Mittwoch, 29. Mai 2019Der Börsen-Tag

Von Diana Dittmer
17:56 Uhr

Dax schließt auf tiefstem Stand seit zwei Monaten

Der Handelsstreit hat dem Dax am Mittwoch herbe Verluste eingebrockt. "Die Eskalationsspirale ist in vollem Gang", sagte Thomas Altmann von QC Partners mit Blick auf den Handelskrieg zwischen den USA und China.

Der Dax schloss mit einem Minus von 1,5 Prozent bei 11.837,81 Punkten. Der MDax verlor 1,7 Prozent auf 24.751 Punkte.

Verstärkt wurde die Talfahrt von dem sich zuspitzenden Konflikt zwischen der EU und Italien wegen der ausufernden Staatsfinanzen des südeuropäischen Landes. Negative Impulse kamen zudem von klaren Verlusten an den Fernost-Börsen und einer erneut schwachen Wall Street.

"Wenn China den USA den Zugang zu den Seltenen Erden abriegelt, stehen die USA vor ernsten Problemen", kommentierte Altmann entsprechende Drohungen aus Peking.  Auch für Europa wäre eine Beschränkung der Exporte der Seltenen Erden keine gute Nachricht, da es auf dem alten Kontinent kaum nennenswerte Vorkommen davon gibt.

Zugleich nehmen die Wachstumssorgen zu. Investoren gehen mehrheitlich davon aus, dass bereits in diesem Jahr eine Senkung des US-Leitzinses erfolgt.

Unternehmensnachrichten waren rar. Im Dax waren Wirecard mit Abgaben von 6,8 Prozent Tagesverlierer. Deutsche Bank gaben um 2,4 Prozent nach. Mit 6,12 Euro haben Deutsche Bank schon wieder ein neues Allzeittief markiert. Thyssenkrupp verloren 3,3 Prozent - Arcelormittal hatte mitgeteilt, die Stahl-Produktion in Europa stärker als bereits angekündigt zu kürzen.

Das war der Börsen-Tag für heute. Ab jetzt halten Sie unsere Kollegen von der Spät- und Nachtschicht auf dem Laufenden. Schauen Sie also immer wieder mal vorbei. Morgen pausiert der Börsen-Tag. Am Freitag tickern wir hier aber wie gewohnt für Sie weiter.

17:11 Uhr

Italiens Regierung hat Post von der EU-Kommission

Die EU-Kommission hat Italien wegen seiner ausufernden Staatsfinanzen einen Mahnbrief geschickt. Das Land habe 2018 nicht genügend Fortschritte zur Einhaltung der Schuldenregeln erzielt, schrieben EU-Finanzkommissar Valdis Dombrovskis und EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici in einem Brief an Finanzminister Giovanni Tria, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Die Regierung aus rechter Lega und populistischer Fünf-Sterne-Bewegung in Rom solle bis Freitag Stellung nehmen. 

Abhängig von der Antwort könnte die EU-Kommission zeitnah ein Strafverfahren gegen das Land in Betracht ziehen. Die Brüsseler Behörde wird in der kommenden Woche ihre Einschätzungen zur Haushaltsentwicklung in sämtlichen Euro-Staaten vorlegen.

16:53 Uhr

Berlin verschiebt Entscheidung zu Klimaschutzmaßnahmen

Beim Klimaschutz verschiebt die Bundesregierung ihre "Grundsatzentscheidung" zu konkreten Maßnahmen auf September. Verabschiedet werden sollen sie dann bis Ende des Jahres, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwochnach einer Sitzung des Klimakabinetts ankündigte.

Hochtief
Hochtief 105,20

Vorschläge sind höhere Prämien für kleine Elektroautos, günstigere Bahntickets und milliardenschwere Steuererleichterungen für Gebäudesanierungen.

Im Juli will sich das Klimakabinett laut Seibert mit einem Preis für CO2-Emissionen befassen.

