Mittwoch, 27. Februar 2019Der Börsen-Tag bei n-tv

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax quält sich durch den Tag - dickes Beiersdorf-Minus

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(Foto: picture alliance/dpa)

Eigentlich war es ein Handelstag zum Vergessen an der Frankfurter Börse. Die deutschen Indizes notierten durchgängig im roten Bereich. Händler fürchten nun, dass dem Dax trotz der kräftigen Erholung im neuen Jahr der Ausbruch aus dem im Sommer 2018 begonnenen Abwärtstrend versagt bleiben könnte.

Der Dax ging mit minus 0,5 Prozent auf 11.487 Punkte aus dem Handel. Der MDax verlor ebenfalls 0,5 Prozent auf 24.251 Zähler. Der TecDax sank um 1,0 Prozent auf 2592 Stellen. Der EuroStoxx50 gab um 0,3 Prozent auf 3281 Punkte nach.

Die Aussicht auf sinkende Gewinne lastete schwer auf den Aktien von Beiersdorf. Die von den Hamburgern angekündigten Investitionen für das künftige Wachstum dürften erst einmal zu Lasten der Profitabilität gehen. Die Aktie rauschte mit minus 9,8 Prozent an das Dax-Ende. Starke Ergebnisse von Bayer führten die Aktien des Dax-Riesen dagegen mit plus 4,2 Prozent an die Spitze des Leitindex.

Lufthansa verloren 2,4 Prozent. Sie waren belastet vom Kursabsturz von Air France-KLM, nachdem der niederländische Staat mit knapp 13 Prozent des Aktienkapitals bei der niederländisch-französischen Airline eingestiegen war. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mir bleibt nur noch, Ihnen einen schönen Abend zu wünschen. Vielleicht dominieren morgen die grünen Zahlen.

17:17 Uhr

Autolobbyist will USA in Washington von Zöllen abbringen

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Bernhard Mattes

(Foto: picture alliance/dpa)

Die deutsche Autobranche will Berater des US-Präsidenten Donald Trump von angedrohten Importzöllen abbringen. Sollte es zu den "Strafzöllen" für Autoimporte aus der EU kommen, werde dies zu einer erheblichen Belastung der transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen führen, sagte der Präsident des Verbands der deutschen Automobilindustrie (VDA), Bernhard Mattes, dem "Tagesspiegel".

Mit Blick auf die von Trump gesetzte Frist für eine Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und der EU kündigte der Chef-Lobbyist an, er werde innerhalb der 90-Tage-Frist 2018 nach Washington reisen, um mit Beratern Trumps zu sprechen. Ihm fehle "jedes Verständnis" für die Ansicht der US-Regierung, wonach insbesondere die deutsche Autoindustrie die Sicherheit der USA bedrohe, sagte Mattes.

16:56 Uhr

Coba: US-Schuldenlimit erst ab Sommer ein Problem

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die gesetzliche Obergrenze für die Schulden der US-Regierung tritt zwar am 2. März wieder in Kraft, doch die Commerzbank geht davon aus, dass diese Grenze erst ab Sommer wieder ein echtes Problem wird.

  • "Aufgrund der guten Einnahmesituation im Frühjahr und der Sondermaßnahmen des Finanzministers schätzt das Haushaltsbüro des Kongresses, dass der Finanzminister bis 'spät im Haushaltsjahr' - das Fiskaljahr endet am 30. September - genügend Mittel hat, um alle Verpflichtungen zu erfüllen."

Dann sei eine Anhebung des Schuldendeckels allerdings zwingend erforderlich. Eine der Sondermaßnahmen besteht darin, dass das Treasury rund 400 Milliarden US-Dollar auf Konten der Fed geparkt hat.

16:25 Uhr

US-Industrie mit unerwartet schwachem Neugeschäft

Die US-Industrie hat im Dezember überraschend wenige Aufträge eingesammelt. Das Neugeschäft stieg zum Vormonat nur um 0,1 Prozent, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Experten hatten mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet, nach einem Minus von 0,5 Prozent im November. Klammert man die schwankungsanfälligen Daten im Verkehrsbereich aus, schrumpfte das Neugeschäft der Industrie im Dezember um 0,6 Prozent.

16:19 Uhr

Euro präsentiert sich fester

Der Kurs des Euro ist heute gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1386 (gestern: 1,1361) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8783 (0,8802) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85503 (0,86055) britische Pfund, 125,90 (125,93) japanische Yen und 1,1354 (1,1371) Schweizer Franken fest.

16:07 Uhr

Thyssen ändert Logistik nach Rhein-Niedrigwasser

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(Foto: imago/Horstmüller)

Die Stahlsparte von Thyssenkrupp zieht nach den Transport- und Produktionsausfällen durch das Rhein-Niedrigwasser Konsequenzen für seine Rohstoffversorgung.

  • "Wir haben einen langfristigen Vertrag mit der Deutschen Bahn geschlossen. Diese übernimmt einen Teil unserer Kohletransporte - bis zu 3000 Tonnen am Tag", sagte der Produktions-Vorstand von Thyssenkrupp Steel Europe, Arnd Köfler.
  • "Wir haben unsere Notfallpläne überarbeitet und können kurzfristig auf mehr Personal zurückgreifen." Damit soll eine erneute Drosselung der Produktion wie im Herbst verhindert werden.

