Mittwoch, 05. Juni 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Kai Stoppel
17:49 Uhr

Dax kann die 12.000 nicht halten

Dax
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Mit der Hoffnung auf sinkende Zinsen in den USA ziehen auch die Aktienmärkte zwischenzeitlich spürbar an - der Dax kann im Tagesverlauf sogar das erst Mal seit Ende Mai wieder die Marke von 12.000 Punkten überwinden.

Doch am Ende sorgt ein schwacher Arbeitsmarktbericht aus den USA für Verunsicherung - die Gewinne schmelzen dahin und der Dax liegt zum Börsenschluss nur noch 0,1 Prozent im Plus bei 11.981 Punkten. Aber immerhin: Es ist der dritte Tag in Folge, den der Dax zulegen kann.

Größter Gewinne im deutschen Leitindex sind die Aktien von Wirecard, die ihren Aufstieg forsetzen: plus 2,5 Prozent. Dahinter folgen Linde, Eon, REW und Beiersdorf mit Aufschlägen zwischen 1,7 und 1,2 Prozent - fast alles "defensive" Papiere, die eher in mauen Zeiten gefragt sind.

SAP
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Auch auf SAP blicken Anleger heute: Der US-Wettbewerber Salesforce hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahrs von einer starken Nachfrage nach Cloud-Computing-Angeboten profitiert und deshalb den Gewinnausblick für das gesamte Geschäftsjahr angehoben. Die SAP-Aktien legen um 0,7 Prozent zu.

Weniger gut läuft es für Thyssenkrupp, die mit einem Abschlag von 2,5 Prozent Dax-Schlusslicht werden. Unter den Verlierern finden sich auch die Autowerte: BMW, Daimler, VW und Zulieferer Continental verlieren zwischen 0,6 und 1,7 Prozent.

16:44 Uhr

Deutsche Bank pfändet Venezuelas Gold

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Treppenwitz der Geschichte: Maduro trat jüngst auf einer Veranstaltung in Venezuela auf, deren Motto die "Goldene Generation" war - allerdings ging es dabei um Sportler.

(Foto: imago images / Panoramic International)

Venezuela pfeift finanziell auf dem letzten Loch. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Regime unter Nicolas Maduro 40 Prozent der Goldreserven der Notenbank des Landes versetzt, um an Geld zu gelangen.

Nun muss Venezuela einen weiteren Teil seiner Goldreserven sausen lassen: Denn die Deutsche Bank pfändet rund 20 Tonnen Gold des Landes, berichtet "Bloomberg". Das entspricht derzeit einem Wert von etwa 870 Millionen Dollar.

Das Gold wurde von Venezuela im Jahr 2016 als Sicherheit hinterlegt - im Gegenzug erhielt das Land 750 Millionen Dollar an Cash von der Deutschen Bank. Die Vereinbarung galt ursprünglich bis 2021 - aufgrund ausbleibender Zinszahlungen des Krisenstaates wurde sie nun vorzeitig beendet.

Allerdings hat Venezuela einen Anspruch auf die 120 Millionen Dollar, welche das Gold mittlerweile mehr wert ist als damals. Unklar ist nur, wer Anspruch darauf hat. Der selbsternannte Übergangspräsident des Landes, Juan Guaidó, will verhindern, dass das Geld in die Hände Maduros gelangt.

16:05 Uhr

GameStop mit größtem Kursrutsch seit 2002

GameStop Corporation
GameStop Corporation 3,22

Ein Quartalsergebnis unter Markterwartungen und eine gestrichene Dividende brocken GameStop den größten Kurssturz seit fast 17 Jahren ein. Die Aktien des Videospiele-Händlers fallen an der Wall Street um knapp 30 Prozent auf 5,50 Dollar.

Wegen des Trends zu Videospiele-Streamingdiensten schrumpfte der Umsatz den Angaben zufolge um 13,3 Prozent auf 1,55 Milliarden Dollar. Der Gewinn brach auf 6,8 von 28,2 Millionen Dollar ein. Statt eine Dividende auszuschütten will das Unternehmen den Angaben zufolge die Verschuldung reduzieren und in die Verbesserung der Ertragskraft investieren.  

