Mittwoch, 17. April 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Kai Stoppel
17:44 Uhr

Anleger rotieren - Dax setzt Höhenflug fort

Dax
Dax 12.247,80

Der Dax kann seine Siegesserie fortsetzen und legt den sechsten Handelstag in Folge zu: Es geht um 0,4 Prozent nach oben auf 12.153 Punkte. Grund sind vor allem gute Daten aus China und eine steigende Risikobereitschaft unter den Investoren. "Wir sehen eine Rotation aus defensiven in mehr zyklische Werte", so ein Marktteilnehmer.

Den Impuls lieferte am Morgen bereits das chinesische Bruttoinlandsprodukt, für das es im ersten Quartal um 6,4 Prozent nach oben ging. Die Produktion in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt sprang sogar um 8,5 Prozent nach oben und damit mehr als zwei volle Prozentpunkte stärker als erwartet.

Zu den Gewinnern unter den Aktien gehören europaweit, mit Blick auf die Sektoren, die Automobilwerte, die Technologiewerte wie auch die Unternehmen aus der Chemie-Branche. Im Dax gehören daher Thyssenkrupp, Volkswagen, Daimler, Infineon, Continental und BASF ganz weit oben - sie legen zwischen 3,6 und 1,4 Prozent zu.

Größter Dax-Gewinner sind jedoch die Aktien von Wirecard: Sie steigen um 3,9 Prozent. Am morgigen Donnerstag läuft das Leerverkaufsverbot aus, was allerdings an der Börse kaum jemanden erschreckt. Spannend wird es vielmehr kommende Woche Donnerstag, wenn das Unternehmen die endgültigen 2018er Zahlen vorlegt. Zudem hat die deutsche Finanzaufsicht Bafin wegen der Kursschwankungen um den Finanzdienstleister Anzeige erstattet.

Am Dax-Ende landen Fresenius und die Tochter FMC mit einem Minus von 3,4 bis 3,4 Prozent. Die Analysten von JP Morgan verweisen darauf, dass die Pharma-Branche in den USA wegen der aktuellen "Medicare-for-all"-Debatte vor einem zeitweiligem Abwärtsrisiko stehe. Anleger sind vor dem Hintergrund des jüngsten Vorschlags des Senators und Präsidentschaftskandidaten Bernie Sanders besorgt, dass die private Krankenversicherung dort abgeschafft werden könnte.

17:28 Uhr

VW-Manager: Prognosen für Robo-Autos zu optimistisch

Der Chef der Volkswagen-Sparte der leichten Nutzfahrzeuge, Thomas Sedran, hat vor zu optimistischen Prognosen zum autonomen Fahren gewarnt. Mindestens bis 2030 werde das Robotertaxi keine wesentlichen Veränderungen am bisherigen Geschäftsmodell der Automobilindustrie bewirken, sagte der Spartenchef dem "Manager Magazin".

"Die Menschen werden weiter Autos kaufen, die Hersteller weiter Gewinne machen." Die Zeit der übergroßen Angst vor Tech- und Mobilitätsunternehmen wie Uber, Lyft und Waymo sei vorbei, einige Visionäre, besonders im Silicon Valley, hätten die Komplexität der Technik unterschätzt.

16:54 Uhr

Indische Fluglinie hat kein Geld mehr für Sprit

imago90759048h.jpg

Zuletzt war nur von einst mehr als 100 nur noch eine Handvoll Maschinen von Jet Airways im Einsatz.

(Foto: imago images / Xinhua)

Sie war vor rund zwei Jahren noch die zweitgrößte private Fluglinie Indiens - nun muss Jet Airways den Betrieb einstellen. Man könne die Treibstoff- und andere Kosten nicht mehr berappen, teilte das mit 1,2 Milliarden Dollar verschuldete Unternehmen mit. Die indischen Gläubiger um die State Bank of India seien nicht zu einer Zwischenfinanzierung bereit.

Jet Airways hätte laut Insidern 58 Millionen Dollar gebraucht, um den Flugbetrieb kurzfristig aufrecht zu erhalten. Eine spätere Wiederaufnahme sei aber nicht ausgeschlossen. Die Gläubiger wollen bis zu 75 Prozent an Jet Airways übernehmen.