16:09 Uhr

China-Drohung macht Wall Street nervös

Neue Drohungen Chinas im Zollstreit mit den USA setzt der Wall Street zu. Die US-Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 notieren bis zu 0,8 Prozent leichter.

Intel
Intel 47,33

China hat angedeutet, als Reaktion auf US-Strafzölle die Ausfuhr sogenannter Seltener Erden zu beschränken. Diese Rohstoffe werden unter anderem zur Produktion von Elektronik-Bauteilen oder Elektroauto-Batterien benötigt.

Die Regierung in Peking habe ein Druckmittel, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Es sei zwar vielleicht kein Trumpf-As. "Aber der Markt beginnt, dies ernst zu nehmen."

Parallel dazu geht Huawei gerichtlich gegen das Handelsverbot in den USA vor.

Micron Technology
Micron Technology 40,93

Der chinesische Netzwerkausrüster will die von US-Präsident Donald Trump verhängten Beschränkungen für verfassungswidrig erklären lassen.

An der Wall Street werden Befürchtungen geweckt, dass Technologiekonzerne mit Produktionsausfällen rechnen müssen, wenn es ihnen an Lieferungen Seltener Erden aus der Volksrepublik mangelt. Die Aktien des iPhone-Anbieters Apple büßen allerdings bislang nur 0,8 Prozent ein. Die Papiere der Chipfirmen Intel und Micron geben derweil bis zu zwei Prozent nach.

Hier wieder ein Beitrag unserer TV-Kollegen:

 

16:02 Uhr

Daimler Trucks gibt Gas bei autonomen Level-4-Lkw

Die Lkw-Sparte des Autobauers gründet eine globale Organisation für automatisiertes Fahren.

Mit der Autonomous Technology Group sollten ab Beginn des kommenden Monats hochautomatisierte Lkw innerhalb eines Jahrzehnts zur Marktreife gebracht werden, teilte Daimler mit. Es seien Investitionen von 500 Millionen Euro geplant.

15:47 Uhr

"Antikrisen-Währungen" Gold und Franken gefragt

Gold steht bei Anlegern nach langer Zeit wieder höher im Kurs. Das Edelmetall verteuerte sich um 0,2 Prozent auf 1282  Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Investoren nehmen außerdem Kurs auf den "sicheren Hafen" Franken.

Der Euro verliert zur Schweizer Währung 0,2 Prozent auf 1,1225 Franken.

15:22 Uhr

Youtube ist, wo Türken Gründe für den Lira-Crash suchen

Die türkische Lira zeigt sich derzeit stabil. Händler erklären das mit einem abermaligen regulatorischen Eingriff der Regierung. Türkische Pensionsfonds sollen ab dem 31. Juli einen bestimmten Anteil ihrer Mittel in heimische Aktien und Staatsanleihen investieren.

Türkische Lira / Euro
Türkische Lira / Euro ,15

Fachleute werten den Schritt als Versuch der Regierung, die türkischen Finanzmärkte gegen Kapitalabzug zu schützen. Die Gefahr: Was der Lira kurzfristig helfen mag, könnte das Vertrauen von Investoren langfristig beschädigen.

Türken interessieren sich wenig überraschend brennend für Informationen zu heimischer Wirtschaft und Lira-Verfall. Weil die türkischen Medien zensiert werden, informieren sie sich bei Youtube. Bloomberg widmet dem Thema einen ganzen Artikel:

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14:48 Uhr

CO2-Ziele: "Katastrophales Szenario" für Autobauer?

Der europäischen Autobranche droht wegen der strikten CO2-Vorgaben nach Einschätzung des Kreditversicherers Euler Hermes ein Teufelskreis. Die erwarteten Geldbußen infolge der Verfehlung der Ziele führten zu höheren Produktionskosten, die dann an die Kunden weitergegeben würden, so Euler Hermes in einer Studie. Das wiederum dürfte zu sinkenden Autoverkäufen führen.

