Mittwoch, 27. November 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer
18:01 Uhr

Dax landet knapp unter der 13.300-Marke

Die Dax-Kurve. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Symbolbild

Die 13.300-Punkte-Marke hält nur kurz.

Daniel Reinhardt/dpa/Symbolbild

Nach einem kraftvollen Start hat doch die Skepsis doch die Oberhand gewonnen. Der steigende Optimismus bezüglich einer Teillösung im Handelskonflikt zwischen den USA und China lieferte den Anlegern kein Kaufargument mehr.

DAX
DAX 13.166,58

Der Dax landete bei 13.287 Punkten und nahm so ein Plus von 0,4 Prozent mit in den Feierabend. Die 13.300-Punkte-Marke konnte er damit nicht halten. Der MDax verlor 0,04 Prozent auf 27 531 Punkte, nachdem er am Vormittag noch bei fast 27.637 Zählern auf ein Rekordhoch gestiegen war.

US-Präsident Donald Trump hatte am Vorabend gesagt, man liege in den letzten Zügen vor einem Deal. "Es macht sich Müdigkeit breit rund um diese Rhetorik", sagte Sean Simko, Leiter des globalen Fixed-Income-Bereichs bei SEI Investments: "Wir haben diese Story oft genug gehört - lasst uns endlich die Fakten sehen."

Deutsche Telekom schlossen 1,3 Prozent fester. Nicht nur war der Telekomsektor allgemein gesucht, etwas stützend wirkte auch ein Bericht im "Handelsblatt", laut dem die Telekom und Orange über eine Fusion nachdenken sollen. Bereits in der Vergangenheit hatten beide Konzerne Fusionsgespräche geführt, diese aber letztlich verworfen. Nach Einschätzung aus dem Handel ist eine Fusion angesichts des stark zersplitterten Telekommarktes in Europa wünschenswert, die politischen Hürden seien aber hoch.

16:53 Uhr

Türkischer Finanzminister verspricht "dauerhaft einstellige Inflation"

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Im Oktober lag die Inflation offiziell bei 8,6 Prozent.

picture alliance/dpa

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Die Regierung will dafür sorgen, dass die Inflation dauerhaft auf einen niedrigen einstelligen Wert sinkt. Das versprach Finanzminister Berat Albayrak am Mittwoch laut übereinstimmender Medienberichten.

Türkische Lira / US-Dollar
Türkische Lira / US-Dollar ,17

Die türkischen Behörden würden dafür die Koordinierung zwischen Geld- und Fiskalinstitutionen verstärken, teilte der Schwiegersohn von Präsident Recep Tayyip Erdoğan einer Parlamentskommission mit.

Die Verbraucherpreisinflationsrate der Türkei ist von 25,2 Prozent im Oktober letzten Jahres, dem höchsten Stand seit eineinhalb Jahrzehnten, auf 8,6 Prozent im Oktober gesunken. Experten sehen die Inflation allerdings inoffiziell immer noch deutlich höher.

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16:37 Uhr

Neue Rekordstände: US-Börsen tasten sich weiter vor

Der S&P-500 und der Nasdaq-Composite markieren neue Allzeithochs, diese liegen allerdings nur leicht über den alten Ständen.

S&P 500
S&P 500 3.146,75

Die Zuversicht auf ein Teil-Handelsabkommen zwischen China und den USA ist zwar weiter gewachsen, doch zeigen sich die Investoren im Vorfeld des Feiertages "Thanksgiving".  Am Donnerstag wird nicht gehandelt, am Freitag  findet eine verkürzte Sitzung statt.

Der Dow-Jones-Index notiert im frühen Handel nahezu unverändert bei 28.107 Punkten, der S&P-500 steigt um 0,1 Prozent, und der Nasdaq-Composite verbessert sich um 0,3 Prozent.

