Mittwoch, 24. Februar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
17:48 Uhr

Dax legt deutlich zu

Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit Gewinnen in den Feierabend. Der Dax steigt 0,8 Prozent auf 13.976,00 Punkte, der MDax 0,4 Prozent auf 31.758 Zähler. Für den TecDax geht es allerdings abwärts - er verliert 0,2 Prozent auf 3367 Punkte.

Dax
Dax 15.320,52

17:25 Uhr

Dow Jones erklimmt Rekordhoch 

Die Wall Street überwindet ihre anfängliche Schwäche. Der US-Standardwerteindex Dow Jones dreht ins Plus und steigt um 0,6 Prozent auf ein Rekordhoch von 31.711 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 legt ebenfalls zu.

Dow Jones
Dow Jones 33.815,81

17:16 Uhr

Chinesen blasen Auto-Hochzeit ab

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REUTERS

Der chinesische Autobauer Geely und seine schwedische Schwestermarke Volvo haben ihre Fusionspläne aufgeben und werden ihre Zusammenarbeit auf anderem Weg vertiefen. Sie wollen ein Gemeinschaftsunternehmen gründen, um ihre Aktivitäten bei Antrieben zu bündeln und die Zusammenarbeit bei Elektroautos auszubauen, wie beide Firmen mitteilten. Das neue Unternehmen soll noch in diesem Jahr an den Start gehen und Motoren, Getriebe und Hybridantriebe sowohl für die beiden Partner als auch für andere Automobilhersteller anbieten.

Die beiden Autobauer wollen sich auf die Entwicklung und Beschaffung von Technologien konzentrieren, von der Vernetzung und selbstfahrenden Fahrzeugen bis hin zu Carsharing und der Elektrifizierung. Die Organisationen der beiden Konzerne sollen unabhängig voneinander weiterexistieren. Die Geely-Mutter Zhejiang Geely Holding hatte Volvo Cars 2010 von Ford übernommen.

16:47 Uhr

Fisker-Aktien gehen durch die Decke

Zu den Gewinnern am US-Aktienmarkt zählt Fisker. Die Aktien des Sportwagen-Hersteller gewinnen 19 Prozent. Das Unternehmen will gemeinsam mit dem Apple-Zulieferer Foxconn Elektroautos produzieren, die 2023 auf den Markt kommen soll. Pro Jahr sollen mehr als 250.000 Fahrzeuge gebaut werden. Für Fisker wird es das zweite Modell nach dem SUV Ocean sein, der 2022 in Produktion gehen soll.

Foxconn war im Januar bereits beim ins Straucheln geratenen Elektroauto-Entwickler Byton eingestiegen und will ihn bei dem für Anfang 2022 angepeilten Produktionsstart des ersten Modells M-Byte unterstützen. Der Auftragsfertiger entwarf auch eine eigene Elektroauto-Plattform, die Partnern zur Verfügung stehen soll.

Fisker
Fisker 13,76

16:24 Uhr

Für Tech-Werte geht es abwärts

Die Kurse an den US-Börsen bleiben unter Druck. Besonders betroffen sind Tech-Titel. Der Dow Jones verliert 0,3 Prozent, der S&P 500 0,3 Prozent. Der technlogielastige Nasdaq 100 büßt 1,5 Prozent ein.

Der Markt habe nach den Rally der vergangenen Wochen an.Schwung verloren, sagte Craig Erlam, Marktanalyst des Brokerhauses Oanda. Gleichzeitig machten anziehende Anleihe-Renditen Investoren nervös. Die richtungsweisenden zehnjährigen US-Treasuries rentierten mit 1,435 Prozent so hoch wie zuletzt vor rund einem Jahr. Steigende Bond-Renditen bedeuten höhere Finanzierungskosten für Staaten und Unternehmen.

16:13 Uhr

Finanzaufsicht im Visier von Staatsanwälten

Die Finanzaufsicht Bafin ist im Zuge des Wirecard-Skandals ins Visier der Frankfurter Staatsanwaltschaft geraten. Es handele sich um eine Vorprüfung, von der Finanzaufsicht seien Informationen eingefordert worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Es gehe um die Frage, ob die Bafin ihren Aufsichtspflichten nachgekommen sei.

