Montag, 21. Februar 2022Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Wachsende Kriegsgefahr im Osten treibt Dax in den Keller

Das war kein Tag für Menschen mit schwachen Nerven. Mit dem deutschen Aktienmarkt ist es heute nämlich kräftig bergab gegangen. Die Ukraine-Krise hat sich weiter verschärft. Die russische Armee vermeldet die Tötung von fünf aus der Ukraine kommenden "Saboteuren" auf russischem Boden.

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Zuvor hatte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow gesagt, dass es keine konkreten Pläne für einen Gipfel zwischen Wladimir Putin und Joe Biden gebe. Die Nachricht über ein mögliches Gipfeltreffen der beiden Präsidenten hatte im frühen Handel die Notierungen noch gestützt. Im Blick steht nun das geplante Treffen der Außenminister Antony Blinken und Sergej Lawrow am Donnerstag. Händler stellen sich auf weiterhin hohe Ausschläge ein.

Der Dax verlor heute 2,1 Prozent oder 311 Zähler und schloss bei 14.731 Punkten. Sein Tagestief lag bei 14.618 Zählern und damit deutlich unter der wichtigen Unterstützung bei rund 14.800 Punkten. Sollte diese nachhaltig fallen, hat der Index Abwärtspotenzial bis auf 13.600 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte zum deutschen Handelsschluss 1,9 Prozent tiefer bei 3995 Punkten. Die US-Börsen blieben wegen eines Feiertags geschlossen.

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Neben der Ukraine bleibt die Inflation Topthema im Markt. Die deutschen Erzeugerpreise sind im Januar so stark gestiegen wie noch nie seit 1949. Die Jahresrate liegt bei 25 Prozent. Im Zuge gelockerter Corona-Restriktionen hat sich das Wirtschaftswachstum in der Eurozone im Februar überraschend stark beschleunigt, was zugleich aber für Preisauftrieb gesorgt hat.

Die Strategen der US-Bank JP Morgan erwarten laut QC Partners ab März dieses Jahres neun Zinserhöhungen in Folge in den USA. Damit würde der US-Leitzins bis März nächsten Jahres um 2,25 Prozentpunkte steigen.

Vitesco verloren 2,8 Prozent. Der Autozulieferer hatte detaillierte Jahreszahlen veröffentlicht, die von Börsianern allerdings als wenig informativ angesehen wurden. Vergangenen Mittwoch hatte das ehemals zu Continental gehörende Unternehmen vorläufige Kennziffern für 2021 bekannt gegeben.

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17:19 Uhr

Bayer verspricht sich von neuen Blockbustern Milliarden

Der Pharmariese Bayer sieht das Umsatzpotenzial seiner drei vielversprechendsten Medikamentenkandidaten nach dem jüngsten Erfolg des Prostata-Krebsmittels Nubeqa bei insgesamt mehr als fünf Milliarden Euro. Das sagte Pharma-Vorstand Stefan Oelrich zu Beginn des Investorentages für das Pharmageschäft. Neben Nubeqa gelten das Nierenmedikament Kerendia sowie der Wirkstoff Elinzanetant als mögliche Blockbuster.

Während Kerendia nach den USA gerade die Europa-Zulassung bekommen hat, befindet sich Elinzanetant aktuell in der dritten Phase der klinischen Entwicklung. Erprobt wird es bei Frauen zur Behandlung von Hitzewallungen während der Wechseljahre.

16:53 Uhr

Preise rauf, Gold rauf - stimmt das noch?

Gold ist seinem Ruf, als Inflationsschutz zu dienen, im vergangenen Jahr nicht gerecht geworden. Woran lag das? Und könnte sich das bald ändern? Raimund Brichta spricht darüber mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley. In dem Gespräch geht es außerdem um Anlagestrategien für einen steigenden, fallenden oder seitwärts laufenden Goldpreis.

16:32 Uhr

Mercedes-Benz nimmt Kurs auf ein starkes E-Auto-Jahr

Mercedes-Benz
Mercedes-Benz 57,97

Mercedes-Benz will in diesem Jahr seine E-Auto-Produktion deutlich steigern. "Beim Hochlauf der batterieelektrischen EQ-Modelle wird 2022 wahrscheinlich das interessanteste Jahr", sagte Produktionschef Jörg Burzer Reuters. Mit dem Produktionsstart der Limousine EQE, dem Elektro-Pendant zur E-Klasse, in Bremen und später in Peking, bediene Mercedes ein Segment mit viel größeren Stückzahlen. Für Ende des Jahres sind die SUV-Versionen des Spitzenmodells EQS und des EQE angekündigt, die im US-Werk Tuscaloosa vom Band laufen.

Der Stuttgarter Dax-Konzern ist noch weit entfernt von seinem für 2025 ausgerufenen Ziel, bis zu 50 Prozent des Absatzes mit elektrifizierten Fahrzeugen zu bestreiten, von denen der Großteil batterieelektrisch angetrieben wird. 2021 verkaufte Mercedes 49.000 reine Stromer, das waren erst 2,3 Prozent des Absatzes.

