versprechen die anstehenden Konjunkturdaten. Auf dem Terminplan stehen unter anderem die Stimmungsbarometer der deutschen Einkaufsmanager und die europäischen Einzelhandelsumsätze. In den USA legt die Notenbank Fed am Abend (MESZ) ihren Konjunkturbericht vor. Aus dem sogenannten "Beige Book" versprechen sich Anleger Rückschlüsse auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten Zinssenkungen.  

07:51 Uhr

Aktienmarkt in Japan tendiert uneinheitlich

Nikkei
Nikkei 22.079,09

Der Aktienmarkt in Tokio hat heute uneinheitlich tendiert. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index.N225 lag gegen Mittag wenig verändert bei 20.631 Punkten. Der breiter gefasste Topix.TOPX verlor 0,3 Prozent auf 1506 Zähler. Insgesamt blieb die Stimmung an der Börse wegen zunehmender Furcht vor einer weltweiten Rezession gedrückt. Die US-Industrieproduktion schrumpfte im August erstmals seit drei Jahren, Neuaufträge und Einstellungszahlen brachen angesichts steigender Spannungen im Handelskonflikt zwischen den USA und China ein. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 105,97 Yen und gab 0,2 Prozent auf 7,1660 Yuan nach.