Montag, 17. August 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Dax zeigt sich trotz fehlender Impulse gut behauptet

Dax
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An der Frankfurter Börse haben sich heute Bullen und Bären in etwa die Waage gehalten. Die Berichtssaison hatte in der Vorwoche ihren Höhepunkt erreicht, von daher fehlten nun auch von dieser Seite die Impulse. Die Corona-Pandemie war weiterhin das übergeordnete Thema auf dem Börsenparkett. Ein deutlich schlechter als erwartet ausgefallener Empire State Manufacturing Index August für den Großraum New York tangierte den deutschen Aktienmarkt nicht sonderlich.

So schleppte sich der Handel hin, der Dax ging 0,1 Prozent fester bei 12.921 Punkten aus dem Handel. Der MDax gewann 0,6 Prozent auf 27.490 Zähler, der TecDax 0,9 Prozent auf 3108 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 0,2 Prozent höher bei auf 3311 Punkten.

Favorit im Dax war die Infineon-Aktie mit plus 3,5 Prozent. Dahinter zogen Covestro um 1,9 Prozent an. Der Kunststoff-Spezialist blickt angesichts einer Nachfrageerholung optimistisch in die Zukunft. Seine Zukunft im Dax ist dennoch unsicher.

Unter Druck standen angesichts neuer Corona-Sorgen und der Reisewarnung für fast ganz Spanien erneut Aktien von Flug- und Reiseunternehmen. Lufthansa büßten mehr 3,7 Prozent ein. Der MDax-Konzern hält an seinem Reiseplan nach Spanien fest.

17:19 Uhr

Amazon will bei Cloud-Dienstleister einsteigen

Der Online-Einzelhandelsriese Amazon führt Insidern zufolge erste Gespräche über einen Einstieg beim Cloud-Dienstleister Rackspace. Dabei könne Amazon eine Minderheitsbeteiligung erwerben, hieß es. Eine Stellungnahme der Unternehmen lag zunächst nicht vor, die Rackspace-Aktie legte im Verlauf mehr als 15 Prozent zu.

Das Unternehmen mit Sitz in Texas hilft Firmen dabei, ihre Daten in die Wolke zu bringen - etwa zu Amazon Web Services (AWS), aber auch Google Cloud, Azure von Microsoft und VMware. Der Konzern wurde 2016 für 4,3 Milliarden Dollar von der Investmentfirma Apollo Global Management übernommen.

16:54 Uhr

Wie Anleger vom Hin und Her beim Dax profitieren können

Der Dax arbeitet sich stetig wieder nach oben und springt bei seinen Klettertouren über die Marke von 13.000 Punkten, aber nicht nachhaltig. Offenbar scheint er sich an dieser Hürde eher die Zähne auszubeißen. Welche Gründe dahinter stecken und wie Anleger mit Discountzertifikaten profitieren können, auch wenn der Dax unter Druck gerät, das bespricht Bianca Thomas mit Anouch  Wilhelms von der Société Générale.

16:36 Uhr

Johnnie-Walker-Hersteller schluckt Aviation Gin

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(Foto: REUTERS)

Der weltgrößte Spirituosenhersteller Diageo verleibt sich Aviation Gin ein. Für die vom Schauspieler Ryan Reynolds produzierte Gin-Marke legt der Konzern bis zu 610 Millionen US-Dollar auf den Tisch, wie Diageo mitteilte. Mit der Transaktion erhält der Hersteller von Johnnie-Walker-Whisky und Smirnoff-Wodka auch Zugang zu Marken wie Astral Tequila und Sombra Mezcal.

Diageo vertreibt bereits die Gin-Marken Tanqueray und Gordon's. Reynolds hält weiterhin einen Anteil an Aviation Gin.

16:26 Uhr

Wall Street uneinheitlich

Die Investoren an den US-Börsen sind zuversichtlich in eine von den Bilanzen der Einzelhändler geprägte Woche gestartet, zogen aber kurz darauf wieder die Bremse. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte nach anfänglichem Plus 0,3 Prozent tiefer bei 27.853 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann dagegen 0,3 Prozent auf 3382 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,6 Prozent auf 11.087 Punkte zu.

