Mittwoch, 29. Januar 2020Der Börsen-Tag

mit Juliane Kipper
17:59 Uhr

Anleger gehen lockerer mit Virussorgen um

Dax
Dax 13.783,89

Mit einem kleinen Plus verabschiedet sich der deutsche Aktienmarkt aus dem Handel. Weiterhin sind der Coronavirus und seine Ausbreitung das übergeordnete Thema der Marktteilnehmer. Der Dax schließt 0,2 Prozent höher bei 13.345 Punkten.

Hiobsbotschaften aus China gab es keine, so wurde sich auf das tägliche Geschäft konzentriert. Und dies ist momentan die Berichtssaison. Hier überrascht die Software AG negativ, die Aktie bricht zweistellig ein. Die Deutsche Bank legt am Donnerstag ihre Zahlen vor, sie notiert mit knapp 8 Euro zwischenzeitlich auf dem höchsten Stand seit 11 Monaten.

Die Adidas-Aktie stellt mit einem Abschlag von 1,9 Prozent den Dax-Tagesverlierer. Die Ertragsseite des Sportartikelherstellers ist stark vom Geschäft in China abhängig. Sollte dort weniger gekauft werden, dürfte das Ebit-Wachstum bei Adidas darunter leiden.

Lufthansa
Lufthansa 15,30

Lufthansa profitieren von einer Kaufempfehlung von Berenberg und legen um 1,2 Prozent zu. Wie andere Fluggesellschaften auch setzt die Airline ihre Flüge von und nach China zunächst aus. Die Aktie von Vonovia profitiert von der Suche der Anleger nach Sicherheit, die Aktie gewinnt 1,5 Prozent und liegt im Verlauf mit 51,90 Euro auf einem Rekordhoch.

Die Aktien der Software AG brechen um 12,3 Prozent ein. Vor allem das Ebit des Unternehmens liege deutlich unter den Schätzungen, hieß es. Stören dürften sich auch einige Anleger an der Ebita-Margen-Prognose auf non-IFRS-Basis für 2020. Siltronic legen nach ihren Quartalszahlen um 12 Prozent zu. Diese sind stark ausgefallen, jedoch rechnet der Halbleiter-Zulieferer zunächst noch mit einer relativ schwachen Nachfrage aufgrund hoher Lagerbestände bei den Kunden. Klöckner & Co schießen mit einem Analystenkommentar von Metzler um 7,4 Prozent in die Höhe.

17:23 Uhr

McDonald's lockt mehr Kunden in seine Filialen

McDonald's
McDonald's 200,45

Der Fast-Food-Riese McDonald's hat im Weihnachtsquartal in seinen Filialen im Heimatmarkt mehr verkauft als von Analysten erwartet. Der Umsatz in den USA stieg auf vergleichbarer Basis um 5,1 Prozent, wie das Unternehmen bei der Vorlage der Jahresbilanz mitteilte. Damit lagen die Zahlen über den Schätzungen der Marktexperten, die im Schnitt mit einem Plus von 4,7 Prozent gerechnet hatten. 

Auch auf internationaler Ebene konnte McDonald's im Schlussquartal mehr Kunden in seine Schnellrestaurants locken. Insgesamt stieg der Umsatz weltweit um 4 Prozent auf 5,35 Milliarden Dollar (rund 4,86 Milliarden Euro). Der bereinigte Gewinn je Aktie bezifferte sich auf 1,97 Dollar und lag damit ebenfalls leicht über den Markterwartungen. Unter dem Strich verdiente McDonald's im letzten Jahresviertel 1,57 Milliarden Dollar und damit rund 11 Prozent mehr als im Vorjahr.

16:45 Uhr

US-Investorenlegende glaubt nicht an die Zukunft der Zeitung

Die US-Investorenlegende Warren Buffett zieht sich aus dem Zeitungsgeschäft zurück. Die von ihm gegründete Investmentfirma Berkshire Hathaway gibt den Verkauf von 30 Zeitungen, mehreren Dutzend Wochenblättern und weiteren Bereichen ihrer BH Media Group an Lee Enterprises bekannt. Lee zahlt dafür 140 Millionen Dollar in bar. Zu den Zeitungen, die den Besitzer wechseln, gehört der "Omaha World-Herald" in Nebraska, wo Berkshire seinen Sitz hat. Auch die "Buffalo News" im Bundesstaat New York ist betroffen - eine Zeitung, die Berkshire 1977 gekauft hatte.

