Mittwoch, 21. April 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Max Borowski und Jan Gänger
17:40 Uhr

Dax hält sich wacker

Zu einer deutlichen Erholung nach zwei schwächeren Handelstagen hat es am deutschen Aktienmarkt heute nicht gereicht. Der Dax stieg jedoch immerhin um 0,4 Prozent auf 15.195 Punkte.

Dax
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Einer kräftigen Erholung stehen laut Marktteilnehmern rasant steigende Corona-Infektionszahlen in einigen Ländern entgegen. In den vergangenen beiden Tagen hatte der Leitindex gut zwei Prozent eingebüßt. Anleger fürchten, dass steigende Infektionszahlen zu weiteren Lockdowns führen könnten und sich dadurch die weltweite Wirtschaftserholung hinauszögert. Auch dürften einige Investoren nach der Kursrally der vergangenen Monate erst einmal Kasse machen. Immerhin war der Dax seit Jahresbeginn in der Spitze um rund 13 Prozent gestiegen auf mehr als 15.500 Punkte.

17:17 Uhr

Mega-Fonds erwirtschaftet eine halbe Milliarde Dollar - pro Tag

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via REUTERS

Boomende Börsen haben dem norwegischen Staatsfonds im ersten Quartal einen riesigen Gewinn beschert. Er summierte sich zwischen Januar und März vor allem wegen der gut laufenden Aktienentwicklung im Finanz- und Energiesektor auf 46 Milliarden Dollar, wie der 1,3 Billionen Dollar schwere weltgrößte Staatsfonds mitteilte. Das entspricht einer Kapitalrendite von vier Prozent.

Der Fonds investiert die Einnahmen des norwegischen Staates aus der Öl- und Gasproduktion in 9100 Unternehmen weltweit und besitzt 1,4 Prozent aller börsennotierten Aktien. Er steckt aber auch viel Geld in Anleihen, Immobilien und seit diesem Monat auch in grüne Infrastruktur.

Während Aktien dem Fonds eine Rendite von 6,6 Prozent einbrachten, verzeichnete das festverzinsliche Portfolio einen seltenen Verlust von 3,2 Prozent.

17:04 Uhr

Palladium nimmt Rekordjagd wieder auf

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REUTERS

Palladium-Investoren nutzen den Kursrücksetzer von gestern zum Wiedereinstieg. Das in Autokatalysatoren eingesetzte Edelmetall steigt um knapp fünf Prozent und ist mit 2891,20 Dollar je Feinunze so teuer wie noch nie. Börsianern zufolge treibt die robuste Nachfrage bei einem knappen Angebot die Preise.

Palladium
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16:42 Uhr

Erdogan wütet - Lira fällt

In Reaktion auf Äußerungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan fällt die türkische Lira auf den tiefsten Stand seit einer Woche. Der Dollar verteuert sich im Gegenzug um 1,2 Prozent auf 8,2056 Lira. Erdogan hatte die Kritik der politischen Opposition an Devisenverkäufen der Zentralbank als "offenen Verrat“ bezeichnet.

16:20 Uhr

Netflix kommt unter die Räder

Mit Enttäuschung aufgenommene Netflix-Kundenzahlen trüben die Stimmung an der Wall Street. Der US-Standardwerteindex Dow Jones und der breit gefasste S&P 500 kommen zur Eröffnung am Mittwoch kaum vom Fleck, während der technologielastige Nasdaq 0,4 Prozent verliert.

Mit einem Kursminus von gut acht Prozent steuert Netflix auf den größten Tagesverlust seit einem halben Jahr zu. Der Netto-Kundenzuwachs der Online-Videothek war im abgelaufenen Quartal mit etwa vier Millionen rund ein Drittel geringer ausgefallen als erwartet. Die Prognosen seien recht optimistisch gewesen, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. Nach dem Boom im vergangenen Jahr komme ein langsameres Kundenwachstum nicht überraschend.

Netflix
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15:39 Uhr

Teslas Produktionsstart in Brandenburg wackelt

Luftaufnahme der künftigen Tesla-Gigafactory Berlin-Brandenburg. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Luftaufnahme der künftigen Tesla-Gigafactory Berlin-Brandenburg. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Der für Juli geplante Produktionsstart im Werk des US-Elektroautobauers Tesla in Grünheide bei Berlin könnte sich deutlich verzögern. Das berichtet das "Handelsblatt". Hintergrund sei, dass möglicherweise noch einmal Unterlagen zum Bau der Fabrik öffentlich ausgelegt werden müssen. "Wenn es die komplexeste Form der Auslegung werden würde, dann sind wir bei drei Monaten", zitiert die Zeitung Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach aus dem Wirtschaftsausschuss des Potsdamer Landtages.

