Mittwoch, 12. Februar 2020Der Börsen-Tag

17:59 Uhr

Coronavirus verliert an Schrecken, Dax setzt Rekordfahrt fort

Dax
Dax 12.606,57

 Am deutschen Aktienmarkt schicken Anleger den Dax erneut auf Rekordfahrt. Getrieben von weiteren Entspannungssignalen in der Coronavirus-Krise schafft es der Leitindex in der Spitze auf einen Wert von 13.758 Punkten. Den Tag beendet er schließlich etwas darunter mit 13.749 Zählern - ein Plus von 0,89 Prozent im Vergleich zum Vortag.

Angetrieben wurde der Dax vor allem von Kursgewinnen der schwer gewichteten Autoaktien. Auslöser für die Kauflust waren Aussagen von BMW, die Produktion in China am Montag wieder aufnehmen zu wollen. Die Unsicherheit über das weitere Vorgehen der Autohersteller wegen des Virusausbruchs hatte zuletzt für Risikoabschläge gesorgt. BMW legen um 4,1 Prozent zu, VW um 3,4 Prozent, Daimler um 3,2 Prozent und Conti um 6,6 Prozent.

In dem bullischen Umfeld werden defensive Titel aus den Bereichen Versorgung, Pharma oder Immobilien dagegen gemieden. RWE fallen um 1,6 Prozent, Eon um 0,8 Prozent, Uniper um 1,7 Prozent oder Vonovia um 0,8 Prozent. Beiersdorf steigen nur um 0,2 Prozent.

BMW
BMW 60,64

Unternehmensseitig dominieren Geschäftszahlen das Geschehen. Nach dem Zahlenausweis bei Jenoptik geht es für die Aktie um 6,1 Prozent nach oben. Jenoptik hatte im vergangenen Jahr von einer guten Nachfrage aus der Chipausrüstungsindustrie und von Akquisitionen profitiert. Für das laufende Jahr wurde weiteres Wachstum angekündigt.

Im erwarteten Rahmen fallen die Geschäftszahlen des Autozulieferers Norma aus. Die Analysten von Quirin erhöhen das Papier auf "Kaufen". Sie setzten darauf, dass der Margenrückgang zum Stillstand kommt. Die Norma-Aktie legte auch im Sog der festeren Kurse in der Autobranche um 4,4 Prozent zu.

17:05 Uhr

Deutsche-Bank-Aktie kostet wieder zweistellig

Deutsche Bank
Deutsche Bank 6,95

Erstmals seit eineinhalb Jahren ist der Aktienkurs der Deutschen Bank wieder zweistellig. Die Titel verteuern sich um bis zu 3,4 Prozent auf zehn Euro. Damit summiert sich das Kursplus seit Jahresbeginn auf mehr als 40 Prozent. Der Dax kommt in dem Zeitraum auf weniger als vier Prozent.

"Das Vertrauen der Investoren kommt zurück", sagte Analyst Andreas Pläsier vom Brokerhaus Warburg Research. "Insgesamt hat die Deutsche Bank in den vergangenen Monaten kein schlechtes Programm vorgestellt." Auch die generelle Erholung der Märkte gebe den Aktien Rückenwind.

Damit sich die Titel aber auf längere Sicht im zweistelligen Bereich hielten, müsse die Deutsche Bank Fortschritte auf der Ertragsseite machen. Die Zinserträge, wichtigste Einnahmequelle für die Bank, stehen wegen der niedrigen Zinsen seit einiger Zeit stark unter Druck. In den vergangenen Wochen hatte Bank-Chef Christian Sewing die Werbetrommel für eine Neuaufstellung gerührt. Der US-Investor Capital Group ließ sich überzeugen und kaufte sich mit 3,1 Prozent bei dem Institut ein.

