Mittwoch, 08. Mai 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
17:37 Uhr

Dax schließt fester

Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit Kursgewinnen in den Feierabend. Der Dax gewinnt 0,7 Prozent auf 12.179 Punkte, der MDax steigt 0,7 Prozent auf 25.644 Zähler. Und der TecDax legt 1,1 Prozent auf 2867 Punkte zu.

15:52 Uhr

Handelsstreit verhindert Erholung an Wall Street

Zu Handelsbeginn geben die US-Börsen erneut leicht nach. Der Dow-Jones-Index notiert 0,3 Prozent niedriger bei 25.899 Punkten. Der S&P-500 und der Nasdaq-Composite sinken ebenfalls um je 0,3 Prozent. Händler verweisen auf die Unsicherheit im nach wie vor ungelösten Handelsstreit zwischen China und den USA, die eine Erholung der Aktienkurse vorerst verhindere.

15:02 Uhr

Uber-Fahrer streiken vor Börsengang

Kurz vor Ubers Börsengang gerät das Unternehmen durch Streikaufrufe unter Druck. In Australien und Großbritannien protestierten Fahrer gegen schlechte Arbeitsbedingungen und schalteten zeitweise ihre Apps ab, in den USA waren ebenfalls Streiks geplant.

Der britischen Gewerkschaft IWGB zufolge ist den Fahrern speziell der milliardenschwere Börsengang ein Dorn im Auge, der Investoren enorme Einnahmen beschere, während ihre eigene Bezahlung weiter sinke.

Uber will am Freitag an der New York Stock Exchange debütieren. Das Unternehmen peilt beim Börsengang eine Gesamtbewertung von rund 90 Milliarden US-Dollar an, damit wäre es die größte Premiere seit der des chinesischen Online-Riesen Alibaba 2014.

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12:54 Uhr

Deutsche-Bank-Führung droht Klatsche

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Aufsichtratschef Paul Achleitner (l.) und Vorstandschef Christian Sewing.

REUTERS

Die Hauptversammlung der Deutschen Bank in zwei Wochen droht zum Scherbengericht zu werden. Nach dem einflussreichen Stimmrechtsberater Glass Lewis riet nun auch der mächtige Institutional Investor Service (ISS) den Anlegern des größten deutschen Geldhauses dazu, Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern. Die Gremien müssten sich für viele Jahre mit erheblichen Belastungen für Finanzen und Ruf der Bank verantworten, begründete ISS die Empfehlung.

Nach den Empfehlungen von Stimmrechtsberatern wie Glass Lewis, dessen deutschem Ableger Ivox und eben ISS richten sich viele Fonds und Großanleger, insbesondere aus Großbritannien und den USA. Gegen die Ansichten von Glass Lewis und dem Konkurrenten ISS lassen sich daher nur sehr schwer Beschlüsse durch die Hauptversammlung bringen.

Bemerkenswert ist, dass sich ISS bei der Deutschen Bank zum ersten Mal gegen eine Entlastung stellt. "Wir sind bislang nie so weit gegangen, zu empfehlen, Vorstand und Aufsichtsrat nicht zu entlasten", heißt es in dem Bericht, aus dem zuerst die "Financial Times" zitiert hatte.

Die Entlastung der Führungsmannschaft hat nur symbolische Bedeutung und keine rechtlichen Konsequenzen, aber sie gilt als Gradmesser für das Vertrauen der Aktionäre.

11:52 Uhr

Hacker erbeuten Bitcoins in Millionenhöhe

Hacker haben Bitcoins im Wert von 36 Millionen Euro von Binance, einer der größten Handelsplattformen, gestohlen. Die Hongkonger Kryptobörse teilte mit, die Eindringlinge hätten 7000 Bitcoins mit einer Reihe von Techniken abgehoben, "darunter Phishing, Viren und andere Angriffe". Binance werde alle Ein- und Auszahlungen für "etwa eine Woche" einstellen, hieß es weiter.

11:25 Uhr

China muss Exporteinbruch verkraften

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Spielzeug-Pandas, die in die USA und nach Europa exportiert werden sollen.

REUTERS

Inmitten des Handelsstreits mit den USA verzeichnet China einen unerwarteten Rückgang der Exporte. In Zahlen ausgedrückt: Die Ausfuhren sanken im April binnen Jahresfrist um 2,7 Prozent. Analysten hatten im Schnitt hingegen mit einem Anstieg um 2,3 Prozent gerechnet, nach einem Plus von 14,2 Prozent im März.

"Auf die chinesische Exportwirtschaft kommen Herausforderungen zu", so das Analysehaus Capital Economics. Sollte US-Präsident Donald Trump seine Drohung mit neuen Zöllen auf chinesische Importe wahr machen, dürfte das China demnach zwei bis drei Prozentpunkte Exportwachstum kosten.