16:18 Uhr

Einigung mit Apple - Qualcomm schießen nach oben

Qualcomm
Qualcomm 63,83

Ermutigende Bilanzen und Konjunkturdaten aus China stützen derzeit die US-Börsen. Der breiter gefasste S&P 500 gewinnt 0,1 Prozent auf 2909 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq steigt um 0,4 Prozent auf 8029 Punkte. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte liegt 0,2 Prozent tiefer bei 26.404 Punkten.

Aktien des amerikanischen Chipproduzenten Qualcomm kommen dank einer Einigung im Patentstreit mit Apple kräftig in Fahrt. Die Papiere gewinnen knapp 15 Prozent und notieren so hoch wie seit mehr als neunzehn Jahren nicht mehr. Seit Dienstag stieg der Börsenwert somit um mehr als 25 Milliarden Dollar. Apple-Aktien notierten 0,7 Prozent höher.

Im Finanzsektor sorgen die besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen der US-Investmentbank Morgan Stanley für gute Stimmung. Die Aktien von Morgan Stanley klettern um rund ein Prozent.

16:03 Uhr

BASF setzt auf neuartige "Super-Computer"

BASF
BASF 61,76

Sie gelten als verheißungsvolle  "Super-Computer" der Zukunft - die Rede ist von Quantencomputern. Auch der deutsche Chemiekonzern BASF will von den möglichen Vorzügen der hyperschnellen Rechner profitieren. Der Dax-Konzern schließt sich daher einer Investmentrunde des US-Unternehmens Zapata Computing aus Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts an.

Zapata entwickelt sowohl eine leistungsstarke Softwareplattform als auch spezifische Anwendungen, um eine Bandbreite neu entstehender Quantencomputing-Hardware effizient einsetzen zu können, teilte BASF mit. Quantencomputer sollen es BASF-Experten ermöglichen, komplexe Fragestellungen effizient zu bearbeiten und die Zeit bis zur Markteinführung neuer Produkte zu verkürzen.

15:33 Uhr

RWE will bei Ökostrom in den USA groß einsteigen

imago90701068h.jpg

Windkraft in den USA.

(Foto: imago images / Design Pics)

Der lange Zeit auf Atom- und Kohlekraftwerke fokussierte Energiekonzern RWE will sein Ökostromgeschäft mit Milliardeninvestitionen ausbauen. Dabei setzt er auf die boomenden Märkte in Nordamerika und Asien. "Wir wollen in den USA in den nächsten Jahren voraussichtlich mehrere Milliarden Euro in den Ausbau des Geschäfts investieren", sagte Finanzchef Markus Krebber in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.

Spätestens in der zweiten Hälfte des kommenden Jahrzehnts wolle der Versorger auch in den asiatischen Markt für erneuerbare Energie einsteigen. "Die Vorbereitungen dazu beginnen jetzt." Mit der geplanten Übernahme der Ökostromgeschäfte der Tochter Innogy und der von Eon bis Ende des Jahres will sich der von Umweltschützern scharf kritisierte Versorger zu einem der weltweit größten Ökostromerzeuger wandeln.

15:10 Uhr

Triumph für Trump - US-Handelsdefizit sinkt deutlich

Inmitten des Zollstreits mit China ist das Handelsbilanzdefizit der USA im Februar überraschend zurückgegangen. Es verringerte sich um 3,4 Prozent auf 49,4 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium mitteilte. So gering war die Lücke zwischen Importen und Exporten seit Juni 2018 nicht mehr.

US-Präsident Donald Trump ist das Defizit ein Dorn im Auge. Er kritisierte mehrfach, sein Land werde von wichtigen Handelspartnern wie China über den Tisch gezogen.

13:53 Uhr

VW-Aktie springt auf Zehn-Monats-Hoch

VW Vorzüge
VW Vorzüge 146,30

Die Aktie von VW baut ihren Gewinn auf 3,3 Prozent aus und ist damit zwischenzeitlich stärkster Dax-Wert nach Wirecard. Der Ausbruch auf ein Zehn-Monats-Hoch hat die Aktie damit gleichzeitig aus ihrer bisherigen Seitwärtsbewegung getrieben.

Kurstreiber wie bei den anderen Autoaktien, die wie BMW bis 2,2 Prozent steigen, sind die überraschend starken Daten aus China. Dort waren BIP, Einzelhandel und Industrieprodution besser. Die schlechten Acea-Zahlen zu Europas Neuzulassungen interessieren daher - wie schon am Morgen erwartet - nicht mehr.

