Mittwoch, 23. Dezember 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:39 Uhr

Brexit-Hoffnung treibt Dax Richtung Allzeithoch

Mit deutlichen Gewinnen wartet der deutsche Aktienmarkt am letzten Handelstag vor Weihnachten auf. Der Dax, der bereits am Dienstag deutlich zulegen konnte, geht mit einem Plus von 1,3 Prozent und 13.596 Punkten aus dem Handel. Damit nähert sich der deutsche Börsenleitindex wieder seinem Allzeithoch von 13.796 Zählern an. Ein Angriff darauf könnte zwischen den Feiertagen und damit noch in diesem Jahr erfolgen. Schub gaben den Kursen Gerüchte rund um das Thema Brexit.

"Es gab Reaktionen am Markt auf Spekulationen zu einer bevorstehenden Einigung im Brexit-Streit zwischen Großbritannien und der Europäischen Union", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. "Der Dax konnte seine Gewinne deutlich ausbauen. Es ist spannend vor Weihnachten."

Im Dax selbst sind vor allem Autotitel gefragt, allen voran Daimler. Ein Bericht über einen möglichen milliardenschweren Börsengang der Truck-Tochter schiebt den Kurs mehr als drei Prozent ins Plus. Deutlich zulegen können auch Conti, BMW und VW. Verlierer mit nennenswerten Abschlägen fehlen.

17:19 Uhr

Steht ein Brexit-Deal kurz bevor? Pfund zieht an

Wie an der Schnur gezogen geht es für das Pfund und den Euro nach oben. "Es mehren sich die Anzeichen, dass ein Deal in greifbarer Nähe ist", so ein Marktteilnehmer zu den Brexit-Verhandlungen. Dabei verweist er auf einen Artikel in der Sun, wonach aus dem Verhandlungsteam zu hören ist, dass noch heute oder morgen ein Deal abgeschlossen werde. Die großen Brocken seien vom Tisch. Das Währungspaar Pfund/Dollar handelt bei 135,30 nach 134,10 zuvor. Der Euro sinkt auf 0,9028 Pfund. Zum Dollar steigt der Euro steigt auf 1,2210 von 1,2190 Dollar.

Britisches Pfund / Euro
Britisches Pfund / Euro 1,12
Euro / Britisches Pfund
Euro / Britisches Pfund 1,12

 

17:07 Uhr

Merck & Co versorgt USA mit Covid-19-Medikament

Der US-Pharmakonzern Merck & Co hat einen Großauftrag für sein Covid-19-Mittel "MK-7110" an Land gezogen. Wie der Konzern mitteilte, wird er an die USA 60.000 bis 100.000 Dosen des Medikaments liefern. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 356 Millionen US-Dollar. Merck hat "M-7110" mit der Übernahme des biopharmazeutischen Unternehmens Oncoimmune erhalten.

*Datenschutz

16:50 Uhr

Gute Zahlen pushen Wolford

Gut kommen die Halbjahreszahlen von Wolford am Markt an. Für die Aktien geht es rund vier Prozent nach oben. Vor allem das Wachstum des Strumpf- und Unterwäschehändlers im Online-Geschäft sei stärker als erhofft verlaufen. Dies habe die Ausfälle durch wegen Lockdown geschlossener Ladengeschäfte teilweise kompensieren können. Die Steigerung lag zum Vorjahreszeitraum bei 54 Prozent. Im Ausblick geht Wolford trotz erneuter Lockdowns im Weihnachtsquartal davon aus, im kommenden Jahr trotzdem den angepeilten Break-Even bei den Unternehmensergebnissen erreichen zu können.

16:29 Uhr

Deutsche Wirtschaft glänzt im Lockdown

Industrie, Bau, Handel und Dienstleister haben im November ungeachtet neuer Lockdown-Maßnahmen wegen der Corona-Pandemie erneut mehr Geld eingenommen. Der Umsatz der gewerblichen Wirtschaft wuchs saison- und kalenderbereinigt um 1,3 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Im Oktober war das Plus mit 2,4 Prozent allerdings größer ausgefallen. "Seit dem Tiefpunkt im April 2020 ist der Umsatz der gewerblichen Wirtschaft kontinuierlich angestiegen und lag zuletzt über dem Vorkrisenniveau", hieß es. So fiel er im vergangenen Monat um 1,8 Prozent höher aus als im Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.