Hintergrund sind Anzeigen von Wirecard-Aktionären. Außerdem verlangt die Staatsanwaltschaft Auskünfte von einer weiteren Bundesbehörde sowie einer Privatbank. Details nannte der Sprecher nicht. Die Bafin war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die Finanzaufsicht war im Zusammenhang mit dem Bilanzskandal bei Wirecard in die Kritik geraten. Das frühere Dax-Unternehmen hatte im Juni 2020 Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt und in der Folge Insolvenz angemeldet - insgesamt könnte es nach Ermittlungen der Münchener Staatsanwaltschaft um mehr als drei Milliarden Euro gehen. Weil dies jahrelang unentdeckt blieb, steht unter anderem die Bafin in der Kritik.

Wirecard-Aktionäre hatten Strafanzeigen erstattet. Sie werfen der Behörde vor, sie habe ihre Aufsichtspflichten verletzt. Zum anderen geht es um die möglicherweise strafbare Verletzung von Insiderwissen. Wegen des Verdachts des Insiderhandels mit Wirecard-Papieren hatte die Bafin einen Mitarbeiter bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart angezeigt. Die Finanzaufsicht entdeckte den Verdacht im Rahmen einer Sonderprüfung.

15:55 Uhr

Ghosn-Flucht - Türkisches Gericht schickt Helfer ins Gefängnis 

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Carlos Ghosn

picture alliance/dpa

In Zusammenhang mit dem geflohenen Ex-Nissan-Chef Carlos Ghosn hat ein türkisches Gericht ein Urteil gegen drei mutmaßliche Fluchthelfer gesprochen. Zwei Piloten und der Leiter einer Transportfirma seien wegen «Migrantenschmuggels» zu Haftstrafen von jeweils vier Jahren und zwei Monaten verurteilt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Die Piloten erhielten außerdem Geldstrafen.

Ghosn war am 19. November 2018 in Tokio unter anderem wegen Verstoßes gegen Börsenauflagen festgenommen und angeklagt worden. Im April 2019 wurde er unter strengen Auflagen auf Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen. Ghosn floh dann Ende Dezember unter dubiosen Umständen in einem Privatjet unter anderem über die Türkei nach Beirut. Er soll in einer Kiste versteckt gewesen sein, die am Flughafen als Gepäck für Musikinstrumente deklariert war und nicht durchleuchtet wurde.

Der gebürtige Brasilianer hat neben der libanesischen auch die französische Staatsbürgerschaft. Ghosn hatte die Vorwürfe gegen ihn in Japan mehrmals zurückgewiesen

15:40 Uhr

Foxconn will noch mehr Autos bauen

Der vor allem als Auftragsfertiger für Apple bekannte Technologiekonzern Foxconn treibt die Expansion in den Automobilbereich voran. Das taiwanische Unternehmen baut künftig Fahrzeuge für das Elektroauto-Start-up Fisker aus den USA zusammen. Die beiden Unternehmen haben eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Produktion von über 250.000 Fahrzeugen im Jahr unterzeichnet.

Foxconn (Hon Hai)
Foxconn (Hon Hai) 6,90

Der Deal sieht vor, dass Foxconn Fiskers zweites Modell bauen wird. Dieses Auto mit einer höheren Stückzahl als das erste soll ab dem vierten Quartal 2023 gefertigt werden. Es soll in Nordamerika, Europa, China und Indien auf den Markt kommen.

Foxconn hat in jüngster Zeit mehrere Vereinbarungen mit Autokonzernen über die gemeinsame Entwicklung oder den gemeinsamen Bau von Autos geschlossen, darunter sind Fiat Chrysler - jetzt Stellantis - und die chinesische Zhejiang Geely Holding Group.

15:14 Uhr

Millionen-Bußgeld gegen Deutsche Wohnen unwirksam

Deutsche Wohnen muss vorerst kein Millionen-Bußgeld wegen jahrelang gespeicherter Daten von Mieterinnen und Mietern bezahlen. Das Landgericht Berlin befand den Bescheid der Berliner Datenschutzbeauftragten für unwirksam. Die Strafkammer habe das Verfahren gegen den Dax-Konzern eingestellt.