17:02 Uhr

Ölpreise steigen mit Corona-Entspannung

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 41,94

Am Ölmarkt profitieren die Ölpreise weiter von der Entspannung um das Coronavirus. Der Preis für die europäische Sorte Brent steigt um 3,9 Prozent auf 56,10 Dollar, die US-Referenzsorte WTI legt 2,9 Prozent zu auf 51,38 Dollar. Impulse könnten im Handelsverlauf von den wöchentlichen Regierungsdaten zur Entwicklung der US-Rohöllagerbestände kommen. Die am Vortag vom privaten Branchenverband API vorgelegten Zahlen zeigten einen Anstieg der Bestände um 6 Millionen Barrel.

16:05 Uhr

Uber-Konkurrent nach Zahlen unter Druck

Shopify
Shopify 790,10

Hoffnungen auf eine rasche Konjunkturerholung nach dem Dämpfer durch die Coronavirus-Epidemie geben der Wall Street erneut Auftrieb. Die Leitindizes Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq steigen zur Eröffnung um bis zu 0,8 Prozent. Dow Jones und S&P 500 markieren mit 29.511 Punkten beziehungsweise 3377 Zählern jeweils neue Bestmarken.

Zu den Favoriten der Wall Street gehörte Shopify. Die in den USA notierten Aktien des kanadischen Anbieters von Software für Online-Shops stiegen um 19 Prozent auf ein Rekordhoch von 587 Dollar. Die Quartalsergebnisse hätten die Erwartungen übertroffen, sagte Analyst Suthan Sukumar von der Investmentbank Eight Capital. Die Firma werde sicher auch in den kommenden Quartalen die Vorhersagen übertreffen.

Die Titel von Lyft rutschten dagegen um acht Prozent ab, obwohl auch hier die Erlöse die Prognosen übertrafen. Investoren hätten offenbar gehofft, dass der Fahrdienst-Vermittler ähnlich wie Rivale Uber einen vorzeitigen Sprung in die Gewinnzone in Aussicht stellt, konstatierte Analyst Brent Thill von der Investmentbank Jefferies.

15:54 Uhr

Anleger setzen auf schnelle Corona-Erholung

Der Dax übertrifft mit dem Spitzenwert von 13.747 Zählern nochmals seine erst am Vortag erreichte Bestmarke. Zuletzt stand der Leitindex im Vergleich zum Vortagesschluss 0,76 Prozent höher bei 13.731Punkten.

Auch in der zweiten Börsenreihe waren Rekorde angesagt. Der MDax stieg am Morgen erstmals über die Marke von 29.200 Punkten. Mit einem Anstieg um 0,09 Prozent auf 29.221 Zähler war der Schwung bei den mittelgroßen deutschen Werten aber gering. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx lag außerdem mit einem halben Prozent im Plus. Er erreichte über 3840 Punkten ein Hoch seit 2008.

Damit setzten die Anleger weiter auf eine schnelle Erholung der Wirtschaft von den Folgen des Coronavirus-Ausbruchs in China. Hoffnung bereiten auch die jüngsten Entwicklungen bei der Verbreitung des Virus: Sowohl die Zahl der neuen Opfer als auch die der neu erkrankten Patienten gingen den offiziellen Angaben zufolge im Vergleich zum Vortag etwas zurück.

14:52 Uhr

Nissan verklagt Ex-Boss Carlos Ghosn

Der japanische Renault-Partner Nissan verklagt seinen in den Libanon geflohenen früheren Chef Carlos Ghosn auf Schadenersatz in Millionenhöhe. Wie das Unternehmen bekanntgab, wurde beim Bezirksgericht in Yokohama eine Zivilklage über 10 Milliarden Yen (83 Mio Euro) eingereicht.

Damit solle ein Teil der finanziellen Schäden ausgeglichen werden, die Ghosn Nissan durch sein jahrelanges "betrügerisches" und "korruptes" Verhalten zugefügt habe. Dazu gehörten der Privatgebrauch von Firmen-Jets, Gelder an Ghosns Schwester, Zahlungen an seinen privaten Anwalt im Libanon und der Gebrauch von Immobilien im Ausland ohne Zahlung von Miete. Hinzu kämen Kosten für die internen Ermittlungen gegen ihn, hieß es.

