Montag, 17. Januar 2022Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Dax schafft ganz entspannt ein kleines Plus

In der Ruhe liegt die Kraft. Nach diesem Motto verlief der Handel an der Frankfurter Börse. Der Dax notierte die gesamte Zeit über im Plus, es kam zu keinen größeren Ausschlägen. Impulse aus Übersee gab es heute nicht, an der Wall Street blieben die Türen feiertagsbedingt geschlossen.

DAX
DAX 13.934,89

In China hat die Notenbank nach der Veröffentlichung von BIP-Daten zwei Zinssätze gesenkt. Wie die Daten zeigen, wuchs die Wirtschaft im Jahr 2021 um 8,1 Prozent, was über den Erwartungen lag. Allerdings ließ die Wachstumsdynamik in den letzten Monaten des Jahres weiter nach. Die Zinssenkungen signalisierten aber die Entschlossenheit der Verantwortlichen in Peking, das Wachstum in diesem Jahr zu stabilisieren.

So ging der Dax mit einem Gewinn von 0,3 Prozent bei 15.934 Punkten aus dem Handel. Der EuroStoxx50 kletterte 0,8 Prozent auf 4306 Zähler.

In Frankfurt legten Traton 1,3 Prozent zu. Die Absatzzahlen der VW-Tochter bewegten sich im vergangenen Jahr nach Einschätzung der Citigroup im Rahmen der Erwartungen. Allerdings gebe es große Abweichungen zwischen den einzelnen Marken, der Auftragseingang bei Scania und Navistar habe sich schwächer entwickelt, der von MAN besser. Den Ausblick auf das laufende Jahr werten die Analysten optimistisch.

Um neun Prozent stürzten Siltronic ab. Hier sei die Übernahme durch Globalwafers noch immer nicht genehmigt, und das Übernahmeangebot laufe schon Ende Januar aus, heißt es. Anleger fürchten nun sogar ein Scheitern der Übernahme.

Nach der Mainzer Erfolgsgeschichte Biontech wird an der Börse derzeit ein weiterer Höhenflieger aus Mainz entdeckt: Mainz Biomed. Die Papiere des seit Anfang November an der US-Technologiebörse Nasdaq notierten Krebsfrüherkennungs-Spezialisten setzen ihre Kursrally mit einem Rekord fort. Auf der Handelsplattform Tradegate gewannen sie in der Spitze fast 38 Prozent auf 25 Euro.

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17:17 Uhr

Dr. Oetker schließt ein Werk

Hier eine kleine Meldung abseits des Börsengeschehens: Der Lebensmittelkonzern Dr. Oetker schließt ein Werk in Baden-Württemberg. Betroffen sind rund 190 Mitarbeiter der Produktion in Ettlingen bei Karlsruhe. Seit 2016 schreibe der Bereich Verluste, teilte das Unternehmen weiter mit.

Mit dem Betriebsrat will Dr. Oetker jetzt über einen Interessenausgleich verhandeln. Erhalten bleiben in Ettlingen 50 Arbeitsplätze im Bereich Marketing, Vertrieb und Verwaltung.

17:02 Uhr

Siltronic-Hängepartie belastet Wacker Chemie

Wacker Chemie
Wacker Chemie 157,55

Für Wacker Chemie ist es um 0,5 Prozent nach unten gegangen. Belastet wurde das Papier von den Unsicherheiten um die geplante Übernahme von Siltronic durch Globalwafer. Wacker hält an Siltronic eine Beteiligung von 31 Prozent.

Analysten sind sich uneins: Nach Einschätzung von Warburg könnte der Deal scheitern. Die LBBW geht derweil in ihrem Basisszenario weiter davon aus, dass die Transaktion durchgehen werde.

16:32 Uhr

Eigenheimbauer-Aktienkurs steigt stark

Optimistische Aussagen zu den Geschäftsaussichten haben Anleger zum Einstieg bei Taylor Wimpey getrieben. Die Aktie des drittgrößten britischen Eigenheimbauers verteuerte sich um 2,4 Prozent.

Die Auftragsbücher des Unternehmens sind nach eigenen Angaben prall gefüllt. Im abgelaufenen Jahr seien 14.087 Einheiten fertiggestellt worden, 47 Prozent mehr als im Jahr davor.

