Mittwoch, 22. Januar 2020Der Börsen-Tag

Mit Max Borowski
17:51 Uhr

Dax kann Rekord nicht halten

Nach zwei Jahren und zahllosen Rekorden, die zwischenzeitlich an den US-Aktienmärkten aufgestellt wurden, hat nun auch endlich der Dax - zumindest als Perfomance-Index mit allen Dividenden eingerechnet - einen neuen Höchststand bei 13.640 Punkten erreicht. Während es an der Wall Street weiter nach oben geht, kann der deutsche Leitindex das Niveau allerdings nicht halten.

Dax
Dax 12.606,57

Zum Handelsschluss steht der Dax 0,3 Prozent im Minus bei 13.515 Punkten. Auch der MDax konnte seinen Rekord im frühen Handel nach oben schrauben bis auf 28 885 Punkte. Am Ende schloss der Index mittelgroßer Werte mit 28.754,12 Punkten aber mit 0,05 Prozent im Minus. Der Kleinwerte-Index SDax dagegen behauptete sich moderat im Plus.

Laut Chris-Oliver Schickentanz von der Commerzbank sorgte der in China aufgetretene Coronavirus am Vortag an den Börsen "nur für einen kleinen Schnupfen".

17:32 Uhr

Investoren verlieren Vertrauen in Netflix

Netflix fallen um 2,8 Prozent.

Zwar überraschte der Streaminganbieter mit einem Quartalsergebnis über den Prognosen. Allerdings verdarb die Warnung vor einem verschärften Wettbewerb mit den neuen Streaming-Diensten von Apple und Disney Investoren die Laune. "Einen Vorgeschmack bietet die Entwicklung in den USA", schrieb DZ Bank-Analyst Ingo Wermann. Hier enttäusche das Kundenwachstum. "Preiserhöhungen sowie der härtere Kampf um die 'kostbare Freizeit und die US-Dollar' der Nutzer resultierten in einer höheren Kündigungsquote."

17:24 Uhr

IBM wächst endlich wieder

Der IT-Riese IBM erzielte im vergangenen Quartal dank des milliardenschweren Zukaufs von Red Hat nach fünf rückläufigen Quartalen in Folge wieder ein kleines Wachstum. Umsatz und Gewinn fielen zudem besser als gedacht aus, der Kurs legt um 4,1 Prozent zu.

16:52 Uhr

Ölpreis in der Zange

Mit den Erdölpreisen geht es weiter bergab: US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligt sich um 1,9 Prozent auf 57,23 Dollar je Barrel, europäisches Referenzöl der Sorte Brent ermäßigt sich um 1,6 Prozent auf 63,56 Dollar.

Sowohl von der Nachfrage- als auch von der Angebotsseite stehen die Ölpreise unter Druck: Zum einen sieht die Internationale Energie-Agentur eine weiter steigende US-Schieferölproduktion, die den Einfluss ausländischer Anbieter wie den des Erdölkartells Opec reduzieren dürfte. Zum anderen heißt es, Sorgen das sich ausbreitende Coronavirus könnte die Konjunktur in Asien und damit die Nachfrage schwächen.

17:13 Uhr

Goldpreis fällt weiter

Der Goldpreis verliert weiter an Boden, die Feinunze verbilligt sich um weitere 0,1 Prozent auf 1.557 Dollar. Da China einer der wichtigsten Absatzmärkte für physisches Gold sei, müsse mit Nachfrageeinbußen gerechnet werden, sollte sich das Virus weiter ausbreiten, heißt es. Diese Sorge hatte das Edelmetall bereits am Vortag belastet. Mit der zurückgehenden Risikoaversion entfalle ein weiterer Grund, Gold zu kaufen, heißt es.

16:41 Uhr

Tesla-Aktien schießen ungebremst nach oben - VW überholt

Im vorbörslichen Handel hatte es sich bereits (wie berichtet) abgezeichnet: Parallel zur Rekordjagd an der Wall Street geht auch der Höhenflug von Tesla weiter. Die Aktie steigt um 4,6 Prozent und ist mit 572,11 Dollar so teuer wie nie.