Obwohl die Zeitungen nur einen kleinen Teil des Berkshire-Imperiums repräsentierten, ist es sehr ungewöhnlich, dass Buffett gleich ein ganzes Unternehmen verkauft. Der Milliardär, der als Teenager Zeitungen auslieferte, beklagt schon lange den Niedergang der Branche. Er sagte den Aktionären von Berkshire im Mai 2018, dass nur das "Wall Street Journal", die "New York Times" und vielleicht noch die "Washington Post" digitale Geschäftsmodelle gefunden hätten, die stark genug seien, um die rückläufigen Einnahmen aus der Printwerbung auszugleichen.

16:23 Uhr

Starke Firmenbilanzen sorgen für gute Laune

Die US-Börsen profitieren von überraschend starken Firmenbilanzen. Vor allem Apple konnte glänzen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterten um je ein halbes Prozent auf 28.859 beziehungsweise 9315 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,4 Prozent auf 3288 Zähler.

Apple
Apple 324,95

Apple-Aktie zogen um 2,2 Prozent an. Erstmals seit einem Jahr verkaufte der Konzern wieder mehr iPhones. Außerdem steigerte er Umsatz und Gewinn stärker als erwartet. Auch die Zahlen von General Electric (GE) und McDonald's sorgten für gute Laune. GE-Papiere gewannen mehr als acht Prozent. Die Papiere der Burgerkette legten 0,7 Prozent zu.

Die Ausbreitung des Coronavirus trieb Investoren weltweit aber weiterhin um. In China stieg die Zahl der Toten auf 132. "Es wird gemunkelt, dass die tatsächliche Zahl viel höher ist", sagte Chef-Marktstratege Neil Wilson vom Broker Markets.Com. "Es heißt, das Weiße Haus erwäge ein völliges Reiseverbot zwischen den USA und China - dies hätte schwerwiegende Auswirkungen auf Handel und Wirtschaft."

15:53 Uhr

Victoria's Secret könnte im Schaufenster landen

L Brands
L Brands 24,34

Die Victoria's Secret-Eignerin könnte sich nach einem Zeitungsbericht von ihrer Top-Marke trennen. L Brands-Chef Leslie Wexner erwäge, sein Amt abzugeben und prüfe die Zukunft des Dessous-Herstellers, berichtete das "Wall Street Journal".

Die Luxus-Wäschemarke kämpfte zuletzt mit Umsatzeinbrüchen und der Konkurrenz von Online-Händlern. Der 82jährige Wexner steht seit 1963 an der Spitze des Unternehmens. Die L Brands-Aktie reagierte mit deutlichen Zugewinnen auf den Bericht.

15:25 Uhr

Börsen vom Virus infiziert

Die Unternehmen gehen unterschiedlich mit dem Coronavirus um. Die Börsen scheinen inzwischen gelassener. Die Unternehmen und die Regierung in China reagieren. Doch gelingt die Eindämmung? Viele Marktteilnehmer vergleichen die Lage mit dem SARS-Virus. Heute zu Gast in der Telebörse: Carsten Klude, M.M. Warburg.

 

15:07 Uhr

General Electric übertrifft Erwartungen

General Electric
General Electric 12,83

Der US-Industriekonzern General Electric (GE) hat im vierten Quartal einen über den Erwartungen liegenden Gewinn und Umsatz verzeichnet. Der Ausblick auf 2020 enthielt jedoch Licht und Schatten, während Analysten beim Gewinn mehr erwartet haben, übertraf der Ausblick für die Cashflow-Entwicklung im Industriegeschäft ihre Erwartungen deutlich. Die Aktie legt im vorbörslichen US-Handel um 5,3 Prozent zu.

Der Nettogewinn sank auf 538 (Vorjahr: 575) Millionen Dollar bzw. 0,06 (0,07) Dollar je Aktie. Bereinigt um Sondereffekte erhöhte sich der Gewinn je Aktie jedoch auf 0,21 (0,14) Dollar, was deutlich über dem Factset-Konsens von 0,17 liegt. Der Umsatz war mit einem leichten Rückgang um 1 Prozent auf 26,24 Milliarden Dollar ebenfalls oberhalb der Erwartungen von 25,67 Milliarden.

14:57 Uhr

Trendwende am Rekord?

Der Dax hat zwar seinen alten Rekord wieder eingeholt, aber kann er sich auf diesem Niveau halten? Manchmal kann es ja auch genau dann zu einer Trendwende kommen. Ob das jetzt der Fall sein könnte, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Anouch Wilhelms von der Commerzbank.