16:22 Uhr

Arzneifirma aus Mecklenburg-Vorpommern will an die Börse

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(Foto: imago images/Steinach)

Der nordostdeutsche Arzneimittel-Hersteller Cheplapharm steht vor einem voraussichtlich milliardenschweren Börsengang. Das Familienunternehmen aus Greifswald will in den nächsten Wochen 750 Millionen Euro mit der Platzierung neuer Aktien einnehmen, wie Cheplapharm mitteilte. Darüber hinaus wollen die Eigentümer, die Geschwister Sebastian Braun und Bianca Juha, Aktien verkaufen. Der Börsenaspirant will damit den Kauf weiterer Pharmaprodukte finanzieren und einen Teil seiner Schulden von 2,45 Milliarden Euro zurückzahlen.

Das Unternehmen betreibt keine eigene Pharma-Forschung. Es hat sich in 25 Jahren für gut drei Milliarden Euro ein Portfolio von mehr als 100 zumeist verschreibungspflichtigen Arzneimitteln zusammengekauft, deren Patentschutz ausgelaufen ist und die seit mindestens 20 Jahren am Markt sind.

16:00 Uhr

Zu geringes Angebot, Ukraine-Krise: Brent-Ölpreis steigt stark

Brent Rohöl
Brent Rohöl 110,55

Ein erneuter Anstieg des Brent-Ölpreises hat den Teuerungsdruck hochgehalten. Die Nordseesorte rückte am Nachmittag um 2,1 Prozent auf 85,80 US-Dollar vor. "Das Angebot der Opec+-Staaten reicht nicht aus, um die starke weltweite Nachfrage zu befriedigen", sagte ein Analyst. Einige Exportstaaten hätten wegen maroder Förderanlagen Probleme, ihre Förderquoten zu erfüllen.

Daneben machte die Ukraine-Krise Investoren nervös, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Eine umfassende Invasion durch Russland würde die Börsen natürlich auf Talfahrt schicken.

15:30 Uhr

Bringen steigende Zinsen Hightech-Aktien in Bedrängnis?

Die US-Notenbank denkt über Zinserhöhungen nach und sorgt damit für Turbulenzen bei den großen High-Tech-Aktien. Warum reagiert gerade dieser Sektor so sensibel auf steigende Zinsen? Wie es mit den Technologiewerten weitergeht und welche Branchen Alternativen für Anleger sein können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley.

15:16 Uhr

Siltronic-Übernahme bleibt offen - Aktie weiter tiefrot

Siltronic
Siltronic 86,60

Nun spricht die Regierungsseite: Das Bundeswirtschaftsministerium will sich bei der Prüfung der Übernahme des Waferherstellers Siltronic durch den taiwanischen Rivalen Globalwafers nicht unter Druck setzen lassen. Überprüfungen im Außenwirtschaftsbereich seien oft sehr komplex und müssten auch genau sein, sagte eine Sprecherin in Berlin. Zu Einzelheiten könne sie derzeit keine Angaben machen, das betreffe auch die Dauer des Verfahrens.

Allerdings drängt die Zeit: Bis zum 31. Januar muss das Ministerium grünes Licht geben, sonst ist der vor mehr als einem Jahr vereinbarte Verkauf geplatzt. Die Siltronic-Aktie verringerte ihren Verlust etwas und verlor am Nachmittag 8,3 Prozent.  

15:07 Uhr

Pfizer nimmt bei Anti-Corona-Pille Geld in die Hand

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(Foto: picture alliance / SvenSimon)

Der Pharmariese Pfizer investiert in Frankreich 520 Millionen Euro und will damit die Produktion seiner Anti-Corona-Pille beschleunigen. Unter anderem will der US-Konzern ab dem dritten Quartal in einer Fabrik des französischen Pharmakonzerns Novasep Wirkstoffe herstellen, die für die Pille verwendet werden, wie Pfizer mitteilte.

Ein Teil der Investition solle auch in Forschung und Entwicklung fließen. Die Anti-Corona-Tablette zeigte in Studien eine Wirksamkeit von fast 90 Prozent bei der Vorbeugung von Krankenhausaufenthalten und Todesfällen bei Hochrisiko-Patienten. In den USA hat Pfizer dafür bereits eine Notfallzulassung bekommen, in der EU wird dies gerade noch geprüft.