Einige Analysten hatten die Belastungen allein für das Quartal von Oktober bis Ende Dezember auf rund 100 Millionen Euro geschätzt. Thyssenkrupp transportiert mit seiner eigenen Flotte aus acht Schiffen und 82 Schubleichtern – Ladungsbehälter ohne eigenen Antrieb, die von einem Schiff geschoben werden – im Schnitt täglich rund 60.000 Tonnen Erz und Kohle von Rotterdam nach Duisburg. Die Flotte ist bis zu einer Wassertiefe von rund 1,70 Metern einsetzbar. Doch damit stieß das Unternehmen an seine Grenzen, als die Pegel ab Juli immer weiter sanken.

15:55 Uhr

Sehr verhaltener Start an der Wall Street

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(Foto: imago/UPI Photo)

Mit Blick auf das Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und einen verschärften Konflikt in Kaschmir haben Anleger an der Wall Street zur Wochenmitte auf die Bremse getreten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 fielen um 0,1 Prozent auf 26.025 und 2791 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab ebenfalls 0,1 Prozent auf 7540 Punkte nach.

In der Spezialchemiebranche sorgte ein Übernahmeangebot aus Deutschland für Versum für Bewegung. Die Darmstädter Spezialchemiefirma Merck hat eine Gegenofferte von umgerechnet rund 5,2 Milliarden Euro für das US-Unternehmen vorgelegt, das eigentlich mit dem US-Rivalen Entegris zusammengehen sollte. Die Aktien von Versum schossen um mehr als 17 Prozent auf 48,73 Dollar nach oben.

Ein trüber Ausblick verdarb Anlegern bei Weight Watchers den Appetit. Die Aktien fielen um 35 Prozent, nachdem die Firma mit ihren Umsatzprognosen hinter den Erwartungen zurückblieb.

15:51 Uhr

Stahlproduzenten starten schwach ins Jahr

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(Foto: dpa)

Schlechte Nachrichten gibt es aus der Stahlbranche: Die deutschen Hüttenwerke haben im Januar weniger Stahl produziert. Im Januar belief sich das Minus mit einer Erzeugung von 3,45 Millionen Tonnen auf 6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl mitteilte.

Ursächlich sei vor allem der deutliche Rückgang der Elektrostahlherstellung gewesen.

15:27 Uhr

Air France-KLM: Macron fordert von Niederlanden Klärung

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(Foto: REUTERS)

Der Einstieg der Niederlande in die Fluggesellschaft Air France-KLM beschäftigt nun sogar die höchste politische Ebene. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Regierung in Den Haag aufgefordert, ihre Absichten zu klären. Das Interesse der Gesellschaft müsse gewahrt bleiben. Auch Macron sagte, dass die französische Regierung zuvor nicht über die Entscheidung der Niederländer informiert gewesen war. Das hatte bereits Wirtschaftsminister Bruno Le Maire betont.

Der niederländische Staat hatte sich für 680 Millionen Euro einen Anteil von 12,68 Prozent an der Fluggesellschaft Air France-KLM gesichert.

15:06 Uhr

Fressnapf will mehr als nur Tierfutter verkaufen

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(Foto: dpa)

Fast fünf Milliarden Euro geben die deutschen Verbraucher im Jahr für Heimtierbedarf aus. Große Ketten wie Fressnapf oder Futterhaus und Online-Anbieter wie Zooplus sichern sich dabei einen immer größeren Anteil des Marktes. Allein Marktführer Fressnapf steigerte seinen Umsatz in Deutschland 2018 um vier Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Europaweit erreichte er sogar 2,1 Milliarden Euro. Ein Plus von 6,3 Prozent, wie Gründer und Inhaber Torsten Toeller mitteilte.

Toeller hat ehrgeizige Pläne, sein Unternehmen digitaler auszurichten. Sein Ziel: Bis 2025 will er Fressnapf zu einer Plattform ausbauen, die nicht nur Tierfutter und Zubehör verkauft, sondern mit ihren Läden, Apps und Online-Angeboten für praktisch alle Probleme der Tierhalter von der Beratung beim Kauf, über die medizinische Versorgung bis zur Vermittlung eines Hundesitters eine Antwort bietet. Dazu will er auch mit externen Partnern zusammenarbeiten.

14:53 Uhr

VW und Microsoft erweitern Cloud-Kooperation

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Volkswagen und Microsoft intensivieren ihre Partnerschaft bei Cloud-Angeboten. Neben Europa werde die sogenannte Volkswagen Automotive Cloud auf die USA und China ausgeweitet, kündigten die Chefs beider Konzerne in Berlin an.

  • "Unsere strategische Partnerschaft mit Microsoft ist ein wesentlicher Baustein, um Volkswagen zum softwaregetriebenen Mobilitätsanbieter weiterzuentwickeln", sagte VW-Chef Herbert Diess über die bereits im vergangenen Jahr bekanntgegebene Kooperation.
14:43 Uhr

Dax nimmt Ruhepause - leichter Verlust

Nach der jüngsten Gewinnserie ist den europäischen Börsen heute wohl die Puste ausgegangen. So machten Anleger nach enttäuschenden Firmenbilanzen Kasse. In Frankfurt gab der Dax bis zum Nachmittag 0,3 Prozent auf 11.501 Punkte nach, der EuroStoxx50 verlor 0,3 Prozent auf 3281 Zähler. Auch an den US-Börsen zeichnete sich ein schwächerer Handelsauftakt ab.

