Mittwoch, 03. Februar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Juliane Kipper
18:05 Uhr

Anleger bleiben optimistisch, Dax schließt mit Aufschlägen

Dax
Dax 13.879,33

Der deutsche Aktienmarkt schließt mit kräftigen Aufschlägen. Positive Nachrichten von der Impffront stützten: So soll der Impfstoff von Astrazeneca eine hohe Wirkung zeigen, wenn bis zur zweiten Dosis drei Monate vergehen. Und auch zu Sputnik V gab es erstmals positives Feedback in einer britischen Fachzeitschrift. Positiv wurde auch zur Kenntnis genommen, dass der ehemalige EZB-Präsident Mario Draghi mit der Regierungsbildung in Italien beauftragt worden ist. Daneben gab es positive Unternehmensmeldungen. Der Dax gewann 0,7 Prozent auf 13.934 Punkte. Damit rückt die Marke von 14.000 Punkten wieder in Reichweite.

Daimler
Daimler 65,28

Daimler reagierten mit einem Kurssprung von 8,9 Prozent auf die Börsenpläne der Lkw-Sparte. Ein Spin-off des Geschäftsbereichs Truck & Bus werde geprüft, und mit den Vorbereitungen für eine eigenständige Börsennotierung solle begonnen werden. Im Handel hieß es dazu, dass über einen Börsengang schon lange spekuliert werde. Bislang sei ein Börsengang Ende des Jahres erwartet worden, jetzt könnte es vielleicht doch schneller gehen. Unter Annahme einer EBIT-Marge von 8 Prozent und mit Blick auf die Volvo-Multiples könnte die Lkw-Sparte von Daimler laut Schätzungen von Stifel einen Wert von 32 bis 34 Milliarden Euro haben.

Für gute Laune sorgte auch Siemens, der Konzern hob nach dem ersten Geschäftsquartal die Prognose für das Gesamtjahr 2020/21 deutlich an. Die Analysten von Jefferies strichen das Auftragsplus von 9 Prozent, einen um 4 Prozent höheren Umsatz und ein um 21 Prozent besser als erwartet ausgefallenes Ebita positiv heraus. Der Cashflow lag in einem saisonal eher schwachen ersten Quartal bei fast 1 Milliarde Euro gegenüber 44 Millionen im Vorjahr. Siemens gewannen 1,8 Prozent.

Weiter unter Druck standen FMC (minus 1,1 Prozent) sowie Fresenius (minus 1 Prozent). Die Telefonkonferenz von FMC brachte keine Erleichterung. Zwar wurden keine neuen negativen Details bekannt, allerdings auch keine positiven. Wie es im Handel hieß, dürfte FMC in den kommenden Quartalen weiter von der Pandemie belastet werden. FMC hatte am Dienstag den Kapitalmarkt geschockt mit der Nachricht, dass der Konzern im laufenden Jahr aufgrund von Belastungen aus der Corona-Pandemie mit einem Gewinneinbruch rechnet. Freenet mit attraktiver Dividendenrendite (plus 6,5 Prozent auf 18,57) zahlt 1,65 Euro an Dividende je Aktie. In Zeiten, in denen die Realrendite zu Beginn des Jahres mit der steigenden Inflation noch stärker in den Keller gerutscht ist, ist dies ein starkes Kaufargument für die Aktie.

17:47 Uhr

Cannabis-Werte heben ab, ETF auf Allzeithoch

Die milliardenschwere Übernahme der auf Medikamente auf Cannabis-Basis spezialisierten Firma GW Pharma beschert der Branche Kurssprünge. Die Papiere des Rivalen Zynerba steigen um fast 50 Prozent. Prozentual zweistellige Kursgewinne verbuchen auch Cannabis-Produzenten wie Aurora, Cronos und Tilray. Dem börsennotierten Fonds (ETF) für den Sektor winkte mit einem Plus von zwölf Prozent der größte Tagesgewinn seiner Geschichte.

17:06 Uhr

Prognosen sorgen bei Siemens für gute Laune

Siemens hebt nach dem ersten Geschäftsquartal die Prognose für das Gesamtjahr 2020/21 deutlich an. Die Analysten von Jefferies streichen das Auftragsplus von 9 Prozent, einen um 4 Prozent höheren Umsatz und ein um 21 Prozent besser als erwartet ausgefallenes Ebita bei Siemens positiv heraus. Der Cashflow lag in einem saisonal eher schwachen ersten Quartal bei fast 1 Milliarde Euro gegenüber 44 Millionen im Vorjahr. Siemens gewinnen 1,2 Prozent.

16:24 Uhr

GW Pharma haussieren mit Übernahme durch Jazz Pharma

Abseits von Quartalsausweisen bringt eine Übernahme Bewegung in den Pharmasektor. Jazz Pharmaceuticals kauft GW Pharmaceuticals für 7,2 Milliarden Dollar.

Der Kaufpreis je Aktie setzt sich zusammen aus 200 Dollar in bar und 20 Dollar in Aktien, was einer Prämie von rund 50 Prozent auf den Schlusskurs vom Dienstag entspricht. Der Kurs von GW Pharma springt daraufhin um 47 Prozent nach oben auf 215 Dollar. Jazz Pharma steigen um rund 1 Prozent.

15:53 Uhr

Akteure hoffen auf Preissprung beim Öl

An den Rohstoffmärkten setzen die Ölpreise ihren Anstieg fort, nachdem der Branchenverband American Petroleum Institute (API) am späten Dienstag einen Rückgang der US-Rohölvorräte gemeldet hat.

Die Akteure hoffen darauf, dass die offiziellen Daten der staatlichen Energy Information Administration diese Entwicklung bestätigen. Das Barrel US-Rohöl der Sorte WTI verteuert sich um 1,4 Prozent auf 55,52 Dollar. Brent-Öl legt um 1,1 Prozent auf 58,07 Dollar zu.

15:22 Uhr

Hype der Gamestop-Aktie ebbt langsam ab

GameStop Corporation
GameStop Corporation 111,40

Der Höhenflug der Gamestop-Aktien verliert an Schwung. Im vorbörslichen US-Handel notierten die Papiere des US-Videospielehändlers zwar elf Prozent höher, seit ihrem Rekordhoch der vergangenen Woche haben sie aber dennoch rund 80 Prozent eingebüßt. Der ebenfalls von dem Spekulationsstrudel mitgerissene Silberpreis stagnierte am Mittwoch. "Die Abschwächung ist offensichtlich", sagte Oriano Lizza, Händler beim Broker CMC Markets in Singapur. Für flinke Kleinanleger sei es aber ein Leichtes, sich erneut zu formieren und neue Unternehmen ins Visier zu nehmen. "Ich denke, aus regulatorischer Sicht ist die Sorge, dass sie dies weiterhin tun könnten", sagte Lizza.

14:55 Uhr

Regierungsbildung in Italien: "Super Mario" beflügelt Bankenaktien

Positiv werden am Kapitalmarkt die jüngsten Spekulationen aufgenommen, dass Mario Draghi in die italienische Politik gehe. Damit könnte er dem Beispiel Janet Yellens folgen, die nach ihrem Chef-Posten bei der US-Notenbank nun im Biden-Team politische Verantwortung übernommen hat. Italiens Staatschef Sergio Mattarella hat Mario Draghi zu Gesprächen über eine mögliche Regierungsbildung eingeladen. Die 5-Sterne-Bewegung hat bereits angekündigt, eine technokratische Regierung unter dem ehemaligen EZB-Präsidenten nicht zu unterstützen.

Mit den Aktien an der Mailänder Börse geht es um 2,7 Prozent nach oben. An den italienischen Anleihemärkten fallen die Renditen zum Teil deutlich. Bankenaktien sind gesucht: So steigen etwa Unicredit 5,2 Prozent, Sanpaolo Intesa 5,7 Prozent oder Mediobanca 4 Prozent. Europaweit liegt der Bankensektor nur 0,7 Prozent vorne.

14:31 Uhr

Kooperationspläne von Curevac kommen bei Anlegern gut an

CureVac
CureVac 77,52

Die Impfstoff-Kooperation mit GSK lässt Anleger auch an der Wall Street zu Curevac greifen. Die dort gelisteten Aktien ziehen vorbörslich um 6,7 Prozent an. Das Biotechunternehmen will zusammen mit dem britischen Pharmakonzern Covid-19-Impfstoffe der nächsten Generation entwickeln, die sich gegen die aufkommenden ansteckenderen Virus-Varianten richten. Die in Frankfurt gelisteten Curevac-Titel liegen rund acht Prozent im Plus.

13:51 Uhr

Börsenreport mit Katja Dofel: Gamestop-Zocker verbrennen sich die Finger

Kurskapriolen wie etwa beim Videospielehändler Gamestop oder beim Silberpreis beschäftigen in den vergangenen Tagen die Börsen. Der Sturm hat sich mittlerweile gelegt. Doch was sind die Hintergründe? ntv-Börsenreporterin Katja Dofel erläutert das Geschehen.

13:24 Uhr

Tauziehen um Kurs lässt nach: Silberpreis pendelt sich wieder ein

Der Silberpreis notierte wenig verändert bei 26,63 Dollar je Feinunze, nachdem der Preis des Edelmetalls am Vortag rund acht Prozent abgerutscht war. "Die Silberpreise finden nun ein Gleichgewicht, das die Fundamentaldaten von Angebot und Nachfrage besser widerspiegelt, da sich die WallStreetBets-Manie beruhigt hat", sagte Marktanalyst Han Tan.

Zum Wochenanfang war der Silberpreis durch einen massiven Anstieg von Käufen in Anleger-Foren auf ein Acht-Jahres-Hoch von 30,03 Dollar gestiegen. "Dass das jüngste Tauziehen zwischen Privatanlegern und Hedgefonds wieder von der Hauptbühne rückt, sorgt für Entspannungssignale an den globalen Finanzmärkten", sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. "Die Reddit-Community hatte sich offensichtlich mit dem Silberpreis übernommen und sich mit dem Falschen angelegt."

13:01 Uhr

Spotify lockt viele neue Nutzer während Pandemie an

Spotify
Spotify 303,06

Der weltgrößte Musik-Streamingdienst Spotify kommt inzwischen auf 345 Millionen aktive Nutzer. Die Zahl sei im vierten Quartal um 27 Prozent gestiegen, teilte das schwedische Unternehmen mit. Die Zahl der Premium-Abonnenten, die monatliche Gebühren zahlen und damit für den Großteil des Umsatzes stehen, legte um 24 Prozent auf 155 Millionen zu. Die Erlöse kletterten um 17 Prozent auf 2,17 Milliarden Euro und lagen damit leicht über den Erwartungen von Analysten. Unter dem Strich machte Spotify einen Verlust von 125 Millionen Euro oder 66 Cent je Aktie nach einem Fehlbetrag von 209 Millionen im Vorjahr.

12:22 Uhr

Gerüchte über IPO von Lkw-Geschäft treiben Daimler

Daimler
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Die Anleger am deutschen Aktienmarkt bleiben gut gelaunt. Für den Dax geht bis gegen Mittag um 0,56 Prozent auf 13.913 Punkte nach oben.

Größter Gewinner im Dax sind Daimler mit einem Aufschlag von knapp zwei Prozent. Angetrieben wurde der Kurs von neuerlichen Spekulationen um einen bevorstehenden Börsengang des Lkw-Geschäfts. Freenet will eigene Aktien für bis zu 135 Millionen Euro zurückkaufen und darüber hinaus eine deutlich höhere Dividende zahlen. Der Kurs des Telekomanbieters zog daraufhin um 6,6 Prozent an und erklomm den höchsten Stand seit August. Aktien der Shop Apotheke stiegen auf ein Rekordhoch, zuletzt betrug der Gewinn 4,3 Prozent. Die Online-Apotheke gilt als Profiteur der Lockdowns in Deutschland und Europa, für den sich immer mehr eine Verlängerung abzeichnet.

11:38 Uhr

Automarkt bricht im Januar ein

Die Pkw-Nachfrage in Deutschland ist inmitten des Lockdowns eingeknickt. Im Januar seien lediglich rund 170.000 Neuwagen auf die Straßen gekommen, gut 30 Prozent weniger als vor einem Jahr, sagte ein Brancheninsider der Nachrichtenagentur Reuters. Grund für den massiven Einbruch sei sowohl das Auslaufen der Mehrwertsteuersenkung zum Jahresende als auch die Tatsache, dass die Autohäuser wegen der Beschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie geschlossen sind.

Vor dem Jahresende waren wegen der Preisabschläge viele Autokäufe vorgezogen worden. Deshalb hatten die Neuzulassungen im Dezember um knapp zehn Prozent zugelegt, während die Geschäfte im übrigen Jahr eher düster waren. Insgesamt schrumpfte der deutsche Pkw-Markt im Corona-Jahr 2020 um ein Fünftel auf 2,9 Millionen Fahrzeuge. Für das laufende Jahr prognostiziert der Verband der Automobilindustrie zwar einen Anstieg um acht Prozent auf 3,15 Millionen Einheiten. Damit würde die Pkw-Nachfrage aber noch deutlich unter den rund 3,5 Millionen Fahrzeugen der Jahre 2017 bis 2019 liegen.

11:11 Uhr

Ant Group beugt sich Druck von Regulatoren

Alibaba
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Der chinesische Amazon-Rivale Alibaba beugt sich einem Bericht zufolge dem Druck der Regulatoren und wandelt seine Fintech-Tochter in eine Finanzholding um. Ant Group werde sein gesamtes Geschäft, also auch die Technologiesparte und Bereiche wie Essensauslieferungen, unter das Dach einer Finanzholding packen, berichtete die Agentur Bloomberg unter Berufung auf Insider.

Damit würden die Regulatoren in China mehr Kontrolle über das riesige Fintech bekommen, das seine Pläne für den 37 Milliarden Dollar schweren Börsengang im Herbst auf Eis gelegt hatte. In den kommenden Tage solle der Wandel in eine Finanzholding offiziell verkündet werden, hieß es in dem Bericht. Ant lehnte einen Kommentar ab.

10:33 Uhr

Turbulenzen bei Gamestop: Yellen trommelt Wall-Street-Aufseher zusammen

US-Finanzministerin Janet Yellen wird angesichts der Gamestop-Börsenturbulenzen aktiv und ruft die obersten Aufseher der Wall Street zusammen. In dieser Woche werde es eine Zusammenkunft der Spitzen der Börsenaufsicht SEC, der Terminmärkte-Behörde Commodity Futures Trading Commission und der Notenbank Federal Reserve (Fed) sowie ihrem New Yorker Ableger geben, teilte das Ministerium mit.

Dabei soll es um die von einem Machtkampf zwischen Kleinanlegern und Hedgefonds ausgelösten hohen Kursschwankungen gehen. Einem Beamten des Finanzministeriums zufolge, der nicht namentlich genannt werden wollte, soll das Treffen möglicherweise schon am Donnerstag stattfinden. Von den Aufsichtsbehörden war zunächst keine Stellungnahme dazu erhältlich.

10:02 Uhr

Vor Wechsel an Konzernspitze: Kaeser kritisiert Krisenmanagement der Politik

Bei Siemens geht heute die Ära von Vorstandschef Joe Kaeser zu Ende. Nach der virtuellen Hauptversammlung endet seine Amtszeit. Über den Führungswechsel, seine Erfahrungen an der Konzernspitze und seine Kritik am Krisenmanagement der Politik in der Corona-Pandemie spricht der 63-Jährige mit ntv.

09:31 Uhr

Dax scheitert nur knapp an 14.000 Punkten

Die Käufe am deutschen Aktienmarkt haben sich auch zur Wochenmitte fortgesetzt. Für den Dax geht es in den ersten Handelsminuten um 1,1 Prozent auf 13.986 Punkte nach oben, der Leitindex scheitert nur knapp an der runden Marke von 14.000 Punkten. Damit bahnt sich der dritte Handelstag in Folge mit Gewinnen an.

Ein Belastungsfaktor der Vorwoche, das Gezerre zwischen professionellen Hedgefonds und in sozialen Netzwerken organisierten Privatanlegern, wird von Börsianern immer weniger als Bedrohung für die Märkte wahrgenommen. Der spekulative Grabenkrieg hatte Hedgefonds in Schieflage gebracht und für enorme Kursausschläge einzelner Aktien gesorgt. Der MDax der mittelgroßen Werte legte am Morgen um 0,8 Prozent zu auf 32 295 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann rund ein Prozent.

09:22 Uhr

Sony kommt dank PS5 gut durch die Pandemie

Sony
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Sony kommt vor allem dank des Geschäfts mit seiner Spielekonsole Playstation weiter gut durch die Corona-Pandemie. Im Weihnachtsquartal stieg der Umsatz um neun Prozent auf knapp 2,7 Billionen Yen (21,3 Milliarden Euro), wie der japanische Elektronik-Riese mitteilte. Beim Gewinn gab es einen Sprung von 62 Prozent auf rund 372 Milliarden Yen (knapp drei Milliarden Euro). Sony hob nach dem starken Abschneiden die Prognosen für das noch bis Ende März laufende Geschäftsjahr an.

Von der zum Weihnachtsgeschäft erschienenen neuen Konsole Playstation 5 verkaufte Sony 4,5 Millionen Geräte. Die Nachfrage war so hoch, dass die Playstation 5 kaum zu bekommen war. Zugleich legten Online-Dienste rund um die Playstation zu. Im Geschäft mit Filmen und TV-Sendungen machte Sony zwar weniger Umsatz angesichts der geschlossenen Kinos. Doch dadurch fielen auch die Marketing-Kosten für Kinostarts weg. Und in der Pandemie stiegen die Lizenzerlöse im TV-Geschäft und die Heimvideo-Verkäufe. Dadurch konnte die Sparte ihr operatives Ergebnis steigern. Der Elektronik-Bereich profitierte zugleich vom Verkauf teurerer Fernsehgeräte.

08:55 Uhr

Ökonom warnt vor "Dauer-Lockdown"

In der Debatte über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise hat der Wirtschaftsforscher Andreas Peichl vom Münchener Ifo-Institut in München vor möglichen Schäden für die Wirtschaft durch zu frühe Lockerungen gewarnt. "Das Virus stellt die Gefahr dar, auch für die Wirtschaft - und nicht die Maßnahmen gegen das Virus", sagt Peichl der "Süddeutschen Zeitung". "Wenn wir morgen alles öffnen, glaube ich nicht, dass die Leute wieder in die Restaurants rennen", fügte der Ökonom hinzu.

Der Inzidenzwert - die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in der Woche - müsse deutlich unter zehn fallen, sagte Peichl der Zeitung. Sonst könnte sich das Virus jederzeit rasch erneut ausbreiten. Deutschland solle den Lockdown daher "lieber jetzt ein paar Wochen länger durchhalten", sagte er. Der Ökonom zählt zur "No Covid"-Initiative, die null Neuinfektionen als Ziel hat.

08:32 Uhr

Ölpreise ziehen weiter an

Rohöl WTI
Rohöl WTI 63,25

Die Ölpreise sind heute weiter gestiegen. Nachdem sie in den vergangenen beiden Handelstagen noch stark zulegen konnten und die höchsten Niveaus seit etwa einem Jahr erreicht haben, ging es am Morgen nur noch leicht nach oben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 57,64 US-Dollar und damit 18 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 14 Cent auf 54,90 Dollar. Seit Beginn der Handelswoche sind der Preis für US-Öl und der für Brent-Öl um jeweils mehr als fünf Prozent gestiegen. Eine allgemein starke Kauflaune an den internationalen Finanzmärkten konnte die Ölpreise mit nach oben ziehen.

Darüber hinaus wurden die Ölpreise durch die Entwicklung der Ölreserven in den USA gestützt. Am Dienstagabend war am Markt bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche einen Rückgang der Lagerbestände an Rohöl um 4,3 Millionen Barrel verzeichnet hat. Sinkende Ölreserven in den USA stützen in der Regel die Ölpreise auf dem Weltmarkt. Am Nachmittag werden die offiziellen Lagerdaten der US-Regierung erwartet, die für neue Impulse bei den Ölpreisen sorgen könnten.

07:44 Uhr

Firmenbilanzen sollen Dax antreiben

Dax
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In Erwartung zahlreicher Konjunkturdaten und Firmenbilanzen wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute höher starten. Ihr Hauptaugenmerk richten Anleger dabei auf die Beschäftigtenzahlen der privaten US-Arbeitsagentur ADP. Sie geben einen Vorgeschmack auf die offiziellen Daten am Freitag. Analysten rechnen für Januar mit dem Aufbau von 49.000 Stellen in der US-Privatwirtschaft, nach einem Abbau von 123.000 Jobs im Vormonat.

Auf dem Terminplan stehen außerdem die Stimmungsbarometer der deutschen und europäischen Einkaufsmanager. Hier interessiert Börsianer, wie stark sich die jüngsten Coronavirus-Beschränkungen niederschlagen. Bei den Unternehmen hat Siemens trotz der Corona-Pandemie Umsatz- und Gewinnprognosen deutlich angehoben. Firmenchef Joe Kaeser gibt auf der Hauptversammlung des Technologiekonzerns seine Abschiedsvorstellung. Im Ausland öffnen unter anderem der Mobilfunker Vodafone und der "Gauloises"-Anbieter Imperial Brands ihre Bücher.

07:13 Uhr

Google-Mutter Alphabet wächst dank Werbung und Youtube

Alphabet
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Die Werbung bei der Google-Suchmaschine und der Videoplattform Youtube bleibt für die Konzernmutter Alphabet auch in der Corona-Pandemie ein lukratives Geschäft. Der Alphabet-Umsatz stieg im vergangenen Quartal um 23,5 Prozent auf 56,9 Milliarden Dollar (47,03 Milliarden Euro). Beim Gewinn gab es einen Sprung von fast 43 Prozent auf gut 15,2 Milliarden Dollar, wie der Internet-Riese nach US-Börsenschluss am Dienstag mitteilte. Youtube wird dabei zunehmend zu einem wichtigen Geschäft.

Die Werbeerlöse auf der Plattform stiegen im Jahresvergleich um 46 Prozent auf rund 6,9 Milliarden Dollar. Allerdings sind Anzeigen im Umfeld der Internet-Suche nach wie vor die zentrale Geldquelle von Google und Alphabet: Der Umsatz der Sparte wuchs um rund 17 Prozent auf 31,9 Milliarden Dollar.

06:30 Uhr

Starke Firmenbilanzen treiben Asiens Börsen an

Nikkei
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Starke Firmenbilanzen und Hoffnungen auf das von US-Präsident Joe Biden vorgeschlagene 1,9 Billionen Dollar schwere Hilfspaket steigern heute die Kauflaune der asiatischen Anleger. Die Demokraten im US-Kongress unternahmen erste Schritte, um das Konjunkturpaket notfalls ohne die Unterstützung der Republikaner zu verabschieden. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,8 Prozent höher bei 28.581 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1 Prozent und lag bei 1866 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,2 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,5 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 1,4 Prozent.

Die Anzeichen für eine Erholung der Weltwirtschaft werden von den Anlegern positiv bewertet: Die Einführung von Impfstoffen in vielen Ländern nimmt an Fahrt auf, die Bilanzsaison in den USA und Japan verlief bisher günstig und die Ölpreise sind auf dem höchsten Stand seit einem Jahr. "Alle Zutaten für eine schnelle Erholung ab dem zweiten Quartal werden in den Kuchen für die Wiedereröffnungsparty eingebacken", sagte Stephen Innes, Chefstratege für globale Märkte bei AxiCorp.

Im asiatischen Devisenhandel blieb der Dollar fast unverändert bei 105,01 Yen und legte 0,1 Prozent auf 6,4590 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,8977 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,2040 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0811 Franken an. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,3664 Dollar.