Überwiegend positive US-Konjunkturdaten stützen. So hat das BIP im dritten Quartal in der zweiten Lesung mit einem Plus von 2,1 Prozent leicht über der Erwartung gelegen. Einen überraschenden Anstieg um 0,6 Prozent verzeichneten die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter, Ökonomen hatten einen Rückgang um 1,0 Prozent erwartet. Auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen etwas besser als erwartet aus. Der Chicago Einkaufsmanager-Index für November legte gegenüber dem Vormonat zwar leicht zu, blieb aber unter der Erwartung.

16:20 Uhr

Insider: Deutsche Bank stößt "Bad-Bank"-Anteile ab

Die Deutsche Bank hat laut Insidern einen großen Schritt gemacht beim Abbau ihrer internen "Bad Bank". Die Frankfurter verkauften Finanztitel im Wert von 50 Milliarden Dollar an die US-Investmentbank Goldman Sachs, zitiert Reuters mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 6,52

Die Wertpapiere seien mit festverzinslichen Wertpapieren aus Schwellenländern verknüpft und in der internen Abbaueinheit geparkt gewesen, die die Deutsche Bank im Sommer eingerichtet hatte. Sprecher der beiden Geldhäuser lehnten einen Kommentar ab. Zuerst berichtete Bloomberg über den Verkauf.

Börsianer honorieren die Nachricht. Deutsche-Bank-Aktien bauen ihre Gewinne um 1,1 Prozent aus, damit gehören sie zu den Top-Favoriten im Dax.

15:19 Uhr

Wird Grünheide zur Tesla-Produktionshölle?

Elon Musk hat mit der Ankündigung, eine Tesla-Fabrik in Brandenburg zu bauen, viele überrascht.

Das Unternehmen will ab Anfang nächsten Jahres in der brandenburgischen Provinz Elektroautos und die dafür notwendigen Batterien produzieren. Geht der Plan auf, wäre das eine große Sache für die Region: Die Landesregierung rechnet mit bis zu 8000 neuen Arbeitsplätzen. Oder droht eine neue "Produktionshölle", wie Musk die Zustände im ersten Tesla-Werk in Kalifornien einst beschrieben hatte?

Das hören Sie in dieser Folge von "Wieder was gelernt" mit Einschätzungen von Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer.

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Wieder was gelernt

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15:07 Uhr

PWC will Nachhaltigkeit messbar machen

PWC ist eine der größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften der Welt und hat sich ehrgeiziges Ziel gesetzt: Das Unternehmen möchte nachhaltiges Wirtschaften messbar machen.

Das ist "mehr als nur ein Hype, es ist eine absolute Notwendigkeit. Schauen Sie sich die Diskussionen um Fridays for Future und CO2-Neutralität an", sagt Deutschlandchef Ulrich Störk in "So techt Deutschland". In der 34. Etage der Frankfurter Zentrale hat PWC deshalb ein "Experience Center" eingerichtet. Dort können suchen Software-Entwickler, Mediziner oder Ingenieure nach Lösungen für den Wandel.

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So techt Deutschland

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14:19 Uhr

Istanbul geht das Geld aus

Seitdem Ekrem Imamoglu von der größten Oppositionspartei CHP in Istanbul regiert, bekommt die Stadt angeblich keine Kredite mehr. "Es ist traurig, dass die staatlichen Kreditgeber uns fern bleiben", zitiert das Finanzportal Bloomberg Äußerungen Imamoglus vom vergangenen Sonntag. "Sie haben uns nicht einmal Routinekredite aufnehmen lassen. Die Staatsbanken scheinen uns die Türen verschlossen zu haben."

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Ekrem Imamoglu

(Foto: picture alliance/dpa)

Da das Geld für die Finanzierung der meisten täglichen Aktivitäten notwendig ist, einschließlich der Bezahlung von Gehältern, versucht Imamoglu nun andere Kanäle anzuzapfen. Bereits Anfang des Monats hieß es, Istanbul verfolge Pläne für den Verkauf von Euroanleihen im Wert von 500 Millionen Dollar, um Projekte in der Stadt zu finanzieren. Auch ausländische Geldgeber hat Imamoglu ins Boot geholt.