Die Berichtssaison in den USA ist fast abgeschlossen, in dieser Woche stehen noch die Daten der großen Einzelhändler wie Walmart, Kohls oder Target an. Bis Freitag haben 457 der 500 Firmen im S&P ihre Zahlen veröffentlicht. Davon haben 81,4 Prozent die - zuvor drastisch gesenkten - Erwartungen übertroffen.

16:09 Uhr

Bayer vermarktet Diabetes-Medikament in China

Bayer wird den Diabetes-Wirkstoff Dorzagliatin des chinesischen Unternehmens Hua Medicine nach geglückter Marktzulassung in China exklusiv vermarkten. Eine entsprechende Partnerschaft wurde jetzt vereinbart, wie beide Firmen mitteilten. Bayer zahlt Hua Medicine vorab 300 Millionen Yuan und leistet später - je nach Fortschritt bei der Entwicklung - sogenannte Meilensteinzahlungen im Gesamtvolumen von bis zu 4,16 Milliarden Yuan (510 Millionen Euro).

Die Leverkusener werden für die Vermarktung, Hua für Lieferung und Vertrieb zuständig sein. Den Umsatz teilen sich beide zunächst hälftig, Bayer bekommt zusätzlich eine nach Umsatz gestaffelte Servicegebühr.

15:44 Uhr

Easyjet macht drei britische Basen dicht

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Easyjet 555,80

Corona grassiert weiter, die Airlines müssen diesem Umstand weltweit Tribut zollen. Der britische Billigflieger Easyjet dünnt sein Standort-Netzwerk im Heimatmarkt aus. Das Unternehmen bestätigte, seine Basen an den Flughäfen London Stansted, London Southend und Newcastle ab dem 31. August zu schließen. Southend und Newcastle bleiben Teil des Routennetzes.

  • "Wir mussten die sehr schwierige Entscheidung treffen, drei britische Basen zu schließen als Ergebnis der beispiellosen Auswirkungen der Pandemie und der damit einhergehenden Reisebeschränkungen, die, verstärkt durch die Quarantänemaßnahmen in Großbritannien, die Nachfrage nach Reisen beeinträchtigen", sagte Easyjet-Chef Johan Lundgren.
15:17 Uhr

Unerwarteter Rückschlag: New Yorker Konjunkturindex fällt

Negative Überraschung in den USA: Die Geschäftsaktivität des verarbeitenden Gewerbes im Großraum New York ist nämlich im August überraschend gesunken. Der von der Fed New York ermittelte Index für die allgemeine Geschäftstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe des Distrikts verringerte sich auf plus 3,7. Volkswirte hatten einen Anstieg auf plus 19,0 prognostiziert, nachdem der Index im Vormonat bei plus 17,2 gelegen hatte.

Der Index gewährt einen guten Einblick in die Lagebeurteilungen sowie die Erwartungen auf sechs Monate der Hersteller in New York. Die Indexkomponente für den Ordereingang fiel auf minus 1,7 (Vormonat: plus 13,9). Der Subindex für die Beschäftigung stieg auf plus 2,4 (plus 0,4). Für die erzielten Preise wurde ein Wert von plus 4,7 (minus 4,5) ausgewiesen. Der New Yorker Konjunkturindex ist meist der erste regionale Indikator, der von den Fed-Filialen in einem Monat veröffentlicht wird.

New York ist die bevölkerungsreichste Stadt in den USA. Die Mega-Metropole liegt an einem der größten Naturhäfen der Welt.

