Mittwoch, 09. Dezember 2020Der Börsen-Tag

17:36 Uhr

Dax-Anleger setzen auf "dickes Weihnachtsgeschenk"

Am deutschen Aktienmarkt ist zur Wochenmitte endlich Schwung in den Handel gekommen. Rekordhochs an der Wall Street, getrieben von der Hoffnung auf ein baldiges US-Stimuli-Paket, sorgten bereits am Morgen für positive Vorzeichen bei Dax und Co. Die Aufschläge wuchsen im weiteren Handelsverlauf, der Dax markierte bei 13.454 Punkten sein Tageshoch. Damit fehlen noch knapp 350 Zähler bis zum Allzeithoch vor der Coronavirus-Pandemie. Am Mittwoch legten die US-Indizes im frühen Handel weitere Rekordstände nach. Der Dax verabschiedete sich mit einem Plus von 0,5 Prozent und 13.340 Zählern aus dem Handel.

"Es gibt konkrete Hoffnungen, dass es jetzt endlich zu US-Stimuli kommt", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel die Gemengelage auf dem Frankfurter Parkett. "Am Donnerstag tagt zudem der EZB-Rat und viele Anleger gehen davon aus, dass es ein weiteres Hilfspaket geben oder eine Aufstockung erfolgen wird. Sie setzen auf ein dickes Weihnachtsgeschenk der EZB", unterstreicht Dofel - und warnt: "Das birgt natürlich auch Enttäuschungspotential."

Bei den Einzelwerten stechen Covestro nach einer Heraufstufung sowie Delivery Hero mit Aufschlägen von jeweils mehr als drei Prozent aus dem Dax positiv heraus. Dagegen geben die Immobilienwerte Deutsche Wohnen und Vonovia bis zu ein Prozent ab.

Dax
Dax 13.544,06

16:56 Uhr

Portugals Anleihen nun sind eine Nullnummer

Am Dienstag hat die Rendite portugiesischer Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren in den negativen Bereich gedreht - aktuell liegt sie bei minus 0,01 Prozent. Damit ist die Anzahl der großen EU-Länder, die Anlegern eine positive Rendite liefern, weiter gesunken. Namentlich sind dies noch Griechenland, Italien und Spanien, wobei spanischen Bonds mit 0,03 Prozent schon bald ein ähnliches Schicksal ereilen dürfte.

16:04 Uhr

Wall Street meldet neue Allzeithochs

Die Aussicht auf Konjunkturhilfen inmitten der Corona-Krise hat die US-Börsen am Mittwoch auf Höhenflug geschickt. Der Dow-Jones-Index und der S&P-500 markieren jeweils frische Rekordhochs. Die Indizes legen 0,2 Prozent auf 30.229 und 0,1 Prozent auf 3705 Zähler zu. Der Nasdaq Composite tritt bei 12.591 Punkten zunächst auf der Stelle.

"Der Markt ist nach wie vor sehr optimistisch, dass noch vor Ende des Jahres eine Art Konjunkturpaket kommen wird, was darauf hindeutet, dass die Wirtschaft nicht ins Stocken oder in eine Double-Dip-Rezession gerät", sagt Peter Cardillo, Ökonom beim Vermögensverwalter Spartan Capital Securities in New York. Die Regierung unter dem abgewählten Präsidenten Donald Trump hatte am Dienstag ein neues Hilfspaket in Höhe von 916 Milliarden Dollar vorgeschlagen, nachdem die Demokraten im Kongress einen Vorschlag für einen abgespeckten Plan abgelehnt hatten.

15:39 Uhr

Machtkampf bei VW: Aufsichtsrat zieht Sitzung vor

Im Machtkampf zwischen dem Betriebsrat und Volkswagen-Chef Herbert Diess will der Aufsichtsrat bereits am Mittwochnachmittag zusammenkommen, um einen Kompromiss zu finden. "Ja, die Sitzung ist auf heute vorverlegt worden", sagt eine Person aus dem Umfeld des Kontrollgremiums der Nachrichtenagentur Reuters. Bei der Sitzung werde es um Vorstandspersonalien gehen, bestätigte ein weiterer Insider. Der Vertrag von Konzernchef Diess sei nicht Thema des Gremiums, betonte die Person. Das "Handelsblatt" hatte als erste über die vorgezogene Sitzung berichtet.