DaxSector Automobil
DaxSector Automobil 1.369,95

"Das größte Problem der europäischen Autobauer ist aktuell weder der Brexit noch drohende Automobilzölle in den USA, sondern die im April verabschiedeten neuen Richtlinien der Europäischen Union zur Begrenzung der Kohlendioxid-Emissionen (CO2)", so die Ökonomen. Die Autobauer müssen die CO2-Emissionen innerhalb von nur zwei Jahren um ein Fünftel senken. Zum Vergleich: In den letzten zehn Jahren war es ein Viertel.

"Das ist mehr als sportlich", so Euler-Hermes-Chefvolkswirt Ludovic Subran. Hinzu kämen weitere ehrgeizige Ziele, die sie bis 2025 und 2030 erreichen sollen. "Das wird ein Wettlauf mit der Zeit, den die Autobauer sehr wahrscheinlich verlieren werden", erwartet Subran.

Die neuen Emissionsziele könnten für die Branche laut der Studie ein "katastrophales Szenario" auslösen.

14:12 Uhr

Telekom fliegt auf Drohnen: Droniq hat neue Ziele

Die Deutsche Telekom und die Flugsicherung wollen mit ihrem neu gegründeten Gemeinschaftsunternehmen Droniq den Markt für Drohnen weiter entwickeln.

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 15,79

Künftig sollen durch die Technik des Joint-Ventures Drohnenflüge auch außerhalb der Sichtweite des Piloten möglich sein. "Droniq bietet einen Einstieg in den kommerziellen Betrieb von unbemannten Fluggeräten", sagte der Chef der Deutschen Flugsicherung (DFS), Klaus-Dieter Scheurle, in Frankfurt.

Bislang sind Drohnenflüge nur in Sichtweite der steuernden Person erlaubt.

14:02 Uhr

Airline-Verband zum Flugverbot für Boeing 737 Max

Boeing
Boeing 335,70

Das Flugverbot für Boeings Mittelstreckenjet 737 Max wird nach Einschätzung des internationalen Airline-Verbands mindestens noch bis August gelten.

  • Die Maschinen der Baureihe dürften voraussichtlich frühestens in zehn bis zwölf Wochen wieder abheben, sagte der Chef des Weltluftfahrtverbands IATA, Alexandre de Juniac, in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Boeing selbst hatte Fluggesellschaften angeblich zu verstehen gegeben, dass es schon Ende Juli soweit sein könnte.
  • Die IATA kann diese Prognose aber nicht teilen. "Wir bereiten ein Treffen zwischen den Aufsichtsbehörden, dem Hersteller und den Flugzeugbetreibern vor, um die Lage zu beurteilen, sagte de Juniac. "Aber es liegt nicht in unseren Händen. Es ist Sache der Aufseher."
  • Der Finanzchef der indischen Fluggesellschaft SpiceJet, Kiran Koteshwar, zitierte Boeing hingegen mit der Aussage, dass im Laufe des Monats Juli mit einer Startfreigabe zu rechnen sei. Die Rede sei von Ende Juli gewesen. Boeing in Indien reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme dazu.
  • Der weltgrößte Reisekonzern Tui, der selbst 15 Maschinen des Typs in seiner Flotte hat, hatte zuletzt mitgeteilt, dass er bis Ende Mai Bescheid wissen müsse, ob die Max-Flieger im Juli wieder abheben dürften. Andernfalls müsse er auch den Rest der Sommersaison mit den gemieteten Ersatzmaschinen bestreiten.
13:39 Uhr

Autohochzeit zwischen Fiat und Renault auf gutem Weg

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Jean-Dominique Senard (zweiter von links)

REUTERS

Laut der US-Nachrichtenagentur Bloomberg will Renault der Fusion mit Fiat schon kommende Woche zustimmen:

Renault
Renault 55,13

Renault-Verwaltungsratsvorsitzender Jean-Dominique Senard ist extra Tokio gereist, um für den Plan beim langjährigen Partner Nissan Motor zu werben.