15:16 Uhr

Chipmangel zwingt Mercedes-Werke in Kurzarbeit

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picture alliance/dpa/Mercedes-Benz Ag - Global Commun

Daimler muss wegen der anhaltenden Lieferprobleme bei Computerchips einen Großteil der Beschäftigten in den Mercedes-Werken Bremen und Rastatt in Kurzarbeit schicken. In den beiden Fabriken werde die Pkw-Produktion gedrosselt und Kurzarbeit zunächst ab 23. April bis Anfang Mai beantragt, teilte Daimler mit.

Daimler
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Das Werk Bremen hat gut 12.000 Beschäftigte, in Rastatt arbeiten mehr als 6500 Menschen. Eine geringe Zahl des Personals arbeitet demnach weiter an strategischen Projekten, Grundfunktionen oder ist mit Umbau- und Wartungsarbeiten beschäftigt.

Die Autoindustrie kämpft seit Anfang des Jahres in Folge der Corona-Pandemie mit Engpässen bei Computerchips für Fahrzeuge. Die Chip-Hersteller hatten eine viel höhere Nachfrage aus der Elektronik- und Computerindustrie, die sie bevorzugt bediente. Weltweit halten Autobauer zeitweise die Bänder an. "Wir fahren weiterhin auf Sicht", so Daimler.

Nach Einschätzung von Analysten hat den Autobauern der Engpass unter dem Strich aber mehr genützt als geschadet. Denn das Neuwagenangebot wurde dadurch geringer, während in China und den USA die Nachfrage hoch ist. So konnten höhere Preise durchgesetzt werden.

14:48 Uhr

Hugo-Boss-Aktien gehen durch die Decke

Die Aktien von Hugo Boss schießen um mehr als 7 Prozent nach oben. Am Markt heißt es, der Luxusgüterkonzern Kering oder LVMH oder auch eine Beteiligungsgesellschaft könnte bei dem Modeunternehmen einsteigen. Daneben heißt es aber auch, Großaktionär Mike Ashley könnte seinen Anteil weiter ausbauen.

"Die Zahlen von Kering stützen ebenfalls", so ein Händler. Für die Gucci-Mutter geht es nach starken Umsatzzahlen um 2,8 Prozent nach oben.

Hugo Boss
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14:20 Uhr

Autokonzern muss wegen Chipmangels analoge Tachos einbauen

Stellantis ersetzt wegen des weltweit grassierenden Chipmangels digitale Tachometer bei einem Peugeot-Modell durch die altmodischere analoge Variante. Beim Peugeot 308 sollten ab Ende Mai traditionelle Geschwindkeitsanzeiger eingebaut werden, teilte der aus der Fusion der französischen Opel-Mutter PSA mit dem Fiat-Chrysler-Konzern hervorgegangene Autobauer mit.

Digitale Armaturenbretter sollten stärker gefragten Fahrzeugen wie dem SUV 3008 vorbehalten sein. Den Kunden soll die schlechtere Ausstattung durch einen Preisabschlag schmackhaft gemacht werden, berichtete der französische Nachrichtensender LCI. Das aktuelle Modell des Peugeot 308 läuft im Herbst aus. Die nächste Generation des Kompaktwagens soll wieder einen digitalen Tacho haben.

14:07 Uhr

Personalabbau bei Auto-Zulieferer nimmt Fahrt auf

Der Automobilzulieferer Continental kommt beim Personalabbau voran. Bisher seien rund 6000 Arbeitsplätze "verändert" worden, sagte Konzernchef Nikolai Setzer laut seinem heute vorab veröffentlichten Redetext für die virtuelle Hauptversammlung am 29. April. Davon hätten etwa 4500 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, 1500 hätten eine andere Beschäftigung in dem Konzern gefunden.

Bei der Bilanzpräsentation im März hatte Conti noch eine Zahl von 3700 Mitarbeitern genannt, von denen sich der Konzern getrennt habe. Der weltweit drittgrößte Autozulieferer hatte im vergangenen Jahr seinen Sanierungskurs verschärft, von dem weltweit bis zu 30.000 Stellen betroffen sind, 13.000 davon in Deutschland. Mehrere Werke sollen dichtgemacht werden.

Continental
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13:29 Uhr

Erdogan wittert "offenen Verrat"

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via REUTERS

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bezichtigt Kritiker des Verkaufs von Devisenreserven durch die Zentralbank des Verrats. Die politische Kampagne der Opposition sei ein "offener Verrat am türkischen Volk", sagte Erdogan vor Mitgliedern seiner regierenden AK-Partei. Die wichtigste Oppositionspartei hat in den vergangenen Wochen Aufklärung darüber gefordert, was mit den geschätzten 128 Milliarden Dollar an Devisenverkäufen über die staatlichen Banken in den Jahren 2019 und 2020 passiert ist. Diese hatten die Reserven der Zentralbank stark dezimiert.