Die Deutsche Bank gewährte Istanbul einen Kredit in Höhe von 110 Millionen Euro, wie ein Sprecher der Bank bestätigte. Und auch aus Frankreich kann Istanbul mit einem Kredit rechnen. Das Geld aus Deutschland ist laut Imamoglu für den lange unterbrochenen Bau einer zentralen U-Bahn-Linie im asiatischen Teil der Stadt gedacht.

13:54 Uhr

Tausende Mitarbeiter von Autozulieferern gehen auf die Straße

Mehr als 3000 Mitarbeiter von Autozulieferern haben in Schweinfurt für die Sicherung ihrer Arbeitsplätze demonstriert.

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Die Beschäftigten folgten einem Aufruf der Gewerkschaft IG Metall, die eine Kundgebung unter dem Motto "Sicherheit in unsicheren Zeiten" organisiert hatte. Die Gewerkschaft sprach von 3500 Teilnehmern, die Polizei von etwa 3000. Schweinfurt ist ein Schwerpunkt der Autozulieferindustrie in der Region.

Bei den vier Werken der Unternehmen SKF, Schaeffler, ZF und Bosch-Rexroth sind nach Angaben der IG Metall mehr als 22.000 Mitarbeiter beschäftigt. Das Gros der Demonstrationsteilnehmer arbeite in diesen Werken, sagte der 1. Bevollmächtigte der IG Metall in Schweinfurt, Peter Kippes. Die Beschäftigten hätten die Sorge, dass die gegenwärtige Struktur- und Konjunkturkrise in der Autoindustrie genutzt werde, um Restrukturierungsprozesse in Gang zu setzen, sagte Kippes. "

23:28 Uhr

"Der Euro ist der Kitt": Lagarde bürgt mit ihrem Namen

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EZB-Chefin Christine Lagarde unterschreibt symbolisch einen übergroßen 20-Euro-Schein.

picture alliance/dpa

Die neue EZB-Präsidentin Christine Lagarde bürgt künftig auch mit ihrem eigenen Namen für einen starken Euro. "Der Euro ist der Kitt, der uns als Wirtschaftsraum zusammenhält", sagte Europas oberste Währungshüterin in Frankfurt. "Die gemeinsame Währung hat dem Integrationsprozess ein Gesicht gegeben."

Lagarde hielt in Räumen der Europäischen Zentralbank ihre Unterschrift fest, die künftig auf Euro-Banknoten gedruckt werden wird. Dabei unterzeichnete die seit dem 1. November amtierende Französin auch einen überdimensionierten 20-Euro-Schein.

Die ersten Banknoten mit Lagardes Unterschrift werden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2020 erhältlich sein. Noch im Umlauf befindliche Euro-Scheine mit der Unterschrift von Lagardes Vorgänger Mario Draghi oder früherer EZB-Präsidenten behalten unverändert ihre Gültigkeit.

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12:49 Uhr

BMW offenbart Beschäftigten Einsparpläne

Im Zuge des Sparkurses wird die Gewinnbeteiligung der Mitarbeiter in Deutschland gekürzt. Aus der Berechnung der Erfolgsprämie werde die Dividende als Bezugsgröße herausgenommen, teilte der Konzern im Anschluss an eine Betriebsversammlung in München mit.

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BMW 73,79

Auf Basis der neuen Berechnung hätten die Mitarbeiter für das Geschäftsjahr 2018 etwa 80 Prozent der bisherigen Erfolgsbeteiligung erhalten. Zuletzt hatten die rund 90.000 Mitarbeiter in Deutschland je etwas mehr als 9000 Euro erhalten. Zudem wurden Veränderungen beim Weihnachtsgeld und der Erfolgsbeteiligung von Arbeitsverträgen mit 40 Stunden vorgenommen. Die Regelungen gelten ab dem Geschäftsjahr 2020.