 

14:14 Uhr

Max-Krise belastet Boeing stark

Boeing
Boeing 340,49

Das anhaltende Flugverbot für den Problemflieger 737 Max hat dem Hersteller Boeing im vierten Quartal einen erheblichen Verlust beschert. Auch im laufenden Jahr dürfte die Max-Krise das Unternehmen weiter stark belasten. Boeing machte im Zeitraum von Oktober bis Dezember einen Verlust von rund 1 Milliarde US-Dollar nach einem Gewinn von 3,4 Milliarden im Vorjahreszeitraum.

  • Der um Sonderposten bereingte Verlust je Aktie belief sich auf 2,33 Dollar. Analysten hatten im Factset-Konsens einen bereinigten Gewinn von 17 Cent je Anteilsschein prognostiziert.
  • Der Umsatz brach um 37 Prozent auf 17,9 Milliarden Dollar ein.
  • Im Segment Zivilflugzeuge stand im Quartal ein Verlust von 2,84 Milliarden Dollar zu Buche.
  • Darin enthalten war eine Belastung von 2,6 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit erwarteten Entschädigungen für die Max-Kunden.

Das Flugverbot für die 737 Max und die langsame Wiederaufnahme der Produktion mit einer niedrigen Rate werde außerordentliche Produktionskosten von 4 Milliarden Dollar nach sich ziehen, die hauptsächlich 2020 verbucht werden, so Boeing.

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13:29 Uhr

"Apple hat die Erwartungen regelrecht weggeblasen"

Apple
Apple 288,00

Nach überraschend starken Geschäftszahlen legen Apple-Aktien vorbörslich 2,2 Prozent zu. Der US-Konzern hatte am Abend zuvor mit den vorgelegten Umsatz- und Gewinnzahlen die Erwartungen der Analysten klar übertroffen.

Vor allem bei den iPhone-Verkäufen kann der Techkonzern eine beeindruckende Bilanz vorweisen. Nur einen kleinen Schönheitsfehler gibt es, weiß Jens Korte an der Wall Street.

 

 

12:41 Uhr

Chip-Zulieferer Siltronic trotz Gewinnrückgang gefragt

Siltronic
Siltronic 104,30

Von dem Umsatz- und Gewinnrückgang bei Siltronic lassen sich Anleger nicht beirren. Die Aktien des Chipindustrie-Zulieferers steigen um bis zu 5,8 Prozent auf 95,60 Euro. Die Papiere des Großaktionärs Wacker Chemie verteuerten sich um 2,6 Prozent.

Die Erlöse sanken 2019 nach ersten Berechnungen auf 1,27 Milliarden Euro und das operative Ergebnis brach auf 298 Millionen Euro ein. Die Zahlen lägen aber über seinen Erwartungen, schrieb Analyst Veysel Taze vom Bankhaus Lampe. Trotz des schwierigen Branchenumfelds seien sie die zweitbesten der Firmengeschichte. "Das zeigt die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells in einem konjunkturellen Abschwung."

11:39 Uhr

LVMH resistenter gegen Coronavirus als erwartet?

LVMH
LVMH 414,30

LVMH ziehen um 0,4 Prozent an. Das US-Analysehaus Bernstein Research spricht mit Blick auf das vierte Quartal des Luxusgüter-Konzerns von starken Zahlen, die sich weitgehend im Rahmen der Erwartungen bewegten. Mit einem Gewinn von 7,17 Milliarden Euro wurde der Factset-Konsens von 7,32 Milliarden zwar nicht ganz erreicht.

Positiv kommt bei den Anlegern aber an, dass sich LVMH recht zuversichtlich zu den erwarteten wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs in China geäußert hat. Der Luxusgüterkonzern ist wegen der hohen Wachstumsraten des chinesischen Markts stark von diesem abhängig, der Kurs hat in den vergangenen Handelstagen zeitweise stark unter dem Coronavirus gelitten.

11:03 Uhr

Datenaffäre belastet Antiviren-Spezialist Avast

Der Vorwurf des Verkaufs sensibler Kundendaten schickt Avast erneut auf Talfahrt. Die Aktien des Anbieters von Antiviren-Software fallen in London um 6,5 Prozent. Damit summiert sich das Minus binnen zwei Tagen auf etwa 15 Prozent. Die Anschuldigungen seien nicht neu, schreiben die Analysten der J&T Banka. Außerdem trage die betroffene Tochter Jumpshot nur einen kleinen Teil zum Gesamtumsatz bei.