14:12 Uhr

BP schraubt an sauberem Image

BP
BP 232,40

Der britische Öl- und Gaskonzern BP will bis spätestens 2050 klimaneutral werden. Damit kündigt ein weiterer Ölgigant Maßnahmen an, um die Treibhausgaseffekte einzudämmen. In der Branche gibt es zunehmend Druck von großen Investoren und Aktivisten, dass die Unternehmen klimaneutraler werden müssen.

"Das weltweite Kohlenstoffbudget ist begrenzt und geht schnell zur Neige. Wir brauchen einen schnellen Übergang zum Netto-Nullpunkt", sagte der neue BP-Chef Bernard Looney einer Mitteilung zufolge. Dies werde sicherlich eine Herausforderung, aber auch eine enorme Chance sein. Für ihn und die Aktionäre sei klar, dass BP sich verändern müsse. Zudem kündigte BP eine neue Konzernstruktur an, um leistungsfähiger und wertvoller zu werden. BP will auf einem Kapitalmarkttag im September seine Strategie und kurzfristigen Pläne vorlegen.

13:36 Uhr

Angry-Birds-Entwickler verkalkuliert sich bei Nutzerakquise

Rovio
Rovio 6,38

Der finnische Videospiele-Entwickler Rovio Entertainment ist im vierten Quartal überraschend in die Verlustzone gerutscht. Geschuldet ist dies Ausgaben für das Anwerben neuer Spieler sowie Kosten für den Cloud-basierten Spiele-Streamingdienst Hatch. Investoren reagierten schockiert, die Aktie brach um rund 20 Prozent ein.

Für Hatch würden nun strategische Alternativen geprüft, schreibt der Konzern. Der Wettbewerb beim Streaming von Spielen habe sich im Laufe des Jahres 2019 verschärft, während die Einführung von 5G-Netzen und -Geräten langsamer als erwartet verlief.

Der Nettoverlust belief sich nach Angaben des Unternehmens im Quartal auf 0,7 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 4,3 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz sank um 1,5 Prozent auf 71,6 Millionen Euro. Analysten hatten laut Factset im Schnitt mit 1,1 Millionen Euro Gewinn und 79,2 Millionen Euro Umsatz gerechnet.

Die Ausgaben für die Nutzerakquise - Kosten für Werbung und Marketing - stiegen im Quartal um 18 Prozent auf 27,5 Millionen Euro. In den Markt drücken wollte Rovio vor allem die Spiele Angry Birds Dream Blast und Sugar Blast.

13:05 Uhr

Rendite für Pessimisten

Der Dax ist also wieder auf Rekordfahrt. Doch wie nachhaltig ist der jüngste Aufschwung eigentlich? Wie sich vorsichtige Anleger auf eine mögliche Korrektur einstellen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Benjamin Weisbarth von der Citigroup.

12:45 Uhr

Coronavirus verliert an Schrecken

Die weiter sinkende Zahl von Neuinfektionen mit dem Coronavirus treibt Europas Aktienmärkte auf neue Höchststände. Der Dax legt 0,7 Prozent auf 13.721 Punkte zu, nachdem er am Tag zuvor sein bisheriges Rekordhoch geknackt hatte.

Investoren setzen mittlerweile auf ein rasches Ende der Virusepidemie in China und hoffen zugleich auf zusätzliche Wachstumsimpulse für Unternehmen. Bei weiter zurückgehenden Infektionsraten rechnet Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank bereits im zweiten Quartal 2020 mit einer Erholung. "Auf das Gesamtjahr gerechnet wird der wirtschaftliche Effekt daher voraussichtlich überschaubar sein."

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11:54 Uhr

BASF baut neue Batteriefabrik in der Lausitz

BASF
BASF 50,56

Der Chemieriese BASF errichtet in Schwarzheide (Brandenburg) einen neuen Produktionsstandort für Batteriematerialien. Der Standort werde Vorprodukte aus einer BASF-Anlage in Finnland verwenden, teilte das Unternehmen mit. Vorgesehen sei, beide Anlagen 2022 in Betrieb zu nehmen.