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(Foto: Mercedes)

16:13 Uhr

Kuwait Airways erweitert Bestellung bei Airbus

Die Fluggesellschaft Kuwait Airways stockt ihre Bestellung bei Airbus auf. Der Auftrag aus dem Golf-Emirat werde auf 31 Maschinen von 28 Maschinen erweitert, teilte das Dax-Unternehmen mit. Er habe ein Volumen von etwa drei Milliarden US-Dollar.

Airbus
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15:50 Uhr

Neue Dax-Hochs sind wohl längere Zeit vom Tisch

Lange Gesichter an der Frankfurter Börse: Der Fall des Dax unter 14.800 Punkte macht einem Börsianer zufolge neue Höchststände für dieses Jahr unwahrscheinlich, wahrscheinlich sogar weit über dieses Jahr hinaus. Künftige Erholungswellen dürften nun immer wieder um 15.000, spätestens um 16.000 Punkte auf Widerstand treffen, sagte er. Das passe auch zu früheren Zinserhöhungsphasen in Zeiten erhöhter Inflation. Eine Chance habe der deutsche Börsenleitindex noch: wenn er schnell und nachhaltig wieder über 14.800 zurückkehrt.

Der Dax zeigte sich am Nachmittag wieder etwas erholt und verlor "nur" noch 1,8 Prozent auf 14.785 Punkte.

15:29 Uhr

Kurs von Baumaschinen-Hersteller steigt

Ein positiver Analystenkommentar hat die Aktie von Wacker Neuson an die Spitze des SDax gehievt. Das Papier des Baumaschinen-Herstellers stieg um 2,4 Prozent auf 22,44 Euro. Die Analysten der Investmentbank Jefferies stuften die Titel auf "Buy" von "Hold" hoch und bekräftigten das Kursziel von 31 Euro.

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14:59 Uhr

Bundesbank: Immobilienpreise oftmals zu hoch

Wohnhäuser sind in der Nähe des Alexanderplatzes zu sehen.

(Foto: Christoph Soeder/dpa/Archivbild)

Die Lage auf dem deutschen Immobilienmarkt ruft nun auch die Bundesbank auf den Plan. Dem Monatsbericht des Instituts zufolge haben sich die Preise für Wohnimmobilien im vergangenen Jahr nochmals erhöht. Laut den Schätzungen liegt das Niveau in den Städten mittlerweile "zwischen 15 und 40 Prozent über dem Preis, der durch sozio-demografische und wirtschaftliche Fundamentalfaktoren angezeigt ist". Die Warnung der Bundesbank fällt eindeutig aus: "Die Überbewertungen nahmen im Berichtsjahr zu."

Im Jahr 2020 hatte die Spanne noch 15 bis 30 Prozent betragen. Allerdings betont die Bundesbank, dass die Einschätzung der Preise bei Wohnimmobilien derzeit mit besonders hoher Unsicherheit behaftet sei. Gründe dafür seien die teilweise noch ungewissen und länger anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie - beispielsweise auf die verfügbaren Einkommen - sowie die außerordentlich kräftigen Baupreissteigerungen.

Deutsche Wohnen
Deutsche Wohnen 22,15

Vonovia SE
Vonovia SE 30,70

14:26 Uhr

Dax stürzt um mehr als 400 Punkte ab - riesige Nervosität

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(Foto: picture alliance / dpa)

Land unter an der Frankfurter Börse: Der Dax ist am Nachmittag regelrecht abgestürzt. Der Leitindex verlor 2,6 Prozent oder über 400 Punkte auf 14.618 Stellen. Grund ist die immer dramatischer werdende Lage im russisch-ukrainischen Konflikt. Kurz zuvor hatten Moskauer Nachrichtenagenturen von fünf durch das russische Militär getöteten Saboteuren berichtet. Demnach sind bewaffnete Fahrzeuge des ukrainischen Militärs in der Region Rostow zerstört worden. Das ukrainische Militär wies die Berichte zurück und spracht von "fake news". Es seien keine ukrainischen Einheiten in dieser Region aktiv.

Zudem hat Russland Pläne für einen Ukraine-Gipfel von Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Joe Biden als "verfrüht" bezeichnet. Es bestehe Einigkeit darüber, dass der Dialog im Ukraine-Konflikt auf Ebene der Außenminister fortgesetzt werden müsse, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.

Insgesamt zehrt die explosive Lage in Osteuropa an den Nerven der Anleger. Dies trieb auch den Volatilitätsindex VDax, der die Nervosität der deutschen Anleger misst, sechs Prozent in die Höhe. Mit 32,59 Punkten notierte er so hoch wie zuletzt vor etwas mehr als einem Jahr.

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14:18 Uhr

Bundesbank sieht Deutschland vor technischer Rezession

Nach dem coronabedingten Einbruch der deutschen Wirtschaftsleistung Ende des vergangenen Jahres dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Einschätzung der Bundesbank auch im ersten Quartal 2022 zurückgehen. Grund dafür sei, "dass sich das Pandemiegeschehen aufgrund der Omikron-Variante noch einmal verstärkt", heißt es im Monatsbericht der Bundesbank. Technisch betrachtet wäre Deutschland damit in einer Rezession - eine solche gilt üblicherweise als gegeben, wenn die Wirtschaft eines Landes in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen schrumpft.