Tesla Motors (USD)
Tesla Motors (USD) 391,67

Damit überspringt der Börsenwert des Elektroauto-Pioniers erstmals die Marke von 100 Milliarden Dollar. Der weltgrößte Pkw-Bauer Volkswagen wird derzeit mit umgerechnet 99,8 Milliarden Dollar bewertet.

Dabei verkauft VW nicht nur sage und schreibe 30-mal mehr Autos als Tesla. An jedem dieser Autos verdienen die Wolfsburger auch deutlich mehr als Elon Musk, er überhaupt erst seit vergangenem Jahr einen kleinen Gewinn verzeichnen kann.

Hintergrund dieser absurden Bewertung ist offenbar ein Short Squeeze: Spekulanten, die auf einen sinkenden Kurs oder gar den Zusammenbruch von Tesla gewettet und deswegen Aktien geliehen und verkauft hatten, sind nun gezwungen nachzukaufen. Der Verlust der Shortseller bei Tela summiert sich inzwischen Schätzungen zufolge auf mehrere Milliarden Dollar. Mehr als 14 Prozent der frei gehandelten Tesla-Aktien sollen derzeit noch geshortet sein. Das heißt, es gibt immer noch einige Shortseller, die demnächst kaufen müssen. Der Squeeze könnte also noch etwas andauern, bevor es wieder bergab geht.

 

16:01 Uhr

US-Börsen legen zu

Nasdaq Composite
Nasdaq Composite 10.673,77

Auch die US-Anleger legen ihre Angst vor den Auswirkungen des Corona-Virus-Ausbruchs ab. Der Dow Jones-Index legt zu Handelsbeginn 0,3 Prozent zu, der S&P500 ebenso. Am besten schneiden die Tech-Werte ab. Der Nasdaq Composite legt entsprechend 0,5 Prozent zu.

15:48 Uhr

Fünf-Sterne-Krise macht Italien-Anleger nervös

In Italien treibt die Aussicht auf einen nahen Rücktritt des italienischen Außenministers Luigi Di Maio als Chef der 5-Sterne-Bewegung die Anleger um. Anleger ließen deswegen die Finger von italienischen Staatsanleihen. Die Renditen der zehnjährigen Papiere stiegen im Gegenzug um acht Basispunkte auf 1,45 Prozent. Der italienische Aktienindex trat auf der Stelle und hinkte damit hinter den meisten europäischen Börsen her.

14:54 Uhr

Warum sich die Veggie-Aktie Beyond Meat fast verdoppelt

Nach dem Hype im vergangenen Frühjahr und Sommer war es still geworden um die Aktie von Beyond Meat. Das Papier hatte im Vergleich zu seinem Höchststand von über 220 Dollar fast zwei Drittel ihres Wertes verloren. Seit einigen Wochen aber geht wieder die Post ab. Weil selbst die Milliardäre in Davos dieses Jahr einen Veggie Day einlegen? Tatsächlich profitiert die Aktie nicht nur von der gestiegenen Aufmerksamkeit für das Thema Nachhaltigkeit, sondern auch von einigen handfesten guten Nachrichten. So weitet etwa McDonald's sein Angebot an Beyond-Meat-Burgern aus.

Beyond Meat
Beyond Meat 148,53

Diese positiven Schlagzeilen haben einige Short-Seller offenbar auf dem falschen Fuß erwischt. Sie müssen trotz steigender Kurse massiv Aktien kaufen, was den Kurs weiter antreibt - ein sogenannter Short Squeeze.

14:46 Uhr

Johnson & Johnson verdient fast ein Drittel mehr

Der US-Pharma- und Konsumgüterkonzern hat das vergangene Jahr mit einem kräftigen Gewinnanstieg abgeschlossen. Der Nettogewinn kletterte im vierten Quartal um knapp 32 Prozent auf 4,01 Milliarden Dollar, wie J&J mitteilte. Dazu trug ein starkes Geschäft mit Krebsarzneien und Medikamenten zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen bei. Dagegen schwächelte J&J im Bereich Babypflegeprodukte.

