Montag, 15. April 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Dax kann 12.000er-Marke halten

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(Foto: imago/Sven Simon)

Europas Aktienmärkte haben zu Beginn der Karwoche einen zähen Handel erlebt. Die Nachrichtenlage war dünn: Von den US-chinesischen Handelsgesprächen gab es nichts Neues, der Brexit ist seit der Verschiebung in den Herbst aus den Medien verschwunden. Impulse von der Berichtssaison waren noch schwach: Nachdem JP Morgan am Freitag überzeugte, lieferten die heutigen Zahlen von Goldman Sachs ein Verkaufsargument.

In Frankfurt kam der Dax kaum vom Fleck und ging mit einem kleinen Plus von 0,2 Prozent auf 12.020 Punkte aus dem Handel. Der MDax gewann 0,5 Prozent auf 25.583 Zähler. Der TecDax legte um 1,1 Prozent auf 2790 Stellen zu. Der EuroStoxx50 handelte mit 3449 Punkten nur ganz knapp in positivem Terrain. Am Mittag hatte er mit 3456 Punkten kurz auf Jahreshoch notiert.

Dax-Gewinner waren heute Wirecard mit plus 3,1 Prozent. Das Dax-Ende zierten Covestro mit minus 4,2 Prozent.

Ich wünsche Ihnen einen erholsamen und entspannten Abend.

17:12 Uhr

Autonomes Fahren: VW setzt auf chinesische IT-Leute

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(Foto: dpa)

Volkswagen setzt bei der Entwicklung selbstständig fahrender Autos auf Software-Experten aus China. Der Wolfsburger Autobauer will seine 4000 IT-Experten und Programmierer in China nutzen, um die nötige Software für Fahrer-Assistenzsysteme und andere Teile der globalen IT-Architektur für das autonome Fahren zu schreiben.

  • "Wir werden unsere Fähigkeiten ausbauen, in China für China zu entwickeln - und für bestimmte Technologien auch für den Rest der Welt", sagte der Forschungs- und Entwicklungs-Chef für China, Sven Patuschka.

Während Autobauer anderswo händeringend nach IT-Fachleuten suchen, baut VW in China auf eine Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 29 Jahren in fünf Entwicklungszentren.

16:48 Uhr

Flugverbot für 737 Max lässt Boeing kräftig bluten

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(Foto: dpa)

Das Flugverbot für den 737 Max 8 schmälert den Markenwert des US-Flugzeugbauers Boeing einer Studie zufolge um zwölf Milliarden Dollar. Auf diese Summe kam die britische Beratungsfirma Brand Finance. Der Wertverlust ist damit höher als bislang angenommen. Nach dem Absturz der Maschine dieses Typs der Ethiopian Airlines hatte Brand Finance noch von 7,5 Milliarden Dollar gesprochen.

An der Börse kam das nicht gut an: Die Aktie verlor ein Prozent an Wert.

16:39 Uhr

Vorratsbeschluss für Kapitalerhöhung: Coba bittet um Erneuerung

Das Schild einer Commerzbank-Filiale hängt unweit der Zentrale der Commerzbank in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/Archivbild

Das Schild einer Commerzbank-Filiale hängt unweit der Zentrale der Commerzbank in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/Archivbild

(Foto: Arne Dedert/dpa)

Ist da was im Busch? Die Aktionäre der Commerzbank sollen nach dem Willen des Geldhauses auf der Hauptversammlung Vorratsbeschlüsse für Kapitalerhöhungen erneuern. Es gebe aber keinen konkreten Plan, neue Aktien auszugeben, teilte der MDax-Konzern in seiner Einladung zur Hauptversammlung am 22. Mai mit.

Aktiengesellschaften holen sich von ihren Anteilseignern regelmäßig die Ermächtigung für Kapitalerhöhungen, um im Fall der Fälle schnell handeln zu können. Die von den Commerzbank-Aktionären dazu auf der Hauptversammlung 2015 gefassten Vorratsbeschlüsse laufen Ende April 2020 aus. Den Plänen zufolge soll die Commerzbank ihr Kapital ohne Bezugsrecht der Aktionäre um bis zu zehn Prozent aufstocken können. Mit Bezugsrecht soll eine Kapitalerhöhung um bis zu 50 Prozent möglich sein.

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16:14 Uhr

S&P stuft Lufthansa-Bonität herauf - Aktienkurs steigt

Lufthansa
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Die S&P Global hat die Bonität der Lufthansa auf BBB von BBB- hochgestuft. Die Fluggesellschaft habe sich in den vergangenen zwei Jahren trotz eines schwierigen Umfelds operativ gut entwickelt, begründete die Ratingagentur ihren Schritt. Der Dax-Konzern werde den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bei 4,5 bis 5 Milliarden Euro im Jahr stabilisieren, den Schuldenstand niedrig halten und einen ausreichenden freien Cashflow generieren, was die Widerstandsfähigkeit des Unternehmen in einem möglichen Abschwung in der Luftfahrt erhöhen werde.

Der Ausblick sei stabil, da die Airline von einem beständigen Wachstum der Passagierzahlen profitieren und weitere Kosten einsparen werde. Die Lufthansa-Aktie stieg am Nachmittag um 1,8 Prozent.

16:04 Uhr

Bankbilanzen lassen Wall Street kalt

Die US-Börsen haben sich unbeeindruckt von den Bilanzen der großen US-Banken gezeigt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete unverändert bei 26.365 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 lag ebenfalls auf dem Niveau vom Freitag bei 2908 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte leicht zu auf 7989 Punkte.

Mit Goldman Sachs und der Citigroup öffneten zwei weitere Geldinstitute ihre Bücher. Die Goldman-Papiere gaben 1,2 Prozent nach. Der Gewinn brach wegen der Schwäche im Handel mit Anleihen und Aktien um fast ein Fünftel ein, die Einnahmen schrumpften. Die Citi-Titel notierten leicht im Minus. Das Geldhaus hatte dank Einsparungen und niedrigerer Steuern seinen Gewinn gesteigert. Am Freitag hatte JP Morgan überraschend starke Zahlen vorgelegt und damit Sorgen der Börsianer gedämpft, dass schlechte Geschäftszahlen für das erste Quartal die Rally an der Wall Street beenden könnten.

15:48 Uhr

n-tv Fonds: Wie Anleger Rohstoffe nutzen können

Wer sein Depot gut diversifizieren will, der kann auch auf Rohstoffe setzen. Wie Anleger das Gesamtrisiko im Depot mithilfe von Rohstoff-ETFs reduzieren können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Thomas Meyer zu Drewer von Comstage und Daniel Briesemann von der Commerzbank.

15:29 Uhr

Dax überwindet 12.000-Punkte-Marke

Der deutsche Aktienmarkt hat einen kleinen Kletterversuch gestartet. Der Dax legte ab Nachmittag um 0,2 Prozent auf 12.026 Punkte zu. Der MDax stieg um 0,3 Prozent auf 25.549 Zähler. Der TecDax gewann sogar 1,0 Prozent auf 2789 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,1 Prozent auf 3451 Punkte nach oben.

Marktexperten rechnen in der verkürzten Osterwoche allerdings nicht mit spektakulären Bewegungen. Fast jeder dritte Börsianer sei bereits im Urlaub, und es gebe nur vier Handelstage, hieß es dazu etwa im Bernecker-Börsenbrief "AB-Daily". Besser als erwartet ausgefallene Quartalsberichte aus der US-Bankenbranche gaben den Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank am Nachmittag keine weiteren positiven Impulse. Sie legten wie bereits am Morgen zwischen 1,5 und 2,0 Prozent zu.

15:09 Uhr

Dax-Konzerne wollen Baby-Boomer loswerden

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die älteren Mitarbeiter befinden sich in den Dax-Konzernen zunehmend auf der Abschussliste. Egal ob Volkswagen, Bayer oder SAP: Sie alle legen große Abfindungs- und Frühverrentungsprogramme auf, um Tausende Menschen der Baby-Boom-Generation loszuwerden. Diese hätten nicht die erforderlichen Fähigkeiten, die in Zeiten der Digitalisierung gebraucht werden, heißt es. Und wegen ihrer hohen Gehälter schone ein Abgang auch die Kassen der Unternehmen.

Bei Bayer können Mitarbeiter ab 57 Jahren in den vorzeitigen Ruhestand gehen, das Unternehmen bezahlt sie dennoch bis zu sechs Jahre weiter. Bei SAP wiederum können Mitarbeiter ab 57 in Altersteilzeit gehen. Dabei will der Konzern Abschläge so weit ausgleichen, dass die Mitarbeiter wieder fast auf ihr altes Gehalt kommen.

Deutsche Post, Telekom, Ford und Lufthansa sind weitere Beispiele für Firmen, die lieber Hunderte Millionen Euro an Abfindungen zahlen, statt die teuren Baby-Boomer, zu denen vor allem die Jahrgänge Mitte der 50er- bis Mitte der 60er-Jahre gerechnet werden, weiter zu beschäftigen.

14:55 Uhr

New Yorker Konjunkturindex zieht an

Eine gute Nachricht gibt es aus den Vereinigten Staaten zu vermelden: Die Geschäftsaktivität des verarbeitenden Gewerbes im Großraum New York hat sich im April wie erwartet spürbar beschleunigt. Der von der New Yorker Fed ermittelte Index für die allgemeine Geschäftstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe des Distrikts erhöhte sich auf plus 10,1 von plus 3,7 im März. Volkswirte hatten einen Stand von plus 10,0 prognostiziert.

Der New Yorker Konjunkturindex ist meist der erste regionale Indikator, der von den Fed-Filialen in einem Monat veröffentlicht wird.

14:44 Uhr

Evercore: Folgen der Vorwürfe gegen Daimler eher begrenzt

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Neue Vorwürfe gegen Daimler wegen des Verdachts einer unzulässigen Abschaltvorrichtung der Abgasreinigung zur Einhaltung von Prüfwerten könnten laut den Analysten von Evercore ISI einen größeren Rückruf zu Folge haben. Betroffen seien davon 60.000 Fahrzeuge des Modells GLK 220 CDI mit der Abgasnorm Euro 5, die zwischen Juni 2012 und Juni 2015 produziert worden seien.

Dafür habe es offenkundig keine Genehmigung der Behörde gegeben, so dass weitere Untersuchungen ausgelöst worden seien nach potenziell illegaler Emissions-Software. Die Analysten betonen, dass davon keine Modelle betroffen seien, die derzeit verkauft würden. Das dürfte die rufschädigenden und finanziellen Folgen begrenzen. Was man nicht wisse sei, ob neben den 60.000 in Rede stehenden GLK-Modellen noch weitere betroffen seien.

Was macht die Daimler-Aktie? Ihr Kurs fiel am frühen Nachmittag um 0,8 Prozent.

14:25 Uhr

Citigroup übertrifft Gewinnerwartung

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Das Jahr geht für die Citigroup gut los: Die US-Großbank hat im Auftaktquartal 2019 mehr verdient als am Markt erwartet. Der Nettogewinn stieg um 2 Prozent auf 4,71 Milliarden Dollar. Je Aktie waren es 1,87 Dollar, Analysten hatten im Mittel mit 1,80 Dollar gerechnet.

Die Einnahmen gingen vor allem wegen flauer Aktiengeschäfte um 2 Prozent auf knapp 18,6 Milliarden Dollar zurück und trafen damit die Analystenschätzung. Die Nettozinseinnahmen betrugen 11,76 Milliarden Dollar. Die Sparmaßnahmen des Instituts zahlten sich aus, die operativen Kosten sanken um 3 Prozent auf 10,58 Milliarden Dollar.

14:05 Uhr

Immobilienbesitz sorgt für Vermögenszuwächse

Die Vermögen der privaten Haushalte sind nach einer Erhebung der Bundesbank zwischen 2014 und 2017 auf breiter Basis gestiegen, allerdings war der Zuwachs nicht ganz gleichmäßig verteilt. Insbesondere Immobilieneigentümer hätten von den anziehenden Preisen profitiert, schreibt die Bundesbank in ihrem Monatsbericht April.

Auch die Vermögen vieler Mieterhaushalte und "von Haushalten in der vermögensärmeren Hälfte der Verteilung" hätten zugenommen, Folge der gestiegenen Einkommen. Grundlage der Ergebnisse ist die alle drei Jahre anstehende Befragung von mehr als 5000 Haushalten. Das durchschnittliche Vermögen lag 2017 in Deutschland bei brutto 262.500 Euro und netto, nach Abzug der Schulden, bei 232.800 Euro, ein Plus von 9 Prozent zu 2014. Der Median lag bei weniger als einem Drittel, konkret bei 86.400 beziehungsweise 70.800 Euro (plus 17 Prozent zu 2014). Dies deute auf eine ungleiche Verteilung der Nettovermögen in Deutschland hin, so die Bundesbank.

13:46 Uhr

Goldman Sachs meldet Gewinneinbruch

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(Foto: REUTERS)

JP Morgan hat ordentlich vorgelegt - Goldman Sachs kann da nicht ganz mithalten. Die US-Investmentbank hat nämlich die Schwäche im Handel mit Anleihen und Aktien zu spüren bekommen. Der Nettogewinn brach im ersten Quartal um ein Fünftel auf 2,18 Milliarden Dollar ein. Die Erträge gingen um 13 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar zurück.

An der Börse kommen die Zahlen gut an, die Aktie legt vorbörslich knapp 1 Prozent zu. Allein der Bereich Aktienhandel verfehlte mit einem Umsatz von 1,77 Milliarden Dollar die Erwartung knapp.

13:32 Uhr

Trumps Rat an Boeing: 737 Max umbenennen

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(Foto: imago images / UPI Photo)

Donald Trump bevorzugt bekanntlich einfache und schnelle Lösungen von Problemen. Der US-Präsident schlug dem Flugzeugbauer Boeing wegen des weltweiten Startverbots eine Umbenennung des Mittelstreckenjets 737 Max vor.

  • "Wenn ich Boeing wäre, würde ich die Boeing 737 Max in Ordnung bringen, ein paar großartige Eigenschaften hinzufügen und dem Flugzeug einen neuen Namen verpassen", twitterte Trump. "Kein Produkt hat so sehr gelitten wie dieses."
  • Trump schob hinterher: "Was zur Hölle weiß ich schon?" Er habe vielleicht keine Ahnung von Markenbildung, "aber ich bin Präsident geworden!".
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13:23 Uhr

Zeal: verlängerte Annahmefrist für Lotto24-Aktionäre

Das Übernahmeangebot von Zeal für die Lotto24-Aktionäre geht morgen in die verlängerte Annahmefrist. Die überwiegende Mehrheit der Lotto-24-Aktionäre, 91,8 Prozent, hätten ihre Aktien innerhalb der regulären Frist getauscht, die am 10. April endete. Somit sei die Grundbedingung für die weitere zweiwöchige Annahmefrist erreicht, teilte die Zeal Network SE mit. Verbleibende Lotto24-Aktionäre können ihre Aktien vom 16. April bis Mitternacht 29. April tauschen. Je 1,604 Lotto24-Aktien offeriert Zeal eine neue Zeal-Aktie.

Zeal und die Lotto24 AG haben gemeinsame Wurzeln. Zeal hatte im November eine Wiedervereinigung mit Lotto24 durch ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot angekündigt. Am 8. Februar hat das niedersächsische Innenministerium Lotto24 eine Erweiterung der bestehenden Vermittlungserlaubnis gewährt, die es ermöglicht, Lotterielose über die Domains Tipp24.de und Tipp24.com zu vermitteln.

13:07 Uhr

Wall Street schaut auf Zahlen der Banken

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Nach dem Anstieg am vergangenen Freitag dürften die US-Börsen zu Wochenbeginn mehr oder weniger auf der Stelle treten. Zwar gab es am Wochenende wieder positive Signale zum Verlauf der Handelsgespräche zwischen den USA und China, diese waren aber wie üblich wenig konkret. Nach Angaben des US-Finanzministers Steven Mnuchin gehen die Verhandlungen bald in die letzte Runde.
Dem stehen Zweifel am Wachstum der Weltwirtschaft gegenüber. Gestern hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) vor den Folgen der internationalen Handelskonflikte gewarnt und dazu aufgerufen, diese zu lösen sowie Risiken angesichts einer schwächeren Weltwirtschaft abzubauen.

An Konjunkturdaten steht heute nur der Empire State Manufacturing Index für April auf der Agenda. Mehr Interesse zieht aber die Bilanzsaison der Unternehmen auf sich. Die Großbanken Goldman Sachs und der Citigroup legen Zahlen vor.

12:57 Uhr

Experte erwartet bis Jahresende Kurseinbrüche

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(Foto: picture alliance / dpa)

Nur noch wenig fehlt dem US-Leitindex S&P 500 für ein neues Rekordhoch. Viele Investoren erwarten mit dem Erreichen dieser Marke den Startschuss für weiter steigende Kurse. Da ist der ehemalige Wirtschaftsprofessor John Hussman, der heute Hussman Investment Trust leitet, anderer Meinung. Laut "Business Insider" sieht er die Aktien als überbewertet an.

Aktienkurse würden bis Ende dieses Jahres um 30 Prozent fallen, so Hussman. Er vertritt die Meinung, dass ein neues Rekordhoch des Marktes irrelevant für das große Bild sei. Und das ist nur die Hälfte seiner düsteren Prognose. Der S&P wird "weitere 50 Prozent über den Rest des Abwärts-Zyklus verlieren", sagt Hussman. "Insgesamt ergibt sich auf diesem Weg ein Einbruch von 65 Prozent seines Werts." Er erwartet, dass der S&P 500 durchschnittlich etwa null Prozent Rendite in den kommenden zwölf Jahren erzielen wird.

12:33 Uhr

EU beschließt endgültig neue Regeln für Pipelines

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die EU hat die Überarbeitung der Regeln für Gaspipelines aus Drittstaaten endgültig beschlossen. Regierungsvertreter der 28 Mitgliedstaaten bestätigten einen entsprechenden Gesetzestext, den das EU-Parlament Anfang April verabschiedet hatte, wie die rumänische EU-Ratspräsidentschaft erklärte. Laut EU-Kommission werden die neuen Regeln auch für das deutsch-russische Projekt Nord Stream 2 gelten.

Die schon im Bau befindliche Pipeline soll Gas von Russland durch die Ostsee nach Deutschland transportieren. Insbesondere östliche EU-Staaten, aber auch die USA sehen das äußerst kritisch. Die überarbeitete Gasrichtlinie räumt der EU-Kommission nun mehr Mitspracherechte bei derartigen Projekten ein. So unterliegen Pipelines aus Drittstaaten künftig EU-Regeln.

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12:16 Uhr

Ex-Thyssenkrupp-Chef soll in Post-Aufsichtsrat

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Heinrich Hiesinger

(Foto: imago/biky)

Die Aktionäre der Deutschen Post können auf der Hauptversammlung am 15. Mai den ehemaligen Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger in den Aufsichtsrat wählen. Der Dax-Konzern nominierte Hiesinger als Nachfolger für Henning Kagermann, der mit Ende der Hauptversammlung ausscheidet und altersbedingt nicht wieder kandidiert.

Der 58-jährige Hiesinger sitzt auch im Aufsichtsrat bei BMW. Zur Wiederwahl für den Aufsichtsrat stellen sich Simone Menne, ehemals CFO bei Lufthansa, und Fraport-Chef Stefan Schulte.

11:54 Uhr

Audi will zwei Entwicklungsdienstleister loswerden

Audi will sich einem Magazinbericht zufolge von zwei Entwicklungsdienstleistern trennen. Die PSW Engineering mit knapp 1000 Mitarbeitern und CSI Entwicklungstechnik mit 700 Beschäftigten stünden zum Verkauf, berichtete die Branchenzeitung "Automobilwoche" unter Berufung auf Konzernkreise. Die Volkswagen-Tochter kämpfe in der Entwicklung mit Überkapazitäten.

Audi schloss Änderungen bei den Ingenieurdienstleistern nicht aus.

  • "Im Rahmen unseres aktiven Portfoliomanagements überprüfen wir das Beteiligungsportfolio regelmäßig. Dies kann auch zu Anpassungen von Beteiligungsverhältnissen führen", hieß es in einer Stellungnahme.

Die Technische Entwicklung bei Audi werde derzeit auf Themen wie Elektrifizierung, Digitalisierung und autonomes Fahren ausgerichtet. Zu Namen äußerte sich der Ingolstädter Konzern nicht.

11:29 Uhr

Dax kämpft mit der 12.000

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Eine gewisse Richtungslosigkeit hat bislang den Börsenhandel in Frankfurt bestimmt. Der Dax pendelte zu Beginn der Karwoche um die Marke von 12.000 Punkten herum. Kurz vor Mittag gab er 0,1 Prozent auf 11.985 Punkte ab. Der MDax gewann dagegen 0,3 Prozent auf 25.526 Zähler. Der TecDax stieg um 0,5 Prozent auf 2776 Stellen. Der EuroStoxx50 bewegte sich mit 3448 Punkten auf den Freitagstand.

Im Tagesverlauf berichten mit Goldman Sachs und der Citigroup die nächsten US-Großbanken über ihren Geschäftsverlauf der vergangenen drei Monate. Wegen der guten JP-Morgan-Zahlen vom Freitag setzten sich Deutsche Bank mit plus 1,9 Prozent an die Dax-Spitze. Commerzbank gewannen im MDax 2,3 Prozent.

11:14 Uhr

Russischer Aluriese investiert in den USA

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Der Aluminiumkonzern Rusal will sein Geschäft in den USA ausbauen. Wie das russische Unternehmen mitteilte, sollen 200 Millionen US-Dollar in ein Walzwerk in Kentucky investiert werden, das von einer Tochter von Braidy Industries betrieben wird. Hierdurch soll das größte neue Aluminiumwerk in den USA seit fast vier Jahrzehnten errichtet werden. Rusal würde durch die Transaktion 40 Prozent an der Braidy-Tochter übernehmen.

Das Werk, das Braidy Industries im kommenden Jahr in Ashland eröffnen will, ist das größte Projekt seit US-Präsident Donald Trump vor einem Jahr einen Einfuhrzoll von 10 Prozent auf Aluminium erhoben hat. Rusal soll für das neue Werk jährlich bis zu 200.000 Tonnen Aluminium liefern, wobei der überwiegende Teil aus einer in Sibirien im Bau befindlichen Aluminiumhütte kommen soll. Durch die auf zehn Jahre ausgelegte Vereinbarung würde Brady zum größten Kunden von Rusal und der russische Konzern würde eine bedeutende Stellung im US-Aluminiumwalzmarkt erhalten. Eigene Walzwerke betreibt Rusal in den USA nicht.

10:57 Uhr

Foxconn-Aufsichtsratschef Gou tritt zurück

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Terry Gou

(Foto: REUTERS)

Einer der bekanntesten Firmenmanager Asiens will Platz für Jüngere machen: Terry Gou, Gründer und Aufsichtsratschef des Apple-Zulieferers Foxconn, kündigte an, in den kommenden Monaten zurücktreten zu wollen. Der 69-Jährige begründete seine Entscheidung am Rande einer Veranstaltung in Taiwans Hauptstadt Taipeh damit, den Weg für jüngere Talente ebnen zu wollen, die in dem Unternehmen aufsteigen wollten.

Gou will Foxconn trotzdem verbunden verbleiben und weiterhin in strategische Entscheidungen eingebunden sein. Dies müsse er aber alles noch mit dem Aufsichtsrat besprechen. Die Foxconn-Aktie schloss am Montag mit einem Plus von 3,2 Prozent.

10:31 Uhr

Starke JP-Morgan-Zahlen beflügeln Bankaktien

Die starken Geschäftszahlen der US-Bank JP Morgan haben in Europa weiter für gute Laune gesorgt. Der Sektor legte um 0,9 Prozent zu. Auch die steilere Zinskurve wird als Stütze des Sektors genannt.

Gesucht waren vor allem Unicredit, Ubi Banca und BNP Paribas mit plus 2,6 Prozent. Credit Suisse und Intesa legten 1,6 Prozent zu. In Frankfurt überzeugten Deutsche Bank mit plus 1,3 Prozent und Commerzbank mit plus 2,0 Prozent.

10:14 Uhr

Türkei hat ein großes Arbeitslosenproblem

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Blick auf Istanbul.

(Foto: imago/BE&W)

Die wirtschaftlichen Probleme in seinem Land bringen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan immer mehr in Bedrängnis. Die Arbeitslosenquote in der Türkei ist im Januar auf ein Zehnjahreshoch gestiegen. Von 13,5 Prozent im Dezember kletterte sie auf 14,7 Prozent, was darauf hindeutet, dass ein sich verschärfender wirtschaftlicher Abschwung seinen Tribut auf dem Arbeitsmarkt des Landes fordert. Im Januar 2018 lag die Quote bei 10,8 Prozent.

Die Erwerbsquote zu Jahresbeginn 2019 betrug 52,2 Prozent, wobei es 27,16 Millionen Beschäftigte und 4,6 Millionen Arbeitslose gab, wie Daten des staatlichen Statistikamtes zeigen. Die türkische Wirtschaft war im vierten Quartal um 3 Prozent geschrumpft, da eine Währungskrise im vergangenen Sommer und eine straffe Geldpolitik den Konsum und die Investitionen belastet hatten.

09:55 Uhr

Puma wird technischer Partner von Spaniens Fußball-Ligen

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(Foto: picture alliance / Daniel Karman)

Der Sportartikelhersteller Puma hat einen langjährigen Vertrag mit den höchsten spanischen Fußball-Profiligen geschlossen. Dabei wird Puma offizieller technischer Partner und ab der Saison 2019/20 den offiziellen Spielball und andere Produkte für alle Spiele der wichtigsten Ligen des spanischen Fußballs bereitstellen - LaLiga Santander und LaLiga 1|2|3. LaLiga-Spiele erreichen nach Angaben des MDax-Konzerns jährlich 2,7 Milliarden Zuschauer in 183 Ländern und mehr als 80 Millionen Follower auf sozialen Medien. Damit ist LaLiga eine der größten Ligen der Welt.

Zu Beginn der LaLiga-Saison 2019/20 werden auch zwei neue Teams in Puma spielen - der FC Girona und der FC Valencia.

09:38 Uhr

Fulminantes Jumia-IPO beglückt Rocket-Internet-Anleger

Rocket Internet
Rocket Internet 24,76

Das Börsendebüt der afrikanischen Online-Plattform Jumia hat den Aktien von Rocket Internet Rückenwind gegeben. Die Titel des Startup-Investors kletterten um 4,5 Prozent auf 23,20 Euro und waren einer der gefragtesten Werte im Nebenwerteindex MDax. Jumia-Titel hatten am Freitag ihren ersten Handelstag an der Wall Street und schlossen 75 Prozent höher als ihr Ausgabepreis von 14,50 US-Dollar.

Die Rocket-Beteiligung schreibt zwar noch rote Zahlen, steigerte den Umsatz 2018 allerdings deutlich. Das Unternehmen setzt große Hoffnungen auf einen Online-Boom in Afrika.

09:26 Uhr

VW erwartet wieder mehr Absatz in China

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(Foto: picture alliance / Ole Spata/dpa)

Trotz der jüngsten Schwäche in China erwartet Volkswagen für das Gesamtjahr bei der gleichnamigen Marke im weltweiten Geschäft zumindest eine stabile Entwicklung. Der Absatz werde 2019 global auf dem Niveau des Vorjahres erwartet, vielleicht werde es sogar etwas Wachstum geben, sagte Markenvorstand Jürgen Stackmann am Rande der Autoshow in Shanghai.

2018 hatten die Wolfsburger 6,24 Millionen Fahrzeuge der Marke VW abgesetzt. Im ersten Quartal waren die Verkäufe im Reich der Mitte allerdings zurückgegangen. Stackmann erwartet aber, dass der Absatz durch Anreize der Regierung in Peking in der zweiten Jahreshälfte dort anziehen und im Gesamtjahr in der Volksrepublik dann wieder auf Vorjahreshöhe liegen werde.

09:14 Uhr

Dax hält die 12.000 - Daimler-Kurs geht runter

Der deutsche Aktienmarkt ist mit leichten Gewinnen in die verkürzte Handelswoche gestartet. Der Dax notierte 0,1 Prozent fester bei 12.008 Punkten. Der MDax stieg um 0,2 Prozent auf 25.522 Zähler, der TecDax um 0,1 Prozent auf 2765 Stellen.

Abwärts ging es mit der Daimler-Aktie, sie fiel um 0,9 Prozent. Grund sind erneut Berichte über unzulässige Abschalteinrichtungen der Abgasreinigung. Dieses Thema entwickle sich immer mehr zur "never ending story" und könnte das Sentiment belasten, hieß es im Handel. Mehr dazu lesen Sie hier.

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09:03 Uhr

Brüssel erwägt schärfere Regeln für Google und Co.

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager zieht einem Zeitungsbericht zufolge neue Mittel zur Kontrolle von Internetkonzernen wie Google, Facebook oder Amazon in Erwägung. Die EU müsse über radikalere Wege nachdenken, sagte Vestager der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Ziel müsse es sein, mit neuen Wettbewerbsregeln die marktbeherrschenden US-Unternehmen am dauerhaften Missbrauch ihrer Stellung und damit an der Kleinhaltung ihrer Konkurrenten zu hindern.

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09:02 Uhr

Positive Signale im Zollstreit treiben Asiens Märkte

Hoffnungen der Anleger auf eine Beilegung des Handelsstreits zwischen den USA und China haben die asiatischen Börsen in die Höhe getrieben. US-Finanzminister Steven Mnuchin signalisierte am Rande der IWF-Frühjahrestagung in Washington, dass die Verhandlungen mit China bald auf die Zielgerade gingen. Die USA sind Insidern zufolge offenbar dazu bereit, ihre Forderungen nach dem Abbau von Industrie-Subventionen abzuschwächen.

In Tokio legte der Nikkei um 1,4 Prozent auf 22.178 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix-Index stieg ebenfalls um 1,4 Prozent. Auch die Börsen in Shanghai und Shenzhen legten zu. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um ein halbes Prozent.

08:36 Uhr

Ölpreise sind auf dem Rückzug

Brent Rohöl
Brent Rohöl 62,17

Die Ölpreise sind zum Wochenauftakt leicht gesunken. Marktbeobachter sprachen von einer "Verschnaufpause" am Ölmarkt, nachdem die Preise in der ersten Monatshälfte kräftig gestiegen waren. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 71,34 US-Dollar. Das waren 21 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 33 Cent auf 63,56 Dollar.

Die Ölpreise konnten damit nicht von einer allgemein freundlichen Stimmung an den Finanzmärkten nach guten Konjunkturdaten aus China profitieren. Jüngste Daten zur Entwicklung der Förderanlagen in den USA belasteten die Ölpreise. Am Freitagabend hatte die US-Ausrüsterfirma Baker Hughes gemeldet, dass die Zahl der aktiven Bohrlöcher in der vergangenen Woche leicht gestiegen war. Die Zahl der Bohrlöcher erhöhte sich demnach um zwei auf 833.

08:08 Uhr

Dax soll fester in die Karwoche starten

Zu Beginn der neuen Handelswoche versucht der Dax, die 12.000-Punkte-Marke zurückzuerobern. Nach Berechnungen von Banken und Brokerhäusern wird der Leitindex etwas höher starten. Am Freitag hatte er mit 11.999 Zählern rund ein halbes Prozent im Plus geschlossen. Grund dafür war vor allem der Milliardengewinn der US-Großbank JP Morgan. Richtungsweisend für die Finanzwerte am Montag dürften die Ergebnisse der US-Großbanken Citigroup und Goldman Sachs sein, die im Tagesverlauf erwartet werden. Die Konjunkturagenda ist weitgehend leer. Aus den USA steht als Stimmungsindikator der New Yorker Empire State Index für April an.

Dax
Dax 12.227,85

Genau unter die Lupe nehmen dürften Investoren auch die Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und China. Die USA sind Insidern zufolge offenbar dazu bereit, ihre Forderungen nach dem Abbau von Industrie-Subventionen abzuschwächen. US-Finanzminister Steven Mnuchin hofft, in den Verhandlungen mit China bald auf die Zielgerade einzubiegen, wie er am Rande der IWF-Frühjahrestagung in Washington signalisierte.

07:42 Uhr

Schweizer Snack-Firma Selecta plant Börsengang

Selecta ist bekannt für Snackautomaten und europaweit Marktführer. Das Unternehmen könnte nun zum nächsten Neuzugang an der Schweizer Börse werden.

  • Der Finanzinvestor KKR bereite einen Börsengang der Schweizer Firma an der SIX vor, sagten mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. In den kommenden zwei Wochen fänden Analysten-Präsentationen statt, sodass die Transaktion im Mai angekündigt werden könnte.
  • Je nach Marktentwicklung sei aber auch möglich, dass dieser Schritt in den September verschoben werde. Mit der Transaktion sei Credit Suisse betraut worden.
  • Selecta kam im Geschäftsjahr 2018 auf einen Bruttoumsatz von 1,55 Milliarden Euro und ein bereinigtes operatives Ergebnis von 248 Millionen Euro. Einer der Personen zufolge dürften Aktien im Wert von rund einer Milliarde Franken zum Verkauf stehen. Den Gesamtwert der Firma bezifferte die Person auf rund drei Milliarden Franken.
06:47 Uhr

Asiens Börsen starten mit Plus in die Woche

Nikkei
Nikkei 21.155,11

Die Tokioter Börse ist zum Wochenbeginn mit einem Plus in den Handel gestartet. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,4 Prozent höher bei 22.178 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,5 Prozent und lag bei 1629 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 2 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 2,4 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,5 Prozent. Ein Euro wurde mit 1,1310 Dollar bewertet nach 1,1301 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 111,98 Yen gehandelt nach 112,00 Yen in den USA.