Der Standort in Schwarzheide werde Kathodenmaterialien mit einer Anfangskapazität produzieren, die eine Ausstattung pro Jahr von rund 400 000 vollelektrischen Fahrzeugen ermöglicht, hieß es. Die Anlage werde Teil eines mehrstufigen Investitionsplans zum Aufbau der europäischen Wertschöpfungskette für Elektrofahrzeuge.

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11:36 Uhr

Heineken profitiert von steigendem Bierdurst

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Mehr Bier und höhere Preise: Heineken steigert Gewinn

picture alliance / dpa

Als besser als erwartet werden die Zahlen des Bierbrauers Heineken bezeichnet, für die Aktie geht es um 6,3 Prozent nach oben. Noch wichtiger als die Zahlen für das abgelaufene Jahr sei aber der Ausblick. Und für 2020 gehe Heineken von einem Anstieg des operativen Gewinns auf organischer Basis im mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Im abgelaufenen Jahr betrug er 3,9 Prozent.

Heineken hat derweil angekündigt, dass CEO Jean-Francois van Boxmeer im Juni von Dolf van den Brink beerbt werde, derzeit verantwortlich für die Region Asia Pacific. Da van Boxmeer 15 Jahre lang Heineken-Chef gewesen sei, habe Citi nicht mit einer Erneuerung seines Vertrags gerechnet, es handele sich um keine Überraschung.

11:13 Uhr

Wachstumsaussichten sorgen für Rückenwind bei Jenoptik

Jenoptik
Jenoptik 21,08

Unternehmensseitig gibt es eine Flut von Geschäftszahlen zu bewältigen. Nach dem Zahlenausweis bei Jenoptik geht es für die Aktie um 5,0 Prozent nach oben.

Jenoptik hat im vergangenen Jahr von einer guten Nachfrage aus der Chipausrüstungsindustrie und von Akquisitionen profitiert. Nach einer guten Entwicklung im Schlussquartal peilt das Unternehmen für das laufende Jahr weiteres Wachstum an.

10:35 Uhr

Gucci halbiert seine Umsätze - und beschert Kering trotzdem Kursgewinn

Kering
Kering 571,20

Kering legen um 2,7 Prozent zu. Hier sind besonders die Gucci-Zahlen sehr stark ausgefallen, und das trotz einer Halbierung der Umsätze in Hongkong. Das organische Gucci-Wachstum von 10,5 Prozent schlug die Prognose von 8,6 Prozent deutlich.

Die Marke Gucci trägt rund 80 Prozent zum operativen Gewinn bei Kering bei. Die Kurse der Wettbewerber LVMH, Richemont, Burberry und Hugo Boss legen ebenfalls zu um je rund Prozent.

10:07 Uhr

BMW nimmt Produktion in China wieder auf

BMW
BMW 60,64

Kräftige Kursgewinne verzeichnen die Autoaktien, der Stoxx-600-Sektorindex ist mit 2 Prozent Plus stärkster Gewinner. Die hohe Gewichtung der Autoaktien treibt auch den Dax über die 13.700er-Marke. Mit Auslöser für die Kauflust sind Aussagen von BMW, die Produktion in China am kommenden Montag wieder aufnehmen zu wollen. Die Unsicherheit über das weitere Vorgehen der Autohersteller wegen des Virusausbruchs hatte für kräftige Risikoabschläge bei den Branchenwerten gesorgt.

"Die Belastung durch den Coronavirus wird damit aus den Autos ausgepreist", sagt ein Händler. BMW legen um 2,6 Prozent zu, VW um 2,3 Prozent, Daimler um 1,8 Prozent. Besonders kräftig steigen auch die Kurse der Zulieferer wie Continental, Michelin und Valeo mit bis zu 3,2 Prozent.

