Mittwoch, 24. Juli 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
17:48 Uhr

Anleger wetten auf Billiggeld: Dax schafft ein kleines Plus

Der Dax hat nach seiner jüngsten Rally weiter zugelegt. Der deutsche Leitindex nahm am Ende ein kleines Plus von 0,2 Prozent mit in den Feierabend. Schlussstand: 12.522 Punkte. Der Index für mittelgroße Werte MDax landete 0,5 Prozent höher bei 26.290 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 hingegen gab leicht nach.

DAX
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Die Hoffnung der Anleger auf mehr Billiggeld von den Notenbanken bleibt ungebrochen. Am Donnerstag werden geldpolitische Signale der Europäischen Zentralbank erwartet. Auch teils enttäuschende Quartalszahlen in der Berichtssaison konnten der erwartungsfrohen Stimmung keinen Abbruch tun.

Im Fokus stand die Autobranche. Die schwächere Nachfrage der Schlüsselindustrie und der harte Wettbewerb setzten dem Kunststoffspezialisten setzten Covestro zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen brach aber nicht so stark ein wie befürchtet. Auch der Jahresausblick wurde bestätigt. Damit gewann die Covestro-Aktie an der Dax-Spitze 3,2 Prozent. Auch das Papier von Daimler schaffte es trotz durchwachsener Geschäftszahlen mit 3,3 Prozent deutlich ins Plus.

Das war der Börsen-Tag für heute. Morgen Früh geht es an dieser Stelle weiter. Ab jetzt halten Sie die Kollegen von der Spät- und Nachtschicht auf dem Laufenden. Schauen Sie also gerne immer wieder vorbei!

17:13 Uhr

Eurokurs macht Verluste wett - Pfund im Johnson-Rausch

Der Euro erholt sich von zwischenzeitlichen Verlusten. Am Nachmittag notiert die Gemeinschaftswährung bei 1,1151 US-Dollar. Damit liegt sie in etwas auf dem Niveau vom Vorabend.

Britisches Pfund / Euro
Britisches Pfund / Euro 1,17

Für die Euro-Schwäche waren schlechte Konjunkturdaten verantwortlich. Die Unternehmensstimmung in der Eurozone hat sich im Juli stärker als erwartet eingetrübt. Besonders negativ fiel der Unterindikator für die Industrie aus, der auf den tiefsten Wert seit mehr als sechs Jahren sank. Die Daten seien ein weiterer Grund für die EZB, auf ihrer Sitzung am Donnerstag neue expansive Maßnahmen zu ergreifen, sagen Beobachter. Die Währungshüter der EZB entscheiden an diesem Donnerstag über eine mögliche Lockerung der Geldpolitik.

Das britische Pfund gewinnt derweil deutlich hinzu. Am Nachmittag wurde Boris Johnson von Königin Elisabeth II. zum neuen Premierminister ernannt. Zuvor war das Pfund kräftig unter Druck geraten und hatte vor einer Woche den tiefsten Stand seit Anfang 2017 erreicht. Johnson will Großbritannien am 31. Oktober aus der Europäischen Union herausführen.

16:38 Uhr

GM verschiebt Start seines Robotaxi-Dienstes

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Cruise hatte sich erst im Mai eine weitere Milliarden-Geldspritze gesichert.

REUTERS

Der Autoriese General Motors hat den für dieses Jahr angekündigten Start seines Robotaxi-Dienstes auf unbestimmte Zeit verschoben. Stattdessen sollen zunächst die Testfahrten mit selbstfahrenden Fahrzeugen in San Francisco weiter ausgebaut werden, erklärte der Chef der GM-Roboterwagenfirma Cruise, Dan Ammann, in einem Blogeintrag.

General Motors (GM)
General Motors (GM) 36,89

Einen neuen Termin nannte er nicht. 

In der Branche wurde bereits davon ausgegangen, dass erste Robotaxi-Dienste nur in eingeschränkten Bereichen von Städten unterwegs sein würden. Cruise hatte sich erst im Mai eine weitere Milliarden-Geldspritze gesichert. Dabei war die GM-Firma insgesamt mit 19 Milliarden Dollar bewertet worden.

Der Autokonzern hatte das Start-up Cruise 2016 gekauft, um zu Konkurrenten wie der Google-Schwesterfirma Waymo aufzuholen. Waymo experimentiert bereits mit einem ersten Robotaxi-Dienst in einem Vorort der Stadt Phoenix im US-Bundesstaat Arizona.

