Montag, 16. September 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:36 Uhr

Massiver Ölpreisanstieg bremst Dax aus

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(Foto: imago/Sven Simon)

Drohnenangriffe auf die wichtigste Ölraffinerie Saudi-Arabiens und ein damit einhergehender Ölpreisanstieg haben die Rally am deutschen Aktienmarkt zunächst beendet. Der Dax verlor 0,7 Prozent und schloss bei 12.380 Punkten. Zuvor hatte der deutsche Leitindex acht Handelstage in Folge Gewinne verbucht. Der MDax sank um 1,1 Prozent auf 25.976 Zähler. Der TecDax stieg dagegen um 0,1 Prozent auf 2874 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,8 Prozent auf 3522 Punkte nach unten.

Neben den Turbulenzen am Ölmarkt trübten zudem schwache Konjunkturdaten aus China das Bild zum Wochenauftakt. Ob der Aufwärtstrend am deutschen Aktienmarkt tatsächlich beendet ist oder möglicherweise nur zeitweise unterbrochen, könnte sich schon zur Wochenmitte zeigen, wenn der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed ansteht. Erwartet wird, dass die Währungshüter in Washington die Zinsen senken.

17:11 Uhr

EZB könnte Einlagenzins noch weiter senken

EZB-Chefvolkswirt Philip Lane sieht auch nach dem gerade beschlossenen Maßnahmenpaket der Notenbank Spielraum für eine weitere Verschärfung der Geldpolitik im Euroraum.

  • "Wir sind der Ansicht, dass wir den Einlagensatz, falls notwendig, weiter senken können und damit auch den kurzfristigen Geldmarktzins", sagte Lane bei einer Veranstaltung in London.

Daher gebe es auch keinen Grund steigende Kurzfristzinsen zu erwarten. Die EZB hatte am Donnerstag nicht nur die Strafzinsen für geparkte Gelder von Banken von minus 0,4 auf minus 0,5 Prozent verschärft, sondern auch beschlossen, ab November frische Milliarden in Anleihekäufe zu stecken - und das ohne zeitliche Begrenzung. Die Zinsen will die EZB solange auf Rekordtief halten, bis die Inflation sich nachhaltig dem Ziel von knapp unter 2,0 Prozent angenähert hat.

16:49 Uhr

Lieferzeit für Apples iPhone 11 deutet hohe Nachfrage an

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(Foto: Screenshot)

Wird das neue iPhone 11 gut angenommen? Analysten werten die Lieferzeiten für das erst kürzlich vorgestellte Apple-Gerät als Indikator für eine bessere Nachfrage in diesem Jahr in den USA. Laut Nomura beträgt die Lieferzeit im Apple-Online Store 12 Tage, verglichen mit 9 Tagen beim Vorgängermodell XR. Das iPhone Pro werde sogar erst in 17 Tagen geliefert, verglichen mit 11 Tagen für das seinerzeitige XS. Nomura zufolge produziert Apple dabei in etwa die gleichen Mengen der neuen wie der Vorjahresmodelle.

Die Apple-Aktie legte um 0,4 Prozent zu, und schnitt damit etwas besser ab als die leicht nachgebenden US-Indizes.

16:24 Uhr

Wirtschaftsforscher äußern sich zum Ölpreisschock

Der starke Anstieg des Ölpreises nach den Drohnenangriffen auf Ölanlagen in Saudi-Arabien wird nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) nur vorübergehend sein. Der "Ölpreisschock" dürfte damit nur kurzfristige konjunkturelle Schwankungen nach sich ziehen, erklärte das IW in Köln.

Zum Vergleich verwiesen die Forscher auf den zweiten Golfkrieg zwischen August 1990 und März 1991: Binnen weniger Wochen verdoppelte sich der Ölpreis damals und sorgte für viel Unruhe an den Märkten. Spätestens ab Januar 1991 sei er allerdings zu seinem Niveau von vor dem Krieg zurückgekehrt.

16:20 Uhr

Wall Street eröffnet leichter - Energiekurse schießen hoch

Die Anleger an der Wall Street haben sich nach den Angriffen auf saudiarabische Ölanlagen mit Käufen zurückgehalten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,4 Prozent schwächer bei 27.103 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 fiel ebenfalls 0,4 Prozent auf 2995 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,6 Prozent nach auf 8125 Punkte.

Zu den Gewinnern gehörten die Aktien der Energieunternehmen: So legten die Papiere von Marathon Oil, Devon Energy, Concho Resources und Apache bis zu 10,5 Prozent zu. Die Titel von ExxonMobil und Chevron gewannen rund drei Prozent.

Unter Druck gerieten dagegen die Papiere der Fluggesellschaften American Airlines und Delta Air Lines, bei denen die Kerosinpreise den größten Kostenblock darstellen.

15:58 Uhr

n-tv Zertifikate: Grüne Trends im Börsenspiel

Wie kann man wissen, ob die eigene Börsen-Strategie in der Realität auch aufgeht? Das Börsenspiel "Trader 2019" bietet die Möglichkeit, genau das herauszufinden - ohne echtes Risiko. Welche Trends dort momentan die erfolgreichsten sind und inwiefern auch Nachhaltigkeit eine Rolle spielt, bespricht Friedhelm Tilgen mit Anouch Wilhelms von der Commerzbank.

15:45 Uhr

Gläubiger gewähren Airline Norwegian Aufschub

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(Foto: REUTERS)

Die finanziell angeschlagene norwegische Fluggesellschaft Norwegian hat mehr Zeit bekommen, ihre Schulden zu begleichen. Laut einer Börsenmeldung stimmten einige Gläubiger zu, die Rückzahlung zweier Anleihen im Gesamtwert von 380 Millionen US-Dollar um bis zu zwei Jahre nach hinten zu schieben. Als Pfand hatte die Norwegian Air Shuttle Start- und Landerechte am Londoner Flughafen Gatwick angeboten.

Die Billig-Airline hatte wegen des hohen Ölpreises, Triebwerksproblemen beim Dreamliner und dem Flugverbot für die 737-Max-Flotte von Boeing große Verluste eingefahren. Einer der Gründer der Fluggesellschaft, der 73-jährige Bjørn Kjos, war am 11. Juli als Konzernchef zurückgetreten.

15:29 Uhr

Wird der Börsengang von Saudi Aramco verschoben?

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(Foto: REUTERS)

Nach dem Drohnenangriff auf saudiarabische Ölanlagen steht der Mega-Börsengang von Saudi Aramco wohl auf der Kippe. Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider berichtet, wird eine Verschiebung des Börsengangs des Ölkonzerns erwogen. Bevor es aber zu einer Änderung der Pläne komme, müsse erst Klarheit über die Schäden an den Aramco-Anlagen herrschen.

Der Börsengang wäre der bislang weltgrößte. Der saudische Energieminister Prinz Abdulasis bin Salman hatte in der vergangenen Woche erklärt, er solle so bald wie möglich erfolgen.

15:11 Uhr

Griechenland will IWF-Kredite vorzeitig tilgen

Griechenland will einen Teil seiner Schulden beim Internationalen Währungsfonds (IWF) frühzeitig zurückzahlen. Finanzminister Christos Staikouras unterzeichnete einen entsprechenden Antrag an den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) und die Eurogruppe. Das Verfahren könnte mehrere Wochen dauern, weil auch die Parlamente einiger Euro-Länder - darunter der Deutsche Bundestag - die Aktion genehmigen müssen.

Es geht dabei um IWF-Kredite in Höhe von 2,9 Milliarden Euro. Die Rendite dafür liegt bei 4,91 Prozent. Mit der frühzeitigen Tilgung hoffe Athen rund 70 Millionen Euro Zinskosten zu sparen, teilte Staikouras weiter mit. Die Schulden Griechenlands ohne die geplante frühzeitige Tilgung beim IWF betragen nach Angaben des Finanzministeriums 8,8 Milliarden Euro.

14:58 Uhr

Dax stabil im Minus

Nichts Neues gibt es von der Frankfurter Börse zu berichten. Die Ereignisse vom Wochenende in Saudi-Arabien bestimmten auch am Nachmittag das Börsengeschehen. Konjunkturdaten waren rar gesät. Der Dax hielt sich stabil bei knapp über 12.400 Punkten - minus 0,5 Prozent. Der EuroStoxx50 notierte 0,6 Prozent schwächer bei 3530 Stellen.

14:43 Uhr

Nach Ölpreis-Schock: Trump geht wieder auf Fed los

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(Foto: dpa)

Donald Trump lässt keine Gelegenheit verstreichen, um den Druck auf die US-Notenbank Fed aufrechtzuerhalten. Nun forderte der US-Präsident angesichts der der jüngsten Preissprünge am Ölmarkt eine Zinssenkung. Es brauche eine "große" Senkung des Leitzinses und weitere Schritte, um die Wirtschaft anzukurbeln, twitterte Trump.

Seine Aufforderung kam nur zwei Tage vor der nächsten Entscheidung der Notenbank zur Höhe des Leitzinses. Trump bezeichnete die Fed und deren Chef Jerome Powell auch erneut als "ahnungslos".

14:26 Uhr

Negativschlagzeilen lassen Atlantia-Kurs weiter abstürzen

Atlantia
Atlantia 22,23

Der italienische Infrastukturbetreiber Atlantia kommt nicht aus den Schlagzeilen. Nach dem Kursrückgang am Freitag ging es für die Aktie heute um weitere 8 Prozent nach unten. Auslöser war ein Bericht in der Zeitung "Corriere della Sera". Demzufolge führte die italienische Steuerpolizei Durchsuchungen und Verhaftungen im Rahmen einer Untersuchung von gefälschten Berichten über Sicherheitskontrollen von Autobahnbrücken und Viadukten durch.

Zwei Manager von Spea Engineering, einer Tochtergesellschaft von Atlantia, und ein weiterer stünden wegen betrügerischer Falschdarstellung über die Situation der Brücken Paolillo und Pecetti unter Hausarrest, hieß es.

14:01 Uhr

Lufthansa-Aktie stark unter Druck

Lufthansa
Lufthansa 17,70

Sehr schwer hat es heute die Aktie der Lufthansa - sie verlor am frühen Nachmittag 3,6 Prozent auf 14,41 Euro. Einerseits setzen ihr die massiv steigenden Ölpreise zu. Andererseits wurden Forderungen aus der CDU laut, die eine Verdoppelung der Ticketpreise für Inlandsflüge fordern.

13:44 Uhr

BVB-Aktie nach Gala gegen Leverkusen im Aufwind

BVB
BVB 8,24

Die Aktie von Borussia Dortmund hat heute deutlich angezogen - der Kurs stieg um gut 3 Prozent auf 9,60 Euro. Angesichts des 4:0-Sieges gegen Bayer Leverkusen sprach ein Marktteilnehmer von einer "Gala-Vorstellung".

Nun sollte das morgige Champions-League-Spiel gegen den spanischen Fußball-Meister FC Barcelona zu hohen Einnahmen führen. Der Widerstand für die BVB-Aktie liegt bei 10 Euro, Unterstützung wird bei 9,20 Euro erwartet.

13:30 Uhr

Ex-Deutsche-Bank-Chef Cryan hat neuen Job

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John Cryan

(Foto: picture alliance / Boris Roessle)

Neues Betätigungsfeld für John Cryan: Der ehemalige Chef der Deutschen Bank wird Verwaltungsratschef des britischen Hedgefonds Man Group. Cryan werde sein Amt am 1. Januar antreten, teilte die Man Group mit. Cryan, der im April 2018 seinen Posten als Deutsche-Bank-Chef nach knapp drei Jahren räumen musste, gehört dem Man-Verwaltungsrat bereits seit Januar 2015 an.

Durch eine externe Suche hätte man keinen besseren Kandidaten als Cryan finden können, erklärte der Hedgefonds. Der 58-jährige Brite habe viel Erfahrung bei Finanzierungs- und Regulierungsthemen und passe zur Kultur des Unternehmens. Man ist mit einem verwalteten Vermögen von 114 Milliarden Dollar der weltgrößte börsennotierte Hedgefonds.

13:08 Uhr

Deutschland zapft Ölreserven nicht an

Deutschland wird sich nicht dem US-Vorgehen anschließen und wegen des Drohnenangriffs auf saudi-arabische Ölanlagen nationale Ölreserven freigeben. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Nach den Informationen des Ministeriums dürfte der Ausfall der Raffinerien einige Tage bis vielleicht zwei Wochen dauern.

Das Vorgehen der USA zur Freigabe der Ölreserven wollte das Wirtschaftsministerium nicht kommentieren. Allerdings stellte es fest, dass Deutschland bei einem solchen Schritt hierzulande nicht alleine agieren würde.

12:43 Uhr

Normale Ölproduktion in Saudi-Arabien wohl erst in Monaten

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(Foto: REUTERS)

Die Reparatur der bei Drohnenangriffen beschädigten Ölanlagen in Saudi-Arabien kann sich Insidern zufolge hinziehen. Bis zur vollständigen Normalisierung der Ölproduktion "kann es Monate dauern", hieß es aus dem Umfeld des staatlichen Ölkonzerns Aramco. Es sei "immer noch schlimm", sagte einer der Insider.

Bereits gestern hatten Branchenexperten gesagt, dass die Ölexporte in dieser Woche wie gewohnt weiterlaufen könnten, wenn Saudi-Arabien seine Lagerbestände anzapfe. Dauere der Produktionsausfall aber länger, müssten die Exporte gedrosselt werden.

12:33 Uhr

Wall Street wird wohl mit Verlusten starten

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Auch bei den US-Indizes werden heute Abschläge erwartet. Dabei konzentriert sich zunächst alles auf die neue Nahost-Krise, nachdem es am Samstag Attacken auf saudische Ölproduktionsanlagen gegeben hat. Der Anstieg der Ölpreise könnte zudem die Inflation treiben und damit die Geldpolitik beeinflussen. In dieser Woche entscheidet die US-Notenbank Fed über den Leitzins - nach wie vor wird aber eine Senkung um 25 Basispunkte erwartet.

Bei den Einzelwerten fielen General Motors vorbörslich um 3,1 Prozent. Die Arbeiter des Autokonzerns sind in einen landesweiten Streik getreten. Im Übrigen dürften die Ölpreise die Kurse machen. Unter den Ölwerten gewannen Schlumberger 6,1 Prozent und Marathon Oil 10,6 Prozent. Dagegen dürften die Aktien der Fluglinien unter Druck geraten.

12:24 Uhr

Drohnenangriffe lassen Preise für Heizöl und Benzin anziehen

Nach Angriffen auf Ölanlagen in Saudi-Arabien bekommen auch die Verbraucher in Deutschland die Folgen zu spüren. Der Preis für Heizöl sprang regional unterschiedlich um 3 bis 5 Cent je Liter nach oben, teilte der Messgeräte-Hersteller Tecson auf seiner Webseite mit. Der bundesweite Durchschnittspreis für 100 Liter Heizöl (bei Abnahme von 3000 Litern, inklusive Mehrwertsteuer) erhöhte sich demnach um rund vier Euro von 66,60 auf 70,50 Euro. Das entspricht einem Anstieg von rund 6 Prozent.

  • "Mit diesem Ereignis ist das Tankfenster für den Verbraucher erst einmal zugeschlagen", heißt es auf der Seite. "Wir raten zum Abwarten."
12:05 Uhr

Opioid-Krise in den USA: Purdue beantragt Gläubigerschutz

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(Foto: dpa)

Der im Zentrum der Opioid-Krise in den USA stehende Pharmakonzern Purdue Pharma hat Gläubigerschutz beantragt. Beim Insolvenzgericht in White Plains im US-Bundesstaat New York reichte Purdue einen Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter 11 ein. Damit würde dem Unternehmen Schutz vor den Gläubigern gewährt werden, um sich neu aufzustellen.

Mit 24 Bundesstaaten, fünf US-Territorien sowie leitenden Anwälten von mehr als 2000 Städten, Bezirken und anderen Klägern erzielte Purdue zudem eine vorläufige Vereinbarung zur Beilegung der Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Opioid-Krise, wie der Konzern mitteilte. In den USA sind nach Behördenangaben zwischen 1999 und 2017 fast 400.000 Menschen an den Folgen von Opioid-Missbrauch gestorben.

11:47 Uhr

Scholz erwartet keine Minuszinsen für Kleinsparer

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(Foto: imago/Christian Ohde)

Droht den Sparern das Umlegen der Negativzinsen durch die Banken? Bundesfinanzminister Olaf Scholz schüttelt mit dem Kopf.

  • Ich habe den Bankvorständen sehr klar gesagt, dass ich glaube, dass es ein ziemlich schlechter Einfall wäre, jetzt für die Millionen Sparer ... mit Negativzinsen zu arbeiten", sagte der SPD-Politiker der "Bild"-Zeitung.
  • "Ich glaube, dass alle das gut verstanden haben." Es sei eine "sehr klare Ansage" der Politik an die Banker gewesen.

Im Übrigen gibt es laut Scholz rechtliche Grenzen, weil viele Verträge dies nicht erlaubten.

11:16 Uhr

Pfund-Anleger machen vor Juncker-Johnson-Treffen Kasse

Kurz vor den Brexit-Gesprächen des britischen Premierministers Boris Johnson mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker gehen Pfund-Anleger auf Nummer sicher. Die britische Währung verbilligte sich um 0,6 Prozent auf 1,2429 US-Dollar, nachdem sie am Freitag dank schwindender Ängste vor einem ungeordneten EU-Ausstieg Großbritanniens auf ein Sieben-Wochen-Hoch von 1,2506 Dollar gestiegen war.

Johnson hält nach eigenen Aussagen weiterhin eine Einigung über die künftigen Beziehungen für möglich. Gleichzeitig bekräftigte der Premier, dass er sein Land zum 31. Oktober notfalls auch ohne eine Vereinbarung aus der EU führen wolle, obwohl das Parlament ein Gesetz verabschiedet hat, wonach Großbritannien in einem solchen Fall in Brüssel um eine Verschiebung des Brexit bitten müsste.

11:04 Uhr

Dax nach Ölpreis-Schock unter Druck

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Dax 13.241,75

Die Drohnenangriffe auf die wichtigste Ölraffinerie Saudi-Arabiens haben die Anleger an den Börsen verunsichert. Der Dax verlor am Vormittag 0,6 Prozent auf 12.392 Punkte - zuvor hatte der Leitindex acht Handelstage in Folge Gewinne verbucht. Für den MDax ging es um 1,1 Prozent abwärts auf 25.970 Zähler. Der TecDax sackte um 0,3 Prozent auf 2864 Stellen ab. Der EuroStoxx50 ging um 0,6 Prozent auf 3527 Punkte nach unten.

Anleger sorgten sich nun, dass sich die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten weiter verschärften, schrieb Analyst Milan Cutkovic vom Handelshaus Axitrader in einem Kommentar. Commerzbank-Ökonom Ulrich Leuchtmann erinnerte an die erste Ölkrise in den 1970er-Jahren und beschwichtigte: "2019 ist nicht 1973. Damals war es ein Boykott durch die arabischen Staaten - dessen Dauer vor allem politisch bestimmt war." Heute arbeite man in Saudi-Arabien daran, die Produktion schnell wieder flott zu kriegen.

10:54 Uhr

Drohende US-Strafzölle belasten Airbus-Aktie stark

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Aus Furcht vor US-Strafzöllen ziehen sich Anleger bei Airbus zurück. Die Aktie des Flugzeugbauers fiel in Paris um bis zu 4,4 Prozent auf 120 Euro. In Frankfurt verbilligte sich das im MDax notierte Papier um 3,2 Prozent.

Auslöser des Ausverkaufs war ein Bericht des Magazins "Politico" vom Freitag, dem zufolge die Welthandelsorganisation WTO den USA grünes Licht für Strafzölle auf europäische Produkte im Volumen von 11,2 Milliarden Dollar gegeben hat. Der europäische Konzern habe nach Einschätzung der WTO wettbewerbsschädliche Subventionen in Milliardenhöhe erhalten.

10:36 Uhr

Analysten halten Ölpreis von 100 Dollar für möglich

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Nach dem Angriff auf die Aramco-Anlage von Abkaik.

(Foto: REUTERS)

Die Angriffe auf zwei saudi-arabische Raffinerien und deren Wirkungen auf die weltweite Energieversorgung werden die Analysten an den Finanzmärkten auf den Plan rufen. Kurzfristig seien steigende Risikoaufschläge auf den volkswirtschaftlich bedeutenden Ölpreis unvermeidlich, sind sich die meisten von ihnen einig. Allerdings bleiben die Meinungen über den weiteren Verlauf der geopolitisch eskalierten Lage nach dem Angriff geteilt.

Nach Angaben der Experten von Jefferies könnte sich der politische Risikoaufschlag durch die sich ergebende Gefahr einer Gegenreaktion durch die USA oder Saudi-Arabien wahrscheinlich um weitere 5 bis 10 Dollar je Barrel erhöhen. Schlimmstenfalls, rechnen die Jefferies-Analysten vor, könne eine Blockade der Straße von Hormus Ölpreise um 100 Dollar je Barrel nach sich ziehen. Holger Schmieding von der Berenberg-Bank hält einen nachhaltigen preissteigernden Effekt des Angriffs für weiter unwahrscheinlich. Es werde wohl keine direkte Konfrontation zwischen Saudi-Arabien und dem Iran geben, denn beide Seiten hätten dabei zu viel zu verlieren.

10:13 Uhr

Stark verteuertes Öl schiebt Kurse der Energiekonzerne an

Die europäischen Börsen haben verunsichert auf die Angriffe auf Öl-Anlagen in Saudi-Arabien reagiert - profitieren konnten allerdings die Titel der großen Energiekonzerne. In London legten die Kurse von BP mit 3,8 Prozent und von Royal Dutch Shell mit 3,3 Prozent kräftig zu. In Paris kletterte der Kurs der Total-Aktie um 2,9 Prozent; auch die Erdölunternehmen CGC, Maurel et Prom und TechnipFMC konnten zulegen.

Deutlich nach gab in Frankfurt mit einem Minus von mehr als 3 Prozent der Kurs der Lufthansa. Der steigende Kerosinpreis hatte die Fluggesellschaft zuletzt bereits belastet.

10:03 Uhr

Ölpreise schnellen auf Vier-Monats-Hochs nach oben

Die Verknappung des weltweiten Ölangebots nach den Angriffen auf saudiarabische Raffinerien hat den Ölpreis auf den höchsten Stand seit vier Monaten getrieben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich am Vormittag um 10 Prozent auf 66,51 US-Dollar, ein Barrel US-Leitöl der Sorte WTI um 9 Prozent auf 59,96 Dollar, nachdem die Produktion in zwei saudischen Ölförderanlagen nach Drohnenangriffen gedrosselt werden musste. Der Ausfall betrifft rund 5 Prozent des weltweiten Ölangebots.

Auch bei den Devisen gab es Bewegung. Im asiatischen Devisenhandel verlor der US-Dollar 0,2 Prozent auf 107,81 Yen und gab 0,1 Prozent auf 7,0712 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent niedriger bei 0,9880 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1073 Dollar und gab 0,2 Prozent auf 1,0941 Franken nach. Das Pfund Sterling verlor 0,2 Prozent auf 1,2476 Dollar.

09:53 Uhr

n-tv Zertifikate Talk: Wo bleibt die Wertpapierkultur?

Vielen Sparern ist offenbar immer noch nicht klar: Geld, das einfach nur auf der Bank liegt und keine Rendite bringt, verliert kontinuierlich an Wert. Experten raten: aktiv werden und anlegen. Wie die Wertpapierkultur in Deutschland verbessert werden kann und welche Rolle Zertifikate dabei spielen könnten, darüber diskutiert Friedhelm Tilgen auf dem Deutschen Derivate Tag in Frankfurt mit Metin Simsek von der UBS und Lars Brandau vom Deutschen Derivate Verband.

09:49 Uhr

Axel Springer will "eher bei Häuptlingen sparen"

Springer-Chef Mathias Döpfner. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archivbild

Mathias Döpfner

(Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa)

Nach dem Einstieg des Finanzinvestors KKR beim Medienunternehmen Axel Springer hat der Vorstandschef Mathias Döpfner einen harten Sparkurs angekündigt.

  • "Das klingt nicht nur nach einem großen Schnitt, das ist einer", sagte Döpfner der "Süddeutschen Zeitung".
  • "Wo digitales Wachstum gelingt, werden wir investieren und Mitarbeiter einstellen oder umlernen, wo möglich. Wo strukturell Umsatzrückgang herrscht, müssen wir restrukturieren und Arbeitsplätze abbauen." Das betreffe die Zeitung "Welt", aber auch die "Bild", die Druckereien und Zeitschriften.
  • "Wir werden eher bei den Häuptlingen als bei den Indianern sparen. Wir verschlanken die Hierarchien." In Summe werde man jedoch Arbeitsplätze aufbauen, so Döpfner.

Die Witwe des Firmengründers Axel Springer, Friede Springer, betonte dass das Unternehmen weiter auf Journalismus setze.

  • "Wir bleiben ein journalistisches Haus", sagte sie. Auch die defizitäre Tageszeitung 'Welt' würde weitergeführt. "Ich liebe die 'Welt'", sagte Springer.
09:26 Uhr

US-Banken enteilen europäischer Konkurrenz

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(Foto: REUTERS)

Europas führende Banken fallen im Wettlauf mit der US-Konkurrenz immer weiter zurück. Die zehn größten Institute in den Vereinigten Staaten verdienten im ersten Halbjahr 2019 zusammen mehr als zweieinhalb Mal so viel wie ihre Wettbewerber diesseits des Atlantiks. Der Abstand vergrößerte sich sogar noch weiter, wie aus einer Auswertung des Beratungsunternehmens EY hervorgeht.

Demnach verdienten die zehn nach Bilanzsumme größten Geldinstitute in Europa in den ersten sechs Monaten 2018 unter dem Strich zusammen rund 26,4 Milliarden Euro und damit fast sechs Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die zehn größten US-Banken kamen umgerechnet auf fast 70 Milliarden Euro - ein Plus von 0,6 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018. Allein die US-Großbank JPMorgan Chase als Bestverdiener schaffte in dem Halbjahr 16,6 Milliarden Euro Gewinn.

09:18 Uhr

Dax startet mit Minus - Lufthansa-Aktie am Index-Ende

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Lufthansa 17,70

Die Drohnen-Attacken auf saudiarabische Öl-Anlagen machen auch dem deutschen Aktienmarkt zu schaffen. Der Dax startete mit einem Minus von 0,4 Prozent auf 12.416 Punkte in die neue Handelswoche. Der MDax verlor 0,9 Prozent auf 26.023 Zähler. Der TecDax sank um 0,7 Prozent auf 2852 Stellen.

Die massiv steigenden Ölpreise machten vor allem Lufthansa zu schaffen. Mit minus 2,7 Prozent lagen sie am Dax-Ende.

09:07 Uhr

Schwache Daten lasten auf Chinas Börse

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(Foto: imago/China Foto Press)

Enttäuschende Konjunkturdaten haben zu Wochenbeginn der Börse Shanghai zu schaffen gemacht. Der dortige Leitindex kam kaum vom Fleck und notierte bei 3032 Punkten. Der Aktienmarkt in Tokio blieb wegen eines Feiertages geschlossen. Auf die Stimmung der Anleger schlug Börsianern zufolge das überraschend schwache Wachstum der chinesischen Industrieproduktion im August. Mit 4,4 Prozent gab es das geringste Plus seit mehr als 17 Jahren.

Daneben sorgte die Ölpreis-Explosion für Kursausschläge an den Aktienmärkten. So gewannen die chinesischen Ölkonzerne PetroChina und China Petroleum bis zu 3,3 Prozent. In Indien brachen die Papiere der Ölhändler Hindustan Petroleum und Bharat Petroleum um jeweils knapp sechs Prozent ein, die Titel der Fluggesellschaften SpiceJet und Interglobe verloren bis zu 3,8 Prozent.

08:56 Uhr

Russland erwartet keinen Öl-Engpass

Russland befürchtet trotz der Angriffe auf saudiarabische Ölanlagen derzeit keine Versorgungsengpässe. Es gebe weltweit genug Öl in Lagerbeständen, um Lieferausfälle aus Saudi-Arabien auszugleichen, sagte Energieminister Alexander Novak.

Auch sehe er keine unmittelbare Notwendigkeit, ein außerplanmäßiges Treffen von Ölförderländern innerhalb und außerhalb der Opec einzuberufen. Russland sei aber wegen der jüngsten Entwicklung in Kontakt mit Saudi-Arabien, und er selbst plane ein Telefongespräch mit seinem dortigen Amtskollegen.

08:27 Uhr

TLG und Aroundtown basteln wohl an einem Dax-Kandidaten

Mit einem angestrebten Aktientausch schmieden TLG und Aroundtown vermutlich den nächsten Dax-Kandidaten aus dem Immobilienbereich. Dabei geht es auch um Grand City, an der Aroundtown 39 Prozent hält. Sollten die drei Unternehmen irgendwann komplett verschmelzen, würden sie nach derzeitigem Stand eine Marktkapitalisierung von etwa 15 Milliarden Euro in die Waagschale werfen.

TLG hatte am Wochenende mitgeteilt, man halte ungeachtet der jüngsten Abschläge an der geplanten Fusion fest. Mit zunehmender Transparenz und Kommunikation würden sich die Aktienkurse wieder einrenken.