Senard wird als möglicher Chef des fusionierten Unternehmens gehandelt. Er nahm am Mittwochmorgen an einer monatlichen Sitzung des Aufsichtsgremiums der Allianz zwischen Nissan, Renault und Mitsubishi Motors teil.

Nissan habe bei dem Treffen darauf hingewiesen, dass es grundsätzlich nichts gegen die geplante Fusion einzuwenden habe, berichtete die japanische Agentur Nikkei. Für Renault-Aktionäre wäre der Zusammenschluss zur globalen Nr. 3 hinter VW und Toyota ein guter Deal, schreibt Bloomberg-Kolumnist Chris Hughes.

Wir haben die Argumente, die für und wider eine Fusion sprechen, hier gesammelt:

12:44 Uhr

Renten, Italien, EZB: Bank-Aktien machen die Grätsche

Für die Finanzinstitute kommt es knüppeldick!

Deutsche Bank
Deutsche Bank 7,10

Die Verlustserie bei der Commerzbank-Aktie setzt sich bereits den achten Tag in Folge fort. Die Titel notierten 1,0 Prozent leichter 6,46 Euro. Die Aktie der Deutschen Bank fällt derweil 1,8 Prozent auf ein neues Rekordtief bei 6,12 Euro.

  • Druck kommt weiterhin von der Entwicklung an den Anleihemärkten, die Zinsen fallen weltweit.
  • Auch die Sorge um die Schuldenlast Italiens belastet den Sektor, der um 1,4 Prozent nachgibt.
  • Einen weiteren Grund liefert nach Aussage aus dem Handel, dass die EZB auf ihrer Sitzung in der kommenden Woche den Einlagensatz senken bzw. einen gestaffelten Satz einführen könnte. Noch vor Monaten wurde dagegen damit gerechnet, dass die EZB den Einlagensatz anheben könnte, um die Finanzinstitute zu entlasten.
12:24 Uhr

Ifo: So viel profitiert Bayern von der Neuen Seidenstraße

Immer gibt es nur Kritik an der Neuen Seidenstraße, hier mal die Kehrseite: Bayern darf sich Hoffnungen machen, zu den großen Profiteuren zu gehören ....

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Das nennt man wohl eine gute Nachricht.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Laut Ifo Institut könnte Chinas Initiative bayerischen Unternehmen dabei helfen, neue Absatzmärkte zu erschließen und den Zugang zu Rohstoffen zu erleichtern!

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie für die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern. Das Ifo-Institut erwartet demnach, dass der Handel zwischen Bayern und China durch die neue Seidenstraße um acht Prozent zunimmt, wobei die Exporte um 2,2 Milliarden Euro wachsen dürften.

Mit den Transitländern in Zentralasien könnte der Handel um drei Prozent steigen, die Exporte um 53 Millionen Euro wachsen.

11:57 Uhr

Glencore zieht Kobalt-Großauftrag an Land

Erst Öl, dann Kobalt.

Glencore
Glencore 2,66

Kobalt ist wichtig, weil es für die Batterieherstellung von E-Autos benötigt wird!

Wie die "FT" meldet, hat der Schweizer Rohstoffkonzern Glencore einen "Langfrist-"Liefervertrag für Kobalt von der belgischen Umicore ergattert. Umicore ist Europas größter Hersteller von Batteriematerialien für die Elektroautoindustrie.

Das Kobalt kommt aus den beiden großen Kupfer- und Kobaltminen von Glencore in der Demokratischen Republik Kongo. Laut Umicore gibt es hier keine Kinderarbeit.

Die Vereinbarung garantiere "die Versorgungssicherheit von Umicore für seine expandierende globale Wertschöpfungskette für Batteriematerialien".

Glencore ist einer der beliebtesten Buhmänner für Globalisierungsgegner.

*Datenschutz

11:35 Uhr

Angst vor Nachfragerückgang: Ölpreise schmieren ab

Wir werfen kurz einen Blick auf die Ölpreise, die anscheinend an die starken Verluste der Vorwoche anknüpfen wollen. Rohstoffanleger warten vergeblich auf Entspannungszeichen im Handelskonflikt zwischen den USA und China.