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16:24 Uhr

"Hier wird gezockt": IG Metall gegen feindliche Osram-Übernahme

Die IG Metall will eine feindliche Übernahme des zum Verkauf stehenden Beleuchtungsherstellers Osram verhindern. Die Gewerkschaft bezog Stellung gegen den österreichischen Sensorhersteller AMS, der Interesse an dem Münchner Hightech-Unternehmen angemeldet hat.

Osram
Osram 40,08

"Wir erachten die gesamte Vorgehensweise als höchst fragwürdig", kritisierte IG-Metall-Hauptkassierer Jürgen Kerner die Ankündigungen von AMS. "Hier wird mit der Überlebensfähigkeit von zwei Unternehmen und den damit verbundenen Arbeitsplätzen verantwortungslos gezockt." Die Gewerkschaft zweifelt ebenso wie Bankanalysten an, dass das hoch verschuldete österreichische Unternehmen eine Übernahme von Osram solide finanzieren könnte.

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16:01 Uhr

Tech-Blues an der Wall Street

Nach den Aufschlägen der vergangenen zwei Tage startet die Wall Street mit leichten Verlusten. Neben schwachen Daten aus Europa, allen voran aus Deutschland, die auf eine weitere Konjunktur-Abkühlung hindeuten, liegt Anlegern die von der US-Regierung angekündigte Untersuchung zur Marktmacht führender Internetkonzerne schwer im Magen. Sie richtet sich gegen Suchmaschinenanbieter, soziale Netzwerke und Onlinehändler.

S&P 500
S&P 500 3.119,75

Die EU-Kommission hat in diesem Zusammenhang bereits mehrfach Milliardenstrafen gegen Google verhängt. Nun könnten empfindliche Strafen gegen die Branchengrößen auch in den USA folgen. Die Google-Mutter Alphabet, Facebook, Amazon und andere Aktien des Sektors liegen im frühen Handel zwischen 1,0 und 1,7 Prozent im Minus. Facebook muss zudem 5 Milliarden Dollar für die Beilegung von Datenschutzermittlungen zahlen. Facebook-Titel und Alphabet büßen zuletzt jeweils ein Prozent ein, Amazon 0,7 Prozent.

Der Dow-Jones-Index notiert zum Auftakt 0,5 Prozent leichter bei 27.211 Punkten. Ins Gewicht fallen hier auch die deutlichen Abgaben bei Boeing und Caterpillar nach schwachen Quartalszahlen. S&P-500 und Nasdaq-Composite verlieren jeweils 0,1 Prozent.

15:40 Uhr

Daimler und BMW: Zusammen und trotzdem getrennt

Daimler steckt viele Milliarden in neue Produkte und Technologien wie Elektroautos. Um die Investitionskosten beim Thema autonomes Fahren nicht alleine stemmen zu müssen, kooperiert der Stuttgarter Autobauer mit BMW. Mehr ist jedoch nicht in Sicht. Es gebe keinen Plan, mit BMW "in irgendeiner Form zusammenzugehen", stellt Daimler-Chef Ola Källenius klar.

Daimler
Daimler 50,35

Die Kooperation mit BMW entspricht dagegen voll und ganz dem neuen Effizienzprogramm. Daimler hat mit dem ersten Quartalsverlust seit zehn Jahren einen schweren Rückschlag erlitten.

Neben hausgemachten Problemen konnte der Konzern auch auf dem größten Automarkt China nicht an frühere Erfolge anknüpfen, BMW und auch Audi erzielten dort zuletzt teils deutlich bessere Verkaufszahlen. Mittlerweile hat auch die Dieselaffäre Daimler eingeholt.

 

15:29 Uhr

Trotz tiefroter Zahlen: Daimler-Aktien heben ab

Daimler schreibt zwar unter anderem wegen der Belastungen rund um den Abgasskandal tiefrote Zahlen. Die Aktien des Autobauers legen aber dennoch drei Prozent zu. "Der neue Vorstand hat jetzt alle Verluste in die Bilanz gepackt, nachdem der alte seinen Hut genommen hat", sagt Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. Damit habe die Aktie die Talsohle durchschritten.

Weniger Glück hat die Deutsche-Bank-Aktie. Der Verlust des größten deutschen Geldhauses ist mit 3,2 Milliarden Euro zwar auch größer ausgefallen als erwartet. Hier werden die Papiere aber mit einem Kursminus von 3,4 Prozent abgestraft.

Die Zahlen illustrierten, dass der Handlungsdruck groß und der Weg zu einer erfolgreichen Sanierung lang sei, schreibt Analystin Anke Reingen von der Investmentbank RBC Capital Markets.

