Mittwoch, 05. Februar 2020Der Börsen-Tag

mit Kai Stoppel
18:02 Uhr

Dax startet weiter durch - neuer Rekord naht

Dax
Dax 13.783,89

Der deutsche Leitindex Dax legt den dritten Handelstag in Folge zu und ist auf dem Weg zu einem neuen Allzeithoch. Am Ende hievt ihn ein Plus von 1,5 Prozent auf 13.478 Punkte - damit fehlen zum bisherigen Rekord bei 13.640 Zählern weniger als 200 Punkte. Morgen würde also ein Plus von etwa 1,2 Prozent reichen, um ein neues Dax-Allzeithoch aufzustellen.

Auftrieb erhalten die Märkte heute von Medienberichten über Fortschritte bei der Behandlung des Coronavirus. "Die Händler sind der Ansicht, dass die Situation nun wahrscheinlich besser unter Kontrolle zu bringen ist", sagt Analyst David Madden vom Online-Broker CMC Markets. "Hoffentlich führt das zu einer Eindämmung der Gesundheitskrise und einer Rückkehr zur Normalität in China und der Welt."

Bewegt werden die Märkte auch von der Berichtsaison. Am deutschen Aktienmarkt befördert sie die Titel von Infineon um 10,8 Prozent ganz nach oben an die Dax-Spitze. Das ist der größte Kurssprung seit rund vier Jahren. Zwischendurch markiert die Aktie zudem ein neues Eineinhalb-Jahres-Hoch bei 22,53 Euro. Zu den Zahlen schreibt Analyst Janardan Menon von der Investmentbank Liberum, dass die Gewinnmarge deutlich über seinen Erwartungen liege. Der optimistische Ausblick deute darauf hin, dass der Chip-Hersteller die Talsohle durchschritten habe.

Bei den Siemens-Zahlen enttäuscht zwar der operative Gewinn - er fiel im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres um 30 Prozent. Dagegen sind Nettogewinn und auch der Auftragseingang deutlich höher ausgefallen als zuvor geschätzt. Den Ausblick hat Siemens bestätigt. Die Aktie steigt um 0,7 Prozent.

Verlierer gibt es im Dax nur wenige. Am schwersten erwischt es MTU, die ein Minus von 2,8 Prozent verkraften müssen. Die Analysten von JP Morgan hatten die Papiere auf "Neutral" von "Overweight" heruntergestuft und das Kursziel auf 265 von 300 Euro gesenkt.

Damit geht ein weiterer aufregender Börsen-Tag zu Ende. Ich hoffe, es hat Ihnen Spaß gemacht. Klicken Sie doch morgen wieder vorbei, wenn Sie Zeit haben. Bis dahin: einen schönen Abend!

Ihr Kai Stoppel

16:50 Uhr

Ford-Aktie droht größter Tagesverlust seit 2011

Ford
Ford 8,10

Keinen guten Tag erwischt die Aktie des US-Autobauers Ford. Die Aussicht auf einen Gewinnrückgang schlägt Anleger in die Flucht. Die Aktien des US-Autobauers fallen um zehn Prozent auf ein Zwölf-Monats-Tief von 8,26 Dollar und steuern auf den größten Tagesverlust seit neun Jahren zu.

Hohe Sonderkosten haben den US-Autoriesen zum Jahresende tief in die roten Zahlen gebracht. Im vierten Quartal fiel ein Verlust von 1,7 Milliarden US-Dollar (1,5 Milliarden Euro) an. Auch beim Umsatz musste Ford kräftige Einbußen verkraften - hier gab es ein Minus von fünf Prozent auf 39,7 Milliarden Dollar. Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr gingen die Erlöse um drei Prozent auf 155,9 Milliarden Dollar zurück. Einzig auf dem Heimatmarkt Nordamerika konnte der Konzern einen leichten Zuwachs verbuchen.