Im November wurden erste Beschränkungen im Kampf gegen die zweite Corona-Welle eingeführt. Seither müssen Restaurants geschlossen bleiben und dürfen allenfalls Außer-Haus-Service oder Lieferdienste anbieten. Auch Hotels dürfen nicht für Touristen öffnen. Die Maßnahmen wurden im Dezember verschärft, wobei nahezu alle Geschäfte geschlossen bleiben müssen - mit Ausnahme etwa des Lebensmittelhandels und anderer Läden des Alltagsbedarfs. Ökonomen gehen deshalb davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zu Ende gehenden vierten Quartal wieder schrumpfen wird: Das Essener RWI-Institut rechnet mit einem Minus von 1,7 Prozent. Im Sommer hatte es ein Rekordwachstum von 8,5 Prozent gegeben, der auf den historischen Corona-Einbruch von 9,8 Prozent im Frühjahr folgte.

16:10 Uhr

Arbeitsmarktdaten treiben Wall Street ins Plus

Die US-Börsen sind am Mittwoch mit Kursgewinnen gestartet. Experten verwiesen darauf, dass in der vergangenen Woche deutlich weniger Amerikaner einen ersten Antrag auf Arbeitslosenhilfe stellten. Insgesamt waren es 803.000 und damit 89.000 weniger als eine Woche zuvor.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnet 0,4 Prozent höher bei 30.145 Punkten. Der S&P-500 legt 0,35 Prozent auf 3.700 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq klettert 0,2 Prozent.

15:54 Uhr

LG und Magna e-kooperieren

Der südkoreanische Technikkonzern LG Electronics und der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna schließen ein Joint Venture für Schlüsselkomponenten für Elektroautos. Das Gemeinschaftsunternehmen soll unter LG Magna e-Powertrain firmieren und einen Wert von einer Milliarde Dollar haben. LG wird 51 Prozent des neuen Unternehmens und Magna 49 Prozent halten, teilte LG mit. Die Firma wird E-Motoren, Wechselrichter und Bordladegeräte herstellen.

LG Electronics
LG Electronics 23,40

15:33 Uhr

US-Amerikaner konsumieren erstmals seit Monaten weniger

Die Amerikaner haben angesichts der neuen Corona-Welle ihre Lust am Shopping verloren. Ihre Konsumausgaben fielen im November um 0,4 Prozent niedriger aus als im Vormonat, wie das US-Handelsministerium mitteilt. Das war der erste Rückgang seit April. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Minus von 0,2 Prozent gerechnet. Im Oktober hatte es noch einen Anstieg von 0,3 Prozent gegeben. Die Konsumenten bilden mit ihren Ausgaben das Rückgrat der US-Wirtschaft, die sich im Sommer mit einem Rekordwachstum zurückgemeldet hat: Das Bruttoinlandsprodukt stieg auf das Jahr hochgerechnet um 33,4 Prozent, wobei insbesondere die Verbraucher kräftig Anschubhilfe leisteten. Für das ablaufende vierte Quartal rechnen Experten mit einem Plus von weniger als fünf Prozent.

Ein Grund für die Zurückhaltung der Verbraucher dürfte die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit sein. In der vergangenen Woche stellten 803.000 Amerikaner einen ersten Antrag auf Arbeitslosenhilfe. Das waren zwar 89.000 weniger als eine Woche zuvor, doch sind in der Corona-Krise Millionen von Arbeitsplätzen verloren gegangen und noch nicht wiedergewonnen worden.

15:12 Uhr

Kursplus mehr als 20 Prozent: Cairn Energy haussieren - mit Grund

Für die Aktien von Cairn Energy geht es rund ein Fünftel nach oben. Das Explorationsunternehmen befand sich seit längerem in einem Steuer-Rechtsstreit mit der indischen Regierung. Ein Schiedsgerichtsurteil stellte nun fest, dass Indien seine Verpflichtung gegenüber dem Energieunternehmen gemäß den Bedingungen des bilateralen Investitionsabkommens zwischen Großbritannien und Indien verletzt habe, und sprach Cairn eine Entschädigung in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar plus Zinsen und Kosten zu.