Johnson & Johnson
Johnson & Johnson 124,34

Der Umsatz stieg insgesamt um 1,7 Prozent auf 20,7 Milliarden Dollar. Analysten hatten dem Hersteller von Marken wie Listerine-Mundwasser, Neutrogena-Hautpflege und Penaten-Creme allerdings mehr zugetraut. Für 2020 rechnet der Konzern mit weiteren Zuwächsen, der Umsatz soll sich um bis zu fünf Prozent erhöhen.

14:25 Uhr

Deutsche sollen Glücksspieler statt Anleger werden

Mit einer Portion Sarkasmus wird die Einigung auf einen neuen Glücksspiel-Staatsvertrag aufgenommen. Die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen scheinen günstig für Anbieter wie Bet-at-Home und Zeal Network. Die Aktien steigen um gut vier beziehungsweise 1,5 Prozent.

Bet-at-Home
Bet-at-Home 36,25

Allerdings wundern sich Börsianer, dass der Gesetzgeber Leben für Anleger immer weiter erschwere, Online-Glücksspiel dagegen leichter zugänglich und offiziell genehmigt werde.

"Die haben nach ein paar Jahren gemerkt, wie viel Steuern ihnen da durch die Lappen gehen", sagt ein Händler. Dies mache den Zugang zum Spiel für die Bundesbürger zwar leichter, allerdings sei nicht ganz klar, welches zusätzliche Spielerpotenzial damit noch generiert werden könne.

13:49 Uhr

"Bargeld ist Müll" warnt US-Investorenlegende

Die Aktienmärkte - sogar in Deutschland - auf Rekordniveau, Negativzinsen, Anleiherenditen im Keller und und und ...

Viele Anleger glauben in dieser Situation, das beste sei, ihr Kapital in Bar zu halten. Das machen etwa nicht nur ratlose deutsche Privatanleger so, sondern zum Beispiel auch Warren Buffett, dessen Holding Berkshire auf einem Geldberg von fast 130 Milliarden Dollar sitzt. Die Aktienkurse und Preise für Unternehmensübernahmen hält er einfach für zu hoch.

Dem widerspricht Ray Dalio, seines Zeichens Hedgefonds-Manager, Multimilliardär und Investmentguru, heftig. "Cash is trash", sagte er dem US-Sender CNBC. Speziell der US-Dollar werde durch die wachsende Geldmenge stark abwerten in den kommenden Jahren. Die bessere Alternative sei ein "diversifiziertes Portfolio", in das zum Beispiel auch Gold gehöre.

13:20 Uhr

Wall Street steuert auf positive Eröffnung zu

Das Wuhan-Virus verliert offenbar seinen Schrecken für den Markt: Die Wall Street könnte die Vortagesverluste wettmachen. Der Aktienterminmarkt suggeriert einen etwas festeren Handelsbeginn am Kassamarkt.

S&P 500 Index, Ind.
S&P 500 Index, Ind. 3.233,57

Die Sorgen vor einer Ausbreitung des Coronavirus, die am Vortag die US-Börsen belastet hatten, scheinen Anleger etwas zurückzufahren. China hatte das Hochfahren von Präventivmaßnahmen in den Krankenhäusern zur Verhinderung einer Pandemie verkündet. Investoren zeigten ein hohes Maß an Vertrauen, dass die chinesischen Behörden die Ausbreitung des Virus eindämmen können, sagt Marktstratege James Athey von Aberdeen Standard Investments. "Die globalen makroökonomischen Auswirkungen des Virus' in Asien dürften nach allem, was wir wissen, voraussichtlich äußerst bescheiden ausfallen", so Athey.

Allerdings warnen Händler vor einer kurzfristigen Erholung, denn die Gefahr sei keineswegs gebannt. Die Zahl der Toten und Infizierten steigt nämlich. Der für Gesundheitspolitik zuständige Vizeminister Li Bin warnte, dass das Virus mutieren und sich weiter ausbreiten könnte. Auch in den USA ist ein erster Fall des neuartigen Coronavirus festgestellt worden.