14:53 Uhr

Maschinenbauer streichen Zehntausende Jobs

Ein Mechaniker überprüft beim Turbinenhersteller MAN-Turbo die Schaufeln einer Turbine. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

(Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild)

Die deutschen Maschinenbauer ihrem Verband VDMA zufolge im ersten Halbjahr rund 32.000 Arbeitsplätze abgebaut. Die Corona-Krise, die schwächelnde Konjunktur und der Strukturwandel bei wichtigen Kunden blieben nicht ohne Folgen, teilte der Verband mit. Die Zahl der Beschäftigten in der überwiegend mittelständisch geprägten Branche habe aber Ende Juni bei rund 1,03 Millionen gelegen.

Den Unternehmen, zu denen auch börsennotierte Konzerne wie Thyssenkrupp und Gea gehören, sind in den vergangenen Monaten die Aufträge weggebrochen. Die Branche kämpft aber ebenso seit Jahren mit einem Mangel an Ingenieuren und Facharbeitern. Deshalb versuchen viele Firmen, ihr Stammpersonal zu halten.

14:28 Uhr

Amazon ist ein Fall für das Bundeskartellamt

Amazon droht Ärger. Nach Angaben der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ermittelt nämlich das Bundeskartellamt derzeit gegen den Internetgiganten. Der Online-Handelsplattform wird vorgeworfen, ihre Marktmacht während der Pandemie ausgenutzt und mehrere Händler aufgrund zu hoher Preise gesperrt zu haben.

  • "Wir untersuchen derzeit, ob und wie Amazon die Preissetzung der Händler auf dem Marketplace beeinflusst", sagte der Kartellamtspräsident Andreas Mundt der FAZ.

Mittlerweile habe Amazon auf einige Anfragen geantwortet, nun würden die Stellungnahmen ausgewertet. Amazon dürfe kein Preiskontrolleur sein, äußerte Mundt weiter. Das gelte auch während der Pandemie.

13:55 Uhr

Aktie von SMA Solar stark - Rally geht weiter

Die im SDax notierte Aktie von SMA Solar hat zum Wochenauftakt ihre Rally fort und am frühen Nachmittag mit plus 5,7 Prozent auf 37,24 Euro einen ordentlichen Gewinn verzeichnet. Damit rückt das Jahreshoch von 40 Euro ins Blickfeld. Auslöser der jüngsten Hausse waren sehr starke Zweitquartalszahlen in der vergangenen Woche.

Daneben dürften die Anleger auf den Hoffnungsträger Shadefix spekulieren. Die Software ermöglicht einen hohen Energieertrag der Panels auch im Schatten. Jefferies schätzt die Möglichkeiten als möglicherweise "sehr signifikant" für SMA ein.

SMA Solar
SMA Solar 40,54

13:34 Uhr

Bundesbank erwartet kräftiges Wachstum, aber ...

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die deutsche Konjunktur zieht der Bundesbank zufolge derzeit stark an und löst sich damit vom Corona-Schock der vergangenen Monate.

  • "Nach dem starken Einbruch im ersten Halbjahr dürfte die deutsche Wirtschaft im Sommerquartal 2020 sehr kräftig wachsen", heißt es im Monatsbericht.
  • "Die deutliche und breit angelegte Erholung der gesamtwirtschaftlichen Leistung, die bereits nach dem Tiefpunkt im April einsetzte, wird sich aus heutiger Sicht fortsetzen." Der Weg zurück zur Normalität sei aber noch weit.
  • "Ungeachtet der fortschreitenden Aufholbewegung wird das Vorkrisenniveau jedoch im Sommervierteljahr und darüber hinaus noch erheblich verfehlt."

Die deutsche Wirtschaft war im zweiten Quartal wegen der Corona-Krise im Rekordtempo von 10,1 Prozent eingebrochen. Die Fachwelt sagt für das laufende Quartal wieder Wachstum voraus.

13:05 Uhr

BVB mit roten Zahlen - keine Dividende für Aktionäre

BVB
BVB 6,01

Der einzige börsennotierte Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat in der vergangenen Saison unter anderem infolge der Corona-Pandemie und der Geisterspiele einen Verlust eingefahren. Bei stagnierenden Erlösen von rund 370 Millionen Euro fiel im Konzern nach ersten Berechnungen netto ein Minus von 44 Millionen Euro an.