"Die heutige Nachricht ist eindeutig positiv", heißt es dazu von den Citi-Analysten. Allerdings bleibe noch abzuwarten, ob die indische Regierung das Urteil akzeptiere und zudem den Zeitpunkt der Zahlung bekanntgebe. Einen Teil der Zahlung wolle Cairn dann an die Aktionäre weitergeben. Citi geht zudem davon aus, dass das Unternehmen einen Teil der Zahlung dazu verwenden wird, nach Akquisitionsmöglichkeiten zu suchen, um seine Produktionsbasis zu erweitern und zu diversifizieren.

14:58 Uhr

Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe überraschen

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 19. Dezember entgegen den Erwartungen und zudem deutlich abgenommen, nachdem sie in den beiden vorangegangenen Wochen zum Teil spürbar nach oben gegangen war. Im Vergleich zur Vorwoche fiel die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 89.000 auf 803.000, wie das US-Arbeitsministerium mitteilt. Volkswirte hatten dagegen einen leichten Anstieg auf 888.000 vorhergesagt. Für die Vorwoche wurde der Wert nach oben revidiert, auf 892.000 von ursprünglich 885.000.

14:41 Uhr

Lufthansa und Piloten einigen sich auf Sparbeitrag

Im Streit über Personalkostensenkungen in der Corona-Krise hat die Lufthansa mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) eine weitere Einigung erzielt. Diese ermögliche der Lufthansa, die Kurzarbeit des Cockpitpersonals bis Ende 2021 zu verlängern, teilen beide Seiten mit. Im Gegenzug schließe der Konzern betriebsbedingte Kündigungen für die Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo, Lufthansa Aviation Training sowie eine Teilgruppe der Germanwings-Piloten bis März 2022 aus. Der Sparbeitrag der Piloten steigt damit nach Gewerkschaftsangaben maximal um 450 Millionen Euro auf über 600 Millionen.

Die Airline hat rund 5000 Piloten, von denen viele derzeit wegen des Geschäftseinbruchs in der Pandemie in Kurzarbeit sind. Die Lufthansa will sich von rund 1000 Cockpit-Beschäftigten trennen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr erhöhte jüngst den Druck auf die Piloten. "Mangels Einigung wird es wohl erstmals in der Geschichte unseres Unternehmens im zweiten Quartal 2021 so weit sein, dass uns 500 Kapitäne und 500 Erste Offiziere verlassen müssen", sagte Spohr vor kurzem.

Lufthansa
Lufthansa 10,44

14:13 Uhr

Hapag-Lloyd bestellt sechs Großcontainerschiffe

Hapag-Lloyd, Deutschlands größte Reederei, hat bei der koreanischen Werft Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering sechs Großcontainerschiffe in Auftrag gegeben. Die Schiffe mit einer Ladekapazität von je 23.500 Standard-Containern (TEU) sollen zwischen April und Dezember 2023 ausgeliefert werden, wie Hapag-Llloyd mitteilt. Die Investition belaufe sich auf rund eine Milliarde Dollar. Die Motoren könnten auch mit Flüssiggas (LNG) betrieben werden. "Mit der Investition in diese Großcontainerschiffe werden wir nicht nur unsere Stückkosten senken und unsere Wettbewerbsfähigkeit im Europa-Fernost-Handel verbessern können, sondern auch einen bedeutenden Schritt bei der Modernisierung unserer Flotte machen", sagt Konzernchef Rolf Habben.

13:41 Uhr

Wall Street: erst die Konjunktur, dann Weihnachten

Zur Wochenmitte zeichnet sich an den US-Börsen ein leicht positiver Handelsstart ab. An der Wall Street ist der Mittwoch der vorletzte Handelstag vor der Weihnachtspause. Während an vielen anderen Börsen am Donnerstag wegen Heiligabend der Handel ruht, findet in den USA noch eine verkürzte Sitzung statt.

Vor der Feiertagspause muss der Markt allerdings noch eine Fülle von Konjunkturdaten verarbeiten, die Aufschluss darüber geben werden, wie sich die US-Wirtschaft in der zweiten Welle der Corona-Pandemie geschlagen hat. Beobachter vermuten, dass die hohe Zahl der Neuinfektionen die Erholung der Wirtschaft bremst, andererseits stimmten aber das gerade erst beschlossene US-Konjunkturpaket und die anlaufenden Impfaktionen die Anleger zuversichtlich.

