Mittwoch, 18. Dezember 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
18:02 Uhr

Dax-Anleger machen Kasse

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Trotz eines besser als erwarteten Ifo-Index gehen Anleger auf Tauchstation.

imago/Westend61

Der deutsche Leitindex hat seine Verluste im späten Handel ausgebaut.

Der Dax verlor letztlich 0,4 Prozent auf 13.222 Punkte und damit nur knapp über seinem Tagestief. Der deutsche Leitindex knüpfte somit an seinen 0,9-prozentigen Verlust vom Vortag an, nachdem er zum Wochenauftakt noch auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren geklettert war. Der MDax, der tags zuvor ein Rekordhoch erreicht hatte, schloss mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 28.192 Zählern.

"Die Euphorie aus der vergangenen Woche scheint verflogen, und der Markt hat Mühe, in den letzten Handelstagen des Jahres den nötigen Schwung in Richtung Allzeithoch zu gewinnen", kommentierte Marktanalyst Milan Cutkovic von Axitrader. Der besser als erwartete Ifo-Index konnte den Abwärtssog nicht stoppen.

Jungheinrich
Jungheinrich 36,40

Auf Unternehmensseite setzte nach einer enttäuschenden Prognose von Jungheinrich eine Flucht aus den Papieren des Gabelstaplerherstellers ein. Der Konzern kämpft mit einer Auftragsflaute und rechnet wegen der unsicheren Konjunktur für das kommende Jahr mit einem schwächeren Verlauf als 2019. Der Jungheinrich-Kurs brach um mehr als 23 Prozent ein. Dieser Sog zog die Anteilsscheine des Konkurrenten Kion um 5,5 Prozent mit nach unten.

Im Dax büßten Titel des Reifenherstellers Continental als Dax-Schlusslicht 1,8 Prozent ein. Sie litten unter den November-Absatzzahlen des französischen Konkurrenten Michelin.

Damit hat der Börsen-Tag Feierabend. Die Kollegen von der Spätschicht halten Sie aber weiter auf dem Laufenden. Schauen Sie also ruhig immer wieder vorbei. Morgen Früh geht es dann an dieser Stelle munter weiter.

17:33 Uhr

Erste "grüne Anleihe" des Bundes kommt

Die Bundesregierung will in der zweiten Jahreshälfte 2020 erstmals in den boomenden Markt für "grüne Anleihen" einsteigen. Das Emissionsvolumen soll sich "im hohen einstelligen oder im niedrigen zweistelligen Milliardenbereich" bewegen, sagten mehrere mit den Planungen des Finanzministeriums vertraute Personen.

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Bislang gilt Deutschland als Nachzügler in Sachen nachhaltige Anleihen. Länder wie Frankreich und Dänemark werfen solche Papiere schon länger auf den Mark.

(Foto: imago stock&people)

Die mit dem Schuldenmanagement des Bundes beauftrage Finanzagentur dürfte die Pläne in ihrem Emissionskalender für das kommende Jahr veröffentlichen, der an diesem Donnerstag vorgestellt werden soll. Das Ministerium wollte sich auf Nachfrage nicht dazu äußern.

17:23 Uhr

Energieverbrauch in Deutschland sinkt: Windkraft kommt mit Macht

Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2019 nach vorläufigen Berechnungen um 2,3 Prozent gesunken. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) bezifferte den gesamten Energiekonsum auf 437,3 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten.

Nordex
Nordex 19,10

Da der Verbrauch von Braun- und Steinkohle besonders stark gesunken ist, geht sie zudem von einer Abnahme der Kohlendioxid-Emissionen um reichlich 50 Millionen Tonnen aus. Das sei ein Minus von gut 7 Prozent, teilte die AGEB mit. 2018 hatte der energiebedingte CO2-Ausstoß 710 Millionen Tonnen betragen.