Im vierten Quartal 2021 hatte es mit einem Minus von 0,7 Prozent zum Vorquartal einen herben BIP-Rückgang gegeben; im Gesamtjahr 2021 wuchs die deutsche Wirtschaftsleistung um 2,8 Prozent. Im ersten Corona-Jahr 2020 war die deutsche Wirtschaft um 4,6 Prozent eingebrochen.

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(Foto: picture alliance / Rupert Oberhäuser)

13:55 Uhr

Dax testet Unterstützungslinie - mehr als 200 Punkte weg

Auch am deutschen Aktienmarkt wird die Lage immer bedrohlicher. Der Dax verlor nunmehr mehr als 230 Punkte oder 1,5 Prozent und sackte bis auf 15.809 Punkte ab. Damit notierte der Leitindex kurz unter der Unterstützungslinie von 15.816 Stellen. Der EuroStoxx50 verlor ebenfalls 1,5 Prozent auf 4015 Zähler.

13:42 Uhr

Russlands Leitindex stürzt ab - Anleger fliehen aus Russen-Aktien

Aus Furcht vor einem russischen Einmarsch in die Ukraine haben Anleger russische Aktien aus ihren Depots geworfen. Der Moskauer Index für in US-Dollar notierte Werte steuerte mit einem Minus von zehn Prozent auf den größten Tagesverlust seit dem Börsen-Crash vom März 2020 zu. Seinem Pendant für in Rubel notierte Werte drohte das größte Tagesminus seit acht Jahren. Er gab 8,5 Prozent nach.

An der Moskauer Börse stürzte der russische Leitindex RTS um 8,8 Prozent auf 1270 Punkte ab.

13:30 Uhr

Investor Icahn drängt McDonald's zu Berücksichtigung von Tierwohl

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Carl Icahn

(Foto: REUTERS)

Der als harter Verhandler bekannte US-Multimilliardär Carl Icahn drängt den US-Fastfoodriesen McDonald's, beim Schweinefleischeinkauf mehr auf das Tierwohl zu achten. Icahn nominierte zwei Vertraute für die Wahl in den Verwaltungsrat des Konzerns in diesem Jahr, wie McDonald's am Sonntag mitteilte. Icahn wirft der Fastfoodkette vor, ihre 2012 abgegebenen Verpflichtungen nicht einzuhalten.

McDonald's hatte 2012 angekündigt, seine Lieferanten schrittweise zu verpflichten, auf die Kastenstandshaltung zu verzichten - Mutterschweine werden dabei zum Ferkeln in enge Kästen gezwängt. Icahn sagte Bloomberg vergangene Woche, der Konzern habe dieses Versprechen nicht erfüllt. Das unnötige Leiden dieser Tiere bewege ihn wirklich.

13:07 Uhr

Sturmserie kostet Versicherer Milliardensumme

Die Zerstörungen durch die heftigen Stürme in Deutschland der vergangenen Tage dürften die Versicherungsbranche Experten zufolge eine Milliardensumme kosten. Der Versicherungsmakler Aon schätzt die versicherten Schäden auf insgesamt 1,6 Milliarden Euro, wie er in Hamburg mitteilte. "Wir gehen davon aus, dass 'Ylena' und 'Zeynep' zu den schadenträchtigsten Stürmen in Deutschland zählen", sagte Aon-Deutschland-Chef Jan-Oliver Thofern.

Besonders in der Mitte und im Norden Deutschlands richteten die Stürme erhebliche Zerstörungen an. Von der geschätzten Schadensumme entfallen nach Schätzung von Aon etwa 500 Millionen Euro auf den ersten Sturm "Ylenia", eine Milliarde auf den Orkan "Zeynep" und 100 Millionen Euro auf "Antonia". Dies entspreche etwa der Hälfte der gesamten versicherten Sturmschäden eines durchschnittlichen vollständigen Jahres.

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Zerstörte Bockwindmühle im thüringischen Klettbach.

(Foto: imago images/Karina Hessland)

12:46 Uhr

Experte sieht Ende der "fetten Jahre" - Dax geht nun schnorcheln

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(Foto: imago/Westend61)

Nach einigen "fetten Jahren" müssen sich die Anleger vorerst auf bescheidenere Erträge einstellen. Diese Meinung vertritt Oddo-BHF-Anlagestratege Jan Viebig. Wegen der hohen Bewertung, der geldpolitischen Straffung und der Geopolitik sollten Marktteilnehmer dem Vermögenserhalt mehr Gewicht zumessen, sagte er. "Neben dem Abbau von Risikopositionen kommt dabei aus unserer Sicht vor allem der breiten Diversifikation eine hohe Bedeutung zu", so Viebig. Sehr üppig bewertete Titel und Sektoren seien in dieser Phase stärker gefährdet. Im Bereich der Anleihen bevorzugt das Haus kurze Durationen (durchschnittliche Kapitalbindungsdauer einer Geldanlage in einem festverzinslichen Wertpapier - d.R.).

