Mittwoch, 04. Juli 2018Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
17:37 Uhr

Dax schließt im Minus

Der Frankfurter Aktienmarkt geht schwächer aus dem Handel. Der Dax verliert 0,2 Prozent auf 12.317 Punkte, der MDax 0,8 Prozent auf 25.664 Zähler. Der TecDax gibt 0,2 Prozent auf 2698 Punkte ab.

Derweil werfen die US-Importzölle auf chinesische Produkte, die an diesem Freitag in Kraft treten sollen, und die von Peking angedrohten Gegenmaßnahmen ihre Schatten voraus. Die Wall Street hatte am Dienstag den verkürzten Handel mit Verlusten beendet und bleibt heute wegen des Unabhängigkeitstages in den Vereinigten Staaten geschlossen. Von den schwachen asiatischen Märkten kam ebenfalls keine Unterstützung für den Dax.

Im Dax zählen die Aktien des Halbleiterkonzerns Infineon mit minus 1,8 Prozent zu den größten Verlierern. Dass der US-Chiphersteller Micron Technology laut einem Konkurrenten viele seiner Produkte vorerst nicht mehr nach China verkaufen darf, sorge auch hierzulande für eine negative Branchenstimmung, sagt ein Händler.

Größter Verlierer im MDax mit minus 6,6 Prozent sind die Papiere von CTS Eventim. Grund ist die Furcht vor einer trägen Geschäftsentwicklung des Ticketvermarkters und Event-Veranstalters, die sich in kritischen Analystenkommentaren niederschlägt.

16:44 Uhr

Euro verliert an Wert

Der Kurs des Euro ist heute gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1642 (Gestern: 1,1665) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8590 (0,8573) Euro. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88108 (0,88350) britische Pfund, 128,64 (129,09) japanische Yen und 1,1557 (1,1573) Schweizer Franken fest.

16:31 Uhr

HNA-Gründer starb durch Sturz von Mauer

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AP

Am Vormittag wurde ja bekannt, dass der Mitgründer und Verwaltungsratschef des undurchsichtigen chinesischen HNA-Konzerns, Wang Jian, tot ist. Er starb nach Angaben der Firmengruppe bei einer Geschäftsreise in der Provence, nachdem er sich bei einem Sturz schwere Verletzungen zugezogen habe.

Nun hat sich die französische Polizei geäußert. Ihr zufolge sieht es nach einem Unfall. Wang habe sich im südfranzösischen Bonnieux auf eine Mauer gestellt, damit seine Familie ein Foto von ihm machen könne. Er sei dann 15 Meter in die Tiefe gestürzt. Die Todesursache solle eine Autopsie klären.

Wang galt als treibende Kraft hinter der 50 Milliarden Dollar schweren Einkaufstour, bei der HNA auch Großaktionär der Deutschen Bank wurde, milliardenschwere Übernahmen stemmte und sich an bekannten Konzernen wie den Hotelgruppen Hilton und NH Hotel beteiligte. Auch der Flughafen Hahn im Hunsrück gehört seit vergangenem Jahr HNA.

Viele der Beteiligungen hat der nach den Zukäufen in aller Welt hochverschuldete Konzern in den vergangenen Monaten losgeschlagen, um an flüssige Mittel zu kommen

Mitgründer Chen Feng, der wie Wang den Titel Verwaltungsratschef führt, repräsentiert HNA in der Öffentlichkeit, während Wang sich um die Strategie und das Tagesgeschäft kümmerte.

14:52 Uhr

VW will Carsharing anbieten

Volkswagen will in das Carsharing-Geschäft einsteigen. Das Angebot solle es ab 2019 in Deutschland geben, teilte der Konzern mit. Im Folgejahr solle das Projekt auf große Städte in Europa, Nordamerika und Asien ausgedehnt werden. "Wir sind der Überzeugung, dass der Carsharing-Markt noch Potenzial hat", sagte Volkswagen-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann.

Die Konkurrenten BMW und Daimler sind bereits mit Carsharing-Angeboten am Start und wollen ihre Geschäfte zusammenlegen.

14:20 Uhr

Verdrängt Wirecard die Commerzbank?

Wirecard befindet sich auf dem Weg in den deutschen Leitindex Dax. "Nach aktuellem Stand dürfte die Aktie des Zahlungsabwicklers im September in den Dax kommen", sagt Index-Expertin Petra von Kerssenbrock von der Commerzbank. Kollege Uwe Streich von der LBBW ist derselben Ansicht.