10:35 Uhr

Toyota stoppt vorläufig Produktion in China

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picture alliance/dpa

Toyota
Toyota 64,60

Der japanische Autobauer Toyota hat angesichts der Ausbreitung des Coronavirus in China den Betrieb seiner Werke in dem Nachbarland für die nächsten Tage eingestellt. Aufgrund von Faktoren wie den Richtlinien der chinesischen Behörden sowie der derzeitigen Lage bei der Teilezulieferung habe man entschieden, den Betrieb der Fabriken bis zum 9. Februar auszusetzen, teilte eine Sprecherin des Konzerns in Tokio mit. Man werde die Situation beobachten und entscheiden, wie ab dem 10. Februar weiter vorgegangen werde.

10:44 Uhr

GfK: Auch in Deutschland ist Optimismus zurück

Auch bei den Verbrauchern in Deutschland ist nach einer Flaute im vergangenen Herbst der Optimismus zurück: Das Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK prognostiziert für das Jahr 2020 einen realen Zuwachs der privaten Konsumausgaben von einem Prozent. Die Erwartungen zum Einkommen der Menschen und die Neigung zu Anschaffungen hätten sich verbessert, teilte die GfK in Nürnberg in ihrer Konsumklimastudie für Februar mit. Die Konsumneigung erreiche im Februar ein Zwölf-Monats-Hoch. "Eine erste Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China sorgt auch in Deutschland für Erleichterung", sagte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl.

"Der positive Start des Konsumklimas in das Jahr 2020 bestärkt uns in der Einschätzung, dass der private Konsum auch in diesem Jahr eine wichtige Stütze der deutschen Konjunktur sein wird", betonte er. Im Vormonat hatte vor allem die Angst vor Strafzinsen noch schwer auf dem Konsumklima gelastet.

10:33 Uhr

Frankreichs Konsumklima steigt trotz Streiks

Die Stimmung der französischen Verbraucher hat sich im Januar ungeachtet anhaltender Streiks gegen die Rentenreform aufgehellt. Das Barometer für das Konsumklima kletterte überraschend um zwei auf 104 Punkte, wie das Statistikamt Insee zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit Stagnation gerechnet.

Die Franzosen bewerteten die Aussichten für ihre eigenen Finanzen deutlich positiver. Auch planen mehr Verbraucher größere Ausgaben. Die Sparneigung nahm ebenfalls zu. Im Dezember hatten die Massenproteste gegen die von Präsident Emmanuel Macron geplante Rentenreform begonnen, die sich in abgeschwächter Form im Januar fortgesetzt haben.

10:15 Uhr

Starke Apple-Zahlen stützen Sektor - aber Software AG brechen ein

Software AG
Software AG 34,60

Apple hat starke Zahlen vorgelegt: Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn wurden die Marktschätzungen geschlagen, der iPhone-Absatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent. Nachbörslich ging es um 1,5 Prozent nach oben. Die Aktien des Apple-Zulieferers Dialog legen um 1,8 Prozent zu.

Die Aktien der Software AG brechen allerdings um 13 Prozent ein. Vor allem das Ebit des Darmstädter Unternehmens liege deutlich unter den Schätzungen. Stören dürften sich auch einige Anleger an der Ebita-Margen-Prognose auf non-IFRS-Basis für 2020. Die Marge soll deutlich nachgeben auf 20 bis 22 Prozent nach 29,2 Prozent.

09:48 Uhr

Santander verdient signifikant mehr

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picture alliance / Julian Strate

Santander
Santander 3,92

Gewinner Nummer eins sind die Banken, deren Stoxx-Index nach guten Zahlen der spanischen Bank Santander um 1,1 Prozent steigt. Der Kurs von Santander gewinnt 4,3 Prozent. Die Geschäftszahlen werden im Handel als solide eingestuft. Der Gewinn im vierten Quartal ist mit 2,78 Milliarden Euro klar über der Schätzung von 2,59 Milliarden Euro ausgefallen, allerdings haben positive Einmalfaktoren hier eine Rolle gespielt. Der Umsatz bewegt sich dagegen im Rahmen der Erwartungen.  Auch die skandinavische Bank SEB hat deutlich mehr verdient als erwartet, senkt allerdings die Dividende etwas auf 6,25 von 6,50 Schweden-Kronen. Der Kurs dreht nach anfänglichen Gewinnen ins Minus.

