Montag, 18. November 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Handelsdeal-Optimismus verfliegt - Dax taucht ab

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(Foto: picture alliance/dpa)

Mit den europäischen Aktienmärkten ist es heute zumeist bergab gegangen. Weiterhin hängt der US-chinesische Handelskonflikt wie ein Damoklesschwert über den Märkten. Im Handel wurde darauf verwiesen, dass sich die Stimmung in Peking bezüglich eines baldigen Handelsdeals mit den USA wohl eingetrübt habe. In Frankfurt gab der Dax um 0,3 Prozent nach und schloss bei 13.207 Punkten. Der MDax gewann 0,1 Prozent auf 27.239 Zähler. Der TecDax legte um 0,7 Prozent auf 3019 Stellen zu. Der EuroStoxx50 gab um 0,5 Prozent auf 3694 Punkte nach.

Im Dax war die VW-Aktie die große Verliererin. Sie verbilligte sich um 4,1 Prozent auf 175,94 Euro. Belastend wirkte neben den drohenden US-Strafzöllen auch, dass der Wolfsburger Autokonzern die Prognosen für 2020 heruntergenommen hat. Mehr dazu lesen Sie hier.

Im MDax legten Deutsche Wohnen um 3,3 Prozent zu. Grund ist, dass das Bundesbauministerium den geplanten Berliner Mietendeckel für verfassungswidrig hält.

17:00 Uhr

Experten sehen Pfund-Kurs bei Tory-Sieg kräftig steigen

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(Foto: REUTERS)

Bei einem Sieg der Konservativen von Premierminister Boris Johnson am 12. Dezember wird das Pfund Sterling nach Ansicht von Devisenstrategen kräftig an Wert gewinnen. Ein daraus resultierendes Ende des Brexit-Stillstands würde die britische Währung über die Marke von 1,30 US-Dollar hieven, so MUFG-Devisenstratege Lee Hardman. Derzeit bewegt sich das Pfund knapp darunter bei 1,2965 Dollar. Laut Hardman würde sich überdies die Tür öffnen für Kurse im mittleren 1,30-Dollar-Bereich.

Derweil sieht die US-Bank Morgan Stanley das Pfund Anfang 2020 sogar bis auf 1,40 Dollar steigen, sollten die Wahlen einen eindeutigeren Weg in Richtung weicher Brexit aufzeigen.

16:47 Uhr

Bahn bestätigt Abschied von Finanzvorstand Doll

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Alexander Doll

(Foto: picture alliance/dpa)

Nun ist es offiziell: Der Finanzvorstand der Deutschen Bahn, Alexander Doll, scheidet zum Jahresende aus dem Staatskonzern aus. Das bestätigte die Bahn nach einer Aufsichtsratssitzung. Der auch für den Güterverkehr und die Logistik verantwortliche Manager und der Aufsichtsrat des Konzerns hätten im gegenseitigen Einvernehmen das Vertragsverhältnis aufgehoben, hieß es.

Doll war vor zwei Jahren in den Vorstand berufen worden, das Finanzressort übernahm er zusätzlich erst Anfang dieses Jahres.

16:34 Uhr

Osram-Betriebsrat kann Übernahmeangebot nicht verhindern

Der Osram-Betriebsrat ist mit dem Versuch gescheitert, eine Übernahme des Unternehmens durch den österreichischen Sensorhersteller AMS gerichtlich zu stoppen. Das Frankfurter Oberlandesgericht (OLG) lehnte den Antrag des Konzernbetriebsrats auf eine einstweilige Verfügung gegen die Finanzaufsicht Bafin ab. Laut Gericht stellt sich die Beschwerde des Konzernbetriebsrats gegen die Bafin als "nicht statthaft und damit als unzulässig dar".

Die Arbeitnehmervertreter hatten verlangt, dass die Bafin das Übernahmeangebot stoppt. Der Osram-Konzernbetriebsrat fürchtet eine Zerschlagung des Unternehmens durch die Österreicher.

16:20 Uhr

Deutsche Wohnen legt Widerspruch gegen Bußgeld ein

Deutsche Wohnen
Deutsche Wohnen 35,44

Neue Runde im Rechtsstreit mit der Deutsche Wohnen: Der Immobilienkonzern hat Widerspruch gegen den Bußgeldbescheid in Millionenhöhe eingelegt, den die Berliner Datenschutzbeauftragte erlassen hatte. Nach Angaben der Datenschützer von Anfang November waren im Archiv des Unternehmens zum Teil ältere persönliche Daten von Mieterinnen und Mietern einsehbar, darunter Sozial- und Krankenversicherungsdaten, Arbeitsverträge sowie Informationen über ihre finanziellen Verhältnisse. Das Bußgeld beläuft sich auf 14,5 Millionen Euro.

Der Widerspruch sei eingegangen, bestätigte eine Sprecherin der Datenschutzbehörde, die nun entscheiden muss, wie sie darauf reagieren soll. Falls sie sich dem Widerspruch inhaltlich nicht anschließt, übergibt sie ihn über die Staatsanwaltschaft ans Gericht. Wann dann eine Entscheidung zu erwarten ist, lässt sich schwer absehen.

16:10 Uhr

Zweifel an Handelsdeal: Wall Street eröffnet schwächer

Keine allzu gute Handelslaune herrscht an der Wall Street: Dort überwiegen bei den Anlegern nun doch die Zweifel an einem Handelsabkommen zwischen den USA und China. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab in den ersten Handelsminuten 0,1 Prozent nach auf 27.979 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,2 Prozent auf 3116 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 0,2 Prozent tiefer bei 8526 Punkten. Die Stimmung in Peking sei "pessimistisch", dass ein Handelsabkommen mit den USA erzielt werden könne, berichtete CNBC unter Berufung auf Insider.

Die Absage an das Milliardengebot des Druckerherstellers Xerox lastete auf den HP-Aktien. Sie gaben 1,5 Prozent nach. Auch die Xerox-Titel notierten 0,7 Prozent niedriger. HP geht nach der Absage an Xerox in die Gegenoffensive und erwägt nach eigenen Angaben, selbst ein Übernahmeangebot für Xerox vorzulegen.

15:47 Uhr

Telekom verliert John Legere als T-Mobile-US-Chef

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John Legere

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Deutsche Telekom verliert mit John Legere den schillernden Chef ihrer amerikanischen Mobilfunktochter T-Mobile US. Der Manager werde seinen Vertrag bis Ende April 2020 erfüllen und das Amt dann an den derzeit fürs Tagesgeschäft verantwortlichen Geschäftsführer Mike Sievert übergeben, teilten T-Mobile US und die Deutsche Telekom mit.

Legere hatte die US-Sparte mit aggressiven Marketingmethoden und vielen Milliarden aus Bonn zum drittgrößten Mobilfunker der USA gemacht, nachdem die US-Sparte lange geschwächelt und Verluste geschrieben hatte. Legere hat zudem die milliardenschwere Übernahme des mittlerweile überflügelten Konkurrenten Sprint in die Wege geleitet.

15:16 Uhr

Entsteht ein neuer Technologieriese?

Der japanische Investor Softbank will mit dem südkoreanischen Suchmaschinenanbieter Naver einen 30 Milliarden US-Dollar schweren Technologieriesen schmieden. Hierzu wollen die Konzerne ihre Töchter Z Holdings (früher: Yahoo Japan) und Line fusionieren, wie Softbank mitteilte. Der Zusammenschluss soll bis Oktober 2020 über die Bühne gehen.

Softbank
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Die Pläne sehen vor, dass das Joint Venture den Konzernen zu jeweils 50 Prozent gehört. Im Zuge des Zusammenschlusses wollen Softbank und Naver, das 73 Prozent an Line hält, den übrigen Aktionären eine Übernahmeofferte unterbreiten. Demnach sollen je Line-Aktie 5200 Yen (47,77 Dollar) geboten werden. Das würde Line mit 12 Milliarden Dollar bewerten. Durch den Deal würde ein Internetriese für Werbung, Onlinehandel und Zahlungsverkehr entstehen.

14:54 Uhr

Dax weitet Verlust aus - Autowerte gehen runter

An Europas Börsen herrscht Nervosität: Grund sind drohende US-Strafzölle auf europäische Autos. Der europäische Branchenindex verlor heute bis zu 1,9 Prozent. Die Fahrzeughersteller gehörten in Frankfurt zu den schwächsten Werten im Dax. VW lagen mit minus 4,1 Prozent am Index-Ende. BMW verloren 1,7 Prozent, Daimler 1,2 Prozent. Die Aktie des Zulieferers Continental verbilligte sich um 2,1 Prozent. Die Tatsache, dass US-Präsident Donald Trump bislang keine Entscheidung zu diesem Thema getroffen habe, schwebe wie ein Damokles-Schwert über dem Sektor, sagte ein Analyst.