Deutsche Wohnen
Deutsche Wohnen 46,35

Die Berliner Datenschutzbeauftragte Maja Smoltczyk hatte im Herbst 2019 einen Bußgeldbescheid über 14,5 Millionen Euro gegen den größten privaten Vermieter Berlins erlassen - das bis dahin höchste Bußgeld in Deutschland auf Grundlage der Datenschutzgrundverordnung. Sie kritisierte, teils Jahre alte persönliche Daten von Mietern und Mieterinnen wie Sozial- und Krankenversicherungsdaten, Arbeitsverträge oder Informationen über ihre finanziellen Verhältnissen hätten im Archiv des Unternehmen noch immer eingesehen und verarbeitet werden können.

Die Deutsche Wohnen ist eines der größten deutschen Immobilienunternehmen. Sie hält rund 163. 000 Wohnungen und Gewerbeeinheiten, knapp drei Viertel davon in Berlin. Der Konzern hatte Einspruch gegen den Bußgeldbescheid eingelegt. Das Gericht stellte nun fest, dieser könne aufgrund gravierender Mängel nicht Grundlage des Verfahrens sein.

14:38 Uhr

SUV-Spezialist stoppt Produktion

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imago images/Sebastian Geisler

Der angeschlagene südkoreanische Geländewagenspezialist SsangYong Motor muss wegen fehlender Teile erneut die Produktion stoppen. Die Anlage in Pyeongtaek werde bis Montag stillstehen, teilte das Unternehmen mit. Grund sei die Weigerung der Zulieferer, Teile zu liefern. Geplant sei, die Fertigung am nächsten Dienstag wieder anzufahren.

SsangYong hatte im Dezember beim Gericht ein Sanierungsprogramm in Eigenregie beantragt, um mit den Gläubigern eine Verlängerung von Kreditverträgen auszuhandeln. Das hoch verschuldete Unternehmen hatte sich nicht in der Lage gesehen, eine fällig werdende Kreditlinie von umgerechnet etwa 44,5 Millionen Euro zurückzuzahlen. Der Autobauer war bereits gezwungen, die Produktion im Dezember für zwei Tage und in diesem Monat für 14 Tage anzuhalten. Wegen ausstehender Zahlungen hatten die Zulieferer keine Teile mehr geliefert.

Der indische Nutzfahrzeugbauer Mahindra & Mahindra hält 75 Prozent am südkoreanischen Autobauer. Die Inder versuchen seit dem vergangenen Jahr, ihre Mehrheit zu verkaufen. Nach Berichten südkoreanischer Medien gibt es einen Interessenten, Mahindra habe sich aber mit ihm bisher nicht einigen können.

14:19 Uhr

Impf-Hoffnung treibt das Pfund

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REUTERS

Der Höhenflug des Pfund Sterling geht weiter. Die britische Währung steigt bis auf knapp unter 1,43 Dollar und erreicht ein Drei-Jahres-Hoch. Auch zum Euro legt das Pfund weiter zu und notiert bei 1,1617 Euro.

"Anscheinend profitiert das Pfund von der positiven Einführung von Impfstoffen und dem Verschwinden der kurzfristigen Brexit-Anpassungsproblemen", sagte Lars Sparreso Merklin, Analyst bei der Danske Bank. Der Kursauftrieb setzt allerdings dem exportlastigen britischen Börsenindex FTSE 100 zu, der gegen den Trend in Europa leicht nachgibt.

Britisches Pfund / US-Dollar
Britisches Pfund / US-Dollar 1,38

13:47 Uhr

Großbank legt die Job-Axt an

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imago images/ZUMA Wire

Die spanische Bank BBVA erwägt Insidern zufolge, etwa 3000 Stellen auf dem heimischen Markt abzubauen. Das berichtet die Zeitung "Expansion". Dies entspricht etwa zehn Prozent der Belegschaft in Spanien.

BBVA lehnte eine Stellungnahme ab. Konzernchef Onur Genc hatte im vergangenen Monat gesagt, dass die Umsetzung von Kostensenkungsplänen in Regionen mit geringem Wachstum geprüft werde. Dies schließe auch ein "schnelles Restrukturierungsprogramm" im Jahr 2021 ein.

BBVA
BBVA 4,47

13:11 Uhr

Flughafen Heathrow verbrennt Milliarden

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Der Einbruch des Luftverkehrs infolge der Corona-Krise hat dem größten britischen Flughafen London-Heathrow 2020 einen Milliardenverlust eingebrockt. Das Minus von 2 Milliarden Pfund (umgerechnet 2,33 Milliarden Euro) verdeutliche die "verheerenden" Auswirkungen der Pandemie, teilte das Management mit.