US-Dollar / Türkische Lira
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Die türkische Landeswährung Lira ist in den vergangenen beiden Jahren auf immer neue Tiefstände abgerutscht. Die Zentralbank wollte den Kurs mit dem Verkauf von Devisenreserven stützen.

Die Devisen- und Goldbestände der Türken haben derweil Rekordhöhen erreicht, da immer mehr ihre Ersparnisse umwandelten, um sich vor Inflation und einer schwachen Lira zu schützen. Wenn Türken ihre Ersparnisse in ausländischen Währungen oder Gold halten wollen, könne die Regierung sie nicht zwingen, etwas anderes zu tun, sagte Erdogan dazu.

Der Präsident hatte den Zentralbankchef Naci Agbal im März entlassen, nachdem dieser kurz zuvor den Leitzins von 17 auf 19 Prozent erhöht hatte. Höhere Zinsen machen eine Währung für Anleger attraktiver und können so den Kurs stützen. Agbals Nachfolger Sahap Kavcioglu ließ zuletzt verlauten, wegen der hohen Inflation müssten die Zinsen hoch bleiben. Das widerspricht zwar der ökonomischen Lehre - doch Erdogan sieht das auch so.

12:57 Uhr

Börse stellt Coinbase-Handel ein

Der Börsenhype um die Kryptowährungs-Plattform Coinbase hat an der Frankfurter Börse ein vorläufiges Ende gefunden. Der Handel mit den Aktien werde auf Xetra und an der Frankfurter Wertpapierbörse per Freitag eingestellt, teilte die Deutsche Börse mit. Der Grund sei technischer Natur - ein spezieller Code für die Titel sei falsch angegeben worden. Damit der Handel wieder aufgenommen werde könne, müsse Coinbase einen neuen Code beantragen, fügte eine Sprecherin hinzu.

Die Coinbase-Aktien hatten vergangene Woche ein furioses Börsendebüt an der Technologiebörse Nasdaq hingelegt. Der größte Handelsplatz für Kryptowährungen in den USA ist derzeit knapp 63 Milliarden Dollar schwer. Seit dem Börsengang wurden an der Frankfurter Börse und auf Xetra nach Angaben der Deutschen Börse Coinbase-Aktien im Wert von knapp 100 Millionen Euro gehandelt.

Für jedes Wertpapier muss ein sogenannter LEI-Code - ein individueller 20-stelliger Code mit Stammdaten - vorliegen, der zur Identifizierung des Unternehmens dient und Voraussetzung ist für den Handel in Europa. Bei der Handelsaufnahme von Coinbase sei ein LEI-Code für eine Coinbase-Einheit verwendet worden, der nicht der Gesellschaft zuzuordnen sei, die in der vergangenen Woche an der Börse eingeführt wurde, erklärte die Sprecherin. "Der einzige Weg, um Coinbase wieder in den Handel aufnehmen zu können, ist die Beantragung einer LEI durch den Emittenten."

12:30 Uhr

Tesla muss sich bei Chinesin entschuldigen

Nach einem Zwischenfall auf der Shanghaier Automesse ist der US-Autobauer Tesla in China unter Druck geraten. Das Unternehmen entschuldigte sich schließlich, das Problem einer Kundin "nicht schnell genug gelöst zu haben". Staatsmedien sprachen von einer anfänglich "anmaßenden Haltung" des Autobauers, der sich in seiner ersten Reaktion "kompromisslos" gezeigt habe.

Tesla
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Die Kontroverse begann mit einem Protest der Frau, die am Montag auf dem Tesla-Stand auf der Automesse auf ein "Model 3"-Auto gestiegen war und lauthals Bremsversagen beklagt hatte. Sie wurde von Sicherheitsleuten abgeführt. Die Videos gingen viral. Bislang sind keine Probleme mit den Bremsen bei Tesla bekannt, aber in Reaktionen beklagten Kunden wiederum andere Mängel ihrer Autos.

Der US-Hersteller wies den Vorwurf der Frau zuerst zurück. Sie sei für ihre Proteste schon bekannt. Doch dann kommentierte die Staatsagentur Xinhua, die Qualität von Tesla müsse den Erwartungen entsprechen, um das Vertrauen der Verbraucher zu gewinnen. Auch die mächtige Rechtskommission der Kommunistischen Partei mischte sich ein, forderte Respekt vor chinesischen Verbrauchern und warf Tesla vor, nicht der Ursache des Problems nachgegangen zu sein.