Reuters hatte bereits aus Unternehmenskreisen berichtet, dass man sich vor der eigentlich für Donnerstag geplanten Aufsichtsratssitzung bei wichtigen Vorstandspersonalien angenähert habe. Demnach gibt es eine Einigung über den von Diess geforderten Zuschnitt und die Besetzung von Vorstandsressorts. Knackpunkt ist nach Aussage mehrerer Personen nach wie vor die von Diess geforderte Verlängerung seines bis 2023 laufenden Vertrages. Bisher zeichnet sich nicht ab, dass der 62-Jährige die dafür nötige Mehrheit in dem Kontrollgremium bekommt. Diess hatte Eingeweihten zufolge eine Vertragsverlängerung als Vertrauensvotum verlangt, dass der Aufsichtsrat seinen Kurs beim Umbau von Volkswagen unterstützt.

15:14 Uhr

Ifo-Chef fordert harten Lockdown

Der Präsident des Ifo-Instituts hält wegen der hohen Corona-Zahlen einen baldigen harten Lockdown des öffentlichen Lebens über die Feiertage hinaus für nötig, um massiven Schaden von Deutschland abzuwenden. Insgesamt sei es zudem wichtig, dass die Wirtschaft in der aktuellen Krise massiv vom Staat unterstützt wird, so Ifo-Chef Clemens Fuest. "Wenn wir nicht jetzt einen relativ harten Lockdown machen, dann werden wir im Januar oder spätestens Februar einen viel massiveren machen mit katastrophalen Auswirkungen, auch auf die Schüler", warnt Fuest.

14:43 Uhr

Hochstufung macht Covestro zum Dax-Toptitel

Die Analysten der Credit Suisse hebt die Ergebnisschätzungen für Covestro über den Prognosehorizont um durchschnittlich 20 Prozent an. Der Rückenwind für das operative EBITDA dürfte bis 2021 hinein wirksam werden, er dürfte teilweise durch kurzfristige Übergewinne aufgrund eines überdurchschnittlichen vierten Quartals in Verbindung mit einem Lageraufbau bei Kunden kompensiert werden, heißt es. Hinzu käme die Umkehr bei den temporären Kosteneinsparungen 2020 und Bonuszahlungen. Covestro-Aktien setzen sich mit einem Aufschlag von teilweise mehr als fünf Prozent an die Spitze der Dax-Gewinner.

Covestro
Covestro 54,92

14:20 Uhr

Uber verkauft verlustreiches Flugtaxi-Geschäft

Uber verkauft mit der Flugtaxi-Sparte Elevate das zweite verlustreiche Geschäft innerhalb weniger Tage. Der von Toyota mitfinanzierte Flugtaxianbieter Joby Aviation übernehme Elevate, teilt der US-Fahrdienstvermittler mit. Erst am Montag hatte Uber seine Sparte für autonomes Fahren (ATG) an das auf solche Technologien spezialisierte Startup Aurora veräußert. Uber, das seit Ausbruch der Corona-Pandemie darunter leidet, dass Menschen rund um den Globus mehr Zeit zu Hause verbringen und seltener Fahrten buchen, will bis Ende 2021 auf bereinigter Basis schwarze Zahlen schreiben. Im abgelaufenen Quartal fuhren die Amerikaner einen operativen Verlust (Ebitda) von 625 Millionen Dollar ein.