Ansonsten läuft es besser an der US-Börse: Anhaltende Spekulationen auf eine baldige Zinssenkung der Notenbank Fed geben der Wall Street Auftrieb. Enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten bremsen den Anstieg jedoch. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 gewinnen zur Eröffnung jeweils etwa 0,4 Prozent.

15:13 Uhr

Schwacher US-Jobmarkt - Euro springt auf 1,13 Dollar

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Nach den schwachen ADP-Daten ist der Euro Richtung 1,13 Dollar gestiegen und kann die Marke zwischenzeitlich sogar überwinden. Allerdings nur für wenige Minuten.

Die enttäuschenden Daten vom US-Arbeitsmarkt verstärken die ohnehin bestehenden US-Wachstumsängste und stärken zugleich die Zinssenkungsfantasie. In der Zwischenzeit werden vier Zinssenkungen bis Ende 2020 in den USA eingepreist.

Trotz der Aufschläge ist der Abwärtstrend beim Euro intakt. Die 200-Tagelinie verläuft aktuell bei 1,1372 Dollar.

14:38 Uhr

Überraschende Schwäche des US-Arbeitsmarkts

US-Firmen haben im Mai weitaus weniger Stellen geschaffen als erwartet. Insgesamt kamen nur 27.000 Beschäftigte hinzu, wie der Personaldienstleister ADP zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mitteilte. Das ist der niedrigste Stellenzuwachs seit März 2010.

Experten hatten mit 180.000 gerechnet. Zugleich wurde der Zuwachs für April nachträglich auf 271.000 von zunächst genannten 275.000 nach unten korrigiert.

Am Freitag steht der Arbeitsmarktbericht der Regierung an, der neben Jobs in der Privatwirtschaft auch Stellen im öffentlichen Dienst umfasst. Außerhalb der Landwirtschaft könnten laut bisheriger Experten-Prognosen 185.000 Arbeitsplätze geschaffen worden sein - nach 263.000 im April.

14:07 Uhr

US-Hedgefonds will mehr Macht bei Energiekonzern Uniper

Uniper
Uniper 27,51

Der US-Hedgefonds Elliott hat seine Anteile beim Energiekonzern Uniper aufgestockt und will sich mehr Einfluss sichern. Der Fonds des aktivistischen Investors Paul Singer habe die Schwelle von zehn Prozent übersprungen, teilte Uniper mit.

Als Ziel habe er unter anderem angegeben, stärker Einfluss nehmen zu wollen, etwa bei der Zusammensetzung von Aufsichts- oder Leitungsorganen. Zudem strebe Singer derzeit "eine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur" an, insbesondere bei der Eigen- und Fremdfinanzierung wie auch der Dividendenpolitik.

2017 war Singer mitten im Kampf des Energiekonzerns gegen eine Übernahme durch den finnischen Versorger Fortum bei den Düsseldorfern eingestiegen. Damals hieß es, Singer habe sich Aktien und Derivate gesichert, diese entsprächen insgesamt 5,32 Prozent der Uniper-Anteile.

13:19 Uhr

Vor Börsendebüt - Ruag setzt auf Raumfahrt-Boom

Der staatliche Schweizer Rüstungs- und Luftfahrtkonzern Ruag will sich mit Zukäufen für einen Börsengang 2021 oder 2022 fit machen. Das Unternehmen strebe Akquisitionen im Umfang von 500 Millionen Franken (448 Millionen Euro) an, um seine Raumfahrtsparte auszubauen, sagte Firmenchef Urs Breitmeier in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Raumfahrtindustrie habe sich in den letzten Jahren mit der Verlagerung in den kommerziellen vom staatlichen Bereich stark verändert und boome vor allem in den USA wo Milliardäre wie Elon Musk und Jeff Bezos oder der Brite Richard Branson die Branche umwälzen. "Wenn du sie als deine Kunden willst, musst du dort sein", sagte Breitmeier.