Noch vor der Startglocke werden die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus der Vorwoche veröffentlicht, ebenso Daten zu den persönlichen Einkommen und Ausgaben sowie die Auftragseingänge bei langlebigen Wirtschaftsgütern jeweils aus dem November. Eine halbe Stunde nach Handelsbeginn folgen der Uni-Michigan-Index für die Verbraucherstimmung in den USA sowie die November-Daten zu den Neubauverkäufen.

13:17 Uhr

Crash oder V-Rally? Das bringt das Börsenjahr 2021

Ein Virus hält den Dax 2020 in Atem. Er crasht im Frühjahr, dann folgt eine rasante Erholung – in V-Form. Wird diese sich auch 2021 fortsetzen? Wo sehen Analysten den Dax im kommenden Jahr? ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel liefert Antworten.

12:38 Uhr

Truck-IPO-Spekulationen treiben Daimler-Aktien

Die Daimler-Aktie notiert mit knapp drei Prozent im Plus und führt damit die Gewinnerliste im Automobilsektor an. Kurstreibend wirkt ein "Handelsblatt"-Bericht, wonach der Dax-Konzern sein Lastwagen- und Busgeschäft für einen Börsengang vorbereitet. Das Geschäft mit einem Umsatz von fast 45 Milliarden Euro könnte Ende 2021 vom Rest des Konzerns getrennt werden und an die Börse gehen, so die Zeitung unter Berufung auf Konzern- und Finanzkreise. Wahrscheinlicher sei der Schritt aber im Jahr 2022, so eine Führungskraft.

Daimler
Daimler 55,89

12:14 Uhr

Dax blickt auf charttechnische Hürde

Nach dem Überwinden der Widerstandszone zwischen 13.440 und 13.470 Punkten liegt der nächste Widerstand laut technischen Analysten nun bei 13.624 Zählern - und damit an der Oberkante des am Montag gerissenen Gap. Darüber wäre der Weg Richtung Allzeithoch bei 13.795 Punkten wieder frei. Unter 13.440 Punkten würde sich der Ausbruch als Fehlsignal erweisen. Am Mittag notiert der Dax 0,7 Prozent im Plus bei 13.511 Punkten.

11:15 Uhr

Vorweihnachtliche Bescherung für Siemens Gamesa

Der Windturbinenbauer Siemens Gamesa hat einen Großauftrag in Brasilien an Land gezogen. Der Konzern wird für Patria Investments einen 465-Megawatt-Windpark bestehend aus 75 Anlagen im Bundesstaat Bahia errichten, der Ende 2022 ans Netz gehen soll, wie Siemens Gamesa mitteilt. Die Aktien notieren rund ein halbes Prozent im Minus.

Siemens Gamesa
Siemens Gamesa 35,50

10:59 Uhr

Unsicherheit auch nach der Jahreswende? Dax-Vola im Blick

Einige Unsicherheitsfaktoren dürften die Märkte über die Jahreswende hinaus begleiten, wie es am Markt heißt. Dazu zählen etwa die Nachwahlen zum US-Senat in Georgia am 5. Januar. Sie werden darüber entscheiden, ob der künftige US-Präsidenten Joe Biden in beiden Kongress-Kammern bei Abstimmungen eine Mehrheit hat oder ob die Republikaner weiter den Senat beherrschen. Die Volatilität könnte zunächst noch vergleichsweise hoch bleiben, wie ein Marktteilnehmer sagt.

VDAX-NEW
VDAX-NEW 23,56

09:58 Uhr

Ifo warnt: Lockdown wirkt sich auf Neueinstellungen aus

Die deutschen Unternehmen werden angesichts der zweiten Corona-Welle erstmals seit Monaten vorsichtiger mit Neueinstellungen. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer fiel im Dezember um 1,2 auf 95,5 Punkte, wie das Münchner Institut zu seiner Umfrage unter 9000 Firmen mitteilt. Das ist der erste Rückgang nach zuvor sieben Anstiegen in Folge. "Der harte Lockdown führt zu mehr Zurückhaltung bei Neueinstellungen", sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe.

