Montag, 01. April 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

China-Rally in Frankfurt - Dax legt kräftig zu

Neujahrs-Vorbereitungen in China: Am 23. Januar beginnt laut chinesischem Mondkalender das "Jahr des Drachens".

(Foto: REUTERS)

Sowohl an den europäischen Börsen als auch am deutschen Aktienmarkt hat zu Monatsbeginn überwiegend freundliche Stimmung geherrscht. Der Dax gewann 1,4 Prozent und schloss bei 11.682 Punkten. Der MDax legte ebenfalls um 1,4 Prozent auf 25.064 Zähler zu. Der TecDax stieg um 1,7 Prozent auf 2716 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 1,1 Prozent auf 3388 Punkte nach oben.

Händler sprechen von einer China-Rally: Dort stieg der Einkaufsmanagerindex für den verarbeitenden Sektor im März auf den höchsten Stand seit sechs Monaten und zugleich wieder über die Expansionsschwelle von 50.

Im Dax sprangen Infineon um 4,6 Prozent nach oben. "Infineon müssen als Autozulieferer betrachtet werden und nicht als klassischer Chip-Wert", sagte ein Börsianer. Thyssenkrupp standen als Stahl- ebenso wie als Automotive-Wert im Blick, der Kurs stieg um 5,8 Prozent.

So, für heute ist Schluss. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend.

17:09 Uhr

Boeing-Zulieferer legen zu

Für die Aktien von Spirit Aerosystems ging es 1,7 Prozent auf 93,08 US-Dollar nach oben. Das Unternehmen ist der größte Boeing-Zulieferer für das Max-Programm und stellt den Rumpf sowie andere Komponenten her. Die beiden Produktionslinien laufen mit einem monatlichen Ausstoß von 57 Einheiten, was im Einklang mit Boeings Plan liegt, die Produktion in diesem Jahr zu erhöhen.

Die Boeing-Aktie stieg um 1,5 Prozent, die Papiere des Zulieferers Allegheny Technologies gewannen 2,5 Prozent.

16:47 Uhr

Mehr als die Hälfte aller Neuwagen in Norwegen elektrisch

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(Foto: dpa)

Norwegen ist Vorreiter in der Elektromobilität. Im März hat in dem skandinavischen Land die Zahl der batteriebetriebenen Neuwagen in Norwegen einen neuen Rekord erreicht. Wie die dortige Straßenbehörde mitteilte, lag der Anteil der Elektroautos bei den Neuzulassungen bei 57 Prozent. Der Chef der Behörde, Terje Moe Gustavsen, sprach von einer "historischen Zahl".

Die Straßenbehörde registrierte im März 10.316 E-Autos. Rund die Hälfte davon waren Tesla. Norwegen hat sich zum Ziel gesetzt, von 2025 an keine Diesel und Benziner mehr neu zuzulassen. Um die Umstellung auf strombetriebene Fahrzeuge zu beschleunigen, gibt der Staat große Steuervorteile.

16:18 Uhr

Mercedes-Werk Sindelfingen baut künftig auch SUVs

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(Foto: dpa)

Daimlers Pkw-Sparte Mercedes-Benz erweitert die Modellpalette seines Montagewerks Sindelfingen. Ab 2022 werde dort zusätzlich zur Fertigung im Mercedes-Werk Bremen das SUV GLC vom Band laufen, teilte der Dax-Konzern mit. Das mit mehr als 25.000 Beschäftigten größte deutsche Werk produziert Limousinen der Ober- und Luxusklasse (E und S) sowie Maybach-Modelle. Auch das Kompakt-SUV Mercedes GLA und der CLS werden in Sindelfingen nahe Stuttgart gebaut.

Mit einem zusätzlichen Modell im stark gefragten SUV-Segment werde der Standort gesichert, erklärte Mercedes-Produktionschef Markus Schäfer. Das Werk Sindelfingen sei ebenso wie das in Bremen derzeit stark ausgelastet, ergänzte eine Sprecherin.

