Mittwoch, 10. Februar 2021Der Börsen-Tag

17:59 Uhr

"Lockdown-Blues" lässt Dax unter 14.000er-Marke fallen

Abwarten ist die Devise der Anleger am deutschen Aktienmarkt. Der Dax verlor 0,6 Prozent auf 13.933 Punkte. Der MDax gab 0,4 Prozent auf 32.132 Punkte nach. Der EuroStoxx50 verlor ebenso 0,4 Prozent auf 3.647,27.

Dax
Dax 13.879,33

Einmal warten die Börsianer wie alle Menschen im Land auf die Ergebnisse des Corona-Gipfels zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Länderchefs. Erwartet wurde eine weitgehende Verlängerung der bisherigen Maßnahmen mit möglichen Ausnahmen für die Öffnung von Schulen. Eine Öffnung des Einzelhandels gilt als unwahrscheinlich, spannend ist aber, welche Perspektive der Mittelstand bekommt.

Daneben warten die Anleger hier und in den USA auf Fed-Chef Jerome Powell, der am Abend spricht. Nach Einschätzung von IG geht es für Powell darum, die Balance zu finden zwischen sich aufhellenden wirtschaftlichen Aussichten auf der einen Seite und der Vermeidung jeglicher Andeutung einer monetären Verschärfung auf der anderen Seite.

17:19 Uhr

Unerwartet leere Lager lassen Ölpreis steigen

Konjunkturhoffnungen und Angebotskürzungen der Produzenten lassen den Ölpreis den neunten Tag in Folge steigen. Die Nordseesorte Brent verteuert sich um 0,6 Prozent auf 61,48 Dollar je Fass. US-Leichtöl WTI steigt 0,5 Prozent auf 58,63 Dollar je Fass.

Rohöl WTI
Rohöl WTI 63,40

Für Rückenwind sorgten auch gesunkene Öllagerbestände in den USA. Sie fielen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 6,645 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Erwartet worden war ein Anstieg um knapp eine Million Barrel. "Man kann sich nur fragen, ob die Rally in dieser Woche noch weitergehen kann", sagte Stephen Brennock vom Broker PVM.

17:12 Uhr

Goldpreis steigt nach US-Inflationsdaten

Der Goldpreis legt mit dem Signal einer moderaten Inflation in den USA zu, weil dieses für weiter niedrige Zinsen spricht, was das Gold als Anlage attraktiver macht. Die Feinunze verteuert sich um 0,4 Prozent auf 1.847 Dollar je Feinunze.

17:05 Uhr

US-Börsen drehen ins Minus - Dax fällt

Nach einem freundlichen Start drehen die US-Börsen ins Minus und ziehen auch den Dax mit. Fundamental Neues gibt es nicht. Die Anleger warten auf die Rede von Fed-Chef Jerome Powell am Abend. Der S&P 500 verliert 0,3 Prozent. Der Nasdaq 100 gibt zeitweise gut 1 Prozent nach. Der Dow Jones notiert unverändert.

Damit gerät auch der Dax unter etwas stärkeren Abgabedruck und fällt unter die Marke von 14.000. Charttechnisch liegt die nächste Unterstützung im DAX bei 13.875. Der DAX verliert 0,8 Prozent auf 13.900.

16:38 Uhr

Under Armour begeistert Anleger

Sehr gut nehmen die Anleger die Zahlen von Under Armour auf. Der Sportartikelhersteller erwartet wie Coca-Cola 2021 ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. 2020 kehrte Under Armour in die Gewinnzone zurück und übertraf zugleich die Umsatzerwartungen. Die Aktie rückt um 10,7 Prozent vor.

16:29 Uhr

50 Milliarden Dollar angepeilt - nächstes E-Auto-Startup geht an die Börse

Einem Agenturbericht zufolge könnte der Elektroautobauer im Herbst an die Börse gehen. Rivian strebe dabei eine Bewertung von 50 Milliarden Dollar (41 Milliarden Euro) an, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Die Gespräche mit Banken liefen, der Zeitplan sei nicht endgültig. Ein Börsengang könne auch später in diesem Jahr oder im kommenden Jahr über die Bühne gehen. Rivian lehnte eine Stellungnahme ab.

Das Unternehmen will noch in diesem Jahr einen elektrischen Pick-up sowie einen elektrischen SUV produzieren. Bisher hat Rivian noch keine Fahrzeuge ausgeliefert.

16:06 Uhr

Twitter-Aktie schnellt nach oben - Rekordjagd an US-Börsen

Die Aussicht auf frischen Wind für die US-Wirtschaft lockt weitere Anleger an die Wall Street. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 stiegen zur Eröffnung um bis zu 0,7 Prozent und markierten mit 31.509,87 Punkten, 14.109,12 Zählern und 3931,50 Stellen neue Rekordhochs.