In den einzelnen Wirtschaftssektoren ist das Bild uneinheitlich. In der Industrie legte das Barometer zwar zu. "Jedoch ist weiterhin keine Zunahme der Mitarbeiterzahl zu erwarten", sagte Wohlrabe. Das treffe auch auf den Handel zu: Hier kletterte der Wert ebenfalls leicht, doch seien vorerst keine größeren Änderungen beim Personalbestand geplant. "Die Dienstleister strichen ihre Einstellungspläne zusammen", sagte Wohlrabe. Vor allem Architektur- und Ingenieurbüros sowie Unternehmen im Grundstücks- und Wohnungswesen wollen sich demnach zurückhalten. Die IT-Branche sucht dagegen weiter neue Mitarbeiter, genauso wie die Bauindustrie - letztere allerdings weniger intensiv als im Vormonat.

Das Ifo-Institut geht davon aus, dass die Zahl der Erwerbstätigen in diesem Jahr wegen der Corona-Krise um eine halbe Million auf 44,8 Millionen gesunken ist. Für 2021 rechnen die Forscher mit einem Anstieg auf 44,9 Millionen, 2022 sollen es dann 45,3 Millionen sein.

09:40 Uhr

Charttechnik macht Dax Beine: Widerstand überwunden

Zaghafte Hoffnungen auf eine Weihnachtsrally im Dax kommen auf. "Dass wir bei den dünnen Umsätzen einen so signifikanten Widerstand wie die 13.400 gleich am Morgen überspringen, ist ein starkes Zeichen", sagt ein Aktienhändler. Denn am Dienstag sei der Dax gleich viermal hintereinander an diesem Bereich gescheitert. Aktuell notiert der deutsche Börsenleitindex 0,6 Prozent fester bei 13.498 Punkten.

Dax
Dax 13.815,06

09:24 Uhr

Konjunktursorgen: Ölpreise sind unter Druck

Die Ölpreise knüpfen zur Wochenmitte angesichts weiter schwelender Konjunktursorgen an ihre jüngsten Verluste an. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent kostet 49,37 US-Dollar. Das sind 71 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt 66 Cent auf 46,36 Dollar. Vergangene Woche hatte die Ölpreise noch Höchststände seit März erreicht.

Für Verunsicherung sorgt aktuell unter anderem, dass der noch amtierende US-Präsident Donald Trump Nachbesserungen an dem mit großer Mehrheit vom Kongress beschlossenen Corona-Konjunkturpaket gefordert hat. Dadurch steigen Börsianern zufolge wieder die Konjunktursorgen, die zuletzt ohnehin schon durch die möglicherweise besonders ansteckende, neue Variante des Coronavirus befeuert worden waren.

Zusätzlichen Druck üben Lagerdaten aus den USA aus. Der Industrieverband API hatte am Dienstagabend einen Anstieg der landesweiten Erdölvorräte gemeldet. Ein höheres Angebot an Rohöl drückt in der Regel auf die Preise.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 55,93
Rohöl WTI
Rohöl WTI 53,32

 

09:09 Uhr

"Genau das, was sich Dax-Anleger wünschen"

Am deutschen Aktienmarkt bereiten sich die Anleger zur Wochenmitte bereits auf das anstehende Weihnachtsfest vor. Nach deutlichen Gewinnen am Dienstag lassen es die Börsianer etwas ruhiger angehen. Der Dax notiert 0,5 Prozent höher bei 13.491 Punkten. Negative Vorgaben kommen von der Wall Street und auch aus Asien. Vor allem die Nicht-Unterschrift Donald Trumps unter das vom Kongress verabschiedete rund 900 Milliarden Dollar schwere Hilfspaket verunsicherte. Statt Einmalzahlungen von 600 Dollar für jeden US-Bürger will der abgewählte US-Präsident 2000 Dollar durchsetzen.

"Der Dax trat vorbörslich nahezu auf der Stelle, jetzt zieht er etwas an", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel, nachdem der deutsche Börsenleitindex am Dienstag einen 1,3-Prozent-Aufschlag auf das Parkett gezaubert hatte. "Genau das, was sich Anleger vor Weihnachten wünschen: einen ruhigen Handelstag."