14:51 Uhr

Navistar-Übernahme schiebt Traton kräftig an

Traton
Traton 16,49

Der Nutzfahrzeughersteller Traton hat seinen Absatz im vergangenen Jahr trotz der Halbleiterknappheit um mehr als ein Drittel gesteigert. Das Unternehmen mit den Marken MAN, Scania, Navistar und VWCO verkaufte mit 271.600 Fahrzeugen 43 Prozent mehr als im ersten Corona-Jahr 2020. Aufwärts ging es vor allem bei Lastwagen, hier schnellte der Absatz um fast die Hälfte auf 230.500 Fahrzeuge nach oben.

Die Volkswagen-Tochter profitierte 2021 vor allem von der Übernahme des US-Nutzfahrzeugherstellers Navistar. Ohne diesen Effekt wäre der Absatz um 27 Prozent gestiegen.

14:27 Uhr

"China produziert das, was wir im Lockdown brauchen"

Trotz Stromknappheit in den industriestarken Küstengebieten und dem wochenlangen Lockdown der Millionenstadt Xi'an kann China ein ordentliches Wirtschaftswachstum vorweisen. Die Zahlen seien mit Vorsicht zu genießen aber begründbar, sagt Jörg Wuttke, Präsident der Europäischen Handelskammer in Peking.

14:04 Uhr

Aktienrückkäufe "tendenziell gut", aber ...

Noch nie war der Wert der Aktienrückkäufe durch Unternehmen so hoch wie in diesem Jahr. Im "Handelsblatt" wurde eine Rekordsumme von 17,7 Milliarden Euro aufgeführt, die in diesem Jahr für Rückkäufe aufgewendet würden.

Zu einer differenzierten Betrachtung dieser Frage rät Jürgen Molnar von Robomarkets. "Tendenziell ist das eine gute Nachricht", so der Analyst. Anleger könnten von einer guten Geschäftsentwicklung ausgehen, und ihr prozentualer Anteil an den Unternehmen steige. Andererseits seien die Aktienrückkäufe zuletzt vor der Finanzkrise so hoch gewesen, und zudem könnten die hohen Cash-Bestände wegen der niedrigen Zinsen nicht adäquat investiert werden.

13:20 Uhr

Curevac meldet personellen Verlust in der Forschung

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Impfstoffhersteller Curevac verliert eine zentrale Figur in der Forschung. Mariola Fotin-Mleczek verlasse das Unternehmen zum Monatsende, wie Curevac mitteilte. Nach fast 16 Jahren wissenschaftlicher Leitung ziehe sich Fotin-Mleczek zurück und verlasse nach insgesamt 33 Jahren Deutschland, um in ihrer Heimat Polen ein Familienunternehmen außerhalb der Biotechbranche aufzubauen.

Zukünftig soll Igor Splawski die weitere Entwicklung der mRNA-Technologie von Curevac leiten, fachlich angeführt von Patrick Baumhof, Senior Vice President Technology.

Fotin-Mleczek hat laut Curevac grundlegend zur Weiterentwicklung der mRNA-Technologie insgesamt beigetragen. Sie ist Miterfinderin vieler Schlüsselpatente für die mRNA-Technologie und hat mehr als 30 wissenschaftliche Publikationen zur mRNA-Technologie verfasst.

13:13 Uhr

Wirtschaftsweiser: EZB soll bereits 2022 Zinsen erhöhen

Der Wirtschaftsweise Volker Wieland fordert die EZB zu einer Zinserhöhung bereits im laufenden Jahr auf. "Der Ausschluss einer möglichen Zinserhöhung 2022 ist schwer zu begründen und unnötig", sagt Wieland der "Wirtschaftswoche". Vor allem erstaune ihn, dass EZB-Chefin Christine Lagarde ihren expansiven Kurs damit rechtfertige, man werde 2023 und 2024 wieder unter dem Inflationsziel von zwei Prozent liegen. "Angesichts der Fehleinschätzungen zur Inflationsentwicklung ist es sehr gewagt, die aktuelle Geldpolitik an Prognosen zu koppeln, die derart weit in die Zukunft reichen", erklärte Wieland. Die Inflation im Euro-Raum war im Dezember überraschend auf ein erneutes Rekordhoch gestiegen.