Beim Stromverbrauch legten die erneuerbaren Energien kräftig zu. Wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mitteilte, wird ihr Anteil am Bruttostromverbrauch 2019 voraussichtlich fast 43 Prozent erreichen. Im Vorjahr seien es 38,2 Prozent gewesen. Insgesamt werden die Erneuerbaren demnach mehr als 244 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugen. Windkraftanlagen an Land hätten aufgrund des windreichen Wetters mit fast 104 Milliarden Kilowattstunden den größten Anteil beigesteuert.

Hier mehr zum Thema:

17:16 Uhr

Wall Street hievt sich ins Plus: Fedex rauscht in den Keller

Nachdem die US-Börsen zurückhaltend in den Handel gestartet sind, machen sie Boden gut. 

S&P 500
S&P 500 3.622,00

Im frühen Geschäft steigt der Dow-Jones-Index um 0,1 Prozent auf 28.299 Punkte, der S&P-500 und der Nasdaq-Composite verbessern sich ebenfalls um 0,1 Prozent.

 "Da es bisher keine weiteren Details zum Handelsabkommen gibt oder wann mit einer Unterzeichnung zu rechnen ist, liegt über den Märkten eine gewisse Nervosität", so Raffi Boyadjian, Senior Investment-Analyst bei XM.

Unter den Einzelwerten rutschen Fedex um 9,9 Prozent abwärts. Belastet von höheren Kosten und der gekappten Geschäftsbeziehung mit Amazon hat der Logistiker im zweiten Geschäftsquartal einen Gewinneinbruch verzeichnet und das vierte Mal in Folge die Prognose für das laufende Jahr gesenkt.

Um 1,1 Prozent nach unten geht es für Fiat Chrysler. Die Fusion der beiden Autokonzerne PSA und Fiat Chrysler Automobiles ist beschlossene Sache. Die Unternehmen haben eigenen Angaben zufolge eine bindende Fusionsvereinbarung unterzeichnet, die von den Kernaktionären unterstützt werde.

16:58 Uhr

Amazon, Apple und Google machen gemeinsame Sache

Die Smarthome-Rivalen Amazon, Apple und Google wollen um mit einem neuen offenen Standard die Verbindung verschiedener Geräte im vernetzten Zuhause vereinfachen. Bislang funktionieren vernetzte Lampen, Thermostate, Sicherheitskameras oder Türschlösser zum Teil nur in Systemwelten einzelner Anbieter, sind aber oft untereinander nicht kompatibel.

Der neue Standard solle auf dem Internet-Protokoll basieren und ohne Lizenzgebühren für alle verfügbar sein, teilten die Unternehmen. Zu den Mitgliedern der Arbeitsgruppe gehören unter anderem auch Ikea, Samsungs Heimvernetzer SmartThings, der Chip-Spezialist NXP sowie der Hersteller der vernetzten "Hue"-Lampen, die Philips-Abspaltung Signify. Bis Verbraucher von dem neuen Standard profitieren, wird allerdings noch einige Zeit vergehen: Die Arbeitsgruppe der Unternehmen will bis Ende 2020 zunächst die Spezifikationen festlegen und eine erste Referenz-Umsetzung präsentieren. Zum Einsatz kommen sollen sowohl Wlan als auch Bluetooth.

16:32 Uhr

Aramco-Anleger nehmen Gewinne mit

Anleger nutzen die Aufnahme von Saudi Aramco in den Auswahlindex der Börse Riad und den MSCI-Schwellenländerindex für Gewinnmitnahmen.

Die Aktien des weltgrößten Ölkonzerns verlieren 2,8 Prozent. Mit 36,70 Riyal notieren sie aber immer noch rund 15 Prozent über dem Ausgabepreis von 32 Riyal.