15:58 Uhr

Coronavirus-Rally auch an der Wall Street

Spekulationen auf eine rasche Eindämmung des Coronavirus ermuntern Anleger zum Einstieg in die US-Aktienmärkte. Zusätzlichen Rückenwind erhalten die Börsen von überraschend starken Konjunkturdaten und einer ermutigenden Bilanzsaison, sagte Art Hogan, Chef-Anlagestratege des Vermögensverwalters National Securities.

Die Leitindizes Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq steigen zur Eröffnung um jeweils rund ein Prozent. Letzterer markiert mit 9574,94 Punkten den zweiten Tag in Folge ein Rekordhoch.

Haupt-Triebfeder der aktuellen Rally war aber ein chinesischer TV-Bericht, Forscher der Universität Zhejiang hätten ein wirksames Medikament zur Behandlung des Coronavirus gefunden. Ein britischer Wissenschaftler sagte dem Sender "Sky News", sein Team habe einen "bedeutenden Durchbruch" erzielt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO dementierte allerdings, dass es eine Therapie gegen den Erreger gebe.

15:11 Uhr

Streiks zehren Gewinn von General Motors auf

General Motors (GM)
General Motors (GM) 34,76

Hohe Kosten für den 40-tägigen Streik in den USA brocken General Motors einen heftigen Gewinnrückgang ein. Der größte US-Autobauer beziffert den Gewinn vor Steuern und Restrukturierungsaufwand für das vierte Quartal auf gerade einmal fünf Cent je Aktie.

Damit schnitt GM kaum besser als erwartet ab. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Cent je Aktie gerechnet. Vor Jahresfrist hatte der Vorsteuergewinn bei 1,43 Dollar je Aktie gelegen.

Der Gewinne wurde durch den Streik der Automobilgewerkschaft UAW belastet, der GM im vierten Quartal 3,6 Milliarden Dollar kostete. Einschließlich der Kosten für die laufende Restrukturierung fuhr der Konzern im Zeitraum Oktober bis Dezember einen Nettoverlust von 194 Millionen Dollar oder 16 Cent je Aktie ein.

14:52 Uhr

Starke US-Jobzahlen dürften Wall Street stützen

S&P 500 Index, Ind.
S&P 500 Index, Ind. 3.388,35

Die Wall Street dürfte zur Wochenmitte nach der kräftigen Erholung gestern heute erneut freundlich starten. Der Future auf den S&P-500 legt vorbörslich 0,8 Prozent zu. Neben der an Fahrt gewinnenden Berichtssaison dürften vor allen Meldungen zum Coronavirus für Bewegung an den Märkten sorgen.

Medienberichten zufolge soll britischen Wissenschaftlern ein "bedeutender Durchbruch" bei der Suche nach einem Impfstoff gelungen sein, der allerdings zunächst an Tieren getestet werden müsse. Und aus China kommen bisher unbestätigte Berichte, wonach ein Forschungsteam der Universität Zhejiang ein wirksames Medikament zur Virus-Behandlung gefunden haben soll.

Zudem stützen gute Arbeitsmarktzahlen die Stimmung an der Börse: Die US-Unternehmen haben im Januar ihren Personalbestand wesentlich stärker aufgestockt als erwartet. Wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister ADP berichtete, entstanden gegenüber dem Vormonat 291.000 Stellen. Analysten hatten nur ein Plus von 150.000 Jobs erwartet.

14:15 Uhr

Spotify mit hohem Verlust - Apple und Amazon noch auf Abstand

Spotify
Spotify 141,00

Der Musikstreaming-Marktführer Spotify hat im Jahr 2019 trotz Konkurrenz von Apple und Amazon noch mehr Nutzer gewonnen als geplant. Auch die Zahl der zahlenden Premium-Nutzer wuchs mit 29 Prozent auf 124 Millionen. Apple Music hat derzeit rund 60 Millionen zahlende Abonnenten, Amazon Music Unlimited wuchs zuletzt auf 55 Millionen Kunden.

Die meisten Spotify-Nutzer greifen nach wie vor auf die Gratis-Version des Dienstes mit Werbung und einem eingeschränkten Funktionsumfang zu. Im vierten Quartal kam Spotify auf 271 Millionen monatlich aktive Zuhörer und übertraf damit sein erst im Herbst angehobenes Ziel von bis zu 270 Millionen leicht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entsprach dies einem Zuwachs von 31 Prozent.