12:38 Uhr

Anleger flüchten aus russischen und ukrainischen Anleihen

Die wachsenden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine machen Anleger immer nervöser. Sie warfen Staatsanleihen der beiden Länder aus ihren Depots. Dies trieb die Rendite der bis 2024 laufenden ukrainischen Dollar-Bonds und der bis 2043 laufenden russischen Titel auf 15,42 beziehungsweise 4,206 Prozent. Das ist jeweils der höchste Stand seit dem Börsen-Crash vom Frühjahr 2020.

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(Foto: picture alliance/dpa/AP)

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12:22 Uhr

Lohnauszahlungen auf den MV Werften

Die MV Werften am Standort Stralsund.

Die MV Werften am Standort Stralsund.

(Foto: Stefan Sauer/dpa)

Auf den MV Werften hat die Auszahlung der Dezember-Löhne begonnen. Die vorfinanzierende Bank habe alle Überweisungen an die Mitarbeiter ausgeführt, von denen eine Abtretungserklärung vorliege, teilte ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Christoph Morgen mit. Die weiteren Überweisungen folgten nach Eingang der noch fehlenden Erklärungen.

Die Höhe des Insolvenzgeldes entspricht dem Sprecher zufolge dem ausgefallenen Nettolohn und ist begrenzt auf die in der allgemeinen Rentenversicherung geltende Beitragsbemessungsgrenze. Für die MV Werften mit ihren rund 2000 Beschäftigten war am vergangenen Montag ein Insolvenzantrag gestellt worden.

12:11 Uhr

Goldman Sachs sorgt für festere Varta-Aktie

Eine Anteilsaufstockung durch Goldman Sachs hat Anleger zum Einstieg bei Varta ermuntert. Die Aktie des Batterie-Herstellers stieg um ein Prozent. Einer Pflichtmitteilung zufolge hält die US-Investmentbank nun 5,02 Prozent an dem MDax-Unternehmen.

Varta AG
Varta AG 77,64

11:50 Uhr

Petrus erneuert Ablehnung der Aareal-Offerte

Aareal Bank
Aareal Bank 31,80

Im Ringen um die Übernahme der Aareal Bank hat Großaktionär Petrus Advisers nach der Schlappe vor Gericht seine Ablehnung der Kaufofferte erneuert. Das Oberlandesgericht Frankfurt bestellte vergangene Woche die vom Unternehmen selbst vorgeschlagenen Kandidaten für den Aufsichtsrat und ließ damit Petrus abblitzen.

Der Schritt sei befremdlich, bei nächster Gelegenheit werde Petrus deren sofortige Abwahl veranlassen, teilte der aktivistische Investor in London mit. Er hatte beantragt, stattdessen seine drei Kandidaten zu bestellen. Petrus bewertete das Übernahmeangebot von 29 Euro je Aareal-Aktie erneut als unzureichend und bekräftigte, dieses nicht anzunehmen.

Die mehr als 1,7 Milliarden Euro schwere Kaufofferte der Finanzinvestoren Advent, Centerbridge und CPPIB für die Aareal Bank läuft am Mittwoch aus. Eine Woche vor Ablauf des Angebots hatten sie sich lediglich 3,2 Prozent an dem Wiesbadener Immobilienfinanzierer gesichert.

11:29 Uhr

Dax bleibt im grünen Bereich

Kurze Wasserstandsmeldung von der Frankfurter Börse im Telegrammstil: 1. insgesamt ruhiger Handel, 2. Dax bewegt sich im engen Rahmen - zu Mittag plus 0,4 Prozent bei 15.955 Punkten, 3. EuroStoxx50 geht um 0,6 Prozent auf 4298 Stellen hoch.