Das Passagieraufkommen ging um knapp 75 Prozent auf rund 22 Millionen zurück und war damit so gering wie seit den 1970er-Jahren nicht mehr. Mehr als die Hälfte der Reisenden entfalle auf Januar und Februar 2020, also auf die Zeit vor der Pandemie, hieß es.

"2020 war mit Abstand das schwierigste Jahr in der 75-jährigen Geschichte von Heathrow", sagte Flughafenchef John Holland-Kaye. Zugleich betonte er, das Unternehmen sei auch dank Einsparungen von 400 Millionen Pfund stark aufgestellt. Heathrow verfüge über Barmittel in Höhe von 3,9 Milliarden Pfund, damit könne der Airport nach der aktuellen Prognose bis 2023 auskommen oder auch 15 Monate ohne Umsatz. "Dies ist eine stärkere Position, als wir erhofft hatten", sagte Holland-Kaye.

12:49 Uhr

Der nächste Börsengang kündigt sich an

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picture alliance / Geisler-Fotopress

Die Vodafone-Tochter Vantage Towers will vor Ende März ihr Börsendebüt geben. Geplant sei, einen beachtlichen Minderheitsanteil an die Börse zu bringen, teilte der im vergangenen Jahr formierte Funkmasten-Spezialist mit.

Vodafone
Vodafone 1,57

Die Stimmung für Börsengänge ist aktuell so gut wie lange nicht. Anfang Februar debütierte der Berliner Online-Gebrauchtwagenhändlers Auto1 und wurde mit knapp zwölf Milliarden Euro bewertet. Insidern zufolge dürfte die Neuemission von Vantage Towers größer ausfallen. Vodafone - der weltweit zweitgrößte Mobilfunker - will die Einnahmen aus dem Börsengang für den Abbau von Schulden nutzen.

Die Zahl der von Vantage betriebenen Standorte liegt bei 82.000 in zehn europäischen Ländern - davon ein Großteil in Deutschland. Im Januar kam das gemeinsam mit Telefonica betriebene britische Funkmasten-Geschäft Cornerstone dazu. Mindestens 100 weitere Standorte sollen bis Ende März hinzukommen. Zudem will Vantage auch über Zukäufe wachsen und hat dafür rund eine Milliarde Euro in der Hinterhand.

12:24 Uhr

IW sieht kein Grund für Schulden-Panik

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat eine Konzentration auf mehr Wirtschaftswachstum durch digitale Innovationen gefordert, um den nach der Corona-Krise hohen Schuldenstand wieder zu senken.

"Auch wenn die Neuverschuldung und der Schuldenstand astronomisch hoch klingen, besteht kein Grund zur haushaltspolitischen Panik", sagte IW-Ökonom Tobias Hentze. "Wenn nach der Krise schnell wieder wirtschaftliche Dynamik in Gang kommt, relativieren sich die Schulden ganz nebenbei von allein."

Zwar wachse "mit jeder weiteren Woche Lockdown das Loch in der Staatskasse", so Hentze. Die Maastricht-Schuldenstandsquote werde damit von 60 Prozent des Bruttoinlandsproduktes vor der Krise auf mehr als 70 Prozent nach oben schnellen. Jedoch relativierten sich die Werte bei einem Vergleich mit der Wirtschafts- und Finanzkrise vor gut zehn Jahren, als die Schuldenstandsquote ein Niveau von 82 Prozent erreicht habe.

Um Ende dieses Jahrzehnts wieder bei 60 Prozent zu stehen, bedürfe es allerdings "eines gesellschaftlichen Kraftakts", so der Ökonom. "Innovationen durch digitale Ansätze seien ein Schlüssel für Wirtschaftswachstum. Steuererhöhungen oder eine Kürzung der Investitionen wären dagegen der falsche.

11:33 Uhr

Lufthansa nach Tod Thieles im Fokus

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REUTERS

Im Blick stehen nach dem überraschenden Tod von Heinz Hermann Thiele heute auch die Lufthansa-Aktien. Thiele hielt gut 12 Prozent an dem Unternehmen. Der Unternehmer war im Sommer bei der Fluggesellschaft eingestiegen und hatte sich zunächst quergestellt gegen den Teileinstieg des Staates, dann aber doch zugestimmt. Die Aktien liegen knapp 3 Prozent im Plus.