Dementsprechend ging es am Nachmittag auch mit dem Dax weiter bergab - er verlor 0,6 Prozent auf 13.168 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte 0,5 Prozent leichter bei 3692 Stellen.

14:35 Uhr

Manchester United übertrifft Erwartungen

Manchester United
Manchester United 18,69

Sportlich läuft es derzeit beim englischen Fußball-Rekordmeister Manchester United noch nicht so rund, dafür stimmen aber halbwegs die Wirtschaftsdaten. Der Klub hat im ersten Geschäftsquartal 2019/20 zwar einen Gewinnrückgang verzeichnet, übertraf jedoch die Prognosen der Analysten, die mit einem Verlust gerechnet hatten. Man United erzielte einen Nachsteuergewinn von 1,13 Millionen britischen Pfund (0,68 Pfund je Aktie) im ersten Quartal per Ende September, verglichen mit 6,65 Millionen Pfund (4,04 Pfund je Aktie) im Vorjahr. Bereinigt betrug der Gewinn 2,35 Pfund je Aktie.

Analysten hatten mit einem Nachsteuerverlust von 3,42 Pfund je Aktie gerechnet. Auch bei der bereinigten Zahl waren sie von einem Verlust von 6,0 Pfund je Aktie ausgegangen. Der Umsatz wuchs leicht auf 135,4 (135) Millionen Pfund. Der Factset-Konsens ging von 131,8 Millionen Euro aus. Für das laufende Geschäftsjahr bestätigte der Verein seine Umsatzprognose von 560 bis 580 Millionen Pfund.

14:16 Uhr

Pfizer erhält US-Zulassung für Entzündungshemmer

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(Foto: www.imago-images.de)

Grünes Licht für Pfizer: Der Pharmariese hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für das Biosimilar Abrilada zur Behandlung verschiedener Entzündungen erhalten. Abgedeckt von der Zulassung seien verschiedene Formen der Arthritis, die Crohnsche Krankheit, die Dickdarm-Erkrankung Colitis ulcerosa und die Schuppenflechte, teilte der US-Konzern mit.

Vermarktet werden soll das Biosimilar zu dem Medikament Humira von Abbvie ab 2023, wie dies auch in einer Lizenzvereinbarung mit dem Wettbewerber festgehalten worden war. Ein Biosimilar ist eine Art Generikum zu einem bestehenden Medikament, es wurde im Unterschied dazu nur eben auf Basis lebender Zellen hergestellt.

13:54 Uhr

Sunexpress ordert von Boeing weitere 737 Max

Boeing hat von der im türkischen Antalya ansässigen Airline Sunexpress eine Bestellung von 10 zusätzlichen Flugzeugen der Modellreihe 737 Max im Wert von 1,2 Milliarden US-Dollar erhalten. Sunexpress habe damit ihre Optionen in Festaufträge gewandelt, teilte der US-Flugzeughersteller mit. Die Order kommt zu den bisher bestellten 32 Maschinen der Max-Baureihe hinzu.

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(Foto: picture alliance/dpa)

Boeing hat derzeit immer noch mit den Flugzeugen der Baureihe 737 Max zu kämpfen. Seit März müssen diese immer noch weltweit am Boden bleiben, nachdem zwei Maschinen dieses Typs abgestürzt waren.

13:41 Uhr

Kleineres Plus an der Wall Street erwartet

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Die US-Börsen werden heute zum Start leicht im Plus erwartet, nachdem sie am Freitag neue Rekordhöhen erklommen hatte. Allerdings gibt es nichts Neues zum Thema US-chinesische Handelsgespräche, obwohl Teilnehmer dies als wichtigsten Faktor diese Woche sehen. Am Markt geht weiter die Hoffnung um, dass es zu einer Vereinbarung kommt, bevor neue Strafzölle im kommenden Monat in Kraft treten.

Im Blick könnte die HP-Aktie stehen. Der Konzern hat eine Übernahmeofferte von Xerox in Höhe von 33 Milliarden Dollar abgelehnt, zugleich aber Interesse an Gesprächen geäußert. Tesla plant nach einem Medienbericht, für die künftige Fabrik bei Berlin bis zu 4 Milliarden Euro in die Hand zu nehmen. Dem Bericht zufolge könnte Tesla mit Staatshilfen in Höhe von rund 300 Millionen Euro rechnen, sofern die EU zustimmt.