Die Schweizer Regierung hatte im März angekündigt, dass das Luft- und Raumfahrtgeschäft von Ruag privatisiert werden soll. Der Bereich, der etwa Bauteile für Airbus-Flugzeuge oder die Ariane-Raketen herstellt, trug im vergangenen Jahr mehr als die Hälfte zum Umsatz von zwei Milliarden Franken bei.

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Die private Raumfahrtgesellschaft SpaceX von Tesla-Gründer Musk hat mit wiederverwendbaren Raketen die Kosten für Satellitenstarts ins Rutschen gebracht.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

 

12:48 Uhr

Varta steckt Millionen in Akku-Boom - doch Aktie fällt

Varta AG
Varta AG 77,80

Varta verlieren dagegen im SDax 3,2 Prozent und sind damit Schlusslicht im Kleinstwerteindex. Allerdings hat die Aktie auch eine unnachahmliche Rally hinter sich - bis Ende Mai hatte der Wert sich seit Jahresbeginn verdoppelt.

Das Unternehmen aus Ellwangen will wegen starker Nachfrage die Akku-Produktion noch stärker ausbauen als zunächst geplant. Die Fertigung solle auf über 80 Millionen Zellen jährlich in 2020 erweitert werden und auf deutlich über 100 Millionen Zellen per anno in 2021, teilte das traditionsreiche Batterieunternehmen mit.

Das zusätzliche Investitionsvolumen von rund 100 Millionen Euro soll aus Barmitteln bezahlt werden oder möglicherweise auch aus einer Kapitalerhöhung. Diese könne zeitnah je nach Marktgegebenheit über die Bühne gehen.

11:54 Uhr

Neuer Chef: Daimler vor Durchbruch beim Autonomen Fahren

Der neue Daimler-Chef Ola Källenius hat bei seinem ersten öffentlichen Auftritt als Vorstandsvorsitzender die Bedeutung der Digitalisierung und Umweltverträglichkeit für die Autobranche betont. So stehe man etwa vor einem Durchbruch beim Autonomen Fahren, sagte er bei einer Veranstaltung des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger in Berlin.

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Seit Mai steht der Stuttgarter Autobauer unter Führung des 49 Jahre alten Schweden Källenius (r.). Zuvor war Källenius Entwicklungschef bei Daimler.

(Foto: dpa)

Bis 2022 soll die Produktion in Europa zudem CO2-neutral werden. Zudem bekräftigte er das Ziel, dass die gesamte Pkw-Neuwagen-Flotte innerhalb von 20 Jahren CO2-neutral werden solle. Dies werde "unser Business komplett auf den Kopf stellen", sagte Källenius. Mit dem "Projekt Zukunft" hatte Daimler einen umfassenden Konzernumbau angekündigt.

11:06 Uhr

Wer Gold hat, ist derzeit auf der sicheren Seite

Gold als Geldanlage sorgt selten für Freudensprünge bei den Anlegern: Kursrallys sind - anders als am Aktienmarkt - rar. Die Zukunft verheißt keine astronomischen Zuwachsraten. Aber wenn es dann man kriselt, sind die Feinunzen im Safe - oder die ETCs im Depot - dann doch ein ganz schönes Ruhekissen. So auch derzeit.

Denn Gold hat mit der Sorge vor einem Abschwung der Weltwirtschaft und der Spekulation auf US-Zinssenkungen weiter an Wert gewonnen. Heute knüpfte der Goldpreis an den jüngsten Höhenflug an. Die Notierung für eine Feinunze (31,1 Gramm) erreichte den höchsten Stand seit mehr als drei Monaten. Am Vormittag wurde die Feinunze bei 1334 US-Dollar gehandelt.

Bereits vor den Zinsspekulationen hatte die jüngste Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China an den Märkten eine Flucht in sichere Anlagehäfen ausgelöst. Hiervon profitierte auch die traditionelle Krisenwährung Gold. Der Preis für eine Feinunze legte seit Ende Mai um mehr als vier Prozent zu.

10:48 Uhr

Weltbank: Entwicklung der Wirtschaft "besorgniserregend"

Erste Wolken trüben die Aussichten für die Weltwirtschaft. Die globale Konjunktur ist in der ersten Jahreshälfte stärker als erwartet ins Stocken geraten, heißt es in den halbjährlichen Prognosen der Weltbank. Gleichzeitig seien die Handels- und Investitionsströme zwischen den Ländern schneller zurückgegangen als erwartet.