13:13 Uhr

So sieht GMs einsatzbereites Robo-Taxi aus

Ursprünglich wollte die GM-Tochter Cruise schon in 2019 ihren Robotaxi-Dienst aufnehmen. Nun ist immerhin das Fahrzeug fertig entwickelt:

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Kein Lenkrad, kein Gaspedal, kein Fahrer: Der Cruise Origin von GM.

(Foto: REUTERS)

General Motors hat sein selbstfahrendes Elektroauto vorgestellt, dessen Produktionpläne schon kurzfristig präsentiert werden sollen. Der sogenannte Cruise Origin des gleichnamigen Mitfahrdienstes sei quasi auf dem Weg, auch wirklich produziert zu werden, kündigte Cruise-Chef Dan Ammann an.

Das Auto ohne Lenkrad und mit Schiebetüren soll Kern des geplanten Mitfahrdienstes Cruise werden.

Oft zeigten Autohersteller solche Konzeptautos, die dann mitunter gar nicht gebaut würden, so Ammann. "Dies ist (aber) ein vollständig entwickeltes Fahrzeug, das sich auf dem Weg zur Fertigung befindet", zeigte sich der Manager überzeugt, ohne Details zu nennen.

Es ist damit unklar, wann das Auto verfügbar sein wird und dann auch tatsächlich auf Straßen fahren darf. Auch zum Preis machte Ammann keine Angaben.

12:53 Uhr

K+S knicken ein

  • K+S liegen im MDax mit einem Minus von 6 Prozent an der Spitze der Kursverlierer. 
    Grund ist nach Händlerangaben die Wiederaufnahme der Aktie durch Bank of America mit "Underperform".
  • Für Varta geht es um 4,1 Prozent abwärts.
    Für die Commerzbank wird der Wettbewerbsdruck auf den Batteriehersteller nicht wieder verschwinden. Die Analysten senken daher ihre Einstufung für die Aktie auf "Reduce" von "Hold".
12:13 Uhr

Elon Musk verbreitet "creepy" Meme über Biden und Zuckerberg

Prädentschaftsbewerber Joe Biden hat für Wirbel gesorgt, indem er Tech-Unternehmer im Silicon Valley als "little creeps" bezeichnete, die Videospiele entwickelten, in man lerne, "Leute zu töten". So eine Äußerung schreit natürlich geradezu nach mehr oder weniger lustigen Memes in den Sozialen Netzwerken, nicht zuletzt da ausgerechnet Biden für seine Angewohnheit bekannt sich, Frauen unerbetene Spontanmassagen angedeihen zu lassen - was viele Leute wirklich "creepy" finden. 

Auch Elon Musk lässt sich die Gelegenheit nicht entgehen, ein Bildchen zu Biden zu basteln und gleich einen seiner Lieblingsgegner, Mark Zuckeberg, hinzuzufügen.

 

12:02 Uhr

Dax kann Rekord-Niveau nicht halten

Die europäischen Börsen zeigen sich am Vormittag fester - von Europhie nach dem neuen Dax-Rekord ist allerdings wenig zu spüren.

Der Dax - als Performance-Index - hat gleich zum Börsenstart das lange erwartete Allzeithoch erreicht. Der Index notiert aktuell aber nur noch 0,1 Prozent höher bei 13.558 Punkten und damit wieder unter dem alten Rekordhoch vom Januar 2018 bei 13.597 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 zeigt sich wenig verändert bei 3.788 Punkten.

Der Dax hebt sich damit am Morgen vom Euro-Stoxx-50 ab. Dass deutsche Aktien und vor allem die hoch gewichteten Konjunkturzykliker zu den Favoriten der Fondsmanager gehören, hatte am Vortag die monatliche Umfrage der Bank of America enthüllt. Der Dax war hier dank Auflösung des US-China-Handelsstreits als Hauptgewinner benannt worden.

Die Sorgen um den Coronavirus haben sich dagegen etwas relativiert. Die Analysten der UBS denken, China habe die Lektionen aus der Sars-Epidemie gelernt. Auch sei die Sterberate des Wuhan-Virus geringer als bei SARS.

Daimler nach Gewinneinbruch volatil

Daimler zeigen sich nach einem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr ohne klare Richtung. Die Aktie gibt aktuell rund 1 Prozent nach, lag aber auch schon 1,3 Prozent im Plus. Nicht ganz klar sind sich Händler, was sie mit den Daimler-Zahlen anfangen sollen. "Die Volatilität im Kurs spiegelt genau die Unsicherheit bei der Einschätzung", sagt ein Händler. Denn klar sei, die Zahlen seien "grottig". Aber der Markt sei auf die Halbierung des Konzern-EBITs auch verbal vorbereitet worden. Zudem werde darauf spekuliert, dass Daimler sämtliche negativen Faktoren hier eingepreist habe, um künftig nur noch mit verbesserten Zahlen zu glänzen. Dies zeige sich auch daran, dass die gesamte Autobranche im Plus notiert, BMW um 1,2 Prozent und VW um 1 Prozent.

11:40 Uhr

VW wehrt sich vor Gericht gegen Ex-FBI-Chef

Erst bot er VW im Dieselskandal seine - sehr teuren - Dienste an, dann arbeitete er für die Gegenseite. Der VW-Konzern will den US-Juristen und ehemaligen FBI-Boss Louis Freeh jetzt per Gerichtsbeschluss daran hindern, Dieselbesitzer in Prozessen gegen den Autobauer zu vertreten. Das berichtet der "Business Insider". Die Wolfsburger wittern einen Geheimnisverrat. Denn Freeh stand 2015 kurz davor, von VW als Berater engagiert zu werden. Ähnliche Tätigkeiten hatte er zuvor bereits für Daimler in der Schmiergeldaffäre und für BP nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko übernommen.

Doch der VW-Betriebsrat legte sein Veto ein. Freehs Gehaltsforderungen seien viel zu hoch. Danach bot der umtriebige Jurist seine Dienste eben den Klägern an. Laut VW nutzte er dabei Insiderwissen aus den Verhandlungen mit dem Unternehmen. Deswegen legte der Konzern nun einen 28-seitigen Antrag beim US-Bundesbezirksgericht in San Francisco vor, demzufolge Freeh aus den Prozessen ausgeschlossen werden soll.

11:19 Uhr

Versicherungsriese Munich Re will Gewinn auf drei Milliarden schrauben

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re strebt laut einem Zeitungsbericht für die kommenden Jahre einen Ergebnissprung auf über 3 Milliarden Euro an.

Dieses Ziel werde Bestandteil eines neuen Langfristplans sein, den der Dax-Konzern im Herbst des laufenden Jahres vorlegen werde, schreibt das "Handelsblatt". Führungskräfte des Konzerns hätten dies intern bereits klar gemacht.

Demnach soll Vorstandschef Joachim Wenning eine Verbesserung des Ergebnisses um rund 300 Millionen Euro bereits in naher Zukunft für möglich halten, hätten mehrere mit der Situation vertraute Personen berichtet, so die Zeitung. Noch seien die Überlegungen allerdings in einem frühen Stadium.

Wenning hatte dem Konzern laut Handelsblatt 2018 erstmals einen Plan verordnet, der bis 2020 eine stückweise Erhöhung des Gewinns bis auf 2,8 Milliarden Euro vorsieht. Im abgelaufenen Jahr hatte sich Munich Re ein Ergebnis von über 2,5 Milliarden Euro zum Ziel gesetzt. 

10:47 Uhr

Tesla-Aktie durchbricht Schallmauer - Musk auf Kurs für Milliardengehalt

Elon Musk hat als Tesla-Chef das verrückteste und auf jeden Fall das höchstdotierte Gehaltspaket eines CEOs. Mehr als 50 Milliarden Dollar könnte die Aktienoptionen darin wert sein, falls Tesla unter Musks Führungs extrem ambitionierte Zielmarken erreicht.

Tesla Motors (USD)
Tesla Motors (USD) 391,67

Vor allem eines der Ziele, die darin gesetzt werden, wurde viel belächelt: In mehreren Schritten soll der Börsenwert von Tesla auf 600 Milliarden Dollar steigen.