16:19 Uhr

In der Airbus-Rüstungssparte fürchten Tausende um ihre Jobs

Der Betriebsrat der Airbus-Rüstungssparte sieht den Bau von Kampfflugzeugen in Deutschland auf der Kippe. "Die Zukunft der gesamten militärischen Luftfahrtindustrie in Deutschland entscheidet sich an der Frage, ob die Bundeswehr den Eurofighter oder die amerikanische F18 als Nachfolger für den Tornado kauft", sagte Gesamtbetriebsratschef Thomas Pretzl der "Augsburger Allgemeinen".

Airbus
Airbus 90,07

Airbus Defence und Space beschäftigt in Manching bei Ingolstadt 5000 Mitarbeiter, in Ottobrunn bei München, Friedrichshafen am Bodensee und Bremen je 2000 Mitarbeiter und weitere 23.000 in Frankreich, Spanien und England. Mit Abstand wichtigster Kunde im Rüstungsgeschäft ist die Bundesregierung. Weil das Auftragsbuch seit drei Jahren schrumpft, verhandelt Spartenchef Dirk Hoke mit dem Betriebsrat jetzt über ein hartes Sparpaket.

16:02 Uhr

Überblick im Handelskrieg verloren?

Hier mal eine praktische Fundsache in Sachen Zollspirale zwischen den USA und China. Die meisten dürften inzwischen den Überblick verloren haben. Die Denkfabrik Peterson Institute for International Economics aus Washington hilft auf die Sprünge:

 

15:56 Uhr

Streikbedingt: Lufthansa verteilt Lunchboxen

Die gute Nachricht ist: Trotz des angekündigten Streiks in den Lufthansa-Großküchen will die Fluggesellschaft an diesem Donnerstag ihr volles Programm fliegen. Die schlechte: Auf innerdeutschen und Europa-Flügen können voraussichtlich bis einschließlich Samstag keine Bordverpflegung angeboten werden, sagte ein Sprecher des Unternehmens in Frankfurt.

Lufthansa
Lufthansa 10,06

Auf der Langstrecke ab Frankfurt und München würden die Passagiere mit einem reduzierten Angebot aus vorbereiteten Verpflegungsboxen versorgt. Auf Flügen nach Deutschland gebe es hingegen das normale Angebot, weil an den ausländischen Flughäfen nicht gestreikt werde. Hintergrund ist ein von Verdi ausgerufener 24-Stunden-Streik in den Großküchen der Lufthansatochter LSG Sky Chefs. Die Beschäftigten befürchten schlechtere Bezahlung und Arbeitsbedingungen.

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15:32 Uhr

Türkische Kolumnistin: Wer die Lira angreift, gehört "verklagt"

Kleiner Nachtrag in Sachen türkische Lira:

Eine Kolumnistin der türkischen und AKP-nahen Tageszeitung  "Sabah" schreibt, Menschen, die in den sozialen Medien Lügen über eine schwächelnde Lira verbreiten, sollten "vor Gericht landen".

Der Wertverlust der Lira sei allein darauf zurückzuführen, dass die Anleger ihre Positionen vor Jahresende geschlossen hätten, schreibt Dilek Güngör. Nach den Marktturbulenzen im August letzten Jahres hätten "Lügner" eine Lira von 10 oder 15 Dollar pro Dollar prognostiziert. Stattdessen habe die Währung dann aber um 25 Prozent zugelegt.

Das hätte fatale Folgen gehabt: Ein enger Freund habe den Prognosen geglaubt und 200.000 Dollar gekauft, in der Hoffnung, die Lira würde tatsächlich fallen, schreibt die Kolumnistin weiter. Er habe sein Geld verloren, genauso wie viele andere gutgläubige Investoren.

