Mittwoch, 02. Juni 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Juliane Kipper und Jan Gänger
17:52 Uhr

Dax schafft zur Wochenmitte kleines Plus

Dax
Dax 15.448,04

Nach dem Rekord am Vortag hat sich der Dax heute nur wenig bewegt. Der deutsche Leitindex schloss mit plus 0,23 Prozent bei 15.602 Punkten. Am Vortag war der Dax noch bis auf ein Rekordhoch von 15.685 Zählern gestiegen, hatte dann aber einen Teil der Gewinne wieder abgegeben.

Auch beim MDax ließ der Schwung nach, nachdem der Index der mittelgroßen Werte im frühen Handel noch einen weiteren Rekord erreicht hatte. Aus dem Handel ging das Kursbarometer mit einem Abschlag von 0,23 Prozent auf 33.480 Zähler.

17:38 Uhr

Dogecoin-Kurs steigt um fast 33 Prozent

Die als Parodie gestartete Kryptowährung Dogecoin sorgt mit einem erneuten Kurssprung für Aufsehen. Ihr Kurs steigt um fast 33 Prozent auf 0,4189 Dollar. Auslöser der Rally sei der geplante Handel mit dieser Cyber-Devise an der Kryptobörse Coinbase, sagt Analyst Timo Emden von Emden Research.

Dogecoin scheine sich als anerkannte Geldanlage zu etablieren. "Dass mittlerweile professionelle Trader gefallen an Dogecoin finden, spricht eindeutig für die Währung." In den vergangenen Monaten hatte Tesla-Chef Elon Musk mehrfach für die Internet-Devise getrommelt.

17:14 Uhr

Wirtschaft zieht an: Diese Sektoren werden jetzt wichtig

Weltweit läuft die Wirtschaft gestützt durch große Fiskalpakete wieder an. Welche Sektoren werden für Anleger in den kommenden Monaten interessant? Wo der Fokus für Investoren liegen kann, welche Strategien jetzt sinnvoll sein könnten und warum es wichtig ist, sich breit aufzustellen, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Dirk Grunert von Morgan Stanley.

16:48 Uhr

Morphosys brechen nach Übernahme ein

Morphosys reagieren mit einem Kurseinbruch von 15,5 Prozent auf den Kauf von Constellation Pharmaceuticals. Im Handel wird die Kursreaktion als übertrieben eingestuft. Die Übernahme sei mit 1,7 Milliarden Dollar zwar sehr groß, sagt ein Händler, werde aber im Rahmen einer Finanzierungspartnerschaft zum Großteil von Royalty Pharma getragen.

Im Gegenzug hat Royalty Anspruch auf bestimmte Lizenzgebühren von Morphosys-Produkten. Stören dürften sich die Morphosys-Aktionäre an der geplanten Beteiligung von Royalty an Morphosys und dem damit verbundenen Verwässerungseffekt, heißt es. Royalty Pharma wird voraussichtlich 100 Millionen Dollar in eine Barkapitalerhöhung von Morphosys unter Ausschluss des Bezugsrechts der bestehenden Aktionäre investieren.

16:15 Uhr

AMC stechen erneut heraus

AMC
AMC 51,22

Die Aktien der weltgrößten Kinokette AMC steigen um 17 Prozent auf ein Rekordhoch von 37,42 Dollar. Getrieben wurde die Rally Börsianern zufolge erneut von Kleinanlegern, die sich in einschlägigen Internet-Foren gegenseitig zu Käufen ermunterten. "Das ist nicht rational", sagte einer von ihnen. "Wette nicht dagegen."

Die AMC-Enthusiasten ließen sich nicht einmal vom Verkauf eines größeren Aktienpakets aus dem Konzept bringen. Der Hedgefonds Mudrick warf 8,5 Millionen Papiere, die er im Rahmen der jüngsten AMC-Kapitalerhöhung gekauft hatte, wieder auf den Markt. Seit Jahresbeginn haben AMC-Titel rund 1400 Prozent zugelegt.