Wie jedes Jahr überprüft der Arbeitskreis Aktienindizes im September die Zusammensetzung des Dax, in dem sich die 30 wichtigsten börsennotierten deutschen Unternehmen befinden. Kriterien sind Börsenumsatz und Börsenwert eines Unternehmens. Und demnach sieht es gut für Wirecard aus.

Der Börsenwert des Abwicklers von elektronischem Zahlungsverkehr, den die Deutsche Börse am Anteil der frei handelbaren Aktien misst, liegt derzeit bei rund 16,5 Milliarden Euro. Damit  wäre die Aktie schon längst in der ersten Börsenliga.

Da die Wirecard-Aktie nun auch beim Börsenumsatz einen entscheidenden Sprung gemacht hat, ist der Weg in den Dax aus heutiger Sicht nun frei. Ausscheiden aus dem Leitindex müsste im September laut Streich aktuell die Commerzbank. Zweitkleinster Wert ist Beiersdorf.

Wichtig sind Index-Änderungen vor allem für Fonds, die Indizes exakt nachbilden. Dort muss dann entsprechend umgeschichtet und umgewichtet werden, was in der Regel Einfluss auf die Aktienkurse hat.

13:08 Uhr

Walmart beugt sich Trump-Anhängern

Der US-Einzelhandelsriese Walmart hat nach heftigen Protesten von Anhängern von US-Präsident Donald Trump T-Shirts und andere Kleidung mit einem kritischen Slogan aus seinem Angebot entfernt. Die Artikel mit der Aufschrift "Impeach 45" ("Stürzt 45") in Anspielung auf den 45. US-Präsidenten tauchten nicht mehr auf den Internetseiten des Unternehmens auf, sagte ein Firmensprecher. Die Kleidung hatte für heftige Kritik und Boykottaufrufe gesorgt.

Walmart
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Walmart habe zwar das Recht, T-Shirts mit der Aufschrift "Impeach 45" zu verkaufen, Konsumenten hätten jedoch ebenso das Recht, das Unternehmen deswegen zu boykottieren, twitterte etwa der Vorsitzende der Organisation Students for Trump, Ryan Fournier. "Das ist das Schöne am Kapitalismus." Für seinen mit dem Hashtag #BoycottWalmart versehenen Beitrag erhielt er reichlich Zuspruch.

Walmart erklärte zur Verteidigung, es handle sich bei den T-Shirts und Babysachen nicht um Artikel, die direkt von dem Unternehmen verkauft würden, sondern von Drittanbietern. Die Ware sei aber entfernt worden und zudem würden die internen Leitlinien überprüft. Walmart bot gleichwohl weiterhin Artikel mit Trumps Slogan "Make America Great Again" an.

12:21 Uhr

China stemmt sich gegen Yuan-Verfall

Seit Wochen verliert die chinesische Währung an Wert, seit Mitte Juni hat der Yuan zum Dollar vier Prozent eingebüßt. Gestern versuchte Chinas Notenbank gegenzusteuern, offenbar mit Erfolg. Heute stabilisiert sich die Devise, der Dollar verliert um 0,6 Prozent auf 6,6009 Yuan.

"Die Notenbank hat zur Bremse gegriffen und zumindest für den Augenblick kehrt wieder etwas Ruhe ein - auch dank der Hilfe größerer Staatsbanken, die der Währung mittels Dollar-Verkäufen auf die Beine helfen", sagt Stratege Stephen Innes vom Handelshaus Oanda. "Allerdings wird der Yuan weiter unter Druck stehen, bis es einen Kompromiss im Handelskonflikt gibt."

Danach sah es zur Wochenmitte allerdings nicht aus, im Gegenteil: Vor Inkraftsetzung der US-Zölle am Freitag kündigte China ebenfalls Zölle auf US-Güter im gleichen Umfang von 34 Milliarden Dollar an.

Notenbank-Gouverneur Yi Gang hatte gestern gesagt, die chinesische Konjunktur stehe auf einem intakten Fundament. Die Notenbank werde weiterhin dafür sorgen, dass der Yuan stabil bleibe. Die grenzüberschreitenden Kapitalflüsse seien unter Kontrolle, sagte Yi.

In staatlich kontrollierten Medien wurden die Kursverluste als "irrationale Überreaktion" bezeichnet. Anleger sollten nicht in Panik verfallen wegen des Handelsstreits mit den USA.

12:05 Uhr

Wie gut geht es der Autoindustrie?

 

11:46 Uhr

Chinesisches Gericht bremst US-Konzern aus

Inmitten des eskalierenden Handelsstreits mit den USA hat ein chinesisches Gericht dem amerikanischen Halbleiterhersteller Micron offenbar den Verkauf von 26 Chip-Produkten in der Volksrepublik untersagt. Grund für die einstweilige Verfügung sei eine Patentrechtsverletzung, wie das konkurrierende taiwanische Unternehmen United Microelectronics und dessen chinesischer Partner mitteilten.