In der vergangenen Nacht hat Tesla nun erstmals die erste Marke geknackt und - kurzfristig und außerbörslich - eine Marktkapitalisierung von 100 Milliarden Dollar erreicht.

Um Musk eine erste Auszahlung von 340 Millionen Dollar zu sichern, müsste die Aktie diesen Kurs allerdings länger halten. Zudem muss der Konzern eine Reihe von Bedingungen bei Umsatz und Gewinn erzielen, die nach den jüngsten Erfolgsmeldungen jedoch machbar erscheinen.

10:15 Uhr

S&P: Erste Stufe von Argentiniens Staatspleite ist da

Der Gouverneur der bevölkerungsreichsten Provinz Argentiniens hat Investoren mit seinen Plänen, die Rückzahlung von Auslandsschulden zu verzögern, aufgeschreckt. Das lässt Befürchtungen aufkommen, dass seine Fraktion der regierenden peronistischen Koalition den gesamten Staat in einen neuen, chaotischen Schuldenausfall treiben könnte.

Axel Kicillof, Argentiniens ehemaliger Finanzminister und neuer Gouverneur der Provinz Buenos Aires, hat den Gläubigern bis Mittwochabend Zeit gegeben, um eine dreimonatige Verzögerung der Rückzahlung der am kommenden Sonntag fälligen Auslandsschulden der Provinz Buenos Aires in Höhe von 250 Millionen US-Dollar zu akzeptieren.

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Bonitätsnote für argentinische Staatsanleihen in der Landeswährung von CCC- auf SD (Selectiv Default) herabgesetzt. Damit wird ein Zahlungsverzug, eine erste Stufe der Staatspleite des Gläubigers angezeigt. Das Fremdwährungsrating von CCC- wurde bestätigt. Das entspricht einem Rating der niedrigsten Qualität, ein Zahlungsausfall wird für sehr wahrscheinlich gehalten.

09:29 Uhr

Gewinn bricht massiv ein - Daimler warnt vor Milliardenrisiken

Daimler hat vergangenes Jahr einen herben Gewinneinbruch verzeichnet und warnt vor weiteren Milliardenkosten im Zusammenhang mit dem Dieselskandal. Und wie reagieren die Anleger? Die greifen zunächst trotzdem zu und verhelfen der Aktie zu einem Plus von 1,2 Prozent. Aktuell steht das Papier 0,5 Prozent im Minus.

Allein die zusätzlichen Aufwendungen für behördliche und gerichtliche Verfahren sowie Maßnahmen die Mercedes-Benz-Dieselfahrzeuge betreffend bezifferte der Dax-Konzern auf 1,1 Milliarden bis 1,5 Milliarden Euro.

Für das abgelaufene Gesamtjahr berichtete der Konzern überraschend ein Ebis von 5,6 Milliarden Euro. Die zusätzlichen Belastungen aus der Dieselthematik seien hierin noch nicht enthalten. Analysten hatten einer Schätzung zufolge bisher mit 7,6 Milliarden Euro gerechnet. 2018 hatte die Daimler AG noch 11,1 Milliarden Euro operativ verdient.

09:05 Uhr

Dax knackt Allzeithoch

Nach mehreren Tagen Anlauf hat auch der deutsche Leitindex einen neuen Rekordstand: Der Dax steigt nach Handelseröffnung 0,4 Prozent und knackt damit locker sein bisheriges, zwei Jahre altes Allzeithoch. Die neue Bestmarke steht nun bei 13.615,55.

Grund für die positive Stimmung sind Kursgewinne an den meisten asiastischen Aktienmärkten sowie anziehende Futures auf die US-Aktienindizes. In den USA hatte der Dow Jones Industrial zwar gestern seine jüngste Rekordjagd unterbrochen, aber seit dem Handelsende in den Vereinigten Staaten zogen die Terminkontrakte auf den Dow Jones wieder an.

08:29 Uhr

Ölpreise geben nach

Ölpreis
Ölpreis 41,94

Die Ölpreise sind leicht gesunken und haben damit an die Verluste seit Beginn der Woche angeknüpft. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 64,32 US-Dollar. Das waren 27 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI fiel um 31 Cent auf 58,07 Dollar.