Die Weltbank hat die globale Wachstumsprognose für 2019 auf plus 2,6 Prozent gesenkt, nachdem im Januar noch mit einem Wachstum von 2,9 Prozent gerechnet worden war.

 "Es gab einen Einbruch des Geschäftsklimas, eine zunehmende Verlangsamung des Welthandels sowie schleppende Investitionen in Schwellen- und Entwicklungsländern", so Weltbankpräsident David Malpass. "Das ist besorgniserregend, denn gedämpfte Investitionen schwächen die Grundlagen für nachhaltiges Wachstum."

10:17 Uhr

Dax erobert die 12.000 zurück

Nach einer trägen Eröffnung setzt der Dax am Vormittag doch noch zum Sprung an - und knackt die Marke von 12.000 Punkten. Zuletzt notiert er 0,5 Prozent höher bei 12.027 Zählern. Der MDax, in dem die Aktien mittelgroßer Unternehmen vertreten sind, steigt sogar um 1,0 Prozent auf 25.286 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 geht es um rund 0,4 Prozent nach oben.

Bei den Einzelwerten im Dax stehen SAP mit einem Kursgewinn von 1,7 Prozent im Anlegerfokus. Sie profitieren von Geschäftszahlen des US-Konkurrenten Salesforce, der nach einem guten Start ins neue Geschäftsjahr zuversichtlicher nach vorn blickt. Die Entwicklung sei ein gutes Zeichen für das Geschäft mit Unternehmenssoftware, kommentiert ein Händler.

10:01 Uhr

Seltene Erden - USA: "Nie dagewesene Maßnahmen"

Angesichts der Drohung Chinas, im Handelskonflikt mit den USA die Exporte von Seltenen Erden zu beschränken, hat die US-Regierung "nie da gewesene Maßnahmen" angekündigt, um die Versorgung des Landes mit diesen Metallen zu sichern. Handelsminister Wilbur Ross sagte am Dienstag, diese Metalle würden "oft übersehen, doch ohne sie wäre das moderne Leben nicht möglich". In einem Bericht des Handelsministeriums werden insgesamt 35 Metalle aufgelistet.

Als Seltene Erden werden 17 Elemente bezeichnet, die wertvolle Eigenschaften für die Produktion von Smartphones über Leuchtmittel bis hin zu Flachbildschirmen oder Kameras haben; auch in Raketen oder Elektroautos kommen sie zum Einsatz. Bisher entfallen mehr als 95 Prozent der weltweiten Produktionsmenge auf China.

Die USA sind bei Seltenen Erden zu rund 80 Prozent von Importen aus der Volksrepublik abhängig. China hatte vergangene Woche gedroht, die USA riskierten mit ihrem Handelskrieg gegen die Volksrepublik, ihre Versorgung mit Materialien zu verlieren, die "entscheidend für die Aufrechterhaltung ihrer technologischen Stärke" seien.

09:25 Uhr

Dax erstarrt kurz vor 12.000er-Marke

Dax
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Eine bereits starke Woche könnte der Dax heute mit der Rückeroberung der 12.000er-Marke krönen. Es wäre das erste Mal seit Ende Mai. Aber bisher zögert und zaudert der deutsche Leitindex vor diesem Sprung. Zum Handelsstart stagniert er bei 11.970 Punkten.

Der Grund: Anleger am deutschen Aktienmarkt halten in Erwartung wichtiger US-Konjunkturdaten erst mal die Füße still. Im Fokus stehen die Beschäftigungszahlen der privaten US-Arbeitsagentur ADP, die einen Vorgeschmack auf die offiziellen Daten am Freitag liefern. Am Abend veröffentlicht zudem die Fed ihren Konjunkturbericht, das sogenannte Beige Book.

Gestern hatten Zinsspekulationen den Leitindex um 1,5 Prozent nach oben getrieben. US-Notenbankchef Jerome Powell hatte die Tür für Zinssenkungen geöffnet und eine "angemessene Reaktion" auf Auswirkungen des Zollstreits zwischen den USA und China angekündigt.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an kai.stoppel(at)nachrichtenmanufaktur.de.