"Wir haben gemeinsam mit dem Betriebsrat eine solidarische Lösung erzielt. Damit können wir auf drastische Maßnahmen verzichten, die andere gerade ergreifen, um ihre Kosten zu senken", sagte Konzernchef Oliver Zipse. Die Kürzungen sind Teil eines Sparpakets, mit dem BMW die Kosten bis 2022 um mehr als zwölf Milliarden Euro senken und die Ertragskraft stabilisieren will. 

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12:35 Uhr

Jahresendputz: Twitter begräbt alle toten Accounts

Twitter wird Accounts, die über einen längeren Zeitraum nicht aktiv waren, demnächst löschen und wieder freigeben.

Twitter
Twitter 27,09

Es ist die erste breit angelegte Aktion dieser Art seit der Gründung des Dienstes 2006. Nutzer, die ihre Accounts mehr als sechs Monate nicht benutzt haben, bekommen seit Dienstagabend E-Mails mit der Aufforderung, sich bis zum 11. Dezember mit ihren Profildaten einzuloggen.

Sonst werden ihre Account-Namen (wie etwa @Twitter) wieder für andere verfügbar. Dabei ist es nicht notwendig, aktiv zu twittern - eine Anmeldung genügt.

Unklar ist, was mit Profilen "gestorbener" Nutzer passiert. Twitter hat keine Funktion, um Accounts von Gestorbenen in einen Gedenkzustand zu versetzen, wie das etwa bei Facebook der Fall ist. Man denke aber über eine Lösung dafür nach, sagte der Sprecher.

12:03 Uhr

Commerzbank-Betriebsrat läuft Sturm

Zwei Monate nach der Verkündung eines großangelegten Jobabbaus fordern die Betriebsräte bei der Commerzbank belastbare Details zu den Plänen.

Commerzbank
Commerzbank 5,20

"Ich bin sehr erstaunt über die mangelnde Konkretisierung und Detailtiefe, die das Management gegeben hat", sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Stefan Wittmann. Konkret will der Betriebsrat etwa wissen,

  • welche Filialen geschlossen werden,
  • welche Geschäftsbereiche zurückgefahren werden und
  • wie viele Arbeitsplätze davon betroffen sind.

Am 5. Dezember soll in Frankfurt eine Betriebsversammlung mit Personalchefin Bettina Orlopp stattfinden.

11:47 Uhr

BAT senkt Umsatzausblick für E-Zigaretten

Dass die Sicherheit von E-Zigaretten zunehmend hinterfragt wird, sorgt im Geschäft des weltweit zweitgrößten Tabakkonzerns für Bremsspuren.

BAT
BAT 35,65

Das Unternehmen rechnet nun mit einem langsameren Umsatzwachstum bei neuen Artikeln wie E-Zigaretten und dampfbasierten Produkten als ursprünglich erwartet.

Zwar geht BAT immer noch von einem Umsatzplus von 30 bis 50 Prozent in dem Bereich aus, erwartet aber nun, dass der Zuwachs sich im unteren Ende dieser Spanne bewegen sollte. Der Aktie legt in London dennoch gut ein Prozent zu.

10:27 Uhr

Erdogans bettelt vergeblich: Türkische Lira bleibt schwach

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Historisch gesehen erreichte die türkische Lira im August 2018 mit 7,21 ein Allzeithoch.

picture alliance/dpa

Der jüngste Appell des türkischen Präsidenten Recep Tayyib Erdogan hilft der türkischen Lira nicht auf die Beine. Für einen Dollar werden weiterhin 5,75 Lira fällig. Allein seit
Jahresauftakt hat die Lira zum Dollar knapp neun Prozent eingebüßt. Bei der Lira-Schwäche spielen die angespannten Beziehungen zu den USA eine Rolle, aber auch Ankaras Einflussnahme auf die  Notenbank.