14:33 Uhr

US-Sanktionsbeschluss setzt türkischer Lira zu

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Ursprünglich hatte die Türkei F-35-Kampfjets aus den USA beschaffen wollen. Erdoğan hat Trump mit der Schließung von dem US-Luftwaffenstützpunkt in İncirlik gedroht. Dort lagern die USA Atomwaffen.

picture alliance/dpa

Die Forderung des US-Senats nach Sanktionen gegen die Türkei verunsichert Anleger. Sie ziehen sich aus der Landeswährung zurück und hieven den Dollar im Gegenzug auf ein Zwei-Monats-Hoch von 5,9196 Dollar. Türkische Aktien geraten ebenfalls unter Verkaufsdruck. Der Leitindex der Istanbuler Börse büßt 0,5 Prozent ein.

Hintergrund: Die US-Senatoren haben das Gesetz für den Militärhaushalt mit Zusätzen versehen, die unter anderem den Verkauf von F-35-Kampfjets an den Nato-Partner verbietet und eine Lockerung des Waffenembargos für Zypern ermöglicht. Das türkische Außenministerium bezeichnet die Initiative als irrational und feindlich.

Der Nachrichtenfluss rund um die Beziehungen zwischen den USA und der Türkei sei für Investoren beunruhigend, kommentiert der Chef-Analyst für Schwellenländer beim Vermögensverwalter Blue Bay, Timothy Ash.

14:22 Uhr

Verdi ruft Lufthansa-Caterer zum Streik auf

Die Gewerkschaft Verdi hat bei der vor dem Verkauf stehenden Bordverpflegungs-Tochter LSG der Lufthansa zu einem Streik aufgerufen. Die Beschäftigten sollen an diesem Donnerstag an den Standorten München und Frankfurt für 24 Stunden die Arbeit niederlegen, teilte die Gewerkschaft mit.

Lufthansa
Lufthansa 10,06

Die Bordverpflegungssparte LSG Sky Chefs soll an die Schweizer Gategroup verkauft werden. Der Verkauf an den Weltmarktführer steht noch unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen. Die Züricher Gategroup gehörte ehemals der Swissair, 2016 übernahm die chinesische HNA-Gruppe die Airline-Tochter. Im April ging sie schließlich an die asiatische Investmentgesellschaft RRJ Capital. Heute erwirtschaften rund 43.000 Angestellte von Gategroup einen Umsatz von 4,9 Milliarden Euro.

14:09 Uhr

Warnung vor betrügerischen Online-Handelsplattformen

Die Polizei ruft zur Vorsicht auf: Betrügerische Online-Handelsplattformen stellen neben Enkeltrick und Anrufen von falschen Polizisten eine weitere perfide Masche dar, Menschen um ihr Vermögen zu bringen!

Nach Registrierung auf den Portalen versuchten angebliche Finanzmakler, die Kunden zu immer höheren Anlagebeträgen zu überreden. Druck entstehe durch angeblich zeitlich eng begrenzte Angebote. Dem Anleger werde vorgegaukelt, erfolgreich investiert zu haben.

Laut LKA wurden in Schleswig-Holstein bereits mehrere hundert Fälle angezeigt. Meist sei es bei Summen um 250 Euro geblieben. In einem Fall sei im Kreis Herzogtum Lauenburg aber ein 76-Jähriger um 455.000 Euro geprellt worden. Die Ermittler gehen von einer großen Dunkelziffer Betroffener aus.

14:01 Uhr

Kaffee-Milliardäre machen sich hübsch für die Börse

Die deutsche Milliardärs-Familie Reimann will ihr Kaffeegeschäft rund um die Marken Jacobs und Douwe Egberts (JDE) im nächsten Jahr an die Börse bringen.

Ein Sprecher der Reimann-Holding JAB bestätigte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" die Pläne, wollte sich aber zu Details nicht äußern. Nach einem Bericht der "Financial Times" soll der Börsengang bis zu 3 Milliarden Euro schwer werden und wohl in Amsterdam, der Heimat der niederländischen Traditionsmarke Douwe Egberts, stattfinden.