16:02 Uhr

Wall Street vor Fed-Konjunkturbericht kaum verändert

Die Wall Street bewegt sich unverändert zwischen Konjunkturhoffnungen und Zinsängsten. Aktuell halten sich beide Impulsgeber die Waage - die Wall Street startet wenig verändert in den Handel. Der Dow-Jones-Index steigt um wenige Punkte auf 34.584 Zähler, S&P-500 und Nasdaq-Composite gewinnen jeweils 0,1 Prozent. Der Konjunkturbericht der US-Notenbank "Beige Book" im späten Handelsverlauf könnte die Waagschale in die eine oder andere Richtung verschieben und so für neue Impulse sorgen.

15:44 Uhr

Enttäuschte Übernahmefantasien drücken ProSieben

Am deutschen Aktienmarkt geriet ProSiebenSat.1 unter Verkaufsdruck, nachdem sich Rainer Beaujean auf der Hauptversammlung der TV-Senderkette skeptisch zu möglichen Fusionen geäußert hatte. ProSieben-Titel verloren 5,5 Prozent. Nach Abzug des Dividendenabschlags lag das Minus noch bei drei Prozent. Die Papiere des italienischen Großaktionärs Mediaset, der für eine engere Zusammenarbeit der beiden Medienhäuser plädiert, fielen in Mailand um ein knappes Prozent.

15:11 Uhr

Konjunktur und E-Mobilität treiben Autoaktien

Autoaktien bauen ihre Gewinne am Mittag aus, allen voran VW mit einem Plus von 2,8. In die Branchenwerte fließe weiter frisches Geld mit dem Thema Elektromobilität und vor dem Hintergrund der allgemeinen Konjunkturhoffnungen. "Schon bemerkenswert, dass Autos plötzlich als ESG-konform gespielt werden", meint ein Händler.

Die größere CO2-Erzeugung bei der Produktion von E-Autos und ihr höheres Gewicht würden einfach verdrängt. VW profitierten von dem Trend besonders, nachdem sich zuletzt Fantasie bezüglich eines Börsengangs des geplanten Batteriegeschäfts ausgebreitet habe. Hinzu kommen Spekulationen über einen Börsengang der Porsche AG. BMW und Stellantis legen um bis zu 1,1 Prozent und Renault und Daimler um bis 0,4 Prozent zu. Die Aktie der Porsche Holding gewinnt 2,0 Prozent.

13:42 Uhr

Rückruf von 6000 Fahrzeugen macht Tesla zu schaffen

Tesla Motors (USD)
Tesla Motors (USD) 623,31

Tesla macht ein Rückruf von rund 6000 Fahrzeugen in den USA wegen möglicher Probleme bei der Bremsverschraubung zu schaffen. Die Aktien verlieren vorbörslich rund ein Prozent. Betroffen sind Autos vom Typ Model 3 aus den Jahren 2019 bis 2021 und des Model Y von 2020 bis 2021.

Wie aus den vom E-Autobauer bei der Verkehrsbehörde eingereichten Unterlagen hervorgeht, gab es keine Berichte über Unfälle oder Verletzungen in diesem Zusammenhang. Tesla werde bei Bedarf die Bremssattelschrauben inspizieren, festziehen oder ersetzen.

13:07 Uhr

Amazon unterstützt US-Legalisierung: Cannabis-Titel gefragt

Cannabis-Firmen sind vorbörslich gefragt, nachdem Amazon die Legalisierungsbemühungen der US-Regierung unterstützt. Der Konzern will Bewerber auf einige Stellen künftig nicht mehr auf Cannabis-Konsum testen. Der Verkauf via Amazon wird indes nicht erlaubt. Aktien von Tilray, Cronos, Sundial Growers und Aurora Cannabis steigen vorbörslich an der Wall Street um bis zu zwei Prozent.