11:12 Uhr

Bankchef geht wegen Verstoßes gegen Corona-Regeln

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António Horta-Osório

(Foto: dpa)

Der Chef der Schweizer Großbank Credit Suisse, António Horta-Osório, ist wegen Verstoßes gegen die Corona-Regeln zurückgetreten, damit war er nur achteinhalb Monate auf diesem Posten. Nachfolger ist mit sofortiger Wirkung Risikovorstand Axel Lehmann, wie das Geldinstitut mitteilte. Ordentlich gewählt werden soll der Schweizer bei der Ende April geplanten Hauptversammlung.

Der Portugiese Horto-Osório war erst Ende April 2021 zum neuen Chef der Credit Suisse gewählt worden, nachdem die Eidgenossen wegen der Insolvenz der britischen Greensill-Bank und des Ausfalls des US-Hedgefonds Archegos tief in die roten Zahlen gerutscht waren.

10:56 Uhr

Raumklima-Spezialist Tado geht mit Spac GFJ an die Börse

Der Raumklimaspezialist Tado strebt einen Börsengang durch die Hintertür an. Das Münchner Unternehmen plant laut Mitteilung einen Zusammenschluss mit der leeren Unternehmenshülle GFJ ESG, dem Spac um den früheren Klöckner-Vorstandschef Gisbert Rühl, um dann an die Frankfurter Wertpapierbörse zu gehen. Tado rechnet mit einer Bewertung von rund 450 Millionen Euro.

Die Tado GmbH bezeichnet sich mit ihrem Angebot an Thermostaten und Servicelösungen als europäischen Marktführer für intelligentes Raumklima-Management. Bis 2025 soll der Umsatz auf über eine halbe Milliarde Euro steigen. GFJ war selbst Ende 2021 an die Börse gegangen und sucht nach jungen Unternehmen im Bereich nachhaltiger Technologien.

10:22 Uhr

Milliardenpoker feuert Kurs von Pharmaunternehmen hoch

GlaxoSmithKline
GlaxoSmithKline 20,95

In der Hoffnung auf eine nachgebesserte Offerte von Unilever für die Konsumgüter-Sparte von GlaxoSmithKline steigen Anleger bei dem Pharmakonzern ein. Der Aktienkurs kletterte in London um 5,6 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 1733 Pence. Unilever-Titel rutschten dagegen um 6,6 Prozent ab und waren mit 3677,5 Pence so billig wie zuletzt vor zwei Jahren.

Unilever ist nach eigenen Aussagen weiter an Sparte interessiert, obwohl Glaxo ein umgerechnet 60 Milliarden Euro schweres Angebot zurückgewiesen hat.

10:06 Uhr

Europäische Öl- und Gaswerte auf Zwei-Jahres-Hoch

Die anhaltende Ölpreis-Rally gibt den europäischen Öl- und Gaswerten weiter Auftrieb. Ihr Index stieg um 0,8 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 304,74 Punkten. Die Ölsorte Brent aus der Nordsee kostet mit 86,71 US-Dollar je Barrel so viel wie zuletzt vor etwa dreieinhalb Jahren.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 110,55

09:43 Uhr

Warum sich Frauen bei Finanzen zurückhalten

Frauen und Finanzen, das hört man bislang leider immer noch eher selten. Aber woran liegt das? Haben Frauen schlicht keinen Bock auf Börse oder steckt mehr dahinter? Wo liegen die Unterschiede zwischen Frauen und Männern, wenn es um Anlageverhalten und -strategien geht, und wo finden sich Gemeinsamkeiten? Warum es auch und besonders für Frauen lohnend sein kann, sich aktiv um Finanzen und Vermögensaufbau zu kümmern und wo angehende Anlegerinnen und Anleger sich informieren können, darüber talkt Raimund Brichta mit Petra Ahrens von Maiestas Vermögensmanagement und Nadine Heemann von der Heemann Vermögensverwaltung.

09:19 Uhr

Scheitert der Deal? Aktie von Waferhersteller stürzt ab

Siltronic
Siltronic 86,60

Steil nach unten ist es mit dem Aktienkurs von Siltronic gegangen - das Papier des Waferherstellers auf Silizium verlor knapp zehn Prozent an Wert. Hier belastet nach Aussage eines Marktteilnehmers die Nachricht des Unternehmens, dass für den geplanten Zusammenschluss mit dem taiwanischen Wettbewerber Globalwafers weiter die Genehmigung durch das Bundeswirtschaftsministerium fehle.