Vor Jahresfrist hatte der deutsche Vizemeister einen Gewinn von 17,4 Millionen ausgewiesen. Operativ sank das Ergebnis (Ebitda) auf 63 (116) Millionen Euro. Die Aktionäre sollen keine Dividende erhalten.

Die BVB-Aktie verbilligte sich am Mittag um 1,6 Prozent.

12:54 Uhr

Wall Street im Plus erwartet - S&P-500 in Richtung Rekordhoch

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(Foto: REUTERS)

An der Wall Street dürfte es zum Start in die neue Woche aufwärts gehen. Die Futures auf die großen US-Aktienindizes deuten eine etwas festere Eröffnung an. Der S&P-500 könnte dabei sogar ein neues Rekordhoch erreichen. Weil aber in den USA noch Urlaubssaison ist, rechnen Händler mit einem ruhigen Handel.

Zentrale Themen sind nach wie vor das politische Gezerre um eine Fortsetzung der Corona-Hilfen und die Spannungen zwischen USA und China. Eigentlich hatten beide Seiten für den 15. August Verhandlungen über das vor einem halben Jahr abgeschlossene Phase-1-Handelsabkommen geplant, die aber auf unbestimmte Zeit verschoben wurden. Heute beginnt überdies in den USA der virtuelle Parteitag der Demokraten, der bis Donnerstag dauert. Nicht zuletzt wegen der im Herbst anstehenden Präsidentschaftswahl könnten auch von dort marktbewegende Nachrichten kommen.

An Konjunkturdaten steht nur der Empire State Manufacturing Index für August auf der Agenda. Volkswirte schätzen, dass der Index auf 19,0 Punkte von 17,2 gestiegen ist.

12:29 Uhr

Staatsgarantie für Batteriezellenfabrik - VW und BMW beteiligt

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Bick auf die Northvolt-Produktionsanlage.

(Foto: via REUTERS)

Die Bundesregierung unterstützt die Finanzierung einer Batteriezellenfabrik in Schweden, an der auch Volkswagen und BMW beteiligt sind, mit einer staatlichen Garantie. Dabei geht es um eine Summe von umgerechnet 443 Millionen Euro, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. An dem Vorhaben seien Volkswagen und BMW maßgeblich beteiligt. Die deutschen Autobauer gingen mit dem schwedischen Unternehmen Northvolt eine strategische Kooperation für die gemeinsame Forschung und Entwicklung ein.

VW und BMW könnten sich über die Kooperation den langfristigen Bezug technologisch hoch entwickelter Batteriezellen auf Lithium-Ionen-Basis sichern, die für die künftigen Flotten von Elektrofahrzeugen dringend benötigt werden, hieß es. Die Northvolt-Produktionsanlage in Schweden diene zudem als Referenz- und Pilotprojekt für die Batteriezellfertigung "Northvolt Zwei", die als Gemeinschaftsfirma zwischen Northvolt und Volkswagen in Salzgitter von 2024 an in Betrieb gehen solle.

12:12 Uhr

Sanofi kauft US-Spezialisten für Autoimmunkrankeiten

Der Pharmakonzern Sanofi will mit einer Milliardenübernahme sein Geschäft mit Medikamenten gegen Autoimmunerkrankungen und Allergien stärken. Die Franzosen bieten einer Mitteilung zufolge für den US-Konzern Principia Biopharma 100 US-Dollar je Aktie in bar, was einer Bewertung von insgesamt rund 3,68 Milliarden Dollar entspricht. Mit einem Abschluss des Deals, dem beide Unternehmen bereits zugestimmt haben, wird im vierten Quartal 2020 gerechnet.

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Sanofi 88,65

Die gebotenen 100 Dollar je Aktie entsprechen einem Aufschlag von rund 10 Prozent zum Schlusskurs der Principia-Biopharma-Papiere vom Freitag. Allerdings hatten diese bereits im Juli nach Spekulationen über ein Interesse von Sanofi stark zugelegt. Seither ging es um mehr als ein Fünftel nach oben.