Das 2009 in Santa Cruz gegründete Unternehmen Joby gab keine Details des Deals mit Uber bekannt, teilte allerdings mit, dass sich der Fahrdienst mit 75 Millionen Dollar an Joby beteiligen wird. Damit hat die Firma nun mehr als 720 Millionen Dollar bei Investoren eingesammelt. Im Gegensatz zu Joby startete Elevate erst 2016 und kündigte an, Flugtaxi-Dienste 2023 in Los Angeles, Dallas und Melbourne anzubieten. Dabei arbeitete Uber auch mit dem Autohersteller Hyundai Motor aus Südkorea zusammen.

13:19 Uhr

Wall Street bleibt in Rekordlaune

Die Wall Street dürfte mit steigenden Kursen zur Wochenmitte aufwarten und damit den Schwung vom Dienstagshandel aufnehmen. Technologiewerte dürften dem Markt aber etwas hinterherhinken. Händler sprechen von wieder gestiegenen Hoffnungen auf das Zustandekommen eines Konjunkturpaketes in den USA. Ein konkreter Vorschlag könnte von Demokraten und Republikanern im Kongress mitgetragen werden. Die wachsenden Corona-Sorgen mit schärferen Abriegelungen in den USA werden derweil überlagert von der Erwartung einer baldigen Notfallzulassung des Impfstoffs der beiden Pharmapartner Biontech und Pfizer.

12:53 Uhr

2000 Prozent Gewinnplus: Unternehmen profitiert vom Run auf Gummihandschuhe

Der malaysische Hersteller von Latexhandschuhen, Top Glove, hat wegen der hohen Nachfrage nach seinen Produkten in der Coronavirus-Pandemie im vergangenen Quartal einen Gewinnsprung verbucht. In den Monaten von September bis November stieg der Nettogewinn des Herstellers um 2030 Prozent auf 2,38 Milliarden Ringgit - umgerechnet 482,78 Millionen Euro, wie Top Glove mitteilt. Der Umsatz stieg im ersten Geschäftsquartal um 294 Prozent auf 4,76 Milliarden Ringgit.

Für dieses Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen eine steigende Nachfrage von bis zu 20 Prozent. Das hohe Interesse bedeutet aber gleichzeitig längere Lieferzeiten, die sich nun nach Angaben des Unternehmens auf bis zu 510 Tage belaufen. Im vergangenen Monat machte Top Glove Schlagzeilen, nachdem ein Ausbruch des Coronavirus unter mehr als 5.000 seiner Arbeiter bekannt geworden war.

12:21 Uhr

Dax nimmt Fahrt auf

Am deutschen Aktienmarkt bauten Dax und Co. ihre Gewinne zum Mittag hin aus. Der Dax notiert etwa ein Prozent fester bei 13.411 Punkten. Sorgen vor einem sich immer deutlicher abzeichnenden erneuten harten Lockdown spielten auf dem Parkett nur eine untergeordnete Rolle, kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Die Anleger haben bereits das Frühjahr im Blick, setzen auf Hoffnung der Corona-Impfstoffe und eine wieder anziehende Konjunktur."

11:29 Uhr

"Quantum of the Seas"-Passagier positiv getestet

Ein Passagier einer "Kreuzfahrt ohne Ziel" ist nach Angaben der Reederei Royal Caribbean an Bord einer Reise ab Singapur positiv auf Covid-19 getestet worden. "Ein Gast fühlte sich unwohl und wurde positiv getestet. Wir bitten alle Gäste, in ihren Kabinen zu bleiben, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern", sagt der Kapitän der "Quantum of the Seas" den rund 2000 Passagieren. Alle Gäste und Besatzungsmitglieder, die engen Kontakt mit dem infizierten Passagier hatten, seien anschließend negativ auf das Virus getestet worden, erklärt die Reederei. Es sei noch nicht klar, wann die Passagiere von Bord gehen könnten, so der Kapitän. Die Reederei bietet aufgrund von Einreisebeschränkungen die speziellen Schiffsreisen ohne Landgänge während der Corona-Krise an, um die finanziellen Einbußen infolge der Pandemie abzufedern. Der Aktienkurs gibt in einem positiven Marktumfeld rund ein Prozent ab.