12:40 Uhr

Run auf Aktien: US-Kinokette AMC steuert auf Rekordhoch zu

AMC
AMC 51,22

Der Run auf Aktien von AMC hält an. Die Anteilsscheine der weltgrößten Kinokette liegen an der Wall Street vorbörslich 23 Prozent im Plus und steuern damit auf ein Rekordhoch zu.

Der Kurs profitiert von Kommentaren in Internet-Foren, wo sich Kleinanleger gegenseitig zu Aktienkäufen ermuntern, und steigenden Besucherzahlen in den USA angesichts von Fortschritten im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Am Dienstag sammelte AMC 230 Millionen Dollar am Kapitalmarkt ein. Die Aktien hatten bei 32,04 Dollar geschlossen.

12:17 Uhr

Bund will sich wohl an Lufthansa-Kapitalerhöhung beteiligen

Lufthansa
Lufthansa 10,33

Im MDax geht es für Lufthansa-Aktien um bis zu 2,8 Prozent auf 11,20 Euro nach oben. Der deutsche Staat neigt einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge dazu, sich zumindest teilweise an der erwarteten drei Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung der Fluggesellschaft zu beteiligen.

Die Bundesregierung hatte der unter dem zeitweise brachliegenden Flugverkehr leidenden Lufthansa in der Coronakrise finanziell unter die Arme gegriffen, der Großteil der Hilfe besteht in einer stillen Beteiligung von 5,5 Milliarden Euro, die die Lufthansa mit dem Erlös aus der Kapitalerhöhung teilweise zurückzahlen will. Reuters hatte vor drei Wochen von den Kapitalerhöhungs-Plänen berichtet.

11:48 Uhr

Bücher-Boom stimmt Harry-Potter-Verlag optimistisch

Den Londoner Harry-Potter-Verlag Bloomsbury Publishing stimmen die wachsenden Leserzahlen während des Corona-Lockdowns optimistisch. Die starke Nachfrage nach Unterhaltungsalternativen in der Pandemie hat den Gewinn im Geschäftsjahr 2020/21 (per 28. Februar) um 22 Prozent in die Höhe getrieben, wie das Unternehmen mitteilte.

Auch der Umsatz kletterte dank sprunghaft gestiegener Buch-, E-Book- und Hörbuch-Verkäufe um 14 Prozent auf 185 Millionen Pfund. Der Verlag will nun eine Sonderdividende von 9,58 Pence je Papier zahlen. Daraufhin stiegen die Bloomsbury-Aktien in London um 6,5 Prozent.

11:10 Uhr

Deutsche Startups erleben Run

Deutsche Startups legen kräftigen zu. Im ersten Quartal 2021 belaufen sich die Investitionen für die deutschen Gründer auf den höchsten jemals aufgezeichneten Wert. Dabei finden auch immer mehr ausländische Investoren Gefallen an deutschen Gründern.

10:34 Uhr

Platzierung belastet: Für Auto1 geht es acht Prozent nach unten

Auto1
Auto1 37,02

Vier Monate nach dem fulminanten Börsendebüt des Online-Gebrauchtwagenhändlers Auto1 haben sich mehrere institutionelle Investoren von Anteilen getrennt. Sie platzierten die Aktien laut Händlern zum Preis von 41 Euro je Stück und damit 8 Prozent unter dem Vortageskurs. Das Unternehmen gehört deshalb am Mittwochmorgen zu den Hauptverlierern unter den europäischen Autowerten mit minus 7,7 Prozent auf 41,17 Euro. Der Ausgabepreis Anfang Februar hatte 38 Euro betragen.

Als Joint Bookrunner fungierten BNP Paribas, Citigroup, Goldman Sachs und Deutsche Bank. Die begleitenden Banken hatten am Vorabend mitgeteilt, dass bis zu 9,76 Millionen Aktien platziert werden sollten. Dies entspricht rund 4,6 Prozent des Aktienkapitals.

