Mittwoch, 05. August 2020Der Börsen-Tag

mit Juliane Kipper
Juliane Kipper
18:02 Uhr

Dax macht wieder etwas Boden gut

Dax
Dax 13.211,62
Deutsche Post
Deutsche Post 39,82

Der deutsche Aktienmarkt schließt mit Aufschlägen. Eine insgesamt positive Berichtssaison stützt das Sentiment leicht. Auch zeigen sich Einkaufsmanagerindizes aus Europa und den USA klar im expansiven Bereich. Einen Wermutstropfen und leichten Belastungsfaktor stellen indes sehr schwache ADP-Daten dar. Die US-Wirtschaft hatte im Juli im Privatsektor lediglich 167.000 Stellen geschaffen nach zuvor 2,37 Millionen. Die Prognose hatte bei einer Million gelegen. Der Dax gewinnt 0,5 Prozent auf 12.660 Punkte - im Tageshoch hatte der Index bei 12.757 gestanden.

Positiv wurden die Geschäftszahlen der Deutschen Post gewertet, die Aktie legt um 2,5 Prozent zu. Der Logistikkonzern hatte im zweiten Quartal bei steigenden Umsätzen unter dem Strich mehr verdient - trotz Belastungen durch die Corona-Pandemie und die Restrukturierung des Streetscooters. Der Umsatz stieg um 3,1 Prozent, wobei der Bereich Paket stark von der angezogenen Nachfrage im Online-Handel profitierte. Die Ziele für 2020 und 2022 wurden bestätigt.

BMW
BMW 64,66

Ein Fels in der Brandung sind einmal mehr die Geschäftszahlen von Vonovia, die Aktie schließt 3 Prozent fester. Der Immobilienkonzern hatte im ersten Halbjahr dank Mietsteigerungen, Effizienzgewinnen sowie eines höheren Beitrags margenstarker Dienstleistungen operativ mehr verdient. Auch die Wertsteigerung des Portfolios trug positiv zur Entwicklung bei.

Für BMW verlief das zweite Quartal wie erwartet schwierig, für den Wert geht es um 3,5 Prozent nach unten. Belastet von Werkschließungen und Kaufzurückhaltung infolge der Corona-Krise hatten die Münchener einen Milliardenverlust im Autogeschäft verbucht. Am Ausblick für 2020 hielt BMW fest.

17:27 Uhr

In China wächst die Lust auf Luxus wieder

LVMH
LVMH 420,30

Anleger greifen beim US-Modeanbieter Capri kräftig zu. Auf dem wichtigen chinesischen Markt sei wieder mehr Nachfrage nach den Luxus-Marken Versace und Jimmy Choo zu spüren, teilte der Konzern mit. Die Umsätze der beiden Edel-Label hätten im ersten Geschäftsquartal auf dem chinesischen Festland in etwa auf Vorjahresniveau gelegen.

Capri-Aktien sprangen zu US-Handelsbeginn 14 Prozent nach oben. Auch die Luxuskonzerne LVMH und Kering hatten über eine Belebung der Nachfrage in China berichtet, wo die Corona-Pandemie als erstes entdeckt wurde. Mit einem Umsatzrückgang von rund zwei Drittel fiel der Einbruch bei der Capri Holding, zu der auch der Taschenanbieter Michael Kors gehört, im ersten Quartal schwächer aus als im Vorfeld erwartet. Der Konzern warnte allerdings davor, dass die Erholung in Europa und Nordamerika langsamer gehen werde.

17:03 Uhr

Bei Qiagen wird spekulative Luft abgelassen

Qiagen
Qiagen 42,22

Mit starken finalen Zahlen leiten Qiagen ihren Abschied von der deutschen Börse ein. Im zweiten Quartal kam es dank Coronavirus zu einem Umsatz- und Gewinnsprung. Der Umsatz steigt um 16 Prozent an. Interessanter für Anleger dürfte jedoch die erneute Betonung sein, dass das Übernahmeangebot von Thermo Fisher noch bis zum 10. August läuft. Allerdings hat Thermo Fischer das Gebot von 43 Euro je Aktie nicht erhöht. Für Qiagen geht es daraufhin kräftiger um 3,9 Prozent auf 39,54 Euro nach unten. Ein anderer Grund: Auch die gesenkte Mindestannahmeschwelle von 66,6 Prozent könnte verfehlt werden. Wie die DZ Bank in einer aktuellen Studie erläutert, könnte ein Verfehlen der Schwelle in einem weiter erhöhten Angebot oder aber in einem Scheitern der Übernahme enden. "Im letzteren Falle wäre dann natürlich Rückschlagpotenzial für die Aktie vorhanden", heißt es.