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13:28 Uhr

Jungheinrich-Aktie schmiert zweistellig ab

Der Gabelstaplerhersteller Jungheinrich verschreckt die Anleger mit einem pessimistischen Ausblick für das kommende Jahr. Der SDax-Konzern prognostizierte einen deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang für 2020. Die Aktie bricht bis zum Mittag um über 23 Prozent ein.

Jungheinrich verwies auf den "deutlich rückläufigen" Markt in den vergangenen Jahren und höhere Schwankungen im Auftragseingang. Es fehlten die positiven Signale von Konjunktur und Markt. Im Sog der Jungheinrich-Aktie muss auch das Papier des Konkurrenten Kion Federn lassen.

13:14 Uhr

Wall Street schielt auf Impeachment-Abstimmung

Die Wall Street dürfte heute zurückhaltend starten. Der Future auf den S&P-500 legt vorbörslich nur minimal zu. Das zwischen den USA und China erzielte Teil-Handelsabkommen wird wohl kaum noch für Kursbewegungen sorgen. Zumal bisher nur wenige Details bekannt sind, ganz zu schweigen davon, dass es bisher nicht unterzeichnet wurde.

Neue Impulse sind nicht auszumachen. Weil konjunkturseitig nichts ansteht, dürften die Anleger auf das Votum des Repräsentantenhauses für ein Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump schauen. Das sogenannte Impeachment des Präsidenten in der Ukraine-Affäre gilt auf Grund der Mehrheitsverhältnisse als sicher. Allerdings gilt es auch als sicher, dass das Verfahren im republikanisch dominierten Senat scheitern wird.

Und das hier haben unserer TV-Kollegen für Sie vorbereitet:

 

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13:00 Uhr

Ausblick 2020: Bauindustrie rechnet mit Wachstumsrückgang

Die deutsche Bauindustrie hat in diesem Jahr ihren Aufschwung weiter fortsetzen können. Aber die sich abkühlende Konjunktur werde im nächsten Jahr zu einer Verlangsamung des Wachstums führen, erklärten der Hauptverband der Bauindustrie (HDB) und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB).

Die Verbände erwarten für 2020 ein nominales Umsatzplus von 5,5 Prozent auf 145 Milliarden Euro, nach bislang erwartetem Wachstum von 5 bis 6 Prozent. Preisbereinigt läge der Anstieg dann bei 1 Prozent.

12:46 Uhr

PSA-Fiat-Fusion: Lohscheller verspricht Vorteile für Opel

Opel-Chef Michael Lohscheller bewertet den Zusammenschluss des Mutterkonzerns PSA mit Fiat Chrysler positiv. Dadurch entstehe ein noch schlagkräftigerer Konzern, sagte Lohscheller. Das biete auch für Opel viele Chancen. "Wir werden auch in dem neuen, größeren Konzern die einzige deutsche Marke sein und für deutsche Ingenieurskunst stehen."

"Opel ist der Verlierer bei der Fusion", erklärt dagegen Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen. "Kein Mensch braucht Entwicklungszentren in USA, Turin, Paris und Rüsselsheim." Der neue Konzernchef Carlos Tavares von PSA sei dafür bekannt, "hart und gnadenlos" zur Sache zu gehen. Bereits der aktuelle Sanierungsplan sieht einen Abbau von 2000 der 6400 Stellen im hessischen Rüsselsheim vor.

Lesen Sie die Bewertung der Fusion vom Kollegen Holger Preiss:

12:23 Uhr

Marke VW steigert Investitionen in E-Mobilität

Die Marke Volkswagen erhöht die Investitionen in die Elektromobilität.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 148,60

Wie aus einer im Internet veröffentlichten Präsentation für Investoren hervorging, plant die Hauptmarke des Wolfsburger Konzerns für den Zeitraum 2020 bis 2024 Ausgaben von rund elf Milliarden Euro, um zum führenden Anbieter batteriegetriebener Mobilität aufzusteigen. Im bisherigen fünfjährigen Planungszeitraum waren bis 2023 neun Milliarden Euro vorgesehen.

11:42 Uhr

Big Bang! Bang & Olufsen fällt auf Elf-Jahres-Tief

Die vierte Gewinnwarnung binnen eines Jahres! Das ist keine Musik in den Ohren der Anleger, sondern schickt die Aktien von Bang & Olufsen auf Talfahrt.

Bang & Olufsen
Bang & Olufsen 3,17

Die Titel des Anbieters von Luxus-Stereoanlagen stürzen um fast ein Viertel ab und sind mit 29,52 Kronen so billig wie zuletzt vor elf Jahren. Dabei wechselten innerhalb der ersten beiden Handelsstunden bereits fast fünf Mal so viele Bang & Olufsen-Papiere den Besitzer wie an einem gesamten Durchschnittstag.

11:28 Uhr

Eurozone: Inflation zieht im November etwas an

Die Inflation in der Eurozone hat sich im November beschleunigt. Die Verbraucherpreise seien um 1,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen, teilt das Statistikamt Eurostat in Luxemburg in seiner zweiten Schätzung mit. Damit wird eine erste Schätzung bestätigt. Im Oktober hatte der Anstieg noch 0,7 Prozent betragen.

Ohne Energie und Lebensmittel erhöhten sich die Verbraucherpreise im November um 1,3 Prozent. Im Vormonat hatte die Rate noch bei 1,1 Prozent gelegen.

11:14 Uhr

Ifo-Index macht Anleger froh, aber Risiken bleiben

Ein überraschend guter Ifo-Index sorgt für anziehende Kurse. Der Dax reduziert darauf sein Minus und notiert über 40 Punkte über Tagestief. Der Ifo-Index stieg im Dezember auf 96,3 Punkte, obwohl nur 95,5 erwartet wurden.

Mehr ist aber nicht drin, weil die extreme Gewinnwarnung von Jungheinrich auf die Kurse drückt. "Der Ifo ist abstrakt, aber die Jungheinrich-Warnung zeigt die Realität auf Unternehmensebene", sagt ein Händler.

Denn immerhin seien die Auftragseingänge von Intra-Logistikern wie Jungheinrich ein Vorlaufinidikator für die Konjunktur und die Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Und hier sehe es anscheinend mau aus.

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10:44 Uhr

Eine Zukunft mit oder ohne Bargeld? Frank Meyer kommentiert

Apropos Kryptowährungen. Der große Hype ist vorbei. Erst am Dienstag ist der Bitcoin ist auf ein Vier-Wochen-Tief gefallen. Zeitweise erreichte er mit 6630 Dollar den niedrigsten Stand seit Ende November.

Bitcoin Group
Bitcoin Group 33,25

Andere Kryptowährungen wie Ether oder Ripple gaben sogar noch stärker nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Digitalwährungen trotzdem auf dem Schirm.

Die EZB geht davon aus, dass die Verwendung von Bargeld zukünftig schwinden wird. In einer Publikation diskutiert sie deshalb die Entwicklung und Ausgabe einer "central bank digital currency" (CBDC), auf Deutsch: digitale Währung der Zentralbank.

Die will vor allem beobachten, wie sich das konkrete Zahlungsverhalten der Europäer verändert, um anhand dessen abschätzen zu können, ob sich eine solche digitale Währung lohnen würde.

 

 

10:07 Uhr

Anleger feiern neuen Autogiganten

Nach wochenlangen Verhandlungen ist die Fusion der beiden Autokonzerne PSA und Fiat Chrysler Automobiles besiegelt. Anleger begrüßen das:

Die Unternehmen haben nach eigenen Angaben eine bindende Fusionsvereinbarung unterzeichnet, die von den Kernaktionären unterstützt wird. Dazu gehörten Exor, Bpifrance, die Peugeot-Familie und Dongfeng.