Die beiden Chiphersteller streiten seit längerem. Im Dezember reichte Micron im US-Bundesstaat Kalifornien eine Zivilklage ein, in der UMC und dessen chinesischem Partner Fujian Jinhua Integrated Circuit die Verletzung geistigen Eigentums vorgeworfen wird. UMC konterte mit einer Klage in China.

Micron-Aktien hatten gestern in einem schwachen Umfeld mehr als fünf Prozent nachgegen. Der US-Konzern erwirtschaftet rund die Hälfte der Umsätze in der Volksrepublik. Dagegen legten UMC-Aktien zu.

11:33 Uhr

Dax fällt zurück

Dem deutschen Aktienmarkt fehlt Rückenwind von den Übersee-Börsen. Zudem werfen die US-Importzölle auf chinesische Produkte, die an diesem Freitag in Kraft treten sollen, und die von Peking angedrohten Gegenmaßnahmen bereits ihre Schatten voraus.

Der Leitindex Dax tendiert 0,3 Prozent im Minus bei 12.308 Punkten. Nach einem verhaltenen Wochenstart hatte Deutschlands wichtigster Aktienindex gestern deutlich von der Einigung zwischen CDU und CSU im Asylstreit profitiert.

Noch schwächer als der Dax präsentieren sich die anderen deutschen Indizes: Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen geht es um 0,6 Prozent auf 25.698 Punkte nach unten, und der Technologiewerte-Index TecDax verliert 0,8 Prozent auf 2683 Zähler.

Die Wall Street hatte gestern den verkürzten Handel mit Verlusten beendet und bleibt heute wegen des Unabhängigkeitstages in den Vereinigten Staaten geschlossen. Von den schwachen asiatischen Märkten kommt ebenfalls keine Unterstützung für den Dax, und die Agenda an Konjunkturdaten und Unternehmenszahlen bleibt übersichtlich.

10:56 Uhr

"USA werden den Handelskrieg gegen China gewinnen"

Dirk Müller ist sich sicher: Die USA werden aus dem Handelskonflikt mit China als Sieger hervorgehen. "Die USA werden gewinnen, dafür aber einen großen Preis bezahlen", sagt der ehemalige "Mr. Dax" im Interview mit n-tv-Börsenreporterin Sabrina Marggraf.

Müllers Begründung: Die USA haben neben den Zöllen eine weitere Waffe, nämlich die Zinsen. Da die US-Notenbank die Zinsen erhöhe, verzeichne China eine Kapitalflucht. Zudem schmiere Chinas Währung ab.

"Wenn es zum großen Einbruch in China kommt, wird das Konsequenzen für die Weltwirtschaft haben", sagt Müller und prophezeit eine "Vollbremsung".

Das ganze Interview sehen Sie hier. Darin erfahren Sie unter anderem auch, was das alles für Sojabohnen bedeutet.

 

10:01 Uhr

Gründer der mysteriösen HNA stirbt

Wang Jian, ein Mitgründer der hochverschuldeten chinesischen HNA-Gruppe, ist tot. Der 57-Jährige kam nach Angaben des Konglomerats bei einem Unfall in Frankreich ums Leben. Wang sei bei einer Geschäftsreise in der Provence gestürzt. Weitere Angaben machte die HNA nicht.

Wang war Verwaltungsratschef der undurchsichtigen Gruppe, ihm gehörten offiziell 15 Prozent der Anteile.

Der Mischkonzern hatte in den zurückliegenden Jahren für rund 50 Milliarden Dollar in aller Welt Beteiligungen und Immobilien erworben - auf Pump. Sie ist unter anderem Großaktionär der Deutschen Bank.

Zuletzt hatte die HNA-Führung die Gläubiger vor einem Liquiditätsengpass gewarnt und damit begonnen, sich von einem Teil der Investments zu trennen, um wieder an flüssige Mittel zu gelangen. Die Beteiligung an der Deutschen Bank verringerten die Chinesen kürzlich auf 7,6 Prozent.

Mehr zur HNA, die im Grunde aus dem Nichts entstanden ist, lesen Sie hier.

09:29 Uhr

Whatsapp reagiert auf Lynchjustiz

Whatsapp will mit breitangelegten Kooperationen gegen Lynchjustiz in Indien vorgehen. Die Verbreitung von Falschnachrichten solle künftig durch Partnerschaften zwischen der Facebook-Tochter, der Zivilgesellschaft und der Regierung bekämpft werden, teilte der US-Konzern mit. Es gehe darum, die Weiterverbreitung von Falschnachrichten zu verhindern. Zugleich würden entsprechende Anzeigen in Indien geschaltet.