16:24 Uhr

Facebook will Tiktok mit eigenem Video-Angebot an den Kragen

Das weltgrößte Internet-Netzwerk Facebook greift mit einem eigenen Produkt den Rivalen Tiktok an, um dessen US-Geschäft sich gerade Microsoft bemüht. In den USA sowie in mehr als 50 anderen Ländern werde das Instagram-Angebot um einen neuen Kurzvideo-Dienst namens Reels ergänzt, gab Facebook bekannt. Reels wurde unter anderem bereits in Deutschland getestet und gibt Nutzern ähnlich wie Tiktok die Möglichkeit, handyfreundliche Videos aufzunehmen und diese mit Sondereffekten und Musik zu posten. Tiktok-Chef Kevin Mayer bezeichnete Reels deswegen bereits als Klon.

16:08 Uhr

Wall Street lässt sich von schwachen Daten nicht beirren

Der Schwung aus dem späten Vortagesgeschäft der Wall Street setzt sich heute fort. Im frühen Geschäft steigt der Dow-Jones-Index gestützt durch Walt Disney um 0,8 Prozent auf 27.032 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite legen um 0,4 bzw. 0,1 Prozent zu. Einen kleinen Dämpfer erhält der Markt von sehr schwachen Arbeitsmarktdaten. Laut dem Abrechnungsdienstleister ADP entstanden im Juli gegenüber dem Vormonat sehr viel weniger neue Stellen im Privatsektor als erhofft.

15:54 Uhr

ETF wird zu einem der größten Goldbesitzer der Welt

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(Foto: imago images/Jochen Tack)

Der börsengehandelte Fonds SPDR Gold Shares reiht sich laut der Finanzzeitung "Financial Times" in die Liga der weltweit größten Goldbesitzer ein und übertrifft damit die Zentralbanken Japans und Indiens. Weil Gold als krisensichere Anlage gilt, haben sich Aktionäre um das Edelmetall gerissen und seinen Wert auf ein Rekordhoch getrieben. Der Fonds erzielt dadurch in diesem Jahr eine Rendite von 33 Prozent, was seinen Wert auf mehr als 80 Milliarden Dollar steigert.

Der Goldpreis wird nahezu ausschließlich von einer extrem starken Investmentnachfrage angetrieben. Derzeit sind etwa sogenannte Indexfonds wie der SPDR unter Anlegern sehr beliebt. Diese ETFs bilden die Preisentwicklung von Gold ab. In einigen dieser Fonds hinterlegen die Indexanbieter für jeden ETF-Anteil, den Investoren kaufen, eine bestimmte Menge Gold. Die Zuflüsse in Gold-ETFs sorgen damit für eine erhöhte Nachfrage nach Gold und tragen so zum Preisanstieg bei. Nicht nur private Anleger, auch institutionelle Investoren pumpen sehr umfangreiche Mittel in Gold-ETFs.

Der Umfang der Fonds-Bestände, die in der Londoner HSBC gehalten werden, ist dadurch auf 1.258 Tonnen angewachsen. Allein zu Beginn der Woche kamen 15 Tonnen hinzu. Die Goldeinlagerungen des Fonds entsprechen mittlerweile einem Viertel der Goldbestände in Fort Knox in den USA.

15:29 Uhr

Dudenhöffer: Autobauer werden 100.000 Stellen streichen

Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer erwartet in der deutschen Autoindustrie den Abbau von 100.000 Arbeitsplätzen. Die Nachfrage in Europa und Amerika breche dieses Jahr massiv ein, die Produktion in Europa dürfte um ein Viertel auf 12 Millionen Autos fallen. Damit gebe es Überkapazitäten für 7 Millionen Autos, schrieb der Professor in einer veröffentlichten Studie.