Zumindest für heute liegt Viebig nicht falsch. Der Dax sackte am frühen Nachmittag noch weiter ab und verlor 0,8 Prozent auf 14.922 Punkte.

12:24 Uhr

Von der Inflationsfront gibt's auch nichts Beruhigendes

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(Foto: dpa)

Commerzbank-Volkswirt Christoph Weil weist nach Veröffentlichung der Einkaufsmanagerumfrage für den Euroraum darauf hin, dass der von der EZB erwartete Inflationsrückgang im Euroraum weiterhin nicht in Sicht sei. "Die Unterkomponenten für die Einkaufspreise wie auch die Verkaufspreise der Unternehmen hielten sich auch im Februar auf ihrem sehr hohen Niveau. Die Verbraucher werden auch in den kommenden Monaten mit weiter steigenden Preise rechnen müssen", schrieb Weil in einem Kommentar.

Den unerwartet deutlichen Anstieg des Einkaufsmanagerindex führt der Ökonom auf die Aufhebung der Corona-Beschränkungen in vielen europäischen Ländern zurück.

12:08 Uhr

Dax geht mit einer 14 vorne in den Unterstand - Deckung hält noch

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EuroStoxx50 3.514,32

In der Regel wird vor beziehungsweise während Kriegen am meisten gelogen. Dementsprechend widersprüchlich sind die Nachrichten, die lanciert werden. So warf Russland der Ukraine den Beschuss und die Zerstörung eines russischen Grenzpostens vor - was von der ukrainischen Armee umgehend als "Falschnachricht" dementiert wurde. Die ukrainische Armee erklärte kurz darauf, die Angaben seien nicht zutreffend, sie habe keine Granate auf den Posten abgefeuert. Die Regierung in Kiew beklagte ihrerseits Gewaltakte seitens der prorussischen Separatisten der Ost-Ukraine.

So oder so: Die Börsen reagieren sehr nervös auf das Säbelrasseln. Nach anfänglichem Gewinn entschied sich der Dax für den Unterstand und verlor am Mittag 0,4 Prozent auf 14.988 Punkte, sein Tagestief liegt bislang bei 14.978 Stellen. Die Dax-"Deckung" von 14.816 Stellen erweist sich noch als stabil. Auch der EuroStoxx50 vergrößerte seinen Verlust, er notierte nunmehr 0,8 Prozent tiefer bei 4043 Zählern. An der Wall Street wird heute feiertagsbedingt nicht gehandelt.

An der Dax-Spitze lagen Hellofresh und Eon mit je plus 1,2 Prozent. Die meisten Dax-Werte wiesen allerdings Verluste auf.

11:34 Uhr

Olympia ist vorbei - China verbraucht wieder mehr Kokskohle

In Erwartung einer wieder anziehenden Nachfrage nach dem Ende der Olympischen Winterspiele in Peking decken sich Anleger mit Kokskohle ein. Der chinesische Future stieg um fünf Prozent auf 2646,50 Yuan (418 US-Dollar) je Tonne.

Viele Stahlhütten hatten vor den Spielen auf staatliche Anordnung die Produktion gedrosselt, um die Luftverschmutzung zu reduzieren. Die Terminkontrakte auf Eisenerz gewannen 5,2 Prozent auf 707 Yuan (112 Dollar) je Tonne.

11:27 Uhr

Zu viel Kriegsgeschrei im Osten: Dax geht unter 15.000

Die Meldung, in der die russische Regierung der Ukraine Granatenbeschuss einer Grenzanlage vorwirft, hat den Dax nun in den negativen Bereich gedrückt. Der Leitindex ging vollständig in Deckung und fiel binnen Minuten bis auf 14.981 Punkte. Die Unterstützungslinie für den Dax liegt bei 14.816 Zählern. Nach Angaben des technischen Analysten Marcel Mußler hält die Langfristunterstützung nicht mehr, wenn die Angriffe darauf nicht bald aufhören. Der EuroStoxx50 sackte um 0,6 Prozent auf 4050 Stellen ab.

Die US-Administration von Präsident Joe Biden befürchtet, dass Russland nur einen Vorwand sucht, um in die Ukraine einzumarschieren. Zudem verlautete aus Moskau, dass es noch keine konkreten Pläne für eine Begegnung von Biden mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin gebe. Beide Präsidenten könnten aber jederzeit entscheiden, sich zu einem Telefonat oder einem Treffen zu verabreden. Ein Treffen der beiden Außenminister Sergej Lawrow und Antony Blinken sei in dieser Woche möglich. Genannt wurde dafür der Donnerstag.

11:07 Uhr

Deutsche Wirtschaft gewinnt an Stärke

Im Dezember 2021 erhielt die deutsche Industrie viele Aufträge - und ließ damit das Niveau von vor der Corona-Krise weit hinter sich.

(Foto: Christophe Gateau/dpa)

Die deutsche Wirtschaft ist im Februar aufgrund einer anziehenden Nachfrage so stark gewachsen wie zuletzt vor sechs Monaten - und dies trotz steigender Infektionszahlen im Zusammenhang mit der Omikron-Variante. Der von IHS Markit erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - verbesserte sich auf 56,2 von 53,8 Punkten im Vormonat, wie aus den Daten der ersten Veröffentlichung hervorgeht. Das ist der höchste Stand seit sechs Monaten.

Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes ermäßigte sich dagegen auf 58,5 von 59,8 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten einen Stand von 59,5 erwartet. Der Index für den Servicesektor legte überraschend kräftig zu auf 56,6 von 52,2 Punkten. Die Prognose hatte nur auf 52,9 gelautet.

10:49 Uhr

Aktienkurs von Pharmaunternehmen kollabiert

Enttäuschende Testergebnisse für ein Inhalat zur Behandlung von Coronavirus-Patienten hat einen Kurskollaps bei Synairgen aus. Der Aktienkurs der Pharmafirma brach in London um fast 95 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Tief von 11,12 Pence ein.

10:34 Uhr

Ölpreise präsentieren sich uneinheitlich

Die Spannungen um die Ukraine haben am Vormittag Brent-Öl deutlich teurer werden lassen. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte stieg um ein Prozent auf 93,72 US-Dollar. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verringerte sich dagegen um 0,8 Prozent auf 91,29 Dollar.

Russland zählt zu den größten Rohölproduzenten der Welt. Am Markt wird Rohöl daher angesichts des Risikos einer Eskalation des Ukraine-Konflikts mit einem Risikoaufschlag gehandelt. Dieser dürfte im Falle einer Entspannung der Krise sinken, so dass in der Folge auch die Erdölpreise fallen dürften.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 116,99
Rohöl WTI
Rohöl WTI 109,47

 

10:14 Uhr

Putin wendet sich an Sicherheitsrat: Dax verliert Gewinn

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Und schon ist der Dax-Gewinn weg: Der deutsche Leitindex notierte gut eine Stunde nach Handelsbeginn mit 15.036 Punkten 0,1 Prozent tiefer. Auf dem Frankfurter Börsenparkett herrscht eine große Nervosität.

Die russisch-ukrainischen Spannungen haben nach Darstellung des Moskauer Präsidialamtes zugenommen. Es gebe aber Kontakte auf diplomatischer Ebene, hieß es weiter. Präsident Wladimir Putin werde sich umgehend an den nationalen Sicherheitsrat wenden, sagt Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Dies sei keine reguläre Sitzung. Auf die Frage, ob Russland direkt im Donbass eingreifen werde, sollten die dortigen prorussischen Separatisten darum bitten, gab Peskow keine Antwort. In der Region in der Ost-Ukraine sei die Lage extrem angespannt und besorgniserregend, sagt er vor Reportern. Es gebe Beschuss und Provokationen.

10:07 Uhr

Junge Anleger und die Neuerfahrung Kurseinbruch

In den letzten Jahren sind immer mehr junge Leute an die Börse gekommen, die mit neuen Apps und Angeboten recht einfach an der Börse kaufen und verkaufen konnten. Lange Zeit haben sie nur eine Richtung kennengelernt: Die nach oben. Kursrücksetzer waren Kaufgelegenheiten und Gewinne wurden nicht in Prozent sondern in Verdrei-, Vervier- oder Ver-x-fachung verzeichnet. Dass Kurse gehypter Aktien auch mal 70, 80 Prozent fallen können und dann auch erst mal nicht wieder steigen, ist für viele eine neue Erfahrung. Wie gehen die jungen Anleger damit um? Welche Möglichkeiten bleiben ihnen? Wir sprechen mit Zweien, die es wissen müssen: Dem Finanzinfluencer und Trader Michael Flender von goldesel.de und Christian Köker von der HSBC.

09:55 Uhr

Putin-Sprecher stutzt Dax wieder etwas

Nach der Erholung im frühen Handel hat der Dax wieder einen Teil der Gewinne schnell wieder abgegeben. Der deutsche Leitindex notierte nur noch 0,5 Prozent höher bei 15.111 Zählern. Der EuroStoxx50 stieg um 0,3 Prozent auf 4088 Stellen.

Auf dem Frankfurter Parkett wurde auf die Aussagen des Kreml-Sprechers Dmitri Peskow verwiesen, demnach es noch keine konkreten Pläne für einen Gipfel zwischen Wladimir Putin und Joe Biden gebe. Damit kommt die Unsicherheit schneller als erwartet zurück, Anleihen werden im Gegenzug gesucht.

09:43 Uhr

Lkw-Zulieferer mit Gewinnsprung

 Der Lkw-Zulieferer SAF-Holland hat den Gewinn im vierten Quartal trotz hoher Rohstoffkosten gesteigert. Der Umsatz habe mit 322 Millionen Euro um 28 Prozent über dem Vorjahreswert gelegen, teilte SAF-Holland mit. Als Grund führte der Vorstand die hohe Nachfrage an, die zu einer hohen Auslastung der Produktionskapazität geführt habe. Der bereinigte operative Gewinn (Ebit) kletterte auf rund 22 Millionen Euro nach 0,3 Millionen Euro im Vorjahr. Die operatie Umsatzrendite (Ebit-Marge) sank auf knapp unter sieben (8,1) Prozent. Für 2022 rechnet SAF-Holland mit einem positiven Marktumfeld. Allerdings seien die hohen Kosten, vor allem im ersten Quartal, eine Herausforderung.