 

15:11 Uhr

Veganer Hype: Beyond Meat nun auch bei Dunkin' Donuts

Dunkin 'Brands Group hat angekündigt, das Frühstücksangebot in den Läden in Manhattan um die pflanzlichen Würste des veganen Burgerherstellers Beyond Meat zu erweitern.

*Datenschutz
Beyond Meat
Beyond Meat 80,81

 

Die Anteile von Beyond Meat und Dunkin' Brands klettern vor Börsenstart in den USA um jeweils zwei Prozent.

15:04 Uhr

US-Behörden verhängen Milliardenstrafe gegen Facebook

Der Internetkonzern Facebook muss wegen Datenschutzverstößen fünf Milliarden Dollar Strafe zahlen.

Facebook
Facebook 195,10

Darauf einigte sich das Unternehmen mit der US-Verbraucherschutzbehörde FTC, wie diese mitteilte. Es handele sich um die höchste jemals verhängte Strafe in einem solchen Fall.

Im Zuge der Einigung mit der FTC muss Facebook-Chef Mark Zuckerberg künftig schriftlich zusichern, dass der Konzern die Datenschutzbestimmungen befolgt. Sollte Zuckerberg hier eine Falschaussage machen, drohen ihm zivil- und strafrechtliche Konsequenzen.

Facebook hatte im April bereits erklärt, man erwarte, dass zur Beilegung der laufenden Untersuchung eine Zahlung von bis zu 5 Milliarden Dollar erforderlich sein dürfte. Im ersten Quartal hatte der Konzern bereits 3 Milliarden Dollar zurückgestellt.

Das US-Justizministerium hat offiziell eine kartellrechtliche Untersuchung eingeleitet, die im äußersten Fall zu einer Zerschlagung einiger der wertvollsten und profitabelsten Unternehmen der Welt führen könnte. Mein Kollege Max Borowski beantwortet hier die wichtigsten Fragen zum Thema.

14:46 Uhr

Burrito, Salsa, Guacamole: Run auf Fast-Food-Kette Chipotle

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Chipotle, McDonald’s und Starbucks sind in diesem Jahr alle auf dem Vormarsch.

REUTERS

Ein besser als erwartetes Quartalsergebnis gibt Chipotle Auftrieb. Die Aktien der auf mexikanische Gerichte spezialisierten Schnellrestaurant-Kette, die auch in Deutschland Filialen hat, steigen im vorbörslichen US-Geschäft um 2,9 Prozent.

Chipotle
Chipotle 678,40

Mit 761 Dollar notieren sie nur noch knapp fünf Dollar unter ihrem Rekordhoch!

Das Umsatzplus von zehn Prozent verdanke das Unternehmen offenbar allein dem Online-Geschäft, schreibt Analyst Andrew Charles vom Vermögensverwalter Cowen.

Chipotle steigerte den Gesamtumsatz um 13,2 Prozent auf 1,43 Milliarden Dollar. Die Gewinnmarge übertraf die Markterwartungen mit 21 Prozent ebenfalls.

14:13 Uhr

737-Max-Jets reißen tiefe Löcher in Boeing-Bilanz

Die Krise um die nach zwei Abstürzen mit Flugverboten belegte Baureihe 737 Max hat Boeing tiefrote Zahlen eingebrockt. Im zweiten Quartal fiel ein Verlust in Höhe von 2,9 Milliarden Dollar an. Im Vorjahreszeitraum hatte Boeing noch 2,2 Milliarden Dollar verdient.

Boeing
Boeing 337,70

Der Umsatz fiel um 35 Prozent auf 15,8 Milliarden Dollar. Boeing hatte bereits milliardenschwere Sonderkosten wegen des 737-Max-Debakels angekündigt. Einen neuen Geschäftsausblick gab der Konzern wegen der hohen Ungewissheit hinsichtlich einer Wiederzulassung der Maschinen nicht ab. 

Zwei Flugzeugabstürze in Indonesien und Äthiopien, bei denen im Oktober und März insgesamt 346 Menschen starben, haben den Hersteller in die Kritik gebracht. Für die 737-Max-Maschinen wurden im März weltweit Startverbote verhängt. Ob und wann die Jets wieder abheben dürfen, ist unklar.

14:04 Uhr

Insider: T-Mobile und Sprint vor Genehmigung ihrer Fusion

Das für Kartellfragen zuständige US-Justizministerium will offenbar die geplante Fusion der Telekom-Tochter T-Mobile US mit ihrem Wettbewerber Sprint genehmigen.

