Montag, 20. Juli 2020Der Börsen-Tag

mit Jan Gänger
Jan Gänger
16:47 Uhr

Silber so teuer wie lange nicht mehr

Silber wird unter Anlegern offensichtlich immer beliebter. Der Preis steigt auf den höchsten Stand seit Herbst 2016: Eine Feinunze (31,1 Gramm) des Edelmetalls kostet 19,70 US-Dollar. Am Terminmarkt steigen die Preise einiger Kontrakte auf eine künftige Auslieferung des Metalls über die Marke von 20 Dollar.

Silber, Feinunze
Silber, Feinunze 26,04

Wie auch Gold hat Silber, das oft als "kleiner Bruder von Gold" oder "Gold des kleinen Mannes" bezeichnet wird, von der Unsicherheit in der Corona-Krise profitiert. Beide Edelmetalle gelten als wertstabile Anlagen, die in Krisenzeiten geschätzt werden. Zudem werden wegen der vielerorts stark steigenden Staatsverschuldung mittel- bis längerfristig höhere Inflationsraten für möglich gehalten. Silber gilt wie Gold als Inflationsschutz.

Darüber hinaus kommen die anhaltend niedrigen Zinsen zinslosen Anlagen wie Silber und Gold zugute. Silber dürfte außerdem von der leichten konjunkturellen Entspannung in der Corona-Krise profitieren. Das Edelmetall wird häufig in der industriellen Produktion eingesetzt.

16:04 Uhr

Airbus testet Lufttaxi

Airbus will in Kürze mit der Erprobung seines Lufttaxi-Modells auf dem Testflughafen im bayerischen Manching beginnen. Der CityAirbus werde Ende August von dem Hubschrauberwerk im schwäbischen Donauwörth auf den Flugplatz vor den Toren Ingolstadts verlegt, sagte ein Unternehmenssprecher.

Airbus
Airbus 73,99

Airbus hatte das Demonstrations-Flugobjekt bislang schon mit kurzen Flügen in Donauwörth getestet, in Manching sind weitergehende Flüge möglich. Airbus arbeitet seit einigen Jahren an der Passagierdrohne. Die Großstadt Ingolstadt soll künftig Modellregion für Lufttaxis werden. Auch andere Hersteller arbeiten derzeit an der Technologie und wollen in den nächsten Jahren solche Fluggeräte auf den Markt bringen.

Der CityAirbus ist ein elektrisches Luftfahrzeug mit acht Rotoren, das senkrecht starten und landen kann. Es soll ohne Piloten bis zu vier Passagiere auf festen Routen transportieren und beispielsweise von Stadtzentren zu Flughäfen bringen. Ein echtes Flugtaxi wäre der kleine Passagier-Airbus somit nicht. Denn die Flugroute kann nicht von den Passagieren frei gewählt werden.

15:39 Uhr

Ermutigende Daten treiben Impfstoff-Aktien

Ermutigende Zwischenergebnisse in der Coronavirus-Impfstoffstudie lassen Anleger zu den Aktien des Mainzer Impfstoffentwicklers Biontech greifen. Die Papiere schnellen an der Wall Street 11 Prozent hoch. Das Unternehmen arbeitet bei dem Impfstoff mit dem US-Pharmakonzern Pfizer zusammen, dessen Papiere legen 4,5 Prozent zu.

Eine Studie in einer frühen Phase in Deutschland zeige, dass das Mittel sicher sei und eine Reaktion des Immunsystems auslöse, hieß es. Anfang des Monats hatten die Unternehmen bereits ähnliche Ergebnisse aus einer US-Studie vorgelegt. Ab Ende Juli ist eine Studie vor allem in den USA mit bis zu 30.000 Teilnehmern geplant.

Biontech
Biontech 57,94

15:06 Uhr

Mega-Börsengang in China nimmt Fahrt auf

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REUTERS

Die Vorbereitungen für einen der größten Börsengänge überhaupt nehmen Fahrt auf. Das chinesische Fintech-Unternehmen Ant Financial habe die Arbeiten für eine Emission an der Shanghaier Börse Star und der Hongkonger Börse aufgenommen, teilte der Betreiber des Online-Bezahldienstes Alipay mit. Details zum Zeitplan oder dem Volumen des geplanten Börsengangs nannte Ant nicht.

Ant Financial wurde zuletzt mit mehr als 200 Milliarden Dollar bewertet und ist damit das am höchsten bewertete Fintech-Unternehmen der Welt. Insider hatten zuletzt gesagt, der lange erwartete Börsengang könnte über 20 Milliarden Dollar schwer werden.