08:07 Uhr

Spannungen im Nahen Osten machen Dax zu schaffen

Dax
Dax 13.241,75

Nach den Angriffen auf saudiarabische Öl-Anlagen dürfte der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Freitag hatte er unter anderem dank der Hoffnungen auf eine Annäherung im Zollstreit zwischen den USA und China 0,5 Prozent auf 12.468,53 Punkte zugelegt. Börsianer schauen besorgt auf die wachsenden Spannungen im Nahen Osten. Die USA machen den Iran für die Drohnen-Angriffe auf Öl-Anlagen in Saudi-Arabien verantwortlich, zu denen sich die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen aus dem Bürgerkriegsland Jemen bekannt hatten.

Daneben wirft der Fed-Entscheid seine Schatten voraus. Unter Börsianern gilt als sicher, dass die US-Notenbank am Mittwoch den Leitzins um einen Viertelprozentpunkt senken wird. Daher liege das Hauptaugenmerk der Anleger auf den anschließenden Ausführungen des Fed-Chefs Jerome Powell, sagte Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen. "Entscheidend ist dabei nicht nur, ob die US-Notenbanker weitere Zinssenkungen in Aussicht stellen und wie viele. Von Bedeutung sind vor allem die Gründe für die Lockerung." Schließlich stehe die Fed unter großem Druck von US-Präsident Donald Trump, der zuletzt sogar Zinsen von "null oder weniger" forderte.

07:28 Uhr

VW zahlt Australiern nach Dieselskandal 79 Millionen Euro

VW Vorzüge
VW Vorzüge 183,46

Im Abgasskandal um seine Dieselfahrzeuge hat der Volkswagen-Konzern in Australien einem Vergleich im Wert von bis zu 127 Millionen australischen Dollar (79 Millionen Euro) zugestimmt. Dies teilten die Anwälte der Kläger mit. Betroffene Autobesitzer hatten mehrere Sammelklagen gegen den Konzern eingereicht. Die Einigung muss noch von einem Gericht gebilligt werden.

Mehr als 97.000 australische Autobesitzer können demnach Entschädigung beantragen. Sie können jeweils mit rund 1400 australischen Dollar rechnen. Die Einigung sei ein wichtiger Schritt, um tausenden Autofahrern in Australien zu "Gerechtigkeit und Wiedergutmachung" zu verhelfen, sagte Julian Schimmel, Anwalt der Kanzlei Maurice Blackburn, die eine der Sammelklagen eingereicht hatte. Der Autokonzern teilte mit, er sehe die Einigung als weiteren Schritt bei der Überwindung des Diesel-Problems. Die australische Verbraucherschutzbehörde ACCC hat VW wegen des Abgasskandals ebenfalls verklagt.

07:06 Uhr

Steigender Ölpreis lässt auch Preis für Gold anziehen

US-Dollar / Yen
US-Dollar / Yen 108,79

Die steigenden Ölpreise hievten die Aktien asiatischer Energiekonzerne wie PetroChina oder China Petroleum um bis zu vier Prozent ins Plus. Die Sorge vor einer Eskalation des Konflikts im Nahen Osten verteuerte die Anlagen in sogenannte sichere Häfen. So stieg der Goldpreis im frühen Handel in Asien um ein Prozent.

Die Märkte in Japan blieben am Montag wegen eines Feiertags geschlossen, weshalb sich die Liquidität an den asiatischen Märkten in Grenzen hielt. Der MSCI-Index asiatischer Aktien außerhalb Japans kletterte ein halbes Prozent auf 515,59 Punkte. Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,2 Prozent auf 107,81 Yen und gab 0,1 Prozent auf 7,0712 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent niedriger bei 0,9880 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1073 Dollar und gab 0,2 Prozent auf 1,0941 Franken nach. Das Pfund Sterling verlor 0,2 Prozent auf 1,2476 Dollar.

06:39 Uhr

Nach Angriffen auf Saudi-Arabien ziehen Ölpreise stark an

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 63,45

Nach den Drohnenangriffen auf die größte Ölraffinerie in Saudi-Arabien sind die Ölpreise deutlich gestiegen. In den ersten Handelsminuten nach den Angriffen waren die Preise für Öl bis zu 20 Prozent geklettert, bevor sie einen Teil des Anstiegs wieder abgaben.

Zuletzt verteuerte sich ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent um 6,60 Dollar oder knapp elf Prozent auf 66,82 Dollar - und damit auf den höchsten Stand seit Mitte Juli. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte um 5,34 Dollar oder knapp zehn Prozent auf 60,19 Dollar zu. Auch diese Sorte war zuletzt Mitte Juli so teuer.