13:34 Uhr

Bundesbank erwartet weiter schwache Konjunktur

Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung der Bundesbank auch zum Jahresende schwunglos bleiben. Die Schwächephase werde sich aber vermutlich nicht nennenswert verschärfen, so die Notenbank in ihrem Monatsbericht. Dass Europas größte Volkswirtschaft in eine Rezession abgleitet, die Wirtschaftsleistung also deutlich schrumpft, erwarten die Experten derzeit nicht.

Nach Angaben der Bundesbank gibt es erste vorsichtige Anzeichen, dass sich die Talfahrt in der Industrie verlangsamen könnte. So habe sich zuletzt die Stimmung in den Unternehmen aufgehellt. Für Auftrieb dürfte angesichts der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt und steigender Löhne weiterhin die Konsumfreude der Verbraucher sorgen. Ein gesondertes Paket zur Konjunkturstützung scheint aus Sicht der Notenbank derzeit nicht erforderlich.

13:10 Uhr

Post betreibt nun Paketzentrum auf Bochumer Opel-Gelände

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Blick auf das ehemalige Opel-Gelände in Bochum.

(Foto: dpa)

Fünf Jahre nach dem Ende der Autoproduktion bei Opel in Bochum hat die Deutsche Post auf dem ehemaligen Werksgelände ein großes Paketzentrum in Betrieb genommen. Es ist neben einer Sortieranlage in der Nähe von Frankfurt am Main das größte Paketzentrum des Dax-Konzerns. Schon im bevorstehenden Weihnachtsgeschäft sollen dort rund 20.000 Sendungen in der Stunde sortiert werden. Im kommenden Jahr soll die Kapazität in Bochum auf bis zu 50.000 Sendungen pro Stunde steigen. Insgesamt soll es in dem Paketzentrum 600 Arbeitsplätze geben.

Opel hatte die Autoproduktion in Bochum im Dezember 2014 eingestellt. Mehr als 3000 Menschen arbeiteten damals noch in dem Werk.

12:37 Uhr

Emirates kauft bei Airbus kräftig ein

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(Foto: imago images / ZUMA Press)

Die arabische Fluggesellschaft Emirates hat dem europäischen Flugzeugbauer Airbus einen Megaauftrag gegeben. Vertreter beider Unternehmen unterzeichneten eine Bestellung über 50 Großraumjets vom Typ A350, wie sie auf der Luftfahrtmesse in Dubai mitteilten. Bereits im Februar hatte Emirates im Gegenzug zur Abbestellung zahlreicher A380-Jets einen Vorvertrag über 30 A350 und 40 Maschinen vom Typ A330neo unterzeichnet.

Die A350-Order fällt nun größer aus, über die A330neo werde hingegen noch gesprochen, hieß es. Gleiches gelte für eine mögliche Bestellung von "Dreamliner"-Modellen des US-Herstellers Boeing. Angetrieben werden die A350-Jets von Triebwerken des britischen Herstellers Rolls-Royce. Laut Preisliste hat die Bestellung einen Gesamtwert von rund 16 Milliarden US-Dollar (14,5 Milliarden Euro). Allerdings sind hohe Nachlässe üblich.

Die Airbus-Aktie schwächelt heute dennoch. Ihr Kurs fiel um 0,3 Prozent auf 135,90 Euro

12:12 Uhr

VW dämpft mittelfristige Wachstumsprognose

Das VW-Logo auf dem Verwaltungshochhaus vom Volkswagen Werk. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild

(Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild)

Volkswagen schaltet angesichts der mauen Autokonjunktur bei den mittelfristigen Wachstumserwartungen einen Gang zurück. Wie aus den Unterlagen für eine Telefonkonferenz hervorging, soll der Betriebsgewinn vor Sondereffekten im Vergleich zu 2016 (14,6 Milliarden Euro) bis 2020 um 25 Prozent oder mehr zulegen.

Bisher war der Konzern von einem Zuwachs um mehr als 30 Prozent ausgegangen. Die Prognose für den mittelfristigen Umsatzanstieg senkte Volkswagen für diesen Zeitraum auf plus 20 Prozent von zuvor mehr als 25 Prozent im Vergleich zu 2016 (217,3 Milliarden Euro).