Mit Alipay betreibt Ant den dominierenden Bezahldienst in China und bietet über ihre Apps auch Kredite, Versicherungen und Vermögensmanagement-Dienste an. Das Fintech war 2014 von Alibaba abgespalten worden, bevor der Online-Händler an die Börse ging. Der Amazon-Rivale hält 33 Prozent an Ant. Das Fintech wird von Alibaba-Gründer Jack Ma kontrolliert.

14:35 Uhr

Corona-Infektionen machen Öl billiger

Die weltweit wachsende Zahl von Corona-Infizierten drückt die Ölpreise. Ein Barrel der Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich rund ein Prozent auf 42,75 Dollar. Auch US-Leichtöl WTI notiert mit 40,24 Dollar je Barrel knapp ein Prozent schwächer.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 45,37

"Beim derzeitigen Stand der Dinge ist es unwahrscheinlich, dass die Preise sehr bald nennenswerte Zuwächse verzeichnen werden, bevor ein Signal für eine Verlangsamung der Pandemie gegeben wird", sagt Bjornar Tonhaugen, Leiter der Ölsparte bei Rystad Energy. "Und auch wenn in Europa das Virus in die Enge getrieben wurde, haben Amerika und einige asiatische Staaten noch einen langen Weg vor sich." Die Aussicht auf eine Einigung beim EU-Sondergipfel zum billionenschweren Finanzpaket begrenzte den Preisrückgang.

Nach einem 30-prozentigen Rückgang der Treibstoffnachfrage im April wegen der weltweiten Lockdown-Maßnahmen zur Eindämmung des Virus hat sich der Verbrauch zwar wieder erholt, liegt aber immer noch unter dem Niveau von vor der Pandemie. Wegen der sich weiter zuspitzenden Corona-Krise in den USA geht die Benzinnachfrage des US-Einzelhandels inzwischen wieder zurück.

14:06 Uhr

Chevron schnappt sich einen Rivalen

Chevron will seinen texanischen Wettbewerber Noble Enery für rund fünf Milliarden Dollar übernehmen. Der zweitgrößte US-Ölkonzern bietet 10,38 Dollar oder jeweils 0,1191 Chevron-Aktien für einen Noble-Titel. Einschließlich Schulden würde der Deal einen Wert von rund 13 Milliarden Dollar haben. Die Verwaltungsräte beider Unternehmen hätten der Transaktion zugestimmt.

13:47 Uhr

Euro wird stärker 

Nach der Verlängerung der Verhandlungen der EU-Spitzen über den geplanten Wiederaufbaufonds für schwer von der Coronakrise betroffene Staaten steigt der Euro.

Die Gemeinschaftswährung klettert 0,4 Prozent auf 1,1460 Dollar und erreicht damit den höchsten Wert seit März.

13:04 Uhr

Optimismus prägt die Börsen 

Eine allmähliche Annäherung im Streit über den geplanten Corona-Wiederaufbaufonds auf dem EU-Sondergipfel stimmt Europas Anleger vorsichtig optimistisch. Nach einem schwachen Start zieht der Dax im Handelsverlauf um rund 0,6 Prozent auf 12.991 Punkte an und kratzt an der 13.000er Marke. Der EuroStoxx50 notiert mit 0,2 Prozent im Plus bei 3373 Zählern.

Dax
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Nach nächtlichen Marathon-Verhandlungen wurden die Gipfelberatungen abermals verlängert und sollen um 16.00 Uhr fortgesetzt werden.

Auch Unternehmenszahlen sorgen teilweise für Rückenwind. So legen die Anteilsscheine von Philips knapp fünf Prozent zu, nachdem der niederländische Medizintechnikkonzern ein Plus bei den Neuaufträgen von 27 Prozent eingeheimst hat.

Dagegen büßen die Papiere von Marks & Spencer bis zu 2,6 Prozent ein. Die britische Kaufhauskette belastet ein Bericht von Sky News, demzufolge die Ankündigung des Abbaus Hunderter Arbeitsplätze bevorsteht.

12:31 Uhr

Pass weg: Ghosn schlägt Anhörung im Libanon vor

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picture alliance/dpa

Der frühere Autoboss Carlos Ghosn hat der französischen Justiz vorgeschlagen, ihn an seinem Aufenthaltsort Beirut im Libanon zu befragen. "Es gibt ein technisches Hindernis", sagte Ghosn der französischen Zeitung "Le Parisien". "Mein Pass ist in den Händen des Generalstaatsanwalts im Libanon, da Japan einen internationalen Haftbefehl gegen mich ausgestellt hat."

Der Architekt des französisch-japanischen Autobündnisses Renault-Nissan-Mitsubishi war am 19. November 2018 in Tokio unter anderem wegen Verstoßes gegen Börsenauflagen festgenommen und angeklagt worden. Im April 2019 wurde er unter strengen Auflagen auf Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen. Ghosn floh dann Ende Dezember unter dubiosen Umständen in einem Privatjet nach Beirut.

Der 66 Jahre alte Ghosn sagte, er sei bereit, alle Fragen des französischen Ermittlungsrichters zu beantworten. Laut Zeitung gab es eine Einberufung des Ermittlungsrichters am 13. Juli in Nanterre bei Paris, der Ghosn nicht gefolgt sei. Die französische Justiz hatte schon vor längerem bestätigt, eine mutmaßliche Veruntreuung von Geldern bei Renault durch Ghosn zu untersuchen. Dabei geht es um Vorwürfe des Missbrauchs von Unternehmenseigentum, Vertrauensbruch und Verschleierung bei dem französischen Autobauer.

12:00 Uhr

Absatz von Renault bricht ein - trotz Zoe

Renault hat wegen der Corona-Pandemie deutlich weniger Fahrzeuge verkauft. Der weltweite Absatz ging in der ersten Jahreshälfte um 34,9 Prozent zurück, wie der französische Autohersteller mitteilte. Das Elektromodell Zoe sei dagegen sehr beliebt gewesen, sein Absatz kletterte um fast 50 Prozent. Renault zufolge gab es im Juni erste Anzeichen für eine Erholung der Nachfrage.

Renault
Renault 24,96

11:33 Uhr

Dax schießt nach oben und überwindet magische Marke

Fast wie an der Schnur gezogen geht es für den Dax um fast 100 Punkte auf 13.003 Punkte nach oben. Damit tendiert der Leitindex erstmals seit Ende Februar wieder über der 13.000er Marke.

Börsianer suchen nach einer Erklärung für den plötzlichen Kursanstieg. Nachrichten aus Brüssel gebe es nicht, heißt es unisono aus dem Handel. Dort verhandeln die EU-Spitzen um ein billionenschweres Finanzpaket. Die Verhandlungen sind unterbrochen, sie sollen um 16.00 Uhr fortgesetzt werden.

11:12 Uhr

Britischer Pharmariese steigt bei deutschem Impfstoffforscher ein

Der deutsche Biotech-Anbieter Curevac erhält im Zuge einer strategischen Kooperation vom britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline eine Millionensumme. Gemeinsam soll an Impf-Technologie und Antikörpern gegen Infektionskrankheiten geforscht werden, wie die beiden Unternehmen mitteilten. Curevacs bestehende klinische Entwicklungsprogramme zu Impfstoffen gegen das neuartige Coronavirus sowie gegen Tollwut seien aber nicht Teil der Kooperation.

Glaxosmithkline
Glaxosmithkline 17,54

GlaxoSmithKline beteilige sich mit umgerechnet 150 Millionen Euro an Curevac, was einem knapp zehnprozentigen Anteil am Tübinger Biotech-Unternehmen entspreche, hieß es. Außerdem erhalte Curevac eine Vorauszahlung von 120 Millionen Euro.

Im Juni war bereits der Bund bei Curevac eingestiegen, um im globalen Rennen um einen Corona-Impfstoff eine mögliche Übernahme aus dem Ausland zu verhindern. GlaxoSmithKline arbeitet wiederum mit Sanofi an einem Impfstoff gegen das Coronavirus.

10:34 Uhr

Impf-Hoffnung treibt Pharma-Aktie auf Rekordhoch 

Die Aktien des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca klettern vor erwarteten Testergebnissen zur Entwicklung eines Impfstoffes gegen das neuartige Coronavirus auf ein Rekordhoch. Sie ziehen um rund zu fünf Prozent an. Eine Fachzeitschrift hatte vergangene Woche für heute die Veröffentlichung von Testergebnissen des Impfstoffkandidaten angekündigt.

AstraZeneca
AstraZeneca 95,39

10:13 Uhr

Philips erleidet Gewinneinbruch

Philips hat belastet durch die Corona-Pandemie einen Gewinnrückgang verzeichnet. Der operative Gewinn sank im zweiten Quartal um 24 Prozent auf 418 Millionen Euro, wie der niederländische Medizintechnikkonzern mitteilte. Die Analysten hatten mit einem noch größeren Einbruch auf 344 Millionen Euro gerechnet.