Die Transaktion könne nicht vollzogen werden, wenn das Ministerium nicht am oder vor dem 31. Januar 2022 eine Unbedenklichkeitsbescheinigung erteile. Global Wafers hatte sich mit dem Gebot von 145 Euro je Aktie den Zugriff auf mehr als 70 Prozent an Siltronic gesichert. Nun droht die Übernahme aufgrund der noch fehlenden regulatorischen Freigaben zu scheitern.

09:11 Uhr

Dax zu Beginn etwas fester

Der deutsche Aktienmarkt ist etwas fester in den Handel gestartet. Der Dax legte um 0,3 Prozent auf 15.924 Punkte zu. MDax und SDax notierten je 0,1 Prozent höher, der TecDax verlor 0,2 Prozent. Der EuroStoxx50 gewann 0,2 Prozent auf 4280 Stellen.

Impulse aus den USA werden heute fehlen, weil dort feiertagsbedingt die Börsen geschlossen bleiben. Auch die Nachrichtenlage ist wenig verändert. Die Omikron-Variante des Corona-Virus führt zu der erwartet weiter steigenden Inzidenz, die nun bundesweit über 500 liegt.

DAX
DAX 13.934,89

08:52 Uhr

Nikkei geht mit Plus in die Woche - Zugewinne auch in China

Nikkei
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Angetrieben von besser als erwartet ausgefallenen chinesischen Konjunkturdaten und einer überraschenden Zinssenkung der People's Bank of China (PBoC) legen die asiatischen Aktienmärkte zu. Der japanische Nikkei stieg um 0,7 Prozent auf 28.334 Punkte und die Börse Shanghai um 0,6 Prozent auf 3542 Zähler. Die chinesische Wirtschaft wuchs im vierten Quartal 2021 um vier statt der prognostizierten 3,6 Prozent.

An der japanischen Börse griffen Investoren ermuntert von Kursgewinnen der US-Halbleiterwerte bei Technologiewerten zu. Die vorangegangenen Verluste dieser wachstumsstarken Unternehmen seien überzogen gewesen, sagte Fondsmanager Naoki Fujiwara vom Vermögensverwalter Shinkin. So stiegen die Titel des Spielekonsolen-Anbieters Nintendo 1,7 Prozent.

08:41 Uhr

Spekulationen treiben die langen Zinsen

Mit der Zinsspekulation um die US-Notenbank stehen auch die sogenannten langen Zinsen im Blick. "An den Märkten kursieren Spekulationen, dass Staaten und Unternehmen für die kommenden Monate geplante Emissionen von Anleihen vorziehen könnten", so ein Marktteilnehmer. Damit könnten sie sich die immer noch niedrigen Zinsen sichern.

08:26 Uhr

Chinas Wirtschaft wuchs 2021 schneller als erwartet

Chinas Wirtschaft ist im letzten Vierteljahr wie auch im ganzen Jahr 2021 schneller gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg nach Angaben des staatlichen Statistikbüros im vierten Quartal um 4,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Experten hatten einen Zuwachs von 3,6 Prozent vorhergesagt nach 4,9 Prozent im dritten Quartal. Das Wachstum im Gesamtjahr 2021 lag bei 8,1 Prozent. Hier hatten die Analysten 8,0 Prozent erwartet.

Zudem wurden Daten zur Industrieproduktion im Dezember vorgelegt. Hier wurde ein Anstieg um 4,3 Prozent zum Vorjahr verzeichnet nach 3,8 Prozent im November. Die Experten waren von einem Anstieg von 3,6 Prozent ausgegangen.

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08:09 Uhr

Asien-Börsen uneinheitlich

Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien zeigen sich zu Wochenbeginn uneinheitlich. Während es an der Börse in Tokio aufwärts geht, gibt der Markt in Hongkong nach. Von der Wall Street kamen keine einheitlichen Vorgaben im Umfeld andauernder Zinssorgen und Quartalszahlen von US-Banken. An den US-Börsen findet am Montag aufgrund des Martin-Luther-King-Tags kein Handel statt.