09:47 Uhr

Dax setzt Rekordjagd fort

Dax
Dax 12.606,57

Der Rekordlauf am deutschen Aktienmarkt setzt sich fort. Der Dax übertrifft in den Anfangsminuten mit 13.677 Zählern seine erst am Vortag erreichte Bestmarke, während der MDax in den Anfangsminuten erstmals über die Marke von 29.200 Punkten stieg.

In der Folge ließ der Rückenwind aber wieder etwas nach. Der Dax stand zuletzt 0,27 Prozent höher bei 13.664,94 Punkten, während der MDax mit 29.195,57 Zählern kaum verändert tendierte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx lag mit 0,2 Prozent im Plus. Er erreichte in der Spitze ein Hoch seit 2008. Damit setzten die Anleger weiter auf eine schnelle Erholung der Wirtschaft von den Folgen des Coronavirus-Ausbruchs in China.

08:34 Uhr

Börse im Höhenflug: So sieht der Dax im Ultra-Trend aus

Im deutschen Aktienhandel beißen sich Börsianer in die Fäuste: Wer nach dem Platzen der Dotcom-Blase und dem 9/11-Tief in den Dax investierte - und sich nicht von mehreren Rückschlägen beirren ließ -, hätte bis heute satte Kursgewinn von mehr als 500 Prozent erzielt.

Dax
Dax 12.606,57

Der Leitindex an der Frankfurter Börse bewegt sich aktuell auf dem höchsten Stand in seiner mehr als 30-jährigen Geschichte. Getrieben von Niedrigzinsen und einem ungewöhnlich lang anhaltenden Aufschwung der deutschen Wirtschaft notiert der Dax aktuell knapp unter 13.700 Punkten. Das bisherige Allzeithoch aus dem Verlauf markierte das Börsenbarometer am Dienstag bei 13.668,40 Punkten.

Ein Blick auf die ntv.de Infografik zeigt, wie sich die Dax-Kurve in der ultralangen Zeitreihe von 1988 bis heute entwickelte - und wo die wichtigsten Meilensteine liegen:

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Auf Jahressicht liegt der Dax akuell 22,5 Prozent im Plus. Anleger, die erst zu Beginn des neuen Jahres (YTD) einstiegen, können immerhin noch ein Kursplus von 1,85 Prozent verbuchen.

Ungebremst geht es am deutschen Aktienmarkt allerdings nicht nach oben: Im Lauf der zurückliegenden drei Jahrzehnte mussten Marktteilnehmer zahlreiche, teils sehr herbe Rückschläge verkraften.

Scharf abwärts ging es dabei nicht nur nach den Anschlägen vom 11. September oder der verheerenden Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008. Auch nach den einstigen Rekordhochs vom Mai 2015 oder Ende Januar 2018 brach die Stimmung im Leitindex jeweils jäh ein.

Getrieben wird der aktuelle Auftrieb kurzfristig vor allem von den Kursaufschlägen bei der Deutschen Telekom. Die Aktien der T-Mobile-US-Mutter ging am Vorabend mit einem Kursgewinn von 3,94 Prozent aus dem Handel. Kräftig nach oben ging es zuletzt jedoch auch für die Aktien der Lufthansa.

08:15 Uhr

"Covid-19" in China: Asien-Anleger wagen sich vor

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Vermummt zur Arbeit: Alltag unter Epidemie-Bedingungen in Shanghai.

REUTERS

Die Virus-Angst in Asien lässt etwas nach: Die fernöstlichen Börsen schwenken vorsichtig um in Richtung Erholung.

  • In Tokio ging der Nikkei-Index nach der Feiertagspause ("Tag der Gründung der Nation") mit einem Aufschlag von 0,7 Prozent bei 23861 Punkten aus dem Handel.
  • Im chinesischen Aktienhandel gewinnt der Shanghai Composite 0,8 Prozent auf 2925 Punkte. Der Index der wichtigsten Aktien in Shanghai und Shenzhen legt der CSI 300 um 0,8 Prozent zu auf 3984 Punkte.
  • Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans rückt um 0,8 Prozent vor.