13:29 Uhr

Snacks bescheren Pepsico Gewinnplus

RTX3B2C8.jpg

Pepsi kämpft - wie viele Rivalen auch - mit dem gestärkten Dollar sowie höheren Transport- und Aluminiumkosten.

(Foto: REUTERS)

Der US-Getränke- und Lebensmittelkonzern Pepsico hat dank der gestiegenen Nachfrage nach seinen kalorienarmen Limonaden im ersten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Auch die Snack-Sparte Frito-Lay, die mit in den USA beliebten Marken wie Tostitos und Doritos immer wieder die Schwäche im Getränkegeschäft abfederte, konnte ihr Umsatzwachstum auch diesmal in mehr Gewinn ummünzen.

Die Erlöse kletterten um 2,6 Prozent auf 12,88 Milliarden Dollar (11,41 Milliarden Euro), das Nettoergebnis stieg auf 1,44 Milliarden Dollar oder 1,0 Dollar je Aktie. Analysten hatten mit einem Gewinn von 0,92 Dollar je Aktie und einem Umsatz von 12,70 Milliarden Dollar gerechnet.

13:07 Uhr

Studie: E-Autos schaden Klima mehr als Diesel

Eine neue Studie nimmt E-Autos den Nimbus des Klima-Vorzeigeschülers: Sobald der CO2-Ausstoß bei der Herstellung der Batterien und der deutsche Strommix in der Rechnung berücksichtigt werde, belaste ein E-Auto das Klima um 11 bis 28 Prozent mehr als ein Dieselauto, heißt es in einer vom Ifo-Institut in München veröffentlichten Studie.

Lithium, Kobalt und Mangan für die Batterien würden mit hohem Energieeinsatz gewonnen und verarbeitet. Eine Batterie für einen Tesla Model 3 etwa belaste das Klima mit 11 bis 15 Tonnen CO2. Dazu kommen noch die CO2-Emissionen des Stroms. In Wirklichkeit stoße der Tesla zwischen 156 und 181 Gramm CO2 pro Kilometer aus und damit deutlich mehr als ein vergleichbarer Diesel-Mercedes.

Ergänzung 24. April: Die Studie ist nicht unproblematisch. Lesen Sie dazu dieses Interview.

12:38 Uhr

Streit um Boeing - EU droht USA mit Gegenschlag

Boeing
Boeing 373,99

Die EU hat Gegenmaßnahmen auf US-Subventionen für den Flugzeugbauer Boeing angekündigt. Die EU-Kommission stellte eine umfangreiche Liste von US-Gütern vor, deren Einfuhr mit zusätzlichen Abgaben in Höhe von zwölf Milliarden Dollar belegt werden könnte.

Die Regierung in Washington hatte ihrerseits vergangene Woche Strafzölle in Höhe von elf Milliarden Dollar wegen europäischer Subventionen für den Boeing-Konkurrenten Airbus angedroht.

Die Welthandelsorganisation WTO hatte im März 2012 eine Reihe staatlicher Milliardenbeihilfen in den USA für Boeing als illegal eingestuft und die Beendigung dieser Subventionen gefordert. Im Mai 2018 rügte die Organisation aber auch Staatsbeihilfen der EU für Airbus.

12:22 Uhr

Uber bietet saudischen Frauen Exklusivrecht

43432078.jpg

Frauen hinterm Steuer sind in Saudi-Arabien noch etwas sehr Neues.

(Foto: picture alliance / dpa)

Noch nicht einmal ein Jahr ist es her, dass Frauen in Saudi-Arabien überhaupt hinterm Steuer sitzen dürfen. Der US-Fahrdienstvermittler Uber sieht in der neugewonnenen Freiheit jedoch eine Chance, sein Angebot im Wüstenstaat auszuweiten.

Allerdings gibt Uber seinen weiblichen Fahrern ein Exklusivrecht: Sie dürfen sich aussuchen, wenn sie nur Frauen als Kunden befördern wollen, wie CNN berichtet. Hintergrund: Nach eigenen Angaben hatte Uber herausgefunden, dass eine Mehrheit der weiblichen Uber-Fahrer in Saudi-Arabien es bevorzugt, nur Frauen zu fahren.

Das neue Angebot soll vorerst auf das Königreich beschränkt bleiben, so der US-Konzern. Uber ist derzeit noch nicht an der Börse notiert - das Börsendebüt wird jedoch für Anfang Mai erwartet.

11:53 Uhr

Klatsche aus USA lässt Telekom-Aktie abrutschen

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 15,27

Zu den größten Verlierern im Dax zählen die Papiere der Deutschen Telekom, die 2,1 Prozent verlieren. Hier belasten Presseberichte, wonach das US-Justizministerium einem Zusammenschluss von Sprint und T-Mobile US skeptisch gegenüberstehe.

Die geplante Fusion könne so nicht durchgeführt werden, heißt es laut Bericht aus dem Ministerium. Die kartellrechtliche Zustimmung zu dem geplanten Deal gilt als größter Stolperstein auf dem Weg zu einer Fusion. Der angedachte Zusammenschluss von AT&T und T-Mobile scheiterte seinerzeit ebenfalls am Widerstand der Behörden.

11:04 Uhr

Aktien von Ajax schießen hoch - "Juve" brechen ein

imago39903064h.jpg

Kein Guter Tag für Cristiano Ronaldo und die Anleger von Juventus Turin.

(Foto: imago images / AFLOSPORT)

Nicht nur der Fussballklub Borussia Dortmund sorgt an den Märkten mit Siegen und Niederlagen für Bewegung: auch Ajax Amsterdam aus den Niederlanden und der italienische Spitzenklub Juventus Turin. Besonders deutlich zeigt sich das, wenn beide gegeneinander spielen - wie gestern Abend - und es dabei um viel Geld geht - wie gestern Abend.

Die Ajax-Aktien schießen heute um 8,5 Prozent in die Höhe - lagen aber auch schon einmal 11 Prozent im Plus. Der Kurs von Juventus Turin aus der italienischen Serie A hingegen bricht an der Mailänder Börse derweil um 16,4 Prozent ein - im Tagestief waren es gar 23 Prozent.

Die Niederländer hatten im Viertelfinalrückspiel der europäischen Champions League mit 2:1 bei Juventus Turin gesiegt. Damit steht der Klub im Halbfinale der europäischen Eliteliga und darf sich zudem über ein Preisgeld von weiteren 12 Millionen Euro freuen.

11:02 Uhr

Regierung streicht Wachstumsprognose zusammen

Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr auf nur noch 0,5 Prozent gesenkt. Im kommenden Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,5 Prozent zulegen, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Er sprach von einer "Schwächephase", die aber überwunden werde.

Mehr dazu lesen Sie hier.

10:39 Uhr

Rom sieht "ermutigende Signale" für Wirtschaft

imago88562577h.jpg

Ist zuversichtlich: Italiens Finanzminister Giovanni Tria.

(Foto: imago/Italy Photo Press)

Zeigt pünktlich zum Frühling auch die Konjunktur wieder neue, grüne Knospen? In Italiens Hauptstadt Rom jedenfalls ist man zuversichtlich: Die Regierung sieht Aufwärtstendenzen in der heimischen Wirtschaft, die in der zweiten Jahreshälfte 2018 in die Rezession gerutscht ist.

Finanzminister Giovanni Tria sagte vor einem Parlamentsausschuss, die ersten beiden Monate des Jahres hätten in dieser Hinsicht ermutigende Signale geboten. Die Regierung gehe bei ihrer Wachstumsprognose von 0,2 Prozent für 2019 davon aus, dass es in der ersten Jahreshälfte zu einer leichten konjunkturellen Erholung komme, gefolgt von einem stärkeren Anziehen der Wirtschaft im zweiten Halbjahr.

10:04 Uhr

Warum der Dax heute so komisch reagiert

Dax
Dax 12.247,80

Die Märkte dürsten nach positiven Nachrichten aus der Weltwirtschaft. Nun sind sie da: China meldet überraschend starke Konjunkturdaten. Doch was macht der Dax? Er stagniert und rutscht stellenweise sogar leicht ins Minus. Was ist da los?

Die offensichtlich "nur maue" Kursreaktion des Dax sollte nicht falsch eingeordnet werden, heißt es im Handel. Denn nur die heftige Rotation heraus aus defensiven und hinein in zyklische Werte bremse derzeit die Indizes in Europa noch.