10:54 Uhr

Schaeffler erleidet Gewinneinbruch

Restrukturierungskosten, ein schwächeres China-Geschäft und der zunehmende Preisdruck der Autohersteller lassen beim Zulieferer Schaeffler zu Jahresbeginn den Gewinn einbrechen. Während der Umsatz in den ersten drei Monaten nahezu stagnierte, halbierte sich der operative Gewinn binnen Jahresfrist fast auf 230 Millionen Euro. Dabei schlugen Restrukturierungskosten von 55 Millionen Euro zu Buche.

Das fränkische Unternehmen hatte sich Anfang März von seinen Zielen für 2020 endgültig verabschiedet und ein Sparprogramm aufgelegt. Dabei sollen im Geschäft mit den Autoherstellern zunächst 900 der 55.000 Arbeitsplätze wegfallen.

10:26 Uhr

Wirecard überrascht Anleger

Für die Aktien von Wirecard geht es kräftig aufwärts, sie gewinnen 4,1 Prozent auf 139 Euro und tendieren damit so hoch wie seit knapp zwei Wochen nicht mehr.

Wirecard
Wirecard 118,90

Wegen des boomenden Online-Handels erwartet der Zahlungsabwickler in diesem Jahr einen noch stärkeren Gewinnanstieg als bisher. Der Betriebsgewinn (Ebitda) werde zwischen 760 und 810 Millionen Euro liegen, so das Unternehmen.

"Wirecard ist solide in das Jahr 2019 gestartet, urteilten die Analysten vom Bankhaus Lampe. Die frühe Anhebung der Ziele sei eine positive Überraschung.

09:59 Uhr

Kursrutsch an Shanghais Börse

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REUTERS

Die Eskalation im US-chinesischen Handelsstreit sorgt für deutliche Kursverluste an den Börsen in Ostasien. Sie schlossen sich damit nach der gestrigen Zwischenerholung den negativen Vorgaben der Wall Street an. Die hatte mit etwas Verspätung doch noch stärker negativ darauf reagiert, dass die USA ab Freitag die Strafzölle auf chinesische Importe massiv erhöhen wollen.

Shanghai Composite
Shanghai Composite 2.977,33

Größter Verlierer ist Tokio mit einem Minus von 1,5 Prozent auf 21.602 Punkte. Hier kam zusätzlicher Druck vom Yen, der dank seines Rufs als sicherer Hafen in Krisenzeiten weiter gesucht war.

In Shanghai geht es 1,1 Prozent nach unten. Für einen leicht positiven Impuls hatten laut Händlern die Ex- und Importe für April gesorgt. Zwar sanken die chinesischen Exporte etwas stärker als geschätzt, dafür zogen die Importe deutlicher an. Das könnte zumindest stimmungsmäßig günstig für die morgen weitergehenden Handelsgespräche wirken, zumal es den USA im Kern um aus ihrer Sicht zu hohe Importe aus China geht.

09:30 Uhr

Commerzbank startet mies ins Jahr

Geringere Erträge und höhere Steuern brocken der Commerzbank zum Jahresstart einen Gewinneinbruch ein. Unter dem Strich verdiente das zweitgrößte deutsche Geldhaus im ersten Quartal 120 Millionen Euro und damit 54 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Derweil gelang es der Bank, in Deutschland unter dem Strich 123.000 neue Kunden zu gewinnen. "Durch Wachstum stärken wir unsere Ertragsbasis und wirken den niedrigen Zinsen und dem Margenverfall entgegen", sagte Commerzbank-Chef Martin Zielke.

09:16 Uhr

Siemens-Aktionäre feiern Konzernumbau

Die Aktien von Siemens sind die größten Gewinner im Dax, sie legen 3,6 Prozent zu. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen hat der Konzern im zweiten Quartal mehr verdient als von Analysten erwartet. Zum anderen spaltet Siemens seine angeschlagene Kraftwerksparte ab, sie soll an die Börse gebracht werden.

09:07 Uhr

Dax präsentiert sich fester

Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit leichten Gewinnen in den Tag. Der Dax steigt 0,1 Prozent auf 12.112 Punkte, der TecDax legt 0,4 Prozent auf 2848 Zähler zu. Der MDax gewinnt 0,1 Prozent auf 25.501 Punkte.

08:30 Uhr

Starke Preisreaktion bei Ölpreisen bleibt aus

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 58,97

Die Ölpreise steigen im frühen Handel leicht. Eine starke Preisreaktion auf den teilweisen Ausstieg Irans aus dem Atomabkommen gibt es zunächst nicht.

Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet am Morgen 70,19 US-Dollar. Das waren 29 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 38 Cent auf 61,78 Dollar.

08:01 Uhr

Boomende Online-Geschäfte: Wirecard erhöht Gesamtausblick

Wirecard
Wirecard 118,90

Das rasante Wachstum beim Zahlungsabwickler Wirecard stimmt den Dax-Neuling für das Gesamtjahr beim Gewinn zuversichtlicher. Das unter Druck stehende Management um Vorstandschef Markus Braun schraubt nach einem starken ersten Quartal die Prognose für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in diesem Jahr auf 760 bis 810 Millionen Euro hoch, wie das Unternehmen mitteilt.