Ganz so euophorisch wie in Europa stellt sich die Lage aus der Sicht asiatischer Anleger allerdings nicht dar. Wie die Behörden in China bekannt gaben, stieg die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus "Sars-CoV-2", das die Lungenerkrankung "Covid-19" auslöst, in manchen Provinzen nicht mehr so stark wie zuletzt. In Peking wird das als Anzeichen gewertet, dass die Epidemie womöglich bereits im Februar ihren Höhepunkt erreichen könnte.

Die Investoren benötigten jedoch wahrscheinlich mehr Beweise, hieß es aus dem Handel, bevor sie an den Märkten wieder ein größeres Risiko eingehen. "Es scheint, dass es zunehmenden Trost gibt, dass das Virus das Wachstum nicht in signifikanter Weise beeinflussen wird, aber ich bin noch nicht bereit, Risikoaktiva zu kaufen", meinte ein Marktstratege bei CMC Markets in Sydney.

Die Sorge, dass das Virus die Fabriktätigkeit verlangsamen und die Konsumausgaben in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt verlangsamen werde, hält die Aktien- und Rohstoff-Märkte in der Region demnach weiter im Griff.

Nikkei
Nikkei 23.087,82

 

07:53 Uhr

Börse in Rekordlaune: Dax fiebert der Eröffnung entgegen

Am deutschen Aktienmarkt drücken die Kurse weiter nach oben: Am Tag nach dem jüngsten Allzeithoch im Dax zeichnet sich an der Frankfurter Börse ein weiterer freundlicher Auftakt ab.

  • In den vorbörslich errechneten Indikationen wird der Dax bei 13.671,00 Punkten gesehen, was einem Eröffnungsaufschlag von 0,3 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das prominenteste deutsche Börsenbarometer starke 0,99 Prozent im Plus bei 13.627,84 Zählern aus dem Handel gegangen.
  • Im Verlauf hatte der Dax seinen bislang höchsten Punktestand überhaupt erreicht: Aktuell liegt das historische Allzeithoch bei 13.668,40 Punkten - und damit also knapp drei Zähler unter dem prognostizierten Auftaktkurs.

Frische Unternehmensergebnisse gibt es am Morgen unter anderem von Jenoptik, Heineken und ABN Amro. Zur jeweiligen Hauptversammlung laden am Vormittag Siemens Healthineers und die Mediamarkt/Saturn-Mutter Ceconomy.

Dax
Dax 12.606,57

 

07:15 Uhr

Schleichende Abschwächung: Euro gibt weiter nach

An den Devisenmärkten startet der Handel zur Wochenmitte mit einem leichten Abwärtstrend beim Euro. Der Kurs der Gemeinschaftswährung setzt seine Bewegung der vergangenen Tage fort, kann sich aber noch über der Linie bei 1,09 Dollar halten.

  • Am frühen Morgen notiert der Euro bei 1,0910 Dollar und damit knapp 0,1 Prozent unter Vorabendniveau.
  • Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren Referenzkurs zuletzt am Dienstagsnachmittag auf 1,0901 (Montag: 1,0951) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9173 Euro.
  • Im Verlauf des Dienstagsgeschäfts war der Euro erstmals seit etwa vier Monaten unter die Marke von 1,09 US-Dollar gefallen.

Beobachter führen die Euro-Schwäche weniger auf die Wirkung aktueller Konjunkturdaten oder die allgemeine Nachrichtenlage zurück. Vielmehr werden zumeist marktspezifische technische Gründe genannt. Der Euro gilt schon seit einiger Zeit als angeschlagen.

Gewichtigere Konjunkturdaten stehen auch am Mittwoch weder aus den USA noch aus dem Euroraum auf der Agenda. Angekündigt sind neben den Zahlen zur europäischen Industrieproduktion im Dezember lediglich die wöchentlichen Rohöllagerdaten aus den USA sowie der Opec-Monatsbericht zur Lage am weltweiten Ölmarkt.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,17

 

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht