Montag, 16. März 2020Der Börsen-Tag

18:27 Uhr

Dax bricht ein

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REUTERS

Am deutschen Aktienmarkt kennen die Kurse derzeit nur eine Richtung: abwärts. Die Lage rund um das Coronavirus verschärft sich weiter. Nachdem der Leitindex Dax in der Spitze um fast 11 Prozent auf den tiefsten Stand seit 2013 eingebrochen war, setzte am Nachmittag zwar eine Gegenbewegung ein. Dennoch schließt der Markt tiefrot. Zum Handelsende geht es für den Dax um 5,3 Prozent auf 8742 Punkte nach unten.

16:50 Uhr

US-Börsenaufsicht: Wall Street sollte offen bleiben

Die US-Börsen sollten nach Ansicht der Börsenaufsicht SEC trotz des dramatischen Kursverfalls an den Aktienmärkten offen bleiben. "Die Märkte sollten auch in Zeiten wie diesen weiter funktionieren", sagte SEC-Chef Jay Clayton dem Fernsehsender CNBC. Zuvor waren Spekulationen laut geworden, die US-Regierung könnte wegen der Börsenturbulenzen und der stark fallenden Aktienkurse die Börsen schließen.

In den vergangenen Tagen wurde der Handel an der Wall Street wegen der hohen Kursverluste mehrfach kurzfristig ausgesetzt. Nach dem Auslösen dieser sogenannten "circuit breaker" vergangene Woche sei der Handel wieder in geordneter Weise aufgenommen worden, sagte Clayton. Die Börsenaufsicht beobachte die Finanzmärkte genau und arbeite mit den Börsen und Infrastrukturanbietern zusammen, um deren Funktionsfähigkeit sicherzustellen.

15:56 Uhr

Europäische Investitionsbank kann bis zu 40 Milliarden Euro lockermachen

Die Europäische Investitionsbank (EIB) kann Mittelständlern in der Viruskrise 28 bis 40 Milliarden Euro an Soforthilfen zur Verfügung stellen. Das geht aus einem Brief von EIB-Präsident Werner Hoyer an die EU-Finanzminister hervor, den Reuters einsehen konnte.

15:13 Uhr

An der Wall Street ist die Panik zurück

An den US-Börsen stürzen die Kurse zum Start der neuen Woche ab. Die überraschende Zinssenkung der US-Notenbank Fed vom Sonntag schürt eher Ängste, als dass sie die Anleger beruhigt. Dazu gesellt sich ein verheerend schlecht ausgefallener Empire State Manufacturing Index. Gleich zum Start stürzte der Dow-Jones-Index um 9,7 Prozent ab. Der S&P-500 verlor 8,1 Prozent, worauf nach den Regeln des "Level-1-Circuit-Breaker" der Handel für 15 Minuten unterbrochen wurde.

Nach der Wiederaufnahme des Handels weiten sich die Verluste aus. Der Dow-Jones-Index bricht um 11,8 Prozent ein auf 20.439 Punkte, der S&P-500 sackt um 11 Prozent ab, und der Nasdaq-Composite um 11,6 Prozent. Damit gehen sämtliche knapp 10-prozentigen Gewinne wieder verloren, die die US-Indizes in einer spektakulären Schlussrally am Freitag eingefahren hatten.

14:47 Uhr

Versicherer weltweit auf Talfahrt

Die Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie brockt Versicherern einen erneuten Kursrutsch ein. Der europäische Branchenindex fällt um fast 14 Prozent. Das ist der zweitgrößte Kursrutsch seiner Geschichte. US-Versicherer wie AIG und MetLife büßen vorbörslich jeweils etwa 15 Prozent ein. Der Branche drohen hohe Zahlungen aus Kredit- und Handelsversicherungen. Außerdem brechen ihnen die Erträge aus Geldanlagen weg.

14:06 Uhr

Meyer über den Corona-Crash: "Angstbarometer steht auf Rekordhoch"

Die Corona-Krise versetzt die Märkte in Panik. "Ich stehe hier seit 20 Jahren, sowas habe ich noch nicht erlebt", sagt Frank Meyer. Der erfahrene ntv-Börsenreporter berichtet aus Frankfurt über die Ausnahmesituation auf dem Parkett.

13:14 Uhr

Drägerwerk schießen wieder in die Höhe

Drägerwerk
Drägerwerk 71,90

Auch am Mittag befinden sich die Kurse im freien Fall. Aber es gibt auch Gewinner. Dräger haussieren mit Aufschlägen von 46,5 Prozent. Das Medizintechnikunternehmen hatte am Freitagnachmittag von der Bundesregierung einen Großauftrag zur Lieferung von 10.000 Beatmungsgeräten erhalten. Dazu müssen die Produktionskapazitäten in Lübeck nach Unternehmensangaben erheblich ausgeweitet werden. "Wo hört man denn so was noch in diesen Tagen?", kommentiert ein Händler, der mit weiteren Gewinnen rechnet.

12:59 Uhr

Berater befürchten Pleitewelle in der Luftfahrt

Die Coronavirus-Krise wird nach Einschätzung von Branchenexperten zu einer riesigen Pleitewelle in der internationalen Luftverkehrswirtschaft führen. Ende Mai dürften die meisten Airlines der Welt zahlungsunfähig sein, schreibt die Beratungsgesellschaft Capa. Die Folgen des neuartigen Coronavirus und die vielfältigen Reiseeinschränkungen durch die nationalen Regierungen hätten bereits jetzt zahlreiche Gesellschaften in die technische Insolvenz getrieben.

Die Barreserven schmelzen angesichts der Flottenstilllegungen und nur noch weniger als halbvollen Flüge, hieß es. Jede neue Reisebeschränkung trockne die Nachfrage weiter aus und Normalisierung sei nicht in Sicht. Das Zentrum für Luftfahrt Capa kritisierte das unkoordinierte Vorgehen der nationalen Regierungen. So habe es US-Präsident Donald Trump beispielsweise unterlassen, die europäischen Regierungen vorab über das faktische Landeverbot für EU-Gesellschaften in den USA zu unterrichten.

Überleben werden nach Einschätzung der Analysten die großen Gesellschaften, die auf Unterstützung ihrer Heimatstaaten rechnen können. Neben den großen Anbietern aus China und den USA dürften das einige wenige Gesellschaften aus Europa sowie die Airlines vom arabischen Golf sein. Für viele private Anbieter sehe es deutlich schlechter aus.

12:16 Uhr

Ryanair streicht Großteil der Flüge

Ryanair
Ryanair 11,42

Europas größter Billigflieger Ryanair streicht wegen der Coronavirus-Krise sein Flugprogramm um bis zu 80 Prozent zusammen. Unternehmenschef Michael O'Leary will den Herausforderungen aber trotzen und die Fluggesellschaft heil durch die Turbulenzen steuern. "Ryanair ist ein belastbarer Airline-Konzern mit einer starken Bilanz und erheblichen Barreserven", sagte der Manager laut Mitteilung. "Wir können und werden durch angemessenes und zeitiges Handeln auch eine längere Zeit mit weniger oder sogar gar keinen Flügen überstehen."

In den Monaten April und Mai wird Ryanair das Flugangebot voraussichtlich um bis zu 80 Prozent zurückfahren. Binnen der nächsten sieben bis zehn Tage werde es aber dazu kommen, dass der Großteil der Flotte in Europa nicht mehr abheben kann. Bis dahin will Ryanair die geplanten Flüge noch so weit wie erlaubt durchführen, um Kunden zurück in ihre Heimat zu bringen. Einige Länder hätten internationale Flüge jedoch untersagt. Zu Ryanair gehören auch die österreichische Airline Lauda und die polnische Fluglinie Buzz.

12:08 Uhr

Touristikwerte brechen so stark ein wie nie zuvor

Tui
Tui 2,97

Am Aktienmarkt kamen wegen der internationalen Reisebeschränkungen erneut die Touristikwerte unter die Räder. Der europäische Branchenindex bricht um mehr als 16 Prozent ein, so stark wie nie zuvor.

Die in London notierten Titel von TUI stürzten sogar um 40 Prozent auf ein Fünf-Jahres-Tief von 218 Pence ab. Der Reisekonzern mit Sitz in Hannover beantragte wegen wegbrechender Buchungen Staatshilfe.

Die Aktien von Lufthansa, Air France-KLM und die British Airways-Mutter IAG sowie den Billig-Fliegern Ryanair und EasyJet fielen um bis zu 30 Prozent. Die Bundesregierung will gegen Mittag mit Branchenvertretern die Lage der Luftfahrtindustrie in Zeiten von Corona erörtern.

Auch Finanzwerte wurden aus den Depots der Anleger geworfen. Der europäische Bankenindex notierte so niedrig wie zuletzt vor 32 Jahren. Die Geldhäuser leiden unter der Aussicht auf langfristig niedrige Zinsen, die die Margen im klassischen Kreditgeschäft belasten.

11:36 Uhr

Dollar auf Talfahrt - Gold profitiert nur kurz

US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,86

Die drastische US-Zinssenkung setzte der Währung des Landes zu. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, büßte 1,3 Prozent ein und steuerte auf den größten Tagesverlust seit dreieinhalb Jahren zu. Der Euro verteuerte sich im Gegenzug um 0,8 Prozent auf 1,1194 Dollar. Gefragt blieb auch die als sichere Anlage geltende Schweizer Währung. Dies drückte den Dollar 0,7 Prozent ins Minus auf 0,9425 Franken.

Die "Antikrisen-Währung" Gold konnte ihre Anfangsgewinne dagegen nicht halten und verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 1525,35 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Offenbar müssten weitere Anleger das Edelmetall verkaufen, um Verluste in anderen Bereichen auszugleichen, sagten Börsianer.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 41,79

Am Rohölmarkt drückte neben der Rezessionsangst auch der Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland auf die Kurse. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 7,7 Prozent auf 31,24 Dollar je Barrel (159 Liter). Dadurch werde die Lage vor allem für US-Schieferölförderer kritisch, warnte Analyst Jeffrey Halley vom Brokerhaus Oanda.

Die Regierung werde wohl eher früher als später ein Rettungsprogramm für die hoch verschuldete Branche auflegen müssen. Wegen des technisch aufwendigen Fracking-Verfahrens arbeiten diese Firmen Experten zufolge erst ab einem Ölpreis von 45 bis 50 Dollar profitabel.

11:19 Uhr

Erneute Panikverkäufe an den Börsen

Die zusätzlichen Zinssenkungen und Geldspritzen großer Notenbanken halten den Ausverkauf an den Börsen nicht auf. "Die geldpolitischen Maßnahmen, so wirkungsvoll sie auch immer sein werden, schüren in einem ersten Schritt mehr Panik als dass sie zur Beruhigung beitragen", sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. "Eine gefährliche Abwärtsspirale hat sich in Gang gesetzt."

Wegen der Furcht vor einer weltweiten Rezession durch die Coronavirus-Pandemie fiel der Dax am Morgen um knapp neun Prozent auf ein Fünfeinhalb-Jahres-Tief von 8413,99 Punkten. Auch die Handelsplätze in London, Paris, Madrid und Mailand verbuchten Kursverluste in ähnlicher Größenordnung. Der EuroStoxx50 büßte zeitweise 9,3 Prozent ein und notierte mit 2345,17 Zählern so niedrig wie zuletzt vor knapp acht Jahren.

Am Wochenende hatte die US-Notenbank Fed zum zweiten Mal binnen zwei Wochen außerplanmäßig die Zinsen drastisch gesenkt und milliardenschwere Wertpapierkäufe angekündigt. Außerdem vereinbarte sie mit weiteren Notenbanken günstige Dollar-Kreditgeschäfte, um die Versorgung mit der Weltleitwährung sicherzustellen. Andere Zentralbanken lockerten ihre Geldpolitik ebenfalls.

Auch die angekündigten Konjunkturprogramme der Regierungen scheinen nicht zu verfangen, sagte BayernLB-Analyst Manuel Andersch. "Schließlich kommt das Wirtschaftsleben in vielen Teilen Europas durch mehr oder minder strikte Ausgangsverbote, Grenz- und Schulschließungen stark zum Erliegen." Großbritannien und die USA würden sicher bald zu ähnlichen Mitteln greifen, prophezeite Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com.

10:45 Uhr

Konjunktur wird sich in Viruskrise merklich abschwächen

Nach einer Belebung der Konjunktur zu Jahresbeginn setzt die Viruskrise der deutschen Wirtschaft laut Bundesregierung merklich zu. Ab März drohe ein merklicher Dämpfer, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. "Wie stark und wie lange ist gegenwärtig noch nicht belastbar abzuschätzen, weil noch keine aussagekräftigen konjunkturellen Daten verfügbar sind", heißt es in dem Bericht zur wirtschaftlichen Lage weiter. Auch sei noch zu ungewiss, wie schnell und wie stark sich das Coronavirus verbreiten werde: "Aufgrund der sehr dynamischen Entwicklung muss aber mit relevanten konjunkturellen Auswirkungen gerechnet werden."

Die Wirtschaft habe hierzulande im Februar und März voraussichtlich Absatzeinbußen im Außenhandel mit einigen bereits vom Virus stärker betroffenen Ländern. Auch seien in einigen Dienstleistungsbereichen wohl Umsatzrückgänge zu verzeichnen.

Mit der globalen Ausbreitung des Coronavirus komme jetzt auch ein "neuer womöglich gravierender Schock" auf die Industrie zu, dessen genaue negative ökonomische Auswirkungen noch schwer einzuschätzen seien. Pandemien könnten sich nach Einschätzung des Ministeriums in Wellen über die Welt verbreiten, in den einzelnen Regionen verliefen sie nach den bisherigen Erfahrungen aber eher kurz und heftig: "Es wäre demnach mit einer merklichen Abschwächung der Konjunktur im zweiten, aber gegebenenfalls bereits wieder mit einer Stabilisierung im dritten Quartal dieses Jahres zu rechnen, sofern Lieferketten alsbald wieder funktionieren."

10:16 Uhr

Fiat macht Werke in Europa dicht

Fiat Chrysler (Euro)
Fiat Chrysler (Euro) 10,40

Der Autobauer Fiat Chrysler Automobiles (FCA) schließt wegen des Ausbruchs des Coronavirus vorübergehend die meisten Werke in Europa. Davon ist auch die Maserati-Produktion betroffen. In Italien sind bis Ende März sechs Produktionsstätten betroffen, in Serbien und Polen jeweils eine, teilte das italienisch-amerikanische Unternehmen am Montag mit.

Damit reagiere die Firma auf die sinkende Nachfrage. FCA habe auch Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, um die Verbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 einzudämmen. So seien unter anderem Abstände zwischen Arbeitsplätzen vergrößert und Desinfektionsmittel bereitgestellt worden. Italien ist nach China das am schlimmsten betroffene Land der Lungenkrankheit, Hunderte Menschen sind bereits gestorben.

09:45 Uhr

Easyjet ruft Regierungen zu Hilfe für Airlines auf

Easyjet
Easyjet 5,65

Der britische Billigflieger Easyjet ruft Europas Regierungen angesichts der Coronavirus-Pandemie auf, die Branche mit Finanzhilfen zu unterstützen. "Europas Luftfahrtbranche steht vor einer unsicheren Zukunft", sagte Easyjet-Chef Johan Lundgren . Es brauche eine koordinierte Unterstützung durch die europäischen Regierungen, damit die Branche überlebe und nach dem Ende der Krise ihren Betrieb fortsetzen könne.

Das Management schließt nicht aus, dass Easyjet wie andere Airlines den Großteil der Flotte wegen der geltenden Reisebeschränkungen und der Buchungseinbrüche in Kürze am Boden lassen muss. Das Unternehmen habe sein Flugangebot bereits deutlich gekürzt, setze den Betrieb vorläufig aber soweit möglich fort, um bereits verreiste Kunden zurück in die Heimat zu holen.

09:14 Uhr

Dax stürzt unter 9000 Punkte

Als Folge der sich zuspitzenden Coronavirus-Krise fällt der deutsche Aktienindex Dax unter die Marke von 9000 Punkten. Kurz nach Handelsbeginn fällt das Börsenbarometer auf 8715 Punkte. Das war ein Minus von 5,6 Prozent im Vergleich zum Schlussstand vom Freitag und zugleich der tiefste Stand seit Februar 2016.

Dax
Dax 12.642,97

Erst am Donnerstag hatte der Dax mit dem zweitgrößten prozentualen Tagesverlust in seiner gut dreißigjährigen Geschichte unter der Marke von 10.000 Zählern geschlossen. Auf Wochensicht ergab sich ein Minus von rund 20 Prozent.

Am heutigen Morgen waren bereits die Kurse in Asien weiter abgerutscht. Der japanische Leitindex Nikkei-225 verlor gut 2,5 Prozent auf 17 002 Punkte. In China ging es für den CSI mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen um 4,3 Prozent auf 3727,84 Zähler nach unten.

Am Sonntag hatte die US-Notenbank angesichts der Rezessionsängste wegen der Virus-Krise zu drastischen Mitteln gegriffen. In einer Notfallaktion senkte sie den Leitzins überraschend um einen ganzen Prozentpunkt auf fast null Prozent und kündigte ein Maßnahmenpaket in Koordination mit anderen Notenbanken an. Doch auch dies beruhigte die Marktteilenhmer nicht. Eigentlich waren die Beschlüsse der Notenbank Fed erst für Mittwoch geplant gewesen - und Analysten hatten nur mit einer Zinssenkung um 0,50 Prozentpunkte gerechnet.

Die Entscheidungen gehen zudem weit über die Zinsen hinaus. Die Fed will die Wirtschaft mit einem 700 Milliarden Dollar schweren Anleihekaufprogramm stützen und Banken vorübergehend Notfallkredite gewähren - wie nach der großen Finanzkrise 2008. Auch ein Abkommen mit anderen Notenbanken zur Liquiditätsversorgung des Finanzsystems mit der Weltreservewährung US-Dollar ist vorgesehen.

08:07 Uhr

Dax vor ganz miesem Auftakt 

Zum Beginn der neuen Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute wieder niedriger starten und unter die Marke von 9000 Punkten fallen. Am Freitag hatte der Dax zum Abschluss einer der schwärzesten Börsenwochen der Geschichte immerhin 0,8 Prozent höher bei 9232 Punkten geschlossen.

"Die überraschende Zinssenkung der amerikanischen Notenbank wirkt wie eine Giftpille für den Markt", sagt ntv-Börsenreporterin Sabrina Marggraf. "Es setzt sich die schmerzhafte Erkenntnis durch, dass billiges Geld und niedrige Zinsen kein Allheilmittel sind und Kursverluste nicht verhindern können."

Die Fed hatte gestern den Leitzins zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen gesenkt. Die neue Spanne liegt bei null bis 0,25 Prozent - einen Prozentpunkt niedriger als bisher.

07:43 Uhr

Krisenmodus an den Märkten: Asien-Börsen geben nach

Tiefroter Wochenauftakt in Fernost: Im asiatischen Aktienhandel geben die Kurse auf breiter Front nach - trotz der überraschend massiven Stützungsmaßnahmen führender Zentralbanken.

  • In Tokio drehte der Nikkei-225 nach der Zinsentscheidung der Bank of Japan (BoJ) kurzzeitig leicht ins Plus, gab diese Gewinne jedoch rasch wieder ab. Für den Index geht es um 3,0 Prozent nach unten. Der Yen zeigt sich von der Entscheidung wenig bewegt. Der Kospi in Seoul verliert 2,0 Prozent.
  • Der Shanghai-Composite fällt um 2,6 Prozent. Hier belasten zusätzlich sehr schwache Konjunkturdaten, welche die negativen Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie widerspiegeln. So ist die chinesische Industrieproduktion in den Monaten Januar und Februar um 13,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingebrochen. Zudem sackten die Einzelhandelsumsätze in den beiden ersten Monaten des Jahres um 20,5 Prozent ab.
  • Der australische Leitindex S&P/ASX-200 brach zu Wochenbeginn massiv ein und schloss mit einem Minus von 9,7 Prozent. Er verzeichnete damit den größten Tagesverlust in seiner Geschichte. Hier wurde auf die überraschende Zinssenkung der US-Notenbank verwiesen, welche die Sorgen bezüglich der zu erwartenden negativen Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie massiv verstärkt habe. Der Index hat damit an drei der vergangenen sechs Handelstage mehr als sieben Prozent verloren.
Nikkei
Nikkei 23.346,49

 

07:27 Uhr

So massiv senkt die Fed den Leitzins

*Datenschutz

Im Kampf gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie hat die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) den Leitzins in einem überraschend energischen Schritt auf nahe Null gesenkt und in Abstimmung mit Währungshütern weltweit ein Krisenabwehr-Paket geschnürt.

  • Die US-Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell kappten den geldpolitischen Schlüsselsatz außer der Reihe zum zweiten Mal binnen zwei Wochen.
  • Die neue Spanne liegt bei 0,00 bis 0,25 Prozent - einen vollen Prozentpunkt niedriger als bisher, wie die Fed am Sonntagabend mitteilte.
  • Die Maßnahme zielt darauf ab, die weltgrößte Volkswirtschaft zu stützen und die Lage an den Finanzmärkten zu stabilisieren. In den kommenden Wochen sollen mindestens 700 Milliarden Dollar zusätzlich als Notfallhilfe bereitgestellt werden.

US-Notenbankchef Powell sprach von einer "herausfordernden Situation": Das Virus habe tiefgreifende Auswirkungen für die Menschen in den USA und der gesamten Welt".

07:03 Uhr

Krisensitzung in Tokio: Japan dreht den Geldhahn auf

Die Währungshüter in Japan haben mit Blick auf die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise ihre Geldpolitik weiter gelockert.

  • Die Bank of Japan (BoJ) fährt unter anderem die Ankäufe börsennotierter Fonds, sogenannter ETFs, und anderer riskanter Anlagen hoch, wie die Zentralbank in Tokio zu Wochenbeginn bekanntgab.
  • Die kurz- und langfristigen Zinsziele behielt die Notenbank bei. Die BOJ werde ihre Geldpolitik ohne zu zögern weiter lockern, sollte dies nötig sein, teilte sie nach einer Krisensitzung mit.
  • Zentralbankchef Haruhiko Kuroda will die Entscheidung am Vormittag (MEZ) vor der Presse erläutern.

Kurz zuvor hatte die US-Notenbank Fed im Kampf gegen die Folgen der Coronavirus-Pandemie den US-Leitzins in einer überraschenden Entscheidung am Sonntag auf fast null gesenkt und in Abstimmung mit den Währungshütern weltweit ein Krisenabwehr-Paket geschnürt.

06:00 Uhr

Schlagzeilen vom Wochenende