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 15,20

Das Ganze sei mit dem Zugeständnis der Unternehmen verbunden, dem Satellitenfernsehanbieter Dish Network Mobilfunkfrequenzen zu verkaufen, damit dieser ein eigenes Netz errichten könne, berichten mehrere Informanten.

T-Mobile und Sprint verhandeln seit Wochen mit dem Kartellwächter, um die 26 Milliarden US-Dollar schwere Fusion der Nummer drei mit der Nummer vier am US-Mobilfunkmarkt durchzukriegen.

Eine Fusion von T-Mobile und Sprint würde ein Unternehmen mit mehr als 80 Millionen Kunden schaffen, das zu den Marktführern Verizon Communications und AT&T aufrücken könnte

13:22 Uhr

Plus 4 Prozent: Kaufofferten beflügeln Thyssenkrupp

In der Hoffnung auf Milliardeneinnahmen aus einem raschen Verkauf der Aufzugssparte steigen Anleger bei Thyssenkrupp ein. Die Aktien des Industriekonzerns drehten ins Plus und stiegen um bis zu 4,2 Prozent auf 12,14 Euro.

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 13,15

Laut Bloomberg hat Thyssen Offerten für die Aufzugssparte sowie den Bereich Components erhalten. Der Aufsichtsrat mache Druck auf Firmenchef Guido Kerkhoff, den Industriekonzern umzubauen.

Das Gremium habe auch dessen Ablösung diskutiert. "Das ist insgesamt nichts Neues, aber dennoch positiv", sagt ein Händler. Thyssenkrupp war für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen.

12:59 Uhr

Chinesen hackten wohl mindestens sechs Dax-Firmen

Mehrere Dax-Unternehmen sind in den vergangenen Jahren offenbar Ziel von Ausspäh-Attacken mutmaßlich chinesischer Hacker geworden.

Siemens
Siemens 114,90

Mindestens acht deutsche Firmen seien betroffen gewesen, darunter sechs Dax-Konzerne. Das ergaben Recherchen von Bayerischem Rundfunk (BR) und Norddeutschem Rundfunk (NDR).

Der Industrie-Konzern Siemens bestätigte, Anfang Juni 2016 Ziel eines Hacker-Angriffs gewesen zu sein. "Wir haben nach ausführlichen Analysen bis heute keine Hinweise darauf, dass bei diesem Angriff Daten abgeflossen sind", sagte ein Konzernsprecher.

Der Kunststoffhersteller Covestro räumte ebenfalls ein, betroffen gewesen zu sein: Auch hier sei es aber zu keinem Datenabfluss gekommen. Anfang April hatte auch der Chemie-Riese Bayer bestätigt, Opfer eines Cyber-Angriffs gewesen zu sein.

Der Haushaltschemie-Spezialist Henkel entdeckte im Sommer 2014 eine Cyberattacke. Von der Schadsoftware sei nur ein "sehr kleiner Teil" der IT-Systeme in nur einem Land betroffen gewesen, hieß es. Sensible Daten seien nicht abgeflossen.

BASF teilte mit, die Attacke sei im Juli 2015 entdeckt und gestoppt worden. Es seien keine geschäftsrelevanten Informationen abgeflossen.

IT-Sicherheitsexperten und deutsche Sicherheitsbehörden vermuten, dass die Gruppe aus China stammt. Gesicherte Erkenntnisse darüber, wer sich dahinter verbirgt, gibt es allerdings nicht. Die Hackergruppe soll 2016 auch hinter einer Attacke gegen Thyssenkrupp gesteckt haben.

12:30 Uhr

Kreditvergabe im Euro-Raum wächst weiter

Das kräftige Wachstum der Kreditvergabe in der Eurozone hält an. Die Banken reichten im Juni 3,8 Prozent mehr Darlehen an Unternehmen aus als vor Jahresfrist, wie die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt mitteilt.

Im Mai hatte das Plus ebenfalls bei 3,8 Prozent und damit auf vergleichsweise hohem Niveau gelegen. An die Privathaushalte vergaben die Institute im vorigen Monat ebenfalls 3,3 Prozent mehr Kredite als ein Jahr zuvor. Im Mai lag der Zuwachs ebenfalls so hoch.

Big picture: Bei den Entscheidungen der EZB spielt die Kreditvergabe eine wichtige Rolle, da sie Aufschluss über die Finanzierungsbedingungen im Währungsraum gibt. Aufgrund der anhaltenden Konjunktursorgen und der nach wie vor schwachen Inflationsaussichten hatten die Euro-Wächter zuletzt eine erneute Lockerung ihrer Geldpolitik signalisiert.