Facebook
Facebook 333,12

Gestern hatte das indische IT-Ministerium Whatsapp dazu aufgefordert, stärker gegen Missinformation und provokative Inhalte vorzugehen.

In den vergangenen Monaten war es mehrmals zu Lynchjustiz und Massenausschreitungen nach der Verbreitung von Falschnachrichten gekommen. Indien ist mit mehr als 200 Millionen angemeldeten Nutzern der größte Markt für den Messengerdienst.

09:13 Uhr

Dax startet unentschlossen

Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit leichten Verlusten in den Tag. Der Dax verliert 0,1 Prozent auf 12.328 Punkte, während der TecDax 0,4 Prozent auf 2694 Zähler abgibt. Der MDax büßt 0,3 Prozent auf 25.781 Punkte ein.

08:53 Uhr

Ölpreise ziehen wieder an

Brent Rohöl
Brent Rohöl 72,88

Die Ölpreise haben sich von ihrem Preisrutsch am Dienstagnachmittag erholt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete am Morgen 78,11 US-Dollar. Das waren 35 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 40 Cent auf 74,54 Dollar.

Am Dienstag hatten die Ölpreise zunächst zugelegt, waren aber im Nachmittagshandel stark unter Druck geraten. Vor dem Preisrutsch war amerikanisches Rohöl erstmals seit Ende 2014 über die Marke von 75 Dollar gestiegen. Dann folgte jedoch ein rascher Einbruch um bis zu zweieinhalb Dollar. Später stabilisierten sich die Preise wieder.

Die Lage am Ölmarkt ist nach wie vor durch Engpässe geprägt. Dazu tragen Förderausfälle in zahlreichen Ländern bei, darunter Libyen und Venezuela. Hinzu kommen Sanktionen der USA gegen den Iran, die den Ölverkauf des Landes deutlich belasten dürften. Das Ölkartell Opec und mit ihm verbündete Staaten haben zwar angekündigt, die Ausfälle auszugleichen. Fachleute bezweifeln aber, dass die avisierte Fördererhöhung von etwa einer Million Barrel pro Tag ausreichen wird

08:49 Uhr

Minuszeichen dominieren bei asiatischen Börsen

Die Angst vor einem Handelskrieg mit den USA setzt den asiatischen Börsen zunehmend zu. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 0,3 Prozent auf 21.717 Punkte nach. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte außerhalb Japans fiel um 0,4 Prozent.

Am Freitag treten US-Strafzölle auf chinesische Waren im Volumen von 34 Milliarden Dollar in Kraft. "Das ist der entscheidende Tag, aber der Handelskonflikt wird an den Märkten auch danach Thema bleiben, da es unwahrscheinlich ist, dass sich die Lage vor den Zwischenwahlen im November beruhigen wird", sagte Analyst Yutaka Miura vom Handelshaus Mizuho Securities.

Im Technologiesektor gerieten vor allem Chipwerte unter Druck. Für Verunsicherung sorgte, dass ein chinesisches Gericht dem amerikanischen Halbleiterhersteller Micron offenbar den Verkauf von 26 Chip-Produkten in der Volksrepublik untersagt.

An den chinesischen Börsen lag der Index der Börse Shanghai rund ein Prozent im Minus. Anleger macht die seit Wochen fortschreitende Abwertung der Landeswährung Yuan zunehmend nervös. Am Devisenmarkt stabilisierte sich Yuan. Seit Mitte Juni hat die auch als Renmimbi bekannte Währung rund vier Prozent abgewertet. Händlern zufolge versuchen größere Staatsbanken dem Verfall mit Stützungskäufen gegenzusteuern.

07:52 Uhr

US-Absatzzahlen kaum Kurstreiber für Autowerte

Keinen deutlichen Kurstreiber für Autoaktien machen Händler in den US-Absatzzahlen für Juni aus. Die Zahlen an sich seien gut, wichen aber außer bei Mercedes nicht großartig von den Erwartungen ab, heißt es am Markt. Etwas überrascht zeigt man sich beim Plus von 5,7 Prozent bei VW, denen die US-Kunden anscheinend den Diesel-Skandal verziehen haben. Negativ hervor rage allerdings der Einbruch von 9,7 Prozent bei Mercedes.