11:55 Uhr

Hellofresh-Aktie berappelt sich - Dreiwochen-Hoch

Na, das ist doch eine ermutigende Nachricht: Die Konsolidierung bei Hellofresh neigt sich nämlich dem Ende zu. Am Vormittag stieg der Kurs unter vergleichsweise hohen Umsätzen um 4,5 Prozent auf 17,06 Euro und markiert die höchsten Stände seit mehr als drei Wochen.

Bei Berenberg hatte es kürzlich geheißen, die Wachstumsaussichten und das Margenpotenzial würden von den Anlegern unterschätzt. Das Haus hat ein Kursziel von 20 Euro auf der Kaufempfehlung stehen.

Hellofresh
Hellofresh 19,24

11:28 Uhr

Dax dümpelt durch den Tag - leichtes Minus

Dax
Dax 13.166,58

Der deutsche Aktienmarkt hat sich bislang nach seiner sechswöchigen Rally orientierungslos gezeigt. Zeitweilige Gewinne wurden rasch wieder abgebaut, so dass der Dax kurz vor Mittag um 0,1 Prozent auf 13.225 Punkte nachgab. Für den MDax ging es um 0,4 Prozent hoch auf 27.315 Punkte, für den TecDax um 0,9 Prozent auf 3026 Stellen. Der EuroStoxx50 zeigte sich mit 3712 Punkten kaum verändert.

Unter den Einzelwerten legte Grand City Properties als einer der Nachzügler der Berichtssaison Zahlen vor. Steigende Mieten hatten dem Immobilienkonzern in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres zu mehr Gewinn verholfen. Die Jahresziele wurden bekräftigt. Die Aktie legte im MDax um 0,7 Prozent nach. Im Dax gaben VW nach bestätigten Renditezielen um 1,5 Prozent nach waren damit am Index-Ende.

11:19 Uhr

Begehrtes Übernahmeobjekt: BME-Kurs schießt nach oben

Spekulationen auf einen Übernahmekampf bescherten der Aktie der Madrider Börse BME den größten Kurssprung der Firmengeschichte. Das Papier stieg am Vormittag um fast 40 Prozent auf ein Vier-Jahres-Hoch von 35,50 Euro.

Die Schweizer SIX bietet 34 Euro je Aktie oder insgesamt etwa 2,8 Milliarden Euro für BME. Konkurrent Euronext hat ebenfalls ein Auge auf die Börse Madrid geworfen.

10:53 Uhr

Wahlumfragen geben Pfund Sterling Auftrieb

Euro / Britisches Pfund
Euro / Britisches Pfund 1,19

In der Hoffnung auf einen geordneten Brexit decken sich weitere Anleger mit Pfund Sterling ein. Die britische Währung verteuerte sich um jeweils etwa ein halbes Prozent auf 1,2960 US-Dollar und 1,1716 Euro. Zur europäischen Gemeinschaftswährung ist es der höchste Stand seit gut sechs Monaten.

  • "Hintergrund des starken Wochenauftakts des Pfund sind mal wieder neueste Umfrageergebnisse zu den Neuwahlen im Dezember, welche einen 14-Punkte-Vorsprung der Konservativen sehen", sagte BayernLB-Analyst Manuel Andersch.

Nach Aussagen von Premierminister Boris Johnson unterstützen sämtliche Kandidaten der Tories seinen Brexit-Deal.

10:44 Uhr

23 Jahre nach Börsenstart: T-Aktie kommt nicht vom Fleck

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 15,06

Ein Nischendasein führt seit Jahren die Aktie der Deutschen Telekom. Am Vormittag notierte sie kaum verändert bei 15,19 Euro.

Vor genau 23 Jahren wurde die T-Aktie zum ersten Mal an der Börse verkauft. Der Preis lag bei umgerechnet 14,32 pro Aktie. Sein Allzeithoch erreichte das Papier am 6. März 2000: 104,90 Euro. Was waren das noch für Zeiten! Lesen Sie dazu Riekes Rückspiegel.