09:29 Uhr

Keine Virus-Entwarnung, Dax trotzdem stabil

Dax
Dax 13.783,89

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt gehen zunächst recht gelassen mit den Risiken des sich weiter verbreitenden Coronavirus um. Der Dax steht im frühen Handel mit 0,10 Prozent im Plus bei 13.336 Punkten, während es in der zweiten Börsenreihe für den MDax um 0,16 Prozent nach oben ging auf 28.400 Zähler. Der Eurozonen-Index EuroStoxx stand ebenfalls knapp im Plus.

Damit behauptet sich der Aktienmarkt auf seinem erholten Niveau vom Vortag, nachdem der Dax zu Wochenbeginn auf den tiefsten Stand seit gut drei Wochen abgerutscht war. Keine Entwarnung gibt es aber mit Blick auf das Coronavirus. Der Ausbruch in China wird nach Einschätzung eines führenden chinesischen Lungenexperten erst in sieben bis zehn Tagen seinen Höhepunkt erreichen. Auch in Deutschland gibt es mittlerweile vier Patienten.

09:04 Uhr

Lage in China hält Ölpreis im Griff

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 57,01

Die Ölpreise sind gestiegen und haben damit an die Erholung vom Vortag angeknüpft. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 60,19 US-Dollar. Das waren 68 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI stieg um 60 Cent auf 54,08 Dollar. Seit Beginn der Woche sind die Ölpreise nicht mehr gefallen. Sie konnten damit ihre Talfahrt der vergangenen Woche stoppen, als die Ausbreitung des Coronavirus und die damit verbundenen Sorgen vor den Folgen für die chinesische Wirtschaft die Ölpreise auf Talfahrt schickten.

Trotz der aktuellen Stabilisierung bleibt die Ausbreitung der Lungenkrankheit nach Einschätzung von Marktbeobachtern ein bestimmendes Thema beim Ölhandel. Zuletzt hatten mehrere internationale Konzerne ihre geschäftlichen Aktivitäten in China eingeschränkt. Am Ölmarkt werden nach wie vor Vergleiche zwischen der aktuellen Lage und der Sars-Pandemie im Jahr 2003 gezogen. Damals war die Nachfrage nach Kraftstoffen in China massiv gebremst worden.

08:18 Uhr

Börsianer blicken optimistisch auf Fed-Entscheid

In Erwartung weiterer Hinweise auf die US-Geldpolitik wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Dienstag hatte er sich etwas von seinen jüngsten Verlusten erholt und 0,9 Prozent im Plus bei 13.323,69 Punkten geschlossen.

Dax
Dax 13.783,89

Eine Leitzins-Änderung der US-Notenbank gilt als ausgeschlossen. Daher richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger Börsianern zufolge auf die Einschätzung der Konjunkturaussichten. Daraus erhofften sie sich Rückschlüsse auf eventuelle Zinssenkungen im Verlauf des Jahres. Investoren rechnen derzeit ab Juli mit einem solchen Schritt.

Daneben hält der Ausbruch des Coronavirus Marktteilnehmer auf Trab. Sie verfolgen weiterhin Nachrichten zur Ausbreitung des Erregers und zu den Gegenmaßnahmen. Daraus versuchen sie mögliche Beeinträchtigungen für die Konjunktur abzuleiten. Zudem steht die Veröffentlichung zahlreicher Bilanzen an. Unter anderem öffnen der Siemens-Rivale General Electric (GE), das Online-Netzwerk Facebook und das Softwarehaus Microsoft ihrer Bücher.

07:42 Uhr

Dollar wird gestützt, Euro belastet

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picture alliance / Oliver Berg/d

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,08

Der Kurs des Euro hat sich vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed wenig verändert über 1,10 US-Dollar gehalten. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1015 Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag auf 1,1005 Dollar festgesetzt.

Die Ausbreitung des Coronavirus und die damit verbundene Sorge vor einer Belastung der chinesischen Wirtschaft bleibt ein bestimmendes Thema am Devisenmarkt. Der von Investoren als eher sichere Anlage geschätzte Dollar wird nach Einschätzung von Marktbeobachtern durch die Entwicklung gestützt, während der Euro im Gegenzug belastet wird. Im weiteren Tagesverlauf dürfte aber auch die Geldpolitik stärker in den Fokus am Devisenmarkt rücken. Am Abend werden die Beschlüsse der Zinssitzung der US-Notenbank erwartet. Allgemein wird nicht mit einer Zinsänderung gerechnet. "Die US-Wirtschaft entwickelt sich im Wesentlichen so, wie von den Fed-Oberen erwartet", schreiben Volkswirte der Commerzbank. "Geldpolitisch besteht damit kein unmittelbarer Handlungsbedarf."