16:11 Uhr

Nachrichten aus China beflügeln Wall Street

In der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Zollstreits zwischen den USA und China steigen Anleger in US-Aktien ein. Außerdem hellten überraschend starke chinesische Konjunkturdaten die Stimmung an der Wall Street auf. Die US-Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 stiegen zur Eröffnung um bis zu 0,8 Prozent.

Die Nachrichten aus China hätten die Angst der Anleger vor einer aufziehenden weltweiten Rezession gedämpft, sagte Konstantinos Anthis, Chef-Analyst des Brokerhauses ADSS. Ferner hatte US-Finanzminister Steven Mnuchin Ende vergangener Woche von "konstruktiven" Verhandlungen im Handelsstreit mit China gesprochen.

Vor diesem Hintergrund verlängerte die Regierung in Peking ihren Verzicht auf Zölle für US-Autos und -Autoteile. Dies verhalf General Motors zu einem Kursgewinn von 0,8 Prozent.

16:02 Uhr

US-Industrie verliert an Schwung

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Aktivität in der US-Industrie ist im März langsamer als im Vormonat gewachsen. Der von IHS Markit in diesem Sektor erhobene Einkaufsmanagerindex sank auf 52,4 von 53,0 Punkten. Das ist der tiefste Stand seit Mitte 2017. In erster Veröffentlichung war ein Wert von 52,5 ermittelt worden. Ein Hauptfaktor für den Rückgang war ein langsameres Wachstum der Produktion.

  • "Eine weitere Abschwächung des Einkaufsmanagerindex im verarbeitenden Gewerbe deutet darauf hin, dass die Industrie zunehmend als Belastung für die US-Wirtschaft wirkt", sagte IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson.
15:47 Uhr

Deutsche Börse schielt auf FXall

Deutsche Börse
Deutsche Börse 143,15

Bei der Deutschen Börse ist etwas im Busch: Der Dax-Konzern liebäugelt nämlich mit einer milliardenschweren Übernahme der Devisenhandelsplattform FXall.

  • "Falls FXall auf den Markt kommen sollte, würden wir uns das natürlich ansehen", sagte Carlo Kölzer, der die Währungshandelssparte der Deutschen Börse leitet, dem "Handelsblatt". Ob es dann am Ende tatsächlich zu einer Übernahme komme, sei eine andere Frage.
  • "Wir würden uns gut ergänzen, denn FXall hat andere Kunden als wir", erklärte Kölzer weiter. "Das Unternehmen hat in Amerika eine viel stärkere Marktposition als wir. Und es hat eine starke Stellung im Asset-Management-Bereich, in dem wir relativ neu sind."

Gemessen am Handelsvolumen sei FXall ungefähr doppelt so groß wie 360T, die Währungshandelssparte der Deutschen Börse, sagte Kölzer. FXall gehört aktuell dem US-Finanzinvestor Blackstone sowie dem Finanzkonzern Refinitiv.

15:28 Uhr

Schlechte US-Daten lassen Goldpreis steigen

Gold in USD
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Gibt es Probleme, dann ist Gold immer der sogenannte sichere Hafen. Der Preis für das Edelmetall ist nach den schwachen US-Daten auf ein Tageshoch von 1294,10 Dollar je Feinunze gestiegen. Die US-Einzelhandelsumsätze sind im Februar um 0,2 Prozent gesunken, erwartet worden war ein Plus in gleicher Höhe.

Übergeordnet trübe sich die Situation beim Gold aus technischer Sicht aber ein, sagt Commerzbank-Marktanalyst Christoph Geyer.

15:01 Uhr

Ölgigant verdient fast drei Mal so viel wie Apple

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(Foto: REUTERS)

Der weltgrößte Ölkonzern Saudi Aramco hat für das vergangene Jahr einen operativen Gewinn (Ebitda) von 224 Milliarden US-Dollar ausgewiesen. Die Zahl liegt fast drei Mal so hoch wie das Ergebnis von Apple, dessen Ebitda bei knapp 82 Milliarden Dollar lag.

Der staatseigene saudi-arabische Konzern gab seine Kennziffer preis, um ein Kreditrating zu bekommen, weil er sein Debüt am Anleihenmarkt vorbereitet. Mit der Begebung eines Bonds will das Unternehmen nach früheren Angaben von Energieminister Chalid al-Falih rund zehn Milliarden Dollar erlösen. Aus Bankenkreisen verlautete später allerdings, die Transaktion könne auch höher ausfallen.

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14:53 Uhr

Dax bleibt auf dem aufsteigenden Ast

Nichts Neues gibt es kurz vor Handelsbeginn in den USA aus Frankfurt zu vermelden - der Dax ignoriert weiter den schlechten deutschen Industrie-Einkaufsmanagerindex. Am Nachmittag stieg der Leitindex um 1,0 Prozent auf 11.643 Punkte. Der MDax ging um 1,1 Prozent auf 24.994 Zähler hoch, der TecDax um 1,6 Prozent auf 2714 Stellen. Der EuroStoxx50 kletterte um 0,7 Prozent auf 3376 Punkte.

Thyssenkrupp lagen mit plus 5,0 Prozent an der Dax-Spitze. Schlusslicht waren Merck mit minus 1,1 Prozent.

14:40 Uhr

Flug-Aktien leiden unter Öl-Ausbruch und Brexit

Für die Aktien der Fluggesellschaften kam auch von den steigenden Ölpreisen kräftiger Gegenwind. Sowohl Brent als auch WTI kletterten nach dem starken chinesischen Einkaufsmanager-Index auf den höchsten Stand seit Mitte November.

Zurückgeführt wird die Schwäche der Fluggesellschaften aber auch auf Easyjet. Die Aktie der Briten verlor mit einem schwächeren Ausblick 10 Prozent. Da Easyjet die eigene Zurückhaltung vor allem mit dem Brexit begründete, verloren besonders die UK-lastigen Werte. Ryanair gaben 5,7 Prozent ab und Thomas Cook 6,2 Prozent. Lufthansa führten mit einem Minus von 1,2 Prozent gemeinsam mit Merck die Verliererseite im Dax an.

14:14 Uhr

Technische Probleme machen US-Airlines zu schaffen

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(Foto: picture alliance / dpa)

In den USA leiden verschiedene Fluggesellschaften unter dem Ausfall technischer Systeme. Passagiere berichten in sozialen Medien über Verspätungen. Southwest und Delta Air Lines bestätigten dies bereits.

Die US-Flugaufsicht FAA teilte mit, es gebe Probleme mit einem Gerät namens Aerodata, das für die Planung des Fluggewichts und die Ausbalancierung der Maschinen gebraucht wird. Die FAA nannte auch United Continental, JetBlue und Alaska Airlines als betroffene Gesellschaften.

13:54 Uhr

Tom Tailor darf chinesisch werden

Tom Tailor
Tom Tailor 1,55

Grünes Licht: Der Modehändler Tom Tailor darf von seinem chinesischen Hauptaktionär Fosun übernommen werden. Die Finanzaufsicht Bafin hat Fosun die Genehmigung für die Unterbreitung einer Offerte in Höhe von 2,31 Euro je Aktie für die ausstehenden Anteile erteilt. Insgesamt legt Fosun damit bis zu knapp 78 Millionen Euro für Tom Tailor auf den Tisch. Die Aktien können vom 1. April bis zum 6. Juni angedient werden. Eine zusätzliche Annahmefrist werde vom 13. bis zu 26. Juni laufen.

Fosun hatte im Februar alle rund 3,85 Millionen neuen Aktien aus einer Kapitalerhöhung für 8,7 Millionen Euro gezeichnet und damit die Schwelle von 30 Prozent Beteiligung genommen, die nach deutschem Aktienrecht ein Pflichtangebot für das gesamte Kapital auslöst. Die Beteiligung an Tom Tailor stieg auf 35,35 Prozent von zuvor 28,89 Prozent.

13:34 Uhr

BDI fürchtet größeren Wachstumsverlust durch No-Deal-Brexit

Die deutsche Industrie hat die Bundesregierung angesichts eines immer wahrscheinlicher werdenden ungeordneten Brexits vor einem Einbruch des Wirtschaftswachstums gewarnt. Bei einem Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union ohne Abkommen drohe das deutsche Wachstum auf lediglich 0,7 Prozent zu fallen, warnte BDI-Präsident Dieter Kempf. Zuvor hatte der Verband für dieses Jahr noch 1,2 Prozent Wirtschaftswachstum prognostiziert.

Mit der zweiwöchigen Verschiebung des Brexits auf den 12. April "setzt sich die kraftraubende Unsicherheit für unsere Unternehmen fort", sagte Kempf.

  • "Es besteht die Gefahr, dass die britische Politik ein weiteres Mal auf Kosten der Wirtschaft teuer Zeit erkauft - ohne die Rechnung verantworten zu wollen."
13:24 Uhr

Wall Street ist für Zugewinne gerüstet

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Mit einem kräftigen Plus wird die Wall Street zu Beginn der neuen Woche erwartet. Überraschend gute Daten aus China dürften damit für einen positiven Start in das zweite Quartal sorgen und die herrschenden Konjunktursorgen etwas in den Hintergrund drücken. Die Daten sorgten nicht nur in Asien für kräftig Kursgewinne, sondern schieben auch die Aktienmärkte in Europa an. Für den Future auf den S&P-500 ging es um 0,8 Prozent nach oben.

Eine weitere Indikation könnten die anstehenden US-Konjunkturdaten liefern. Neben dem Einzelhandelsumsatz für den Februar werden der Markit-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im März in zweiter Lesung, die Lagerbestände für Januar, der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe im März sowie die Bauausgaben für Februar veröffentlicht.

13:15 Uhr

Hermitage-Vorwürfe gegen Swedbank sind verjährt

Die von einem Geldwäscheskandal erschütterte Swedbank kann zumindest in einem Punkt aufatmen. Das schwedische Amt für Wirtschaftskriminalität teilte mit, Geldwäschevorwürfe des Investors Hermitage Capital Management gegen die Swedbank nicht zu untersuchen, da die mutmaßlichen Straftaten bereits verjährt seien.

Die von Bill Browder mitgegründete Hermitage Capital hatte am 4. März dieses Jahres bei der schwedischen Behörde Strafanzeige gegen die Bank eingereicht. Darin warf der Investor der Swedbank vor, zwischen 2006 und 2012 176 Millionen US-Dollar gewaschen zu haben.

13:05 Uhr

Dax feiert erfolgreiches erstes Quartal

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Das neue Quartal hat begonnen, dann ist es Zeit auf das vergangene zurückzuschauen: Das erste Vierteljahr 2019 hat es insgesamt gut gemeint mit dem deutschen Aktienmarkt. Dem deutlichen Rücksetzer 2018 folgte ein Plus von 9,2 Prozent. Nach einem Jahreshoch am 19. März bei 11.823 Punkten legte der Dax eine Verschnaufpause ein. Der Performance-Index fand im Bereich bei 11.350 Punkten eine gute Unterstützung und hat seitdem wieder die Fahrt nach oben aufgenommen.

Diese beiden Marken bei 11.350 bis 11.823 Punkten grenzen die aktuelle Handelsbox ein, in der sich der Leitindex momentan befindet. Erst ein Ausbruch, nach oben oder nach unten, dürfte für einen neuen Impuls im Index sorgen.

Der Dax konnte dank chinesischen Rückenwindes am frühen Nachmittag trotz kleinerer Abgaben sein odentliches Plus behaupten - er stieg um 0,9 Prozent auf 11.634 Punkte. Der MDax gewann 0,8 Prozent auf 24.917 Zähler, der TecDax 1,5 Prozent auf 2711 Stellen. Der EuroStoxx50 legte um 0,6 Prozent auf 3371 Punkte zu.

12:44 Uhr

Goldman Sachs: Brexit drückt bereits britisches BIP

Die wirtschaftlichen Vorboten des EU-Ausstiegs haben Großbritannien bereits erreicht. Das Vereinigte Königreich hat wegen des Brexit nach Schätzungen der US-Großbank Goldman Sachs bereits knapp 2,5 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts eingebüßt. Die Unsicherheit seit dem Referendum Mitte 2016 habe Investitionen und damit das Wachstum gedrückt.

Ein Modell von Goldman Sachs sieht die wöchentlichen Kosten bei rund 600 Millionen Pfund. Die Wahrscheinlichkeit eines No-Deal-Brexit beziffern die Goldman-Ökonomen mit 15 Prozent.

12:24 Uhr

US-Zinserhöhungsgegner will keine Zinssenkung

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Neel Kashkari

(Foto: picture-alliance/ dpa)

In den USA wird derzeit intensiv um die Zinspolitik der US-Notenbank Fed diskutiert - auch Präsident Donald Trump mischt dabei kräftig mit. Nun erklärte mit Neel Kashkari einer der hartnäckigsten Gegner von Zinserhöhungen, dass jetzt nicht die Zeit sei, die Zinsen zu senken. Derzeit befinde sich die Fed am richtigen Ort, sagte der Präsident der Minneapolis-Fed dem "Wall Street Journal".

"Einige der Risiken haben sich nach unten verschoben, also halten wir inne, um mehr Informationen zu erhalten, um zu sehen, ob es sich wirklich um eine wirtschaftliche Verlangsamung handelt oder ob es sich nur um einen Ausrutscher handelt", sagte Kashkari. "Ich denke, das ist der richtige Schritt."

11:59 Uhr

Deutsche Industrie macht schlapp, der Dax nicht

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(Foto: imago/photothek)

Auf dem Frankfurter Aktienmarkt hat man sehr gelassen auf negative Nachrichten von der deutschen Industrie reagiert. Der Dax legte am Mittag um 1,2 Prozent auf 11.663 Punkte zu. Dabei wartet die hiesige Industrie ausgerechnet zum Auftakt der Hannover Messe mit schlechten Nachrichten auf. Ihre Geschäfte liefen im März so schlecht wie seit Mitte 2012 nicht mehr, als die Schuldenkrise in Europa belastete. Die Aufträge fielen sogar so schwach aus wie zuletzt vor knapp zehn Jahren. Ein ungeregelter EU-Austritt Großbritanniens könnte sogar zur Rezession führen, warnte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Aus Fernost gibt es aber auch Hoffnungsschimmer.

Das jüngste Signal für einen Abschwung der Industrie lieferte heute das Institut IHS Markit. Deren Einkaufsmanagerindex zeigte für März einen Rückgang um 3,5 auf 44,1 Punkte an - den schlechtesten Wert seit annähernd sieben Jahren.

Mehr dazu lesen Sie hier.

11:43 Uhr

Britische Industrie profitiert vom Lageraufbau vor Brexit

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(Foto: REUTERS)

Auch die britischen Unternehmen bereiten sich auf den Brexit vor. Um sich ein Polster für mögliche Störungen zu schaffen, steigerten die Firmen ihre Lagerbestände mit der höchsten Rate seit 1992.

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe in Großbritannien verzeichnete im März einen überraschend kräftigen Anstieg verzeichnet und notiert nunmehr auf dem höchsten Stand seit 13 Monaten. Der Index stieg auf 55,1 Punkte von 52,1 im Vormonat, wie das Institut IHS Markit berichtete. Volkswirte hatten dagegen einen Rückgang auf 50,9 erwartet. Die Stimmung in den Betrieben sei aber nach wie vor wegen der Brexit-Sorgen gedämpft, hieß es von dem Institut.

*Datenschutz

11:27 Uhr

Swedbank kooperiert nicht mit Staatsanwaltschaft

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(Foto: REUTERS)

Die von Geldwäsche-Vorwürfen erschütterte Swedbank will das Anwaltsgeheimnis wahren und bestimmte von der Staatsanwaltschaft angeforderte Unterlagen nicht herausgeben. Das Geldinstitut hat sich Rechtsbeistand bei der Anwaltskanzlei Nordia Law geholt. Diese erklärte nun, dass nach schwedischem Recht von einem Anwalt erstellte Dokumente nicht beschlagnahmt werden dürfen.

11:09 Uhr

Siemens-Manager: Großbritannien wird zur "Lachnummer"

Harte Worte eines Managers: Der Leiter des Siemens-Geschäfts in Großbritannien, Jürgen Maier, hat vor den Folgen eines No-Deal-Brexits für die Wirtschaft gewarnt. Aus dem einstigen "Hort der Stabilität" werde gerade eine "Lachnummer", teilte er in einem auf der Internetseite Politico veröffentlichten Brief mit. Für ihn werde es zunehmend schwerer, Investitionen in Großbritannien durchzusetzen.

10:56 Uhr

China-Daten treiben Dax nach oben

Dax
Dax 12.486,56

Am deutschen Aktienmarkt scheint zu April-Beginn die Sonne - er startete mit soliden Gewinnen in den neuen Börsenmonat April gestartet. Robuste China-Daten und gute Vorgaben von den Überseebörsen gaben dem hiesigen Handel Kraft. Der Dax sprang am Vormittag um 1,4 Prozent auf 11.692 Punkte. Der MDax legte um 1,3 Prozent auf 25.031 Zähler, der TecDax um 1,7 Prozent auf 2717 Stellen zu. Der EuroStoxx50 rückte um 1,1 Prozent auf 3390 Punkte vor.

Auf Unternehmensseite legten vor allem Werte aus den Auto- und Chemiebranchen zu, für die China ein wichtiger Markt ist. Ebenfalls um vordere Dax-Plätze lieferten sich die Aktien des Kunststoffherstellers Covestro und die Papiere des Autozulieferers und Reifenherstellers Continental mit Gewinnen von jeweils mehr als drei Prozent einen Wettlauf.

10:54 Uhr

Xing krallt sich IT-Jobplattform

Xing
Xing 387,00

Das Berufsnetzwerk Xing kauft die IT-Jobplattform Honeypot. Wie Xing mitteilte, zahlt das Unternehmen den Honeypot-Eigentümern mindestens 22 Millionen Euro. Je nach Geschäftswachstum in den kommenden Jahren kann der Preis aber auf bis zu 35 Millionen Euro steigen.

Honeypot dreht das Prinzip der klassischen Job-Portale um: Auf der Plattform können sich Unternehmen bei den schwer gesuchten Software-Entwicklern bewerben.

10:34 Uhr

Autowerte springen nach oben

Die Autowerte haben sich europaweit an die Spitze der Kursgewinner gesetzt und damit sogar noch die als Gewinner erwarteten Rohstoffwerte überholt. Im Stoxx-600-Sektor-Index der Autowerte ging es 3,1 Prozent höher, bei den Basic Resources um 2,4 Prozent. Die defensiven Sektoren der Nahrungs- und Versorgeraktien notierten unverändert. Als zusätzlicher Treibstoff für die Gewinne der Autoaktien neben dem China-PMI wirkte die Ankündigung des Landes, Strafzölle auf US-Autos weiterhin auszusetzen.

Entsprechend sprangen Daimler um 4,4 Prozent, VW und Continental um je 3,3 Prozent nach oben. Hauptgewinner in Europa waren Frankreichs Zulieferer Valeo und Faurecia mit je über 5 Prozent Plus.

10:15 Uhr

Türkische Lira gibt nach Kommunalwahl nach

Türkische Lira / US-Dollar
Türkische Lira / US-Dollar ,17

Die türkische Lira hat am Vormittag gegenüber dem US-Dollar an Boden verloren. Der Dollarkurs stieg von 5,5826 auf 5,6771 Lira. Mit mehr als 91 Prozent ausgezählter Wahlurnen zeige das vorläufige Ergebnis der Kommunalwahlen, dass das regierende AKP-MHP-Bündnis von Präsident Recep Tayyip Erdogan mit 51,7 Prozent der Stimmen seine Mehrheit zwar behalte. Aber das Gesamtergebnis bei Bürgermeister- und Stadtparlamentswahlen sei weniger wichtig, betont Commerzbank-Analyst Tatha Ghose.

Viele der Rückschläge, die in Meinungsumfragen vorhergesagt worden seien, seien eingetreten: Die Regierungspartei habe nicht nur Ankara verloren, auch in Schlüsselstädten wie Izmir und Antalya liege die Opposition vorne. In Istanbul liegt ebenfalls der Oppositionskandidat der CHP in Führung.

09:45 Uhr

BVB-Anleger jubeln über Tabellenführung

BVB
BVB 9,39

Die Zurückeroberung der Bundesliga-Tabellenspitze von Borussia Dortmund bringt Anleger in Jubellaune. Die Aktien legten bis zu vier Prozent auf 8,54 Euro zu und notierten damit so hoch wie seit sieben Wochen nicht mehr.

Am Wochenende gewannen die Borussen gegen den VfL Wolfsburg mit 2:0. Im Titelkampf liegen die Schwarz-Gelben damit wieder vor Deutschlands Fußball-Rekordmeister Bayern München.

09:32 Uhr

Trübe Aussichten für Maschinenbau - Prognose gesenkt

Internationale Handelskonflikte und die Konjunkturabschwächung dämpfen die Aussichten für den Maschinenbau. Die exportorientierte deutsche Schlüsselindustrie halbierte ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf ein Prozent, wie der Branchenverband VDMA zum Auftakt der Hannover Messe mitteilte. Ursprünglich hatten die Maschinenbauer ein Wachstum der Produktion bereinigt um Preiserhöhungen von zwei Prozent erwartet (2018: 2,1 Prozent).

  • "Die Konjunkturdynamik ebbt ab, sowohl im Aus-, als auch im Inland. Und die politisch verursachten Risiken auf wichtigen Absatzmärkten zeigen Wirkung, ohne dass Lösungen in Sicht sind", erläuterte VDMA-Präsident Carl Martin Welcker.

Mit einer Exportquote von fast 79 Prozent ist der Maschinenbau auf starke Ausfuhren angewiesen.

09:11 Uhr

Brexit lässt Easyjet tiefer fliegen

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der britische Billigflieger Easyjet blickt wegen der Brexit-Folgen und des zurzeit schwachen Kundeninteresses vorsichtiger auf die wichtige zweite Hälfte des Geschäftsjahres. Die schwache Nachfrage infolge der konjunkturellen Unsicherheiten und der nach wie vor vielen ungelösten Fragen rund um den britischen EU-Austritt drücken auf Ticketpreise in Großbritannien und ganz Europa, wie das Unternehmen in Luton mitteilte.

Vor allem in den drei Monaten bis Ende Juni rechnet Easyjet mit einer schwachen Nachfrage. Danach hofft die Airline auf wieder bessere Geschäfte - dann sollten zum einen einige Maßnahmen zur Steigerung der Erlöse pro Ticket greifen. Zum anderen hofft der britische Konzern, dass dann mehr Klarheit in Sachen Brexit besteht.

09:06 Uhr

Dax springt über 11.600

Der deutsche Aktienmarkt ist mit kräftigen Gewinnen in die neue Handelswoche gestartet. Der Dax legte um 0,8 Prozent auf 11.617 Punkte zu. Der MDax gewann 1,0 Prozent auf 24.957 Zähler, der TecDax 1,1 Prozent auf 2701 Stellen.

Mein Name ist Wolfram Neidhard. Ich begleite Sie durch den heutigen Börsen-Tag.

08:50 Uhr

Ifo-Chef befürchtet deutsche Rezession bei No-Deal-Brexit

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Clemens Fuest

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein harter Brexit kann Ifo-Chef Clemens Fuest zufolge eine Rezession in Deutschland auslösen.

  • "Wenn jetzt Realität wird, dass sozusagen das schlechteste Szenario auftritt, dann könnte das der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt", sagte der Präsident des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts im Deutschlandfunk.
  • "Das könnte dazu führen, dass wir von einem schwachen Wachstum zu einer leichten Schrumpfung der Wirtschaft übergehen. Und das würde man dann eine Rezession nennen."

Auf dem Arbeitsmarkt dürfte sich dies zunächst nicht niederschlagen, könnte aber mittelfristig auch hier zu einem Problem werden.

08:46 Uhr

Industriewachstum in China hievt Asien-Kurse hoch

Nikkei
Nikkei 21.798,87

Überraschend starke Konjunkturdaten aus China haben die asiatischen Aktienmärkte zu Wochenbeginn beflügelt. Die Börse in Shanghai kletterte auf ein Zehn-Monats-Hoch und auch in Japan ging es deutlich aufwärts. Die chinesische Industrie ist im März erstmals seit vier Monaten wieder gewachsen. Der Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex stieg überraschend auf 50,8 Punkte und damit den höchsten Stand seit acht Monaten.

In Tokio gewann der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,4 Prozent auf 21.508 Punkte, der breiter gefasste Topix legte 1,5 Prozent zu. Der Shanghai Composite Index stieg um bis zu 2,8 Prozent auf den höchsten Stand seit Mai 2018.

07:44 Uhr

Ölpreis profitiert von chinesischen Konjunkturdaten

Die Ölpreise sind erneut gestiegen und haben damit an die Gewinne vom vergangenen Freitag angeknüpft. Am Morgen kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 68,14 US-Dollar. Das waren 56 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 39 Cent auf 60,53 Dollar.

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 53,13

Marktbeobachter erklärten die steigenden Ölpreise mit besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten aus China. In den chinesischen Industriebetrieben hatte sich die Stimmung im März überraschend stark aufgehellt. Dies habe die Sorge vor einem weiteren Abflauen der Weltwirtschaft und damit vor einer geringeren Nachfrage nach Rohöl gedämpft, hieß es weiter.

Außerdem werden die Ölpreise durch die Entwicklung der Ölförderung in den USA gestützt. Die US-Ausrüsterfirma Baker Hughes hatte am Freitag einen erneuten Rückgang der Förderanlagen gemeldet. Die Zahl der aktiven Bohrlöcher ist demnach um 8 auf 816 gesunken. Damit ging die Zahl der Förderanlagen bereits die sechste Woche in Folge zurück.

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07:23 Uhr

Eurokurs verzeichnet leichten Aufwärtstrend

Der Euro ist mit leichten Gewinnen in die Woche gestartet. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1238 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,1235 Dollar festgesetzt.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

Während der Euro zulegen konnte, geriet der japanische Yen am Devisenmarkt zu allen anderen wichtigen Währungen unter Druck. Der Yen gilt als sicherer Anlagehafen. Die Anleger machen daher bei einer allgemein freundlichen Stimmung an den Finanzmärkten eher einen Bogen um die japanische Währung.

Im weiteren Handelsverlauf dürften Konjunkturdaten aus der Eurozone und aus den USA stärker in den Fokus rücken. Auch hier werden jeweils Daten zur Stimmungslage in den Industriebetrieben erwartet. Die Kennzahlen werden am Devisenmarkt stark beachtet und könnten im Handel mit dem Euro für neue Impulse sorgen.

06:29 Uhr

Starke Konjunkturdaten beflügeln Asiens Börsen

Starke Konjunkturdaten aus China haben die asiatischen Aktienmärkte beflügelt. Die chinesische Wirtschaft schaffte im März wieder Wachstum, wie der Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex ergab.

Nikkei
Nikkei 21.798,87

"Der Index deutet an, dass die Konjunkturabkühlung in China ihren Tiefpunkt erreicht haben könnte", sagte Yoshinori Shigemi, Marktstratege bei JPMorgan Asset Management. Auch die Hoffnungen auf Fortschritte in den Handelsgesprächen zwischen China und den USA beflügelten die Stimmung.

  • Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte am Mittag 2,2 Prozent fester bei 21.679 Zählern.
  • Der breiter gefasste Topix-Index gewann mehr als zwei Prozent auf 1624 Punkte.
  • Außerhalb Japans legten die Kurse ebenfalls zu. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gewann 1,01 Prozent.
  • In China stieg der Shanghai Composite Index um 2,16 Prozent.