12:08 Uhr

Metro stemmt sich gegen Übernahmeangebot

Der Metro-Vorstand und -Aufsichtsrat haben sich in einer gemeinsamen Stellungnahme gegen eine Übernahme des Düsseldorfer Handelskonzerns durch den Milliardär Daniel Kretinsky ausgesprochen. Die Aktionäre sollten das derzeitige Angebot ablehnen. Der Preis sei zu gering und bewerte das Unternehmen nicht adäquat. Sie warnen zudem vor einer zu hohen Verschuldung.

Metro
Metro 4,55

Der tschechische Milliardär bietet in seiner insgesamt rund 5,8 Milliarden Euro schweren Offerte 16 Euro pro Stammaktie. Die Metro-Papiere notierten zuletzt 0,6 Prozent im Plus bei 15,61 Euro.

Das Kaufangebot von Kretinskys Holding EPGC an die Aktionäre läuft noch bis zum 7. August. Es ist an die Bedingung geknüpft, dass Kretinsky Zugriff auf mindestens 67,5 Prozent der Stammaktien erhält.

Blockieren kann das Management das freiwillige Übernahmeangebot allerdings nicht. Die Entscheidung liegt in den Händen der Aktionäre.

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11:47 Uhr

1270 Euro für alle: Ifo schlägt "Deutschen Bürgerfonds" vor

Das Ifo Institut hat eine allgemeine Pflicht zur Altersvorsorge über ein staatlich organisiertes Rentenprodukt vorgeschlagen. Der Bund solle über einen "Deutschen Bürgerfonds" Geld für die Bevölkerung am Aktienmarkt anlegen.

Es sei aus ökonomischer Sicht "sinnvoll, eine allgemeine Pflicht zur Altersvorsorge vorzugeben, um zu verhindern, dass sich Einzelne auf sozialstaatliche Unterstützung im Alter verlassen", erklärte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Finanziert würde dies durch die Aufnahme von Schulden. Dies sei angesichts der niedrigen Zinsen und geringen Staatsschulden durchaus vertretbar.

Der Vorschlag eines Autorenteams um Fuest sieht vor, dass der Bund ab sofort 0,5 Prozent der Wirtschaftsleistung pro Jahr investiert. Dann bekämen alle Menschen, die 2005 geboren sind, ab dem Jahr 2072 jährlich 1270 Euro ausgezahlt.

11:22 Uhr

"Automobil-Schlamassel": Euro-Wirtschaft verliert Tempo

Die schwächelnde Industrie zieht die Wirtschaft im Euro-Raum nach unten. Die Firmen blicken so skeptisch nach vorn wie zuletzt Ende 2014. Das teilt das Institut IHS Markit mit.

EuroStoxx50
EuroStoxx50 3.711,61

Der Einkaufsmanagerindex - Industrie und Dienstleister zusammen - fiel um 0,7 Punkte auf 51,5 Zähler. Das Barometer sank damit auf den tiefsten Stand seit drei Jahren, bleibt aber über der Wachstumsmarke von 50 Punkten.

Die Daten signalisierten, dass die Wirtschaft im Euro-Raum im zweiten Quartal um 0,2 Prozent wachsen dürfte, im dritten Quartal dann aber nur noch um 0,1 Prozent, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris William.

Der Index allein für die Industrie fiel um 1,2 auf 46,4 Zähler. "Sorgenkind war zum wiederholten Mal die Industrie, die infolge geopolitischer Spannungen, des Brexits, zunehmend angespannter Handelsbeziehungen und vor allem aber wegen des Schlamassels des Automobilsektors immer tiefer in die Krise rutschte", betonte Williamson.

10:48 Uhr

Geplante milliardenschwere Batteriefertigung in Europa stockt

Keine gute Nachricht für die Autobranche: Für die von Deutschland und Frankreich geplante milliardenschwere Batteriefertigung in Europa fehlt nach den Worten von PSA-Chef Carlos Tavares immer noch grünes Licht von der EU-Kommission.

PSA Peugeot Citroën
PSA Peugeot Citroën 23,83

"Falls wir keine Zusage der Europäischen Union haben, ist das nicht gültig", warnte Tavares in Rueil-Malmaison bei Paris mit Blick auf das Industrievorhaben. Der PSA-Konzern, zu dem auch der deutsche Autobauer Opel gehört, würde eine europäische Produktion von Batterien begrüßen, sagte Tavares. Er lobte den Vorstoß aus Berlin und Paris, wies aber gleichzeitig auf hohe Investitionen und Risiken hin. "Das ist ein schwieriges Thema."