09:54 Uhr

Strafzinsen ab 25.000 Euro: Postbank bittet Sparer zur Kasse

Die Postbank senkt die Freibeträge für Spareinlagen deutlich ab. Die Deutsche-Bank-Tochter verlangt ab dem 21. Juni bei neu abgeschlossenen Verträgen Verwahrentgelte ab einem Betrag von 50.000 Euro auf Giro- und Anlagekonten und ab 25.000 Euro auf Tagesgeldkonten, wie das Institut erklärte. Bisher lag der Freibetrag bei 100.000 Euro.

Für Spareinlagen bei Konten der Marke Deutsche Bank seien vorerst keine Änderungen geplant, fügte ein Sprecher hinzu. "Wir haben die Marktentwicklung im Blick und entscheiden zu gegebener Zeit über das weitere Vorgehen." Die Deutsche Bank stellt Kunden ab einem Betrag von 100.000 Euro Strafzinsen in Rechnung.

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09:32 Uhr

Großkonzerne müssen künftig Steuern in EU offenlegen

Große, multinationale Konzerne müssen in der Europäischen Union künftig offenlegen, in welchem Land sie wie viel Steuern zahlen. Vertreter der EU-Staaten und des Europaparlaments einigen sich nach langjährigem Hin und Her auf die härteren Regeln des sogenannten Country-by-Country-Reportings.

09:23 Uhr

Dax hat Rekordhoch im Blick

Dax
Dax 15.448,04

Der Dax hält sich am Morgen mit moderaten Kursgewinnen zunächst in der Nähe seines am Vortag erreichten Rekordhochs. Wenige Minuten nach der Eröffnung verbuchte der Leitindex ein Plus von 0,35 Prozent auf 15.621 Punkte. Am Dienstag hatte er bis auf 15.685 Zähler zugelegt, am frühen Nachmittag dann aber einen Teil der Gewinne abgegeben - auch weil die Wall Street die Stärke der europäischen Börsen nicht aufgenommen hatte.

Marktexperten fragen sich nun, ob das hohe Kursniveau die Anleger zu Gewinnmitnahmen verleitet oder zu weiteren Käufen animiert. Dem MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen gelang am Mittwoch ein Rekord. Zuletzt notierte er mit plus 0,36 Prozent auf 33 680,20 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 0,3 Prozent vor.

09:07 Uhr

Öl wird teurer

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REUTERS

Die Ölpreise sind weiter gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 70,53 US-Dollar. Das sind 28 Cent mehr als gestern. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt um 21 Cent auf 67,93 Dollar. Gestern war der WTI-Preis mit zeitweise mehr als 68 Dollar auf den höchsten Stand seit Oktober 2018 geklettert, Brent hatte ein Dreimonatshoch markiert.

Unterstützung erhalten die Ölpreise von der zuversichtlichen Bewertung der Nachfrageperspektiven durch den Ölverbund Opec+. Dennoch bleiben die Rohölproduzenten vorsichtig mit Blick auf ihre mittelfristige Ausrichtung. Zwar bestätigte der Verbund während eines Treffens gestern seine geplante Produktionssteigerung ab Juli. Für den weiteren Jahresverlauf wurde jedoch kein Kurs bekanntgegeben.

Für Verunsicherung dürfte zum einen der ungewisse Fortgang der Corona-Pandemie sorgen. Die Virus-Krise hatte die Ölpreise in der ersten Welle vor etwa einem Jahr drastisch einbrechen lassen. Zum anderen ist der Ausgang der Verhandlungen über das iranische Atomprogramm unklar. Nur im Fall einer Einigung kann der Iran auf weniger Sanktionen und mehr Ölausfuhren hoffen.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 73,75

08:48 Uhr

Deutscher Einzelhandel enttäuscht auch im April

Für Enttäuschung an der Börse sorgen die Einzelhandelsdaten aus Deutschland im April. Real stiegen die Umsätze nur um 4,4 Prozent zum Vorjahr, während die Erwartungen im Bereich um 7 bis 10 Prozent gelegen hätten, sagt ein Händler. "Allerdings hatten wir hier nochmals die Bundesnotbremse, so dass der stationäre Handel weiter ausgeschaltet war". Wichtiger seien daher die Daten für Mai. Und von den Juni-Daten würden mit der Wiedereröffnung der Geschäfte Zuwächse von weit über 12 Prozent erwartet.