Philips
Philips 44,76

Dagegen zogen die Neuaufträge um 27 Prozent an, da viele Krankenhäuser notwendige medizinische Ausrüstung im Kampf gegen Covid-19 wie CT-Scanner, Beatmungsgeräte und Überwachungsgeräte bestellten. "Wir gehen davon aus, dass wir in der zweiten Jahreshälfte zu Wachstum und verbesserter Rentabilität zurückkehren werden", zeigte sich Vorstandschef Frans van Houten zuversichtlich.

09:39 Uhr

Es geht noch tiefer: Wirecard-Aktien brechen ein 

Die Liste der Dax-Verlierer führt erneut Wirecard an - mit einem Minus von mehr als acht Prozent. Eine Aktie kostet damit nur noch 1,80 Euro. Das Allzeit-Hoch liegt bei 199 Euro. Die Obleute im Finanzausschusses wollen heute eine Sondersitzung des Ausschusses noch in der Sommerpause beschließen. In der Wirecard-Bilanz fehlen 1,9 Milliarden Euro, weswegen der Zahlungsabwickler Insolvenz anmelden musste

Wirecard
Wirecard 1,45

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt blicken derweil auf das Ringen auf dem EU-Sondergipfel um das billionenschwere Finanzpaket der Europäischen Union. Auch wenn noch kein Durchbruch bei den Verhandlungen erzielt wurde, gab es in der Nacht erste Annäherungen im Streit über den geplanten Aufbaufonds, der besonders von der Corona-Krise betroffenen Staaten helfen soll und den künftigen Finanzrahmen von 2021 bis 2027.

"Die Anleger rechnen trotz aller strittigen Fragen mit einem positiven Ausgang des EU-Gipfels, was in den Kursen aber auch bereits enthalten sein dürfte", sagt Analyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. Der Dax fällt 0,2 Prozent auf 12.896 Punkte.

09:10 Uhr

Öl wird etwas billiger

Die Ölpreise sind mit leichten Abschlägen in die neue Handelswoche gestartet. Starke Impulse gibt es zunächst nicht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 42,88 US-Dollar. Das sind 26 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 23 Cent auf 40,52 Dollar.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 45,37

Nach wie vor steht der Ölmarkt im Bann gegenläufiger Kräfte. Auf der einen Seite sorgen sich die Anleger über die Entwicklung der Corona-Pandemie in großen Volkswirtschaften wie den USA. Dort ist die Lage in einigen Bundesstaaten nach wie vor sehr angespannt. Zuletzt hatte sich die Situation auch in einigen europäischen Ländern wieder etwas verschlechtert.

Auf der anderen Seite stehen das Ölkartell Opec und verbündete Staaten wie Russland. Sie deckeln nach wie vor ihre Förderung, wenngleich die Produktion ab August etwas steigen soll. Bisher hat der Ölmarkt diese Anhebung jedoch gut weggesteckt. Einige Fachleute geben dennoch zu bedenken, dass der Schritt angesichts der krisenbedingt schwachen Nachfrage zu früh kommen könnte.

08:46 Uhr

Lufthansa will bald alle Ticketpreise erstattet haben

Nach dem Lockdown und einer umfassenden Flugplanänderung will die Lufthansa in den kommenden Wochen den Kunden alle Ticketpreise für coronabedingte Flugausfälle erstatten. "Innerhalb der nächsten zehn bis 14 Tage wollen wir die automatisierten Prozesse wieder einschalten. Dann werden große dreistellige Millionenbeträge im Monat ausgezahlt", kündigte Vorstandsmitglied Harry Hohmeister in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" an. "Trotzdem wird es noch vier bis sechs Wochen dauern, um alle Erstattungen für Flüge bis Ende Juni abzuarbeiten." Bislang seien 1,4 Milliarden Euro ausgezahlt worden.

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08:42 Uhr

Japan leidet schwer unter US-Krise

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Wie schwer werden Exportnationen wie Japan für die Fehlentscheidungen in der US-Pandemieabwehr büßen?

(Foto: imago images/AFLO)

Düstere Konjunktursignale aus Asien: Die Exportnation Japan hat wegen des Einbruchs im US-Geschäft infolge der Corona-Pandemie einen weiteren harten Rückschlag erlitten. Die Ausfuhren sanken im Juni bereits den vierten Monat in Folge im zweistelligen Prozentbereich, wie aus den zu Wochenbeginn veröffentlichten Daten hervorgeht.

  • Die Exporte brachen um 26,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ein, teilte das Finanzministerium in Tokio mit.
  • Im Mai hatte Japan bereits mit minus 28,3 Prozent den größten Exporteinbruch seit der globalen Finanzkrise 2009 verzeichnet.
  • Hauptgrund für die anhaltende Misere ist das schwache US-Geschäft: Die Exporte in die von der Pandemie besonders stark betroffene weltgrößte Volkswirtschaft fielen um 46,6 Prozent, wobei die Lieferung von Autos mit 63,3 Prozent besonders stark zurückgingen.

Die Exporte nach China, dem wichtigsten japanischen Handelspartner, gaben dagegen nur um 0,2 Prozent nach. Das Geschäft mit der EU ging um 28,4 Prozent zurück.

08:29 Uhr

Dax duckt sich in die neue Woche

Am deutschen Aktienmarkt müssen sich Anleger zu Wochenbeginn auf einen unsicheren bis unterkühlten Auftakt einstellen. Der Dax wird leicht im Minus erwartet.

  • In den vorbörslich ermittelten Indikationen wird der deutsche Leitindex bei 12.899,50 Punkten gesehen, was einem Minus von 0,2 Prozent entspricht.
  • Vor dem Wochenende war das Frankfurter Börsenbarometer 0,3 Prozent im Plus bei 12.919,61 Zählern aus dem Handel gegangen.

Im Blick der Anleger steht vor allem der EU-Sondergipfel. Weil den EU-Spitzen beim Ringen um das billionenschwere Finanzpaket der Union noch kein Durchbruch gelungen ist, sollen nach nächtlichen Verhandlungen die Gipfelberatungen abermals verlängert und um 16.00 Uhr fortgesetzt werden.

"Alles schaut gebannt nach Brüssel", sagt ein Marktteilnehmer. Eine Einigung könne dazu führen, dass der Dax aus der Handelsspanne zwischen 12.500 und 13.000 Punkten nach oben ausbricht. Ein Scheitern dürfte die Aktienkurse dagegen stark unter Druck setzen.

Von Unternehmensseite kommen zunächst nur wenig Impulse. Das dürfte sich allerdings in den kommenden Tagen mit der Berichtssaison ändern.

Dax
Dax 13.027,60

07:14 Uhr

Großbritannien ordert Corona-Impfung bei Biontech

Das Mainzer Unternehmen Biontech und der US-Konzern Pfizer haben mit Großbritannien eine erste Liefervereinbarung zu einem möglichen, gerade in der Entwicklung befindlichen Corona-Impfstoff geschlossen.

  • Vorbehaltlich einer behördlichen Genehmigung oder Zulassung sollen 30 Millionen Dosen des Impfstoffkandidaten "BNT 162" geliefert werden, voraussichtlich in den Jahren 2020 und 2021, wie die Unternehmen mitteilten.
  • Wie viel Geld die Briten für die Belieferung mit dem erhofften Impfstoff aufbringen mussten, ist noch offen. Finanzielle Details wurden nicht bekannt.
  • "Wir befinden uns in fortgeschrittenen Gesprächen mit verschiedenen anderen Regierungen und hoffen, bald weitere Liefervereinbarungen bekanntgeben zu können", sagte Biontech-Chef Ugur Sahin.
Biontech
Biontech 57,94

 

06:43 Uhr

Starkes Plus in China, Nikkei im Zweifel

An den Börsen in Asien breitet sich zu Wochenbeginn Pessimismus aus: Der anhaltende Anstieg bei den Coronavirus-Fällen insbesondere in den USA drücke die Kauflaune, heißt es etwa aus Tokio.

  • Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gibt im Verlauf 0,1 Prozent nach bei 22.684 Punkten. Frische Konjunkturdaten drückten dort zusätzlichen auf die Stimmung. Die japanischen Exporte brachen im Juni den vierten Monat in Folge im zweistelligen Bereich ein. Der breiter gefasste Topix-Index steigt ungeachtet dessen um 0,2 Prozent und liegt bei 1578 Punkten.
  • Im chinesischen Aktienhandel geht es dagegen kräftig nach oben: Die Börse in Shanghai zieht um 2,6 Prozent an. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewinnt ebenfalls 2,6 Prozent.
  • Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans steigt um 0,8 Prozent. Australische Aktien gehören mit einem Rückgang von 0,6 Prozent zu den größten Verlierern, nachdem die Coronavirus-Fälle im südöstlichen Bundesstaat Victoria weiter gestiegen waren.
Nikkei
Nikkei 23.249,61

06:00 Uhr