Am besten unter den europäischen Herstellern hätten Fiat Chrysler mit einem Plus von 8 Prozent abgeschnitten. Daher sollten deren Aktien im Sektor weiter outperformen. Übergeordnet hänge jedoch das Damoklesschwert von Strafzöllen über dem Markt, so dass das Faktorgewicht von monatlichen Absatzzahlen in den Portfolios stark zurückgegangen sei.

07:42 Uhr

Euro präsentiert sich stabil

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,13

Der Euro hat sich im frühen Handel deutlich über der Marke von 1,16 US-Dollar gehalten. Die über Nacht erzielten Gewinne konnte die Gemeinschaftswährung aber nicht vollständig halten. Am Mittwochmorgen kostete ein Euro 1,1668 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1665 Dollar festgesetzt.

In den USA ist die Aktivität wegen des Unabhängigkeitstages heute gering. In den Vereinigten Staaten werden am Independence Day auch keine neuen Konjunkturdaten veröffentlicht.

07:26 Uhr

Dax vorbörslich etwas leichter - kein Handel in den USA

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(Foto: picture alliance / dpa)

Mit einem leichteren Start an Europas Börsen rechnen Händler. Der erhoffte Dax-Ausbruch über die Marke von 12.400 Punkten war am Vortag ausgeblieben, damit dürfte das deutsche Börsenbarometer den Tag unter dieser psychologischen Marke verbringen. Vorbörslich notiert der Frankfurter Leitindex 0,1 Prozent niedriger bei 12.340 Punkten.

Impulse aus den USA werden am Nachmittag fehlen, da dort aufgrund des "Independence Day" der Handel ruht. Da viele Marktteilnehmer damit sogar in ein verlängertes Wochenende starten, könnten klare US-Vorgaben für den Rest der Woche fehlen.

Beim verkürzten Handel am Dienstag an der New Yorker Wall Street stellte der Chip-Sektor mit 1,9 Prozent Minus die Hauptverlierer. Aber auch der Index der Bank-Aktien gab um 1,2 Prozent nach. Gesucht waren dagegen Telekom-Aktien mit 1,2 Prozent Aufschlag.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Grund zu Konjunktursorgen gibt es jedoch nicht, denn in China sprang der Caixin-Einkaufsmanager-Index (PMI) für den Dienstleistungssektor sogar auf ein neues Viermonatshoch. Besonders im Fokus stehen daher am Berichtstag die Revisionen der PMIs für den Service-Bereich. Sie werden für alle entwickelten Länder und auch die USA veröffentlicht.

Ein Belastungsfaktor könnte jedoch sein, was die Rating-Agentur Fitch ausgerechnet hat: Der von US-Präsident Donald Trump losgetretene Handelskrieg könnte den globalen Handel bis zu 2 Billionen Dollar kosten.

06:45 Uhr

Chinas Dienstleistungssektor-PMI steigt auf Viermonatshoch

Licht und Schatten bei der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt: Die Geschäftsaktivität im chinesischen Dienstleistungssektor ist im Juni auf den höchsten Stand seit vier Monaten geklettert. Der von Caixin Media Co und dem Researchhaus Markit ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Servicesektor verbesserte sich auf 53,9 nach 52,9 im Mai. Ein PMI-Stand über 50 deutet auf eine Expansion des Sektors hin, Werte darunter auf eine Schrumpfung.

Die Aktivität in der chinesischen Industrie ist im Juni dagegen nach offiziellen Angaben deutlicher als erwartet gesunken. Der PMI für den verarbeitenden Sektor verringerte sich auf 51,5 (Mai: 51,9), wie aus Daten der nationalen Statistikbehörde hervorgeht. Ökonomen hatten einen Stand von 51,6 Punkten prognostiziert.

06:36 Uhr

Handelsstreit belastet Asien-Aktienmärkte

Nikkei
Nikkei 28.751,62

Die asiatischen Aktienmärkte haben auch zur Wochenmitte erneut unter dem drohenden Handelskrieg zwischen den USA und China gelitten. Am Freitag treten US-Strafzölle auf chinesische Waren im Volumen von 34 Milliarden Dollar in Kraft.

Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte außerhalb Japans fiel um 0,1 Prozent. Der Index der Börse Shanghai büßte 0,7 Prozent ein. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 0,3 Prozent auf 21.715 Punkte nach.

Der Yen notierte weitgehend stabil, ein US-Dollar kostete 110,56 Yen. Der Euro legte auf 1,1668 Dollar zu, nachdem die Regierungskrise in Deutschland mit der Beilegung des Streits zwischen CDU und CSU in der Flüchtlingsfrage vorläufig beendet ist, der die Kanzlerschaft von Angela Merkel bedrohte.

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