Türkische Lira / US-Dollar
Türkische Lira / US-Dollar ,17

Am Dienstag hatte Erdogan erneut an seine Landsleute appelliert, harte amerikanische Devisen in heimische Lira zu tauschen. "Gebt den Dollar und den Rest auf", sagte er bei einem Treffen mit Parlamentariern der regierenden AK-Partei. Einen ähnlichen Appell hatte Erdogan bereits Mitte 2018 an die Türken gerichtet.

Laut Devisenstrategen der Rabobank bleibt das Risiko einer Abwertung bestehen. Laut Berichten plant das türkische Militär einen Test des kürzlich in Russland erworbenen Flugabwehrsystems. US-Parlamentarier würden wohl auf solche Berichte irritiert reagieren, sagte Stratege Priotr Matys von der Rabobank. Viele befürworteten Strafmaßnahmen gegen das NATO-Mitglied Türkei wegen des Waffenkaufs in Russland. Sollte es Anzeichen für eine Veränderung der bislang positiven Haltung von US-Präsident Donald Trump zur Türkei

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10:18 Uhr

Kapitalerhöhung belastet Juve-Aktie

Eine geplante Kapitalerhöhung drückt Juventus Turin ans Tabellenende der ersten italienischen Börsenliga.

Juventus
Juventus 1,29

Die Aktien des Fußballclubs verlieren bis zu 4,4 Prozent. Die neuen Papiere der 300 Millionen Euro schweren Emission werden den Angaben zufolge 29 Prozent unter dem Kurs der bestehenden Anteilsscheine abzüglich der Bezugsrechte ausgegeben.

09:44 Uhr

20 von 30 Dax-Firmen nehmen Klimaziele nicht ernst

Dax-Konzerne pfeifen größtenteils auf die Klimaziele, wie ein Studie zeigt. Die selbstgesteckten Klimaziele - so es sie überhaupt gibt - reichen für die Pariser Klimaziele nicht aus, schreibt die "Frankfurter Rundschau" (FR) unter Berufung auf eine Studie des Klimaberatungsunternehmens Right.

Die Bemühungen von 20 der 30 Dax-Konzerne blieben teils sogar weit hinter den Anforderungen zurück. Für die Studie wurde laut "FR" der Klima-Fußabdruck jedes Dax-Konzerns berechnet und simuliert, wie dieser sich bis zum Jahr 2050 entwickelt, falls das Unternehmen sich entsprechend seiner selbst gesteckten Klimaziele verhält.  Bei der Bewertung der jeweiligen Klimabemühungen sei dabei berücksichtigt worden, dass nicht in allen Branchen gleich starke Emissionsminderungen möglich sind, schrieb die Zeitung weiter. Das Ergebnis:

  • Fünf Firmen, nämlich Adidas, Fresenius, Fresenius Medical Care, Vonovia und Wirecard, haben demnach überhaupt keine Klimaziele.
  • Besonders positiv schnitten dagegen die Allianz, die Deutsche Post, Beiersdorf und SAP ab.
  • Besonders negativ stach den Bericht zufolge Heidelberg Cement hervor.
  • Ebenfalls nicht gut hätten der Rückversicherer Munich Re, der Konsumgüterriese Henkel und die Energieversorger Eon und RWE abgeschnitten.
09:24 Uhr

MDax auf Allzeithoch

Die Börsen starten mit viel Rückenwind am Morgen. Der MDax springt kurz nach Handelsauftakt bereits auf  27.636 Punkte.

MDax
MDax 27.343,84

In der Hoffnung auf eine baldige Unterzeichnung des geplanten-Teil-Handelsabkommens zwischen den USA und China steigen Anleger offenbar in den deutschen Aktienmarkt ein.

Der Dax gewinnt zur Eröffnung 0,4 Prozent auf 13.288 Punkte. Genährt wurde der Optimismus von der Aussage des US-Präsidenten Donald Trump, die Gespräche über den Handelsdeal mit China befänden sich in den letzten Zügen.