Trotz steigender Umsätze steckt Spotify allerdings weiter tief in den roten Zahlen. Der Nettoverlust fiel mit 186 Millionen US-Dollar (168 Millionen Euro) sogar mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr.

13:44 Uhr

1000-Dollar-Kurs ade? Tesla-Aktie zeigt Risse

Tesla
Tesla 730,00

Knapp vor der 1000-Dollar-Marke kommt der Höhenflug der Tesla-Aktie vorerst zu einem Ende. Die Aktien des US-Elektroautobauers geben vorbörslich mehr als vier Prozent nach. Ein hochrangiger Manager sagte, die für Anfang Februar geplante Auslieferung einiger in China gefertigten Fahrzeuge des Modell 3 würde sich wegen des Coronavirus verzögern. Zugleich kündigte er an, dass die Arbeit im Werk in Shanghai am 10. Februar wieder aufgenommen werden soll.

Gestern hatten die Papiere den vierten Tag in Folge ein Rekordhoch erreicht. Zu Wochenanfang hatten die Tesla-Aktien mit einem Kursplus von 20 Prozent den größten Tages-Gewinn seit 2013 geschafft. Am Dienstag legten die Papiere weitere 13,7 Prozent zu.

Der Elektroautopionier ist an der Börse fast 160 Milliarden Dollar wert und damit weit mehr als die deutschen Vorzeigefirmen BMW und Volkswagen zusammen. Anleger trauen dem Konzern aus dem Silicon Valley mittlerweile zu, mit batteriegetriebenen Autos Gewinne zu erwirtschaften.

 

13:07 Uhr

"Anders als behauptet" - Deutsche Industrie zerlegt Trump-Rede

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"Die unberechenbare Handelspolitik des US-Präsidenten bleibt Last und Risiko für amerikanische und internationale Unternehmen", klagte der BDI.

(Foto: imago images/UPI Photo)

Mit heftiger Kritik hat der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) auf die Rede von US-Präsident Donald Trump zur Lage der Nation reagiert. "Mit seiner Handelspolitik erweist der US-Präsident der Wirtschaft einen Bärendienst", sagte BDI-Präsident Dieter Kempf. "Anders als von ihm behauptet, war die Wirtschaftslage in den USA schon deutlich besser als zurzeit."

Das zeige sich auch am BIP-Wachstum. Habe dieses im Jahr 2018 noch bei 2,9 Prozent gelegen, sei es im vergangenen Jahr auf 2,3 Prozent gesunken. "Die US-Wirtschaft ist noch solide, zeigt aber erste Risse", konstatierte Kempf. Die positiven Effekte der Steuerreform seien fast verpufft.

12:11 Uhr

Überraschende Zahlen - Deutscher Chip-Konzern hebt ab

Infineon
Infineon 22,22

Beflügelt von einem überraschend hohen Gewinn gehen die Aktien des deutschen Chip-Konzerns Infineon heute auf einen Höhenflug. Die Aktien legen 10,3 Prozent auf 22,20 Euro zu. Damit klettern sie auf den höchsten Stand seit anderthalb Jahren und thronen unangefochten an der Dax-Spitze.

Der Chiphersteller hat im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember mehr Gewinn geschrieben als erwartet. JP Morgan zufolge lag das Nettoeinkommen aus dem fortlaufenden Geschäft rund 25 Prozent über den durchschnittlichen Schätzungen der Analysten. Da sich die Nachfrage insgesamt stabilisiere, könnten Investoren angesichts der Zahlen und des Ausblicks davon ausgehen, dass das Schlimmste vorbei sei, heißt es in der aktuellen Studie.

11:17 Uhr

Meldung über Coronavirus-Medikament - Börsen springen nach oben

Gute Neuigkeiten im Kampf gegen das Coronavirus: Chinesischen Medien zufolge haben Forscher in China ein Medikament gefunden, um Corona-Patienten zu behandeln. Zudem hat ein Team von Wissenschaftlern in Großbritannien einem Bericht des Fernsehsenders "Sky" zufolge einen entscheidenden Durchbruch beim Entwickeln eines Impfstoffs erzielt. 

