Mittwoch, 30. Oktober 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
17:51 Uhr

Dax gerät vor Fed-Entscheid ins Straucheln

Der Dax zollt seiner wochenlangen Rally Tribut. Vor wichtigen geldpolitischen Signalen der US-Notenbank Fed halten sich die Anleger zurück. Der Dax verliert 0,2 Prozent auf 12.910 Punkte.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 6,58

Derweil steigt in der laufenden Berichtssaison die Schlagzahl: Mit der Deutschen Bank, Bayer und Volkswagen legten allein drei Unternehmen aus dem Dax Zahlen vor. Die Deutsche Bank berichtete wegen ihres teuren Konzernumbaus auch für das dritte Quartal herbe Verluste. Deutsche-Bank-Titel waren mit fast acht Prozent Minus Dax-Schlusslicht. Dagegen zählte Bayer mit einem Kursanstieg um knapp zwei Prozent zu den Favoriten im Leitindex. Der deutliche Anstieg der Glyphosat-Klagen in den USA überraschte die Anleger nicht. Der Autobauer Volkswagen bleibt vorsichtig, hält aber an seinen Jahreszielen fest. Die Anleger honorierten dies mit einem Kursplus von zuletzt knapp einem halben Prozent.

Fiat Chrysler (Euro)
Fiat Chrysler (Euro) 14,51

Im Autosektor war die mögliche 50 Milliarden Euro schwere Fusion von Fiat Chrysler und Peugeot das Hauptgesprächsthema. Einem Insider zufolge könnte eine Einigung schon am Donnerstag verkündet werden. Die beiden Autobauer ergänzten sich gut, da Fiat Chrysler in Nordamerika stark sei und Peugeot in Asien und dem Rest der Welt, sagte Analyst Martino De Ambroggi von der Investmentbank Equita. Fiat-Aktien stiegen in Mailand um zehn Prozent auf 12,92 Euro. Das ist der größte Tagesgewinn seit fünf Jahren. In Paris waren Peugeot-Papiere mit 27,06 Euro zeitweise so teuer wie zuletzt vor elfeinhalb Jahren. Die Titel des Rivalen Renault, der zeitweise selbst mit einer Partnerschaft mit Fiat geliebäugelt hatte, fielen dagegen um 4,3 Prozent.

16:55 Uhr

Konsum und Kosmetik laufen rund

L'Oreal
L'Oreal 261,40

Kräftig nach oben um 4,7 Prozent schießen in Paris L'Oreal nach guten Drittquartalszahlen. Das organische Umsatzwachstum des Kosmetikkonzerns lag bei 7,8 Prozent und übertraf damit die UBS-Prognose von 6 Prozent deutlich. Sowohl Luxusgüter als auch Kosmetikprodukte steigerten die Umsätze deutlich.

RBC spricht von "starken" Geschäftszahlen und hebt positiv hervor, dass es keine Hinweise auf eine Wachstumsverlangsamung in China gebe. Dies unterstreichen ebenfalls gute Daten des Brillenriesens Essilorluxottica, bei dem der Umsatz gegenüber dem Vorjahr im dritten Quartal um mehr als 8 Prozent gesteigert werden konnte. Hier geht es 1,1 Prozent höher.

16:14 Uhr

Fusionsgespräche kommen bei Zulieferern nicht gut an

Continental
Continental 125,10

Die Fusionsgespräche zwischen Fiat Chrysler und Peugeot PSA kommen auch im Zuliefersektor nicht gut an. Ein Zusammenschluss hätte vermutlich negative Auswirkungen, denn die höhere Einkaufsmacht einer fusionierten Gruppe dürfte für Preis- und damit Margendruck sorgen.

Faurecia fallen um 4,9 Prozent, Valeo um 3,9 Prozent, Schaeffler um 3,3 Prozent und Continental um 4,4 Prozent.

15:40 Uhr

Wachwechsel bei der EZB - Freie Fahrt für negative Zinsen

Wachwechsel bei der EZB: Auf Mario Draghi folgt Christine Lagarde. Wie wird es in der Zinspolitik jetzt weitergehen? Wird Lagarde den Negativzins-Kurs von Draghi nur weiterführen oder vielleicht sogar noch verstärken? Darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Patrick Kesselhut von der Commerzbank.

 

15:23 Uhr

Mattel steuert auf größten Tagesgewinn der Geschichte hin

Mattel
Mattel 10,67

Die Wall Street zeigt sich zum Start vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) knapp behauptet. Fast als sicher gilt, dass am Abend eine weitere Senkung des Leitzinses um 25 Basispunkte kommen wird - es wäre die dritte in diesem Jahr. Der Dow-Jones-Index verliert eine halbe Stunde nach der Eröffnung 0,1 Prozent auf 27.057 Punkte. Für Zurückhaltung sorgt nicht nur der bevorstehende Zinsentscheid; nach Börsenschluss legt Apple seine Geschäftszahlen vor. Das Geschäft bei dem Technologieriesen gilt mittlerweile als eine Art Konjunkturbarometer.

Die Mattel-Aktie schießt um knapp 18 Prozent nach oben. Der Spielzeughersteller hat mehr verdient als erwartet. Zu verdanken war dies einerseits Kostensenkungen, andererseits verkauften sich die Produkte des Konzerns im Quartal sehr gut. Positiv wurde auch aufgenommen, dass Mattel Betrugsvorwürfe eines sogenannten Whistleblowers weitgehend ausräumen konnte, auch wenn die Geschäftszahlen zweier Quartale des Jahres 2017 neu ausgewiesen werden müssen.

Mit einem Minus von 1,1 Prozent zeigen sich dagegen Electronic Arts. Der Spieleentwickler hat zwar den Ausblick erhöht, doch hatten sich einige Analysten hier mehr erwartet. Mit Enttäuschung werden auch die Geschäftszahlen von AMD aufgenommen. Die Papiere des Chipherstellers reduzieren sich um 0,2 Prozent.

14:41 Uhr

"Pendel schlägt auf US-Wirtschaft zurück"

"Das Wachstum fällt zwar besser aus als erwartet worden war, doch die BiP-Zuwachsraten werden im Trend kleiner. Eines wird damit deutlich: Die USA sind nun selbst vom Handelskrieg betroffen. Bislang waren die Hauptleidtragenden der Zollkonflikte in Europa und Asien zu finden, jetzt schlägt das Pendel auf die US-Wirtschaft selbst zurück.

Dies wird deutlich beim Blick auf die privaten Investitionen. Letztere geben deutlich nach und drücken die Wachstumsrate. Aufgrund der mit den Zollkonflikten einhergehenden Unsicherheiten nehmen die Unternehmen weniger Geld in die Hand. Gegenüber dem Vorquartal sind es nämlich die Anlageinvestitionen, die das Wachstum drücken.

Wichtige Stütze des Wachstums ist der private Konsum. Das muss nicht weiter verwundern. Der kräftige Stellenaufbau über die vergangenen Jahre hinweg und steigende Löhne lassen die privaten Ausgaben steigen. Der robuste Konsum wird auch in den kommenden Quartalen der wichtigste Treiber des US-Wachstums bleiben."

14:29 Uhr

Einspruch fallen gelassen: Facebook stimmt Geldstrafe zu

Facebook
Facebook 195,10

Der Internetkonzern stimmt der britischen Informationsbehörde ICO zufolge einer Geldstrafe in Höhe von 500.000 Pfund (rund 580.000 Euro) wegen Verstößen gegen das Datenschutzgesetz zu. Dass Facebook seinen Einspruch gegen die im vorigen Jahr verhängte Strafe in eher symbolischer Höhe fallengelassen habe, bedeute kein Eingeständnis von Facebook, teilte die ICO mit.

Die Behörde hatte die Strafe im Zusammenhang mit dem Datenskandal verhängt, in den die britische Analysefirma Campridge Analytica verwickelt war. Sie hatte die Daten von mindestens einer Million britischer Nutzer gesammelt und für politische Zwecke verwendet. Facebook erklärte, man begrüße die Einigung und bedaure, sich 2015 nicht intensiver mit den Vorwürfen gegen Cambridge Analytica befasst zu haben.

13:54 Uhr

Konzernumbau reißt Deutsche Bank tief in Verlustzone

Deutsche Bank fallen um 5,2 Prozent nach Geschäftszahlen. Der Verlust ist zwar etwas kleiner ausgefallen als befürchtet - statt der geschätzten 931 Millionen Euro liegt er bei 832 Millionen.

"Die Erträge liegen aber ebenfalls unter den Erwartungen", so ein Händler. Auch bei der DWS lagen die Erträge im dritten Quartal unter den Erwartungen. Die Aktien geben um 2,6 Prozent nach.