Derart unter Druck entschuldigte sich das Unternehmen und versprach, "aktiv auf die Meinungen, Vorschläge und die Kritik unserer Kunden, Internetnutzer und Freunde in den Medien" hören zu wollen. Tesla wolle "mit einer aufrechten Haltung nach Lösungen suchen".

11:46 Uhr

Marktanteil neuer E-Autos verdoppelt - VW hängt Tesla ab 

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VW will 2021 weltweit 450.000 Elektro- und Hybridautos verkaufen.

Volkswagen

Mehr als jeder dritte in Deutschland im ersten Quartal verkaufte Neuwagen hat einen alternativen Antrieb. Nach Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden in dem Zeitraum knapp 247.000 Fahrzeuge mit reinem Batterieantrieb, Hybridmotoren oder anderen emissionsarmen Antrieben zugelassen. Das war mehr als doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum und entsprach einem Anteil von 37,6 Prozent. Die Marken mit den meisten neuen reinen E-Autos waren VW, Hyundai, Tesla, Smart und Renault. Volkswagen zählte 16.220 batterieelektrische Neuwagen, Tesla knapp 6100.

11:21 Uhr

US-Behörde überprüft 737-Max-Wiederzulassung

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imago images / Xinhua

Die Wiederzulassung von Boeings Unglücksflieger 737 Max durch die US-Luftfahrtaufsicht FAA soll noch einmal vom Verkehrsministerium untersucht werden. "Wir werden die Maßnahmen der FAA überprüfen", kündigte das Büro von Generalinspekteur Eric J. Soskin an. Es gehe darum, die Prozesse und das Vorgehen der Aufsichtsbehörde auszuwerten.

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Die 737 Max - Boeings bestverkauftes Flugzeugmodell - war im März 2019 nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten mit Startverboten belegt worden. Nach Reparaturen an einem Steuerungssystem, das als Hauptursache der Unglücke gilt, wurde die Maschine im November 2020 wieder von der FAA zum Betrieb zugelassen. Wegen neuer Probleme an der Elektrik können derzeit erneut etliche der Jets nicht abheben.

Das Verkehrsministerium hatte bereits im Februar mitgeteilt, dass es bei der FAA trotz Reformen nach dem Debakel mit Boeings Pannenflieger immer noch Schwächen im Zulassungsverfahren gebe. Es sei noch viel Arbeit nötig, um das Vertrauen in die Prozesse der Aufsicht wieder her - und das höchste Level an Sicherheit bei der Zertifizierung sicherzustellen, hieß es damals in einem Untersuchungsbericht.

Der Bericht listete insgesamt 14 Kritikpunkte auf, die die FAA verbessern solle. Dabei ging es etwa um größere Unabhängigkeit - so müsse es künftig klarer gemacht werden, wenn Boeing-Mitarbeiter selbst Aufgaben der FAA ausführen. Die FAA stimmte allen Einwänden zu und gelobte Besserung. Die Verflechtungen zwischen der Behörde und dem Konzern hatten nach den Abstürzen für viel Argwohn gesorgt.

10:59 Uhr

Corona-Boom macht Zalando "stärker als jemals zuvor"

Der Online-Modehändler Zalando ist mit Schwung in das zweite Corona-Jahr gestartet. Der Umsatz im ersten Quartal sei um maximal 48 Prozent auf bis zu 2,26 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Berliner Unternehmen unter Berufung auf vorläufige Zahlen mit. Dies bestätige, Zalando sei "stärker als jemals zuvor", urteilten die Analysten von Baader Helvea. Mit einem Plus von zeitweise vier Prozent führten die Aktien am Mittwoch die Gewinnerliste im MDax an. Der Konzern gilt als aussichtsreicher Kandidat für den Leitindex Dax.

Zalando
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Zalando profitiert ähnlich wie Konkurrenten wie AboutYou aus Hamburg sowie Asos und Boohoo aus Großbritannien davon, dass immer mehr Menschen wegen vielerorts geschlossener Läden im Internet ihre Kleidung kaufen. Das Bruttowarenvolumen (GMV) - der Wert aller verkauften Waren - legte von Januar bis März um bis zu 56,5 Prozent auf maximal 3,17 Milliarden Euro zu. Bis 2025 soll es auf jährlich mehr als 30 Milliarden Euro steigen, wie Zalando im März ankündigte.

Die Berliner etablieren sich immer stärker als Plattform, über die Händler, Modemarken oder stationäre Geschäfte ihre Waren verkaufen und dafür wie auch für Logistik-Dienstleistungen Provisionen an sie zahlen.