Die Risiken, die vor allem zum Jahresende die Stimmung an den Börsen getrübt hätten, seien keineswegs gelöst, fasste Postbank-Stratege Heinz-Gerd Sonnenschein zusammen.

  • "So rückt das Brexit-Datum raschen Schrittes näher, die Handelskonflikte der USA mit China und der EU schwelen weiter und auch die italienische Haushaltsfrage ist noch nicht vom Tisch."

14:31 Uhr

Merck will US-Firma Versum übernehmen

Der Darmstädter Spezialchemiekonzern Merck plant einen milliardenschweren Zukauf in den USA. Man habe ein Angebot zur Übernahme der Versum Materials für 48 Dollar je Aktie abgegeben, teilte der Dax-Konzern mit. Das bewerte den Spezialisten für Elektronikmaterialien mit insgesamt 5,9 Milliarden Dollar (5,3 Milliarden Euro).

Die Geschäftsführung wolle die Transaktion konsequent vorantreiben, zügig Verhandlungen aufnehmen und schnell zu einer Einigung gelangen. Die Merck-Aktien reagierten mit Kursverlusten und gaben am Nachmittag 1,4 Prozent ab.

14:07 Uhr

Air France-KLM: Frankreich sauer auf Niederlande

Air France-KLM
Air France-KLM 11,04

Der Einstieg des niederländischen Staates bei der Fluggesellschaft Air France-KLM ist in Frankreich auf Kritik gestoßen.

  • "Das ist ein unfreundlicher, überraschender Schritt, der für Air-France-KLM finanziell extrem schädlich ist", sagte ein Insider im französischen Finanzministerium.

Die niederländischen Behörden hätten auf ihr Investment bereits 70 Millionen Euro verloren, hieß es weiter. Der niederländische Einstieg sei mit dem eines aktivistischen Investors vergleichbar und verwirre Investoren. Air France-KLM-Aktien büßten in Paris mehr als zehn Prozent ein.

Experten warnten davor, dass der Konzern zum politischen Spielball der beiden Großaktionäre Frankreich und Niederlande werden könnte. Der Insider aus Frankreich wollte sich aber nicht dazu äußern, ob der französische Staat seine Anteile nun erhöhe. Mit 14,29 Prozent ist Frankreich der größte Anteilseigner und hält sogar Stimmrechte von 22 Prozent. Die Niederlande haben bereits 12,7 Prozent der Anteile an der Fluggesellschaft im Wert von 680 Millionen Euro erworben.

13:48 Uhr

Ford streicht massenhaft Stellen in China

Ford zieht in China die Reißleine. Der US-Autobauer streicht einem Medienbericht zufolge bei seinem Gemeinschaftsunternehmen in der Volksrepublik China Tausende der insgesamt 20.000 Stellen. Die "New York Times" berichtete ohne Angaben von Quellen, Grund für den massiven Arbeitsplatzabbau seien die schwächelnden Geschäfte in China. Sowohl Ford als auch die bei dem Joint zugehörige Venture Changan Automobile Group gaben bislang keine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

In China, dem weltweit größten Automarkt, war der Neuwagenabsatz im vergangenen Jahr erstmals seit den 1990er-Jahren gesunken. Das hinterließ auch bei Ford Spuren in der Bilanz. Der US-Konzern rutschte im Abschlussquartal 2018 mit 116 Millionen Dollar in die roten Zahlen.

13:26 Uhr

Commerzbank: BRIC is back

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Marktanalysten von Commerzbank Technical Analysis and Index Research halten Engagements in den so genannten BRIC-Aktien (Brasilien, Russland, Indien, China) wieder für aussichtsreich. Zwar stecke der indische Sensex vor der Parlamentswahl im Mai nun seitwärts fest. Der brasilianische Ibovespa liege dagegen weiterhin auf Rally-Kurs. Er habe sich zuletzt mit neuen Investmentkaufsignalen wieder nach oben abgesetzt.

Die Führungsrolle habe nun der Shanghai Composite übernommen. Er biete nach dem Baisse-Jahr 2018 nun wieder attraktive technische Investment-Chancen, gestützt auch durch den jüngsten positiven Newsflow im chinesisch-amerikanischen Handelskonflikt.

Der in Dollar notierte russische RTS-Index habe sich nun ebenfalls in eine aussichtsreiche technische Position begeben. Er sollte nun die jüngste mittelfristige Trading-Range unterhalb von 1200 Punkten nach oben verlassen. Im Vergleich zu den anderen BRIC-Indizes dürfte der RTS aber auch weiterhin relative Schwäche zeigen, so die Commerzbank-Analysten.

13:03 Uhr

Indisch-pakistanischer Konflikt treibt Franken hoch

Franken / US-Dollar
Franken / US-Dollar ,99

Die Eskalation im Konflikt zwischen Pakistan und Indien hat Anleger zu Franken-Käufen bewegt. Die Schweizer Währung gilt bei Anlegern als "sicherer Hafen" und ist daher besonders in turbulenten Zeiten gefragt. Die Investoren nähmen zunehmend wieder die weltweiten Risiken in den Blick, sagte Societe-Generale-Stratege Kit Juckes.