SAF-Holland
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09:14 Uhr

Insider: Erstes US-Sanktionspaket gegen Russland geschnürt

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Auch die Sberbank wäre von den Sanktionen betroffen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die US-Regierung hat Insidern zufolge ein erstes Sanktionspaket gegen Russland vorbereitet, das auf den Bankensektor abzielt. Vorgesehen sei unter anderem, US-Finanzinstituten die Abwicklung von Transaktionen für große russische Banken zu verbieten, erfuhr Reuters von drei Insidern. Ziel der Maßnahmen sei es, der russischen Wirtschaft zu schaden. Die Sanktionen sollen den Angaben zufolge nur im Falle einer russischen Invasion der Ukraine umgesetzt werden.

09:07 Uhr

Dax mit grünem Start in die Woche

In der Hoffnung auf ein Gipfeltreffen zwischen den Präsidenten Russland und der USA ist der deutsche Aktienmarkt fester in den Handel gestartet. Der Dax gewann 0,9 Prozent auf 15.180 Punkte. MDax, SDax und TecDax legten um je 0,7 Prozent zu.

Joe Biden und Wladimir Putin haben einem Treffen zur Ukraine-Krise zugestimmt. Biden stellte die Bedingung, dass Russland die Ukraine nicht angreift.

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08:46 Uhr

Ist Kapitalerhöhung von Lufthansa-Konkurrent durch?

Die Aktionäre der Fluggesellschaft Air France-KLM haben einem Zeitungsbericht zufolge grünes Licht für eine angekündigte Kapitalerhöhung gegeben. Air France-KLM wolle die Maßnahme mit einem geplanten Erlös von bis zu vier Milliarden Euro zur Rückzahlung von Corona-Staatshilfen in den kommenden Monaten umsetzen, berichtete die Wirtschaftszeitung "Les Echos". Angestrebt würden die Ausgabe von Wandelanleihen sowie der Verkauf einzelner Firmenteile. An der Kapitalerhöhung wollten sich mehrere Großaktionäre beteiligen. Haupteigner sind Frankreich mit einem Anteil von 29 Prozent, die Niederlande mit weniger als zehn Prozent sowie die Fluggesellschaften China Eastern (zehn Prozent) und Delta (rund sechs Prozent).

Air France-KLM
Air France-KLM 1,18
Lufthansa
Lufthansa 5,81

 

08:42 Uhr

Nikkei beginnt Woche mit klarem Minus

Nikkei
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Die Furcht vor einer russischen Invasion der Ukraine lässt asiatische Anleger zu Wochenbeginn nicht los. Daran änderten auch die geplanten Gespräche von US-Präsident Joe Biden und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin kaum etwas. In Tokio rutschte der Nikkei um 0,8 Prozent auf 26.911 Punkte ab. Die Börse Shanghai schloss mit 3491 Zählern kaum verändert.

Bei den Unternehmen stand erneut Zhenro im Rampenlicht. Die Aktien brachen in Hongkong um weitere 13 Prozent ein, nachdem die Immobilienfirma gewarnt hatte, sie könne Verbindlichkeiten eventuell nicht nachkommen. In den vergangenen beiden Wochen haben die Zhenro-Papiere rund 80 Prozent ihres Wertes eingebüßt.

Abwärts ging es auch für Haidilao, deren Titel in Hongkong sechs Prozent verloren. Die Garküchen-Kette rechnet wegen der Pandemie-Beschränkungen mit einem Verlust für 2021 von umgerechnet 528 bis 625 Millionen Euro.

08:27 Uhr

Diese Aktie bricht in Asien ein

Die Aktien von Sharp brechen in Tokio um 10,4 Prozent ein. Das Unternehmen hat einen Plan zur vollständigen Übernahme einer verlustbringenden Display-Tochtergesellschaft, der Sakai Display Products, angekündigt. Sharp sagte, dass die Ergebnisse von Sakai Display für das Jahr 2021 noch nicht vorliegen, aber die Tochtergesellschaft in den vergangenen drei Jahren Verluste verzeichnet habe.

Sharp
Sharp 7,27

08:18 Uhr

Erzeugerpreise: Stärkster Anstieg seit 1949

Die deutschen Erzeugerpreise sind im Januar kräftig gestiegen und haben die Prognosen übertroffen. Im Vergleich zum Vormonat erhöhten sich die Preise um 2,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Volkswirte hatten nur einen Anstieg um 1,4 Prozent erwartet. Gegenüber dem Vorjahr ergab sich eine Steigerung um 25,0 Prozent. Das ist die höchste Rate seit Beginn der Erhebungen 1949. Die Prognose von Ökonomen hatte auf ein Plus von 24,0 Prozent gelautet.

Hauptursache für den Anstieg der Erzeugerpreise im Vorjahresvergleich ist weiterhin die Preisentwicklung bei Energie. Die Energiepreise waren im Januar im Durchschnitt 66,7 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Gegenüber dem Vormonat stiegen diese Preise um 1,3 Prozent. Den höchsten Einfluss auf die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr bei Energie hatte Erdgas in der Verteilung mit einem jährlichen Plus von 119,0 Prozent.