08:26 Uhr

Geschäfte der Autobranche laufen prima  

Die Geschäfte der deutschen Autohersteller und ihrer Zulieferer sind im Mai so gut gelaufen wie seit annähernd drei Jahren nicht mehr. Das entsprechende Barometer kletterte um 12,9 auf 36,6 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte. Das ist der beste Wert seit September 2018. "Die Geschäfte laufen im Moment noch sehr gut", sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. "Aber die ersten dunklen Wolken ziehen wieder auf, vermutlich wegen des Chipmangels."

Der Optimismus der Automanager für die künftigen Geschäfte ließ deshalb nach: Der entsprechende Indikator sackte auf minus 1,4 Punkte ab, nach plus 23,2 im April. Das ist der schlechteste Wert seit Mai 2020.

"Die Nachfrage konnte nicht mehr so stark zulegen wie zuletzt", fügte Wohlrabe hinzu. Dieser Indikator fiel auf plus 4,7 von plus 40,2 im April. Entsprechend verlangsamte sich das Wachstum des Auftragsbestandes, auch die Produktion soll in einem deutlich geringerem Tempo expandieren. Die Exporterwartungen brachen ebenfalls weg - auf plus 0,2, nach plus 28,6 im April.

Das hat auch Folgen für die Einstellungsbereitschaft. Die Beschäftigungspläne sehen einen Arbeitsplatzabbau vor, so das Ifo-Institut.

07:47 Uhr

Türkische Lira stürzt auf Rekordtief

Die türkische Lira ist gegenüber dem US-Dollar auf ein neues Rekordtief gefallen. Im Tief mussten für einen Dollar 8,7744 Lira bezahlt werden - so viel wie noch nie. Beobachter sahen als Grund erneute Forderungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nach Zinssenkungen durch die Zentralbank des Landes. Erdogan hatte in einem Fernsehinterview gesagt, dass er mit dem Notenbankchef gesprochen habe und dass Zinssenkungen ein Muss seien.

US-Dollar / Türkische Lira
US-Dollar / Türkische Lira 8,78

Die Lira ist seit geraumer Zeit stark unter Druck. Zuletzt hatte die Talfahrt wieder an Geschwindigkeit aufgenommen, nachdem die Führung der Zentralbank entlassen worden war. Damit hat sich die Hoffnung auf eine konsequente Inflationsbekämpfung in der Türkei zerschlagen. Der Vorgänger des amtierenden Notenbankchefs hatte in einer kurzen Amtszeit seit dem vergangenen November versucht, mit Zinserhöhungen gegen die steigende Inflation anzukämpfen und konnte den Kurs der Währung zeitweise stabilisieren.

Die Türkei befindet sich derzeit in einer Spirale aus einer vergleichsweise hohen Inflation und einer immer stärker abwertenden Währung. Im April war die Inflationsrate auf etwas über 17 Prozent gestiegen.

07:45 Uhr

Dax freundlich erwartet

In Erwartung neuer Hinweise auf die US-Geldpolitik wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute etwas höher starten. Gestern war er zeitweise auf ein Rekordhoch von 15.685,40 Punkten gestiegen und hatte ein Prozent im Plus bei 15.567,36 Zählern geschlossen.

Ihr Hauptaugenmerk richten Börsianer auf die Veröffentlichung des Konjunkturberichts der US-Notenbank am Abend (MESZ). Vom sogenannten "Beige Book" versprechen sie sich Hinweise über den Zeitpunkt einer möglichen Straffung der Geldpolitik durch die Fed. Relevante Konjunkturdaten oder Firmenbilanzen stehen nicht auf dem Terminplan.

