Mittwoch, 07. Oktober 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:45 Uhr

Dax-Zickzack-Kurs endet mit Gewinnen

Der deutsche Aktienmarkt verabschiedet sich kaum verändert in den Feierabend. Die Handelsspanne beim Dax betrug zwar etwa 120 Punkte. Ein Sprung über die 13.000er Marke gelang dem deutschen Leitindex aber nicht. Er schloss 0,2 Prozent tiefer bei 12.929 Punkten.

Dax
Dax 12.643,36

"Der Dax dümpelt dahin", kommentierte ntv-Börsenkorrespondentin Susanne Althoff den Handelsverlauf zur Wochenmitte. "Wir beißen uns an der 13.000 die Zähne aus." Das Tageshoch markierte der deutsche Leitindex bei 12.959 Zählern.

Gefragt waren Chemietitel wie Covestro und BASF, teilweise getrieben von positiven Analystenstimmen. Die Titel kletterten jeweils mehr als zwei Prozent. Auch die Deutsche Post stand auf der Gewinnerseite: Der Konzern konnte mit Geschäftszahlen überzeugen. Auf der Verliererseite rangierten dagegen Deutsche Telekom und Münchener Rück.

17:24 Uhr

Neue Hoffnung: Eli Lilly beantragt Notfall-Zulassung für Covid-Mittel

Eli Lilly
Eli Lilly 119,20

Der Pharmakonzern Eli Lilly hat bei den US-Behörden eine Notfall-Zulassung für eine experimentelle Antikörper-Behandlung gegen das Coronavirus beantragt. Man peile eine Genehmigung von LY-CoV555 ab November an, teilt das Unternehmen mit. Das Mittel habe in einer Studie im September seine Wirksamkeit gezeigt. Eli-Lilly-Aktien legten im Verlauf zwei Prozent zu. Zahlreiche Pharmakonzerne arbeiten an Antikörper-Therapien gegen Covid-19. Ein Mittel des Unternehmens Regeneron wurde bei US-Präsident Donald Trump angewandt

17:01 Uhr

Airbnb hat zuletzt wohl 1,2 Milliarden Dollar verbrannt

Die Zimmervermittlungs-Plattform Airbnb hat zwischen Mitte 2019 und Mitte 2020 mehr als 1,2 Milliarden Dollar verbrannt. Den größten Bargeldabfluss habe es im ersten Quartal dieses Jahres wegen Rückerstattungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie gegeben, berichtet die Technologie-Website "The Information". Airbnb äußerte sich nicht dazu. Das US-Unternehmen vermittelt Ferienzimmer und -wohnungen von Privatleuten und kämpft deshalb mit den Folgen der Corona-Krise und Reisebeschränkungen in der ganzen Welt. Reuters berichtete jüngst, dass Airbnb bei seinem bevorstehenden Börsengang rund drei Milliarden Dollar einsammeln will.

16:42 Uhr

Gewinnsprung und Prognoseanhebung treibt Deutsche Post an

Deutsche Post
Deutsche Post 40,81

Die Aktien der Deutschen Post weiten ihre Kursgewinne kräftig aus. Der Grund dafür: Der Konzern hat das Gewinnziel für 2020 hochgeschraubt. Die Anteilsscheine steigen im Tageshoch bis auf 41,08 Euro - der höchste Stand seit fast drei Jahren. Im Anschluss pendeln die Papiere um 40,75 Euro und damit um einen Kursaufschlag von 2,7 Prozent. Die Post hat dank boomender Geschäfte rund um Pakete und Express-Sendungen im dritten Quartal deutlich mehr verdient: Der operative Ertrag (Ebit) kletterte nach vorläufigen Zahlen auf rund 1,37 Milliarden Euro nach 942 Millionen Euro vor Jahresfrist.

16:16 Uhr

Corona, Trump und Co.: Wohin steuern die Finanzmärkte?

Die USA befinden sich im festen Griff der Coronavirus-Pandemie. Zudem rücken die US-Präsidentschaftswahlen immer näher, entsprechend hart wird der Wahlkampf geführt. Für Investoren könnte der Wahlausgang entscheidende Impulse liefern. Wie sich Trader derzeit positionieren sollten, bespricht Friedhelm Tilgen mit Kemal Bagci von der BNP Paribas.