Nach einem bereinigten Betriebsverlust von fast 100 Millionen Euro im ersten Quartal 2020 rechnet Zalando nun mit einem Betriebsgewinn (Ebit) von maximal 100 Millionen Euro.

10:26 Uhr

Juve-Aktien stürzen ab - Präsident beschwört "Blutpakt"

Aktien von Juventus Turin stürzen in Mailand um bis zu 12 Prozent ab. Der Grund: Das umstrittene Projekt einer europäischen Fußball-"Super League" steht nach dem Rückzug der sechs englischen Teilnehmer vor dem Aus.

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Unter dem Eindruck von heftigen Fan-Protesten und Widerstand von Spielern, Trainern und aus der Politik erklärten Manchester City, Manchester United, Liverpool, Arsenal, Tottenham Hotspur und Chelsea in der Nacht ihren Ausstieg.

"Unter den gegenwärtigen Umständen werden wir (...) das Projekt umgestalten", erklärten die Initiatoren der "Super League" nach einer Krisensitzung. Die englischen Klubs hätten dem öffentlichen Druck nachgegeben. Aber auch Inter Mailand steht vor einem Rückzieher.

Der Präsident des italienischen Fußballmeisters Juventus Turin, Andrea Agnelli, will die Pläne aber noch nicht aufgeben. "Es gibt einen Blutpakt zwischen unseren Klubs, wir machen weiter", sagte er in einem Interview mit der Zeitung "La Repubblica", das vor dem Krisentreffen geführt wurde. Das Projekt habe immer noch eine 100-prozentige Chance auf Erfolg.

10:03 Uhr

Corona-Gewinner unter Druck

Nach zwei schwächeren Börsentagen in Frankfurt haben sich die Kurse zur Wochenmitte stabilisiert. Einer kräftigeren Erholung stehen laut Marktteilnehmern jedoch rasant steigende Corona-Infektionszahlen in einigen Ländern entgegen. Der Dax notiert 0,1 Prozent im Plus bei 15.151 Punkten.

In den vergangenen beiden Tagen hatte der Leitindex gut 2 Prozent eingebüßt. "Bislang ist noch nicht absehbar, ob es sich tatsächlich nur um eine Korrektur oder um eine Trendwende handelt", schrieb Analyst Christoph Geyer von der Commerzbank. Schwächephasen wie die jüngsten Verluste seien "wichtig, um den Markt zu bereinigen". Grundsätzlich sei der Aufwärtstrend aber intakt

Kursgewinne nahmen Anleger am Frankfurter Aktienmarkt vor allem bei den Profiteuren der Corona-Pandemie mit. So büßen etwa die Aktien von Hellofresh, Teamviewer, Shop Apotheke und Zooplus bis zu vier Prozent ein.

09:37 Uhr

Biontech: "Noch Luft nach oben" bei Produktionsausbau

Der Corona-Impfstoffhersteller Biontech sieht Spielraum für einen weiteren Ausbau seiner Kapazitäten und schließt auch den Bau weiterer Produktionsstätten nicht aus. "Da ist noch Luft nach oben. Aber das wird letztlich auch vom Bedarf abhängen", sagte Finanzchef Sierk Poetting dem "Handelsblatt" . Dabei zieht er den Bau zusätzlicher Produktionsstätten in Betracht, Biontech sei dafür "offen". "Nachdem wir unser Netzwerk mit Zulieferern und Partnern etabliert haben, lassen sich nach jetzigem Stand zusätzliche Kapazitäten im Prinzip innerhalb von sechs Monaten aufbauen, sofern geeignete Räumlichkeiten bestehen."

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Derzeit wollen das Mainzer Biotechunternehmen und sein Partner Pfizer in diesem Jahr 2,5 Milliarden Dosen ihres Covid-19-Impfstoffs herstellen, 2022 sind drei Milliarden Dosen geplant. Ihr Produktionsziel haben die beiden Unternehmen schon mehrmals angehoben. Möglich hat das auch die Übernahme eines Werks von Novartis im hessischen Marburg gemacht, das im Februar die Produktion aufnahm. Dieses könne noch weiter ausgebaut werden, sagte Poetting. Bisher haben die beiden Partner gut 1,4 Milliarden Dosen ihres Impfstoffs fest verkauft. Weitere Gespräche laufen: "Wir haben sehr viele Anfragen."

09:25 Uhr

Heineken verdient deutlich mehr

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REUTERS

Heineken hat im ersten Quartal von steigendem Getränkeabsatz profitiert und erheblich mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Der niederländische Braukonzern meldete einen Nettogewinn von 168 Millionen Euro für die Monate Januar bis März - nach 94 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Heineken
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Laut Unternehmen stieg das Absatzvolumen für die Marke Heineken im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent - angetrieben von Wachstum in Osteuropa, Afrika, dem Nahen Osten, dem asiatisch-pazifischen Raum und - in geringerem Maße - Amerika.