Royal Caribbean
Royal Caribbean 54,07

10:40 Uhr

Zweistelliger Kursgewinn: Demire haussieren

Demire haussieren mit Aufschlägen von etwa zehn Prozent. Das Unternehmen will 1 Million Aktien zurückkaufen. Hierzu wird ein öffentliches Rückkaufangebot in Höhe von 4,39 Euro pro Aktie unterbreitet. Stützend für das Papier wirkt auch eine sehr positive Studie von Hauck & Aufhäuser, in der die Aktie mit Ziel 6,25 Euro zum Kauf empfohlen wird. Demire verfüge über exzellente Wachstumsaussichten und habe auf der jüngsten Hauptversammlung zudem die Basis für regelmäßige Dividendenzahlungen geschaffen.

10:09 Uhr

Steigende Reserven: Ölpreise geben nach

Die Ölpreise sinken zur Wochenmitte etwas. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent kostet 48,79 Dollar. Das sind etwa ein Prozent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt 20 Cent auf 45,40 Dollar.

Marktbeobachter erklären die fallenden Ölpreise mit der jüngsten Entwicklung der Lagerbestände an Benzin in den USA. Am Dienstagabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche einen vergleichsweise starken Anstieg der Benzinreserven um 6,44 Millionen Barrel verzeichnet hat. Steigende Reserven belasten in der Regel die Ölpreise. Am Nachmittag werden die offiziellen Daten der US-Regierung zu den Lagerbeständen erwartet. Diese werden am Ölmarkt stark beachtet und könnten für neue Impulse bei den Ölpreisen sorgen.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 55,74
Rohöl WTI
Rohöl WTI 52,80

 

09:48 Uhr

Brexit-Handelsabkommen? Pfund und Euro ziehen an

Der Kurs des Euro steigt weiter. Die Gemeinschaftswährung wird bei 1,2133 Dollar gehandelt, ein Aufschlag von 0,2 Prozent zum Dienstag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag auf 1,2114 Dollar festgesetzt.

Für Auftrieb beim Euro sorgt die Hoffnung auf einen Durchbruch bei den Verhandlungen über ein Handelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien nach dem Brexit. Bei einem für den Abend geplanten Treffen wollen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der britische Premierminister Boris Johnson versuchen, die verbliebenen strittigen Punkte zu klären.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,21

Ähnlich wie der Euro kann auch das britische Pfund leicht zulegen. Zuletzt hatte die Sorge vor einem Scheitern der Verhandlungen den Kurs der britischen Währung zeitweise deutlich belastet. Ohne eine Regelung der künftigen Handelsbeziehungen würde es im kommenden Jahr zu erheblichen Belastungen der britischen Wirtschaft durch Zölle und Grenzkontrollen kommen.

Euro / Britisches Pfund
Euro / Britisches Pfund 1,13

09:05 Uhr

Dax-Anleger setzen auf die richtigen "Werkzeuge"

Am deutschen Aktienmarkt klettern zum Start in den Mittwochshandel die Kurse. Sie werden vor allem von neuen Rekordständen an der Wall Street getrieben. Der Dax legt 0,5 Prozent auf 13.343 Punkte zu, nachdem er am Dienstag kaum verändert und nur mit einem kleinen Aufschlag aus dem Handel gegangen war.

"Der mögliche harte Lockdown, der sich natürlich auch auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirken wird, beschäftigt die Anleger auf der einen Seite", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Auf der anderen Seite sorgt das Thema Corona-Impfstoff für Kauflaune." Marggraf zufolge entscheidet sich aber erst am Donnerstag, ob der Dax in seiner Seitwärtsrange bleibt oder nach oben oder unten ausbrechen wird. Der Grund ist die Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB). "Ob es zu einer Weihnachts-Rally kommt, hängt davon ab, welche Corona-Krisenwerkzeuge die EZB in ihrem Werkzeugkoffer noch findet", so Marggraf.