Die Wirtschaftsminister Deutschlands und Frankreichs, Peter Altmaier und Bruno Le Maire, hatten im Mai angekündigt, dass PSA, die Tochter Opel und der französische Batteriehersteller Saft in einem deutsch-französischen Konsortium für die Batteriefertigung mitziehen.

Altmaier hatte damals die Hoffnung geäußert, dass die Produktion 2022 beginnen könnte. Le Maire sagte im Mai, die für den fairen Wettbewerb in der Union zuständige Brüsseler EU-Kommission habe erlaubt, dass die Fertigung mit bis zu 1,2 Milliarden Euro öffentlichen Geldern gefördert werden könnte.

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10:35 Uhr

Nächste Woche wohl neue Handelsgespräche

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Vor knapp vier Wochen hatten sich US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping am Rande des Gipfels der großen Wirtschaftsnationen in Osaka in Japan auf einen "Waffenstillstand" und eine Wiederaufnahme der Gespräche geeinigt.

picture alliance/dpa

Im Handelsstreit zwischen den USA und China gibt es neue Bewegung. Laut amerikanischen Medienberichten sollen die Gespräche nächste Woche wieder aufgenommen werden. Die US-Unterhändler wollten dazu am Montag nach Shanghai reisen, berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

Dax
Dax 13.241,75

Im "Wall Street Journal" heißt es, dass sich US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin auf den Weg machen werden. Chinas Außenministerium wollte die neuen Verhandlungen bislang nicht bestätigen.

Es wären die ersten direkten Handelsgespräche seit dem Scheitern der Verhandlungen im Mai. Bloomberg berichtet, dass ein kleines US-Unterhändlerteam bis Mittwoch in der ostchinesischen Hafenstadt bleiben wird. Sie sollen mit Chinas Chefunterhändler, Vizepremier Liu He, zusammentreffen.

Trump hat die Hälfte der Importe der USA aus China mit 25-prozentigen Sonderzöllen belegt. China reagierte mit Gegenzöllen. Unverändert steht die amerikanische Drohung im Raum, 10 bis 25 Prozent Zusatzzölle auch auf die restlichen China-Einfuhren im Wert von rund 300 Milliarden US-Dollar zu erheben.

10:10 Uhr

Aston Martin enttäuscht - Aktie verliert zweistellig

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Da hilft offenbar auch das coole 007-Image nicht.

SpotPress

Aston Martin steht bei Autofahrern momentan nicht besonders hoch im Kurs - auch Anleger suchen das Weite. Während die Analysten von Jefferies mit einem Absatz im zweiten Quartal von 1430 Autos gerechnet hatten, waren es nur 1385.

Aston Martin
Aston Martin 5,88

Für die kommenden Monate ist der Vorstand bereits vorsichtiger. Er senkt den Absatzausblick für 2019 deutlich auf 6300 bis 6500 nach 7100 bis 7300 Autos zuvor.

Auch die Gewinnprognose dampft der Sportwagenhersteller ein: Die bereinigte operative Gewinnmarge (Ebitda-Marge) soll nun statt bei 23 bei 20 Prozent liegen. Reduziert werden auch die Investitionsausgaben, und zwar  auf 300 Millionen Pfund (335 Millionen Euro) von 320 bis 340 Millionen Pfund.

Die Analysten sprechen von anhaltenden Liquiditätssorgen und schließen nicht aus, dass ein Convertible, also eine Wandelanleihe, droht. An der Börse bricht der Kurs um 22 Prozent auf 803 Euro ein.

 

09:31 Uhr

Dax in Lauerstellung - Deutsche Bank schmieren ab

Die gute Stimmung an den internationalen Aktienmärkten hält den Dax nur knapp im Plus. Der deutsche Leitindex notiert nahezu unverändert bei 12.493 Punkten.

DAX
DAX 13.241,75

Der nahende Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) hält Anleger von größeren Engagements ab.

Experten gehen davon aus, dass die EZB am Donnerstag eine Senkung des Zinses für Einlagen bei der Notenbank auf minus 0,5 von minus 0,4 Prozent bekanntgeben oder zumindest in Aussicht stellen wird. Einige Beobachter rechnen sogar mit einer Wiederaufnahme der Anleihekäufe.

Ein Stimmungsaufheller ist zudem ein Bericht, dem zufolge der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer in der kommenden Woche direkt mit chinesischen Vertretern verhandeln will.