Einige Börsianer warnten hier allerdings gleich vor überzogenem Optimismus. Noch sei der Deal nicht in trockenen Tüchern. Die Folge: Die Gewinne schmelzen wieder ab und die Indizes landen im Minus.

 

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08:17 Uhr

Abwärtstrend im Oktober: Importpreise geben nach

Frische Daten zur Lage an der Inflationsfront: Die Importpreise in Deutschland sind im Oktober gesunken.

  • Der amtliche Index der Einfuhrpreise ging im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
  • Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Importpreisrückgang von 3,5 Prozent registriert. Die Preisrückgänge entsprachen damit exakt der Konsensprognose der im Vorfeld befragen Experten.
  • Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnissse lag den Angaben zufolge im Oktober um 0,1 Prozent niedriger als im Vormonat, während sich im Jahresvergleich ein Minus um 2,3 Prozent ergab.

Die Entwicklung der Importpreise liefert Ökonomen Hinweise zu anstehenden Bewegungen bei den Verbraucherpreisen. Die Exportpreise wiederum lassen Rückschlüsse auf die globale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu. Der Index der Ausfuhrpreise stagnierte im Oktober gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Rückgang um 0,2 Prozent registriert.

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07:38 Uhr

Goldene Zeiten für Vermieter: Aroundtown fährt Milliardengewinn ein

Frische Geschäftszahlen aus Luxemburg: Der Gewerbeimmobilien-Spezialist Aroundtown ist in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres weiter kräftig gewachsen.

  • Die Nettomieteinnahmen kletterten im Jahresvergleich auch dank Zukäufen um 22 Prozent auf 555 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Morgen mitteilte.
  • Auf gleicher Fläche legten die Einnahmen um 4,3 Prozent zu, insbesondere weil die Bestandsmieten um 2,4 Prozent gesteigert werden konnten, wie es hieß.
  • Das operative Ergebnis von Aroundtown stieg in den ersten neun Monaten im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 25 Prozent auf 371 Millionen Euro. Unter dem Strich wuchs der Konzerngewinn um rund 6 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro.

Aroundtown profitiert derzeit mächtig von den massiven Wertsteigerungen in deutschen Innenstädten. Volle 1,1 Milliarden Euro des Konzerngewinns stammen allein aus der Neubewertung von Immobilien.

Aroundtown ist vor allem in Deutschland und den Niederlanden aktiv. Das Unternehmen will mit dem Berliner Rivalen TLG fusionieren. Dabei würde der europaweit größte Anbieter von Büroflächen entstehen. Ein fusioniertes Unternehmen mit TLG hätte laut Analysten auch Chancen auf einen Einzug in den deutschen Leitindex Dax.

Aroundtown
Aroundtown 7,78

 

07:20 Uhr

Vage Andeutungen aus Peking: Dax fasst neuen Mut

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Durchbruch klingt anders: Immerhin sind sich Chinesen und Amerikaner (Archivbild) einig, strittige Fragen klären zu wollen.

REUTERS

Leichter Aufwind an der Börse: Am deutschen Aktienmarkt können sich Anleger zur Wochenmitte auf eine freundliche Eröffnung einstellen. Der deutsche Leitindex dürfte sich wieder der 13.300er-Linie annähern.

  • In den vorbörslich errechneten Indikationen wird der Dax zum Xetra-Start bei 13.264,50 Punkten gesehen, was einem Plus von 0,2 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das Frankfurter Kursbarometer 0,1 Prozent schwächer bei 13.236,42 Zählern aus dem Handel gegangen. Nach Börsenschluss in Deutschland zogen die Kurse an der Wall Street allerdings kräftig an.
  • Die Vorgaben aus Asien sind gut: In Tokio gewinnt der Nikkei-Index 0,4 Prozent. In Schanghai legt der Shanghai-Composite um 0,1 Prozent zu.