Mit dem Megadeal, der in zwölf bis 15 Monaten abgeschlossen werden soll, entsteht der weltweit viertgrößte Autokonzern.

Die erste Euphorie über die Nachricht ebbt allerdings auch schon wieder ab.

 

09:36 Uhr

Insider: Tesla erwägt Preissenkung für Model 3 in China

Der Elektroautohersteller erwägt eine Preissenkung für sein Model 3 in China, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet.

Tesla Motors (USD)
Tesla Motors (USD) 574,00

Die Preise für die Autos, die in der neuen Tesla-Fabrik in Shanghai gebaut werden sollen, könnten im kommenden Jahr um 20 Prozent oder mehr gekürzt werden. Das Ausmaß und der Zeitpunkt der Preissenkungen hänge von den Marktbedingungen ab.

Tesla lehnte einen Kommentar ab.

09:18 Uhr

Johnson, Brexit, Ifo: Dax startet im Kriechgang

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Johnson und seine Holzhammer-Methode ...

REUTERS

Wie erwartet halten Anleger zum Börsenauftakt ihr Pulver trocken.

Der Verkaufsdruck im Dax lässt nach dem jüngsten Kursrutsch lässt der Verkaufsdruck nach. Der deutsche Leitindex bröckelt um 0,2 Prozent auf 13.265 Punkte.

Anhaltende Kopfschmerzen bereitet Börsianern der Vorstoß des britischen Premierminister Boris Johnson, eine Verlängerung der Übergangsfrist für den EU-Ausstieg seines Landes per Gesetz auszuschließen. Sollte bis Ende 2020 kein Handelsabkommen stehen, droht damit ein chaotischer Brexit.

Die Deutsche Post startet mit einem Kursminus nach den enttäuschenden Zahlen und dem gesenkten Ausblick des US-Rivalen Fedex. Die Fedex-Aktien waren im nachbörslichen US-Geschäft zeitweise um 6,5 Prozent eingebrochen.

Britisches Pfund / Dollar
Britisches Pfund / Dollar 1,34

Für Gesprächsstoff sorgen dürften noch Konjunkturdaten: So legt das Münchner Ifo-Institut heute um 10 Uhr seinen Geschäftsklimaindex vor. Analysten rechnen damit, dass sich die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft etwas verbessert hat.

In Großbritannien werden die Inflationsdaten vorgelegt. Wieder aufkommende Furcht vor einem harten Brexit hat am Dienstag die Stimmung an den Börsen gedrückt und das Pfund belastet.

Guten Morgen, stecken die Anleger den Dämpfer vom Vortag weg? Ein Stimmungsaufheller könnte nach dem Tiefflieger-Start der Ifo-Index sein, der die Stimmung in den deutschen Chef-Etagen widerspiegelt. Mein Name ist Diana Dittmer, ich begleite Sie heute durch den Börsen-Tag. Im Fokus natürlich auch die Fusion der beiden Autokonzerne PSA und Fiat Chrysler Automobiles, die jetzt beschlossene Sache ist.

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08:22 Uhr

Bestellbücher der Industrie dünnen sich aus

Die Orderbücher der deutschen Industrieunternehmen haben sich im  Oktober ausgedünnt. Verglichen mit dem Vormonat reduzierte sich der Auftragsbestand um 0,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Vor allem aus dem Inaldn gingen weniger Bestellungen ein.

Die Auftragsreichweite stagnierte bei 5,6 Monaten. Selbst wenn die Auftragseingänge abrupt stoppen würden, könnten die Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes im Durchschnitt für diese Zeitspanne weiter produzieren.

Am besten gefüllt sind die Auftragsbücher bei den Herstellern von Investitionsgütern. Sie hätten ohne neue Order noch 7,8 Monate zu tun. Bei den Produzenten von Vorleistungsgütern liegt die Reichweite dagegen bei 2,8 Monaten, bei den Herstellern von Konsumgütern nur bei 2,1 Monaten.