15:59 Uhr

Dow macht Trump-Kursrutsch wieder wett

Neue Hoffnung auf staatliche Hilfen für bestimmte Branchen und Konsumenten in den USA treiben die Wall Street zur Wochenmitte an. Der Dow Jones Industrial Index springt 1,3 Prozent auf 28.128 Punkte an. Am Dienstag hatte US-Präsident Donald Trump mit seiner Verlautbarung, die Verhandlungen mit den oppositionellen Demokraten für ein neues Corona-Hilfspaket seien gescheitert, noch arg belastet. Nun relativiert der Präsident seine Haltung und sorgt für neue Hoffnung in der Sache. Trump stellte staatliche Hilfen für Familien, Fluggesellschaften und Kleinunternehmen in Aussicht.

Er sei "bereit, sofort zu unterschreiben", wenn ihm eine Einzelaufstellung für die Übersendung von 1.200-Dollar-Schecks an die Amerikaner geschickt würde. Er drängt den Gesetzgeber auch dazu, ein 25-Milliarden-Dollar-Paket zur Unterstützung von Fluggesellschaften und weitere 135 Milliarden Dollar für das Programm zu bewilligen, mit dem kleinen Unternehmen geholfen werden soll.

15:23 Uhr

Nutella-Hersteller Ferrero kauft britischen Keksbäcker

Ferrero baut sein Keksgeschäft in Europa mit der Übernahme von Fox's Biscuits in Großbritannien aus. Mit dem Deal wolle man auch von der stärkeren Nachfrage nach Keksen im Homeoffice profitieren, teilt Ferrero mit. Welche Summe die Italiener für die 167 Jahre alte Firma auf den Tisch legen, ist nicht bekannt. Insidern zufolge könnten es bis zu 300 Millionen Pfund gewesen sein. Ferrero befindet sich seit Jahren auf Expansionskurs und hat unter anderem die Kekshersteller Kelsen aus Dänemark und Delacre aus Belgien sowie Keebler vom US-Konzern Kellogg übernommen und setzt inzwischen jährlich insgesamt mehr als elf Milliarden Euro um. Die jüngste Transaktion gilt als Hinweis darauf, dass Firmenchef Giovanni Ferrero die Abhängigkeit von Schokoladenprodukten weiter reduzieren will.

14:57 Uhr

Türkische Lira rauscht auf Rekordtief

Die türkische Lira sackt auf ein neues Rekordtief. Der Dollar steigt im Gegenzug um ein Prozent auf ein Rekordhoch von 7,8745 Lira. Der türkischen Landeswährung setzen der Kaukasus-Konflikt, die Spannungen mit der EU sowie die geschröpften Reserven der Zentralbank zu. "Seit dieser Woche ist eine Zunahme der Spannungen sowohl in Aserbaidschan als auch in der EU zu beobachten", sagt ein Banker. In diesem Jahr hat die Lira bereits rund ein Viertel an Wert eingebüßt.

14:33 Uhr

Vorbörslicher Kurssprung: Levi Strauss zieht Anleger an

Anleger greifen vorbörslich bei Levi Strauss zu. Die Aktien gewinnen 10,7 Prozent. Der US-Jeans-Konzern schrieb im abgelaufenen Quartal überraschend wieder schwarze Zahlen. Zudem sind neue Ladenöffnungen geplant. Analysten hatten befürchtet, dass viele Shops wegen der Corona-Krise schließen müssten.

14:13 Uhr

Finanzinvestor nimmt Renk von der Börse

Der Augsburger Getriebehersteller Renk soll von der Börse genommen werden. Der Finanzinvestor Triton, an den Volkswagen seine 76-Prozent-Beteiligung an Renk für 520 Millionen Euro verkauft hatte, habe den Ausschluss der restlichen Kleinaktionäre verlangt, teilt das Unternehmen mit. Mit einem Anteil von zuletzt 91,1 Prozent hat Triton das Recht zu einem solchen "Squeeze-Out", formal muss aber noch die Hauptversammlung darüber entscheiden. Wie viel der Investor den übrigen Aktionären bietet, ist noch offen. Insgesamt dürfte die Übernahme der ehemaligen MAN-Tochter Triton damit rund 700 Millionen Euro kosten. Renk fertigt Panzer-, Schiffs- und andere Großgetriebe.