Analysten rechneten zuletzt mit rund 764 Millionen Euro operativem Gewinn pro Jahr, hatten aber zu diesem Zeitpunkt mehrheitlich noch keinen erhöhten Ausblick erwartet. "Da ist rechnerisch tatsächlich alles besser als erwartet", sagt ein weiterer Händler. Allerdings hätten die Anschuldigungen der "FT" dazu geführt, dass Analysten mit viel zu vorsichtigen Schätzungen in den Konsens eingeflossen wären und die Erwartungen nach unten verzerrt hätten.

Wirecard profitiert vom ungebrochenen Trend hin zu elektronischen Zahlungen vor allem beim Onlineshopping. Das Transaktionsvolumen auf der eigenen Zahlungsplattform wuchs um gut 37 Prozent auf 36,7 Milliarden Euro - hiervon behält Wirecard einen gewissen Anteil an Gebühren ein.

07:40 Uhr

Stabilisierung von 12.000er-Marke erwartet

Zur Mitte der Woche richten sich Marktteilnehmer auf eine Stabilisierung des Dax oberhalb der 12.000er Marke ein. "Der Druck hat erst einmal nachgelassen", sagt ein Händler.

  • Im Blick steht weiterhin der Handelsstreit zwischen China und den USA. Jamie Dimon, Chef von JP Morgan, sieht eine Chance von 80 Prozent, dass der Handelsstreit gelöst wird.
  • Unterstützung für die Märkte kommt nun auch von der Geldpolitik, als erste Zentralbank eines entwickelten Landes hat die Bank of New Zealand in der Nacht die Leitzinsen gesenkt.
  • Aus technischer Sicht könnte ein Rutsch unter die 12.000er Marke den Dax zunächst auf 11.850 Punkte drücken.
  • Der zentrale Hausse-Trend verläuft bei 11.700 Punkten. Der kurzfristige Intraday-Abwärtstrend liegt aktuell bei etwa 11.250 Punkten.
07:05 Uhr

Siemens übertrifft trotz Umbruch Gewinnerwartungen

Siemens
Siemens 100,20

Siemens hat den Gewinn im zweiten Quartal deutlich stärker ausgebaut als von Analysten erwartet. Das angepasste operative Ergebnis (Ebita) aus dem Industriegeschäft stieg zwischen Januar und März um sieben Prozent auf 2,41 Milliarden Euro, wie der Münchner Industriekonzern mitteilt. Am Vortag hatte Siemens verkündet, die kriselende Kraftwerksparte auslagern und als eigenständiges Unternehmen an die Börse bringen zu wollen. Die Branche leidet unter Überkapazitäten und der Konkurrenz erneuerbarer Energien.

Befragte Analysten hatten im Schnitt nur mit 2,24 Milliarden gerechnet. Der Umsatz kletterte um vier Prozent auf 20,9 Milliarden Euro. Mit einem Auftragseingang von 23,6 Milliarden Euro schraubte Siemens den Orderbestand Ende März auf den Rekordwert von 142 Milliarden Euro. Der Gewinn nach Steuern bröckelte um fünf Prozent auf 1,92 Milliarden Euro ab.

06:33 Uhr

Lyft-Zahlen weisen Milliardenverlust aus

Lyft
Lyft 36,80

 Gut einen Monat nach seinem Börsengang stimmt der Uber-Rivale Lyft seine Investoren auf tiefrote Zahlen ein. Dieses Jahr werde das verlustreichste in Lyft-Geschichte, unter anderem weil die Firma massiv in Service-Stationen sowie neues Geschäft mit elektrischen Fahrrädern und Tretrollern investiere, kündigte der Fahrdienst an.

Bei den ersten Quartalszahlen seit dem Börsengang meldete Lyft einen Verlust von 1,1 Milliarden Dollar. Er geht allerdings vor allem auf Kosten für die Vergütung mit Aktien im Zuge des Börsengangs in Höhe von 859 Millionen Dollar zurück. Der bereinigte Verlust sank im Jahresvergleich dagegen von 228,4 auf 211,5 Millionen Dollar. Die Aktie verliert im nachbörslichen US-Handel nach anfänglichen Zuwächsen rund drei Prozent und rutschte unter die Marke von 58 Dollar.

06:49 Uhr

Handelsstreit lastet auf Asien-Börsen

Nikkei
Nikkei 22.451,86

Die Börsen in Fernost verzeichnen überwiegend Verluste. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte außerhalb Japans gab rund 0,75 Prozent nach, da Anleger eine weitere Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China befürchteten.

In Japan fällt der Nikkei-Index um 1,59 Prozent auf 21.575 Punkte, nachdem die an China gerichteten Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump bereits die New Yorker Aktienmärkte ins Minus gedrückt hatten.

An den Devisenmärkten gab es keine größeren Ausschläge. Der Euro notiert im asiatischen Handel kaum verändert bei 1,1199 Dollar, während der Dollar bei 110,09 Yen leicht nachgab.