Defensive Werte sind solche, die auch in Krisenzeiten einigermaßen laufen – etwa die von Herstellern von Konsumgütern oder Energiekonzerne. Zyklische Aktien jedoch laufen bei Konjunkturflauten schlecht, in Boomzeiten aber umso besser. Dabei handelt es sich etwa um Rohstoff- und Industrie-Werte.

Ein Blick auf den Dax verdeutlich den Wechsel von defensiven hin zu zyklischen Werten: Die typischen Defensiven wie Vonovia, Eon, RWE, Merck KGaA, Beiersdorf und die Fresenius-Familie sind alle im Minus.

Stattdessen sind Zykliker wie Thyssenkrupp, BASF, Covestro oder die Autoaktien - und dies trotz schwacher Acea-Zulassungszahlen für März - gesucht. Da sich die Gewinne und Verluste fast ausgleichen, stagniert der Dax.

 

09:21 Uhr

Wirecard steigen deutlich - ist das die Trendwende?

Wirecard
Wirecard 150,95

Mit einem deutlichen Schub startet die Aktie des Zahlungsabwicklers Wirecard in den Börsentag: Mit einem Plus von mehr als 4 Prozent auf 123,70 Euro ist sie gleichzeitig deutlicher Dax-Spitzenreiter.

Hintergrund: Die Finanzaufsicht Bafin erstattete Insidern zufolge in den Ermittlungen wegen möglicher Kursmanipulation Anzeige gegen Journalisten und Investoren. "Das unterstreicht die Unschuldsvermutung bei Wirecard und dass sie wirklich nur ein gezieltes Opfer von Short-Attacken waren", sagte ein Händler am Vorabend. Eine Erholung der Aktie bis in den Bereich der Seitwärtsbewegung vom Herbst des Vorjahres um 135 Euro sei denkbar.

Das war es aber auch mit spektakulären Kursentwicklungen in der ersten deutschen Börsenliga. Der Dax selbst legt zwar auch zu, aber so minimal, dass man es eigentlich als "unverändert" bezeichnen muss. Dax plus 0,03 Prozent auf 12.106 Punkte. Und das trotz überraschend starker Konjunkturdaten aus China (wir erwähnten es bereits).

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an kai.stoppel(at)nachrichtenmanufaktur.de.

09:01 Uhr

Stimmrechtsberater rütteln an Doppelrolle von Boeing-Chef

3a5bcaa698dccdb8cd3fdce0bd879750.jpg

Dennis Muilenburg

(Foto: REUTERS)

Der einflussreiche US-Stimmrechtsberater ISS hat Boeing aufgefordert, die bisher von Dennis Muilenburg in Personalunion gehaltenen Chefposten im Vorstand und Aufsichtsrat zu trennen.

  • "Aktionäre würden von einer strengeren Form der unabhängigen Aufsicht profitieren", hieß es.

ISS empfahl den Aktionären vor der Jahreshauptversammlung am 29. April für eine entsprechende Vorlage zu stimmen. Damit könne sichergestellt werden, dass das Management des Flugzeugherstellers das Vertrauen der Aufsichtsbehörden und der Kunden zurückgewinnen kann. Der Airbus-Konkurrent steht unter Druck, weil Maschinen des Typs 737 Max nach zwei Abstürzen weltweit Flugverbot haben.

*Datenschutz

08:44 Uhr

ABB kommt beim Umbau der Chef abhanden

114058061.jpg

Ulrich Spiesshofer

(Foto: picture alliance/dpa)

Beim schweizerischen Industriekonzern ABB gibt es überraschend einen Wechsel an der Spitze. Vorstandschef Ulrich Spiesshofer tritt mit sofortiger Wirkung zurück und Verwaltungsratspräsident Peter Voser übernimmt interimistisch, wie der Konzern mitteilte.

Der 55-jährige Spiesshofer war seit 2013 Chef von ABB. Der Konzern hat die Suche nach einem neuen CEO eingeleitet. Gründe für den überraschenden Schritt nannte der Siemens-Wettbewerber nicht, der separat auch über die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal berichtete. ABB befindet sich derzeit in einer Neustrukturierung.

08:24 Uhr

Ölpreise legen zu - Wachstumsdaten aus China stützen

Brent Rohöl
Brent Rohöl 64,61

Mit den Ölpreisen ist es im frühen Handel nach oben gegangen. Damit knüpften sie an die gestrigen Gewinne an. Besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus China hätten gestützt, hieß es von Marktbeobachtern. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 71,98 US-Dollar. Das waren 26 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 43 Cent auf 64,48 Dollar.