In Hongkong verliert der Hang-Seng-Index 1,1 Prozent, belastet von Immobilienwerten. Country Garden Holdings geben 8,1 Prozent nach, Longfor Group büßen 2,6 Prozent ein. Titel von Kasiobetreiber legen indessen deutlich zu, nachdem die Zahl der verfügbaren Glücksspiellizenzen wohl nicht verringert werden soll, wie aus einem Gesetzentwurf hervorgeht. Sands China machen einen Sprung um 13,8 Prozent und Galaxy Entertainment steigen um 7,1 Prozent.

In Südkorea gibt der Kospi 1,5 Prozent nach. Belastet wird das Sentiment weiterhin von den Auswirkungen der Omikron-Variante des Coronavirus auf die Wirtschaft des Landes. Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering knicken um 7,5 Prozent ein, belastet von dem Veto der Europäischen Union gegen die Fusion mit Hyundai Heavy Industries (-3,3%).

Die Börse in Sydney schloss mit 0,3 Prozent im Plus, gestützt vom Energiesektor. Die angeschlagenen Reisewerte Webjet und Flight Centre erholten sich etwas von den jüngsten coronabedingten Verlusten und rückten um 2,8 bzw. 3,9 Prozent vor. Ölwerte profitierten von den weiter gestiegenen Ölpreisen: Santos, Woodside und Beach Energy gewannen zwischen 1,0 und 3,9 Prozent.

07:58 Uhr

Tech-Werte wieder im Höhenflug?

Mit einer Erholung bei Technologie-Aktien rechnet ein Marktteilnehmer. "Die Gegenbewegung der US-Titel dürfte auf Europa übergreifen", sagt der Händler. Viele Technologie-Titel hätten bereits viel stärker korrigiert, als sich das in den Branchen-Indizes zeige.

07:46 Uhr

Dax mit "klarer Richtung" auf Kurs 16.000?

Zum Auftakt der neuen Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Montag höher starten. Aktuell wird der Leitindex 0,4 Prozent fester bei 15.940 Zählern taxiert. "Amerika handelt heute nicht, von daher ist es spannend zu sehen, ob der Dax eine klare Richtung finden wird", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel.

Gewinneinbußen bei großen US-Banken zu Beginn der Bilanzsaison hatten die Anleger am Freitag verstimmt. Der Dax verlor 0,9 Prozent auf 15.883 Zähler. Die Wall Street bleibt heute wegen des Feiertags Martin Luther King Day geschlossen, US-Konjunkturdaten stehen nicht auf dem Terminplan. Das Augenmerk dürfte sich um so mehr auf die Zahlen zum chinesischen Wachstum richten. Es fiel mit vier Prozent höher aus als erhofft.

07:32 Uhr

Ölpreis steigt auf Dreijahreshoch

Der Ölpreis klettert in Fernost auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Futures der Nordsee-Sorte Brent legen zunächst auf 86,71 Dollar je Barrel (159 Liter) zu, so teuer wie zuletzt Anfang Oktober 2018. Im weiteren Verlauf lag der Preis dann bei 86,48 Dollar, ein Plus von 0,5 Prozent. Analyst Toshitaka Tazawa von Fujitomi Securities erklärte, die Produktion der Opec+ reiche nicht aus, um die weltweite Nachfrage zu befriedigen.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 110,55
Rohöl WTI
Rohöl WTI 109,62

 

07:16 Uhr

Dollar sucht die Richtung

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der US-Dollar 0,2 Prozent auf 114,43 Yen und gibt 0,1 Prozent auf 6,3470 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er kaum verändert bei 0,9143 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1417 Dollar und zieht 0,1 Prozent auf 1,0442 Franken an. Das Pfund Sterling stagniert bei 1,3679 Dollar.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,04
US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,96

 

07:00 Uhr

Tokioter Börse notiert fester

Die Börse in Tokio hat sich zunächst stärker gezeigt. Es würden einige Wachstumstitel zurückgekauft, sagte Fondsmanager Naoki Fujiwara von Shinkin Asset Management. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,7 Prozent höher bei 28.319 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,5 Prozent und lag bei 1988 Punkten.

Der Shanghai Composite liegt 0,6 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewinnt 0,9 Prozent.