08:02 Uhr

Geopolitik beschäftigt Asien-Börsen

Mehrheitlich mit leichten Abgaben, aber deutlich erholt von den Tagestiefs zeigen sich die ostasiatischen Aktienmärkte zu Wochenbeginn. Die Hoffnungen auf eine mögliche Lösung des Russland-Ukraine-Konflikts sorgen für eine Erholung der Kurse. US-Präsident Joe Biden und sein russischer Kollege Wladimir Putin dem Elysée-Palast zufolge einem von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vorgeschlagenen Gipfeltreffen "grundsätzlich" zugestimmt. Dieses soll Frankreich zufolge von den Außenministern der beiden Länder bei ihrem Treffen am Donnerstag vorbereitet werden.

Mit der Meldung erholen sich die Indizes in Asien kräftig von ihren Tagestiefs, verpassen aber den Sprung in positives Terrain. So verliert der Nikkei-225 in Tokio 0,8 Prozent, nachdem er im Verlauf knapp zwei Prozent im Minus gelegen hatte. Der Schanghai-Composite verliert 0,2 Prozent, für den Hang-Seng-Index in Hongkong geht es um 0,7 Prozent nach unten. Der Kospi in Seoul erholt sich ebenfalls deutlich, verliert aber noch 0,1 Prozent. In Australien, wo der Handel bereits beendet ist, erhöhte sich der S&P/ASX 200 dagegen um 0,2 Prozent. Im Verlauf hatte der Index bis zu 0,9 Prozent im Minus gelegen.

Der Markt hänge weiter an den Schlagzeilen rund um den Ukraine-Russland-Konflikt, heißt es. Die Ankündigung eines Gipfeltreffens sei zwar positiv zu werten, doch eine Eskalation sei auch weiterhin jederzeit möglich. So hätten die Auseinandersetzungen im Grenzgebiet zugenommen und auch das Manöver von Russland und Belarus sei verlängert worden.

07:46 Uhr

Wie reagieren Dax-Anleger auf Ukraine-Krise?

Vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Aktuell wird der Dax 0,6 Prozent fester bei 15.128 Punkten taxiert. "Die Asien-Börsen zeigen sich von ihren Tiefs erholt. Die Wall Street bleibt heute geschlossen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. "Die Anleger dürften nervös bleiben."

Am Freitag hatte er 1,5 Prozent schwächer bei knapp 15.042,51 Punkten geschlossen. Im Konflikt um die Ukraine ist bislang keine Entspannung in Sicht. Russland und Belarus verlängerten ein gemeinsames Militärmanöver. Parallel dazu nahm laut der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) die Zahl der Explosionen in der Ost-Ukraine zu, in deren Umgebung Russland mehr als 100.000 Soldaten zusammengezogen hat.

Der Westen erneuerte die Drohung mit scharfen Sanktionen gegen Russland im Falle eines Einmarsches in die Ukraine. Allerdings stimmten US-Präsident Joe Biden und der russische Präsident Wladimir Putin einem Gipfel-Treffen zur Ukraine-Krise zu. Auf Unternehmensseite werden unter anderem die vorläufigen Jahreszahlen des Autozulieferers Vitesco erwartet. Die Wall Street bleibt wegen eines Feiertags geschlossen. Bei den Konjunkturdaten stehen die deutschen Erzeugerpreise an sowie die Markit Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und die Euro-Zone. Experten erwarten in beiden Fällen leichte Zuwächse.

07:32 Uhr

Chinas Notenbank lässt Referenzzins für Bankkredite stabil

Die People's Bank of China (PBoC) hat ihren Referenzzins für Bankkredite (LPR) an Unternehmen und Haushalte unverändert belassen, nachdem sie ihn in den beiden Vormonaten angepasst hatte. Wie die Notenbank mitteilte, bleiben der einjährige Referenz-Zinssatz (Loan Prime Rate - LPR) bei 3,7 Prozent und der fünfjährige LPR bei 4,6 Prozent. Die Loan Prime Rate ist einer der Leitzinsen der PBoC. Sie hatte ihn im August 2019 reformiert und dient den Banken als Vorgabe für ihre Ausleihesätze.

07:16 Uhr

Hat Credit Suisse Kriminelle als Kunden akzeptiert?

Die Schweizer Großbank Credit Suissse soll einem Medienbericht zufolge über viele Jahre hinweg korrupte Autokraten, mutmaßliche Kriegsverbrecher sowie Menschenhändler, Drogendealer und andere Kriminelle als Kunden akzeptiert haben. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Daten aus dem Geldinstitut, die dem Blatt von einer anonymen Quelle zugespielt worden seien. Die Unterlagen gäben Aufschluss über die Konten von mehr als 30.000 Kunden aus aller Welt und wiesen auf mutmaßliche Versäumnisse der Bank bei der Überprüfung ihrer Kunden hin. Die Credit Suisse weist die Vorwürfe in einer Stellungnahme am Sonntag entschieden zurück. Die SZ hat die Daten zusammen mit dem Organized Crime and Corruption Reporting Project (OCCRP) und 46 Medienpartnern aus aller Welt, darunter dem britischen Guardian, Le Monde in Frankreich und der New York Times ausgewertet. In Deutschland waren NDR und WDR an der Recherche beteiligt.

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07:00 Uhr

Euro zieht's Richtung 1,14

Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar 0,1 Prozent auf 114,93 Yen und gibt 0,1 Prozent auf 6,3222 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er 0,2 Prozent niedriger bei 0,9198 Franken. Parallel dazu steigt der Euro 0,3 Prozent auf 1,1360 Dollar und zieht 0,2 Prozent auf 1,0451 Franken an. Das Pfund Sterling gewinnt 0,2 Prozent auf 1,3620 Dollar.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,04
US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,96

 

06:45 Uhr

Inflationssorgen beschäftigen Asien-Anleger

Die Aussicht auf eine diplomatische Lösung des Ukraine-Konflikts kann die Sorgen der Anleger in Asien über eine aggressive Straffung der Geldpolitik durch die US-Notenbank Fed nicht wegwischen. US-Präsident Joe Biden und der russische Präsident Wladimir Putin haben sich grundsätzlich auf ein Gipfeltreffen zur Bewältigung der Krise verständigt. Doch die Börsianer blicken auf die in dieser Woche veröffentlichten Daten zur US-Kerninflation: Experten zufolge werden die Daten voraussichtlich einen jährlichen Anstieg von 5,1 Prozent zeigen - das schnellste Tempo seit Anfang der 80er-Jahre. "Die Januar-Inflationswerte haben deutlich nach oben überrascht", so Bruce Kasman, Chefökonom bei JPMorgan. "Wir gehen nun davon aus, dass die Fed auf jeder der nächsten neun Sitzungen die Zinsen um 25 Basispunkte anheben wird."

Der Nikkei liegt im Verlauf 0,7 Prozent tiefer bei 26.926 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sinkt 0,7 Prozent und lag bei 1910 Zähler. Der Shanghai Composite liegt 0,4 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verliert 0,6 Prozent.

Nikkei
Nikkei 26.804,60

06:25 Uhr

Kurs Richtung 14.000? Das wird für den Dax heute wichtig

Der Dax hat es wieder getan: In der Vorwoche fuhr der deutsche Börsenleitindex erneut einen Verlust ein, rund zwei Prozent gab der Dax von Montag bis Freitag ab. Allein zum Wochenschluss rutschte der Index 225 Zähler oder 1,5 Prozent ab, schloss nach einem Tagestief von 14.989 Punkten aber mit 15.043 Stellen immerhin noch oberhalb der 15.000er-Marke. Die Wall Street war dabei keine Stütze.

"Die stürmischen Zeiten - nicht nur beim Wetter – setzen sich fort", heißt es bei den Strategen der Helaba. Die Nervosität bleibe angesichts der angespannten politischen Lage hoch, "Sorgen und Hoffnungen wechseln sich ab." Neben zahlreichen Telefonaten ist für Ende der Woche nach US-Angaben ein Treffen von US-Außenminister Antony Blinken mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow geplant. Investoren fürchteten, dass ein Krieg zu Sanktionen gegen russisches Öl führen und die weltweite Versorgung mit dem Rohstoff einschränken würde, sagt Analyst Konstantin Oldenburger vom Online-Broker CMC Markets. "Das könnte zu einem weiteren Anstieg der Ölpreise führen und die Verbraucher dort treffen, wo sie es am meisten spüren – bei den Energiekosten und damit im Portemonnaie." Im Fall eines Einmarschs Russlands in die Ukraine dürfte der deutsche Leitindex Dax nach Einschätzung von Commerzbank-Stratege Andreas Hürkamp Richtung 14.000 Punkte fallen.

Der anhaltende Preisdruck und die Aussicht auf steigende Zinsen sei ein weiterer Belastungsfaktor für die Börsen, sagt Chris Iggo, Chef-Anleger des Vermögensverwalters Axa Investment Managers. "Das Schwierigste für die Anleger ist es, zu beurteilen, wann sie die negative Stimmung überwinden und kaufen sollen. Das wird noch eine Weile dauern." Denn die Inflation habe ihren Höhepunkt noch nicht erreicht.

In der alten Woche schürten ein überraschend hoher Anstieg der US-Erzeugerpreise und der Einzelhandelsumsätze Spekulationen, dass die US-Notenbank Fed den Leitzins im März um einen halben Prozentpunkt anheben wird. In diesem Zusammenhang warten Börsianer gespannt auf die Daten zu den US-Einkommen und -Konsumausgaben am kommenden Freitag. Die Kauflaune der Verbraucher gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft.

Zum Start in die neue Woche schauen Anleger auf Konjunkturdaten: In Deutschland stehen am Morgen bereits die Erzeugerpreise für Januar auf der Agenda. Danach folgen Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende und nicht-verarbeitende Gewerbe aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien und der EU. Der Dax-Konzern Bayer läudt zu einem virtuellen Pharma Media Day. Aktuell wird der Dax mit etwa 15.080 Punkten taxiert.

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