"Dass diese Kostenbelastungen über längere Zeiten mitgeschleppt werden, ist äußerst unrealistisch, denn hohe längere Verlustperioden kann man sich im hart umkämpften Automarkt nicht leisten." Autobauer hatten ihre Fabriken im zweiten Quartal rund um die Welt wegen den Folgen der Corona-Pandemie wochenlang stillgelegt, auch weil die Autohäuser im Lockdown schließen mussten und die Händler keine Autos verkaufen konnten. Abrufe bei den Zulieferern wurden ebenfalls auf Eis gelegt.

15:01 Uhr

Wer bekommt Wirecard-Platz im Dax?

Der Platz von Wirecard im Dax wird demnächst frei - spätestens per September, möglicherweise schon früher. Aktuell denkt die Deutsche Börse darüber nach, das Regelwerk zu ändern. Die laufenden Gespräche mit den Marktteilnehmern sollen bis zum 7. August abgeschlossen sein.

Bester Nachrückkandidat ist der Juli-Rangliste der Deutschen Börse zufolge unverändert die Aktie von Delivery Hero. Knapp abgeschlagen folgen Qiagen, die die Aufnahmekriterien ebenfalls erfüllen. Symrise scheitern - zumindest für einen Augusttermin -, noch am Umsatzkriterium.

14:14 Uhr

Lira-Schwäche und Tourismus-Misere machen Türkei zu schaffen

Schwächelnde Landeswährung, schmelzende Devisenvorräte, wegbleibende Touristen: Die Türkei kämpft derzeit an mehreren Fronten gegen schlechte Wirtschaftsdaten. Die Lira bewegte sich wieder auf das erst im Mai erreichte Rekordtief zu und notierte nur noch bei 7,015 zum Dollar. Für das rohstoffarme und auf Importe angewiesene Schwellenland sind dies schlechte Nachrichten, verteuern sich doch damit die Einfuhren merklich. Das wiederum nagt an Unternehmensgewinnen und der Kaufkraft der Verbraucher. Zudem ist die Türkei im Ausland stark verschuldet, weshalb der Schwächeanfall der Lira die Rückzahlung verteuert.

Die Ratingagentur S&P schätzt, dass mehr als ein Drittel aller Kredite in Fremdwährungen aufgenommen wurden. Ein Grund für den Kursrutsch ist ein kräftiger Einbruch der Währungsreserven der Zentralbank, der das Vertrauen in die Lira unterminiert. Die Reserven fielen von 81 auf 51 Milliarden Dollar.

14:03 Uhr

Hotelgruppe Accor liefert desaströse Zahlen

ACCOR
ACCOR 24,45

Auch aus Europa gab es Zahlen. Wie an der Börse erwartet, liefert die französische Hotelgruppe Accor (minus 0,1 Prozent) schwache Zahlen für das 2. Quartal. Sowohl Umsatz wie auch Ebitda liegen den Jefferies-Analysten zufolge in dem Zeitraum deutlich unterhalb der Markterwartung. Doch es ist Licht am Ende des Tunnels zu erkennen, inzwischen sind 81 Prozent der Hotels wieder offen, Ende April waren es nur 38 Prozent.

Für die Aktie des niederländischen Handelskonzerns Ahold Delhaize geht es 6,5 Prozent nach oben. Klar positiv wird im Handel der Nettogewinn in Höhe von 693 Millionen Euro gewertet, Analysten hatten nur mit 404 Millionen gerechnet. Regional gesehen lieferte das US-Geschäft die große positive Überraschung. Für das Jahr wird das Unternehmen nun optimistischer.

13:26 Uhr

Kuka wird Folgen der Krise noch lange zu spüren bekommen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Roboterbauer Kuka bekommt im zweiten Quartal die weltweite Rezession durch die Corona-Krise zu spüren. Für das Gesamtjahr rechnet Kuka mit einem Rückgang der Nachfrage und stellt einen Umsatz deutlich unter dem Vorjahresniveau und eine negative Ebit-Marge in Aussicht. Die Folgen der Corona-Krise würden voraussichtlich noch lange zu spüren sein, teilte der Augsburger Konzern mit.