 

13:51 Uhr

Überraschendes US-BiP-Wachstum treibt Dollar

US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,90

Ein überraschend hohes US-Wirtschaftswachstum verschafft dem Dollar Auftrieb. Der Dollar-Index, der die Weltleitwährung zu anderen wichtigen Devisen misst, springt auf ein Tageshoch von 97,73 Punkten. Der Euro wertet im Gegenzug auf knapp über 1,11 Dollar ab nach zuvor 1,1120 Dollar. Das US-Bruttoinlandsprodukt wuchs im dritten Quartal annualisiert um 1,9 Prozent statt wie erwartet nur um 1,6 Prozent.

13:18 Uhr

Minister bestätigt baldigen Aramco-Börsengang

Einer der weltgrößten Börsengänge aller Zeiten rückt näher: "Es wird bald kommen", sagte der neu angetretene saudi-arabische Energieminister, Prinz Abdulasis bin Salman, auf einer Investorenkonferenz über Pläne für den kurzfristigen Börsengang des weltgrößten Ölkonzerns Saudi Aramco. Die Entscheidung liege bei Kronprinz Mohammed bin Salman.

Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass der offizielle Startschuss für den Börsengang für den 3. November geplant sei. Demnach wolle Saudi Aramco einen Anteil von ein bis zwei Prozent platzieren - ein Emissionsvolumen von mehr als 20 Milliarden Dollar.

Der bereits vor drei Jahren ins Spiel gebrachte Börsengang von Saudi Aramco verzögerte sich immer wieder. Erst Mitte des Monats hatte der Öl-Riese entschieden, die Erstemission nach den Anschlägen auf Förderanlagen im Herzen der saudi-arabischen Ölindustrie zu verschieben.

12:22 Uhr

GE macht erneut Milliardenverlust

Der Industriekonzern General Electric (GE) hat seinen Verlust im dritten Quartal erheblich eingegrenzt. Allerdings stand unter dem Strich wegen Belastungen aus der laufenden Restrukturierung immer noch ein Fehlbetrag von 9,5 Milliarden US-Dollar. Im Kerngeschäft verdiente GE unterdessen Geld und erhöhte seinen Cashflow-Ausblick für das laufende Jahr.

General Electric
General Electric 11,52

Im dritten Quartal erwirtschaftete GE einen Cashflow aus dem Industriegeschäft von 650 Millionen Dollar. Im Gesamtjahr erwartet der Konzern nun einen positiven Wert von bis zu 2 Milliarden Dollar. Bisher hatte die Prognose auf minus 1 bis plus 1 Milliarde Dollar gelautet.

Eine massive Wertberichtigung im Energiegeschäft hatte GE im dritten Quartal des Vorjahres einen massiven Verlust beschert. Der Konzern wies seinerzeit einen Fehlbetrag von 22,8 Milliarden Dollar aus.

10:50 Uhr

VW: "Das Beste der Party ist vorbei"

Bei Volkswagen mischt sich angesichts der mauen Autokonjunktur immer mehr Skepsis in die Aussichten für die kommenden Jahre. Der Konzern bekräftigte zwar für das laufende Jahr seine Prognose einer operativen Rendite vor Sondereffekten von 6,5 bis 7,5 Prozent.

Zugleich mehren sich jedoch die Warnsignale. So seien die Auftragseingänge für schwere Lkw in Europa zuletzt im zweistelligen Prozentbereich geschrumpft. "Das Beste der Party ist vorbei", sagt Finanzvorstand Frank Witter.

10:26 Uhr

Zahl der Glyphosat-Klagen verdoppelt - Bayer verdient mehr Geld

Die Klagewelle in den USA gegen den Pharma- und Chemiekonzern Bayer um den Unkrautvernichter Glyphosat hat nochmals deutlich zugenommen. Bis zum 11. Oktober wurden etwa 42.700 Klagen zugestellt, wie Bayer bei der Vorlage der Geschäftszahlen für das dritte Quartal mitteilte. Das sind mehr als doppelt so viel als die 18.400 von Mitte Juni. Die Klagezahl schnellt seit August 2018 nach oben.

Bayer
Bayer 70,45

Bayer hat mittlerweile drei Prozessniederlagen in den USA hinnehmen müssen und war in erster Instanz zu hohen Strafen verurteilt worden. Zuletzt hatten die Klägeranwälte erneut um weitere Mandanten geworben. Der Druck auf Bayer, sich in einem Vergleich mit der Gegenseite zu einigen, dürfte damit steigen.

Bei den Jahreszielen sieht sich der Konzern hingegen auf Kurs. Bayer profitierte im dritten Quartal von der Nachfrage nach Medikamenten wie dem Gerinnungshemmer Xarelto. Auch das Agrar-Geschäft, in dem der 2018 übernommene US-Saatgutkonzern Monsanto aufging, legte zu. Der Konzernumsatz stieg in den drei Monaten bis Ende September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,1 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte um 7,5 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro zu.

09:53 Uhr

Peugeot- und Fiat-Aktien gehen durch die Decke

In der kriselnden Autobranche bahnt sich eine Großfusion an: Fiat Chrysler und PSA bestätigen Gespräche über eine Fusion. Die Absicht sei, einen weltweit führenden Konzern zu schaffen, teilten der italienisch-amerikanische Konzern und sein französischer Rivale mit.

An der Börse kommt die Nachricht gut an. Die Aktien der Opel- und Peugeot-Mutter PSA gewinnen rund 8 Prozent an Wert, die Papiere von Fiat Chrysler steigen mehr als 10 Prozent.

PSA Peugeot Citroën
PSA Peugeot Citroën 23,83
Fiat Chrysler USD
Fiat Chrysler USD 16,03

 

09:14 Uhr

Lagarde kritisiert Bundesregierung

Die künftige EZB-Chefin Christine Lagarde hat kurz vor ihrem Amtsantritt Deutschland aufgefordert, im Kampf gegen die Konjunkturschwäche mehr zu investieren. "Länder, vor allem solche mit Haushaltsspielraum, haben nicht wirklich die nötigen Anstrengungen unternommen", sagte sie dem französischen Radiosender RTL. Diejenigen, die wie Deutschland und die Niederlande einen Haushaltsüberschuss aufweisen, sollten diesen nutzen und beispielsweise in die Infrastruktur investieren.

Das sieht der scheidende EZB-Präsidenten Mario Draghi ähnlich, er fand damit bei der Bundesregierung allerdings kein Gehör.

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09:06 Uhr

Dax startet unentschlossen

Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit leichten Verlusten in den Tag. Der Dax verharrt bei 12.926 Punkten, während der MDax 0,2 Prozent auf 26.234 Zähler abgibt. Der TecDax tendiert 0,1 Prozent im Minus bei 2806 Punkten.

08:59 Uhr

Asiens Leitbörsen bangen wegen US-China-Streits

Die Sorge vor einem anhaltenden Handelsstreit zwischen den USA und China hat die asiatischen Börsen gebremst. In Tokio fiel der Nikkei-Index um 0,6 Prozent auf 22.843 Punkte und verlor damit so stark wie seit drei Wochen nicht mehr. Der breiter gefasste Topix-Index lag 0,2 Prozent im Plus. An den Börsen in China ging es bis zu 0,5 Prozent abwärts.

Nikkei
Nikkei 23.303,32

Die Unterzeichnung des vereinbarten Teil-Handelsabkommens mit China könnte sich nach Angaben eines US-Regierungsvertreters womöglich verzögern. Die USA und die Volksrepublik arbeiteten zwar weiter an einer Einigung, sagte der Regierungsbeamte am Dienstag. Allerdings sei es denkbar, dass diese beim Apec-Gipfel in Chile im kommenden Monat noch nicht unterschriftsreif sei. Außerdem hielt der anstehende Zinsentscheid der US-Notenbank Fed Investoren von größeren Engagements ab.

08:42 Uhr

Opel-Mutter bestätigt Fusionsgespräche mit Fiat Chrysler

Was zunächst nur eingeweihte Kreise meldeten, bestätigen jetzt PSA und Fiat Chrysler: Die Autobauer führen Gespräche über eine Fusion. Zusammen wollten sie einen weltweit führenden Konzern schaffen, teilten der italienisch-amerikanische Konzern und sein französischer Rivale mit.

Die Berichte vom Vortag hatten die Aktien von Fiat Chrysler an der Wall Street bereits nach oben getrieben. Weitere Details haben die Konzerne bisher nicht mitgeteilt. Nach Aussagen eines Insiders könnte durch einen Zusammenschluss ein neuer Autogigant im Wert von 50 Milliarden Dollar entstehen.

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08:27 Uhr

Glyphosat-Klagen überrollen Bayer

Auf Bayer kommen immer mehr Klagen zu wegen des Unkrautvernichters Glyphosat. Der Konzern muss sich in den USA inzwischen gegenüber 42.700 Klägern verantworten - das sind erheblich mehr als noch im Juli, als es gut 18.400 Kläger waren. Grund für die Klagen ist die angeblich krebserregende Wirkung des Herbizids.