07:29 Uhr

Asienbörsen verdauen die jüngsten Gewinne

Händler an den ostasiatischen Aktienmärkten haben sich nach den Gewinne der Vortage zunächst an die Seitenlinie zurückgezogen. Zum einen ebbt die Euphorie um das zwischen den USA und China gefundene sogenannte Phase-1-Abkommen zur Beilegung der Handelsstreitigkeiten etwas ab, zum anderen warten die Marktakteure weiter auf die Details dazu. Gleichzeitig kommt aber etwas Rückenwind von den US-Vorgaben, wo die Indizes erneut Rekordniveaus markierten - auch nachdem neue Konjunkturdaten aus den USA durchweg gut ausgefallen waren.

Nikkei
Nikkei 26.537,31

Am japanischen Aktienmarkt liegt der Nikkei 225 im Späthandel mit 0,6 Prozent im Rückstand bei 23.923 Punkten - zugleich das Tagestief. Marktteilnehmer sprechen auch von Richtungssuche, nachdem der Index gerade ein Vierzehnmonatshoch erreicht hat. An den anderen Börsen fallen die Verluste kleiner aus, während Sydney mit einem kleinen Anstieg um 0,1 Prozent den Handelstag bereits beendet hat.

In China stützt eine kleine Zinssenkung die Stimmung etwas. Die Notenbank hat den Zins für 14-tägige Refinanzierungsgeschäfte um 5 Basispunkte leicht gesenkt und zudem dem Geldmarkt mehr Liquidität zugeführt. Marktteilnehmern zufolge signalisiert sie damit, dass sie weiter im Lockerungsmodus ist zur Stützung der Konjunktur.

06:40 Uhr

Japans Exporte sinken erneut

Der Rückgang der japanischen Exporte hat sich im November abgeschwächt. Dennoch verkauften die Unternehmen den nunmehr zwölften Monat in Folge weniger waren ins Ausland. Das Minus belief sich auf 7,9 Prozent.

Grund für den erneuten Rückgang ist vor allem ein Exporteinbruch in die USA. Wie aus den Daten des Finanzministeriums hervorgeht, sanken die Ausfuhren wegen geringerer Autoexporte um 12,9 Prozent. Nach China exportierte Japan 5,4 Prozent weniger.

06:59 Uhr

Verhaltender Start an den Börsen erwartet

Händler erwarten einen zurückhaltenden Beginn des Börsentages in Europa. Die Dax-Futures zeigen sich rund 20 Punkte unter Vortagesschluss. Der Blick sei wieder auf Wirtschaftsdaten gerichtet, dazu sei das Thema Brexit doch nicht so klar wie erhofft. Zudem sei der Freudeneffekt der ersten Einigung im US-China-Streit bereits eingearbeitet.

Dax
Dax 13.286,57

Aus Japan kommen dazu schwache Exportdaten für November. Sie seien zwar nicht ganz so schlimm wie befürchtet gewesen, ein Minus bei den Ausfuhren von 7,9 Prozent zum Vorjahr und dies den zwölften Monat in Folge sei aber dennoch kein Grund für Käufe. In Deutschland dürfte daher dem Ifo-Index als Barometer für die Gesundheit der gesamteuropäischen Wirtschaft besondere Aufmerksamkeit zuteil werden, heißt es im Handel.

Dazu kommen zahlreiche Inflationsdaten, wichtig sind vor allem die Verbraucherpreise aus der Eurozone im November. Hier wird bei der Kernrate ohne Energie, Nahrung, Alkohol und Tabak mit einem Anstieg von 1,3 Prozent zum Vorjahr gerechnet.

In den USA sind am Abend die Augen auf das Repräsentantenhaus und seinen Beschluss über das Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Trump gerichtet. Zudem hat Trump die Fed erneut aufgefordert, weitere Zinssenkungen vorzunehmen.