Wegen der etwas besser als erwartet ausgefallenen Wachstumsdaten nahmen am Markt allerdings die Zweifel an weiteren konjunkturstützenden Maßnahmen durch die Regierung in Peking zu. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern habe dies in der Vergangenheit den Anstieg der Ölpreise gebremst. China ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und verbraucht dementsprechend viel Rohöl.

*Datenschutz

08:14 Uhr

Gute Daten aus China treiben Nikkei an

Positiv aufgenommene Konjunkturdaten aus China haben die Stimmung an den asiatischen Aktienmärkten aufgehellt. In Tokio stieg der Nikkei um 0,3 Prozent und schloss bei 22.278 Punkten. Japans Leitindex erreichte damit den höchsten Stand seit viereinhalb Monaten.

Der MSCI-Index für die asiatischen Papiere ohne Japan legte 0,5 Prozent zu und notierte so hoch wie seit Juli nicht mehr.

08:07 Uhr

Europas Automarkt weiter im Rückwärtsgang

In Europa sind auch im März weniger Pkw zugelassen worden. In Deutschland war die Einbuße mit 0,5 Prozent im Vergleich zu anderen Ländern aber moderat. Insgesamt ging die Zahl der Neuzulassungen in der EU und der europäischen Freihandelszone Efta um 3,6 Prozent auf rund 1,77 Millionen Fahrzeuge zurück, wie die Herstellervereinigung Acea meldete. In den ersten drei Monaten ergab sich damit ein Minus von 3,2 Prozent auf nahezu 4,15 Millionen Autos. In der EU ohne die Efta wurden im März 1,72 Millionen Pkw neu zugelassen, ein Rückgang um 3,9 Prozent auf Jahressicht. Die Zulassungen gingen in allen großen Märkten zurück. Am stärksten fielen sie in Italien, und zwar um 9,6 Prozent, gefolgt von Spanien (4,3), Großbritannien (3,4) und Frankreich (2,3).

Unter den deutschen Herstellern verbuchte Marktführer Volkswagen im März in der EU und EFTA eine Einbuße von 0,6 Prozent auf 412.033 Fahrzeuge. Vergleichsweise glimpflich kam auch BMW mit einem Minus von 2,4 Prozent davon. Deutlicher stärker fiel der Rückgang mit 14 Prozent bei Daimler aus.

08:01 Uhr

Danone startet schwach ins Jahr - Prognose bleibt aber

RTR4XGJJ.jpg

(Foto: REUTERS)

Trotz eines schwächelnden Jahresauftaktes hat der französische Nahrungsmittelkonzern Danone seine Ziele für 2019 bekräftigt. Demnach sollen die Erlöse auf vergleichbarer Fläche um rund drei Prozent steigen und die operative Marge über 15 Prozent liegen.

Im ersten Quartal legte der Umsatz derweil um 0,8 Prozent auf 6,138 Milliarden Euro zu. Belastend seien die schwächere Nachfrage nach Säuglingsnahrung in China und ein Konsumboykott in Marokko gewesen.

07:48 Uhr

Bafin-Strafanzeigen könnten Wirecard nach oben hieven

Wirecard
Wirecard 150,98

Beginnt nun eine gute Zeit für die Wirecard-Aktie? Für heute rechnen die Händler jedenfalls mit weiteren Kursgewinnen. Grund ist das Erstatten von Strafanzeigen durch die Aufsichtsbehörde Bafin wegen möglicher Marktmanipulationen durch Hedgefonds.

  • "Das unterstreicht die Unschuldsvermutung bei Wirecard und dass sie wirklich nur ein gezieltes Opfer von Short-Attacken waren", sagte ein Händler.
  • Eine Erholung der Aktie bis in den Bereich der Seitwärtsbewegung vom Herbst des Vorjahres um 135 Euro sei denkbar.
07:40 Uhr

Kursbewegung durch China-Daten - Euro etwas fester

Der Kurs des Euro hat im frühen Handel leicht zugelegt und ist wieder knapp über 1,13 US-Dollar gestiegen. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1304 Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt gestern Nachmittag auf 1,1305 (Montag: 1,1313) Dollar festgesetzt.