08:53 Uhr

Aussicht auf sinkende US-Zinsen treibt Asien-Börsen an

Nikkei
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Zinsspekulationen haben die asiatischen Börsen beflügelt. In Tokio kletterte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 1,7 Prozent auf 20.760 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 2,1 Prozent und lag bei 1530 Punkten. Die Börse in Shanghai notierte 0,7 Prozent im Plus.

Anleger griffen zu Aktien aus den Bereichen Finanzen und Export, die in letzter Zeit besonders stark unter die Räder geraten waren. Aktien von Softbank stiegen um 3,1 Prozent, Fanuc Corp legten 2,9 Prozent zu.

Marktteilnehmern zufolge blieben die Anleger aber vorsichtig. "Die Börsen wissen, dass wenn die Fed die Zinsen senken sollte, die Spannungen im Handelskonflikt nicht einfach beseitigt sind", sagte Analyst Yutaka Miura vom Handelshaus Mizuho Securities.

08:12 Uhr

Rückenwind für SAP? Salesforce hebt den Ausblick an

SAP
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Der SAP-Rivale Salesforce kann im ersten Quartal von einer starken Nachfrage nach Cloud Computing profitieren. Mit seinen Ergebnissen übertraf der US-Konzern die Erwartungen deutlich.

  • Im ersten Geschäftsquartal per Ende April kletterte der Gewinn auf 392 Millionen Dollar. Der Umsatz lag mit 3,74 Milliarden Dollar knapp ein Viertel über dem Vorjahreswert und leicht über der Konsensschätzung von 3,68 Milliarden Dollar.
  • Gestützt auf glänzende Geschäftszahlen hob Salesforce den Ausblick an: Für das laufende Geschäftsjahr 2019/20 rechnet das Unternehmen nun mit einem Ergebnis je Aktie von 78 bis 80 Cent. Bisher hatte der Konzern mit 66 bis 68 Cent deutlich weniger in Aussicht gestellt.
  • Der Jahresumsatz dürfte demnach weiterhin in einer Spanne zwischen 16,1 bis 16,25 Milliarden Dollar liegen.

Die Zahlen von Salesforce werden im Handel als leicht positiv für SAP eingestuft. Der deutsche Salesforce-Wettbewerber SAP habe jüngst unter der Schwäche der US-Technologiewerte stark gelitten, hieß es. Am Morgen könnte sich der Aktienkurs von Europas größtem Softwarekonzern erholen.

07:45 Uhr

Sinkende Zinsen in den USA? Dax setzt alles auf die Fed

Dax
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Am deutschen Aktienmarkt können sich Anleger auf eine anhaltende Aufwärtsbewegung zum Auftakt einstellen. Am Morgen nach den starken Kursgewinnen in Frankfurt dürfte der Leitindex dort weiter leicht im Plus eröffnen.

  • In den vorbörslich errechneten Indikationen wird der Dax zum Xetra-Start bei 12.012,00 Punkten gesehen, was einem freundlichen Aufschlag von 0,3 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das prominenteste deutsche Börsenbarometer starke 1,5 Prozent fester bei 11.971,17 Zählern aus dem Handel gegangen.
  • Der Sprung über die Linie bei 12.000 Punkten gelang dem Dax im Dienstagsgeschäft nicht. Die Rückkehr über diese vor allem psychologisch bedeutsame Marke dürfte der Leitindex am Morgen voraussichtlich mühelos schaffen, heißt es.

Ob sich der Dax in der 12.000-Zone halten kann, hängt auch von den weiteren Einschätzungen zu den Zinsaussichten und zu den drohenden Risiken der US-Handelskonflikte ab. Der starke Auftrieb am Vortag ging Beobachtern zufolge vor allem auf die Spekulationen auf eine baldige US-Zinssenkung zurück.

Eine Bestätigung dieser Erwartung erhoffen sich Börsianer unter anderem von den Beschäftigungszahlen der privaten US-Arbeitsagentur ADP, die einen Vorgeschmack auf den offiziellen "Job Report" am Freitag liefern. Am Abend (MESZ) veröffentlicht zudem die Fed ihren Konjunkturbericht, das sogenannte Beige Book.

