Montag, 01. März 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:39 Uhr

Impfstoff-Hoffnung treibt Dax über 14.000

Am Freitag verabschiedet sich der Dax mit 13.786 Punkten und einem Minus ins Wochenende. Diese Verluste hat der deutsche Börsenleitindex bereits zum Start in die neue Handelswoche mehr als wettgemacht: Der Dax legt 1,6 Prozent auf 14.013 Punkte zu und notiert damit wieder über der zuvor hart umkämpften und psychologisch wichtigen 14.000er Marke. Nach positiven Vorgaben aus Asien liefert am Nachmittag auch die Wall Street Rückenwind.

"Das große Thema Corona-Impfstoff sorgt am Montag für gute Laune bei den Anlegern", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. Sie verweist auf die Notzulassung eines von Johnson & Johnson entwickelten Vakzines in den USA: "Schnelle Fortschritte beim Impfen sind der Schlüssel für Lockerungen", erläutert sie. "Die Zulassung eines weiteren Impfstoffes - wenn auch zunächst nur in den USA - ist eine gute Nachricht und schiebt den Dax über die 14.000er Marke."

Dax
Dax 15.320,52

Bei den Einzelwerten ziehen Bayer und MTU an die Spitze der Dax-Gewinnerliste. Die Titel legen zwischen knapp vier und rund sechs Prozent zu. Auf der Verliererseite finden sich dagegen nur wenige Aktien wieder: Infineon und Continental büßen leicht ein.

MTU Aero Engines
MTU Aero Engines 196,00
Bayer
Bayer 55,57

 

17:26 Uhr

Bezahldienst "Sofort" Klarna ist 31 Milliarden Dollar wert

Der Zahlungsdienstleister Klarna hat sich von Investoren eine Milliarde Dollar Kapital besorgt. Die Finanzierungsrunde mit alten und neuen Geldgebern sei vierfach überzeichnet gewesen, teilt Klarna mit. Damit verdreifachte sich die Bewertung von Klarna innerhalb eines halben Jahres auf 31 Milliarden Dollar. Das schwedische Fintech ist seinen Investoren nun mehr wert als die Deutsche Bank, die auf einen Börsenwert von 25 Milliarden Dollar kommt.

Klarna - in Deutschland bekannt für den Überweisungsdienst "Sofort" - wächst derzeit massiv und profitiert vom Trend zum Einkaufen im Internet und dem vermehrten Bezahlen an Ladenkassen mit Karten oder dem Smartphone. Zuletzt hatte sich Klarna im September 650 Millionen Dollar frisches Kapital von Investoren besorgt, die Bewertung lag damals bei elf Milliarden Dollar.

Das 2005 gegründete Unternehmen zählt weltweit 87 Millionen Kunden und erzielte 2020 ein Transaktionsvolumen von 56 Milliarden Dollar. Der Umsatz knackte erstmals die Grenze von einer Milliarde Dollar. Klarna konkurriert mit dem US-Bezahldienst Paypal und dem niederländischen Anbieter Adyen. Auch die Deutsche Bank versucht in dem Geschäft Fuß zu fassen.

16:39 Uhr

Merck sichert sich neues Krebsmittel für fast eine Milliarde

Der Darmstädter Merck-Konzern sichert sich in einem bis zu 900 Millionen Euro schweren Deal die Rechte an einem neuen Krebsmedikament. Mit dem Schweizer Biotechunternehmen Debiopharm schloss Merck eine Lizenzvereinbarung über dessen Mittel Xevinapant zur Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren. Merck erhält damit die weltweiten Entwicklungs- und Vermarktungsrechte an der Arznei, die sich gegenwärtig in der dritten und damit letzten Phase der klinischen Entwicklung befindet. Debiopharm bekommt dafür eine Vorauszahlung von 188 Millionen Euro, darüber hinaus winken erfolgsabhängige Zahlungen von bis zu 710 Millionen Euro sowie Lizenzzahlungen, wie Merck am Montag mitteilte.

Xevinapant befindet sich seit September in der entscheidenden Phase-3-Studie, die insgesamt 700 Teilnehmer umfassen soll. In dieser wird das Mittel bei Patienten mit unbehandeltem lokal fortgeschrittenem Hochrisiko-Plattenepithelkarzinom des Kopfes und Halses in Kombination mit Chemotherapie und Strahlentherapie untersucht. In einer Phase-2-Studie soll das Mittel zusammen mit einer Radiochemotherapie das Sterberisiko um die Hälfte gegenüber die Standardtherapie gesenkt haben. Von der US-Gesundheitsbehörde FDA wurde es als "Therapiedurchbruch" eingestuft, womit ein beschleunigtes Zulassungsverfahren möglich ist.

Merck KGaA
Merck KGaA 144,50

16:23 Uhr

Zulassung für Corona-Impfstoff gibt Johnson & Johnson Auftrieb

Die US-Zulassung des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson (J&J) treibt Anleger zum Einstieg. Die Aktien des Pharma- und Konsumgüter-Konzerns steigen rund 1,7 Prozent. J&Js Impfstoff ist der vierte, der in den USA eine Notzulassung erhalten hat. Zuvor hatten bereits die beiden auf mRNA-Basis entwickelten Vakzine von Biontech/Pfizer sowie von Moderna eine Notzulassung erhalten.

Johnson & Johnson
Johnson & Johnson 136,86

16:12 Uhr

Wall Street zieht wieder an

Nach den Fortschritten bei dem 1,9 Billionen Dollar schweren US-Konjunkturpaket meldet sich die Wall Street mit einem deutlichen Kursplus zurück. Der Dow-Jones-Index klettert 0,4 Prozent auf 31.066 Punkte. Der S&P-500 steigt 0,8 Prozent auf 3843 Zähler, der Nasdaq-Index gewinnt 1,6 Prozent auf 13.406 Punkte. Die Sorge vor einer zunehmenden Inflation hatte zuletzt die Anleger verunsichert.

Die Zustimmung des Repräsentantenhauses zum Coronavirus-Hilfspaket stimmte die Anleger zuversichtlicher. Das Gesetz geht nun an den Senat. Zudem entspannte sich die Lage am Anleihemarkt zum Wochenauftakt weiter. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen sank auf 1,446 Prozent, nachdem sie ein Jahreshoch von 1,614 Prozent erreicht hatte. In der vergangenen Woche hatte ein Ausverkauf am Bondmarkt Investoren weltweit nervös gemacht.

Für Rückenwind sorgt auch die dritte Zulassung eines Corona-Impfstoffs in den USA. Nachdem die US-Gesundheitsbehörde FDA dem Vakzin von Johnson & Johnson (J&J) am Wochenende eine Notfallgenehmigung erteilt hatte, könne der Impfstart mit dem bereits nach einer Dosis wirksamen Impfstoffs nun binnen zwei Tagen erfolgen.

15:57 Uhr

Deutsche Kerninflation erreicht Vor-Corona-Niveau

Die Kernteuerung in Deutschland hat sich nach Einschätzung der Commerzbank im Februar normalisiert. "Die Kernteuerungsrate dürfte weiter zugelegt haben. Sie liegt nun wieder in etwa auf ihrem Vorkrisenniveau, sodass die Pandemie den unterliegenden Preisauftrieb zumindest bisher nicht verändert hat", kommentiert Volkswirt Ralph Solveen. Laut Solveen war der zwischenzeitliche Absturz der Teuerungsrate alleine auf die Senkung der Mehrwertsteuer zurückzuführen. "Allerdings müssen viele Preise derzeit wegen der Schließung von Geschäften, dem Verbot von Großveranstaltungen sowie den Einschränkungen bei Reisen größtenteils geschätzt werden", gibt Solveen zu bedenken.

Die Kernteuerungsrate im Euroraum dürfte dagegen laut Solveen im Februar deutlich gesunken sein, wie nicht nur die bislang veröffentlichten Preisdaten für Frankreich, Italien und Spanien zeigten. "Die markanten Gewichtsverschiebungen beim Harmonisierten Verbraucherpreisindex haben zur Folge, dass auch in Deutschland die harmonisierte Kernteuerungsrate im Februar deutlich gesunken sein dürfte", kalkuliert der Ökonom.

15:46 Uhr

Moskauer Börse will asiatische Investoren locken

Die Moskauer Börse will mit längeren Handelszeiten für Devisen, Gold und Derivate mehr Investoren aus Asien gewinnen. Russlands größte Börse startet für dieses Segment von März an drei Stunden früher und verlängert den Handelstag auf 17 Stunden, um mehr Zeitzonen abzudecken und die Liquidität zu erhöhen.

15:13 Uhr

Trotz Corona: Türkische Wirtschaft wächst 2020

Die Türkei hat im Corona-Jahr 2020 als eines der wenigen Länder ein Wirtschaftswachstum geschafft. Das Bruttoinlandsprodukt legte um 1,8 Prozent zu, wie aus amtlichen Daten hervorgeht. Von den 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländern (G20) hat nur noch China ein Plus geschafft, das mit 2,3 Prozent sogar noch etwas höher ausfiel. Die Türkei hat ihr vergleichsweise gutes Abschneiden vor allem einem Kreditboom zu verdanken: Die staatlichen Banken haben ihre Darlehensvergabe in der zweiten Jahreshälfte nahezu verdoppelt.

Das hat allerdings seinen Preis: Der Kurs der Landeswährung Lira fiel auch wegen der Politik des billigen Geldes im vergangenen Jahr auf immer neue Rekordtiefs. Das wiederum kurbelte die Teuerung an, da viele Waren im Ausland gekauft werden müssen. Die Inflationsrate kletterte zeitweise auf 15 Prozent. Die Erholung sei "unausgewogen und verschärfte letztlich einige der externen Schwachstellen des Landes", mahnte deshalb Analyst Jason Tuvey vom Analysehaus Capital Economics.

Die Aktivitäten des Finanzsektors wuchsen im vergangenen Jahr um mehr als 21 Prozent. Andere Dienstleistungen - zu denen der für die Türkei wichtige Tourismus gehört - schrumpften dagegen um 4,3 Prozent. Auch der Bausektor, ein Wachstumsmotor in den vergangenen Jahren, sank um 3,5 Prozent. Ökonomen gehen davon aus, dass die türkische Wirtschaft trotz einer restriktiveren Geldpolitik in diesem Jahr um rund fünf Prozent wachsen wird.

14:57 Uhr

Schwarze Zahlen: Global Fashion-Kurs springt an

Der Online-Modehändler Global Fashion hat im vergangenen Jahr erstmals schwarze Zahlen geschrieben. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) lag bei 16,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilt, zu dem Online-Plattformen wie Dafiti, Lamoda, Zalora und The Iconic gehören, die unter anderem in Russland, Südamerika und Südostasien aktiv sind. Im Vorjahr stand noch ein bereinigter Betriebsverlust von 37,1 Millionen Euro in der Bilanz. "Wir sind gut positioniert für die nächste Wachstumsphase", teilten die Firmenchefs Christoph Barchewitz und Patrick Schmidt mit. Im laufenden Jahr soll der Umsatz auf 1,5 Milliarden Euro klettern nach knapp 1,36 Milliarden Euro 2020. Inzwischen zählt die Firma, an der der schwedische Finanzinvestor Kinnevik 37 Prozent hält, 16,3 Millionen Kunden. Der Aktienkurs zieht rund neun Prozent an.

Global Fashion Group
Global Fashion Group 12,55

14:32 Uhr

Kommt jetzt die große Börsen-Korrektur?

Die vergangene Woche an den Börsen verlief wackelig. Ist das der Start für eine größere Korrektur an den Märkten? Was haben die Renditen auf den Anleihemärkten mit den fallen Kursen zu tun? Warum reagieren Tech-Aktien besonders empfindlich auf steigende Zinsen? Darüber und mehr sprechen die ntv-Moderatoren Raimund Brichta und Etienne Bell in der neuen Folge des ntv-Podcasts "Brichta und Bell - Wirtschaft einfach und schnell".

14:20 Uhr

Leoni verkauft Schweizer Tochter

Der Leoni-Konzern treibt die angekündigte Konzentration auf das Bordnetz-Geschäft mit dem Verkauf der Leoni Schweiz AG voran. Diese übernehme ein Konsortium um den ehemaligen Leoni-Vorstand Bruno Fankhauser und dem Finanzinvestor Helvetica Capital. Die Transaktion solle noch im ersten Quartal abgeschlossen werden. Die Leoni Schweiz AG ist die Dachgesellschaft der Leoni Studer AG, die Kabel und Leitungen für Kunden aus der Industrie und dem Infrastrukturbereich herstellt. Leonie hat angekündigt, sich von weiteren Teilen des Bereichs Wire & Cable Solutions (WCS) zu trennen. Leoni-Titel büßen rund 2,7 Prozent ein.

Leoni
Leoni 11,16

13:40 Uhr

Softbank-Tochter will Milliarden in Technologie investieren

Softbanks Internet-Tochter Z Holdings will in den kommenden fünf Jahren 4,7 Milliarden Dollar in Technologie stecken. Der Fokus werde dabei auf Künstlicher Intelligenz liegen, teilte Z Holdings mit. Der Suchmaschinenanbieter agierte früher unter dem Namen Yahoo Japan und ist nun mit dem Chat-App-Anbieter Line fusioniert. Softbank kann das am Markt mit rund 30 Milliarden Dollar bewertete vereinte Unternehmen, das auch Bezahlplattformen und Werbung betreibt, weiter konsolidieren.

Softbank
Softbank 77,36

13:19 Uhr

Deutsche Inflationsrate steigt weiter

Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich im Februar voraussichtlich beschleunigt. Die Verbraucherpreise stiegen nach Meldungen aus sechs Bundesländern zwischen 1,0 und 1,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum, wie aus den Angaben der Statischen Landesämter hervorgeht. Auf deren Basis wird am Nachmittag eine erste bundesweite Schätzung veröffentlicht. Von Reuters befragte Ökonomen gehen davon aus, dass die Inflationsrate auf 1,2 Prozent steigt, nachdem sie im Januar noch bei 1,0 Prozent lag. Das wäre die höchste Teuerungsrate seit fast einem Jahr.

"Der Trend der in den letzten Monaten stark fallenden Preise auf dem Energiemarkt ist beendet", erklärte das Statistische Landesamt Bayerns die Entwicklung. So seien etwa die Preise für Kraftstoffe um 0,2 Prozent gestiegen im Vergleich zum Februar 2020. Ein Grund dafür ist die seit Jahresbeginn geltende CO2-Abgabe aus dem Klimapaket, ein anderer die Aussicht auf eine bessere Weltkonjunktur nach der Corona-Rezession 2020. Preistreibend wirkt auch das Ende der temporären Senkung der Mehrwertsteuersätze, die in der zweiten Jahreshälfte 2020 von 19 auf 16 bzw. von sieben auf fünf Prozent gesenkt wurden, um die Konjunktur anzukurbeln.

Experten zufolge könnte die Teuerungsrate ab Jahresmitte die Zwei-Prozent-Marke überspringen. Die Europäische Zentralbank (EZB) beobachtet die Entwicklung in Europas größer Volkswirtschaft genau, strebt sie doch für die Währungsunion mittelfristig einen Wert von knapp unter zwei Prozent an.

13:01 Uhr

Sixt löst KfW-Kredit ab

Der Autovermieter Sixt sichert sich 750 Millionen Euro von einem Bankenkonsortium. Diese Kreditlinie ersetze den Anfang Mai 2020 abgeschlossenen, bislang ungenutzten Kredit unter Beteiligung der KfW, wie das Unternehmen mitteilt. Die Laufzeit betrage drei Jahre und könne zweimal um je ein Jahr verlängert werden. Sixt rüste sich so für einen Anstieg der Nachfrage nach dem Ende der Corona-Pandemie, sagte Strategievorstand Alexander Sixt. An dem Konsortium beteiligt sind unter anderem die Commerzbank, die DZ Bank und Unicredit.

12:45 Uhr

Wall Street kontert Verluste

An den US-Börsen zeichnet sich nach den jüngsten heftigen Verlusten zum Start in die neue Woche eine kräftige Erholung ab. Die Futures auf die großen Aktienindizes liegen vorbörslich zwischen 1,0 und 1,6 Prozent im Plus.

Anleger reagieren erleichtert darauf, dass die Renditen am US-Anleihemarkt wieder gesunken sind. Die hohen Renditen waren der Grund dafür, dass die Investoren sich in der vergangenen Woche aus den relativ zu Anleihen riskanteren Aktien zurückzogen.

S&P 500
S&P 500 4.136,50

Rückenwind kommt aber auch aus der Politik. Das US-Repräsentantenhaus hat in der Nacht zum Samstag dem 1,9 Billionen Dollar schweren Corona-Hilfspaket von US-Präsident Joe Biden zugestimmt. Nun muss das Paket noch vom US-Senat gebilligt werden.


Positiv werden nicht zuletzt die Fortschritte bei den Corona-Impfkampagnen und das Zurückfahren der wegen der Pandemie verhängten Einschränkungen in zahlreichen Ländern aufgenommen.

Die Bilanzsaison der US-Unternehmen neigt sich derweil dem Ende zu. Nach Börsenschluss werden Zoom Video Communications und Novavax Geschäftszahlen vorlegen.

Zoom
Zoom 271,95
Novavax
Novavax 175,12

12:11 Uhr

Beteiligungsverkauf in China befeuert Danone-Kurs

Der geplante Ausstieg beim chinesischen Milchprodukte-Anbieter Mengniu gibt Danone Auftrieb. Die Aktien des Lebensmittelkonzerns steigen in Paris knapp 2,5 Prozent. Dies sei ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Konzentration auf das Kerngeschäft, sagte Analyst Martin Deboo von der Investmentbank Jefferies. Danone will die Einnahmen unter anderem zum Kauf eigener Aktien nutzen.

Danone
Danone 59,78

11:49 Uhr

Aufgestockte Offerte beflügelt Glücksspiel-Aktie

Eine auf 53 Kronen je Aktie angehobene Übernahme-Offerte des britischen Konkurrenten Entain hievt den schwedischen Glücksspiel-Anbieter Enlabs auf ein Rekordhoch. Die Anteilsscheine steigen an der Börse in Stockholm um 18 Prozent auf 52,70 Kronen. Die Titel von Entain, zu dem der Buchmacher Ladbrokes gehört, gewinnen in London 2,4 Prozent.

11:02 Uhr

Commerzbank gibt weltweit 15 Standorte auf

Die Commerzbank hat ihre Pläne für den Umbau der Firmenkundensparte konkretisiert. Das Institut hat in einer internen Mitteilung an Mitarbeiter die 15 Standorte genannt, die geschlossen werden sollen. So werden die Niederlassungen in Luxemburg, Hongkong, Barcelona, Bratislava und Brüssel sowie die Repräsentanzen in Aserbaidschan, Georgien, Indonesien, dem Irak, Kasachstan, dem Libanon, Malaysia, Serbien und Venezuela zugemacht, wie aus dem Memo hervorgeht, das Reuters vorliegt. Die Tochter in Ungarn soll verkauft werden.

"Der Kern unserer neuen Strategie ist klar: Wir müssen uns auf unsere Kernkompetenzen fokussieren. Nur so werden wir künftig wettbewerbsfähig bleiben, auch im internationalen Geschäft", schrieb Bereichsvorstand Roland Boehm in der Mitteilung, über die das "Handelsblatt" zuerst berichtet hatte. Die Anpassungen der Auslandsstandorte sollen bis 2024 umgesetzt werden. 

Commerzbank
Commerzbank 4,86

 

10:41 Uhr

Anleger strafen Hypoport ab

Hypoport-Titel geben rund 4,5 Prozent nach. Die Immobilienplattform hatte am Freitag nach Xetra-Schluss Geschäftszahlen vorgelegt. Der Gewinn lag im erwarteten Rahmen, die Umsätze verfehlten jedoch die eigene Prognose deutlich. Als Grund für die verringerte Wachstumsdynamik führte Hypoport Effekte aus den verhängten Kontaktsperren wegen Corona sowie eine schwächere Gewinnung von Neukunden im Segment Versicherungsplattform an. "Hypoport sind als Wachstumswerte bepreist, da wollen Investoren nichts hören von einer abnehmenden Dynamik", kommentiert ein Händler. Bei Immobilienaktien schaue man bei so etwas genau hin, da sie wegen der steigenden Zinsumgebung derzeit ohnehin nicht so stark gefragt seien.

Hypoport
Hypoport 489,00

10:17 Uhr

Überprüft EU Produktion von Astrazeneca-Impfstoff?

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA nimmt einem Insider zufolge in einem Audit-Verfahren die Produktionsstätte des Serum Institut of India unter die Lupe. Der weltgrößte Impfstoffproduzent stellt das Covid-19-Vakzin von Astrazeneca für zahlreiche Länder mit niedrigem und mittleren Einkommen her. Der genaue Grund der Prüfung war zunächst nicht bekannt, wie die mit der Sache vertraute Person sagt. Eine Auditierung der Produktionsstätte durch die EMA würde aber den Export des Impfstoffs in die Europäische Union erlauben.

Astrazeneca, das Serum Institut (SII), die EMA und die Europäische Kommission wollten sich dazu nicht äußern. Sprecher der EMA und der Kommission bestätigten aber, dass die EU-Arzneimittelbehörde die Produktionsstätte für den Export des Impfstoffs genehmigen müsste. Ein entsprechender Antrag dafür müsse bei der Behörde gestellt werden. Dem Insider zufolge evaluiert die EMA die Serum-Anlage seit einer Woche und könnte die Überprüfung im März abschließen.

Indien hat das Unternehmen angewiesen, vorrangig für den heimischen Bedarf zu produzieren, wie dessen Chef kürzlich schrieb. Zu den Abnehmern des SII zählen Länder wie Brasilien und Bangladesch, aber auch Kanada. Auch die britische Arzneimittelbehörde auditiert die Produktionsprozesse bei SII, um den Weg für Exporte in das Vereinigte Königreich frei zu machen.

 

09:51 Uhr

Impfstoff- und Konjunkturhoffnungen treiben Rohstoffpreise

Die Zustimmung des US-Repräsentantenhauses zu den geplanten zusätzlichen Konjunkturhilfen und die Zulassung eines weiteren Corona-Impfstoffs in den USA ermutigen Anleger zum Kauf von Rohstoffen. Die Ölsorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um 1,6 Prozent auf 65,45 Dollar je Barrel. Kupfer gewinnt 0,7 Prozent auf 9136,50 Dollar je Tonne und das unter anderem als Inflationsschutz genutzte Gold legt 1,2 Prozent auf 1755 Dollar je Feinunze zu.

09:25 Uhr

Astrazeneca macht bei Moderna Kasse

Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca hat einem Zeitungsbericht zufolge seine Beteiligung an dem US-Biotech-Unternehmen Moderna verkauft. Astrazeneca habe seine Anteile in Höhe von 7,7 Prozent für mehr als eine Milliarde Dollar abgestoßen, nachdem Aktien des US-Pharmaherstellers wegen des Durchbruchs beim Coronavirus-Impfstoff in die Höhe geschnellt waren, berichtet "The Times". Es sei nicht klar, über welchen Zeitraum die in Großbritannien ansässige Astrazeneca ihre Beteiligung an Moderna verkauft habe. Astrazeneca ziehen rund 1,5 Prozent an.

Eine Partnerschaft der beiden Biotechnologieunternehmen bliebe für andere Behandlungsmethoden bestehen, hieß es in dem Bericht weiter. Moderna, dessen Impfstoff in den USA für den Notfall zugelassen ist, erwartet aufgrund des Impfstoffs einen Umsatz von 18,4 Milliarden Dollar in 2021.

AstraZeneca
AstraZeneca 87,12
Moderna Inc.
Moderna Inc. 140,30

 

09:08 Uhr

Fulminanter Start: Dax zieht 165 Punkte ins Plus

Der Dax startet fulminant in den Montagshandel. Die Kurse springen 1,2 Prozent oder 165 Punkte auf 13.952 Zähler an. Am Freitag war der deutsche Börsenleitindex mit einem Verlust von 0,7 Prozent und einem Stand von 13.786 Stellen ins Wochenende gegangen - konnte aber gleichzeitig auf einem Monatsgewinn von rund drei Prozent und damit den besten Februar seit mehreren Jahren zurückblicken. Gleich mehrere positive Nachrichten heben nun die Stimmung am deutschen Aktienmarkt.

"Es gibt starke Vorgaben aus Asien, wo der japanische Leitindex Nikkei deutlich zugelegt hat; aber auch aus China, wo selbst enttäuschende Konjunkturdaten die gute Stimmung nicht trüben konnten", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. Die Gründe für die Kauflaune macht sie in den USA aus: "Zum einen erhielt in den USA ein weiterer Corona-Impfstoff die Notzulassung. Zum anderen hat das neue Konjunkturpaket eine weitere Hürde genommen hat und vom Repräsentantenhaus genehmigt worden ist", erläutert Wohlfeil.

08:52 Uhr

Nikkei glänzt mit größtem Tagesgewinn des Jahres

Anleger nutzen den jüngsten Kursrutsch zum Wiedereinstieg in die asiatischen Aktienmärkte. Der japanische Nikkei-Index stieg um 2,4 Prozent auf 29.664 Punkte und verbuchte den größten Tagesgewinn des Jahres. Am Freitag hatte er seinen schwärzesten Tag seit knapp einem Jahr erlebt. Die Börse Shanghai gewann zum Wochenauftakt 1,2 Prozent auf 3550 Zähler. Hier dämpften enttäuschende Konjunkturdaten die Kauflaune. "Der Nikkei wird die 30.000er Marke früher oder später zurückerobern", sagte Anlagestratege Masahiro Ichikawa vom Vermögensverwalter Sumitomo Mitsui. Allerdings hänge dies unter anderem von der Entwicklung der US-Anleiherenditen ab. In der vergangenen Woche hatte ein Ausverkauf am Bondmarkt Investoren weltweit nervös gemacht.

Am Montag griffen sie bei US-Treasuries wieder zu und drückten die Rendite der zehnjährigen Titel auf 1,407 Prozent. Zur positiven Stimmung trugen Börsianern zufolge der Etappensieg bei der Verabschiedung der zusätzlichen staatlichen Konjunkturhilfen in den USA sowie die dortige Zulassung eines weiteren Corona-Impfstoffs bei. Zu den Favoriten am japanischen Aktienmarkt zählte Itochu mit einem Kursplus von knapp vier Prozent. Berkshire Hathaway, die Investmentfirma des Börsengurus Warren Buffett, hatte zuvor eine gut fünfprozentige Beteiligung an dem Handelskonzern öffentlich gemacht.

Nikkei
Nikkei 29.188,17

08:16 Uhr

Dax wird höher erwartet

Zum Auftakt der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Zum Wochenschluss hatten ihn Inflationssorgen ausgebremst - der deutsche Leitindex war am Freitag um 0,7 Prozent auf 13.786,29 Punkte gefallen. Vor diesem Hintergrund werden Anleger zum Wochenstart die deutschen Preisdaten im Blick behalten. Außerdem stehen die Stimmungsbarometer der Einkaufsmanager aus Deutschland, der Euro-Zone und den USA auf dem Terminplan.

07:59 Uhr

Ölpreise legen deutlich zu

Die Ölpreise präsentieren sich mit deutlichen Aufschlägen am Morgen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 65,53 US-Dollar. Das sind 1,11 Dollar mehr als am Freitag. Der Preis für amerikanisches Erdöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt 1,08 Dollar auf 62,58 Dollar.

Angetrieben werden die Erdölpreise durch die gute Stimmung an den asiatischen Aktienmärkten. Hinzu kam der etwas schwächere Dollar, der den in der US-Währung gehandelten Rohstoff für Anleger außerhalb des Dollarraums günstiger werden ließ. Zurzeit rangieren die Ölpreise in der Nähe ihrer höchsten Stände seit gut einem Jahr.

Im Laufe der Woche rückt zunehmend die Förderpolitik des großen Ölverbunds Opec+ in den Mittelpunkt. Der Zusammenschluss muss über seine künftige Produktion entscheiden. Derzeit wird das Angebot künstlich knapp gehalten, um die Rohölpreise zu stützen, da die Nachfrage durch die Corona-Krise geschwächt ist.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 65,25
Rohöl WTI
Rohöl WTI 61,62

 

07:42 Uhr

Eurokurs hält sich

Der Kurs des Euro hält sich stabil an der Marke von 1,21 US-Dollar. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2085 Dollar und damit in etwa so viel wie am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag noch etwas höher auf 1,2121 Dollar festgesetzt.

Am Montag stehen wichtige Konjunkturzahlen aus der Industrie auf dem Programm. In der Eurozone veröffentlicht das Forschungsunternehmen Markit seine Unternehmensumfrage aus dem verarbeitenden Gewerbe. In den USA gibt das Institut ISM seinen entsprechenden Indikator bekannt. Aus den Reihen der EZB äußern sich Präsidentin Christine Lagarde und Vizechef Luis de Guindos.

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