Die Hoffnung auf ein Coronavirus-Mittel treibt die Ölpreise sprunghaft nach oben. Der Preis für die Nordseesorte Brent verteuert sich um 3,2 Prozent auf 55,72 Dollar das Fass, US-Leichtöl WTI um 2,6 Prozent, auf 50,93 Dollar.

Auch beim Dax verweisen Händler auf den Bericht vom Forschungsteam an der Zhejiang Universität, welchem der Medikamenten-Coup gelungen sein soll: Der Dax legt mehr als ein Prozent zu.

10:38 Uhr

Ryanair darf "irreführende" Werbung nicht mehr zeigen

Ryanair
Ryanair 15,40

Die Werbeaufsicht in Großbritannien hat dem Luftkonzern Ryanair untersagt, eine umstrittene Werbung mit Verweis auf die vermeintliche Klimafreundlichkeit weiter zu veröffentlichen, berichtet "Bloomberg".

In der "irreführenden" Reklame preist der Billigflieger sich als Europas Airline mit den niedrigsten Emissionen. Ryanair stützt seine Behauptungen auf eine relativ neue, effiziente Flotte und mit der - im europäischen Vergleich - im Schnitt angeblich höchsten Auslastung der Flieger.

Laut der Advertising Standards Authority stellt die Fluglinie in Werbeanzeigen in Fernsehen, Radio und Tageszeitungen Behauptungen bezüglich ihres CO2-Ausstoßes auf, die unbelegt seien und zum Teil auf alten Daten beruhten. Diese dürfte in der gegenwärtigen Form nicht wiederholt werden. Ryanair hat laut "Bloomberg" bereits reagiert und Informationen zur Verfügung gestellt, welche die Sicht der Airline unterstützen würden.

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10:02 Uhr

"Giga Texas?" - Tesla-Chef lässt auf Twitter über Fabrik abstimmen

Eines muss man Tesla-Chef Elon Musk lassen: Er ist ein Meister der Publicity - vor allem im Vergleich zu den Chefs anderer Autokonzerne. Nun landet Musk seinen nächsten PR-Coup. Auf Twitter bringt er eine neue Fabrik seines Elektroauto-Konzerns im US-Bundesstaat Texas ins Spiel - und lässt die User darüber abstimmen.

"Giga Texas?" fragte Musk in einem Tweet und stellte zwei Optionen zur Auswahl. "Zur Hölle, ja!" und "Nee" lauteten die möglichen Antworten. Über 130.000 Twitter-Nutzer beteiligten sich bisher an Musks Umfrage, und fast 80 Prozent davon sprachen sich für eine neue Fabrik aus.

Tesla betreibt derzeit zwei Fabriken in den USA und eine im chinesischen Shanghai. Vor den Toren Berlins soll ebenfalls eine Fertigungsstätte entstehen. Diese soll auf einem rund 300 Hektar großen Grundstück in Grünheide in Brandenburg errichtet werden. Laut Zeitplan sollen 2021 die ersten E-Autos vom Band rollen - langfristig dann bis zu 500.000 pro Jahr.

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09:25 Uhr

Dax kommt nach starken Gewinnen zum Stehen

Dax
Dax 13.783,89

Nach dem kräftigen Anstieg gestern lässt der deutsche Aktienmarkt zum heutigen Handelsstart wieder Punkte liegen: Der Dax verliert 0,3 Prozent auf 13.237 Punkte. Trotz der starken Vorgaben von der Wall Street sorgen gemischte Quartalszahlen von Unternehmen für einen eher verhaltenen Start am deutschen Aktienmarkt, sagt Milan Cutkovic, Marktanalyst bei AxiTrader.

Auch die Folgen des Coronavirus auf die Wirtschaft bleibt Thema bei den Marktteilnehmern. Am Dienstag hatten Schnäppchenjäger dem Dax zu einem Kursplus von 1,8 Prozent und einem Schlusskurs von 13.282 Punkten verholfen.