Der Ausbruch einer neuen Lungenkrankheit in China wird auch am Ölmarkt beachtet. Nach Einschätzung von Rohstoffexperten der US-Investmentbank Goldman Sachs ist es wahrscheinlich, dass die Nachfrage nach Öl durch die Verbreitung des Coronavirus gedrückt wird. An den Finanzmärkten werden derzeit Erinnerungen an die Sars-Epidemie wach, die 2003 die Wirtschaft in Asien stark belastet hatte. Außerdem wird nach wie vor die weitere Lage in Libyen beobachtet. Derzeit laufen diplomatische Bemühungen, den Bürgerkrieg in dem Opec-Land einzudämmen. Zuletzt war der Transport von Rohöl aus den Fördergebieten zu den Verladeanlagen am Mittelmeer unterbrochen worden. Dies hatte am Ölmarkt zeitweise Sorgen vor Lieferengpässen ausgelöst.

07:57 Uhr

Euro hält sich weiter unter 1,11 Dollar

Der Euro hat sich knapp unter 1,11 US-Dollar gehalten und damit weiter in seiner engen Handelsspanne der vergangenen Tage. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1083 Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag etwas höher auf 1,1115 (Montag: 1,1085) Dollar festgesetzt.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,17

07:40 Uhr

Dax niedriger erwartet

Dax
Dax 12.606,57

In Erwartung einer neuen Flut von US-Firmenbilanzen wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge zunächst etwas niedriger starten. Am Dienstag hatte er knapp im Plus bei 13.555,87 Punkten geschlossen und lag damit noch knapp 40 Punkte vom Allzeithoch entfernt.

Hauptgesprächsthema bleibt vorerst der Ausbruch des Coronavirus in China. "Nach den Todesfällen geht die Angst um, dass es zu einer Wiederholung der Sars-Epidemie des Jahres 2003 kommt", sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. "Die wirtschaftlichen Folgen könnten enorm sein." Im Tagesverlauf werden unter anderem der Penatencreme"-Anbieter Johnson & Johnson und der Chip-Hersteller Texas Instruments ihre Bücher öffnen.

Schlusskurse europäischer Indizes      

Dax                                  13.555,87
Dax-Future                      13.629,00
EuroStoxx50                      3.789,1
EuroStoxx50-Future          3.798,00

07:16 Uhr

Virus bremst Hoch von Asiens Börsen

Die asiatischen Aktienmärkte haben infolge des Virusausbruchs in China und der damit verbundenen Angst um eine globale Pandemie nachgegeben. Insbesondere die Sorge einer schnellen Ausbreitung des grippeähnlichen Erregers durch Massenveranstaltungen im Rahmen der Feierlichkeiten zum chinesischen Mondneujahr haben die Aktien von Rekordhöhen verdrängt. Der Ausbruch hat Erinnerungen an die Epidemie des schweren akuten Atemwegssyndroms (SARS) in den Jahren 2002-03 geweckt, bei der fast 800 Menschen ums Leben kamen und die weltweite Reisetätigkeit beeinträchtigt wurden.

Nikkei
Nikkei 23.087,82

Chinas Gesundheitskommission erklärte am Mittwoch, es gebe 440 Fälle des neuen Virus, mit bisher neun Todesfällen. Im Gegensatz zur anfänglichen Vertuschung des SARS-Ausbruchs dieses Mal haben Chinas Reaktion und Offenheit einige der größten Befürchtungen über mögliche globale Folgen gedämpft. "Natürlich ist der Virus nicht im Keim erstickt", sagte Kay Van-Petersen, globaler Makrostratege bei Saxo Capital Markets. "Aber es gab keine weiteren großen Ausbrüche, und die Reaktion der chinesischen Behörden war sehr, sehr positiv. In China wohnen aus 1,4 Milliarden Menschen. Dies ist nicht das erste Mal, dass sie mit einem Virus umgehen müssen, der aus dem Ruder läuft."

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,6 Prozent höher bei 24.014 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,4 Prozent und lag bei 1741 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,2 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 1,6 Prozent.