An der Börse stehe der Todesfall eher im Hintergrund, weil keine unmittelbare Veränderung bei dem Unternehmen zu erwarten sei, sagte ein Händler. Den Kursanstieg begründete er vielmehr damit, dass Anleger sich aus den Aktien der Corona-Gewinner wie der Techkonzerne verabschiedeten und zu den Unternehmen griffen, die von einer Öffnung der Gesellschaft profitierten.

Thiele hielt außerdem Mehrheitsbeteiligungen an Knorr-Bremse und an Vossloh.

Lufthansa
Lufthansa 10,54

10:52 Uhr

"Schrecklich": Corestate rauschen in die Tiefe

Für Corestate geht es um knapp 13 Prozent nach unten. Die Corona-Pademie hat dem Immobilien- Investmentmanager überraschend einen Verlust eingebrockt. Die Zahlen des vergangenen Geschäftsjahrs seien schrecklich gewesen, sagte ein Händler. Das Management gibt sich für das laufende Jahr aber optimistisch.

Corestate
Corestate 13,00

10:25 Uhr

Roche: Schnelltests für zu Hause gibt es genug

Der Schweizer Pharmariese Roche sieht für Schnelltests für zu Hause ausreichende Angebote. "Gemeinsam mit anderen Marktanbietern haben wir sicherlich genügend Tests", sagte Diagnostik-Chef Thomas Schinecker im Gespräch mit ntv.

Roche Diagnostics hat letztes Jahr 15 Produkte für die Coronavirus-Diagnostik eingeführt, darunter sind neben PCR-Tests, Antikörpertests und Antigentests auch Schnelltests als Nasaltest. Im Unterschied zum herkömmlichen, unangenehmen Test reicht ein Abstrich im vorderen Nasenbereich.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat heute die ersten drei Sonderzulassungen für Corona-Tests zur Eigenanwendung durch Laien erteilt.

10:00 Uhr

Telecom Italia schießen nach oben

Telecom Italia springen in Mailand um 6,5 Prozent in die Höhe. Der für Telekom-Aktien eher ungewöhnlich hohe Kurssprung geht auf überraschend gute Zahlen zum vierten Quartal zurück. Die Erwartungen konnten deutlich überboten werden. Ein großer Teil geht allerdings auf neue Steuergesetze zurück.

Telecom Italia
Telecom Italia ,44

09:42 Uhr

Dax hält sich wacker

Der Dax legt nach den Verlusten der vergangenen zwei Handelstage moderat zu. Am Markt wird auf die Aussagen des US-Notenbankchefs Jerome Powell verwiesen. "Powell konnte gestern etwas Druck aus dem US-Aktienmarkt nehmen. Er nahm zum einen die Angst vor den Inflationserwartungen und verwies auf der anderen Seite auf die Wichtigkeit des US-Arbeitsmarkts. Damit ist die Hoffnung auf eine weiterhin expansive Geldpolitik zurück an den Märkten", sagte Marktbeobachter Andreas Lipkow von Comdirect.

Der Dax gewinnt 0,5 Prozent auf 13.938 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen steigt um 0,3 Prozent auf 31.748 Punkte.

Dax
Dax 15.320,52

09:36 Uhr

Corona-Krise lässt Puma leiden

Die Corona-Krise hat dem Sportartikelhersteller Puma die Umsätze verhagelt. Die Einnahmen seien im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr währungsbereinigt um 1,4 Prozent auf rund 5,2 Milliarden Euro gesunken, teilte Puma mit. Unter dem Strich verdiente Puma nur noch 78,9 Millionen Euro, nach 264,4 Millionen im Jahr 2019.

Ein gutes drittes und ein ordentliches viertes Quartal habe die Zahlen versöhnlich gestaltet, sagte Konzernchef Björn Gulden. "2020 war definitiv das schwierigste Jahr, dass ich je miterlebt habe", sagte er. "Die Covid-19-Pandemie hat uns in eine Situation gebracht, in der wie vorher noch nie waren." Die Probleme dauerten auch 2021 an, Gulden erwartet eine Verbesserung in der zweiten Jahreshälfte.