08:46 Uhr

Trump verdirbt Asien-Anlegern die vorweihnachtliche Kauflaune

Die Blockade des milliardenschweren Corona-Hilfspakets durch den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump hat die Anleger in Asien weitgehend kalt gelassen. "Persönlich glauben wir, dass der Präsident das Paket zum letztmöglichen Zeitpunkt doch noch unterzeichnet", schrieb Andrew Brenner, Anleiheexperte beim Broker NatAlliance. "Aber der echte Reality-TV-Star wird bis zum Ende warten." Trump hatte die geplanten Auszahlungen von 600 Dollar an US-Amerikaner als "lächerlich niedrig" bezeichnet und eine Erhöhung auf 2000 Dollar gefordert.

In Tokio ging der Nikkei 0,3 Prozent fester bei 26.524,79 Punkten aus dem Handel. Vor allem Pharma- und Technologiewerte waren gefragt: Viele Börsianer befürchten, dass sich auch nach der Zulassung der ersten Impfstoffe der Kampf gegen das Coronavirus noch länger hinziehen könnte. "Die Leute kaufen diese Aktien bei Rückgängen, weil sie damit rechnen, dass sie im kommenden Jahr das Wachstum anführen werden", sagte ein Händler. In China legten die Kurse ebenfalls zu.

Nikkei
Nikkei 28.532,70

08:20 Uhr

Daimler bereitet Börsengang seines Lastwagengeschäfts vor

Der Stuttgarter Autobauer Daimler bereitet einem Medienbericht zufolge den Börsengang seines Lastwagengeschäfts vor. Bereits Ende 2021 könnte Daimler Trucks vom Rest separiert werden und an die Börse gehen, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Konzern- und Finanzkreise. Wahrscheinlicher sei der Schritt aber im Jahr 2022. Daimler wollte sich dem Bericht zufolge zu den Überlegungen nicht äußern. Fix sei zwar nichts, die Planspiele in Stuttgart würden allerdings konkreter. Die Frage sei längst nicht mehr, ob Trucks gelistet werde, sondern nur noch wann. Es gelte jetzt, den besten Zeitpunkt abzupassen, um für Daimler und die Aktionäre das meiste rauszuholen. Volkswagen hatte im vergangenen Jahr seine Lkw-Tochter Traton an die Börse gebracht.

07:31 Uhr

No-Deal-Brexit: Britische Autobauer erwarten Milliardenverluste

Ein Brexit ohne ein Abkommen käme die britische Autoindustrie teuer zu stehen. Die Verluste in der Produktion könnten sich auf 55,4 Milliarden Pfund über die kommenden fünf Jahre belaufen, sollte der Sektor gezwungen sein, unter Bedingungen der Welthandelsorganisation (WTO) zu arbeiten, teilte die Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT) mit. Der Branchenverband forderte die Brexit-Unterhändler auf, vor Weihnachten einen Deal abzuschließen, um den Sektor und Arbeitsplätze zu schützen. "Es geht um alles oder nichts, denn unter WTO-Bedingungen zu arbeiten wäre ein massiver Rückschlag für viele Unternehmen der Branche, Mitarbeiter und ihre Familien", sagte SMMT-Chef Mike Hawes. "Also brauchen wir einen Deal - einen, der die Verwerfungen von Strafzöllen für Automobil-Produkte vom ersten Tag an verhindert." Für das langfristige Überleben der britischen Autobranche "gibt es einfach keine andere Option".

07:08 Uhr

Musk erwog Verkauf von Tesla an Apple

Tesla hätte nach Angaben des Konzernchefs Elon Musk heute in der Hand des Softwareriesen Apple sein können. Wie Musk auf Twitter bestätigte, habe er sich "in den dunkelsten Tagen der Produktion des Modell 3" an seinen Apple-Kollegen Tim Cook gewandt, um einen möglichen Verkauf der Elektroautomarke zu erörtern. Aber: "Er lehnte ein Treffen ab." Der damalige Kaufpreis hätte bei einem Zehntel des gegenwärtigen Wertes des Unternehmens gelegen, so Musk. Tesla kämpfte in den Jahren 2017 und 2018 bei seiner Limousine Modell 3 mit Produktionsschwierigkeiten, schrieb Verluste und musste Mitarbeiter entlassen.

Mehr dazu lesen Sie hier.