13:47 Uhr

Fresenius' Helios übernimmt medizinische Versorgung von Hotelgästen in Spanien

Die Fresenius-Kliniktochter Helios bietet über eine Kooperation mit einem spanischen Hotelbetreiber eine medizinische Versorgung für Hotelgäste in Spanien an. Die zu Helios gehörende spanische Klinikgruppe Quironsalud hat demnach mit Vincci Hotels eine Vereinbarung über die Krankenversicherung für Gäste in allen Unterkünften in Spanien unterzeichnet.

Der Service umfasst bei Bedarf medizinische Versorgung rund um die Uhr, per Videoanruf, persönlich oder auch per Arztbesuch im Hotel. Dieser Service werde Hotelgästen in mehreren Sprachen angeboten. Einem Fresenius-Sprecher zufolge funktioniert das Angebot wie eine private Zusatz-Krankenversicherung über das Hotel.

13:32 Uhr

Nun doch Staatshilfen? S&P-Future klettert deutlich

Neue Hoffnung auf staatliche Hilfen für bestimmte Branchen und Konsumenten in den USA dürfte die Wall Street stützen. Am Dienstag hatte US-Präsident Donald Trump mit seiner Verlautbarung, die Verhandlungen mit den oppositionellen Demokraten für ein neues Corona-Hilfspaket seien gescheitert, noch arg belastet. Nun relativiert der Präsident seine Haltung und sorgt für neue Hoffnung in der Sache. Trump stellte staatliche Hilfen für Familien, Fluggesellschaften und Kleinunternehmen in Aussicht.

Der Markt gehe in seiner Grundannahme davon aus, dass es eine Art von Corona-Hilfspaket geben werde, daher hätten die Vortagesaussagen von Trump auch so erschreckt, merkt ein Börsianer an und verweist auf die Aussagen von US-Notenbankgouverneur Jerome Powell, der Staatshilfen zur Stützung der Konjunktur in der Corona-Krise eingefordert hatte. Auch das am Abend erwartete Sitzungsprotokoll der Federal Reserve dürfte die Notwendigkeit zusätzlicher Hilfen offenbaren. Der S&P-Future notiert bei 3383,8 Punkten und damit etwa 1,2 Prozent fester.

13:13 Uhr

Weltweiter IPO-Markt verbucht Rekord-Quartal

Der weltweite IPO-Markt hat im dritten Quartal 2020 nach einer Corona-bedingten Durststrecke zu einer Aufholjagd angesetzt. Die Börsen verzeichneten von Juli bis September weltweit mit 447 Börsengängen und einem Emissionsvolumen von insgesamt 95 Milliarden US-Dollar das stärkste dritte Quartal seit 20 Jahren, wie aus der quartalsweise erscheinenden Analyse des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY zum weltweiten IPO-Markt hervorgeht.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die Zahl der Erstnotizen um 78 Prozent, das Emissionsvolumen hat sich mit plus 138 Prozent sogar mehr als verdoppelt. Hier seien die Verschiebung zahlreicher Börsengänge im ersten Halbjahr und der Liquiditätsüberschuss an den Märkten zum Tragen gekommen.

12:49 Uhr

Dollar-Abwärtstrend stoppt

Der Dollar stoppt seinen jüngsten Abwärtstrend fürs Erste, zumindest gemessen am Dollar-Index. Dieser legt minimal zu auf 93,74. Seit dem 25. September, als er bei 94,64 lag, gab er fast kontinuierlich nach.

US-Notenbankchef Jerome Powell habe Spekulationen bezüglich der Einführung von Negativzinsen abgewehrt und das Protokoll der jüngsten Notenbanksitzung, das am Abend veröffentlicht wird, dürfte in dieser Hinsicht keine Neuigkeiten bringen, erwartet Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen.

Was das von Powell und seinen Kollegen herbeigewünschte Fiskalpaket angehe, sehe es schlecht aus, nachdem der US-Präsident seine Parteiverantwortlichen angewiesen habe, die Verhandlungen bis nach der Präsidentschaftswahl einzustellen. Die Verzögerung der fiskalischen Hilfen sei nicht unproblematisch, so die Expertin, denn ein wichtiger Grund, weshalb sich die US-Konjunktur trotz der schwierigen Lage in der Pandemie gut geschlagen hat, seien die großzügigen staatlichen Zuschüsse, die den privaten Konsum stützten.

Powell habe nun gewarnt, dass ohne weitere Hilfen die US-Wirtschaft gar zurück in Richtung Rezession rutschen könne. Das neue Ziel der Notenbank, ein Überschießen der Inflation, würde damit noch weiter in die Zukunft rücken. Für den Dollar sei das "eher eine gute Nachricht", befindet Nguyen.

12:25 Uhr

Dax verliert 13.000er Marke etwas aus dem Blick

Der Dax notiert am Mittag leicht im Minus. Rund 0,2 Prozent verliert der Leitindex auf 12.869 Punkte. Damit notiert er rund 90 Punkte unterhalb des bisherigen Tageshochs. "Die Gewinne bröckeln ab", sagt ntv-Börsenkorrespondentin Susanne Althoff. "Die Nachrichten fehlen."

11:58 Uhr

Umsatz der Reisebranche bricht weiter ein

Die Umsatzbilanzen von Reisebüros und Veranstaltern verschlechtern sich in der Corona-Krise weiter. Reisewarnungen und Buchungszurückhaltung der Kunden reißen tiefe Löcher. Nach einer Auswertung von Travel Data + Analytics (TDA) sind die Umsätze zum Buchungsstand Ende August 2020 für die diesjährige Sommersaison zusammengerechnet um 74 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebrochen. Ende Juli lag das Minus bei 70 Prozent. Die Wintersaison 2020/21 verzeichnete einen Rückgang um 59 Prozent.

Die derzeit geltenden Reisewarnungen für beliebte Sonnenziele, zum Beispiel für die Kanaren oder Ägypten, belasten das Wintergeschäft. Die Vorausbuchungen für die winterlichen Reisemonate fielen weit unterdurchschnittlich aus, die Verluste summierten sich von Monat zu Monat, erläutert das Analysehaus.

11:26 Uhr

Neues US-Corona-Hilfspaket? Trump stoppt Verhandlungen

"Der Dax ist im Zick-Zack-Modus", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer die Lage zur Wochenmitte am deutschen Aktienmarkt. "Der Dax sucht eine Richtung, hat auch schon einmal über die 13.000-Punkte-Marke geschaut", so Meyer weiter. Die Absage von US-Präsident Trump an weitere schnelle Hilfen für die US-Wirtschaft bezeichnet er als "Sturm im Wasserglas". "Das Geld wird kommen - weil es kommen muss", unterstreicht er. Vor allem an der Wall Street hatte die Trump-Absage die Kurse unter Druck gesetzt.

11:04 Uhr

Anleger feiern Sma Solar

Sma Solar legen im Kleinwerteindex SDax mehr als acht Prozent zu. Die Privatbank Berenberg nahm die Bewertung der Papiere mit "Buy" und einem Kursziel von 50 Euro auf. Derzeit bewegen sich die Titel im Bereich von 42,40 Euro.


10:16 Uhr

Anleger decken sich bei Tesco ein

Tesco plc
Tesco plc 2,34

Ein optimistischer Ausblick für das Geschäftsjahr 2020/2021 des neuen Konzernchefs Ken Murphy lässt Anleger bei Tesco zugreifen. Die Aktien der britischen Supermarktkette legen fast 4 Prozent zu. Der Konzern habe im ersten Halbjahr zwar wegen der gestiegenen Kosten infolge der Pandemie trotz des Umsatzplus weniger verdient. Im Gesamtjahr werde das Ergebnis im Einzelhandel aber mindestens auf Vorjahresniveau liegen, kommentieren Marktexperten.

09:53 Uhr

Dialog Semi schraubt Umsatzprognose nach oben

Dialog Semiconductor
Dialog Semiconductor 33,62

Dialog Semiconductor rechnet für das dritte Quartal mit einem höheren Umsatz als bisher angenommen. Wie das Unternehmen mitteilt, dürfte der Umsatz für das am 25. September beendete Quartal bei ungefähr 386 Millionen Dollar liegen. Zuvor hat der Hersteller von integrierten Mixed-Signal-Schaltungen am 5. August einen Umsatz für das dritte Quartal in einer Bandbreite von 340 bis 380 Millionen Dollar in Aussicht gestellt. Als Grund für die optimistischere Schätzung erklärt die Gesellschaft, im gesamten Portfolio hätten sich die Trends verbessert.

Das Unternehmen wird seine Ergebnisse für das dritte Quartal 2020 am 5. November 2020 veröffentlichen. Der Aktienkurs legt um rund 4,5 Prozent auf knapp 41,50 Euro zu.

09:31 Uhr

Telefonica Deutschland und Deutsche Telekom weiten Kooperation aus

Die deutsche Telefonica-Tochter und der europäische Marktführer Deutsche Telekom weiten ihre Kooperation im Festnetzsektor aus. Künftig könnten auch Glasfaser-Hausanschlussleistungen (FTTH) vermarktet werden, teilt Telefonica Deutschland über den frühzeitig verlängerten Zehn-Jahres-Vertrag mit. Zudem könne O2 VDSL- sowie Vectoring-Vorleistungsprodukte der Telekom nutzen. Die Vereinbarung, die noch regulatorische Zustimmung benötigt, soll im Frühjahr 2021 in Kraft treten. "Die langfristige Kooperation mit der Deutschen Telekom gibt uns Planungssicherheit", sagt Telefonica-Deutschland-Chef Markus Haas.


09:13 Uhr

BMW fährt dank starkem China-Geschäft aus Corona-Loch

Starke Absatzzahlen in China und Europa haben BMW im dritten Quartal ein Absatzplus beschert. Nachdem die Münchner im zweiten Quartal Corona-bedingt noch ein Viertel weniger Autos verkauft hatten, lag der Absatz mit 675.680 Autos der Marken BMW und Mini nun um 8,6 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Im laufenden Jahr liegt BMW allerdings immer noch um 12,5 Prozent im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2019 zurück.

Treiber des Wachstums war vor allem ein starkes China-Geschäft, das um 31,1 Prozent auf 230.612 Autos zulegte. Aber auch in Europa konnte BMW mit einem Plus von 7,1 Prozent auf 275.618 Autos gut verkaufen. In den USA läuft es dagegen schlecht: 78.634 Autos bedeuten ein Minus von 15,7 Prozent. Sowohl die Kernmarke BMW als auch die Tochter Mini legten weltweit zu - BMW mit 9,8 Prozent auf 585.336 Autos allerdings stärker. Besonders kräftig wuchs das Geschäft mit Elektroautos und Plug-in-Hybriden, das ein Plus von 46,6 Prozent verzeichnete. Mit 54.719 Fahrzeugen macht es allerdings weiter nur einen kleinen Teil des BMW-Geschäfts aus.

09:06 Uhr

Dax gewinnt zum Handelsstart leicht

Mit geringen Aufschlägen starten die Kurse am deutschen Aktienmarkt in den Handel zur Wochenmitte. Der Dax notiert zu Beginn 0,3 Prozent fester bei einem Stand von 12.950 Punkten. Am Dienstag war der deutsche Leitindex 0,6 Prozent fester mit 12.906 Stellen aus dem Handel gegangen.

US-Präsident Donald Trump hat in der Nacht die Verhandlungen zu einem weiteren Wirtschafts-Hilfspaket eingestellt. Er wirft den Demokraten vor, in dem Paket viele Dinge unterbringen zu wollen, die nichts mit der Corona-Bekämpfung zu tun hätten. "Ein Sturm im Wasserglas", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. Die Anleger wüssten, dass die Hilfen so oder so kommen müssten.

08:49 Uhr

Boeing erwartet stärkere Nachfragedelle

Boeing hat wegen der Corona-Krise die Marktprognose für die kommenden 10 Jahre gesenkt. Dem US-Flugzeughersteller zufolge wird die Coronavirus-Pandemie die weltweite Nachfrage nach Flugzeugen in den nächsten zehn Jahren um rund 2.000 Flugzeuge reduzieren und den Umsatz der globalen Luft- und Raumfahrtindustrie bis 2029 um 200 Milliarden Dollar schmälern. Grund sei der Rückgang weltweit bei Flugreisen und vor allem der Einbruch bei Dienstreisen, teilte der US-Flugzeughersteller in seiner jährlichen Marktprognose mit.

Das globale Wirtschaftswachstum werde die Luftfahrtindustrie in den 2030er Jahren wieder in den Expansionsmodus zurückbringen, dieser werde aber langsamer ausfallen als in der Vergangenheit. Boeing erwartet nun eine Nachfrage nach 18.350 Flugzeugen bis Ende 2029, 11 Prozent weniger als noch vor einem Jahr geschätzt. Fluggesellschaften konzentrierten sich derzeit darauf, ältere Flugzeuge zu ersetzen und die Expansion in neue Märkte zu drosseln. Bis 2039 erwartet Boeing eine Nachfrage nach mehr als 44.000 Flugzeugen, das sind 5 Prozent weniger als in der vorherigen Prognose.