Zum US-Dollar stieg der Franken auf den höchsten Stand seit gut drei Wochen. Ein Dollar kostete 0,9959 Franken, nachdem der Greenback zu Handelsbeginn noch für mehr als einen Franken den Besitzer gewechselt hatte. Auch zum Euro gewann der Franken an Wert.

12:45 Uhr

Brüssel sorgt sich um Italiens Wirtschaft

Die italienische Wirtschaft weist laut EU-Kommission massive Ungleichgewichte auf. Der überarbeitete Haushaltsplan der Regierung in Rom für 2019 sei zwar weniger expansiv als die ursprüngliche Version, doch dürfte auch er zu einer Verschlechterung des Primärüberschusses führen, hieß es in einem Wirtschaftsbericht der EU-Kommission.

Die hohe Staatsverschuldung und die anhaltende schwache Produktivität seien riskant nicht nur für das Land selbst, sondern auch für andere Staaten. Die Staatsschuldenquote dürfte in den kommenden Jahren nicht sinken.

12:41 Uhr

Überwiegend Minuszeichen an Wall Street erwartet

Mit Abgaben dürften heute die US-Börsen in den Handel starten. Teilnehmer verwiesen zur Begründung auf die Eskalation im Konflikt zwischen Indien und Pakistan. Daneben sind die Blicke auf das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un sowie die Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und China gerichtet. Lesen Sie den Live-Ticker zu dem Treffen in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi hier.

Der Future auf den S&P-500 reduzierte sich aktuell um 0,2 Prozent. An neuen US-Konjunkturdaten steht nur der Auftragseingang Industrie für Dezember auf der Agenda.

Bei den Einzelwerten brach der Kurs von Weight Watchers vor der Startglocke um knapp 35 Prozent ein. Das Unternehmen legte durchwachsene Geschäftszahlen für das Schlussquartal 2018 vor, enttäuschte jedoch mit dem Ausblick für 2019 auf der ganzen Linie.

12:22 Uhr

Trump beißt bei Opec auf Granit - Ölpreise steigen

Brent Rohöl
Brent Rohöl 71,98

Nachlassende Spekulationen auf eine Lockerung der Förderbremse durch die Opec verteuert Rohöl. Der Preis für die Sorte Brent aus der Nordsee stieg um 0,9 Prozent auf 65,78 US-Dollar je Barrel. Öl der US-Sorte WTI verteuerte sich um 1,4 Prozent auf 56,26 Dollar.

Das Exportkartell beuge sich offenbar nicht dem Druck von US-Präsident Donald Trump, sagte Analyst Benjamin Lu vom Brokerhaus Phillip Futures. Dieser hatte die Opec am Montag aufgefordert, die Produktion hochzufahren, um einen weiteren Anstieg des Ölpreises zu verhindern. Saudi-Arabiens Energieminister Chalid al-Falih sagte, die Opec und ihre Verbündeten setzten ihre Förderbremse umsichtig um und behielten die Stabilität des Rohstoffmarktes im Auge. Diese Antwort werde Trump nicht gefallen, sagte Analyst Tamas Varga vom Brokerhaus PVM.

12:02 Uhr

Schlechtere Stimmung in Euro-Wirtschaft

Die Stimmung in der Wirtschaft der Eurozone sinkt weiter. Das entsprechende Barometer fiel im Februar den achten Monat in Folge und zudem auf den tiefsten Stand seit November 2016, aber nur noch minimal 0,2 auf 106,1 Punkte, wie die EU-Kommission in Brüssel mitteilte.

Bei den Verbrauchern, Dienstleistern und Einzelhändlern ging es leicht bergauf, während es in der Industrie und am Bau jeweils Rückgange gab. In den Niederlanden zog die Stimmung spürbar an, während sie sich in Frankreich und Italien eintrübte. In Deutschland und Spanien blieb das Barometer nahezu unverändert.

11:46 Uhr

Norwegens Staatsfonds macht 2018 Verlust

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(Foto: imago/Photocase)

Der norwegische Staatsfonds mit einem Volumen von einer Billion US-Dollar hat Ende des vergangenen Jahres 22 Milliarden US-Dollar an Aktien erworben und Anfang dieses Jahres weitere "bedeutende" Käufe vorgenommen. Das berichtete Bloomberg.

Der Fonds hatte 2018 den ersten Verlust seit 2011 erlitten - dieser bezifferte sich auf minus 6,1 Prozent oder 485 Milliarden Kronen (57 Milliarden US-Dollar). Die Aktienbestände sanken um 9,5 Prozent, die Anleihen stiegen um 0,6 und Immobilien um 7,5 Prozent.

  • "2018 war ein Jahr, in dem die Wachstumserwartungen und die Besorgnis über die Auswirkungen der zunehmenden Handelsbarrieren einander gegenüberstanden", sagte Yngve Slyngstad, CEO des Fonds, bei Bloomberg.
  • "Die Sorge um das Wirtschaftswachstum nahm im vierten Quartal zu und veranlasste die Aktienkurse, auch in den USA, weiter zu sinken."
11:33 Uhr

Lego wächst dank Star Wars und Harry Potter wieder

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(Foto: imago/UPI Photo)

Der Spielzeugkonzern Lego ist im vergangenen Jahr dank des großen Interesses an seinen Harry-Potter- und Star-Wars-Welten auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Der Umsatz der Dänen legte um vier Prozent auf umgerechnet  knapp 4,9 Milliarden Euro zu. Das Betriebsergebnis kletterte ebenfalls um vier Prozent auf 1,45 Milliarden Euro. 2017 war für den Konkurrenten des Barbie-Machers Mattel und US-Monopoly-Anbieters Hasbro noch schwierig gewesen. Damals fiel wegen schwacher Geschäfte in Europa und Nordamerika der Umsatz erstmals seit einem Jahrzehnt.