Kuka
Kuka 38,10

Im zweiten Quartal ging der Auftragseingang um fast 40 Prozent auf 551,7 Millionen Euro zurück, die Umsatzerlöse sanken um knapp ein Drittel auf 544,2 Millionen Euro. Das Geschäft war in allen fünf Segmenten des Konzerns rückläufig. Vor Zinsen und Steuern schrieb Kuka einen Verlust von 43,9 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 23,7 Millionen im Vorjahreszeitraum. Die Ebit-Marge sank entsprechend auf minus 8,1 Prozent von plus drei Prozent. Nach Steuern belief sich der Verlust auf 58,7 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal hatte Kuka noch 20,1 Millionen Euro verdient.

12:52 Uhr

Studie zeigt: Gold ist was für alte Leute

Ältere Investoren setzen stärker auf Gold, jüngere Anleger können sich dagegen eher für Bitcoins erwärmen. Das geht aus einer Studie von JP Morgan Chase & Co. hervor, aus der die Finanznachrichten-Agentur Bloomberg zitiert. Demnach variiert das Verhalten von Kleinanlegern während der Corona-Krise in verschiedenen Altersgruppen erheblich.

Millennials investieren mehr in Aktien, vor allem in Technologiewerte, während ältere Menschen Aktien vermehrt verkaufen. Gold- und Bitcoin-ETFs erleben in den letzten fünf Monaten eine starke Nachfrage. Grund dafür ist laut den Strategen die Suche nach "alternativen" Währungen.

12:11 Uhr

US-Justizministerium will bis zu 18,1 Milliarden Dollar von Purdue Pharma

Das US-Justizministerium fordert bis zu 18,1 Milliarden Dollar vom bankrotten Opioidhersteller Purdue Pharma LP, wie neue Anträge laut dem "Wall Street Journal" zeigen. Die Forderung könnte die monatelangen Bemühungen des Unternehmens um eine Einigung mit Staaten und Kommunen, die es beschuldigen, zur Verschärfung der Opioidkrise beizutragen, extrem gefährden. Die Bundesanwaltschaft untersucht, ob die Vermarktung und der Vertrieb von Opioiden durch Purdue gegen strafrechtliche Bestimmungen verstoßen hat.

Purdue sagte, das Unternehmen befinde sich in Gesprächen mit dem Justizministerium zur Lösung straf- und zivilrechtlicher Untersuchungen und habe keinen weiteren Kommentar dazu abgegeben. Das Justizministerium lehnte einen Kommentar ab, wie die Zeitung berichtet.

11:31 Uhr

Corona-Sonderweg konnte Schwedens Wirtschaft nicht retten

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(Foto: imago/Klaus Rose)

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EUR/SEK 10,41

Schwedens Wirtschaftsleistung ist im zweiten Quartal so stark eingebrochen wie seit 40 Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt des skandinavischen Landes schrumpfte im zweiten Quartal um 8,2 Prozent im Vergleich zum gleichen Quartal 2019 und um 8,6 Prozent im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten. Das geht aus Schätzungen der staatlichen Statistikagentur Statistics Sweden hervor. Ökonomen, die von Bloomberg über Prognosen zur schwedischen BIP-Entwicklung befragt wurden, hatten mit einem geringeren Rückgang von 7,4 Prozent im Jahresvergleich gerechnet. Die schwedische Währung Krone schwächte sich leicht ab.

Als Hauptgründe für den starken Rückgang führten die schwedischen Statistiker den sinkenden Export und ebenso geringeren Konsum der Privathaushalte im Corona-Quartal an. Im Gegensatz zu seinen Nachbarn verzichtete Schweden auf eine obligatorische Abriegelung und verließ sich auf freiwillige Richtlinien zur öffentlichen Gesundheit.

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11:09 Uhr

Die Hoffnung stirbt zuletzt bei Continental

Continental macht im zweiten Quartal einen hohen Verlust. Die geringere Nachfrage der Automobilhersteller infolge der Corona-Krise belastet den Dax-Konzern massiv. Den Nettoverlust beziffert der Zulieferer nach ausführlichen Quartalszahlen auf 741 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr hatte der Hannoveraner Konzern noch 485 Millionen Euro verdient.