Puma
Puma 89,90

08:29 Uhr

Square deckt sich mit Bitcoins ein

Der von Twitter-Chef Jack Dorsey mitgegründete und geführte US-Bezahldienst Square hat für 170 Millionen Dollar rund 3318 Bitcoins gekauft. Das Unternehmen bezeichnet das als "Teil eines anhaltenden Bekenntnisses zu der Kryptowährung". Square hatte zuvor schon für 50 Millionen Dollar Bitcoins erworben und bemüht sich auch, die digitale Währung in seine Zahlungsdienste zu integrieren.

Square
Square 206,40

Investitionen von Unternehmen in Bitcoin waren angesichts der Kursgewinne zuletzt stark gestiegen, was die atemberaubende Kursrally in den vergangenen Wochen noch weiter angefacht hatte.

Nach dem Absturz gestern pendelt Bitcoin derweil um die Marke von 50.000 Dollar. Die Kryptowährung war gestern auf knapp 45.000 Dollar abgerutscht, nachdem sie zuvor ein Rekordhoch von rund 58.400 Dollar erreicht hatte. Auf längere Sicht bleiben die Kursgewinne indes spektakulär - vor einem Jahr kostete ein Bitcoin noch weniger als 10.000 Dollar.

08:18 Uhr

Öl wird billiger

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REUTERS

Die Ölpreise haben sich etwas von ihren gestern erreichten gut einjährigen Höchstständen entfernt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 64,23 Dollar. Das sind 25 Cent weniger als gestern. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 43 Cent auf 61,24 Dollar.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 65,56

Am Markt werden die Preisabschläge zum einen mit der trüberen Stimmung an den asiatischen Aktienmärkten begründet. Zum anderen wird auf neue Lagerdaten aus den USA verwiesen. Der Industrieverband American Petroleum Institute (API) meldete einen Anstieg der landesweiten Ölvorräte. Angesichts der jüngsten Kältewelle in den USA, die erhebliche Probleme im Energiesektor hervorgerufen hatte, wurde eher ein Rückgang erwartet.

08:04 Uhr

Telefonica schreibt erstmals seit Jahren wieder schwarze Zahlen

Telefonica Deutschland
Telefonica Deutschland 2,34

Telefonica Deutschland will im laufenden Jahr Umsatz und Betriebsergebnis leicht steigern. Allerdings könnten beide Kennziffern auch stagnieren, gab das zum spanischen Telefonica-Konzern gehörende Unternehmen bekannt. Damit würde der Mobilfunker schlechter abschneiden als im vergangenen Jahr. 2020 kletterten die Erlöse um 1,8 Prozent auf 7,53 Milliarden Euro - vor allem dank eines in der Corona-Krise regen Festnetzgeschäfts und eines höheren Umsatzes mit Endgeräten. Das bereinigte Betriebsergebnis (Oibda) legte um 0,2 Prozent auf 2,32 Milliarden Euro zu. Das brachliegende Roaming-Geschäft wegen des eingeschränkten Reiseverkehrs in der Pandemie verhinderte ein größeres Plus.

Erstmals seit Jahren schrieb Telefonica Deutschland wieder schwarze Zahlen. Das Nettoergebnis lag 2020 bei 328 Millionen Euro nach einem Verlust von 212 Millionen Euro im Vorjahr. Die erste Tranche aus der 1,5 Milliarden Euro schweren Veräußerung von Masten an die ebenfalls zum Telefonica-Konzern gehörende Telekominfrastrukturfirma Telxius sorgte für das Plus. Inzwischen sind die Standorte im Rahmen eines 7,7 Milliarden Euro schweren Verkaufs in die Hände von American Tower weitergewandert.

07:45 Uhr

Eurokurs stabil über 1,21 US-Dollar

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,20

Der Kurs des Euro bewegt sich im frühen Handel kaum von der Stelle. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2150 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Dienstagabend. Der Handel zwischen Euro und Dollar verlief ruhig. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,2143 Dollar festgesetzt. Zur Wochenmitte stehen nur wenige Konjunkturdaten auf dem Programm, die am Devisenmarkt für Kursbewegung sorgen könnten. Allerdings äußern sich einige ranghohe Zentralbanker, darunter US-Notenbankchef Jerome Powell. Am Dienstag hatte er während eines Auftritts vor dem amerikanischen Senat anhaltende geldpolitische Unterstützung für die coronageschwächte Wirtschaft zugesagt. Am Mittwoch tritt er vor dem Repräsentantenhaus auf.