Seither setzt Firmenchef Niels B. Christiansen auf den Hoffnungsmarkt China, der die hohen Erwartungen bisher auch erfüllt. In den Fokus rücken bei Lego verstärkt auch digitale Angebote, die die weltweit bekannten bunten Spielsteine auf den Bildschirm holen sollen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

11:17 Uhr

Weltwirtschaftslage: Goldman-Chefökonom macht Hoffnung

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(Foto: picture alliance / Axel Heimken/)

Hat die Weltwirtschaft möglicherweise bereits ihren Tiefpunkt erreicht? Der Chefökonom von Goldman Sachs, Jan Hatzius, wird jedenfalls entsprechend durch Bloomberg zitiert. Während das Wachstum nach wie vor schwach sei, liege der aktuelle Aktivitätsindikator von Goldman im Februar leicht über den nach unten korrigierten Zahlen für Dezember und Januar.

  • "Es gibt einige grüne Triebe, die darauf hindeuten, dass sich das sequenzielle Wachstum von hier aus beschleunigen wird", schrieben Hatzius und sein Kollege Sven Jari Stehn in einem Vermerk vom 26. Februar. Dennoch ist das Risiko für Goldmans BIP-Prognose von 3,5 Prozent für 2019 wahrscheinlich immer noch auf der Unterseite."
11:08 Uhr

Dax vergrößert Verlust - Beiersdorf ganz schwach

Dax
Dax 12.222,39

Nach schwachem Beginn haben die deutschen Aktienindizes am Vormittag ihre Verluste weiter ausgebaut. Der Dax fiel um 0,8 Prozent auf 11.450 Punkte. Der MDax gab um 0,8 Prozent auf 24.191 Zähler nach. Der TecDax verlor 0,7 Prozent auf 2599 Stellen.

Hohe Investitionen lasteten schwer auf die Aktie von Beiersdorf - sie stürzte um 9,3 Prozent ab. Im Sog von Beiersdorf verloren auch Henkel 2,4 Prozent. Starke Ergebnisse von Bayer führten die Aktie mit plus 4,1 Prozent an die Dax-Spitze. Analyst Richard Vosser von JPMorgan lobte das gute Abschneiden der Leverkusener im Agrargeschäft, vor allem in Südamerika. Eine Abstufung der Aktien von Munich Re durch Goldman Sachs ließ die Anteile des Rückversicherers um 1,0 Prozent nachgeben.

10:54 Uhr

Aareal Bank gibt mauen Ausblick - Aktie unter Druck

Der Immobilienfinanzierer Aareal Bank schließt einen Gewinnrückgang im laufenden Jahr nicht aus. Die niedrigen Zinsen in Europa, der hohe Wettbewerbsdruck in wichtigen Märkten sowie ein zunehmend unsicheres Marktumfeld sorgten für anspruchsvolle Rahmenbedingungen, teilte der MDax-Konzern mit. Zudem werden Investitionen für die Integration der Düsseldorfer Hypothekenbank (DHB) und den Ausbau des Geschäfts der IT-Tochter Aareon fällig.

Daher werde das Konzernbetriebsergebnis 2019 zwischen 240 und 280 Millionen Euro liegen, nach einem bereinigten Betriebsergebnis von 261 Millionen im Vorjahr. Die Dividende sinke auf 2,10 (Vorjahr: 2,50) Euro je Aktie. Die mauen Aussichten drückten die Aareal-Aktie. Sie verbilligte sich um 3,5 Prozent.

Mehr zu den Aareal-Zahlen lesen Sie hier.

10:44 Uhr

Bayer-Aktie trotz Gewinneinbruchs top

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Bayer 61,16

Kräftig aufwärts geht es am Vormittag mit der Bayer-Aktie. Mit plus 4,4 Prozent setzte sie sich an die Dax-Spitze. Zwar verzeichneten die Leverkusener nach der Übernahme des US-Konzerns Monsanto einen deutlichen Gewinneinbruch. Analysten hatten allerdings Schlimmeres erwartet. Es half auch, dass Bayer seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigt hatte.

  • "Die Zahlen sind überwiegend besser ausgefallen als erwartet", sagt ein Marktteilnehmer. Das gelte sowohl für den bereinigten operativen Gewinn auf Ebit-Basis als auch für den bereinigten Gewinn je Aktie.
10:25 Uhr

Droht Ebay die Zerschlagung?

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(Foto: REUTERS)

Die Online-Plattform Ebay sowie die aktivistischen Aktionäre Elliott und Starboard nähern sich offenbar einer Einigung. Die Finanzfirmen könnten am Ende Sitze im Board erhalten, und es könnte eine Diskussion um eine Zerschlagung Ebays auf den Weg gebracht werden. Alle drei Seiten sprächen über einen Deal, bei dem Elliott und Starboard letztlich mehrere Sitze im Board besetzen würden, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen.