Etwas besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus China sorgten an den Finanzmärkten am Morgen für etwas Kursbewegung. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern wurde der als sicherer Anlagehafen geschätzte US-Dollar leicht belastet, während der Euro im Gegenzug etwas Auftrieb erhielt. Zuvor war der Euro in der vergangenen Nacht noch zeitweise bis auf 1,1279 Dollar gefallen.

07:24 Uhr

China-BIP könnte für Kursfeuerwerk sorgen

Dax
Dax 12.247,80

Die Zeichen an Europas Aktienmärkten stehen heute auf Grün. Als Kurstreiber dürften sich erneut besser als gedacht ausgefallene Konjunkturdaten aus China entpuppen. Das BIP im ersten Quartal und die Industrieproduktion im März stiegen in China stärker als erwartet. Mehr dazu lesen Sie hier. Auch die chinesischen Einzelhandelsdaten fielen besser als gedacht aus, was auch Umsatzdaten von Unternehmen wie L'Oreal zeigten. Die Analysten der ANZ Bank erhöhten darauf ihre Wachstumsprognose für China für das Gesamtjahr.

Der Dax notierte vorbörslich 0,1 Prozent höher bei 12.112 Punkten. Der Frankfurter Leitindex hatte bereits an den ersten beiden Tagen der Karwoche zugelegt. Im Fokus stehen heute nun erste Unternehmenszahlen, vor allem zum Umsatz. Unter anderem berichten Danone und Ericsson. Dazu werden in Deutschland der Auftragsbestand und in Europa die Acea-Neuzulassungen für Pkw im März berichtet. Hauptereignis sind die wichtigen Inflationsdaten für März aus der Eurozone am Mittag. Am Abend legt die US-Notenbank Fed ihr Beige Book vor.

07:02 Uhr

Foxconn-Boss: "See-Gottheit will Präsidentschaftskandidatur"

e2164f1d2c7ac5412ed27763866ba698.jpg

Terry Gou im Tempel Ci Hui.

(Foto: REUTERS)

Na, das ist doch ein Grund: Der Vorstandsvorsitzende des weltgrößen Auftragfertigers Foxconn, Terry Gou, will bei der taiwanesischen Präsidentschaftswahl 2020 antreten, weil eine See-Gottheit ihm dies gesagt haben soll. Er folge dem Befehl der Gottheit, sagte Gou vor mehr als 100 Menschen im Tempel Ci Hui in Banqiao. In dem Ort wuchs der Milliardär auf.

Der Tempel ist der Gottheit Mazu gewidmet, die in Taiwan sehr populär ist und die über alle Dinge von Sicherheit bis Reichtum bestimmen soll. Gou hat allerdings noch nicht formal seine Bewerbung um das Präsidentenamt bekannt gegeben. Foxconn ist unter anderem als Fertiger von Apples Iphone bekannt.

06:51 Uhr

Chinas Notenbank pumpt Milliarden ins Bankensystem

RTX38GJI.jpg

(Foto: REUTERS)

Die chinesische Zentralbank hat heute insgesamt 360 Milliarden Yuan (etwa 47,5 Milliarden Euro) an Liquidität in das Bankensystem gepumpt, um die aktuelle Geldnachfrage zu decken. Die People's Bank of China (PBC) teilte mit, sie habe 160 Milliarden Yuan eingespeist, die mit einem Zinssatz von 2,55 Prozent und einer Laufzeit von 7 Tagen versehen sind.

Darüber hinaus habe sie 200 Milliarden Yuan über die mittelfristige Darlehensfazilität mit einer Laufzeit von einem Jahr und einem Zinssatz von 3,3 Prozent bereitgestellt.

06:45 Uhr

Kursgewinne in Japan und China

Nikkei
Nikkei 21.193,81

Gute chinesische Wirtschaftsdaten haben für leichte Kursgewinne an den asiatischen Börsen gesorgt. In Tokio legte der Nikkei um 0,3 Prozent auf 22.285 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix-Index stieg ebenfalls um 0,3 Prozent und lag bei 1632 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,2 Prozent im Plus. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,5 Prozent.

Ein Euro wurde mit 1,1304 US-Dollar bewertet nach 1,1280 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 111,98 Yen gehandelt nach 111,99 Yen in den USA.