07:32 Uhr

Australien spürt konjunkturellen Gegenwind

S&P/ASX 200
S&P/ASX 200 6.495,00

Am Tag nach dem Aufsehen erregenden Zinsentscheid sehen sich Anleger an der Börse in Sydney mit schwachen Konjunkturdaten konfrontiert: Die australische Wirtschaft verliert im ersten Quartal an Fahrt.

  • Das Wirtschaftswachstum in Australien wies gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahresvergleich die niedrigste Rate seit knapp einem Jahrzehnt auf.
  • Das BIP wuchs lediglich um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal und um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie die australische Statikstikbehörde mitteilte.
  • Im Jahresvergleich hatten Ökonomen mit einer Rate in dieser Größenordnung gerechnet, im Quartalsvergleich hatten sie mit 0,5 Prozent etwas mehr erwartet.

Die Verbraucher halten sich mit Ausgaben zurück, kommentierten Analysten die Lage. Zudem trübten sich die globalen Aussichten angesichts der Handelskonflikte zwischen den USA und China ein. Bislang ist Australien von US-Einfuhrzöllen auf wichtige Exportgüter wie etwa Aluminium noch ausgenommen. Es gibt Befürchtungen, US-Präsident Donald Trump könnte auch Australien ins Visier seiner protektionistischen Handelspolitik nehmen.

07:22 Uhr

China-Daten deuten leicht Abschwächung an

Trübe Konjunktursignale aus China: Im Inneren der chinesischen Wirtschaft haben sich die Geschäftsaktivitäten der Dienstleister im Mai verlangsamt.

  • Der von Caixin und Markit ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Servicesektor verringerte sich von 54,5 Punkten im April auf aktuell 52,7 Punkte. Der Index basiert auf einer Umfrage unter rund 400 Unternehmen, wobei auch kleinere, in Privatbesitz befindliche Firmen stärker berücksichtigt sind.
  • Der auf Daten der staatlichen Statistikbehörde basierende offizielle Einkaufsmanagerindex war im Mai bei 54,3 Punkten stabil geblieben. Dieser Indikator ist stärker auf in Staatsbesitz befindliche Großunternehmen ausgerichtet.
  • Ein PMI-Stand über 50 deutet in beiden Fällen auf Wachstum hin, Werte darunter auf einen konjunkturellen Rückgang.
06:09 Uhr

Fed-Spekulationen hieven den Euro über 1,12

Euro / US-Dollar
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Im Devisengeschäft beginnt der Handel zur Wochenmitte aus der Sicht europäischer Investoren mit leichtem Aufwind beim Euro. Der Kurs der Gemeinschaftswährung hält sich über Nacht stabil über der Marke von 1,12 Dollar.

  • Am frühen Morgen notiert der Euro bei 1,1263 Dollar und damit 0,07 Prozent über Vorabendniveau.
  • Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren Referenzkurs am Dienstagnachmittag mit 1,1244 (Montag: 1,1185) Dollar angegeben. Der Dollar kostete damit 0,8894 (0,8941) Euro.
  • An den Märkten setzt sich zunehmend die Erwartung durch, dass die US-Notenbank bald dazu übergehen könnte, den für den Dollarraum maßgeblichen Leitzins wieder abzusenken. Als Gründe werden zahlreiche konjunkturelle Risiken genannt, allen voran der Handelsstreit zwischen den USA und China.

Ein mit Spannung erwarteter Auftritt des Präsidenten der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, konnte die Kurse am Vortag nicht nennenswert bewegen. Die Notenbanker halten den Handelskonflikt zwischen den USA und China Powells Worten zufolge im Blick und werden falls notwendig auf dessen Fortgang reagieren. "Wir wissen nicht, wie oder wann diese Probleme gelöst werden", sagte Powell auf einer Notenbankkonferenz in Chicago. Man beobachte die wirtschaftlichen Auswirkungen genau und werde "wie immer" entsprechend handeln, um das Wachstum aufrechtzuerhalten.