Continental
Continental 91,94

Das Unternehmen hatte bereits Ende Juli vorläufige Eckzahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Demnach sank der Konzernumsatz um 41 Prozent auf 6,620 Milliarden Euro. Die bereinigte Ebit-Marge lag bei minus 9,6 Prozent. In allen Sparten brach das Geschäft spürbar ein. Die größten Bremsspuren verzeichnete das Autozuliefergeschäft und die Antriebssparte, wo der Umsatz jeweils um knapp die Hälfte und die bereinigte Ebit-Marge auf minus 18,1 Prozent beziehungsweise minus 16,3 Prozent absackte. Im Gesamtjahr sollen mehr als fünf Prozent ausgabewirksame Fixkosten im Vergleich zum Vorjahr eingespart werden. Einen konkreten Ausblick 2020 für Umsatz und Ebit gibt die Continental AG weiter nicht.

10:34 Uhr

Börsenexperte Meyer zum Gold-Boom: "Das Anti-Geld ist die stärkste Währung der Welt"

Der Goldpreis steigt deutlich über die 2000-Dollar-Marke für eine Feinunze. Der Rekordpreis ist auf die Bekämpfung der Corona-Krise zurückzuführen. Wie die Konjunkturpakete der Regierungen mit dem Goldpreis zusammenhängen, erklärt ntv-Börsenreporter Frank Meyer.

10:18 Uhr

Sprudelnde Gewinne lassen Vonovia höher bauen

Vonovia SE
Vonovia SE 60,20

Vonovia verdient im ersten Halbjahr dank Mietsteigerungen, Effizienzgewinnen und eines höheren Beitrags margenstarker Dienstleistungen operativ mehr. Auch die Wertsteigerung des Portfolios trägt positiv zu der Entwicklung bei. Die Prognose für das Gesamtjahr bekräftigt der Bochumer Wohnimmobilienkonzern beim Gewinn und Investitionen. Der Dax-Konzern steigerte im ersten Halbjahr das bereinigte Ebitda um acht Prozent auf 942,2 Millionen Euro. Die wichtigste Kenngröße, der operative Gewinn, stieg im Halbjahr um 11 Prozent auf 676,3 Millionen Euro.

Nach Steuern ergab sich ein Gewinn von 1,618 Milliarden Euro, eine signifikante Steigerung von 125,3 Millionen Euro im Vorjahr. Der Wertanstieg der Immobilien betrug 2,3 Milliarden Euro. Die Mieteinnahmen stiegen um 12 Prozent von 1,015 Milliarden auf 1,133 Milliarden Euro. Die Investitionen sollen weiter in der Größenordnung 1,3 bis 1,6 Milliarden Euro liegen. Neubauwohnungen werden mehr als 1.600 weiterhin angepeilt.

09:55 Uhr

Beyond Meat übertrifft Erwartungen - und meldet trotzdem Verluste

Beyond Meat
Beyond Meat 157,22

Der US-Hersteller von Fleischersatz aus Pflanzen Beyond Meat übertrifft die Erwartungen der Analysten. Der Nettoumsatz steigt im zweiten Quartal um 69 Prozent auf 113,3 Millionen Dollar. Analysten hatten nach Refinitiv-Daten mit einem Umsatz von 99,73 Millionen Dollar gerechnet. Das Unternehmen meldete jedoch einen größeren Nettoverlust von 10,2 Millionen Dollar gegenüber 9,4 Millionen im Vorjahr.

Beyond Meat konnte unter anderem von Corona-bedingt eingeschränkten Hühner- und Rindfleisch-Lieferungen profitieren. Grund waren Infektionen in Schlachthäusern. Zudem gingen die Amerikaner weniger aus zum Essen und kauften stattdessen mehr im Einzelhandel ein, wo auch Beyond-Meat-Produkte vertrieben werden.

09:30 Uhr

Goldpreis steigt erstmals über 2000 US-Dollar

Goldpreis
Goldpreis 1.955,05

Der Goldpreis steigt erstmals über 2000 US-Dollar. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) erreicht mit 2000,58 Dollar einen Rekordwert. Der Preis kann sich aber zunächst nicht ganz auf diesem Niveau halten und liegt am frühen Abend bei 1994 Dollar. Im Mittagshandel hatte die Feinunze noch rund 25 Dollar weniger gekostet.

Händler verwiesen auf wachsenden Spekulationen, dass sich die US-Regierung und der Kongress auf ein neues Konjunkturpaket einigen könnten. Dies würde für noch mehr Liquidität an den Märkten sorgen und so auch die Nachfrage nach Gold antreiben. "Die Motivation, Liquidität in Gold zu schieben, bleibt für Anleger hoch. Unterstützung hierfür kommt weiter aus dem Umfeld mit niedrigen oder negativen Zinsen", kommentierte Hans-Günter Ritter, Leiter Edelmetallhandel bei Heraeus. Er verwies zudem auf die Sorgen vor den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise.

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09:17 Uhr

Zahlengewitter stimmt Anleger zuversichtlich

Dax
Dax 13.211,62

Positiv aufgenommene Geschäftszahlen stützen den deutschen Aktienmarkt gestützt. Der Dax geht 0,6 Prozent fester bei 12.673 Punkten in den Handel. Auch die Fortschritte in den Verhandlungen zwischen Demokraten und Republikanern über ein weiteres US-Hilfspaket kämen gut an, sagte Milan Cutkovic, Marktanalyst beim Brokerhaus AxiTrader.

"Gleichzeitig sorgen aber die weiter steigenden Corona-Zahlen für Unsicherheit. Die Anleger fürchten, dass auf einen relativ stabilen Sommer wieder neue, schärfere Restriktionen folgen könnten." Zu den Gewinnern im Dax gehören die Aktien der Deutschen Post mit einem Plus von 1,6 Prozent. Das Unternehmen profitiert vom Boom des Online-Handels in der Corona-Pandemie, Gewinn und Umsatz legten im Frühjahr zu. Die Vonovia-Titel legen 2,2 Prozent zu. Der Immobilienkonzern erwartet für das kommende Jahr trotz der Pandemie keine Wachstumsdelle.

09:04 Uhr

Ölpreise sinken nach starken Vortagesgewinnen

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 43,39

Die Ölpreise sind nach dem kräftigen Plus vom Vortag vorerst nicht weiter gestiegen. Marktbeobachter sprachen von einer leichten Gegenbewegung. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 44,36 US-Dollar. Das waren sieben Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Leichtölsorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um zwölf Cent auf 41,58 Dollar.

Am Dienstag hatten US-Konjunkturdaten den US-Ölpreis in der Spitze um mehr als einen Dollar steigen lassen. Im Juni war der Auftragseingang in der US-Industrie stärker als erwartet gestiegen. Am Morgen rückte aber die politische Entwicklung in den USA wieder in den Vordergrund. Ein zähes Ringen in Washington über ein neues Corona-Hilfspaket sorgte für zunehmende Nervosität an den Finanzmärkten. Ein Rückgang der amerikanischen Ölreserven konnte die Ölpreise hingegen vorerst nicht nennenswert bewegen. Am Vorabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche einen Rückgang der Lagerbestände an Rohöl um knapp 8,6 Millionen Barrel verzeichnet hat. Am Nachmittag werden die offiziellen Lagerdaten der US-Regierung erwartet, die für neue Impulse am Ölmarkt sorgen könnten.

08:43 Uhr

Deutsche Post übertrifft Erwartungen

Deutsche Post
Deutsche Post 39,82

Die Deutsche Post hat in der Corona-Pandemie im zweiten Quartal bei Umsatz und Gewinn zugelegt. Besonders der Bereich E-Commerce habe sich zwischen April und Ende Juni stark entwickelt, teilte der Logistikkonzern in Bonn mit. Der Umsatz stieg demnach konzernweit um rund drei Prozent auf knapp 16 Milliarden Euro. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn lag bei 525 Millionen Euro nach 458 Millionen im Vorjahr. In beiden Fällen hatten Analysten weniger erwartet. Eine neue Prognose und Eckdaten hatte der Konzern bereits im Juli veröffentlicht. Dabei hat der Konzern beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) die vorläufigen Zahlen leicht übertroffen. Der operative Gewinn stieg um fast 19 Prozent auf 912 Millionen Euro.

08:07 Uhr

BMW mit Milliardenverlust im Autogeschäft im 2. Quartal

Das BMW-Logo ist in einer Felge eines BMW zu sehen. Foto: Silas Stein/dpa/Symbolbild

Beim Autoverkauf läuft es für BMW derzeit nicht rund.

(Foto: Silas Stein/dpa/Symbolbild)

BMW
BMW 64,66

Belastet von Werkschließungen und Kaufzurückhaltung infolge der Corona-Krise hat BMW im zweiten Quartal einen Milliardenverlust im Autogeschäft verzeichnet. Der Münchner Dax-Konzern bezifferte den operativen Fehlbetrag (EBIT) laut Mitteilung auf 1,554 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 1,469 Milliarden Euro angefallen war. Am Ausblick für 2020 hält BMW fest.

Für den Konzern, also inklusive des Motorrad- und Finanzdienstleistungsgeschäfts, ergab sich in den drei Monaten nach Steuern ein Minus von 212 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte BMW noch 1,48 Milliarden Euro verdient. Der Umsatz sackte den weiteren Angaben zufolge um 22 Prozent auf 19,973 Milliarden Euro ab. Für das Gesamtjahr rechnet BMW trotz des hohen Fehlbetrags im Quartal operativ weiterhin mit schwarzen Zahlen im Autogeschäft: "Wir blicken mit vorsichtiger Zuversicht auf das zweite Halbjahr und streben für 2020 weiterhin eine EBIT-Marge im Segment Automobile zwischen 0 und 3 Prozent an", sagte BMW-Chef Oliver Zipse laut Mittelung. Das Ergebnis vor Steuern soll 2020 wie geplant deutlich, also mindestens um 10 Prozent, sinken.

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07:50 Uhr

Allianz bekommt Corona zu spüren

Allianz
Allianz 178,80

Deutschlands größter Versicherungskonzern Allianz hat die Corona-Pandemie im zweiten Quartal zu spüren bekommen. Das operative Ergebnis brach um 19 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro ein, wie die Allianz mitteilte. Damit übertraf sie aber die Erwartungen der meisten Analysten. Der Umsatz ging um sieben Prozent auf 30,9 Milliarden Euro zurück, weil sich vor allem Lebens- und Krankenversicherungen schlechter verkauften. Eine konkrete Gewinnprognose gibt die Allianz nicht. Vorstandschef Oliver Bäte verwies auf die Widerstandsfähigkeit des Konzerns in den ersten sechs Monaten: "Das macht uns zuversichtlich, dass wir auch in der zweiten Jahreshälfte 2020 stabile Geschäftsergebnisse sehen werden."

Nach sechs Monaten liegt der Umsatz auf Vorjahresniveau, das operative Ergebnis hinkt mit 4,9 Milliarden Euro um 20,5 Prozent hinter dem Vorjahreswert her. Nach Refinitiv-Daten erwarten Analysten für das Gesamtjahr im Schnitt einen operativen Gewinn von 10,3 (2019: 11,9) Milliarden Euro.

07:36 Uhr

Firmenbilanzen im Fokus: Dax höher erwartet

Dax
Dax 13.211,91

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Dienstag war er 0,4 Prozent schwächer bei 12.600,87 Punkten aus dem Handel gegangen. Hauptthema für die Börsianer bleibt die Frage, wie die Unternehmen im zweiten Quartal abgeschnitten haben. Mit BMW, der Allianz, der Deutschen Post, Continental und Vonovia legen gleich fünf Dax-Konzerne die Geschäftszahlen vor, dazu kommen mehrere europäische Unternehmen.