08:53 Uhr

Deutsche Exporte wachsen schwächer

Die Exporte der deutschen Wirtschaft sind im Oktober schwächer gestiegen als erwartet. Die Exporteure verkauften kalender- und saisonbereinigt 0,8 Prozent mehr ins Ausland als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Ökonomen hatten hingegen ein Plus von 1,4 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fielen die Exporte um 6,5 Prozent niedriger aus.

Die Importe stiegen um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Auf Jahressicht ergab sich ein Rückgang von 5,9 Prozent. Im Vergleich zum Februar, dem Monat vor dem Beginn der coronabedingten Einschränkungen in Deutschland, lagen die Exporte kalender- und saisonbereinigt um 6,8 Prozent und die Importe um 5,2 Prozent niedriger.

08:36 Uhr

Antikörpertest: Roche kooperiert mit Moderna

Der Roche-Konzern und Moderna arbeiten bei der Entwicklung von Coronavirus-Impfstoffen zusammen. Der Schweizer Pharmariese stellt nach eigenen Angaben für die laufenden Impfstoffstudien des US-Biotechnologiekonzerns einen diagnostischen Test bereit, um die Menge der Antikörper, die durch die Impfung bewirkt werden, zu bestimmen. Der Bluttest namens Elecsys Anti-SARS-CoV-2 S wurde in den USA Ende November notfallmäßig zugelassen.

Moderna gehört zur Spitzengruppe von Unternehmen im Rennen um einen Covid-19-Impfstoff. Der vor allem für seine Krebsmedikamente bekannte Arzneimittelhersteller Roche aus Basel ist auch der weltgrößte Anbieter von Apparaturen und Methoden zur Diagnose von Erkrankungen.

Roche
Roche 322,40
Moderna Inc.
Moderna Inc. 125,16

 

08:08 Uhr

Dax will schwungvoll in den Tag starten

Der deutsche Aktienindex Dax wird heute Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Dienstag war er 0,1 Prozent fester bei 13.278 Punkten aus dem Handel gegangen.

Dax
Dax 13.542,17

Für Gesprächsstoff sorgen dürfte einmal mehr die politische Pandemie-Debatte: Am Vormittag stehen im Bundestag Haushaltsberatungen an, an der Generaldebatte ist auch Bundeskanzlerin Angela Merkel beteiligt. Bereits am Dienstag machte der Bundestag den Weg frei für die zweithöchste Neuverschuldung in der Geschichte der Bundesrepublik.

Im Fokus der Anleger stehen zudem die festgefahrenen Brexit-Verhandlungen. Der britische Premierminister Boris Johnson will im Tagesverlauf zu persönlichen Gesprächen mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach Brüssel reisen. Sollte es in den nächsten Tagen nicht zu einer Einigung samt Freihandelsabkommen kommen, droht Anfang 2021 ein harter Bruch mit größeren Verwerfungen für die Wirtschaft.

07:40 Uhr

Asien-Märkte klettern hoffnungsvoll auf Rekordhoch

Die asiatischen Aktien sind auf ein Rekordhoch geklettert. Positive Nachrichten über weitere Covid-19-Impfstoffe sowie ein neuer Vorstoß der US-Regierung, ein langersehntes weitere Corona-Hilfspaket auf den Weg zu bringen, ließen die Anleger zugreifen. "Während die Hoffnung noch besteht, dass bald ein neues Konjunkturpaket für die USA vereinbart wird, ist es weniger wahrscheinlich, dass ein Brexit-Deal zustande kommt, da Verhandlungsführer beider Seiten anerkennen, dass ein Abkommen möglicherweise nicht zustande kommt", sagten Analysten der ANZ Bank.

Nikkei
Nikkei 28.197,42

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,2 Prozent höher bei 26.772 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,1 Prozent und lag bei 1778 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans bewegte sich kaum.

Im asiatischen Devisenhandel blieb der Dollar fast unverändert bei 104,12 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,5253 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8878 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,2 Prozent auf 1,2127 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0770 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,2 Prozent auf 1,3378 Dollar.