Die Zuversicht über eine Verabschiedung der geplanten zusätzlichen billionenschweren Corona-Hilfen und überraschend starke Firmenbilanzen schürten Konjunktur-Optimismus, sagt Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets.

Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt zählt Twitter. Die Titel stiegen um mehr als zwölf Prozent auf ein Sieben-Jahres-Hoch von 67,23 Dollar, obwohl der Kurznachrichtendienst vor einem schwächeren Kundenwachstum gewarnt hatte. Weil aber das Quartalsergebnis über Markterwartungen liege und steigende Werbeumsätze zu erwarten seien, sähen Investoren darüber hinweg, sagten Börsianer.

16:00 Uhr

Übernahme-Spekulationen um deutschen Autozulieferer

Eine kräftige Anteilsaufstockung des österreichischen Unternehmers Stefan Pierer bei Leoni hat die Aktie des angeschlagenen Autozulieferers um bis zu 13,8 Prozent nach oben getrieben. Der 64-Jährige hält über die Beteiligungsgesellschaft Pierer Industrie nun zehn Prozent an Leoni, doppelt so viel wie vorher, wie aus einer Pflichtmitteilung hervorgeht.

Leoni
Leoni 11,06

Das könnte Übernahmespekulationen um Leoni Nahrung geben, urteilte Commerzbank-Analystin Yasmin Steilen am Mittwoch, die die Aktie auf "Hold" von "Reduce" hochstufte und das Kursziel auf 11 von 5,50 Euro verdoppelte.

"Für uns ist es ein gutes Signal, dass einer unser Aktionäre jetzt seinen Anteil aufstockt", erklärte ein Leoni-Sprecher in Nürnberg. "Wir glauben daran, dass wir mit dem eingeschlagenen Kurs unsere Geschäftsentwicklung nachhaltig verbessern können." Das Nürnberger Unternehmen steckt mitten in der Sanierung.

Die Analystin schrieb, sie glaube eher, dass Pierer seine Position vor der Hauptversammlung im Mai habe stärken wollen, um die Restrukturierung zu beschleunigen. Das Geschäft von Leoni mit Kabelbäumen passe nicht zu seinem Ziel, um die Pankl AG einen Zulieferer von Hightech für Autos zu schaffen. Pankl hält auch die Mehrheit am schwäbischen Autozulieferer SHW und ist im Rennsport aktiv.

15:38 Uhr

GM warnt vor Milliarden-Einbußen wegen fehlender Chips

Die hohe Nachfrage nach SUVs und Pick-up-Trucks hat dem größten US-Autobauer General Motors (GM) trotz Corona-Krise einen starken Jahresabschluss beschert. Der Gewinn im laufenden Jahr könnte allerdings nach Unternehmensangaben um bis zu zwei Milliarden Dollar durch den akuten Mangel an Mikrochips gedrückt werden.

Im vierten Quartal legten die konzernweiten Erlöse im Jahresvergleich um über 21 Prozent auf 37,5 Milliarden Dollar (30,9 Mrd Euro) zu, wie das Unternehmen am Mittwoch in Detroit mitteilte. Unterm Strich verdiente GM in den drei Monaten bis Ende Dezember 2,8 Milliarden Dollar. Vor einem Jahr hatten hohe Sonderkosten aufgrund eines Streiks die Quartalsbilanz verhagelt, und es war ein Verlust von 194 Millionen Dollar angefallen.

Anleger nahmen den Geschäftsbericht dennoch verhalten auf, die Aktie fiel vorbörslich deutlich. GM warnte, dass Computerchip-Engpässe den Betriebsgewinn 2021 um bis zu zwei Milliarden Dollar drücken könnten. Der Konzern hatte wegen des Chipmangels, der derzeit fast die gesamte Autoindustrie belastet, zuletzt die Produktion in einigen Werken gedrosselt.

Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 musste GM - zeitweise deutlich geschwächt durch die Corona-Krise - einen Gewinnrückgang um 4,5 Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar verkraften. Der Umsatz fiel von 137,2 Milliarden auf 122,5 Milliarden Dollar.

15:21 Uhr

Britischer Impf-Erfolg und Notenbank pushen Pfund fast auf Dreijahres-Hoch

Das Pfund Sterling legt zu Euro und US-Dollar zu. Zum Greenback steigt die britische Währung auf den höchsten Stand seit April 2018. Sterling legt auf Tagessicht um 0,2 Prozent auf 1,3848 Dollar zu.