Mit dem Kauf sichert sich Sanofi unter anderem Zugriff auf den Medikamentenkandidaten SAR442168 zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) sowie auf das Mittel Rilzabrutinib, das gegen die Hautkrankheit Pemphigus Vulgaris sowie gegen die Werlhof-Krankheit - ein Blut-Autoimmun-Leiden - getestet wird.

Die Sanofi-Aktie verteuerte sich am Vormittag um 1,1 Prozent.

11:45 Uhr

Nicht nur Wirecard bringt Bewegung in den Dax

Der bevorstehende Rauswurf von Wirecard aus dem Dax und TecDax löst eine umfassende Überarbeitung der Dax-Familie aus. Die Aktien des Aschheimer Zahlungsdienstleisters werden wegen des Insolvenzverfahrens und der entsprechenden Reform des Regelwerks aus den Indizes entnommen, und zwar voraussichtlich zum Schlusskurs am Freitag.

In den Dax werden aller Voraussicht nach Delivery Hero nachrücken, in den TecDax LPKF Laser. Bester Nachrückkandidat für Delivery Hero in den MDax sind die Aktien von Aixtron. Den Platz von Aixtron im SDax dürften dann die Aktien der Hornbach Baumarkt AG einnehmen. Das zeigen die Daten aus den Index-Ranglisten per Ende Juli, die als Grundlage der Veränderungen dienen.

Bei der nächsten regulären Index-Überprüfung am 3. September könnte der Abstieg von Covestro aus dem Dax in den MDax beschlossen werden. Denn mit dem Scheitern der Übernahme durch Thermo Fisher steht mit Qiagen ein Nachrückkandidat bereit. Grundlage der September-Veränderungen sind allerdings erst die Daten per Ende August. Änderungen würden zum Schlusskurs am 18. September wirksam.

11:25 Uhr

Intica-Kurs geht wegen Übernahmeangebots durch die Decke

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Intica 6,05

Hier einmal Blick auf eine Aktie, die nicht so oft Schlagzeilen macht. Intica haussierten nämlich zu Wochenbeginn mit Aufschlägen von 23 Prozent. Damit stieg die Aktie praktisch auf den Preis des Übernahmeangebots von 6 Euro, das Printad für den Passauer Autozulieferer unterbreitet hat.

Das Gebot ist abhängig vom Erreichen einer Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent plus einer Intica-Aktie. Die Erfolgsaussichten dürften gut sein, hält Printad doch bereits fast 30 Prozent der Intica-Papiere.  

11:06 Uhr

Experten: Dax hängt von Technologieaktien ab

Der Dax ist nach Einschätzung von CMC Markets technisch abgeschlagen. Eine Trendwende an der Wall Street sei zwar nach wie vor nicht zu erkennen, drei der großen fünf Technologieaktien - Apple, Microsoft und Facebook - seien aus charttechnischer Sicht aber an einem Punkt angelangt, wo durchaus die Gefahr für eine solche Trendwende bestehe.

  • "Das Risiko auch für den Dax liegt in den fünf Aktien, die mehr als 20 Prozent des Gesamtmarktes ausmachen. Wenn diese Börsenlieblinge drehen, könnte wie schon in der vergangenen Woche eine Verkaufswelle über die Märkte schwappen - der Dax mit einbegriffen", heißt es.

Der Technologiesektor lag in Europa 0,7 Prozent fester im Markt. An der Frankfurter Börse notierte der Dax am späten Vormittag 0,1 Prozent höher bei 12.920 Punkten. Infineon behaupteten im Leitindex mit plus 2,4 Prozent ihre Spitzenposition. Das Papier des Dax-Schwergewichts SAP legte um 0,5 Prozent zu.

10:54 Uhr

Aktie von Olympique Lyon bei Anlegern sehr gefragt

Am Mittwochabend spielt Bayern München gegen Olympique Lyon um den Einzug ins Finale der Fußball-Champions-League. Nach dem überraschenden 3:1-Viertelfinalsieg der Franzosen gegen Manchester City decken sich nun Anleger mit Olympique-Aktien ein. Die Anteilsscheine zogen an der Pariser Börse um bis zu 7,8 Prozent nach oben.

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(Foto: dpa)

10:25 Uhr

Flug- und Reisekurse gehen kräftig runter

Heute ist wieder ein schwieriger Tag für Flug- und Reiseanbieter-Aktien. Grund ist die wieder zunehmende Zahl von Reisewarnungen und -beschränkungen. Investoren fürchteten vor allem, dass es im Herbst wieder zu strengeren Restriktionen komme.

Lufthansa gaben am Vormittag um 2,1 Prozent nach. Tui sackten um 4,2 Prozent ab. Deutschlands größter Touristikkonzern hat alle Pauschalreisen aus Deutschland in weite Teile Spaniens vorübergehend abgesagt. Air France-KLM verbilligten sich um 2,9 Prozent, Carnival um 4,7 Prozent.

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10:03 Uhr

Hellofresh-Aktie bleibt in Corona-Zeit begehrt

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Hellofresh 38,28

Eine Kapitalerhöhung hat es mit sich gebracht, dass die Aktie von Hellofresh mit Abschlägen von 3 Prozent in den Handel gestartet ist. Mittlerweile ist das Papier wieder in den positiven Bereich gedreht und hat um 3,9 Prozent zugelegt.

Hintergrund ist, dass die Kapitalerhöhung lediglich der Ausübung von Kaufoptionen durch die Unternehmensgründer dient. Hellofresh bleibe einer der Anleger-Lieblinge in Zeiten von Corona, heißt es weiter.

09:44 Uhr

Industrie beschäftigt in Corona-Krise weniger Menschen

Die Beschäftigung in der deutschen Industrie ist in der Corona-Krise erneut gesunken. Ende Juni waren gut 5,5 Millionen Menschen im sogenannten Verarbeitenden Gewerbe tätig und damit 2,4 Prozent oder 133.000 weniger als im Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt mit. Schon im Mai hatte es einen Rückgang um 2,1 Prozent gegeben.

Rückgänge gab es in fast allen Branchen, insbesondere im Auto- und Maschinenbau, der Metallbranche sowie der Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren. Einzig in der Chemiebranche wuchs die Beschäftigung. Die Statistiker sprachen von "leichten Effekten" der Corona-Krise. Nach jahrelangem Beschäftigtenaufbau in der Industrie habe sich der Trend mit der Pandemie ins Negative gedreht. Kurzarbeiter zählten jedoch als Beschäftigte, sodass sie sich nicht in der Statistik auswirkten, betonte die Behörde.

09:16 Uhr

Dax startet mit klitzekleinem Plus

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Der deutsche Aktienmarkt ist uneinheitlich die die neue Handelswoche gestartet. Der Dax gewann 0,1 Prozent auf 12.911 Punkte. Der MDax verlor dagegen 0,5 Prozent auf 27.188 Punkte. Der TecDax gab um 0,2 Prozent auf 3075 Stellen nach. Der EuroStoxx50 notierte kaum verändert bei 3304 Punkten.

Im Dax setzten sich Infineon mit plus 0,7 Prozent an die Spitze. Wirecard begannen ihre letzte Woche im Leitindex mit minus 12,4 Prozent auf 1,19 Euro.  

08:39 Uhr

Japans Wirtschaft schrumpft im Rekordtempo

Japans Wirtschaftsleistung ist im zweiten Quartal so stark zurückgegangen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Im Dreimonatszeitraum von April bis Juni schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 7,8 Prozent zum Vorquartal. Der Rückgang fiel damit etwas größer aus, als erwartet worden war - in anderen Industrienationen war das BIP wegen der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise aber teils noch deutlich stärker eingebrochen.

Dennoch ist es für Japan der heftigste Rückgang der Wirtschaftsleistung seit Beginn der Aufzeichnung vergleichbarer Daten 1980. Damit verschärfte sich die Rezession in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt.

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(Foto: picture alliance / dpa)

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08:12 Uhr

Dax geht neue Handelswoche defensiv an

Zu Beginn der neuen Handelswoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Freitag war der deutsche Aktienindex 0,7 Prozent schwächer bei 12.901 Punkten aus dem Handel gegangen.

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Anleger treibt vor allem die Furcht vor neuen flächendeckenden Reisebeschränkungen um. Sorge bereitet unter anderem die Einstufung von fast ganz Spanien als Risikogebiet. Im Vordergrund steht die Frage, ob erneute Einschränkungen drohen, die eine Konjunkturerholung ausbremsen könnten.

Nach der Zahlenflut in der vergangenen Woche geht die Berichtsaison ihrem Ende entgegen. Am Morgen legte der Wohnungskonzern Grand City Properties Zahlen für das erste Halbjahr vor und bestätigte seine Prognose für das Gesamtjahr. Auf der Konjunkturseite warten Anleger auf den Monatsbericht der Bundesbank. Zudem legt das Statistische Bundesamt die Juni-Zahlen zum verarbeitenden Gewerbe vor.

07:54 Uhr

Euro startet mit leichten Gewinnen

Der Euro startet mit leichten Kursgewinnen. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1855 US-Dollar und damit etwas mehr als am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,1813 Dollar festgesetzt.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,19

Der Wochenstart dürfte am Devisenmarkt zumindest mit Blick auf die erwarteten Konjunkturdaten eher ruhig ausfallen. In der Eurozone stehen keine nennenswerten Wirtschaftszahlen auf dem Programm. In den USA werden ein Stimmungsindikator aus der Industrie und Zahlen vom Immobilienmarkt veröffentlicht. Notenbanker halten sich mit öffentlichen Auftritten weitgehend zurück.

07:32 Uhr

Asiens Märkte ächzen unter schwachen Japan-Daten

Die Börsen in Asien zeigen sich bislang durchwachsen. Die jüngsten japanischen Wirtschaftsdaten drücken in Tokio die Stimmung der Anleger: Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,8 Prozent tiefer bei 23.108 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,6 Prozent und lag bei 1614 Punkten.

Nikkei
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Zuvor war bekannt geworden, dass Japans Wirtschaft im zweiten Quartal infolge der Coronavirus-Pandemie den größten wirtschaftlichen Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen verkraften muss. Das japanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte von April bis Juni auf Jahresbasis um 27,8 Prozent, wie Regierungsdaten zeigten. Dies ist der größte Rückgang seit Beginn der Aufzeichnung vergleichbarer Daten im Jahr 1980. Analysten hatten mit einem Rückgang von 27,2 Prozent gerechnet.

Die Börse in Shanghai lag 2,3 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 2,4 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,2 Prozent. Dass für vergangenen Samstag vorgesehene US-chinesische Handelsgespräche plötzlich ohne neues Datum verschoben wurden, belastet derweil nicht. Das Thema dürfte laut Experten aber für die meisten Marktteilnehmer im Fokus bleiben.

06:40 Uhr

Machtmissbrauch? Kartellamt nimmt Amazon unter die Lupe

Amazon
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Das Bundeskartellamt überprüft den Vorwurf, dass der Onlinehändler Amazon während der Corona-Pandemie eine marktbeherrschende Stellung missbrauche. "Wir untersuchen derzeit, ob und wie Amazon die Preissetzung der Händler auf dem Marketplace beeinflusst", sagte Amtspräsident Andreas Mundt der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Grund seien Beschwerden, dass Amazon während der ersten Monate der Pandemie Händler wegen angeblich überhöhter Preise gesperrt habe. "Amazon darf kein Preiskontrolleur sein. Das gilt auch jetzt", sagte Mundt. Bisher allerdings habe das Kartellamt im Fall von Amazon "eine Marktbeherrschung nicht formell festgestellt".

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