Bei den Einzelwerten gehört Siemens mit einem Minus von 1,7 Prozent zu den größten Verlierern. Der Industriekonzern ist mit einem deutlichen Gewinnrückgang ins neue Geschäftsjahr gestartet und hat die Experten-Erwartungen damit verfehlt.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel, und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an: kai.stoppel@nachrichtenmanufaktur.de.

08:53 Uhr

Siemens-Chef findet Klima-Proteste "schon fast grotesk"

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Joe Kaeser.

(Foto: picture alliance/dpa)

Siemens-Chef Joe Kaeser hat Unverständnis über die Proteste von Klimaschützern gegen den Münchner Industriekonzern geäußert. Es mute "schon fast grotesk an, dass wir durch ein Signaltechnik-Projekt in Australien zur Zielscheibe zahlreicher Umweltaktivisten geworden sind", sagte Kaeser vor der Hauptversammlung in München.

Zahlreiche Umweltgruppen haben rund um das Aktionärstreffen zahlreiche Aktionen angekündigt, darunter eine Menschenkette um die Münchner Olympiahalle. Sie richten sich dagegen, dass Siemens eine Signaltechnikanlage für eine Bahnstrecke liefert, über die der indische Energiekonzern Adani Kohle von einem geplanten riesigen Bergwerk in Australien zum Hafen transportieren wird. Die Kohle soll in Kraftwerken in Indien verfeuert werden.

08:39 Uhr

Dax sucht im Corona-Chaos die Richtung

Nach dem starken Plus von gestern dürfte die Eröffnung der deutschen Börsen erst einmal von kleineren Gewinnmitnahmen geprägt werden. Am Dienstag hatten Schnäppchenjäger dem Dax zu einem Kursplus von 1,8 Prozent und einem Schlusskurs von 13.281,74 Punkten verholfen. Nun wird der deutsche Aktienindex Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Er wird 0,2 Prozent im Minus bei gut 13.250 Punkten erwartet.

Dax
Dax 13.783,89

"Der deutsche Aktienmarkt befindet sich wieder einmal in einer kurzfristigen Richtungsfindung", sagt Martin Utschneider vom Bankhaus Donner & Reuschel. Unterstützt sei der Dax nun bei 13.000 Punkten, auf Widerstand treffe er bei 13.300 Punkten.

Etwas Abwechslung vom Dauerbrenner-Thema der vergangenen Wochen - der Verbreitung des Coronavirus - versprechen die US-Beschäftigtenzahlen der privaten Arbeitsagentur ADP am Nachmittag. Sie gelten als Vorgeschmack auf die offiziellen Daten am Freitag. Von ihnen versprechen sich Börsianer Rückschlüsse auf die Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Experten rechnen für Januar mit 156.000 neuen Stellen in den USA

Impulse dürfte auch der Fortgang der Berichtssaison geben. Neben dem Chip-Hersteller Infineon öffnen unter anderem der britische Telekommunikationsriese Vodafone und der US-Autobauer General Motors (GM) ihre Bücher.

08:24 Uhr

Ölpreise klettern nach neuem Einjahrestief wieder empor

Die Ölpreise sind wieder leicht gestiegen, nachdem sie am Vorabend auf neue einjährige Tiefstände gefallen waren. Händler sprachen von der Sorge über ein hohes Überangebot am Erdölmarkt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 54,45 US-Dollar. Das sind 49 Cent mehr als gestern. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI ist um 41 Cent auf 50,02 Dollar gestiegen.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 57,18

Am späten Dienstagabend waren die Rohölpreise auf neue Tiefstände seit gut einem Jahr gefallen. Amerikanisches Leichtöl hatte abermals weniger als 50 Dollar gekostet. Hintergrund des deutlichen Preisverfalls in den vergangenen Wochen ist die von China ausgehende Corona-Krise. Zur Stunde berät in Wien ein Expertenkomitee des Ölkartells Opec mit anderen großen Fördernationen über die Lage.