Der Konzern würde sich demnach auch auf eine Rentabilitäts-Überprüfung der eigenen Aktivitäten einlassen und auch auf eine komplette Strategie-Prüfung. Letztere dürfte eine Reihe von potenziellen Verkäufen oder Abspaltungen umfassen. Auch der Ausverkauf der Kern-Firma liege auf dem Tisch, so die Insider weiter. Noch könnten Gespräche scheitern und ein Stimmrechtskampf entbrennen.

10:22 Uhr

Salzgitter mit guten Zahlen - Aktienkurs steigt

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Salzgitter 31,04

Der Stahlkonzern Salzgitter hat 2018 unter dem Strich 277,7 Millionen Euro verdient. Im Vorjahr waren es 193,6 Millionen Euro, wie das MDax-Unternehmen bei Vorlage der endgültigen Zahlen mitteilte. Die bereits Anfang des Monats genannten Zahlen wurden bestätigt. Demnach wurde der Vorsteuergewinn gegenüber dem Vorjahr um nahezu 50 Prozent auf 347 Millionen Euro gesteigert - das beste Resultat in zehn Jahren. Halten lässt sich dies nicht. Für 2019 wird ein Einbruch auf 125 bis 175 Millionen Euro erwartet.

Die Salzgitter-Aktie verteuerte sich am Vormittag um 0,5 Prozent auf 26,35 Euro.

10:08 Uhr

Cerberus sieht deutsche Bankenfusion wohl positiv

Der Großaktionär Cerberus ist angeblich offen für eine Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank. Man würde einem Zusammenschluss nicht im Wege stehen, sagte ein Insider. Die Entscheidung über einen Zusammenschluss müssten die Konzernchefs und die Politik treffen.

Cerberus, der bei beiden Geldhäusern zu den größten Aktionären zählt, glaube weiterhin, dass Deutschland groß genug für zwei Banken sei. Die Frage sei, ob die Deutsche Bank und die Commerzbank es aus eigener Kraft zurück in die Erfolgsspur schaffen, sagte der Insider. Cerberus lehnte eine Stellungnahme ab.

09:49 Uhr

Konkrete Angebote für insolvente Germania

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Verkaufsprozess der insolventen Fluggesellschaft Germania kommt voran. Dem vorläufigen Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg liegen konkrete Angebote für eine Übernahme des operativen Geschäftsbetriebs vor.

Für das Gesamtpaket, bestehend aus einem Großteil des Streckennetzes sowie Wartungs- und Service-Kapazitäten, gibt es drei Interessenten, wie Wienberg mitteilte. Zwei davon haben inzwischen ein Gebot abgegeben. Daneben gebe es eine Reihe von Interessenten, die Wartungs- und/oder Service-Leistungen ohne den Flugbetrieb übernehmen wollten. Alle Interessenten seien strategische Investoren, also Unternehmen aus der Branche.

Die Germania Fluggesellschaft mbH hatte am 4. Februar Gläubigerschutz beantragt, inzwischen haben noch zwei weitere Gesellschaften der Germania-Gruppe Insolvenzantrag gestellt.

09:27 Uhr

Sony: mit "Einzigartigem" auf Smartphone-Markt

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(Foto: REUTERS)

Sony gibt sein Smartphone-Geschäft trotz zuletzt noch einmal deutlich gesunkener Verkaufszahlen nicht auf.

  • "Wir bleiben im Smartphone-Markt engagiert", sagte der Chef der Mobilfunk-Sparte des Konzerns, Mitsuya Kishida, auf dem Mobile World Congress in Barcelona. "Aber dafür müssen wir etwas sehr Einzigartiges bieten."

In Barcelona stellte Sony unter anderem das neue Flaggschiff-Modell Xperia 1 vor, das Kunden mit besonders fortschrittlichen Videofunktionen anlocken soll, die auf professioneller Technologie der Hollywood-Studios des Konzerns zum Beispiel bei der Farbwiedergabe aufbauen.

09:17 Uhr

Dax startet mit Minus - Beiersdorf schmieren ab

Dax
Dax 12.222,39

Nach einem neuerlichen Zugewinn gestern hat der Dax im frühen Handel leicht nachgegeben. Der Leitindex fiel in den ersten Handelsminuten um 0,3 Prozent auf 11.506 Zähler. Der MDax verlor ebenfalls 0,3 Prozent auf 24.297 Zähler. Der TecDax ging um 0,5 Prozent auf 2605 Stellen runter. Der EuroStoxx 50 notierte 0,4 Prozent tiefer.

Hohe Investitionen lasteten schwer auf den Aktien von Beiersdorf. Denn die Ausgaben für das künftige Wachstum dürften erst einmal zu Lasten der Profitabilität gehen. Der Kurs sackte um 9,8 Prozent ab und lag damit weit abgeschlagen am Ende des Dax.

Ich bin Wolfram Neidhard und wünsche Ihnen einen guten Morgen. Schauen wir mal, was der heutige Börsen-Tag so bringt.