08:32 Uhr

Dax zur Eröffnung niedriger erwartet

Dax
Dax 12.637,73

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Dienstag war er 0,6 Prozent fester bei 12.906 Punkten aus dem Handel gegangen. Nach dem Verhandlungsstopp über ein neues Corona-Hilfspaket durch US-Präsident Donald Trump war bereits die Wall Street ins Minus gerutscht.

Der mit dem Coronavirus infizierte Trump hatte einen Tag nachdem er aus dem Krankenhaus entlassen worden war mitgeteilt, vor der Präsidentenwahl am 3. November würde mit den Demokraten nicht mehr über weitere Unterstützungsmaßnahmen verhandelt. Die Hoffnung auf weitere Hilfen hatte in den Tagen noch für Rückenwind an den Börsen gesorgt.

08:10 Uhr

Tesla schafft sein PR-Team ab

Der US-Elektroautobauer Tesla hat einem Medienbericht zufolge als erster Autobauer seine Presseabteilung abgeschafft. "Wir haben kein PR-Team mehr", zitiert die auf E-Mobilität spezialisierte US-Nachrichtenseite Electrek einen Insider. Die zuletzt für Presse und Kommunikation zuständige Keely Sulprizio habe den Autokonzern im Dezember 2019 verlassen und sei zu Impossible Foods gewechselt.

Auch Alan Cooper, der nächst höhere Vertreter in der Presseabteilung, habe Tesla inzwischen den Rücken gekehrt. In Europa und Asien gebe es noch ein paar PR-Leute, aber das globale Team in den USA sei aufgelöst worden, heißt es bei Electrek. Journalisten beklagen sich schon länger darüber, dass Anfragen von Telsa kaum mehr beantwortet werden. Konzernchef Elon Musk ist dagegen auf Twitter sehr aktiv.

07:54 Uhr

Ölpreise erhalten einen Dämpfer

Verzögerungen bei dem erhofften weiteren Corona-Konjunkturpaket in den USA haben den Hoffnungen auf eine weitere Wirtschaftsbelebung und damit auch den Ölpreisen einen Dämpfer verpasst. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 41,96 US-Dollar. Das waren 0,69 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 0,81 Cent auf 39,86 Dollar.

07:21 Uhr

US-Jeanshersteller schreibt überraschend schwarze Zahlen

Levi Strauss & Co
Levi Strauss & Co 13,80

Der US-Jeans-Konzern Levi Strauss schreibt nach einem Verlust im zweiten Quartal wegen der Coronavirus-Krise wieder schwarze Zahlen. Für das dritte Quartal verbuchte Levi Strauss ohne bestimmte Sonderposten überraschend einen Gewinn von acht Cent je Aktie. Analysten hatten dagegen mit einem Fehlbetrag von 22 Cent je Anteilschein gerechnet. Der Nettoumsatz erhöhte sich um 27 Prozent auf 1,06 Milliarden Dollar.

Das Unternehmen profitierte von einem boomenden Online-Handel. Die Aktie sprang nachbörslich 13 Prozent in die Höhe. Levi Strauss war im März 2019 nach mehr als 30-jähriger Abwesenheit an die Börse zurückgekehrt.

07:03 Uhr

Verluste an Wall Street verunsichern Asia-Börsen nicht

Die Anleger in Asien ließen sich von den Verlusten der Wall Street infolge der Absage des Corona-Hilfspakets durch US-Präsident Donald Trump nicht verunsichern. Die Börsianer waren der Ansicht, dass die Impulse für die Wirtschaft nur verschoben, aber nicht aufgehoben seien. Trump hatte die Verhandlungen mit den oppositionellen Demokraten über neue Konjunkturhilfen bis nach der Präsidentenwahl am 3. November abgesagt.

Nikkei
Nikkei 23.525,89

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,2 Prozent tiefer bei 23.395 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,2 Prozent und lag bei 1642 Punkten. Chinas Aktien-, Anleihen- und Devisenmärkte sind bis zum 9. Oktober wegen Feiertagen geschlossen. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,9 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 105,67 Yen und stagnierte bei 6,7898 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9180 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1730 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0769 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,2885 Dollar.