Als Auslöser für die neu aufgekommene Zuversicht im Hintergrund machten Börsianer die jüngsten Signale zum chinesisch-amerikanischen Handelsstreit aus: Ein Telefonat zwischen den Chefunterhändlern Chinas und der USA sei am Markt als positive Wendung aufgenommen worden, hieß es. Belastbare Neuigkeiten zu einer etwaigen Annäherung zwischen den beiden weltgrößten Wirtschaftsmächten gibt es allerdings weiterhin nicht.

Nach Angaben des Handelsministeriums in Peking sprachen der chinesische Vize-Ministerpräsident Liu He, der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer und US-Finanzminister Steven Mnuchin über "Kernfragen" im Handelskonflikt.

Beide Seiten seien sich einig, so verlautete aus Peking, dass die strittigen Fragen geklärt werden müssten. Es sei zwar einfach, derartige Berichte skeptisch zu beurteilen, kommentierte Michael Hewson, Chef-Marktanalyst beim Brokerhaus CMC Markets, die Stimmungslage an den Börsen. Dennoch brächten sie Schwung in den Markt.

Dax
Dax 13.166,58

07:08 Uhr

US-Aufseher legen sich bei Boeing quer

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Boeing muss weiter auf die 737-Max-Zulassung warten: Millionenwerte in Form fabrikneuer 737-Max-Jets stauen sich auf Parkflächen rund um die Boeing-Werke im US-Bundesstaat Washington.

REUTERS

Dämpfer für den Luftfahrt- und Rüstungskonzern Boeing: Die US-Luftfahrtaufsicht FAA sieht keinen Grund zur Eile bei der von Boeing erhofften Wiederzulassung des Unglücksjets 737 Max.

  • Für die fraglichen Maschinen, für die Boeing mehr als 5000 feste Bestellungen in den Auftragsbüchern hat, gilt nach zwei ähnlich verlaufenen Absturzkatastrophen seit fast einem Jahr ein weltweites Startverbot.
  • "Die FAA wird sich alle Zeit nehmen, die sie benötigt, um zu gewährleisten, dass das Flugzeug sicher ist", stellte eine Sprecherin der Behörde in Washington klar.
  • Die Überprüfung der 737 Max durch die FAA dauere an, hieß es. Das Flugzeug werde nicht wieder zugelassen, bevor mehrere Runden gründlicher Tests abgeschlossen seien.

Boeing muss sich damit seine Kunden in aller Welt auf eine womöglich noch länger andauernde Zwangspause der Baureihe 737 Max-Jets einstellen.

Der US-Konzern hatte sich zuletzt zuversichtlich geäußert, noch im Dezember eine FAA-Zertifizierung der überarbeiteten Steuerungs-Software MCAS zu bekommen, die als Hauptursache der zwei Abstürze mit insgesamt 346 Toten gilt.

Boeing
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06:46 Uhr

Kurz vor "Thanksgiving": Dollar gewinnt an Stärke

Im Devisenhandel beginnt der 27. November 2019 aus Sicht europäischer Investoren mit einer leichten Abschwächung beim Euro. Der Kurs der Gemeinschaftswährung gibt gegen Ende des asiatisch geprägten Marktgeschehens leicht nach.

  • Am frühen Morgen notiert der Euro bei 1,1011 Dollar und damit 0,12 Prozent unter dem Vorabendniveau.
  • Den aktuellen Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) zuletzt mit 1,1020 (Montag: 1,1008) Dollar angegeben.
  • Im Tagesverlauf rücken - kurz vor Beginn des "Thanksgiving"-Wochenendes in den USA eine Reihe an Konjunktursignalen in den Vordergrund.

Erwartet werden unter anderem der US-Auftragseingang für langlebige Güter im Oktober, der Einkaufsmanagerindex für November aus Chicago sowie die zweite Veröffentlichung zum US-Wirtschaftswachstum im Spätsommer- und Herbstquartal.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11