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 53,03

Der Geschäftsführer und Energieportfolio-Manager bei Tortoise, James Mick, sagt: "Die Investoren machen sich aus makroökonomischer Sicht Sorgen über die weltweite Nachfrage."

Der Handelsstreit könnte sich durchaus als Sand im Weltwirtschaftsgetriebe erweisen!

Der einzige Grund, warum der Ölpreis nicht weiter sinke, sei, "dass das Angebot aufgrund der anhaltenden Opec-Förderkürzungen, der Spannungen im Nahen Osten und der anhaltenden politischen Kämpfe in Venezuela relativ knapp bleibt", ergänzt LCG-Forschungsleiter, Jasper Lawler.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet zuletzt 69,56 US-Dollar. Das sind 1,31Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 1,28 Dollar auf 58,11 Dollar.

Und das haben unsere TV-Kollegen für Sie zum Thema vorbereitet:

 

10:54 Uhr

Ermittlungen gegen Porsche-Chef Blume

Bei den Ermittlungen bei Porsche richtet die Staatsanwaltschaft ihr Augenmerk einem Zeitungsbericht zufolge auf Vorstandschef Oliver Blume.

Porsche SE
Porsche SE 64,90

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittle gegen ihn wegen des Verdachts der Untreue, berichteten die "Stuttgarter Nachrichten" ohne Angaben von Quellen. Blume und weiteren Vorstandsmitgliedern werde vorgeworfen, sich durch überhöhte Zahlungen an ein früheres Betriebsratsmitglied der Untreue zu Lasten von Porsche schuldig gemacht zu haben. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stuttgart wollte das nicht kommentieren.

Porsche erklärte, vor dem Hintergrund der laufenden Ermittlungen äußere man sich nicht.

Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hatte am Dienstag mit einem Großaufgebot Büros von Porsche durchsucht. Dem Bericht der "Stuttgarter Nachrichten" zufolge gehören zu den durchsuchten Räumen auch das Büro von Porsche-Chef Blume.

10:37 Uhr

Rocket Internet: eine "Black Box mit viel Cash"

Rocket Internet rücken im frühen Handel um gut 3,0 Prozent vor.

Rocket Internet
Rocket Internet 24,78

Der Start-up-Investor hat dank neuer Unternehmen in seinem Portfolio den Umsatz im ersten Quartal gesteigert. Im Geschäftsbereich "New Businesses" zog der Umsatz um 85 Prozent an.

Gute Zahlen, die einen Aktienhändler dennoch etwas ratlos zurücklassen: "Für mich ist das Unternehmen eine Black Box mit viel Cash", so der Börsianer.

  • Die Quartalszahlen von Rocket Internet seien für einen Internet-Inkubator aber auch von untergeordneter Bedeutung. Wie hoch die Bewertung des im Portfolio enthaltenen Startups einzuschätzen sei, sei schwierig.
  • Erschwerend hinzu kommt, dass Rocket-CEO Oliver Samwer nicht gerade redselig ist, was mögliche IPOs angeht. So will er sich nicht festlegen, ob und wann die Global Fashion Group an die Börse kommt.
  • Die Zahl der Startups, die die Schmiede noch im Feuer hat, wird im niedrigen dreistelligen Bereich gesehen.
  • Auf Grund der Unzufriedenheit des CEOs über die Bewertung seines Unternehmens an der Börse wird immer wieder darüber spekuliert, ob er möglicherweise das Unternehmen wieder von der Börse nehmen will.
10:16 Uhr

Währungsmanipulationen in China? Singapur kontert

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Länder sollen ihre Währungen nicht länger zum Schaden von US-Firmen und Arbeitern einsetzen können, fordern die USA. Nicht nur China, sondern auch Japan, Südkorea, Indien, die Schweiz und Deutschland sind auf der Beobachtungsliste des US-Finanzministeriums.