Die Aktien der Deutschen Bank verlieren dagegen 3,2 Prozent. Wegen der Kosten für den angekündigten Konzernumbau verbucht das Geldhaus einen milliardenschweren Verlust

Guten Morgen, ein perfekter Tag die Klimaanlage nicht zu verlassen und das Börsen-Geschehen im Auge zu behalten. Mein Name ist Diana Dittmer und ich begleite Sie durch den heutigen Börsen-Tag. Kleiner Spoiler: Es hagelt Nachrichten aus der Autobranche. Los geht's!

 

08:56 Uhr

Schrumpfende Ölreserven lassen Preise steigen

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 63,29

Die Ölpreise legen weiter zu. Am Morgen ging es mit den Notierungen aber nur noch leicht nach oben, nachdem sie am Vorabend deutlicher gestiegen waren. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 64,00 US-Dollar. Das waren 17 Cent mehr als am Vorabend. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 18 Cent auf 56,95 Dollar.

Am Vorabend waren die Ölpreise in kurzer Zeit jeweils um etwa einen Dollar noch oben gesprungen. Auslöser waren neue Daten zur Entwicklung der Ölreserven in den USA. Der Interessenverband American Petroleum Institute (API) hatte einen Rückgang der amerikanischen Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche um fast elf Millionen Barrel verzeichnet. Dieser Rückgang ist ungewöhnlich stark. Am Nachmittag werden die offiziellen Daten der US-Regierung zu den Ölreserven erwartet.

08:35 Uhr

Euro leidet unter Dollar-Stärke

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Der Euro hat an die Kursverluste vom Vortag angeknüpft. Am Morgen ging es aber nur noch vergleichsweise leicht nach unten. Die Gemeinschaftswährung wurde bei 1,1144 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Vortag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag auf 1,1173 Dollar festgesetzt.

Seit Beginn der Woche ist der Euro um mehr als einen halben US-Cent gefallen. Marktbeobachter erklärten die Kursbewegung mit einer Dollar-Stärke nach einer Einigung auf eine Schuldenobergrenze in den USA, die den Euro im Gegenzug unter Druck gesetzt hat. Bevor sich der Fokus der Anleger am Devisenmarkt auf die Zinssitzung der EZB am Donnerstag richtet, könnten noch Konjunkturdaten aus der Eurozone für neue Impulse sorgen.

Auf dem Programm steht unter anderem die erste Schätzung zur Stimmung der Einkaufsmanager in der Eurozone im Juli und damit Daten, die am Markt in der Regel stark beachtet werden. Außerdem werden Kennzahlen zur Kreditvergabe im Währungsraum und zum französischen Geschäftsklima erwartet.

08:15 Uhr

Geschäftszahlen treiben Dax-Anleger um

Dax
Dax 13.241,75

Der Dax dürfte Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Dienstag war er 1,6 Prozent fester bei knapp 12.491 Punkten aus dem Handel gegangen, das ist der größte Tagesgewinn seit gut vier Wochen. Für Gesprächsstoff sorgen dürfte die Deutsche Bank, die Einblick in ihre Bücher gewährt hat und einen Milliarden-Verlust im zweiten Quartal verbuchte.

Auch Daimler legte bereits seine Zahlen vor: Wegen Milliardenrisiken im Dieselskandal und schwacher Autokonjunktur verbucht der Konzern einen Nettoverlust von 1,2 Milliarden Euro. Dazu kommen die Quartalsergebnisse unter anderem vom Kunststoffhersteller Covestro, der einen Gewinneinbruch verzeichnet, von Deutscher Börse und Metro.

Zudem werden die Einkaufsmanagerindizes vorgelegt. Vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag erhoffen sich Anleger daraus Signale, wie stark die Konjunktur in Deutschland und in der Euro-Zone an Fahrt verloren hat. Die Hoffnung auf niedrigere Zinsen hatte zuletzt die Aktienkurse angetrieben.

07:56 Uhr

Metro empfiehlt Aktionären Ablehnung von Übernahme-Offerte

Metro AG
Metro AG 14,78

Der Handelsriese Metro hat das vom tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky vorgelegte Übernahmeangebot als deutlich zu niedrig zurückgewiesen. Die Aktionäre sollen sich nicht für die von Kretinsky gebotenen 16 Euro pro Aktie von ihren Anteilsscheinen trennen, erklärten Vorstand und Aufsichtsrat des Düsseldorfer Handelsriesen in einer gemeinsamen Stellungnahme. Der Konzern werde "im Hinblick auf Ertragskraft und Wertperspektive erheblich unterbewertet". Metro hatte am Vorabend ein deutliches Umsatzwachstum für das dritte Quartal vermeldet.