Nikkei
Nikkei 26.547,05

06:45 Uhr

Während Corona: Reichste Menschen verdoppelten ihr Vermögen

Die zehn reichsten Menschen der Welt haben der Organisation Oxfam zufolge während der Coronavirus-Pandemie ihr Vermögen auf 1,5 Billionen Dollar verdoppelt. In Deutschland hätten die zehn reichsten Personen ihr kumuliertes Vermögen von 144 Milliarden Dollar auf etwa 256 Milliarden gesteigert, heißt es in einem Bericht der Entwicklungshilfeorganisation. Dies sei ein Anstieg um etwa 78 Prozent. "Für Milliardäre gleicht die Pandemie einem Goldrausch", erklärte der Oxfam-Referent Manuel Schmitt. "Regierungen haben Milliarden in die Wirtschaft gepumpt, doch ein Großteil ist bei Menschen hängengeblieben, die von steigenden Aktienkursen besonders profitieren."

Unter Berufung auf Daten der Zeitschrift "Forbes" listet Oxfam Tesla-Chef Elon Musk als reichsten Menschen der Welt mit einem US-Vermögen von 294,2 Milliarden Dollar auf, gefolgt von dem Amazon-Gründer Jeff Bezos und dem französischen Milliardär Bernard Arnault. Die ersten Deutschen liegen auf Platz 31, Beate Heister und Karl Albrecht junior von Aldi mit 43 Milliarden Dollar. Neu auf der Liste auf Platz 161 findet sich in diesem Jahr Biontech-Vorstandschef Ugur Sahin mit 13,2 Milliarden Dollar.

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06:24 Uhr

Start ohne Wall Street: Das wird für den Dax heute wichtig

In der vergangenen Handelswoche ist der Dax unter dem Strich kaum vom Fleck gekommen. Mal ein Prozent rauf, dann wieder ein knappes Prozent abwärts - und so weiter. Und so notierte er zum Wochenschluss mit 15.883 Punkten zwei Zähler unter seinem 2021er-Schlusskurs. Spekulationen auf raschere Zinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) bereiteten der Jahresanfangsrally ein vorläufiges Ende. "Die Geldpolitik macht Ernst und wird in den kommenden Monaten eine gewisse Korrektur an den Aktienmärkten in Kauf nehmen", warnt Anlagestratege Jürgen Molnar vom Brokerhaus Robomarkets. "Erst wenn an der geldpolitischen Front Beruhigung einkehrt, dürften sich auch die Turbulenzen an den Finanzmärkten wieder legen."

Trotz der gelegentlichen Rückschläge beurteilen Experten die Aussichten für die Aktienmärkte grundsätzlich optimistisch. "So wie es sich derzeit abzeichnet, werden die Gewinne der Unternehmen in vielen Fällen schneller wachsen als die Kurse gestiegen sind", prognostiziert Rainer Weyrauch, Manager der Fürst Fugger Privatbank. "Dies bedeutet, dass sich auch 2022 wieder attraktive Chancen bieten werden."

Auch Craig Erlam, Marktanalyst des Brokerhauses Oanda, erwartet eine Fortsetzung der Rally. "Inflation und Zinssätze sind zwar ein großer Gegenwind, aber die Wirtschaft ist stark, der Arbeitsmarkt ist angespannt und die Verbraucher sind in einer guten Position. Daran könnten sich die Anleger festhalten."

Anleger sollten zudem auch weiterhin die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus nicht unterschätzen, warnte Chris Iggo, Chef-Anleger des Vermögensverwalters Axa Investment Managers. "Wir befinden uns mitten in der vierten Pandemiewelle. Auch wenn die Zahl der Krankenhauseinweisungen und Todesfälle dank der Impfungen niedriger ist als bei früheren Wellen, kommt es immer noch zu Störungen. Dies wird kurzfristig einige Abwärtsrisiken für das Wachstum mit sich bringen."

Da die Wall Street heute wegen des Feiertags Martin Luther King Day geschlossen bleibt, stehen vergleichsweise wenige Konjunkturdaten auf dem Terminplan. Chinesische Wirtschaftsdaten liefern dafür Kursimpulse zum Wochenstart. Fraport-Verkehrszahlen zeigen, wie sich die Luftfahrtbranche entwickelt hat und nachbörslich öffnet dann noch Rio Tinto seine Bücher.

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