10:30 Uhr

Grand City hält trotz Ergebnisrückgangs an Zielen fest

Das Immobilienunternehmen Grand City Properties hat zwar in den ersten neun Monaten 2019 ein flächenbereinigtes Netto-Mietwachstum von 3,6 Prozent verbucht und operativ ein Wachstum verzeichnet. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen aber weniger als im Vorjahreszeitraum, was unter anderem auch an höheren Nettoverbindlichkeiten liegt.

Der bereinigte Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) legte um 8 Prozent auf 220 Millionen Euro zu und die bei der Immobilienbrache übliche operative Kennziffer FFO I wuchs um 7 Prozent auf 160 Millionen Euro. Das Periodenergebnis sackte auf 364,60 Millionen Euro von vorher 441,147 Millionen Euro ab. An dem Ausblick hält das MDax-Unternehmen fest.

Grand City
Grand City 20,78

10:09 Uhr

Kurssturz bei Apple-Zulieferer

IQE
IQE ,57

Wegen einer erneuten Umsatzwarnung droht der Aktie von IQE einer der größten Tagesverluste der Firmengeschichte. Die Papiere des Apple-Zulieferers fielen an der Londoner Börse um fast 24 Prozent.

Wegen zögerlicher Bestellungen der Großkunden Apple und Huawei rechnet das Unternehmen für 2019 nur noch mit Erlösen von umgerechnet 159 bis 166 Millionen statt 164 bis 187 Millionen Euro.

09:43 Uhr

n-tv Zertifikate Talk: Dax-Rally - dabei bleiben oder aussteigen?

Die Märkte sind wieder angesprungen und die Hoffnung der Anleger steigt. Ist die Weltkonjunktur doch nicht so angeschlagen wie gedacht? Wo und wie sich jetzt Investments lohnen und wo auch Zertifikate in Frage kommen, darüber diskutiert Bianca Thomas mit Patrick Kesselhut von der Commerzbank und Markus Weingran von Onvista Media.

09:26 Uhr

Ford schickt Elektro-Mustang ins Rennen

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Der neue Ford Mustang Mach-E.

(Foto: dpa)

Ford setzt auf seinen Mustang: Der US-Autoriese will mit seiner Sportwagenmarke hinsichtlich der E-Mobilität Fuß fassen. Allerdings ist der neue Mustang mit den bisherigen Namensträgern kaum vergleichbar: Das vollelektrische Modell spielt als Fünftürer in der Kategorie der Sportgeländewagen (SUV) mit.

Auf den Markt kommt der Mustang Mach-E in rund einem Jahr, die Reichweite mit einer Batterieladung soll bei bis zu 450 Kilometern liegen. Mit knapp 44.000 Dollar in den USA liegt der Mach-E im Preissegment von Teslas kommendem Kompakt-SUV Model Y. An Tesla erinnert auch der große berührungsempfindliche Bildschirm mit einer Diagonale von 15,5 Zoll in der Mitte des Cockpits. Das Modell werde ab dem ersten Fahrzeug Geld verdienen, sagte Ford-Chef Jim Hackett des Sender Bloomberg TV.

09:14 Uhr

Dax geht mit Mini-Plus in den Handel

Mit einem Plus ist der deutsche Aktienmarkt in die neue Woche gestartet. Der Dax gewann in den ersten Handelsminuten 0,1 Prozent auf 13.257 Punkte. Der MDax legte um 0,7 Prozent auf 27.403 Zähler zu. Der TecDax kletterte gar um 1,1 Prozent auf 3033 Stellen.

Die Anleger reagierten auf die überraschende Zinssenkung in China. Zudem gibt es Hoffnungen auf eine Lösung im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit.

09:08 Uhr

Schweizer Börse schielt nach Madrid

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Die Schweizer Börse will die Börse in Madrid für 2,843 Milliarden Euro übernehmen. Dafür biete die SIX 34 Euro je Aktie, wie das Unternehmen mitteilte. Das entspreche einem Aufschlag von gut einem Drittel im Vergleich zum jüngsten Schlusskurs.

Die Schweizer Börse will den Kauf zum einen über bestehende Barreserven finanzieren. Zudem will das Unternehmen dafür den Kapitalmarkt anzapfen.

08:51 Uhr

Deutsche Investitionen in Afrika auf Rekordhoch

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Blick auf Kenias Hauptstadt Nairobi.