09:05 Uhr

Deutsche Autobauer mit erstem Umsatzminus seit 2009

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Umsatz der deutschen Autobauer ist im vergangenen Jahr um 0,2 Prozent gesunken. Im Jahr zuvor lag das Umsatzwachstum noch mit 4,5 Prozent im Plus, wie eine Analyse der Beratungsgesellschaft EY aufzeigt. Demnach konnten die Zulieferer ihre Umsätze immerhin noch um 2,1 Prozent steigern. Insgesamt wuchsen die Umsätze damit minimal um 0,4 Prozent auf knapp 425 Milliarden Euro. Besonders im zweiten Halbjahr entwickelte sich die gesamte Industrie schwach, Verkaufszahlen und Exporte brachen ein.

Insgesamt entwickelten sich die Ausfuhren der Automobilindustrie am Standort Deutschland rückläufig: Das Volumen der Exporte sank im Vergleich zu 2017 um 2,3 Prozent auf rund 230 Milliarden Euro. Dies stellt den stärksten Exportrückgang seit dem Krisenjahr 2009 dar. Dazu trug besonders die negative Entwicklungen in den wichtigen Märkten USA und Großbritannien bei. Dorthin gingen die Ausfuhren um fünf beziehungsweise zehn Prozent zurück.

08:56 Uhr

Kursgewinne in Japan und China

In der Hoffnung auf eine baldige Lösung für den Zollstreit zwischen den USA und China haben sich Anleger mit asiatischen Aktien eingedeckt. Positiv werteten sie Börsianern zufolge auch das Bekenntnis der US-Notenbank Fed zu einer "geduldigen" Geldpolitik.

Der japanische Nikkei-Index stieg um 0,5 Prozent und schloss bei 21.557 Punkten. Der Leitindex der Börse Shanghai markierte mit 2997 Zählern zeitweise sogar ein Achteinhalb-Monats-Hoch. Viel Luft nach oben hätten die Kurse aber nicht, sagte Anlagestratege Takashi Ito von der Investmentbank Nomura. Die Anleger warteten nach den jüngsten positiven Signalen auf konkrete Verhandlungsergebnisse.

08:36 Uhr

Ölpreise bleiben im Aufwärtstrend

Brent Rohöl
Brent Rohöl 71,98

Die Ölpreise haben im frühen Handel an ihre Vortagsgewinne angeknüpft und sind moderat gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 65,45 US-Dollar. Das waren 24 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) erhöhte sich um 29 Cent auf 55,79 Dollar.

Am Markt wurden die Preiszuwächse mit neuen Daten zu den amerikanischen Lagerbeständen begründet. Nach Angaben des American Petroleum Institute (API) von gestern Abend sind sowohl die Rohölvorräte als auch die Benzinbestände in der vergangenen Woche deutlich gefallen. Am heutigen Nachmittag wird die US-Regierung ihre wöchentlichen Daten bekanntgeben.

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08:19 Uhr

Dax beginnt wohl etwas tiefer

Dax
Dax 12.222,39

Nach den Kursgewinnen der vergangenen Tage wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Vortag hatte er 0,3 Prozent im Plus bei 11.540,79 Punkten geschlossen. Neben einer erneuten Flut von Firmenbilanzen halten eine Reihe von Konjunkturdaten Investoren auf Trab.

Auf dem Terminplan stehen unter anderem das Barometer für die Stimmung in der europäischen Wirtschaft sowie die Auftragseingänge für langlebige US-Güter. Vom zweiten Teil der halbjährlichen Anhörung des US-Notenbankchefs Jerome Powell vor dem Kongress erwarten Börsianer keine Neuigkeiten.

08:03 Uhr

Bayer rutscht in die roten Zahlen

Bayer
Bayer 61,16

Beflügelt von Monsanto hat Bayer im vierten Quartal das bereinigte operative Ergebnis deutlich gesteigert. Unter dem Strich wies der Pharma- und Agrarchemiekonzern wegen einiger Sonderbelastungen aber einen hohen Verlust aus, wie er mitteilte. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) stieg um 16 Prozent auf 2,07 Milliarden Euro. Der Umsatz legte sogar um mehr als ein Viertel auf 11,1 Milliarden Euro zu. Zum Wachstum trugen mit Ausnahme der Sparte Consumer Health für frei verkäufliche Arzneimittel alle Geschäftsbereiche bei, in der Agrarsparte sorgte der im Sommer übernommene Saatgutkonzern Monsanto sogar für eine Verdoppelung der Einnahmen.

Negative Einmaleffekte und Restrukturierungskosten führten unter dem Strich zu einem Verlust von 3,9 Milliarden Euro. Das war deutlich mehr als Analysten erwartet hatten. Vor Jahresfrist hatte Bayer im vierten Quartal noch 148 Millionen Euro verdient.

Bayer bestätigte seine Prognosen, wonach der Umsatz im neuen Jahr auf etwa 46 Milliarden Euro steigen soll. Beim bereinigten Ebitda zielt Bayer auf etwa 12,2 Milliarden Euro und damit einer Marge von etwa 27 Prozent ab.

07:47 Uhr

Anleger nehmen in Europa wohl einen Gang raus

Dax
Dax 12.222,39

Anleger rechnen für die Wochenmitte mit gebremster Aufwärtsdynamik an den Aktienmärkte in Europa. Nach den jüngsten Gewinnen dürfte der Markt eher auf Konsolidierungskurs gehen. Neuigkeiten von den Handelssgesprächen USA-China gebe es derzeit nicht. Allerdings sei die Hoffnung auf eine Entspannung beim Thema Strafzölle einer der Gründe der jüngsten Erholungsrally gewesen, daher sollte dieses Thema langsam eingepreist sein. Der Dax-Futures deutet auf eine Seitwärtsbewegung hin und tendiert im Nachthandel bei 11.530 Punkten.