Nach Refinitiv-Daten trüben sich die Erwartungen für die Gewinne im zweiten und dritten Quartal ein. Es wird nun damit gerechnet, dass die Gewinne der Firmen im Stoxx600 im Frühjahr um 67,5 Prozent einbrachen, vergangene Woche war lediglich mit einem Minus von 58,3 Prozent gerechnet worden. Die größten Einbrüche dürften dabei Firmen aus den Branchen Finanzen, Energie und Konsumgüter verbuchen. Auch die Aussichten für den Sommer trüben sich ein, hier wird mit einem Rückgang um 37 Prozent nach 36,2 Prozent in der vergangenen Woche gerechnet. Auf der Konjunkturseite stehen unter anderem die Einzelhandelsumsätze der Euro-Zone und am Nachmittag Daten zum US-Arbeitsmarkt auf der Tagesordnung.

07:17 Uhr

Commerzbank rechnet 2020 mit roten Zahlen

Commerzbank
Commerzbank 4,54

Die Folgen der Corona-Krise und die Wirecard-Pleite treffen die Commerzbank hart. Die Hoffnungen auf einen Gewinn im laufenden Jahr gab das Geldhaus nun auf und rechnet unter Berücksichtigung von möglichen Restrukturierungsaufwendungen mit einem negativen Konzernergebnis, wie das Geldhaus mitteilte. Im zweiten Quartal fiel das Konzernergebnis um 21,2 Prozent auf 220 Millionen Euro. Die Vorsorge für Kreditausfälle musste das Institut auf 469 Millionen hochschrauben. Die Konzernerträge stiegen im zweiten Quartal um 6,8 Prozent auf 2,27 Milliarden Euro - vor allem dank des florierenden Wertpapiergeschäfts der Tochter Comdirect.

Mit ihren Zahlen für das zweite Quartal schnitt die Commerzbank besser ab als erwartet. Von der Bank befragten Analysten hatten im Schnitt mit Erträgen von 2,26 Milliarden Euro, einer Risikovorsorge von 475 Millionen Euro und einem Konzerngewinn von 95 Millionen Euro gerechnet.

06:55 Uhr

Dollar-Schwäche verleiht Euro Auftrieb

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,19

Der Kurs des Euro ist wieder über die Marke von 1,18 US-Dollar gestiegen. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung zu 1,1817 Dollar gehandelt, nachdem der Kurs in der vergangenen Nacht knapp unter 1,18 Dollar gestanden hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag deutlich tiefer auf 1,1765 Dollar festgesetzt.

Erneut zeigte sich am Devisenmarkt eine Dollar-Schwäche, die dem Euro im Gegenzug Auftrieb verlieh. Marktbeobachter erklärten die Kursverluste der amerikanischen Währung mit dem politischen Ringen in Washington über ein neues Corona-Hilfspaket. Demokraten und Republikaner haben sich bisher nicht auf weitere Maßnahmen im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise einigen können. Finanzminister Steven Mnuchin hatte zuletzt gesagt, dass bis Ende der Woche eine Einigung angestrebt werde.

06:42 Uhr

Corona-Hilfspaket: Asiens Anleger blicken skeptisch nach Washington

Nikkei
Nikkei 23.360,30

Die Anleger in Asien zeigen sich mit Blick auf Verhandlungen in den USA über ein neues Corona-Hilfspaket zurückhaltend. Demokraten und Republikaner haben bislang keine Einigung erzielt über die Sonder-Arbeitslosenhilfe, einen Haftungsschutz für Unternehmen, Mieterschutz sowie die Finanzierung von Schulen und Gemeinden und über eine sichere Durchführung der Präsidentschaftswahlen im November. Die Verhandlungsführer würden jetzt "rund um die Uhr arbeiten" und hätten einen Zeitplan festgelegt, um bis Ende der Woche einen vorläufigen Deal zu erreichen, "damit das Gesetz dann nächste Woche verabschiedet werden kann", erklärte Finanzminister Steven Mnuchin am Dienstag. Er warnte, dass das Paket "nicht annähernd an die 3,4 Billionen Dollar" herankomme, die die Demokraten gefordert hätten.

Die Börse in Tokio zeigte sich im Tagesverlauf zunächst schwächer. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag 0,2 Prozent tiefer bei 22.533 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,1 Prozent und lag bei 1554 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,3 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,2 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 1,7 Prozent.

06:30 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht