Montag, 15. Juni 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Dax wackelt durch den Tag - am Ende kleines Minus

imago82111087h.jpg

(Foto: imago/Photocase)

Erst ganz tief im Minus, dann eine fulminante Aufholjagd: Der Dax hat in der letzten Stunde seine Tagesverluste massiv abbauen können und ist für kurze Zeit sogar ins Plus gedreht. Fundamentale Gründe für die Erholung gab es eigentlich nicht, denn die Börsianer hatten am frühen Nachmittag sogar den viel besser als erwartet ausgefallenen Empire State Index weitgehend ignoriert.

In Frankfurt wurde vermutet, dass sich einzelne Anleger nach der scharfen Korrektur nun wieder an den Aktienkauf wagten. Oder sie folgten der Einschätzung von ThinkMarkets, demnach der Kursaufschwung mit der Hoffnung verbunden sei, dass eine zweite Infektionswelle nicht mehr den gleichen wirtschaftlichen Schaden wie die erste Welle anrichten wird? Egal, was der Grund war: Der Börsenhandel war, ist und bleibt auch in der nächsten Zeit aufgrund der Corona-Gemengelage äußerst volatil.

So verlor der Dax am Ende nur noch 0,3 Prozent auf 11.911 Punkte - sein Tagestief lag immerhin bei 11.598 Punkten. Der MDax verringerte sich um 0,2 Prozent auf 25.435 Zähler. Der TecDax stieg dagegen um 0,4 Prozent auf 3080 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,4 Prozent abwärts auf 3140 Punkte.

Fahrt nahmen zum Schluss einige Autowerte auf. So gewannen Continental 1,7 Prozent und VW 1,8 Prozent. Dagegen fuhren Daimler (minus 1,0 Prozent) und BMW (minus 0,4 Prozent) hinterher. An der Dax-Spitze notierten Wirecard mit plus 6,8 Prozent. Die Aktie des Zahlungsdienstleisters ist auch für das TecDax-Plus verantwortlich. Schlecht lief es heute für Lufthansa mit minus 3,0 Prozent.

17:14 Uhr

Ikea kommt gut durch Corona - Rückzahlung der Hilfen

Das Logo vom Einrichtungskonzern IKEA an einer Halle. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

(Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild)

Der schwedische Möbelriese Ikea will einer Reihe von Ländern die in der Corona-Krise bewilligten Hilfen zurückzahlen. Man befinde sich mit mehreren Regierungen in Gesprächen darüber, die Mittel zurückzugeben, die man zu Hochzeiten der Coronavirus-Pandemie als Unterstützung bei der Lohnfortzahlung erhalten habe, teilte der Ikea-Mutterkonzern Ingka mit. Summen nannte der Konzern nicht.

Ikea hatte während der Corona-Krise in mehreren Ländern seine Läden schließen müssen und befürchtete massive Geschäftseinbußen, die jedoch letztlich moderater ausfielen als zunächst angenommen. Während die Pandemie nun in eine neue Phase eintrete, sind fast 90 Prozent der von Ingka betriebenen Ikea-Warenhäuser wieder geöffnet.

16:54 Uhr

Euro gewinnt etwas an Härte

Der Eurokurs hat heute in einem über weite Strecken richtungslosen Handel moderat zugelegt. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1275 US-Dollar und damit etwas mehr als im frühen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1253 (Freitag: 1,1304) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8887 (0,8846) Euro.

Unterstützung erhielt der Euro zum Wochenstart durch den am Nachmittag schwächelnden Dollar. Beobachter nannten als Grund die etwas weniger trübe Stimmung an den Aktienmärkten. Der Dollar als sicherer Anlagehafen war daher etwas weniger gefragt.

16:29 Uhr

Angst vor der zweiten Corona-Welle erreicht die Börse

Die Nervosität ist zurück an der Börse. Ist das schon der Beginn einer nachhaltigen Korrektur? Und wie groß sollten jetzt die Sicherheitspuffer sein, die sich zum Beispiel bei Discountzertifikaten einbauen lassen? Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Metin Simsek von der UBS.

16:04 Uhr

US-Konzernchef wegen Preisabsprachen beurlaubt

Wieder eine Personalie, diesmal ganz unangenehmer Art: Der Chef von Pilgrim's Pride, Jayson Penn, geht in den Zwangsurlaub. In dieser Zeit will er sich mit der juristischen Verteidigung in einem Verfahren um Preisabsprachen vorbereiten. Penn und drei weitere Spitzenmanager seien kürzlich angeklagt worden, Preisabsprachen bei Hühnerfleisch im Verkauf an Restaurants getroffen zu haben.

Der Fleischproduzent bekannte sich in einer Stellungnahme zum freien Wettbewerb, der Lieferanten und Verbraucher nutze. Finanzchef Fabio Sandri wird als Interimspräsident und CEO fungieren. Mit dem Aktienkurs von Pilgrim's Pride  ging es moderat nach unten.

15:41 Uhr

Schwacher Start an der Wall Street - Dax bleibt rot

imago98627298h.jpg

(Foto: imago images/Pacific Press Agency)

Auch der viel besser als erwartet ausgefallene Empire State Index hilft nicht: Die US-Börsen sind tiefrot in die Woche gestartet. Der Dow Jones verringerte sich um 2,2 Prozent auf 25.018 Punkte. Der marktbreite S&P-500 sackte um 1,7 Prozent auf 2991 Stellen ab.

Das wirkte sich auch negativ auf das deutsche Börsengeschehen aus. Der Dax fiel am Nachmittag um 1,2 Prozent auf 11.805 Punkte. Auch MDax und TecDax notierten klar im Minus.

15:15 Uhr

"Sehr schlechtes zweites Quartal": VW baut bereits vor

VW Vorzüge
VW Vorzüge 136,26

Quo vadis, Volkswagen? Der Autobauer hofft trotz des Verkaufseinbruchs und weiterer Belastungen  weiter auf ein positives operatives Ergebnis im Gesamtjahr. Während der Konzern im Auftaktquartal noch einen Betriebsgewinn verzeichnet habe, sorge die Corona-Krise absehbar für ein "sehr schlechtes zweites Quartal", sagte Finanzchef Frank Witter dem internen Executive-Newsletter "Volkswagen Management Info".

Dennoch gebe es Hoffnung für das zweite Halbjahr. Ziel sei es, am Jahresende insgesamt ein positives operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen zu erreichen.

14:50 Uhr

New Yorker Hammer: Empire State Index fast bei Wachstum

Eine faustdicke Überraschung gibt es aus den USA zu vermelden: Die Geschäftsaktivität des verarbeitenden Gewerbes im Großraum New York ist im Juni viel stärker gestiegen als erwartet. Der von der New Yorker Fed ermittelte Empire State Index für die Geschäftstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe des Distrikts erhöhte sich auf minus 0,2. Damit erreicht der Index fast die Wachstumsschwelle. Volkswirte hatten lediglich einen Anstieg auf minus 32,5 prognostiziert. Im Vormonat hatte der Index bei minus 48,5 gelegen.

Der Index gewährt einen guten Einblick in die Lagebeurteilungen sowie die Erwartungen auf sechs Monate der Hersteller in New York.

AP_20103217759135.jpg

(Foto: AP)

14:27 Uhr

Schweden und Dänen helfen SAS - Aktienkurs steigt stark an

Rettungsanker für SAS: Die skandinavische Fluggesellschaft kommt bei ihrer geplanten Rekapitalisierung einen Schritt voran. Die Regierungen Schwedens und Dänemarks haben dem Konzern Unterstützung zugesagt. Die SAS-Aktie reagierte auf die Neuigkeit mit einem Plus von 6 Prozent.

Schweden will die Airline mit bis zu 5 Milliarden schwedischen Kronen, umgerechnet 475 Millionen Euro, unterstützen. Der Vorschlag muss noch vom Parlament genehmigt werden. Die dänische Regierung hat "politische Einigkeit" für eine Rekapitalisierung der SAS signalisiert. Das Unternehmen schätzt den neuen Finanzierungsbedarf auf etwa 12,5 Milliarden Kronen.

SAS
SAS ,73

14:03 Uhr

Kurs von US-Pharmakonzern steigt - Israel will Corona-Impfstoff

Die Aktie des US-Impfstoffentwicklers Moderna hat im vorbörslichen US-Handel rund 6 Prozent zugelegt. Grund ist, dass Israel derzeit mit dem Unternehmen über Lieferungen seines Coronavirus-Impfstoffs verhandelt.

Moderna will ab Juli seinen Impfstoff-Kandidaten an 30.000 Freiwilligen in einer Studie der späten Phase testen.

13:39 Uhr

Europas Außenhandel bricht massiv ein

Der europäische Außenhandel kocht wegen der Corona-Krise nur auf Sparflamme. In der Eurozone sackte der saisonbereinigte Handelsüberschuss mit dem Rest der Welt im April von 25,5 Milliarden Euro im Vormonat auf nur noch 1,2 Milliarden Euro. Das ist der niedrigste Stand seit Oktober 2011. Die Ausfuhren brachen um 24,5 Prozent ein, die Einfuhren verringerten sich ebenfalls stark um 13,0 Prozent.

In der gesamten Europäischen Union fiel die Entwicklung ähnlich aus. Dort ergab sich unter dem Strich sogar ein Defizit im Außenhandel von 1,3 Milliarden Euro. Die Exporte sanken um 23,1 Prozent, die Importe gingen um 9,9 Prozent zurück. Es mussten fast alle Staaten teils drastische Einbrüche auf der Ausfuhrseite und bei den Einfuhren hinnehmen. In Deutschland gingen die Ausfuhren von März auf April um knapp ein Viertel zurück, während die Einfuhren um knapp 5 Prozent sanken.

5d55c01d751ac5d4ea96e0b8aa357899.jpg

(Foto: dpa)

13:26 Uhr

Russwurm soll neuer BDI-Chef werden

130390326.jpg

Siegfried Russwurm gemeinsam mit Thyssenkrupp-Vorstandschefin Martina Merz.

(Foto: picture alliance/dpa)

Hier eine wichtige Personalie: Der Aufsichtsratschef von Thyssenkrupp, Siegfried Russwurm, soll neuer Cheflobbyist der deutschen Industrie werden. BDI-Präsident Dieter Kempf schlug den 56-Jährigen als seinen Nachfolger an der Spitze des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) vor. Der frühere Siemens-Manager solle am 30. November gewählt werden.

Russwurm habe die Expertise, "ist ein exzellenter Kenner sowohl großer als auch mittelständischer Industrieunternehmen und bringt langjährige unternehmerische sowie verbandspolitische Erfahrung mit", sagte Kempf, dessen zweite Amtszeit Ende 2020 planmäßig endet.

12:54 Uhr

Wall-Street-Vorzeichen stehen nicht gut

748c713f9a8a4dcbf785783fa4520da2.jpg

(Foto: REUTERS)

Negative Signale kommen aus New York: Die zunehmenden Sorgen vor einer zweiten globalen Corona-Infektionswelle dürften auch die Wall Street kräftig ins Minus drücken. Denn damit dürften sich die bestehenden negativen Auswirkungen auf die Weltkonjunktur nochmals verstärken. Der Future auf den S&P-500 gab um 1,7 Prozent nach.

Für einen Impuls könnten die anstehenden US-Konjunkturdaten sorgen. So wird eine Stunde vor Handelsstart der Empire State Manufacturing Index für Juni veröffentlicht. Hier wird mit einer leichten Erholung auf minus 35,0 nach zuvor minus 48,5 gerechnet.

12:32 Uhr

H&M ist stark virusgeschädigt - Umsatz geht in den Keller

8ec344ff14879cf8b14bcdf5aeb5c2eb.jpg

(Foto: dpa)

Das Coronavirus hat auch H&M fest im Griff. Der schwedische Modekonzern verbuchte einen Umsatzeinbruch. Die Erlöse sanken im Zeitraum März bis Mai um 50 Prozent auf 28,7 Milliarden Kronen (2,8 Milliarden Euro). Analysten hatten mit einem noch höheren Rückgang auf 27,5 Milliarden Kronen gerechnet.

Inzwischen wurden die Filialen schrittweise wieder eröffnet. Gleichwohl ist die Nachfrage noch rückläufig. H&M teilte mit, die Verkäufe in lokaler Währung seien in den ersten 13 Tagen im Juni um 30 Prozent geschrumpft.

12:07 Uhr

Halbierung der Arbeitsstunden bei den Autobauern

123711771.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Dank der Kurzarbeit ist die Beschäftigung in der deutschen Industrie zuletzt nur leicht gesunken. Die Arbeitszeit brach allerdings ein - vor allem bei den Autobauern, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Den stärksten Rückgang bei den geleisteten Arbeitsstunden im April gab es aufgrund von Produktionsunterbrechungen bei der Herstellung von Autos und Autoteilen mit 49 Prozent. In der gesamten Industrie sank die Zahl der Arbeitsstunden wegen der Corona-Krise binnen Jahresfrist um fast 17 Prozent. Ein Miniplus von 0,3 Prozent verzeichnete einzig die Chemiebranche.

11:46 Uhr

Dax verringert Verlust - Reisewerte schwach

Tui
Tui 4,33

Die europäischen Börsen haben sich am späten Vormittag an einer Bodenbildung versucht. Auch in Frankfurt kam es zu einem teilweisen Abbau der Verluste. Der Dax notierte nur noch 1,4 Prozent tiefer bei 11.785 Punkten. Der EuroStoxx50 gab um 1,9 Prozent auf 3094 Stellen nach.

Als besonders sensibel erwiesen sich die Reisewerte. Solange diese weiter fielen, sei auch der Glaube an eine Wirtschaftserholung nicht gefestigt, sagte ein Händler. Der Reisesektor im EuroStoxx600 ist noch immer zweitschwächster Sektor mit 2,6 Minus und einem neuen Zwei-Wochentief. Tui gaben um 4,8 Prozent nach, Carnival verbilligten sich um 5,6 Prozent.

11:23 Uhr

Die V-Erholung können wir wohl vergessen

130664482.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Es wird wohl nichts mit der schnellen Erholung: Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums wird sich die deutsche Wirtschaft nur langsam aus der Rezession befreien.

  • "Ab Mai setzt mit der schrittweisen Lockerung der Corona-bedingten Einschränkungen die wirtschaftliche Erholung ein", betonte das Ministerium in seinem Monatsbericht.
  • "Der weitere Erholungsprozess im zweiten Halbjahr und auch danach wird schleppend erfolgen und sich länger hinziehen."

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde im zweiten Quartal "noch einmal sehr viel stärker zurückgehen" als im ersten Vierteljahr, als es mit minus 2,2 Prozent den zweitgrößten Rückgang seit der Wiedervereinigung gab.

11:05 Uhr

Ölpreise vergrößern ihre Verluste

Die Ölpreise haben sich am Vormittag weiter unter massivem Druck befunden. An den Märkten herrschte Angst vor einer zweiten Corona-Infektionswelle. Ein Barrel (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent verbilligte sich um 3,4 Prozent auf 37,41 Dollar, leichtes US-Öl der Sorte WTI kostete mit 34,51 Dollar 4,8 Prozent weniger. Für Unruhe am Rohstoffmarkt sorgten neue Infektionen in China, Japan und den USA.

Einem Analysten zufolge ist "die Erholung der Ölnachfrage bereits jetzt ein langwieriger Prozess". Eine neue Welle von Corona-Fällen lasse Befürchtungen aufkommen, dass eine Erholung der Nachfrage noch länger dauern könnte.

10:41 Uhr

Die Börse legt vor - aber kommt die Wirtschaft auch nach?

Die Börse legt vor - aber kommt die Wirtschaft auch nach? Wie groß ist die Gefahr eines neuerlichen Kurseinbruchs, wenn die Unternehmen nicht bald schon wieder auf die Beine kommen? Ist Gold wirklich noch eine Alternative für Anleger und wird der Ölpreis weiter auf niedrigem Niveau bleiben? Friedhelm Tilgen diskutiert mit Kemal Bagci von der BNP Paribas und Eugen Weinberg von der Commerzbank darüber, ob die Kursrally wirklich gerechtfertigt war.

10:21 Uhr

BP steht vor einer riesigen Abschreibung

Tiefe Sorgenfalten bei BP: Der Ölriese erwartet auch wegen der Coronavirus-Pandemie für das zweite Quartal Abschreibungen in Höhe von 13 Milliarden bis 17,5 Milliarden US-Dollar. Hauptgrund ist eine neue Einschätzung für die zukünftige Ölpreisentwicklung, wie der Konzern in London mitteilte. Zudem sei auch von einer schwächeren Entwicklung der Ölnachfrage auszugehen, da die Weltwirtschaft wohl länger anhaltend unter der Coronavirus-Pandemie leiden werde.

Vergangene Woche hatte BP bereits angekündigt, weltweit 10.000 Stellen zu streichen. Die Stellenkürzungen sollen ausschließlich in der Verwaltung vorgenommen werden, hieß es. Weltweit hat der Konzern 70.000 Mitarbeiter.

BP
BP 309,51

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:04 Uhr

Condor streicht bis zu 25 Prozent der Arbeitsplätze

In Sachen Urlaubsreisen geht es für die Deutschen Schritt für Schritt Richtung Normalität. Die Luftfahrtbranche ist jedoch noch lange nicht dort, wo sie vor der Krise war. Erst vor Kurzem wird bekannt, dass Tuifly Job- und Standortstreichungen plant. Jetzt erwischt es auch den Ferienflieger Condor.

09:46 Uhr

Corona-sensible Aktien geraten ins Trudeln

128834465.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

An der Frankfurter Börse sind vor allem solche Titel unter Druck geraten, die als besonders Corona-sensibel gelten. So büßten im Dax  Lufthansa 3,7 Prozent ein. Das Papier des Triebwerkherstellers MTU verbilligte sich um 2,8 Prozent. Auch die Aktien der Autohersteller und deren Zulieferer wurden angesichts der Neuinfektionen in China verkauft: VW verloren 2,0 Prozent, Daimler 2,7 Prozent und BMW 2,7 Prozent. Infineon sackten um 2,8 Prozent ab.

Im MDax hielten sich Hugo Boss mit minus 0,7 Prozent vergleichsweise gut. Händler werteten es positiv, dass der britische Sportmodeanbieter Frasers Group beim Metzinger Modeunternehmen eingestiegen ist.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:25 Uhr

Mehr Commerzbank-Filialschließungen als bislang geplant?

Muss die Commerzbank noch kräftiger sparen? Die Gewerkschaft Verdi warnt bereits vor einem größeren Job- und Filialabbau bei dem MDax-Unternehmen.

  • "Es wird deutlich mehr Filialschließungen und mehr Arbeitsplatzverluste geben als bisher angekündigt", sagte Verdi-Vertreter und Commerzbank-Aufsichtsratsmitglied Stefan Wittmann gegenüber Reuters.
  • "Die Belegschaft ist sehr unruhig und verunsichert."

Wittmann verurteilte zudem den Vorstoß von Commerzbank-Großinvestor Cerberus. Dessen Vorgehen sei "unhöflich und unangemessen".

09:09 Uhr

Leid- statt Leitindex: Dax startet mit starkem Corona-Husten

Gruseliger Start in die neue Handelswoche: Der deutsche Aktienmarkt hat in den ersten Handelsminuten massive Abschläge verzeichnet. Der Dax fiel um 2,6 Prozent auf 11.638 Punkte. Der MDax gab um 2,3 Prozent auf 24.917 Zähler nach. Der TecDax verringerte sich um 2,0 Prozent auf 3008 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 2,3 Prozent auf 3080 Punkte abwärts.

Alle Dax-Werte verbilligten sich. Am Ende notierten Deutsche Bank und Lufthansa mit Abschlägen von je 4,3 Prozent.

Dax
Dax 12.479,05

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:01 Uhr

Asien-Börsen schmieren ab

Nikkei
Nikkei 22.145,96

Die Angst vor einer zweiten Corona-Infektionswelle hat zum Wochenanfang die Aktienmärkte in Asien aus dem Tritt gebracht. Für Verunsicherung sorgten Dutzende neuer Fälle in Peking, die alle mit einem Lebensmittelgroßmarkt in Zusammenhang gebracht werden. Auch der Anstieg der Fallzahlen in den USA beunruhigte die Anleger. Die US-Seuchenbehörde hatte zuletzt mehr als 25.000 Neuinfektionen gemeldet. Auf die Kauflaune drückte zudem, dass Chinas Industrie nach den Corona-Beschränkungen die Produktion im Mai schwächer steigerte als erwartet.

In Tokio gab der Nikkei 3,5 Prozent auf 21.531 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 2,5 Prozent. Die Börse in Shanghai notierte 0,6 Prozent schwächer. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen büßte 0,8 Prozent ein. In Hongkong lag der Index 2,2 Prozent tiefer. In Südkorea ging es sogar knapp 5 Prozent nach unten.

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:43 Uhr

Trübe Konjunktur und Corona in China: Ölpreise fallen deutlich

Es scheint wieder ein Montag der Minuszeichen zu werden, denn auch die Ölpreise haben sich kräftig nach unten bewegt. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete im frühen Handel 37,41 US-Dollar, das waren 1,32 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 1,73 Dollar auf 34,53 Dollar.

Experten begründeten die Verluste mit neu aufgeflammten Konjunktursorgen. Bereits am Donnerstag waren die Ölpreise auf Talfahrt gegangen, nachdem die US-Notenbank Fed einen düsteren Ausblick für die größte Volkswirtschaft der Welt geliefert hatte. Zu Wochenbeginn vergrößerten schlechte Nachrichten aus China die Nachfragesorgen, die in den vergangenen Wochen etwas in den Hintergrund gerückt waren. Nachdem in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt über viele Wochen kaum noch neue Covid-19-Erkrankungen gemeldet worden waren, war es vergangene Woche auf einem Großmarkt der chinesischen Hauptstadt zu einem neuen Ausbruch gekommen.

08:27 Uhr

Chinas Industrie wächst langsamer als erwartet

In China geht es wirtschaftlich aufwärts, aber … Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt kommt nur schwer wieder in Gang. Die Industrie steigerte ihre Produktion im Mai langsamer als erwartet, während der Einzelhandel erneut sinkende Umsätze meldete und auch die Investitionen schrumpften. Es gebe immer noch einige Schwierigkeiten und Unsicherheiten, fasste das Statistikamt in Peking die Entwicklung der Konjunktur im Reich der Mitte zusammen.

Die Industrie fuhr ihre Produktion im Mai um 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat hoch. Das war der zweite Anstieg in Folge und das größte Plus seit Dezember 2019. Allerdings hatten Analysten mit einem deutlicheren Wachstum von 5,0 Prozent gerechnet.

08:15 Uhr

Dax wird mit tiefrotem Start erwartet

Corona-Crash.jpg

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Zeichen stehen auf Rot: Der deutsche Aktienmarkt wird deutlich tiefer in die neue Woche starten. Der Dax notierte vorbörslich 2,7 Prozent bei 11.632 Punkten. Am Freitag hatte der Leitindex bei 11.949 Zählern geschlossen. Schlechte Vorgaben kommen aus Asien, dort zeigten die Kurse kräftig nach unten.

Börsianer diskutieren weiterhin die Frage, ob die Aktienmärkte ihre seit März andauernde Rally fortsetzen werden oder sich wieder in Richtung ihrer damaligen Tiefs bewegen. Eine V-förmige Erholung der Konjunktur von den Coronavirus-Folgen sei zwar unwahrscheinlich, aber nicht völlig unrealistisch, sagte Ewout van Schaick, Manager beim Vermögensverwalter NN Investment.

  • "Es deutet jedoch darauf hin, dass der Aktienmarkt für einen Einbruch anfällig ist, sollten die Nachrichten das positive Szenario nicht bestätigen."
07:52 Uhr

Flughafen Frankfurt meldet 95,6 Prozent weniger Passagiere

Die Corona-Pandemie hat am Frankfurter Flughafen auch im Mai für einen Passagiereinbruch gesorgt. Wie die Betreibergesellschaft Fraport mitteilt, wurde der Airport von 272.826 Passagieren genutzt, das war ein Rückgang von 95,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

  • Für die ersten fünf Monate ergibt sich damit ein Rückgang des Passagieraufkommens um 57,2 Prozent auf 11,58 Millionen.
  • Auch die internationalen Standorte des Fraport-Konzerns waren im Mai stark von der Pandemie betroffen. Das Passagieraufkommen sank je nach Standort um 89,5 bis 99,9 Prozent.
  • Das Frachtaufkommen sank im Mai um 13,6 Prozent auf 160.502 Tonnen.
Fraport
Fraport 39,94

07:20 Uhr

Keine Corona-Bedenken mehr: VW öffnet Mexiko-Werk

Volkswagen und seine Tochter Audi wollen am Dienstag mit den Vorbereitungen zur Wiedereröffnung nach dem Produktionsstopp infolge des Coronavirus-Ausbruchs in Mexiko beginnen. Die Arbeiter würden in das Werk in Puebla zurückkehren, um "die Vorbereitung und Ausbildung für einem schrittweisen Start weiter voranzutreiben", wie das Unternehmen mitteilte. VW hatte vergangene Woche noch erklärt, er sei wegen Bedenken bezüglich des Coronavirus-Ausbruchs nicht bereit, die Produktion an dem Standort wieder hochzufahren. Mexiko hat offiziellen Angaben zufolge mehr als 17.000 Todesfälle infolge von Covid-19 registriert.

VW Stämme
VW Stämme 145,20

06:24 Uhr

Angst vor zweiter Virus-Welle stoppt Asien-Rally

Die asiatischen Märkte sind zum Start in die neue Woche aus Angst vor einer zweiten Infektionswelle in China ins Stolpern geraten. Die Verluste beendeten eine starke Rally, die seit Ende März andauerte und durch fiskalische Impulse und Lockerungen der Beschränkungen angeheizt worden war. "Jeder neue Ausbruch wird von den Anlegern sehr, sehr vorsichtig betrachtet. Der Markt ist sich bewusst, dass die Covid-19-Frage noch nicht gelöst ist. Es ist ein Realitätscheck", sagte James McGlew, Analyst beim Börsenmakler Argonaut. Er erwartet eine weitere Korrektur, da "die Märkte in Zahlen ausdrücken, was vor uns liegt."

  • Die Risikostimmung an den Asia-Börsen hatte einen Dämpfer erhalten, nachdem Peking in den letzten Tagen Dutzende neuer Coronavirus-Fälle registriert hatte, die alle in Zusammenhang mit einem Lebensmittelgroßhandelsmarkt gebracht werden.
  • Auch der Anstieg der Fallzahlen in den USA beunruhigt die Anleger: Am Samstag wurden mehr als 25.000 Neuinfektionen gemeldet.
  • Der japanische Nikkei-Index liegt derzeit 1,1 Prozent tiefer. Der chinesische Shanghai Composite verlor 0,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,9 Prozent.