Kretinskys insgesamt rund 5,8 Milliarden Euro schwere Übernahme-Offerte läuft noch bis zum 7. August. Er hat sie an eine Mindestannahmeschwelle von 67,5 Prozent der Stammaktien geknüpft. Die 16 Euro pro Aktie seien ein attraktiver Preis, hatte er erklärt.

07:42 Uhr

Deutsche Bank prüft Geschäftsbeziehungen zu Epstein

Deutsche Bank
Deutsche Bank 6,58

Die Deutsche Bank untersucht Geschäftsbeziehungen zu dem wegen Misshandlung minderjähriger Mädchen angeklagten US-Unternehmer Jeffrey Epstein. Das Unternehmen führe eine gründliche Prüfung durch und sehe sich "absolut verpflichtet", mit allen relevanten Behörden zu kooperieren, teilte ein Sprecher in New York mit.

Das Geldhaus reagierte damit auf einen Bericht des "Wall Street Journal", wonach es Epstein mehrere Jahre lang bei der Verwaltung von Millionen von Dollar über Dutzende von Bankkonten hinweg geholfen haben soll. Das Finanzblatt stützt sich auf Insider. Den anonymen Quellen nach geht die Bank davon aus, alle Geschäftsverbindungen zu Epstein Ende Juni komplett gekappt zu haben.

07:25 Uhr

Handelsgespräche beflügeln Asiens Märkte

Der japanische Aktienmarkt ist angesichts neuer Hoffnungen auf ein Ende des Handelskonfliktes zwischen den USA und China mit Kursgewinnen gestartet. Der Leitindex Nikkei gewann 0,5 Prozent auf 21.729 Punkte. Der breiter gefasste Topix legte um 0,4 Prozent auf 1575 Zähler zu. Der Schanghai-Composite rückte um 1,1 Prozent vor und der HSI in Hongkong 0,9 Prozent.

Nikkei
Nikkei 23.319,99

Aus den USA werden laut Berichten des "Wall Street Journal" Handelsbeauftragter Robert Lightizer und Finanzminister Steven Mnuchin am Montag nach Schanghai zu hochrangigen Handelsgesprächen fahren. Der Wirtschaftsberater im Weißen Haus, Lawrence Kudlow, sagte, China sollte als Geste guten Willens darauf vorbereitet sein, mehr US-Agrarprodukte abzunehmen. Seitdem die Gespräche sich Anfang Mai festgefahren hatten, gab es keine persönlichen Verhandlungen mehr.

Der australische Markt erzielte ein neues Zwölfmonatshoch, nachdem er den zweiten Tag in Folge auf breiter Front Kursgewinne verbuchte. Vor allem die Bankenschwergewichte stützen den Index mit Gewinnen zwischen 0,3 und 1,6 Prozent, wobei der Telekomsektor die Branchen anführt. Der Euro verlor hingegen im fernöstlichen Devisenhandel um 0,5 Prozent auf 1,1148 Dollar, den niedrigsten Stand seit knapp zwei Monaten. Zur japanischen Währung blieb die US-Devise mit 108,18 Yen nahezu unverändert.

06:50 Uhr

Bericht: Chinesische Hacker spähten Dax-Konzerne aus

Henkel
Henkel 94,94

Deutsche Unternehmen sind offenbar in erheblichem Umfang von einer Hackergruppe mit Verbindungen nach China ausgespäht worden. Wie die Sender BR und NDR berichten, sollen mindestens acht deutsche Unternehmen - davon sechs Dax-Konzerne betroffen - sowie rund ein Dutzend ausländische Firmen von den Angriffen betroffen sein. Dazu gehören unter anderem Henkel, Siemens, Covestro und BASF. Die genannten bestätigten den Vorfall beziehungsweise gaben an, dass sie in der Vergangenheit attackiert wurden.

Mittels einer "technischen Analyse" identifizierten die beiden Medien außerdem nach eigenen Angaben infizierte Systeme bei der indonesischen Fluglinie Lion Air. Auch wurden Spuren eines Angriffsversuchs auf die amerikanische Hotelkette Marriott gefunden. Indizien, wie die für die Attacken genutzten Computer, deuteten auf eine vom chinesischen Staat unterstützte Hacker-Grupper namens Winnti. Im Frühjahr war diese Gruppe durch eine Cyberattacke auf den Bayer-Konzern aus dem Jahr 2018 in die Schlagzeilen geraten. 2016 stand Winnti zudem im Zusammenhang mit einem Angriff auf Thyssenkrupp.