08:14 Uhr

Asien-Märkte zeigen sich trotz Corona-Epidemie stabil

Noch immer haben China und seine asiatischen Nachbarstaaten keinen Weg gefunden, die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Dennoch gibt es Hoffnung auf zusätzliche Impulse zur Abmilderung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Epidemie. Das zeigt sich auch auf den asiatischen Aktienmärkten.

An der Börse in Hongkong legt der Hang-Seng-Index um 0,1 Prozent zu. In Tokio steigt der Nikkei-225-Index um 1,1 Prozent. Hier erhalten vor allem Aktien exportorientierter Unternehmen Unterstützung vom schwächeren Yen. Der Dollar steigt auf gut 109,40 Yen, gestern hatte er im Tagestief nur 108,55 Yen gekostet. Im südkoreanischen Seoul liegt der Kospi 0,1 Prozent im Plus.

Nikkei
Nikkei 23.250,16

08:07 Uhr

Euro startet träge in den Tag

Der Euro hat am Mittwoch im frühen Handel leicht nachgegeben. Aktuell kostet die Gemeinschaftswährung 1,1040 US-Dollar und damit etwas weniger als im asiatischen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gestern Nachmittag auf 1,1048 Dollar festgelegt.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,08

 

07:42 Uhr

Siemens verfehlt Erwartungen

Siemens
Siemens 107,88

Siemens ist mit einem deutlichen Gewinnrückgang ins neue Geschäftsjahr gestartet und hat die Experten-Erwartungen damit verfehlt. Das bereinigte operative Ergebnis aus dem Industriegeschäft, die meistbeachtete Erfolgs-Kennziffer, brach im ersten Quartal (Oktober bis Dezember) um 30 Prozent auf 1,43 Milliarden Euro ein, teilte der Industriekonzern vor der Hauptversammlung in München mit. Von Siemens befragte Analysten hatten im Schnitt mit 1,88 Milliarden Euro gerechnet.

Das vor der Abspaltung stehende Energietechnik-Geschäft zeigte ebenso Schwächen wie das Aushängeschild, die Industrieautomatisierung (Digital Industries). Diese litt unter dem Abschwung in der Autoindustrie und im Maschinenbau und musste einen operativen Gewinnrückgang um ein Drittel hinnehmen. Vorstandschef Joe Kaeser sprach von einem verhaltenen Start ins Geschäftsjahr. Der Nettogewinn ging um drei Prozent auf 1,09 Milliarden Euro zurück. Der Umsatz stieg um ein Prozent auf 20,3 Milliarden Euro, während der Auftragseingang mit 24,8 Milliarden Euro um zwei Prozent unter Vorjahr lag.

07:08 Uhr

Asiatische Anleger trotz Coronavirus optimistisch

Nikkei
Nikkei 23.250,16

Die asiatischen Aktienmärkte haben sich stabil gezeigt. Die Hoffnung auf zusätzliche Impulse zur Abmilderung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs hob trotz des Risikos einer weiteren Ausbreitung der Epidemie die Stimmung der Anleger. China und andere Länder haben in dem Versuch das Virus einzudämmen Reisebeschränkungen verhängt, Unternehmen Produktionsstätten und Filialen geschlossen, Flugverbindungen nach China sind ausgesetzt. Die wirtschaftlichen Folgen für die zweitgrößte Volkswirtschaft könnte das verlangsamte Wirtschaftswachstum weiter bremsen. Viele Investoren argumentieren, dass jede Verlangsamung vorübergehend sein würde und dass die politischen Schritte Chinas Grund genug seien, optimistisch in Bezug auf die Wachstumsaussichten zu bleiben - aber bisher hat China keinen Weg gefunden, die Ausbreitung des Virus zu stoppen. "Wir werden einen starken Tag in Asien haben, aber ob dies die Umkehrung eines Abwärtstrends ist, bleibt abzuwarten", sagte Michael McCarthy, Chefmarktstratege bei CMC Markets in Sydney.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,2 Prozent höher bei 23.349 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1 Prozent und lag bei 1702 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 1,6 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 1,6 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 2,1 Prozent.