Im Fokus steht vor allem die dicht gespickte Agenda aus der Berichtssaison. Hier stehen europaweite Schwergewichte an mit Bayer und Beiersdorf aus dem Dax, sowie Ahold Delhaize, ITV, Rio Tinto, Safran, Salzgitter, Solvay, Suez und Kühne & Nagel. Auch die lockere US-Zinspolitik wird genau beobachtet. Hierzu redet am Nachmittag Fed-Chairman Jerome Powell vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses in Washington.

Bei den Konjunkturdaten stehen in der EU der Index der Wirtschaftsstimmung im Februar, das Industrie- und das Verbrauchervertrauen und der Geschäftsklima-Index auf der Agenda. In den USA wird der Auftragseingang der Industrie wegen des vorhergehenden Government Shutdown verspätet für Dezember gemeldet.

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07:25 Uhr

Gewinne auf breiter Front in Asien

Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien verbuchen auf breiter Front Gewinne. Zwar kamen von der Wall Street nach neuen Jahreshochs verhaltene Vorgaben. Die Ausssicht auf eine weiterhin lockere US-Geldpolitik sorgt in der Region jedoch für positive Stimmung. Mangels anderer Neuigkeiten richten sich die Blicke auf das zweite Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un

Shanghai Composite
Shanghai Composite 3.215,04

In Tokio gewinnt der Nikkei-225-Index 0,5 Prozent auf 21.563 Punkte. Der Hang-Seng-Index in Hongkong legt um 0,6 Prozent zu. Das dortige Wirtschaftswachstum im vierten Quartal ist mit 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr unter den Markterwartungen von 1,5 Prozent ausgefallen. Das Wachstum des BIP war damit das langsamste seit dem ersten Quartal 2016.

Im chinesischen Kerngebiet gewinnt der Shanghai-Composite 1,4 Prozent hinzu. In Südkorea steigt der Kospi um 0,4 Prozent auf 2234 Punkte. In Australien ging der S&P/ASX 200 um rund 0,4 Prozent fester in den Feierabend. Hier stützten Zugewinne im Energie- und Konsumsektor. Für den Finanzsektor ging es um 0,6 Prozent nach vorne.

07:06 Uhr

VietJet bestellt 100 Boeing 737 Max

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Eine 737 im Boeing-Werk

(Foto: AP)

Die vietnamesische Fluglinie VietJet und der US-Flugzeugbauer Boeing haben einen Vertrag über den Kauf von 100 Boeing 737 Max unterzeichnet. Der Handel wurde in Hanoi am Rande eines Treffens von US-Präsident Donald Trump mit seinem vietnamesischen Amtskollege Nguyen Phu Trong abgeschlossen.

  • VietJet und Boeing hatten bereits im Juli eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.
  • Den Angaben von damals zufolge haben die Flugzeuge einen Listenpreis von mehr als 12,7 Milliarden Dollar (nach heutigem Kurs rund 11,2 Mrd Euro).
  • Erst im Jahr 2016 hatte VietJet 100 Flugzeuge dieses Typs gekauft.
  • VietJet ist die erste Fluglinie in Vietnam in Privatbesitz und der erste Billigflieger des Landes.
06:49 Uhr

Beiersdorf will langsamer wachsen

Beiersdorf
Beiersdorf 93,12

Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf rechnet in diesem Jahr mit einem etwas geringeren Gewinnwachstum. Es werde eine Ebit-Umsatzrendite von etwa 14,5 nach zuletzt 15,4 Prozent angepeilt, hieß es. Auch beim Umsatzanstieg wird mit einem geringeren Tempo gerechnet. Der Nivea- und Tesa-Hersteller schätzt ihn auf drei bis fünf Prozent.

Der Vorstand verabschiedete zudem ein Investitionsprogramm im Umfang von jährlich 70 bis 80 Millionen Euro. Damit sollen unter anderem neue Wachstumsmärkte erschlossen und die Hautpflege-Sparte gestärkt werden.

Von den Investitionen verspricht sich Beiersdorf für den Unternehmensbereich Consumer bis 2023 ein Umsatzwachstum von vier bis sechs Prozent sowie einen Anstieg der Ebit-Umsatzrendite auf 16 bis 17 Prozent.

06:27 Uhr

Bayer beantragt US-Zulassung für Krebsmittel Darolutamid

Der Pharmakonzern Bayer ist bei seinem Krebsmittel-Kandidaten Darolutamid in den Vereinigten Staaten einen Schritt weiter. Die Einreichung der Zulassungsunterlagen bei der Gesundheitsbehörde FDA sei abgeschlossen, teilten die Leverkusener mit. Der Antrag basiere auf Daten der Phase-III-Studie namens Aramis bei Männern mit nicht-metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom.

In der Testreihe Aramis zeigte sich eine statistisch signifikante Verlängerung des metastasenfreien Überlebens bei Behandlung mit Darolutamid in Verbindung mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT). Zudem wies Darolutamid plus ADT im Vergleich zu einem Placebo plus ADT ein günstiges Sicherheitsprofil auf.