07:11 Uhr

Aus Angst vor Virus: VW-Mitarbeiter in Peking arbeiten von zu Hause

VW Vorzüge
VW Vorzüge 173,00

Wegen des Ausbruchs der Lungenkrankheit in China lässt Volkswagen seine 3500 Mitarbeiter in Peking für zwei Wochen von daheim aus arbeiten. Wie der Autobauer mitteilte, werden bis auf Weiteres auch alle Geschäftsreisen in China und international ausgesetzt. Nach dem bisher geplanten Ende der - schon um drei Tage verlängerten - offiziellen Neujahrsferien am kommenden Montag sollen die Mitarbeiter in der Hauptstadt bis 17. Februar zu Hause bleiben und von dort arbeiten. "Wir streben an, ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld für unsere Kollegen sicherzustellen."

Der Coronavirus-Ausbruch wird nach Einschätzung eines führenden chinesischen Lungenexperten erst in sieben bis zehn Tagen seinen Höhepunkt erreichen. Wie der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Virus, Zhong Nanshan, in einem Interview mit der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua sagte, sind "frühe Entdeckung und frühe Isolation" entscheidend, um das Virus in den Griff zu bekommen. "Es ist sehr schwierig, definitiv vorherzusagen, wann der Ausbruch seinen Höhepunkt erreicht", sagte der renommierte Wissenschaftler. "Aber ich denke, in einer Woche oder zehn Tagen wird der Höchststand erreicht werden - und danach wird es keinen Anstiege im großen Stil mehr geben."

 

06:51 Uhr

Asiatische Anleger wissen nicht, was sie von Virus halten sollen

Nikkei
Nikkei 23.181,07

Die asiatischen Aktienmärkte entwickeln sich nach dem jüngsten Anstieg der Virusfälle gegensätzlich: Die Börse in Tokio zeigte sich zunächst stärker, die Anleger in Shanghai ließen die Kurse dagegen fallen. Die Angst vor den wirtschaftlichen Auswirkungen des neuen Krankheitserregers brachte die Kurse ins Wanken. "Die nächsten drei bis fünf Tage wird ein maximaler Verkaufsdruck herrschen, weil die Märkte vor dem Mondneujahr im Wesentlichen einen wohlwollenden Blick auf das Virus hatten", sagte Sean Darby, globaler Aktienstratege bei Jefferies in Hongkong. Bis die Ausbreitung des Virus ihren Höhepunkt nicht überschritten habe, würden sich die Märkte nicht erholen, prognostiziert Darby.

Zudem dürften die asiatischen Märkte vor der Sitzung der US-Notenbank (Fed) am späten Abend verhalten reagieren. Es wird erwartet, dass die Fed ihren Kurs beibehält, die Zinsen zumindest in diesem Jahr unverändert zu lassen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,5 Prozent höher bei 23.326 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,4 Prozent und lag bei 1699 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 2,8 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 3,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,6 Prozent.

06:29 Uhr

Ebay enttäuscht mit Ausblick - Umsatzminus im Weihnachtsquartal

Ebay
Ebay 35,27

Die Online-Handelsplattform Ebay hat im Weihnachtsquartal Geschäftseinbußen verkraften müssen. Die Erlöse fielen in den drei Monaten bis Ende Dezember verglichen mit dem Vorjahreswert um zwei Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar (2,5 Mrd Euro), wie das Unternehmen nach US-Börsenschluss im kalifornischen San Jose mitteilte. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft ging um 27 Prozent auf 558 Millionen Dollar zurück.

Obwohl Analysten mit schlechteren Zahlen gerechnet hatten, geriet die Aktie nachbörslich zunächst deutlich unter Druck und notierte zuletzt mehr als vier Prozent schwächer. Ebays verhaltener Ausblick auf das laufende Quartal sorgte am Markt für Enttäuschung. Das Unternehmen, dem der scharfe Wettbewerb mit Rivalen wie Amazon oder Alibaba schon länger zusetzt, stellte einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden Dollar in Aussicht. An der Wall Street war etwas mehr erwartet worden.

06:15 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht