Montag, 16. November 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Impfstoffmeldung sorgt für gute Laune - Dax steigt

Die europäischen Börsen haben sich heute in der Gewinnzone befunden. Einen zusätzlichen Treiber stellten positive Testergebnisse des Impfstoffs von Moderna dar. Dieser soll eine Effektivität von 94,5 Prozent haben, was noch über dem Wert des Impftstoffkandidaten von Biontech/Pfizer liegt. Die Börsen positionieren sich angesichts der positiven Nachrichten auf ein Ende der Krise und eine starke Erholung der Wirtschaft 2021.

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In Frankfurt stieg der Dax um 0,5 Prozent und schloss bei 13.139 Punkten. Damit kam der Leitindex am späten Nachmittag wieder etwas zurück. Der MDax gewann 0,8 Prozent auf 28.732 Zähler. Der TecDax notierte dagegen 0,3 Prozent tiefer bei 3030 Stellen. Der EuroStoxx50 kletterte um 1,2 Prozent auf 3474 Punkte. Ein deutlich unter den Erwartungen ausgefallener Empire-State-Index in den USA spielte an den Märkten in dem aktuellen Kontext keine Rolle.

Gefragt waren heute Reiseaktien. Lufthansa gewannen 7,4 Prozent, Fraport 6,5 Prozent. In deren Gefolge verteuerten sich MTU um 5,5 Prozent.

Gut liefen auch die Autowerte: Continental legten um 3,6 Prozent zu, BMW und Daimler um 2,9 beziehungsweise 2,4 Prozent.

16:52 Uhr

Wie weit reicht die Impfstoff-Rally?

Der Dax steigt nicht mehr so rasant wie noch in der Vorwoche. Zwar könnte es durchaus noch so etwas wie eine Jahresendrally geben, aber der Weg nach oben scheint immer schwieriger zu werden. Worauf Anleger unter diesen Vorzeichen setzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Dirk Heß von der Citigroup.

16:27 Uhr

Deutsche-Bank-Chef: "Kreative Zerstörung" bei Firmen zulassen

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(Foto: REUTERS)

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing fordert eine baldige Abkehr von staatlichen Stützungsmaßnahmen für Firmen.

  • "Diese Rettungsprogramme waren richtig, um Dinge abzufedern, aber jetzt ist es wichtig, über langfristige Lösungen zu sprechen", sagt Sewing beim Wirtschaftstag in Berlin.
  • "Es kann nicht nach dem Gießkannenprinzip weitergehen. Das schadet unserer Volkswirtschaft."
  • Breit angelegte staatliche Hilfen setzten auf Dauer falsche ökonomische Anreize. "Wir Unternehmen müssen uns anpassen. Wir müssen ein gewisses Maß an kreativer Zerstörung zulassen."

Grundsätzlich sei er der Meinung, dass mit einem stabilen Management und einem guten Geschäftsmodell die Corona-Krise zu meistern sei.

16:09 Uhr

Moderna-Impfstoff schiebt Wall Street an

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Erfolgsmeldung zu einem weiteren Corona-Impfstoff weckt auch bei US-Anlegern die Hoffnung auf eine Rückkehr zur Normalität und eine rasche Erholung der Wirtschaft. Der Dow Jones eröffnete 1,2 Prozent fester bei 29.810 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,8 Prozent auf 3613 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag kaum verändert bei 11.820 Punkten.

Das US-Unternehmen Moderna hatte zuvor erklärt, sein Corona-Impfstoff zeige eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent. Das Mittel kann zudem mit Vorteilen gegenüber dem Biontech-Impfstoff punkten, weil er nicht so kalt gelagert werden muss. Das Unternehmen kündigte an, in den kommenden Wochen die Marktzulassung in den USA zu beantragen. Moderna-Aktien schnellten um 12,4 Prozent nach oben und markierten ein Rekordhoch. Die Biontech-Titel gaben dagegen 10,2 Prozent nach.

Gefragt waren auch die Aktien von Reiseunternehmen wie United Airlines, American Airlines oder der Kreuzfahrtanbieter Carnival und Norwegian Cruise mit einem Kursaufschlag zwischen 5,8 und 9,8 Prozent. Abwärts ging es dagegen für Tech-Werte wie Amazon oder Apple, die in den vergangenen Monaten von den Kontaktbeschränkungen profitiert hatten.

15:58 Uhr

Target 2 machte schlapp - EZB will Vorfall gründlich untersuchen

Die EZB will den zeitweiligen Komplettausfall ihres wichtigen Zahlungsverkehrssystems Target 2 genauer untersuchen. Am 23. Oktober war das System für fast zehn Stunden gestört, erste Untersuchungen hätten dies auf einen Software-Defekt in einem Gerät des Netzwerks zurückgeführt, teilte die Notenbank mit. Die unabhängige Untersuchung werde auch andere Vorfälle in diesem Jahr miteinbeziehen. Die wichtigsten Ergebnisse sollen im zweiten Quartal 2021 veröffentlicht werden.

In der Eurozone wird der gesamte grenzüberschreitende Zahlungsverkehr über das Verrechnungssystem Target 2 abgewickelt. Gegenwärtig wird das System von 20 Ländern in Europa genutzt.

15:25 Uhr

VW will 2022 auf Vorkrisenniveau sein - Aktie deutlich teurer

Der Volkswagen-Konzern will sich auf mittlere Sicht bei seinen Finanzzielen von der Corona-Krise nicht aus der Bahn werfen lassen. Der weltgrößte Autobauer blieb nach der Planungsrunde für die kommenden fünf Jahre bei seinen strategischen Zielen für 2025, wie das Dax-Unternehmen in Wolfsburg mitteilte.

  • "Ich bin optimistisch, dass wir dieses Jahr ordentlich abschließen", sagte VW-Chef Herbert Diess. "2022 dürften wir dann wieder auf Vorkrisenniveau sein."
  • 2021 werde ein Übergangsjahr mit einer deutlichen Erholung bei Auslieferungen und Umsatz gegenüber dem laufenden Jahr, sagte Finanzchef Frank Witter.

Konkret rechnet VW im Jahr 2025 weiter mit einem Anteil des operativen Ergebnisses am Umsatz von 7 bis 8 Prozent, wenn Sondereinflüsse herausgerechnet werden. In einem Zwischenschritt 2022 dürften es 6 bis 7 Prozent sein, sagte Witter. Vor dem Ausbruch der Corona-Krise hatte VW für das laufende Jahr bereits 6,5 bis 7,5 Prozent in Aussicht gestellt.

Die VW-Aktie notierte am Nachmittag 2,5 Prozent höher.

15:05 Uhr

SDax auf zu neuen Höhen - "Stay at home" wichtiger Faktor

Als erster Index aus der Dax-Familie erklomm der SDax nach dem Kursabsturz im Frühjahr ein Rekordhoch. Während er im Frühjahr unter dem Eindruck der ersten Welle der Corona-Pandemie bis auf sein Jahrestief bei 7.841 Punkten gefallen war, notiert er heute im Hoch knapp 70 Prozent höher bei 13.313 Punkten.

Mit Unternehmen wie Global-Fashion Group, Zeal Networks oder auch Zooplus sind einige Unternehmen in dem Index vertreten, die von dem "Stay at Home" der vergangenen Monate profitierten. Aktuell notiert der Index 1,3 Prozent höher bei 13.309 Zählern.

14:36 Uhr

Moderna-Kurs schießt vorbörslich hoch

Die vom US-Konzern Moderna vermeldeten positiven Daten zum experimentellen Corona-Impfstoff-Kandidaten dürften das Vertrauen der Anleger weiter stärken, nachdem die positiven Impfstoff-Meldungen von Pfizer in der Vorwoche bereits für Optimismus gesorgt hätten, so die Analysten von Principal Global Investors (PGI).

"Die heute vermeldeten Impfstoff-Nachrichten sollten die Investoren toleranter gegenüber den Corona-Infektionsfällen machen und es ihnen ermöglichen, die sich für 2021 abzeichnende Dynamik zu erkennen", so PGI-Chefstrategin Seema Shah. Moderna schossen vorbörslich um 13,6 Prozent in die Höhe.

14:18 Uhr

Kartellamtsbedenken bei Verkauf von Real-Filialen an Kaufland

Das Bundeskartellamt hat wegen Wettbewerbsbedenken noch keine Entscheidung über den Verkauf von 101 Real-Märkten von der SCP Group an Kaufland gefällt. Die Kartellbehörde ist in Verhandlungen mit SCP und Kaufland. Beide Parteien haben in den Verhandlungen seit 6. November Vorschläge zur Beseitigung der Bedenken gemacht. Dadurch verlängert sich die Frist bis zu einer abschließenden Entscheidung des Kartellamts um einen Monat bis Ende Dezember 2020, teilte die Kartellbehörde mit.

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(Foto: picture alliance/dpa)

Laut Mitteilung sieht das Bundeskartellamt nach vorläufiger Einschätzung "eine erhebliche Behinderung wirksamen Wettbewerbs in neun regionalen Absatzmärkten" durch den Zuerwerb der dortigen Real-Standorte durch die Schwarz-Gruppe. Darüber hinaus sieht die Kartellbehörde "mit Blick auf die vertikale Beziehung zu Lieferanten und das horizontale Verhältnis zu Wettbewerbern im Lebensmitteleinzelhandel" ebenfalls wettbewerbliche Bedenken gegen das Vorhaben. Eine besondere Bedeutung komme hier der Stellung von mittelständischen Händlern und ihrer Beteiligung an der Veräußerung der Real-Standorte zu.

Kaufland sowie die Lebensmitteleinzelhandelskette Lidl sind Teil der Schwarz-Gruppe. Diese ist mit einem Umsatz von etwa 113,3 Milliarden Euro europaweit der mit Abstand größte Lebensmitteleinzelhändler.

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14:04 Uhr

Rettung für Asiana Airlines - Korean Air übernimmt

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(Foto: REUTERS)

Korean Air rettet mithilfe des Staates die finanziell angeschlagene Asiana Airlines. Die südkoreanische Fluggesellschaft will Asiana Airlines übernehmen und den Deal mithilfe einer Kapitalerhöhung in Höhe von 2,5 Billionen Won (umgerechnet 1,9 Milliarden Euro) finanzieren. Von dem Geld werden 1,8 Billionen Won für die Übernahme verwendet.

Die staatliche Korea Development Bank, bei der Asiana in der Kreide steht, wird 800 Milliarden Won in die Holding der Korea Air, die Hanjin KAL Corp investieren, indem sie neue Aktien und Wandelanleihen zeichnet. Laut Korean Air wird aus dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen eine der zehn größten Fluggesellschaften der Welt entstehen.

13:42 Uhr

Moderna-Mitteilung ist für Dax wie eine Impfung

Dax
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Die Hoffnung auf die rasche Zulassung eines weiteren Corona-Impfstoffs hat dem deutschen Aktienmarkt weiteren Aufwind beschert. Der Dax baute am Nachmittag seinen Gewinn aus und stieg um bis zu 1,5 Prozent auf 13.277 Punkte. Danach ging der Leitindex etwas zurück und gewann 1,1 Prozent auf 13.215 Stellen. Der EuroStoxx50 legte in der Spitze sogar fast 2 Prozent zu.

Die von den Pandemie-Beschränkungen besonders hart getroffenen Reise- und Touristikfirmen gewannen gut 3 Prozent. Finanzwerte legten dank Spekulationen auf eine rasche Erholung der Weltwirtschaft von den Corona-Folgen sogar 4,5 Prozent zu.

"Sichere Häfen" verloren dagegen an Attraktivität. So drehte Gold ins Minus und verbilligte sich um rund ein Prozent auf 1868 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Der Bund-Future, der auf der zehnjährigen Bundesanleihe basiert, büßte zeitweise 46 Ticks auf 174,48 Punkte ein.

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13:24 Uhr

Warum 2021 das Jahr der Chancen werden kann

Die vergangene Börsenwoche war äußerst turbulent. Ein neuer US-Präsident wurde gewählt. Zudem beflügelt die Hoffnung auf einen baldigen Impfstoff die Kurse, denn die Chance auf ein normales Leben nach der Corona-Krise rückt damit zumindest in Sichtweite. Trotzdem wird die Corona-Krise auch nachhaltig vieles verändern. Welche Branchen werden in Zukunft eine Rolle spielen? Das interessiert auch junge Anleger, die jetzt zunehmend an die Börsen kommen. Über Strategien und Chancen für neue und erfahrene Anleger diskutiert Friedhelm Tilgen mit Matthias Hüppe von der HSBC und Michael Proffe von Proffe Invest.

13:03 Uhr

Auch Moderna legt positive Daten zu Corona-Impfstoff vor

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(Foto: dpa)

Mit dem US-Pharmakonzern Moderna hat ein weiterer für Europa relevanter Hersteller maßgebliche Daten für seinen Corona-Impfstoff vorgelegt. Der RNA-Impfstoff habe eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Die EU-Kommission verhandelt mit Moderna über die Lieferung von bis zu 160 Millionen Impfdosen. Am vergangenen Montag hatten das Mainzer Unternehmen Biontech und der Pharmakonzern Pfizer solche Zwischenergebnisse aus der entscheidenden Studienphase für ihren Impfstoff-Kandidaten vorgelegt.

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12:50 Uhr

Wall Street dürfte Rally fortsetzen - Moderna-Aktie schon stark

Moderna Inc.
Moderna Inc. 84,05

Die US-Börsen dürften heute im Plus starten und damit die Gewinne vom vergangenen Freitag ausbauen. Zu Wochenschluss hatte der S&P-500 Rekordniveau erreicht. Getrieben wird der Markt aktuell von der Hoffnung auf einen bald verfügbaren Impfstoff gegen Covid-19. Nun warten die Anleger auf weitere positive Meldungen. So dürfte in Bälde der Wettbewerber Moderna mit neuen Studienergebnissen aufwarten, die Aktie gewinnt vorbörslich 4,6 Prozent.

Allerdings könnte sich im Weiteren die Aufwärtsbewegung als steinig erweisen, wenn sich die Teilnehmer ins Bewusstsein rufen, wie langwierig der Prozess zur Herstellung ausreichender Mengen an Impfstoff ist. Vorbörslich wird noch der Empire State Manufacturing Index für November publiziert.

12:31 Uhr

Lira-Anleger machen Kasse - Zinserhöhung in Türkei erwartet

Nach der jüngsten Rally der türkischen Lira haben Anleger nun Gewinne mitgenommen. Dadurch verteuerten sich US-Dollar und Euro um jeweils 0,7 Prozent auf 7,7142 beziehungsweise 9,1360 Lira.

In der vergangenen Woche hatten Greenback und Gemeinschaftswährung insgesamt etwa 10 Prozent eingebüßt, weil Investoren darauf wetteten, dass die türkische Zentralbank den Leitzins am kommenden Donnerstag auf 15 von 10,25 Prozent anheben wird.

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(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

12:09 Uhr

Anleger setzen auf Erholung nach Corona-Krise

Kursgewinne in den USA und Asien haben bislang auch auf den deutschen Aktienmarkt durchgeschlagen. Der Dax vermehrte sich am Mittag um 0,5 Prozent auf 13.147 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte 0,7 Prozent höher bei 3457 Stellen.

Gesucht waren im Dax vor allem konjunkturabhängige Aktien wie Covestro und MTU oder die Autowerte. Sie würden von einer konjunkturellen Erholung im Falle des Einsatzes eines Corona-Impfstoffs überdurchschnittlich profitieren. Im MDax lagen mit Airbus, Thyssenkrupp und Lufthansa weitere sogenannte Zykliker vorn. Die Kursgewinne reichten von 1,6 bis zu 5 Prozent. Im SDax der kleineren Börsentitel stiegen Nordex um 5 Prozent auf ein Hoch seit Anfang 2017.

11:51 Uhr

Sewing für Bankenfusionen - aber ohne sein Haus

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Christian Sewing

(Foto: dpa)

Die aktuelle Krise macht Bankenfusionen nach Ansicht von Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing dringlicher denn je.

  • "Wenn wir als Banken zeigen wollen, dass wir in der Mitte dieser Gesellschaft stehen, dann ist jetzt die beste Zeit dafür", sagte der Manager bei einer Branchenveranstaltung in Frankfurt.
  • "Als Sektor insgesamt müssen wir mittelfristig in Europa unser größtes Strukturproblem angehen: die Zersplitterung." Mehr als 5000 Finanzinstitute in Europa seien viel zu viele.

Für die Deutsche Bank selbst kämen aber größere Fusionen erst einmal nicht in Frage. Das Institut müsse im kommenden Jahr seine eigenen Hausaufgaben machen und den Konzernumbau, dem weltweit 18.000 Jobs zum Opfer fallen, abschließen. Außerdem fehlten in Europa die Rahmenbedingungen für eine groß angelegte Konsolidierung.

11:27 Uhr

BBVA veräußert US-Geschäft - Aktie geht durch die Decke

Die spanische Bank BBVA verkauft ihr US-Geschäft an die US-Bank PNC Financial Services Group. Der Preis liege bei 11,6 Milliarden US-Dollar, bestätigten beide Unternehmen.   Aus einem solchen Deal entsteht die fünftgrößte Retail-Bank der USA mit einer Bilanzsumme von mehr als 550 Milliarden Dollar.

BBVA hatte die US-Bank Compass Bancshares mit Sitz in Alabama im Jahr 2007 für 10 Milliarden US-Dollar übernommen und sich damit eine Präsenz in den USA gesichert. Die Spanier mussten auf den Wert des US-Geschäfts jedoch mindestens zwei Mal Abschreibungen vornehmen. PNC aus Pittsburgh kann mit dem Deal ihre Präsenz im Südosten und Westen der USA ausbauen.

Der Verkauf bescherte der BBVA-Aktie den größten Kurssprung seit mehr als zehn Jahren. Die Aktie verteuerte sich um 21 Prozent. Der Verkaufspreis erscheine im aktuellen Umfeld vernünftig, kommentierte ein Jefferies-Analyst.

11:07 Uhr

Forciert die EZB die Wertpapierkäufe? Run auf Anleihen

In Erwartung einer Ausweitung der EZB-Wertpapierkäufe decken sich Anleger mit europäischen Anleihen ein. Dies drückte die Rendite der zehnjährigen Bundestitel auf ein Ein-Wochen-Tief von minus 0,564 Prozent. Ihre griechischen Pendants rentieren mit plus 0,742 Prozent sogar so niedrig wie noch nie.

Hinweise auf weitere Geldspritzen versprächen sich Investoren von den im Tagesverlauf anstehenden öffentlichen Auftritten führender Notenbanker, schrieben die Analysten der DZ Bank. Die EZB erläutert am Donnerstag ihr weiteres Vorgehen.

10:46 Uhr

Stößt Nissan seine Mitsubishi-Beteiligung ab?

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(Foto: imago images/Waldmüller)

Der kriselnde Autobauer Nissan will seine Beteiligung an dem japanischen Partner Mitsubishi Motors einem Agenturbericht zufolge zu Geld machen. Nissan versuche, seinen Anteil von 34 Prozent ganz oder teilweise zu verkaufen, berichtete Bloomberg unter Berufung auf nicht genannte Quellen. Dem Bericht zufolge könnte Nissan die Aktien an ein Unternehmen der Mitsubishi-Gruppe veräußern, etwa an die Mitsubishi Corp, die bereits ein Fünftel an dem Autobauer Mitsubishi hält. Sollte sich der mit dem französischen Autobauer Renault durch eine Überkreuzbeteiligung verflochtene Nissan-Konzern von Mitsubishi trennen, würde dies die vom geschassten Konzernchef Carlos Ghosn erschaffene Dreier-Allianz grundlegend verändern.

Eine Nissan-Sprecherin erklärte indes, es gebe keine Pläne zur Änderung der Kapitalstruktur mit Mitsubishi. Ähnlich äußerte sich ein Sprecher von Mitsubishi, das Unternehmen werde weiter in der Allianz mitarbeiten. Renault reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage.

10:25 Uhr

Deutsche Reisebranche mit Horror-Umsatzverlust

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(Foto: imago images/Chris Emil Janßen)

Die Corona-Krise belastet die deutsche Reisebranche mit milliardenschweren Umsatzausfällen. "Die Unternehmen der Reisewirtschaft verzeichnen mehr als 80 Prozent Umsatzausfälle, dies entspricht einer Größenordnung von 28 Milliarden Euro für 2020", sagte der Präsident des Deutschen Reiseverbands (DRV), Norbert Fiebig, dem "Handelsblatt". Die finanzielle Lage der Branche sei "höchst angespannt, Insolvenzen sind die Folge".

Laut Fiebig sind 11.000 Reisebüros, 2300 Reiseveranstalter und Tausende touristische Dienstleister durch die politischen Entscheidungen der vergangenen Monate "de facto geschlossen". Seiner Einschätzung nach werden die Reiseunternehmen weit bis ins nächste Jahr hinein von den weitreichenden Einschränkungen des Reiseverkehrs betroffen sein.

10:12 Uhr

Angehobener Ausblick beflügelt Vodafone-Kurs massiv

Vodafone
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Ein optimistischerer Ausblick ermuntert Anleger zum Einstieg bei Vodafone. Die Aktie des weltweit zweitgrößten Mobilfunkers verteuerte sich an der Londoner Börse um 4 Prozent.

Das Unternehmen hob seine Gewinnziele für das Geschäftsjahr 2020/2021 auf 14,4 bis 14,6 Milliarden Euro an, nach 14,5 Milliarden Euro im Vorjahr. Im vergangenen halben Jahr schrumpfte der Gewinn allerdings auf 7 Milliarden Euro.

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09:55 Uhr

Hochstufung bekommt Conti-Aktie sehr gut

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Anleger haben sich nach einer Hochstufung mit Continental-Aktien eingedeckt. Die Papiere des Autozulieferers verteuerten sich um bis zu 2,8 Prozent Die Analysten der Barclays-Bank stuften die Aktie auf "equal weight" von "underweight" hoch. Das Unternehmen mache gute Fortschritte bei seinem Transformationsprogramm und der laufenden Bilanzbereinigung, hieß es.

09:38 Uhr

Jubiläum während des Corona-Crashs - Qantas wird 100

Die Luftfahrtbranche hat zwar derzeit nichts zu lachen, doch Australiens Airline Qantas hat dennoch mit einem Tiefflug über den Hafen von Sydney ihren 100. Geburtstag gefeiert. Qantas ist eine der ältesten ununterbrochen tätigen Fluggesellschaften der Welt - sie wurde am 16. November 1920 in dem Outback-Örtchen Winton im Bundesstaat Queensland gegründet.

Vor der Corona-Pandemie beförderte das Unternehmen jährlich 50 Millionen Passagiere in alle Welt. Wegen des finanziellen Einbruchs musste Qantas in diesem Jahr 6000 seiner insgesamt 29.000 Stellen kürzen. Die Geschichte von Qantas zeige aber, dass das Unternehmen schon andere Herausforderungen und Krisen gemeistert habe, sagte Konzernchef Richard Goyder.

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(Foto: VIA REUTERS)

09:25 Uhr

Starke Daten treiben Nikkei auf höchsten Stand seit 1991

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Der asiatisch-pazifische Freihandelspakt und starke Wirtschaftsdaten aus Japan und China haben den japanischen Börsenindex Nikkei auf den höchsten Stand seit 1991 getrieben. Gestützt wurden die Kurse zudem vom sehr positiven Handelsschluss der Wall Street am Freitag. Der Nikkei profitierte außerdem davon, dass die heimische Wirtschaft sich aus der Rezession befreien konnte. Er schloss 2,1 Prozent höher bei 25.907 Punkten.

Japans Wirtschaft erholt sich vom Rekordeinbruch im Zuge der Corona-Krise. Die Wirtschaftsleistung der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt legte im dritten Quartal auf das Jahr hochgerechnet auf vorläufiger Basis um 21,4 Prozent zu. Es ist das erste Mal nach drei Quartalen, dass Japans Wirtschaft wieder wächst, nachdem sie zuvor in eine schwere Rezession gerutscht war. In China deuteten zudem Daten aus dem Einzelhandel, der Industrie sowie zu den Investitionen auf eine weitere Erholung der Wirtschaft vom Corona-Schock hin.

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09:09 Uhr

Dax startet ordentlich in die neue Woche

Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich vor einem erneuten Corona-Krisentreffen zu Wochenbeginn von seiner freundlichen Seite. Der Dax legte kurz nach dem Start in die neue Woche 0,7 Prozent auf 13.167 Punkte zu. Der MDax gewann 0,8 Prozent auf 28.732 Zähler, der TecDax 0,2 Prozent auf 3044 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 0,8 Prozent höher bei 3462 Punkten.

Die Investoren richten daneben ihre Aufmerksamkeit auf das Konjunkturbarometer der Federal Reserve Bank von New York. Experten prognostizieren für November einen Anstieg auf 13 Punkte von 10,5 Zählern. Gleichzeitig werden Börsianer die Auftritte der EZB-Chefin Christine Lagarde und weiterer führender Währungshüter aufmerksam verfolgen. Von ihren Aussagen versprechen sie sich weitere Hinweise auf eine Ausweitung der Wertpapierkäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) ab Dezember.

Dax
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08:55 Uhr

Ölpreise steigen vor Opec+-Treffen

Die Ölpreise haben vor einem wichtigen Treffen des Ölverbunds Opec+ den Gang nach oben angetreten. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 43,27 US-Dollar. Das waren 49 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 57 Cent auf 40,70 Dollar.

Am Dienstag trifft sich ein hochrangiges Gremium des Ölverbunds Opec+, um über die Einhaltung verabredeter Förderkürzungen zu wachen. Es wird erwartet, dass sich die Experten auch mit der Förderpolitik im kommenden Jahr beschäftigen. Angesichts der angespannten Corona-Lage wird es für möglich gehalten, dass für Januar angepeilte Produktionsanhebungen zunächst ausgesetzt werden.

08:32 Uhr

Analyst: "Auto-Aktien technisch top"

Die Autoaktien sind derzeit begehrt. Die Branche sei "technisch top", sagt Christian Henke von IG Markets. Die Papiere seien von Underperformern zu Outperformern geworden und arbeiteten nun weiter die Baisse-Verluste auf.

"BMW, Daimler und Conti liegen alle in kurzfristigen Aufwärtstrends und haben ihr Potenzial noch nicht ausgeschöpft", sagt der Analyst weiter. Das kurzfristige Potenzial liege bei 72,62 Euro für BMW, bei 54,50 Euro bei Daimler und bei 115,60 Euro für Continental.

08:03 Uhr

Frauen im Dax-Vorständen verdienen mehr als Männer

Frauen in der Topetage börsennotierter deutscher Firmen haben trotz Gehaltseinbußen 2019 im Schnitt mehr als Männer verdient. Nach einer Auswertung des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY wurden weibliche Vorstandsmitglieder erstmals in allen Börsenindizes der Dax-Familie besser bezahlt als ihre Kollegen.

  • Als einen wichtigen Grund nannte EY-Experte Jens Massmann das wachsende Bestreben der Unternehmen, Frauen für ihr oberstes Führungsgremium zu gewinnen. Da Kandidatinnen knapp seien, erhöhe sich ihr Marktwert und damit auch ihr Salär.
  • In der obersten Börsenliga der 30 Dax-Konzerne, verdienten Vorstandsfrauen im vergangenen Jahr demnach im Schnitt etwa 2,93 Millionen Euro und damit im Mittel rund 30.000 Euro mehr als die männlichen Top-Manager
07:34 Uhr

Dax soll vor Corona-Gipfel höher starten

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Dax 13.247,44

Zum Auftakt der neuen Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute höher starten. Am Freitag hatte er nach einer zweiwöchigen Hausse 0,2 Prozent im Plus bei 13.076,72 Punkten geschlossen. Hauptgesprächsthema auf dem Börsenparkett bleiben die grassierende Coronavirus-Pandemie und der Entwicklungsstand eines Impfstoffs dagegen. Bund und Länder wollen am 23. November über mögliche weitere weitreichende Maßnahmen in der Corona-Krise entscheiden.

Daneben richten Investoren ihre Aufmerksamkeit auf das Konjunkturbarometer der Federal Reserve Bank von New York. Experten prognostizieren für November einen Anstieg auf 13 Punkte von 10,5 Zählern. Gleichzeitig werden Börsianer die Auftritte der EZB-Chefin Christine Lagarde und weiterer führender Währungshüter aufmerksam verfolgen. Von ihren Aussagen versprechen sie sich weitere Hinweise auf eine Ausweitung der Wertpapierkäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) ab Dezember. Zudem hält eine erneute Flut von Firmenbilanzen Investoren auf Trab. Unter anderem öffnet der britische Mobilfunker Vodafone seine Bücher.

07:10 Uhr

Starke Konjunkturdaten treiben Asia-Börsen zu Rekordhoch

Nikkei
Nikkei 26.165,59

Starke Wirtschaftsdaten aus China und Japan und der anhaltende Impfstoff-Optimismus der Anleger haben die asiatischen Aktien heute zu einem Rekordhoch verholfen. Das japanische Wirtschaftswachstum und die Industrieproduktion in China übertrafen beide die Erwartungen der Analysten. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,9 Prozent höher bei 25.866 Punkten und notierte auf einem 29-Jahres Hoch. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,8 Prozent und lag bei 1734 Punkten. "Es gibt so viel Bargeld, das darauf warten, investiert zu werden, und da wir positive Impfstoffnachrichten sowie ein geringeres Risiko im Zusammenhang mit den US-Wahlen haben, fließt all dies in Aktien", sagte Kyle Rodda Analyst bei IG Markets. "Alle denken, das ist jetzt das Zeichen, um einzusteigen."

Die Börse in Shanghai lag 1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,8 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,5 Prozent und erreichte den höchsten Stand seit seiner Einführung im Jahr 1987. Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 104,54 Yen und gab 0,3 Prozent auf 6,5813 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9117 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1853 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0808 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,3 Prozent auf 1,3227 Dollar.