Britisches Pfund / Euro
Britisches Pfund / Euro 1,15

Im Devisenhandel ist von Optimismus wegen der britischen Impfkampagne die Rede. Zugleich belaste die verbesserte Aussicht auf das Zustandekommen des US-Konjunkturpakets den Dollar. "Die Stärke des Pfund reflektiert die Fortschritte der britischen Impfkampagne, den Rückzieher der Bank of England von der Idee negativer Leitzinsen und die Dollarschwäche wegen des auf dem Weg befindlichen großen Konjunkturpaketes", sagt Devisenanalyst Russ Mould von AJ Bell.

14:50 Uhr

US-Inflationsdaten stützen Euro

Der Euro reagiert mit leichten Aufschlägen auf die Veröffentlichung von US-Preisdaten und steigt auf 1,2140 Dollar nach rund 1,2125 zuvor. Die Verbraucherpreise sind im Januar wie erwartet um 0,3 Prozent gestiegen. Im Kern entwickelten sich die Preise unverändert - hier war ein Plus von 0,1 Prozent erwartet worden. Die Inflationsdaten nehmen einen gewissen Druck von der Fed, die sich für eine lange Zeit auf eine sehr lockere Geldpolitik festgelegt hatte.

Die Inflation hat aber zuletzt angezogen und prominente Ökonomen wie Larry Summers haben unlängst vor einem Überschießen der Inflation gewarnt, sollte das geplante Konjunkturprogramm von 1,9 Billionen Dollar voll umgesetzt werden.

14:34 Uhr

Betriebsrat: Streben nach Größe hätte Daimler "fast umgebracht"

Der Vorsitzende des Daimler-Konzernbetriebsrats Michael Brecht, verteidigt in der Wochenzeitung "Die Zeit" die Aufspaltung des Konzerns in Mercedes-Benz und Daimler Truck. "Viele Entscheidungen der Vergangenheit hätten uns fast umgebracht. Ihnen gemein war der Wunsch nach Größe, ob bei der Fusion mit Chrysler oder als integrierter Technologiekonzern."

Von der neuen Fokussierung erhoffe sich Brecht auch ein neues Miteinander: "Im Konzern regierte jahrelang ein brutales Kostenmanagement, es fehlte der Mut für Investitionen in die Zellproduktion oder die Entwicklung und den Bau von Elektromotoren."

Konzernchef Ola Källenius hingegen erhält von Brecht ausdrückliches Lob: "Ich habe großen Respekt vor der Entscheidung von Ola Källenius. Er verzichtet auf Macht, damit er das PKW-Geschäft umso konzentrierter auf die Elektromobilität ausrichten kann."

14:28 Uhr

Rocket will mit leerer Firmenhülle an die Börse

Spacs (SPAC, Special Purpose Acquisition Company) sind aktuell das große Ding an der Wall Street. Börsennotierte Firmen, die keine Geschäftstätigkeit haben, sondern sich erst eine kaufen wollen. Auch Startup-Investor Rocket Internet will mit einer solchen leeren Unternehmenshülle auf die Suche nach neuen Börsenkandidaten gehen.

Die Rocket Internet Growth Opportunities mit Sitz auf den Kaiman-Inseln reichte in der Nacht zum Mittwoch den Prospekt für einen Börsengang in New York bei der US-Marktaufsicht SEC ein. Die Mantelgesellschaft will bei Investoren mit der Ausgabe von Aktien für je zehn Dollar bis zu 287,5 Millionen Dollar einsammeln. Rocket Internet hält nach dem Börsengang 20 Prozent der Aktien an dem SPAC, bei dem Rocket-Chef Oliver Samwer Verwaltungsratschef ist.

Rocket Internet Growth Opportunities hat dann 24 Monate lang Zeit, ein Unternehmen zu finden, das unter sein Dach schlüpfen und auf diese Weise an die Börse gehen kann. Samwer schwebt ein Technologie-Unternehmen, vorzugsweise außerhalb der USA, vor, das vom Digitalisierungs-Boom profitiert und zumindest auf dem Weg zu schwarzen Zahlen ist.

Noch im Herbst hatte Rocket seinen eigenen Börsenabschied damit erklärt, es gebe außerhalb der Börse zunehmend attraktive Finanzierungsmöglichkeiten für junge Unternehmen - zu geringeren Kosten.

14:33 Uhr

Coca-Cola will nach Krise wieder wachsen

Coca-Cola strebt für das neue Geschäftsjahr ein hoch einstelliges organisches Umsatzwachstum und ein mindestens ebensolches Plus beim vergleichbaren Gewinn je Aktie an, das bestenfalls auch niedrig zweistellig ausfallen könnte. In der Prognose ist ein Wechselkurseffekt von 3 bis 4 Prozent enthalten, wie die Coca Cola Co. mitteilte.

Coca Cola
Coca Cola 41,28

Der US-amerikanische Brausehersteller verbuchte angesichts der verstärkten Corona-Infektionen im Schlussquartal 2020 rückläufige Getränkeabsätze und damit auch sinkende Umsätze und Einnahmen. Der Getränke-Riese wies einen Gewinn von 1,46 Milliarden Dollar aus, verglichen mit 2,04 Milliarden Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Gewinn betrug 34 Cent pro Aktie, verglichen mit 47 Cents pro Aktie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 47 Cent über dem von Factset ermittelten Analystenkonsens von 42 Cent je Aktie. Der Umsatz ging um 5 Prozent auf 8,61 Milliarden Dollar zurück und blieb damit leicht hinter den Erwartungen der Analysten zurück.

Coca Cola hat bereits den Abbau von weltweit 2.200 Stellen angekündigt, davon 1.200 in den USA.

13:45 Uhr

Heftiger Kurssprung: "Heidelberger Wallboxen" begeistern Börsianer

Noch heißt der altehrwürdige Maschinenbauer natürlich Heidelberger Druckmaschinen. Dass die Aktien mit plus 20,8 Prozent haussieren, hat aber vor allem mit dem Geschäft mit der Elektromobilität zu tun. Positiv wird an der Börse die Anhebung der Ebita-Marge ohne Restrukturierungsergebnis auf rund 7 Prozent gewertet.

Aber auch die Aussage zum Geschäft mit "Wallboxen" bestätigt die Einschätzung an der Börse. Vorstandschef Rainer Hundsdörfer stimmt die hohe Nachfrage nach Ladestationen für die Elektromobilität optimistisch für die Zukunft.

13:15 Uhr

Wall Street hofft auf neue Rekorde

Die Rally-Laune an der Wall Street dürfte auch heute zum Start noch anhalten. Wie am Vortag werden erneut die technologielastigen Nasdaq-Indizes fester erwartet als der S&P-500, der indes nach aktueller Indikation immerhin leicht im Plus starten dürfte.

S&P 500 Index, Ind.
S&P 500 Index, Ind. 3.831,06

Nach einer Verschnaufpause am Dienstag könnten damit neue Rekordhochs erreicht werden. Gegenwärtig sind es vor allem drei Faktoren, die die Wall Street oben halten. Zum einen das billionenschwere Stimuluspaket der neuen US-Regierung, zum zweiten Fortschritte in der Covid-19-Impfkampagne und drittens die Berichtssaison, in der vier von fünf Unternehmen positiv überrascht haben. Vorbörslich werden Coca-Cola, Under Armour und General Motors Zahlen ausweisen.

Mit Interesse dürften die Anleger um 14.30 Uhr MEZ auf die Verbraucherpreise blicken. Gegenwärtig ist die Inflation wieder ein Thema geworden, weil die anhaltend lockere Geldpolitik und die hohen Staatsausgaben die Teuerung anheizen können.

12:43 Uhr

Börsenneuling wirft wohl deutschen Traditionskonzern aus Dax

Börsenneuling Siemens Energy könnten bereits im März in den Dax aufsteigen und dort die Aktien des Traditionskonzerns Beiersdorf ersetzen. Das haben die Analysten von Commerzbank Technical Analysis and Index Research errechnet. Grund seien die neuen Dax-Regeln: Demnach wird der Dax im März erstmals regulär überprüft. Bisher war das nur im September der Fall gewesen.

Auch Hellofresh hat laut der Studie eine Aufstiegschance, neben Beiersdorf gelten auch Heidelbergcement als gefährdet. Allerdings verweisen die Commerzbank-Index-Analysten auch darauf, dass sowohl Siemens Energy als auch Hellofresh in den Rankings für einen Aufstieg noch leicht zulegen müssen.

In den TecDAX könnten im März laut der Februar-Rangliste SMA Solar eintreten. Sie erfüllen die Aufstiegskriterien überzeugend und auch schon fast die Kriterien für einen außerordentlichen sogenannten Fast Entry.

Schwächster Wert sind laut der Rangliste Draegerwerk, aber auch New Work und Pfeiffer Vacuum wackeln. Überprüft werden alle Indizes am 3. März, Veränderungen werden zu den Schlusskursen am 19. März vollzogen.

12:36 Uhr

Warten auf die Öffnung: Dax tritt auf der Stelle

An Europas Börsen hat die Aussicht auf eine Lockdown-Verlängerung ermutigende Unternehmenszahlen in den Hintergrund gedrängt. Der Dax notiert am Mittag etwas schwächer knapp unter 14.000 Zählern, der EuroStoxx50 tritt bei 3663 Punkten auf der Stelle.

Für Verunsicherung sorgen vor allem sich rascher verbreitende Varianten des Coronavirus. "Eine Ausbreitung der Mutationen würde die für Sommer erwartete deutliche Konjunkturerholung und eine Rückkehr zur Normalität zeitlich nach hinten schieben, mit fatalen Folgen für die Finanzmärkte", sagt Analyst Christian Henke vom Brokerhaus IG. Dennoch hielten sich Kursrückgänge in Grenzen. Vielmehr könnten Rücksetzer zum Einstieg genutzt werden.

Eine weitere Verlängerung des Lockdowns gelte bei Börsianern bereits als ausgemacht, sagt Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. "Am spannendsten für die Anleger ist heute die Frage, ob die Politik heute Öffnungsperspektiven aufzeigt und wie diese gegebenenfalls aussehen."

12:27 Uhr

Alter Wirecard-Rivale boomt in der Krise

Der Boom beim Online-Handel und zur Kartenzahlung hat den niederländischen Zahlungsabwickler Adyen in der Corona-Krise weiter angetrieben. Während der deutsche Rivale Wirecard nach einem milliardenschweren Bilanzskandal Ende Juni in die Pleite stürzte, legte Adyen auch im zweiten Halbjahr weiter zu. Allerdings schlugen die monatelange Schließung von Ladengeschäften und der Einbruch der Reisebuchungen auf den Umsatz, wie das Unternehmen am Mittwoch in Amsterdam mitteilte.

Adyen
Adyen 1.880,00

Im zweiten Halbjahr wickelte Adyen Zahlungen im Umfang von fast 175 Milliarden Euro ab und damit 29 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im Gesamtjahr stand damit ein Zuwachs von 27 Prozent auf knapp 304 Milliarden Euro zu Buche.

Der Umsatz wuchs im Gesamtjahr um 28 Prozent auf 684 Millionen Euro. Der operative Gewinn (Ebitda) stieg stärker als von Analysten erwartet. Der Nettogewinn kletterte um elf Prozent auf 261 Millionen Euro, wobei der Schub hier erst im zweiten Halbjahr kam. Für die kommenden Jahre rechnet Adyen weiterhin mit einem jährlichen Umsatzplus von durchschnittlich mindestens rund 25 Prozent. Zudem soll langfristig ein größerer Teil der Erlöse als operativer Gewinn beim Unternehmen hängen bleiben.

An der Börse zählt die Adyen-Aktie seit einiger Zeit zu den gefragtesten Papieren. In den vergangenen zwölf Monaten zog der Kurs um fast 120 Prozent an. Wegen des starken Anstiegs wurden die Anteile im September vergangenen Jahres in den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 aufgenommen. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt derzeit bei knapp 58 Milliarden Euro. Damit bringt der Konzern mehr auf die Waage als die meisten Dax-Titel.

11:51 Uhr

Öl- und Spritpreise ziehen heftig an - Verbraucherpreise steigen erstmals wieder

Das Ende der Mehrwertsteuersenkung zum Jahreswechsel und die neue CO2-Abgabe haben die Verbraucherpreise im Januar erstmals seit Monaten wieder steigen lassen. Die Inflationsrate lag bei 1,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte und damit seine vorläufigen Angaben von Ende Januar bestätigte. Im Vergleich zum Vormonat Dezember stiegen die Preise um 0,8 Prozent.

Preistreibend wirkten nach Angaben der Statistiker die wieder höheren Steuersätze bei der Mehrwertsteuer. Die vorübergehende Absenkung zur Ankurbelung des Konsums in der Corona-Krise war Ende Dezember ausgelaufen. Lediglich für Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen gilt weiterhin der ermäßigte Steuersatz.

Daneben habe sich vor allem die CO2-Abgabe auf die Preise ausgewirkt, erklärte das Bundesamt. Der CO2-Ausstoß hatte zum Jahreswechsel erstmals auch in den Bereichen Gebäude und Verkehr einen Preis erhalten, um einen Umstieg auf klimafreundlichere Alternativen attraktiver zu machen.

Die Energiepreise waren im Januar indes immer noch günstiger als vor einem Jahr - sie lagen um 2,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Vergleich zum Dezember 2020 stiegen die Preise für Energieprodukte allerdings um 5,4 Prozent. Besonders deutlich waren die Preisanstiege bei Kraftstoffen (plus 10,7 Prozent) und Heizöl (plus 13,9 Prozent).

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,2 Prozent.