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern teilte mit, gute Argumente zur Verteidigung gegen die erhobenen Ansprüche zu haben und weiterhin zu beabsichtigen, gegen die bisherigen Urteile anzugehen. Im dritten Quartal stieg der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) um 7,5 Prozent auf 2,29 Milliarden Euro. Der Umsatz legte um rund sechs Prozent auf 9,83 Milliarden zu.

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08:03 Uhr

Volkswagen steigert Gewinn kräftig

Volkswagen meldet ein ordentliches Gewinnplus, dämpft aber die Absatzerwartungen für dieses Jahr. Das operative Ergebnis verbesserte sich im Zeitraum Juli bis September um fast ein Viertel auf 13,5 Milliarden Euro, wie der weltgrößte Autokonzern mitteilte. Dabei schlugen Kosten für Rechtsrisiken im Zusammenhang mit dem Dieselskandal von 1,3 Milliarden Euro zu Buche. Der Umsatz erhöhte sich um rund sieben Prozent auf 186,6 Milliarden Euro.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 183,46

Während der Vorstand die Renditeprognose für das laufende Jahr bekräftigte, senkte er die Absatzerwartungen. Die Auslieferungen an Kunden sollen nun auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Bislang hatte der Konzern einen leichten Anstieg erwartet. Der Konzernumsatz soll weiterhin um bis zu fünf Prozent steigen und bei der operativen Rendite vor Sondereinflüssen peilt Volkswagen einen Wert in der Spanne von 6,5 bis 7,5 Prozent an. Inklusive Sondereinflüssen werde die Umsatzrendite am unteren Rand des Korridors liegen.

07:47 Uhr

Credit Suisse verdoppelt ihren Gewinn

Credit Suisse kann sich im dritten Quartal über einen kräftigen Gewinnsprung freuen. Verantwortlich sind dafür steigende Erträge in der Vermögensverwaltung und rückläufige Altlasten. Die zweitgrößte Schweizer Bank verdiente damit nach eigenen Angaben unter dem Strich 881 Millionen Franken - mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten mit weniger gerechnet.

Credit Suisse
Credit Suisse 11,84

Zum laufenden Quartal äußerte sich die Bank allerdings vorsichtig. Der übliche saisonale Rückgang und das schwierige politische Umfeld dürften sich auch in den Erträgen abzeichnen.

07:26 Uhr

Honda plant Milliarden-Fusion mit Hitachi

In der derzeit unter Druck stehenden Autozulieferer-Branche prüfen die japanischen Unternehmen Honda und Hitachi den Zusammenschluss eines Großteils ihrer Geschäfte in diesem Segment.

Hitachi
Hitachi 34,52

Dabei will Honda, der zweitgrößte Autobauer des Landes, die drei Beteiligungen Keihin, Nissin Kogyo und Showa in das neue Unternehmen einbringen. Der Elektronikkonzern Hitachi soll seine auf autonomes und vernetztes Fahren spezialisierte Tochter Hitachi Automotive beisteuern.

Die Aktienkurse der an der Tokioter Börse notierten Honda-Beteiligungen zogen nach Bekanntwerden der Fusionspläne kräftig an. Sollte der Zusammenschluss über die Bühne gehen, würde ein Autozulieferer mit einem Umsatz von 17 Milliarden Dollar (15 Mrd. Euro) entstehen und damit den Abstand zu den größten Anbietern der Welt verringern - darunter Bosch, Continental und ZF Friedrichshafen.

07:09 Uhr

Airbus meldet kräftigen Gewinnsprung

Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat seinen Gewinn in den ersten neun Monaten deutlich erhöht. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) stieg um 51 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro, wie der Konzern mitteilte. Der Umsatz kletterte auf 46,2 Milliarden Euro – im Vorjahr waren es zu diesem Zeitpunkt 40,4 Milliarden Euro.

Airbus
Airbus 135,82

Die Auslieferungsplanung für das Gesamtjahr korrigierte das Unternehmen auf 860 von 880 bis 890 nach unten, was Konzernchef Guillaume Faury bereits im Sommer angedeutet hatte. Das Gewinnziel für das Gesamtjahr bestätigte Airbus dagegen und erklärte, man rechne weiter mit einer Steigerung des bereinigten Ebit um etwa 15 Prozent.

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