07:31 Uhr

Dax niedriger erwartet - Firmenbilanzen im Blick

Dax
Dax 15.320,52

Nach dem jüngsten Rücksetzer wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge mit erneuten Abschlägen starten. Am Dienstag hatten ihn Inflationssorgen 0,6 Prozent ins Minus auf 13.864,81 Punkte gedrückt. Das Thema wird Börsianer noch eine Weile begleiten, weil sich an der ultra-lockeren Geldpolitik der großen Notenbanken auf absehbare Zeit nichts ändern wird. Unabhängig davon rollt eine neue Welle von Firmenbilanzen auf Anleger zu. Unter anderem legen der Sportartikel-Hersteller Puma und die Aareal Bank Geschäftszahlen vor. Im Ausland öffnen die "Novotel"-Mutter Accor und der Grafikchip-Spezialist Nvidia ihre Bücher.

07:06 Uhr

Bankenverband fordert strengere Regulierung von Kryptowährungen

Bitcoin
Bitcoin 52.473,76

Der Bundesverband deutscher Banken fordert eine striktere Regulierung von Digitalwährungen. "Zum einen, um nicht weiterhin Spekulationsobjekte mit großen Risiken für Anleger zu sein und zum anderen, weil Währungen nicht in private Hände, sondern unter staatliche Kontrolle gehören", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, Andreas Krautscheid, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". "Große internationale Plattformen dringen immer mehr in Bereiche wie den Zahlungsverkehr vor und nutzen dort ihre enorme Datenmacht aus", führte der Bankenverbands-Chef aus. Daher sei es überfällig, eine europäische Regulierung zu erwirken, die einen fairen Wettbewerb und Datenschutz sicherstelle.

Facebook hatte zusammen mit einem Konsortium zunächst die Kryptowährung Libra geplant, diese vor kurzem aber in Diem umbenannt. Vor zu viel Regulierung warnt das Centrum für Europäische Politik (cep). "Die EU will sehr viel Spielraum, um politisch unerwünschte Stablecoin-Projekte abzulehnen. Aus unserer Sicht zu viel. Die EU sollte nicht vor lauter Furcht überreagieren. Hier muss nachgesteuert werden, da sonst die Innovationskraft des Sektors Schaden nehmen könnte", sagte cep-Finanzmarktexperte Philipp Eckhardt der Funke-Gruppe. Stablecoins - Kryptowährungen die an reale Währungen wie dem Dollar oder dem Euro gekoppelt sind - böten insbesondere in Entwicklungsländern Chancen.

06:21 Uhr

Zusagen der Zentralbanken treiben Asia-Börsen

Nikkei
Nikkei 29.188,17

Gewinnmitnahmen lassen die asiatischen Börsen ins Minus tendieren. Die Aktien legten wieder zu, nachdem die Zentralbanken von Washington bis Wellington ankündigt hatten, ihre konjunkturstützende Geldpolitik beizubehalten. Die US-Wirtschaft sei noch weit "von den Beschäftigungs- und Inflationszielen entfernt", sodass die Zinssätze niedrig bleiben würden, sagte der Chef der US-Notenbank Fed, Jerome Powell. Auch die neuseeländische Zentralbank nahm keine Änderungen an ihren Zinssätzen vor und erklärte, dass die Politik so lange stimulierend bleiben müsse, bis die Inflation dauerhaft bei zwei Prozent liege und die Beschäftigung das maximale Niveau erreiche. "Der allgemeine Eindruck ist, dass Powell in den kommenden Monaten einfach weiter das gleiche Lied singen wird", sagte Edward Moya, Marktanalyst bei Oanda in New York. "Solange wir nicht sehen, dass mehr als die Hälfte der zehn Millionen Arbeitsplätze wieder entstehen, wird Powell seinen Singsang nicht ändern."

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,9 Prozent tiefer bei 29.878 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 1,3 Prozent und lag bei 1914 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 1,6 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 2,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,2 Prozent. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,2 Prozent auf 105,49 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,4609 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9062 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,2150 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,1010 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,3 Prozent auf 1,4158 Dollar.

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