10:44 Uhr

Braugigant streicht wegen Corona-Flaute Tausende Jobs

Heineken hat im vergangenen Jahr die coronabedingt geringere Nachfrage gespürt und überraschend einen Verlust eingefahren. Nun tritt der niederländische Braukonzern auf die Kostenbremse. Bis 2023 sollen die Gewinnmargen verbessert und die Kosten um 2 Milliarden Euro gesenkt werden. Dabei dürften etwa 8.000 Arbeitsplätze abgebaut werden und Restrukturierungsaufwendungen von etwa 420 Millionen Euro anfallen. Bereits bis zum Ende des ersten Quartals sollen 20 Prozent der Arbeitsplätze in der Zentrale wegfallen.

Für das laufende Jahr gab der Konzern - zu dem auch die Marken Sol, Birra Moretti und Tiger gehören - einen gedämpften Ausblick. Die Covid-19-Pandemie dürfte den Angaben zufolge im ersten Halbjahr das Geschäft weiter belasten, eine allmähliche Erholung erst im zweiten Halbjahr eintreten. Bei Umsatz und operativem Gewinn rechnet die Heineken Holding NV für 2021 mit Ergebnissen unterhalb von 2019.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr rutschte der weltweit zweitgrößte Braukonzern in die roten Zahlen, der Nettoverlust betrug 204 Millionen Euro, nach einem Nettogewinn von 2,17 Milliarden Euro 2019. Analysten hatten in einer vom Unternehmen veröffentlichten Konsensschätzung im Schnitt mit einem Nettogewinn von 468 Millionen Euro gerechnet. Der bereinigte operative Gewinn - eine der bevorzugten Kennzahlen des Konzerns - ging um 36 Prozent auf 2,42 Milliarden Euro zurück. Er lag damit auch unterhalb der geschätzten 2,45 Milliarden Euro.

Für 2020 will Heineken eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie ausschütten, hat aber "als Vorsichtsmaßnahme" keine Zwischendividende ausgezahlt.

10:35 Uhr

Dickes Plus für Dauerkrisenkonzern Thyssenkrupp

So geht es für die Aktie von Thyssenkrupp um 4,6 Prozent nach oben, der Stahl- und Industriekonzern kehrte im ersten Geschäftsquartal operativ in die schwarzen Zahlen zurück und erhöhte zudem die Jahresprognose.

Angesichts verbesserter Nachfrage im Werkstoffgeschäft und bei Fahrzeugkomponenten wird nun bei hoch einstelligem Wachstum ein nahezu ausgeglichenes bereinigtes EBIT für 2020/21 erwartet.

10:17 Uhr

Dax sackt unter 14.000er Marke

Die europäischen Aktienmärkte drehen kurz nach dem Start leicht ins Minus. So verliert der Dax 0,3 Prozent auf 13.975 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,1 Prozent auf 3.658 Punkte nach unten. Mit einem Ausbruch im Dax über das Rekordhoch von Anfang der Woche bei 14.169 Punkten wird aktuell nicht gerechnet, auf der anderen Seite war am Vortag bereits gutes Kaufinteresse unter der Marke von 14.000 Punkten im Dax zu beobachten. Von daher wird mit einem weiteren Konsolidierungstag gerechnet. Für die Einzelwerte liefert die Berichtssaison die Impulse.

In Deutschland richtet sich der Fokus außerdem auf den Corona-Gipfel. Das Bund und Länder die derzeitigen Maßnahmen verlängern, scheint den Marktstrategen der Helaba gewiss. Spannend werde jedoch sein, ob bereits ab dem 15. Februar ein schrittweises Hochfahren durch die Öffnung von Schulen beschlossen werde oder erst ab März. Für eine Öffnung des Einzelhandels erscheine es noch zu früh. Daneben steht für Marktteilnehmer die Diskussion um die Inflationsentwicklung im Blick: Während einerseits vor einer vorschnellen Inflations-Diskussion gewarnt wird, ziehen andererseits die Produzentenpreise zum Beispiel in China kräftig an.

10:12 Uhr

Kurssprung nach Absturz bei umstrittenem Finanzkonzern Grenke

Für die Aktie von Grenke geht es um 14,5 Prozent nach oben.

Aufsichtsratschef Ernst-Moritz Lipp hatte sich mit einem Brief an die Investoren gerichtet und betont, dass die bekannt gewordene Kritik an der Internen Revision und der Compliance keine unmittelbare Auswirkungen auf die Bilanz oder die Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens habe. Dies hatte zu Beginn der Woche für einen Kursabsturz in der Aktie geführt.

09:51 Uhr

Biontech startet Produktion in Marburg

Biontech hat nach eigenen Angaben mit der Herstellung des Impfstoffes am neuen Produktionsstandort in Marburg begonnen. Wie der Mainzer Biopharmaziekonzern mitteilte, ist der erste Schritt, die Herstellung des aktiven pharmazeutischen Wirkstoffs des Covid-19-Impfstoffs von Pfizer und Biontech, der mRNA, gestartet. Zuvor hatte das Regierungspräsidium Darmstadt die Erlaubnis für die umgebaute Anlage in Marburg erteilt.

Biontech
Biontech 92,77

Wie Biontech weiter mitteilte, reicht eine einzelne Charge der mRNA in der aktuellen Größe für die Produktion von 8 Millionen Impfstoffdosen aus.

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09:47 Uhr

Ifo sagt Stagnation der Wirtschaft voraus

Das Münchner Ifo-Institut erwartet wegen des andauernden Corona-Lockdowns einen neuerlichen Dämpfer für die Konjunktur, aber keinen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Stattdessen rechnen die Ifo-Konjunkturforscher zum Jahresbeginn mit einem stagnierenden Bruttoinlandsprodukt.

"Die Wirtschaftsleistung dürfte nur in den konsumnahen Dienstleistungsbereichen ins Minus rutschen, in denen soziale Kontakte ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells sind", sagte Timo Wollmershäuser, der Leiter der Konjunkturprognosen. Das betrifft im Wesentlichen Gaststätten, Freizeit, Kultur und Sport sowie Friseur- und Kosmetiksalons. Nach den Berechnungen des Ifo-Instituts könnte die Schließung dieser Bereiche das deutsche Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2021 nochmals um knapp einen Prozentpunkt nach unten drücken.

Wollmershäuser und Kollegen schätzen, dass die reale Wirtschaftsleistung in den betroffenen Zweigen im ersten Quartal 2021 um etwa 20 Milliarden Euro niedriger liegen wird als im vierten Quartal 2019 vor Ausbruch der Corona-Krise. "Da die Industrie- und Baukonjunktur jedoch weiterhin gut laufen, dürfte das Bruttoinlandsprodukt zu Jahresbeginn nicht zurückgehen, sondern stagnieren", sagte Wollmershäuser.

09:19 Uhr

Lockdown-Entscheidung hält Dax-Anleger in Atem

Der Dax hält sich zunächst über der Marke von 14.000 Punkten.

Dax
Dax 13.879,33

Im frühen Handel steht ein Plus von 0,23 Prozent auf 14.043,62 Punkte zu Buche. Der MDax der mittelgroßen Werte steigt um 0,42 Prozent auf 32 393,62 Punkte. Für den EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone geht es um 0,4 Prozent nach oben.

"In Deutschland warten die Börsianer auf die Beschlüsse der Corona-Runde", schrieb Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Am frühen Nachmittag berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Eine erneute Verlängerung des Lockdowns gelte bereits als ausgemacht, so Altmann. Am spannendsten sei die Frage, ob die Politik Öffnungsperspektiven aufzeigt und wie diese aussehen. "Dann wird es an der Börse wieder mal um die beiden entscheidenden Fragen gehen, wie weit die wirtschaftliche Erholung nach hinten verschoben wird und ob das bereits in den Aktienkursen enthalten ist".

09:16 Uhr

"Retter des Euro" hilft wieder mit dem Draghi-Effekt

Der Euro legt den vierten Tag in Folge zu und etabliert sich wieder über der Marke von 1,21 US-Dollar, die die Gemeinschaftswährung am Vortag genommen hatte. Aktuell geht der Euro auf Tagessicht 0,1 Prozent höher um bei 1,2126 Dollar nach einem Freitagstief bei rund 1,1955.

Während einige Analysten von einer ausgeprägten Dollarschwäche sprechen, betont Devisenanalystin Antje Praefcke von der Commerzbank die Rolle des "Retters des Euro". Der frühere EZB-Präsident Mario Draghi, bekannt durch seine historische Aussage während der Eurozonenkrise und damit "Retter des Euro", besitze gute Chancen, nächster Premierminister Italiens zu werden. Der Markt setze offensichtlich große Hoffnungen in ihn.

Es gebe durchaus Sinn, dass der Euro in einer Art positiver Aufbruchstimmung in Italien zulege. Aber Draghi erhalte damit auch eine Menge Vorschusslorbeeren. Erste Erfolge, sofern er Ministerpräsident werde, würden kaum vor 2022 sichtbar werden. Nach der ersten Euphorie könnte deshalb die Realität (Lockdowns, schleppende Impfkampagnen in Europa, usw.) den Euro auch schnell wieder einholen, warnt die Expertin.

09:09 Uhr

Asien-Börsen mit Gewinnen

Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien haben sich mit Aufschlägen gezeigt. Für Bewegung sorgte vor allem die Berichtssaison. Von der Wall Street kamen zuletzt verhaltene Impulse. Nach den jüngsten Rekordhochs hatten die Indizes dort eine Verschnaufpause eingelegt.

Nikkei
Nikkei 29.402,97

Der Schanghai-Composite schloss vor der einwöchigen Feiertagspause zum Neujahrsfest 1,4 Prozent fester, der Hang-Seng-Index (HSI) in Hongkong stieg im späten Handel um 1,7 Prozent. Gestützt wurde der HSI von Technologiewerten. So rückte das Schwergewicht Tencent 2,8 Prozent vor. Die Aktie markierte dabei im Handelsverlauf ein Rekordhoch. Hintergrund sind Medienberichte, wonach der Technologiekonzern sein Spiele-Geschäft - die größte Einnahmequelle - umstrukturieren will.

Der Nikkei-Index in Tokio stieg um 0,2 Prozent auf 29.563 Punkte. Toyota Motor rückten nach Vorlage von Geschäftszahlen um 1,7 Prozent vor. Der Konzern steigerte den Gewinn in seinem dritten Geschäftsquartal deutlich und erhöhte die Prognosen für Absatz, Umsatz und Gewinn im laufenden Geschäftsjahr per Ende März.

In Südkorea zeigte sich der Kospi mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 3.101 Punkte.

Am Donnerstag stehen eine ganze Reihe von Feiertagen in Asien an. So bleiben die Börsen auf dem chinesischen Festland, in Hongkong, Japan und Südkorea geschlossen. Am kräftigsten aufwärts ging es an den chinesischen Börsen.

08:04 Uhr

Thyssenkrupp legt schwarze Zahlen vor

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 10,97

Der kriselnde Industriekonzern Thyssenkrupp hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2020/21 operativ schwarze Zahlen geschrieben und seine Prognose angehoben. Auch dank besserer Ergebnisse der zur Disposition gestellten Stahlsparte habe der Konzern im fortgeführten Geschäft ein um Sondereffekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 78 Millionen Euro eingefahren, teilte das Unternehmen mit. Im Vorjahreszeitraum hatte ein Verlust von 185 Millionen Euro in den Büchern gestanden. Thyssenkrupp profitierte von einer angezogenen Nachfrage der Automobilindustrie. Im Gesamtjahr rechnet der Vorstand mit einem nahezu ausgeglichenen bereinigten Ebit, nachdem er bislang einen Verlust im mittleren dreistelligen Millionen-Bereich erwartet hatte.

07:13 Uhr

Toyota erwartet höheren Gewinn

Toyota
Toyota 61,60

Der japanische Volkswagen-Rivale Toyota hat seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr ungeachtet der andauernden Corona-Pandemie deutlich angehoben. Wie der japanische Branchenprimus bekanntgab, dürfte sich der Nettogewinn zum Bilanzstichtag 31. März dank einer Nachfrageerholung auf den beiden wichtigen Märkten China und Nordamerika auf 1,9 Billionen Yen (rund 15 Milliarden Euro) belaufen. Zuvor war Toyota noch von einem Gewinn unter dem Strich von 1,4 Billionen Yen ausgegangen. Die revidierte Ertragszahl stellt zwar im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr einen Rückgang um 6,7 Prozent dar. Doch bekam Toyota die Folgen der Corona-Pandemie geringer zu spüren als andere Hersteller. Der Umsatz dürfte am Ende des Geschäftsjahres 26,5 Billionen Yen statt 26 Billionen Yen betragen, hieß es weiter.

06:51 Uhr

Dax fester erwartet

Dax
Dax 13.879,33

Mit steigenden Kursen an den europäischen Aktienmärkten rechnen Händler am Mittwochmorgen. Die Vorlagen aus Asien sind gut, besonders in China ziehen die Kurse kräftig an. Der Dax wird vorbörslich knapp unter der 14.100er Marke erwartet. Damit ist ein Ende der Mini-Konsolidierung und eine Wiederaufnahme des Rekordkurses mit Dax-Ständen über 14.170 Punkten allerdings auch noch nicht in Sicht.

"Die Themen bleiben dieselben", sagt ein Marktteilnehmer. Der Markt wartet einerseits auf den deutschen Corona-Gipfel am Nachmittag. "Alles andere als eine Lockerungsperspektive wäre eine Enttäuschung", so der Marktteilnehmer. Daneben stehe die Diskussion um die Inflationsgefahren im Blick: Während einerseits vor einer vorschnellen Inflations-Diskussion gewarnt wird, ziehen andererseits die Produzentenpreise, zum Beispiel in China, deutlich an.

Entspannung kommt von der Währungsseite: Der weiter nachgebende Dollar ist laut Marktteilnehmern ein Zeichen zunehmenden Risikoappetits: "Der Markt setzt weiter auf eine globale Konjunkturerholung", sagt Jeffrey Halley, Analyst bei Oanda.