Deutsche Wohnen, Linde, Prosiebensat1, SMA Solar werden heute mit Dividendenabschlag gehandel

07:40 Uhr

Euro stabil über 1,22 US-Dollar

Der Euro hält sich im frühen Handel über der Marke von 1,22 US-Dollar. Die Gemeinschaftswährung kostet 1,2220 Dollar und damit in etwa so viel wie am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gestern auf 1,2225 Dollar festgesetzt.

Heute stehen nur wenige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an, die den Markt bewegen könnten. Allerdings äußern sich im Tagesverlauf einige hochrangige Zentralbanker, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Am Abend veröffentlicht die US-Notenbank Fed ihren Konjunkturbericht, der an den Finanzmärkten jedoch zumeist keine starke Reaktion hervorruft, sondern eher nüchtern zur Kenntnis genommen wird.

07:29 Uhr

Fleisch-Riese JBS vermutet Ursprung von Hackerangriff in Russland

Der von einem Hackerangriff getroffene Fleischproduzent JBS vermutet die Verantwortlichen für die Attacke nach Angaben der USA in Russland. JBS habe der Washingtoner Regierung mitgeteilt, dass eine Lösegeldforderung von einer kriminellen Organisation wahrscheinlich mit Sitz in Russland eingegangen sei, sagte US-Präsidialamtssprecherin Karine Jean-Pierre.

Der weltgrößte Fleischkonzern mit Sitz in Brasilien hatte zuvor mitgeteilt, Informationssysteme an nordamerikanischen und australischen Standorte seien am Wochenende Ziel eines Cyberangriffs geworden. Die Attacke hat die JBS-Produktion in Australien lahmgelegt sowie in Kanada und den USA beeinträchtigt. In JBS-Fabriken in mehreren US-Bundesstaaten musste der Schlachtbetrieb eingestellt werden.

In den USA kämpfen Staat und Wirtschaft derzeit gegen eine Welle von Angriffen mit Erpressungssoftware - "Ransomware" genannt.

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07:13 Uhr

Verluste an Chinas Aktienmärkten

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REUTERS

Auch heute zeigen sich die asiatischen Börsen mit einer uneinheitlichen Tendenz. Abschläge verzeichnen die Handelsplätze in Shanghai und in Hongkong. Dagegen legt der Nikkei-225 in Tokio nach zuletzt zwei Handelstagen mit Abgaben nun um 0,5 Prozent zu auf 28.944 Punkte.

Nikkei
Nikkei 27.900,35

Der Shanghai-Composite gibt um 0,7 Prozent nach, in Hongkong fällt das Minus ähnlich hoch aus, nachdem der Hang-Seng-Index zuletzt drei Handelstage in Folge zugelegt hatte. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verliert 1 Prozent, nachdem Unternehmen des Gesundheitssektors tags zuvor noch durch Chinas Ankündigung einer Dritt-Kind-Politik beflügelt waren.

Auch enttäuschenden Einzelhandelsumsätze in Hongkong für April drückten auf die Stimmung, heißt es. In Hongkong sind es vor allem Technologie- und Einzelhandelswerte, die auf den Verkaufslisten der Anleger stehen. Alibaba fallen um 2,2 und Meituan um 1,2 Prozent.

In Tokio sind es vor allem die Werte aus dem Energie- und Autosektor, die den Markt nach oben führen. Dagegen zeigen sich Telekom- und Technologieaktien mit Abgaben.

Für Kyowa Kirin geht es dagegen um 9 Prozent aufwärts. Das US-Biotechnologieunternehmen Amgen hatte bekannt gegeben, dass es eine Vorauszahlung in Höhe von 400 Millionen Dollar leisten wird, weil man gemeinsam Präparate von Kyowa Kirins entwickeln und vermarkten wolle.

07:02 Uhr

Inflation in Südkorea steigt auf höchsten Stand seit 2012

Die Inflation in Südkorea ist im Mai auf den höchsten Stand seit neun Jahren gestiegen. Wie das Statistikamt des Landes mitteilte, kletterte die Teuerung im vergangenen Monat um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr - nach 2,3 Prozent im Vormonat. Damit liegt die Inflation nun deutlich über dem Ziel der Zentralbank Südkoreas von 2,0 Prozent. Grund für den Anstieg sind unter anderem spürbar höhere Ölpreise.