REUTERS

Die Zentralbank von Singapur hat erklärt, dass sie keine Währungsmanipulationen betreibt, um "einen Exportvorteil zu erlangen oder einen Leistungsbilanzüberschuss zu erzielen".

Singapurs Geldpolitik - die sich auf den Wechselkurs konzentriert - ziele immer darauf ab, die mittelfristige Preisstabilität zu gewährleisten, und werde dies auch weiterhin tun, heißt es in einer Erklärung.

Die Zentralbank verwaltet den nominalen effektiven Wechselkurs des Singapur-Dollars innerhalb einer Bandbreite, so wie andere Zentralbanken die Geldpolitik mit Hilfe von Zinszielen betreiben. "Ob sie nun den Wechselkurs oder den Zinssatz anstreben - die Zentralbanken streben danach, die Verbraucherpreisinflation niedrig und stabil zu halten", erklärte die Notenbank.

Die Kommentare erfolgten, nachdem Singapur vom US-Finanzministerium auf die Beobachtungsliste der Währungsmanipulatoren gesetzt wurde. Zuvor hatte bereits die Notenbank von Malaysia den Vorwurf der Währungsmanipulation aus den USA zurückgewiesen.

09:59 Uhr

Konjunkturabkühlung trifft deutschen Arbeitsmarkt

Die Konjunkturabkühlung schlägt sich auf dem deutschen Jobmarkt nieder. Im Mai stieg die Zahl der Arbeitslosen allerdings auch wegen eines Sondereffekts zum Vormonat überraschend um 7000 auf 2,236 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mitteilt.

"Auf dem Arbeitsmarkt zeigen sich erste Auswirkungen der zuletzt etwas schwächeren konjunkturellen Entwicklung", sagte BA-Chef Detlef Scheele. "Die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern schwächt sich auf hohem Niveau merklich ab." Die Arbeitslosenquote blieb allerdings unverändert bei 4,9 Prozent.

09:56 Uhr

Dax kracht durch die 12.000er Marke

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Gold ist wieder gefragt.

picture alliance / dpa

Der deutsche Leitindex reißt am Morgen die 12.000er Marke. Er fällt um 0,9 Prozent auf 11.882 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 gibt um 1,1 Prozent nach auf 3.311 Punkte.

DAX
DAX 12.678,65

Die Anleger an den europäischen Aktienmärkten schichten in so genannte sichere Häfen um.  Gefragt sind dagegen deutsche Bundesanleihen, aber auch der Goldpreis kann sich deutlich erholen.

Auf der Gewinnerseite am Aktienmarkt stechen Prosieben heraus, nachdem sich Mediaset mit 9,6 Prozent beteiligt hat. Der Kurs gewinnt knapp 8,0 Prozent.

Im Dax fallen Wirecard um 3,9 Prozent und Deutsche Bank um 2,4 Prozent. Mit 6,14 Euro markieren Deutsche Bank schon wieder ein neues Allzeittief. Der Bankensektor im europäischen Stoxx-Index-Universum gibt 1,5 Prozent ab, nur die Rohstoff-Aktien stehen mit 1,7 Prozent Minus noch schlechter da.

09:31 Uhr

Asien-Börsen zittern vor Chinas mächtiger Geheimwaffe

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Ein Arbeiter in einer Mine in Nancheng in der chinesischen Provinz Jiangxi.

REUTERS

Der schwelende Handelsstreit zwischen den USA und China hat die asiatischen Börsen weiter fest im Griff. Der japanische Leitindex Nikkei fällt um 1,2 Prozent auf 21.000 Punkte.

Der breiter gefasste Topix verliert 0,9 Prozent. "Im Handelskonflikt gibt es keinen Fortschritt und es ist schwer vorstellbar, dass die beiden Seiten ein endgültiges und permanentes Abkommen in näherer Zeit erreichen", erklärten die Analysten von JPMorgan. Das könne die Ängste vor einer globalen Rezession wieder aufflammen lassen.

Vor allem Technologiewerte gaben nach!

Im Streit mit der US-Regierung wegen des Netzwerkausrüsters Huawei zückt Peking offenbar eine seiner mächtigsten Geheimwaffen: Wie die "China Global Times" berichtet, erwägt die Regierung, den Export Seltener Erden in die USA zu begrenzen.

Die Metalle werden für die Herstellung von Mobiltelefonen und anderen Elektronikgeräten benötigt. Die Volksrepublik ist weltweit der wichtigste Lieferant dieser Rohstoffe.

09:06 Uhr

Berlusconi-Sohn kauft 9,6 Prozent an ProSiebenSat.1

Der italienische Medienkonzern Mediaset hat sich 9,6 Prozent der Anteile an ProSiebenSat.1 gesichert. Das bestätigte Mediaset-Chef Pier Silvio Berlusconi am Morgen. Hier mehr

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"Ziel dieser Allianz ist es, Skaleneffekte zu realisieren, die für die Zukunft des europäischen Fernsehens entscheidend sind", sagte Berlusconi.

Er ist der Sohn des früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, der sich 1994 aus der Konzernführung zurückgezogen hatte.  Die Aktie des im MDax notierten deutschen Medienunternehmens stieg nach Bekanntwerden des Einstiegs der Italiener auf der Handelsplattform Tradegate um 8,5 Prozent.

Mediaset ist nach eigenen Angaben der größte Anbieter für kommerzielles Fernsehen in Italien und Spanien. Hauptaktionär von Mediaset ist die Investmentgesellschaft Fininvest der Familie Berlusconi. Sie wird geführt von Silvio Berlusconis Tochter Marina.

Guten Morgen! Es geht schon wieder Schlag auf Schlag. Großes Thema ist heute die Drohung aus China, den Export Seltener Erden zu drosseln. Der Kollege Hannes Vogel wird sich dem Thema heute umfangreich widmen. Wie dürfen gespannt sein! Mein Name ist Diana Dittmer, ich begleite Sie durch den heutigen Börsen-Tag.

08:29 Uhr

Börsianer fürchten Chinas Rohstoffschraube

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Seltene Erden als Druckmittel: Die USA verfügen wie hier in Mountain Pass in Kalifornien nur über begrenzte "Rare- Earth"-Vorkommen.

(Foto: REUTERS)

Der schwelende Handelskonflikt zwischen den beiden weltgrößten Wirtschaftsmächten löst am Morgen neue Unruhe an den Aktienmärkten aus.

  • "Die Eskalationsspirale ist in vollem Gang", sagte Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners angesichts der nach wie vor ungelösten Streitpunkte zwischen den USA und China.
  • "Wenn China den USA den Zugang zu den seltenen Erden abriegelt, stehen die USA vor ernsten Problemen", fasste er mit Blick auf entsprechende Drohungen die Lage zusammen.
  • Auch für Europa wäre eine Beschränkung der Exporte der seltenen Erden keine gute Nachricht, da es auf dem alten Kontinent kaum nennenswerte Vorkommen davon gibt. Seltene Erden sind unter anderem im Hightech-Bereich von Bedeutung.
Lynas
Lynas 1,63

US-Präsident Donald Trump hatte zum Abschluss seines Japan-Besuchs erklärt, er sei im Handelsstreit mit China noch nicht bereit zu einer Einigung, auch wenn China einen Deal wolle. Dazu brachte er eine nochmalige und beträchtliche Erhöhung der Zölle auf chinesische Waren ins Spiel.

Im australischen Aktienhandel ziehen die Kurse im Rohstoffsektor vor diesem Hintergrund seit Tagen kräftig an. Die Aktien des vergleichsweise wenig bekannten Bergbaukonzerns Lynas zum Beispiel schnellten in der Nacht auf Mittwoch um 13 Prozent an und notierten zuletzt bei 2,72 australischen Dollar. Lynas ist auf den Abbau von Seltenen Erden spezialisiert.

07:48 Uhr

Zweifel an der Börse: Dax dürfte unter 12.000 stürzen

Dax
Dax 12.675,28

Am deutschen Aktienmarkt steht Anlegern ein tiefroter Auftakt bevor. Der Leitindex Dax dürfte nach Einschätzung von Banken und Brokerhäusern zur Eröffnung unter die Marke von 12.000 Punkten fallen.

  • In den vorbörslich errechneten Indikationen wird der Dax zum Xetra-Start bei 11.950,00 Punkten gesehen, was einem Minus von 0,7 Prozent entspricht.
  • Am Vortag war das Frankfurter Börsenbarometer bereits 0,4 Prozent schwächer bei 12.027,05 Punkten aus dem Handel gegangen.
  • Auf Monatssicht liegt der Dax aktuell 2,08 Prozent im Minus. In der Betrachtung seit Jahresbeginn (YTD) ergeben sich noch starke Kursgewinne im Umfang von 14,35 Prozent.

Auf der Terminliste des Tages stehen am Morgen vor allem Unternehmensergebnisse aus der zweiten und dritten Reihe. Analysten dürften sich dabei vor allem mit den Zahlen des Gewerbeimmobilienkonzerns Aroundtown und der Berliner Startup-Schmiede Rocket Internet befassen.

Frische Zahlen gibt es daneben auch von Unternehmen wie Tele Columbus, Knorr-Bremse, MLP, QSC, Wacker Neuson, Kuka und Stada. Für Gesprächsstoff an den Börsen dürften zudem die weiteren Auswirkungen der Europawahl sorgen.

06:33 Uhr

So sieht das Frühjahr am deutschen Arbeitsmarkt aus

Kurz vor der Veröffentlichung des Monatsberichts zur Lage am deutschen Stellenmarkt im Mai lohnt ein kurzer Blick auf die Entwicklung der zurückliegenden Monate.

Auffälligstes Ergebnis: Die saisonal übliche Frühjahrbelebung führt in der Regel bis in den Juni hinein zu einer sinkenden Arbeitslosenquote. Mit Blick auf den erwarteten Stand im Mai rechnen Ökonomen im Vorfeld der Daten jedoch nicht mit einem weiteren Absinken, sondern mit einer unveränderten Arbeitslosenquote im Mai von 4,9 Prozent.

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06:14 Uhr

Euro erwartet die deutsche Arbeitslosenquote

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Am Morgen vor dem Himmelfahrtstag beginnt der Handel an den Devisenmärkten für Investoren aus Europa mit einer überschaubaren Kursentwicklung beim Euro. Die Gemeinschaftswährung hält sich im Vorfeld anstehender Konjunkturdaten aus Deutschland nah an den Notierungen des Vorabends.

  • Im frühen Mittwochsgeschäft liegt der Euro prozentual unverändert bei 1,1166 Dollar. In der Betrachtung seit Jahresbeginn (YTD) notiert die Währung der Europäer damit knapp 2,3 Prozent im Minus.
  • Den aktuellen Referenzkurs gab die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstagnachmittag mit 1,1192 (Montag: 1,1198) Dollar an. Der Dollar kostete damit 0,8935 (0,8930) Euro.
  • Der Preis für Gold zieht am Morgen wieder leicht an. Die Feinunze zu rund 31 Gramm kostet nach der Nacht 1280,10 Dollar. In London war der Goldpreis am Vortag bis zum Nachmittag um gut sieben Dollar auf 1278 Dollar gefallen.

Auf der Terminübersicht des Tages tauchen mögliche Impulsgeber aus dem Inneren der größten Volkswirtschaft der Eurozone auf: Für 8.00 Uhr morgens sind Konjunkturdaten zur Entwicklung der deutschen Import- und Exportpreise angekündigt. Am frühen Vormittag folgt dann der Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur für Arbeit (BA) mit dem Stand der deutschen Arbeitslosenquote.