(Foto: imago/imagebroker)

Deutsche Firmen investieren immer mehr in Afrika. 2018 war ein Rekordjahr für deutsche Investitionen gewesen, sagte der Präsident des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft, Stefan Liebing Reuters. Es lägen zwar noch keine abschließenden Zahlen vor, aber er schätze die Neuinvestitionen deutscher Firmen in Afrika allein im vergangenen Jahr auf 1,5 Milliarden Euro. Liebing bezeichnete dies als "großen Sprung".

Auch das Handelsvolumen Deutschlands mit den afrikanischen Staaten sei im ersten Halbjahr um 8,5 Prozent gestiegen.

08:44 Uhr

Chinas Zinssenkung sorgt für Kursplus in Asien

Nikkei
Nikkei 23.354,40

In der Hoffnung auf Rückenwind für die chinesische Wirtschaft haben sich viele Anleger mit asiatischen Aktienwerten eingedeckt. Der japanische Nikkei-Index stieg zu Wochenbeginn um 0,5 Prozent auf 23.417 Punkte und der Börse Shanghai gewann ebenfalls 0,5 Prozent auf 2906 Zähler. Der Hongkonger Hang Seng notierte trotz erneuter gewaltsamer Proteste 1,1 Prozent im Plus.

Die chinesische Notenbank senkte den Zins für kurzfristige Kredite überraschend auf 2,5 von 2,55 Prozent. Positiv bewerteten Börsianer außerdem die "konstruktiven" Handelsgespräche zwischen China und den USA vom Wochenende.

08:32 Uhr

Hoffnung auf Handelsabkommen stützt Ölpreise

Brent Rohöl
Brent Rohöl 64,36

Die Ölpreise haben sich nur wenig bewegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 63,24 US-Dollar. Das waren sechs Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) verharrte bei 57,72 Dollar. Damit konnten die Ölpreise die deutlichen Gewinne vom vergangenen Freitag vorerst halten.

Die Hoffnung auf ein Handelsabkommen zwischen den USA und China stützte weiterhin die Preise am Ölmarkt. Marktbeobachter verwiesen auf eine Telefonkonferenz am vergangenen Wochenende, in der von einer "konstruktiven Diskussion" bei den Handelsgesprächen die Rede war.

08:18 Uhr

Euro profitiert von schwachen US-Konjunkturdaten

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,11

Der Euro hat an die Kursgewinne der vergangenen Handelswoche angeknüpft. Am Morgen konnte die Gemeinschaftswährung leicht zulegen und wurde bei 1,1060 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,1034 Dollar festgesetzt. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern profitiert der Euro weiterhin von enttäuschenden US-Konjunkturdaten, die den Dollar am Freitag belastet hatten. Im Oktober war die amerikanische Industrieproduktion überraschend deutlich gefallen. Und im weiteren Tagesverlauf stehen kaum Konjunkturdaten auf dem Programm, die für neue Impulse sorgen könnten.

07:59 Uhr

Dax dürfte niedriger starten

Dax
Dax 13.166,58

Zum Auftakt der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Freitag hatte er beflügelt von der Hoffnung auf eine Handelseinigung 0,5 Prozent auf 13.241,75 Punkte zugelegt. Zu Wochenbeginn stehen keine relevanten Konjunkturdaten auf der Agenda und auch Unternehmenstermine sind rar. Investoren werden deswegen auf weitere Signale im Zollstreit warten. Chinesische Staatsmedien hatten am Wochenende über "konstruktive" Gespräche zwischen den Regierungen in Peking und Washington berichtet.

07:37 Uhr

Chinas Zentralbank senkt überraschend Leitzins

Nikkei
Nikkei 23.354,40

Die chinesische Zentralbank hat die Anleger überrascht und zum ersten Mal seit 2015 einen Leitzins gesenkt. Die Bank of China (PBOC) erklärte, dass sie die siebentägige Reverse-Repurchase-Rate von 2,55 Prozent auf 2,50 Prozent senkt. Vor zwei Wochen hatte die PBOC die Kreditkosten für ihre mittelfristigen Darlehen an Finanzinstitutionen (MLF) um die gleiche Marge gesenkt. Das schürt bei den Anlegern Spekulationen, dass weitere Konjunkturimpulse für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt auf dem Weg sind.

Den Börsen gab die Leitzinssenkung teilweise etwas Auftrieb. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,3 Prozent höher bei 23.367 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index blieb unverändert und lag bei 1697 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Plus. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 108,79 Yen und legte 0,1 Prozent auf 7,0107 Yuan zu.