In Europa entwickelte sich das Biergeschäft rückläufig, weil die Gastronomie von der Coronavirus-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen erheblich beeinträchtigt war, so Heineken. "Wir erwarten, dass sich die Marktbedingungen in der zweiten Jahreshälfte allmählich verbessern werden, abhängig von der Einführung weiterer Impfstoffe", heißt es in der Mitteilung weiter.

09:12 Uhr

Dax legt zu

Der Dax geht mit Gewinnen in den Tag und steigt zum Start auf 15.170 Punkte. Nach dem Rücksetzer gestern sind damit Käufe getreu dem Motto "buy the dip" zu sehen. Auf der anderen Seite ist zu hören, dass Absicherungs-Stops näher an die aktuellen Notierungen gezogen werden. Sollten diese ausgelöst werden, bedeutet dies zum einen, dass das Momentum nach unten wieder an Fahrt aufnimmt, und diese Inveatoren dem Markt für einen gewisse Zeit fehlen dürften. Von daher könnte die Zeit höherer Schwankungen an den Aktienmärkten zunächst anhalten.

Viele Anleger fürchten zudem, dass steigende Infektionszahlen zu weiteren Lockdowns führen könnten und sich dadurch die weltweite Wirtschaftserholung hinauszögert. Auch dürften einige Investoren nach der Kursrally der vergangenen Monate erst einmal Kasse machen. Immerhin war der Dax seit Jahresbeginn in der Spitze um rund 13 Prozent gestiegen auf über 15.500 Punkte.

Daneben werfen die geldpolitischen Beratungen der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag ihre Schatten voraus. Die Währungshüter würden ihr Bekenntnis zu einer ultra-lockeren Geldpolitik zwar bekräftigen, prognostiziert Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. "Früher oder später dürfte auch im Frankfurter Ostend die Debatte über eine Rücknahme der Pandemie-Stützen beginnen. Einige Anleger fürchten, dass diese schon in dieser Woche angestoßen werden könnte."

08:49 Uhr

Angriff auf Lieferando: Uber startet Lieferdienst in Deutschland

Uber steigt ins Geschäft mit Essenslieferungen in Deutschland ein, das aktuell von Lieferando beherrscht wird. Der Fahrdienst-Vermittler will seinen Dienst Uber Eats in einigen Wochen zunächst in Berlin starten, wie der zuständige Top-Manager Pierre-Dimitri Gore-Coty der "Financial Times" sagte. In der Corona-Pandemie wurden Essenslieferungen für Uber zu einem deutlich wichtigeren Geschäftsbereich, während es bei Fahrdiensten Einbrüche gab.

Uber
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Uber habe bereits eine Vielzahl großer und kleiner Restaurants in Berlin an Bord geholt, sagte ein Sprecher. Man wolle in Deutschland eine Marktlücke mit dem Angebot von Liefer-Logistik an Gaststätten füllen: Die meisten Restaurants lieferten bisher selber aus. Uber arbeite in Deutschland mit lokalen Lieferfirmen zusammen, bei denen die Kuriere angestellt seien. Ähnlich werden auch die Mietwagen-Chauffeure in der Fahrdienst-Vermittlung von Flottenpartnern beschäftigt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:41 Uhr

Milliardenbewertung angestrebt - MeinAuto geht an die Börse

Der Online-Autohändler MeinAuto strebt in den nächsten Wochen an die Frankfurter Börse. Das Unternehmen aus Oberhaching bei München will damit nach eigenen Angaben mindestens 150 Millionen Euro einnehmen, um sein Wachstum zu finanzieren und Schulden zu tilgen.

Der Börsengang dürfte insgesamt aber deutlich größer ausfallen, weil auch der britische Finanzinvestor Hg Aktien verkaufen will. Der Börsenwert dürfte bei mehr als zwei Milliarden Euro liegen, wie Insider Reuters sagten.

Ziel sei ein Börsendebüt noch im zweiten Quartal, teilte das Unternehmen mit. "Der Börsengang ist ein wichtiger Schritt, um das Unternehmen auf seinem Wachstumspfad weiterzuentwickeln und unsere Position als führende Online-Plattform für den digitalen Vertrieb von Neuwagen in Deutschland auszubauen", sagte der Vorstandschef der MeinAuto Group, Rudolf Rizzolli.

Das Unternehmen will auf dem Börsenerfolg des Berliner Gebrauchtwagen-Händlers Auto1 aufbauen, der im Januar an die Börse gegangen war.