06:46 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

Zum meteorologischen Sommeranfang steigt die Stimmung der Aktienanleger. Der Dax und der breit gefasste europäische Index Stoxx600 stiegen gestern zeitweise auf Rekordhochs von 15.685 beziehungsweise 452 Punkten.

Dax
Dax 15.448,04

"Obwohl die Aktienmärkte derzeit etwa 20 Prozent über ihrem Niveau vor Ausbruch der Coronavirus-Pandemie notieren, haben sie dank einer Kombination aus kräftigem Gewinnwachstum, einer im Vergleich zu den geringen Bond-Renditen akzeptablen Bewertung noch Luft nach oben", sagt Mark Haefele, Chef-Anleger der Vermögensverwaltung der Bank UBS.

Mut machte Investoren unter anderem die gute Stimmung der europäischen Einkaufsmanager. Der Index für Mai wurde im Vergleich zur Erstschätzung auf 63,1 Punkte von 62,8 Zählern hochgesetzt und lag damit deutlich über der Schwelle von 50 Zählern, die Wachstum signalisiert. Dies hievte die Indizes für die konjunkturabhängigen Branchen Automobil und Banken zeitweise auf den höchsten Stand seit dreieinhalb beziehungsweise eineinhalb Jahren.

Vom überraschend starken Anstieg der Inflation ließen sich Anleger nicht aus dem Konzept bringen. Die Zahlen seien durch Corona-Sondereffekte verzerrt, gibt Thomas Gitzel, Chef-Volkswirt der VP Bank zu bedenken. "Der Inflationsanstieg beruht auf einer geringen Vergleichsbasis des Vorjahres."

Facebook
Facebook 329,66

Und heute? Facebook veranstaltet eine Online-Version seiner jährlichen Entwicklerkonferenz F8. Im vergangenen Jahr wurde das Event wegen der Corona-Pandemie abgesagt, diesmal ist es in einem deutlich kleineren Rahmen als üblich geplant. Statt der normalerweise zwei Tage ist die "F8 Refresh" nur auf einen Tag angesetzt. Und die traditionelle Eröffnungsrede soll laut US-Medienberichten diesmal auch nicht Gründer und Chef Mark Zuckerberg halten.

Für die Tech-Riesen sind die jährlichen Entwicklerkonferenzen eine wichtige Gelegenheit, einen Einblick in ihre Strategie zu geben. Üblicherweise kommen dafür jeweils mehrere Tausend Software-Entwickler und Journalisten ins Silicon Valley. Angesichts der Corona-Pandemie müssen die Konzerne nun schon im zweiten Jahr in Folge auf Online-Events ausweichen. Google übertrug seine Konferenz I/O Mitte Mai aus seinem Hauptquartier, Apples Konferenz WWDC steht kommende Woche an.

Vor dem Hintergrund einer beginnenden Erholung von der Corona-Pandemie gibt die EU-Kommission heute ihre wirtschaftspolitischen Empfehlungen an die EU-Staaten ab. Dafür prüft die Brüsseler Behörde die Wirtschafts-, Haushalts- und Sozialpolitik der Regierungen und erteilt gezielte Ratschläge für Korrekturen.

Dieses sogenannte Europäische Semester soll dazu beitragen, die Politik der EU-Staaten zu koordinieren. Zu große Haushaltsdefizite und Schuldenberge, aber auch Reformstau sollen vermieden werden. Seit Ausbruch der Pandemie sind jedoch die Schulden- und Defizitregeln des europäischen Stabilitätspakts vorübergehend ausgesetzt. Das Augenmerk lag zuletzt darauf, nach der Krise wieder Wachstum zu erreichen.

Helfen soll dabei das 750 Milliarden Euro schwere Corona-Aufbauprogramm. Dieses soll auch dazu dienen, länderspezifische Empfehlungen umzusetzen.

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