08:26 Uhr

Nervosität der Anleger steigt vor EZB-Sitzung

Nach dem Abverkauf gestern rechnen Marktteilnehmer zunächst mit einer wenig veränderten Eröffnung an den europäischen Aktienmärkten. So notiert der XDax am Morgen 0,2 Prozent höher bei 15.162 Punkten, auch der Euro-Stoxx-50 wird leicht im Plus erwartet. Zur Vorsicht mahnen die schwachen Vorgaben aus Asien. "Insofern sind neue Schwächeanfälle auch in Europa im Tagesverlauf nicht ausgeschlossen", so ein Marktteilnehmer.

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"Es ist wie so oft in Phasen von Tapering-Diskussionen: Im Vorfeld der Zentralbanksitzungen ist der Markt nervös. Sehen die Zentralbanken die Lage dann entspannt und geben keine Hinweise auf Tapering, geht es wieder nach oben", ergänzt der Marktteilnehmer. Insofern bleibe die EZB-Sitzung am Donnerstag das entscheidende Ereignis der Woche. Die EZB dürfte nach Aussage der Helaba bemüht sein, eine vorzeitige Ausstiegsdiskussion zu vermeiden, denn ein Renditeanstieg würde dem Ziel, für günstige Finanzierungsbedingungen zu sorgen, zuwiderlaufen.

Am Terminmarkt stieg die Nervosität zuletzt bereits an, die zu zahlenden Prämien für Absicherungen sind deutlich nach oben gegangen. Die Frage, die sich nun stellt, laute: Sieht man eine gesunde Konsolidierung oder ist es der Start einer größeren Risiko-Aversion im Hinblick darauf, dass die Corona-Pandemie noch lange das öffentliche und wirtschaftliche Leben in vielen Teilen der Welt bestimmen wird?

07:58 Uhr

Arzneiverkauf bricht ein - Corona-Tests sorgen für Boom bei Roche

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Heute schon getestet?

(Foto: imago images/Andreas Haas)

Insgesamt "ganz ordentlich" lautet ein erstes Urteil am Markt: Zwar beeinträchtigten die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie das dominierende Pharmageschäft von Roche in den ersten drei Monaten weiterhin, doch die Nachfrage nach den Covid-19-Tests des Unternehmens boomte ungebrochen. Im Zeitraum Januar bis März betrug der Umsatz 14,93 Milliarden Franken (13,5 Milliarden Euro), erklärte Roche. Währungsbereinigt entspricht das einem Plus von drei Prozent.

Während die Verkäufe mit Arzneimitteln um neun Prozent sanken, schoss der Umsatz mit Geräten, Verfahren und Verbrauchsgütern zur Bestimmung von Krankheiten um 55 Prozent hoch.

Als "ganz ordentlich" werden die Umsatzzahlen von Roche und der bestätigte Umsatzausblick für 2021 in ersten Einschätzungen im Handel bezeichnet. Insgesamt seien die Markterwartungen leicht übertroffen worden. "Zu einer grundsätzlichen Neubewertung dürften sie aber nicht führen", sagt ein Händler. Denn im Rahmen der Corona-Krise hätten sich alle Unternehmen aus "Big Pharma als Rohrkrepierer" erwiesen.

Roche
Roche 278,55

07:56 Uhr

Ölpreise geben nach

Die Ölpreise sind im frühen Handel gefallen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet 66,16 US-Dollar. Das sind 41 Cent weniger als gestern. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI fällt um 44 Cent auf 62,23 Dollar.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 68,62

Belastet werden die Ölpreise durch den etwas festeren US-Dollar. Dadurch wird Erdöl, das weitgehend in Dollar gehandelt wird, für Interessenten außerhalb des Dollarraums etwas teurer. Dies drückt dann auf die Nachfrage.

Eine leichte Belastung ging auch von neuen Lagerdaten aus den USA aus. Das American Petroleum Institute (API) meldete am Dienstagabend einen leichten Anstieg der Rohölreserven. Am Mittwochnachmittag werden die wöchentlichen Vorratsdaten der US-Regierung erwartet.

07:34 Uhr

Dollar überwindet jüngste Schwächephase

Der Euro gibt im frühen Handel leicht nach. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2030 US-Dollar und damit etwas weniger als im asiatischen Handel.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gestern auf 1,2051 Dollar festgesetzt. Am Dienstag hatte der Euro mit 1,2080 Dollar den höchsten Stand seit Anfang März markiert und dabei von einer Schwäche des Dollar profitiert. Allerdings hat die US-Währung zuletzt wieder etwas fester tendiert und den Euro damit etwas unter Druck gesetzt. Mit starken Impulsen durch Konjunkturdaten ist heute nicht zu rechnen. Bis auf Inflationsdaten aus Großbritannien stehen keine nennenswerten Wirtschaftszahlen auf dem Programm.

07:22 Uhr

Netflix-Aktien stürzen ab

Mit Netflix ist ein Gewinner der Coronapandemie im nachbörslichen US-Aktienhandel gehörig unter die Räder geraten. Der Kurs stürzte um 8,8 Prozent ab. Im ersten Quartal verlangsamte sich das Kundenwachstum mit knapp 4 Millionen neuen Abonnenten deutlich stärker als erwartet. Experten hatten 2 Millionen mehr an Neukunden geschätzt. Zudem prognostiziert der Streaming-Anbieter lediglich 1 Million Neukunden im laufenden Quartal, was der bisher niedrigste Zuwachs wäre.

Die eigentlichen Geschäftszahlen spielten bei der Kursfindung keine Rolle, obwohl diese besser als gedacht ausgefallen waren.

Netflix
Netflix 405,20

07:15 Uhr

Corona-Ausbrüche schicken Asien-Märkte auf Talfahrt

Die weltweit massiv zunehmenden Coronainfektionen schicken die Börsen in Asien und Australien auf Talfahrt. Es bahnt sich der stärkste Tagesabsturz seit vier Wochen an. Während sich das Infektionsgeschehen in Europa zu beruhigen scheint, schlägt der Virus in anderen Region der Welt wieder härter zu. Dabei gerät vor allem Südostasien mit Indien in den Blick, wo die Fallzahlen rasant steigen. Dies gelte umso mehr, weil neue Lockdowns und Restriktionen geplant seien, um die Pandemie einzudämmen - so zum Beispiel im Großraum Tokio und Osaka in Japan. Hier soll der Notstand ausgerufen werden mit den entsprechenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Mit den wieder aufgeflammten Corona-Sorgen steigt der Yen als vermeintlich sicherer Hafen in schweren Zeiten gegenüber seinen Vortagestiefs deutlich an und belastet den Aktienmarkt. Der Nikkei-225 zählt mit Abschlägen über 2 Prozent wie schon am Vortag zu den schwächsten Börsen der Region.

In China geht es vor allem in Hongkong, wo mehr ausländische Anleger handeln, steil bergab. Shanghai schafft dagegen den Sprung ins Plus - der Markt zeigt sich gut behauptet.

In Südkorea baut der Kospi die Verluste deutlich aus. Mit Abschlägen von 1,6 Prozent rutscht die Börse ans Schlusslicht des Tableaus zusammen mit Japan.

06:34 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Das neue Allzeithoch vom Start in den Montagshandel ist ad acta gelegt: Der Dax hat auch am zweiten Handelstag dieser Woche Kursverluste hinnehmen müssen - trotz überzeugender Quartalsberichte aus den USA. Statt über 15.500 Punkten notiert der deutsche Börsenleitindex nun unter 15.300 Zählern. Daran dürfte sich zur Wochenmitte nicht viel ändern, wobei mögliche Impulse für Kursbewegungen durchaus zahlreich gegeben sind.

Konjunkturseitig stehen etwa die britischen Verbraucherpreise oder auch die US-Rohöllagerbestände auf der Agenda. Deutlich praller sieht es bei den Unternehmensterminen aus: Hier liefert etwa der Dax-Wert MTU Einblick in seine Bücher. Auf europäischer Ebene gibt es Zahlen von Roche, Akzo Nobel, Heineken oder Carrefour. Der US-Telekomkonzern Verizon liefert am Mittag seine Ergebnisse, die Deutsche Börse erst nach Börsenschluss.

Während sich die Märkte auf Unternehmenszahlen konzentrieren, könnten Bewegungen an den Börsen noch von ganz anderer Stelle ausgelöst werden: Experten der Rabobank weisen in diesem Zusammenhang auf die Rede an die Nation durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin hin. Russland hat in der Zwischenzeit die größte Truppenkonzentration an der ukrainischen Grenze seit Ende des Zweiten Weltkriegs aufgebaut.

Russland müsse sich bald entscheiden, ob es sich hier um reines Säbelrasseln oder mehr handelt, so die Rabobank. Eine kriegerische Eskalation reiche von Militärschlägen bis zu einer Annexion der Ostukraine. Ein militärisches Eingreifen der USA sei unwahrscheinlich, ein europäisches unmöglich. Die Auswirkungen auf die Energie- und Lebensmittelmärkte wären massiv mit entsprechenden Effekten an den Finanzmärkten, da die Ukraine wie auch Russland zu den wichtigsten Exportnationen für Getreide gehörten.

Was den Dax am Dienstag bewegt hat, lesen Sie hier.

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