Montag, 22. Juli 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Warten auf die EZB - Dax mit gebremster Kraft

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Blicke sind zum Wochenauftakt in Richtung EZB gegangen: Wenige Tage vor dem Zinsentscheid der Notenbank lagen die Anleger in Europa in Lauerstellung. So auch in Frankfurt, wo der deutsche Aktienmarkt am Nachmittag einen kleinen Ausbruch nach oben gewagt hatte. Kurz vor Handelsende gaben die Indizes wieder einen Teil ihrer Gewinne ab. Der Dax ging an einem Tag mit keinen relevanten Konjunkturdaten mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 12.289 Punkte aus dem Handel. Der MDax schloss mit 25.800 Zählern kaum verändert. Der TecDax legte um 1,0 Prozent auf 2894 Stellen zu. Der EuroStoxx50 gewann 0,3 Prozent auf 3491 Punkte. Die Börsianer hoffen darauf, dass die EZB-Währungshüter um Mario Draghi die Geldschleusen öffnen.

Dax-Gewinner waren heute Wirecard mit plus 2,4 Prozent. Am Dax-Ende waren Munich Re mit minus 1,1 Prozent.

17:14 Uhr

Stahlhändler Klöckner senkt erneut Prognose

Klöckner & Co
Klöckner & Co 5,71

Nach einer Gewinnwarnung Ende April kann der Stahlhändler Klöckner & Co auch diese Prognose nicht halten: Angesichts der sich "weiter eintrübenden Aussichten für die allgemeine Wirtschaftslage" rechnen die Duisburger 2019 nur noch mit einem Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) vor Sondereffekten von 140 bis 160 Millionen Euro. Ende April hatte Klöckner noch 180 bis 200 Millionen Euro und davor eine leichte Zunahme gegenüber dem Vorjahreswert von 229 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Maßgeblich für die neuerliche Gewinnwarnung sind die negativen Auswirkungen auf die Nachfrage, insbesondere in der europäischen Automobil- und Maschinenbaubranche, sowie unerwartet hohe negative Preiseffekte in den USA, wie das Unternehmen mitteilte.

16:48 Uhr

Bayer stößt Fußpflege-Marke Dr. Scholl's ab

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(Foto: imago/ZUMA Press)

Der durch Tausende Glyphosat-Klagen unter Druck geratene Pharma- und Chemiekonzern Bayer treibt den Verkauf von Unternehmensteilen voran. Das Dax-Unternehmen verkaufte die Fußpflege-Marke Dr. Scholl's für 585 Millionen Dollar an den US-Finanzinvestor Yellow Wood Partners. Dr. Scholl's erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 234 Millionen Dollar.

Der Leverkusener Konzern hatte Dr. Scholl's 2014 mit anderen rezeptfreien Produkten des US-Pharmakonzerns Merck & Co übernommen. Doch nun will sich der Aspirin-Hersteller im Geschäft mit verschreibungsfreien Mitteln auf seine Kernmarken konzentrieren.

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16:28 Uhr

Kooperierte Huawei mit Nordkorea?

Huawei hat einem Zeitungsbericht zufolge Nordkorea beim Aufbau eines Mobilfunknetzes geholfen. Dabei soll der chinesische Netzwerkausrüster, den die US-Regierung auf eine schwarze Liste für Geschäfte mit amerikanischen Firmen gesetzt hat, mit dem chinesischen Staatskonzern Panda International zusammengearbeitet haben, wie die "Washington Post" unter Berufung auf Insider und interne Dokumente berichtete.

Das US-Handelsministerium untersuche bereits seit 2016 mögliche Kooperationen zwischen Huawei und Nordkorea, habe bislang aber öffentlich keine Verbindung hergestellt. Niederlassungen in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang hätten Huawei und Panda vor drei Jahren aufgegeben.

16:19 Uhr

n-tv Zertifikate: Dow Jones - höher, höher und noch mal höher

Positive Stimmung an der Wall Street: In den USA nehmen die Börsen neue Rekordhochs ins Visier. Wie viel Potenzial in dieser Aufwärtsbewegung steckt und wie Anleger von einem weiteren Kursanstieg profitieren können, darüber spricht Bianca Thomas mit Thorsten Grisse von der Commerzbank.

16:06 Uhr

Wall Street startet mit leichten Gewinnen

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(Foto: dpa)

Die Hoffnung auf eine neue Gesprächsrunde im Handelskonflikt zwischen den USA und China hat die US-Aktienmärkte zum Wochenauftakt gestützt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,1 Prozent fester bei 27.179 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,2 Prozent auf 2982 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,3 Prozent auf 8172 Punkte. Einem Bericht der "South China Morning Post" zufolge reisen vermutlich kommende Woche US-Unterhändler zu Gesprächen nach China. Es ist das erste Treffen beider Seiten seit dem G20-Gipfel Ende Juni in Japan.

Die Neuauflage von "König der Löwen" gibt Walt Disney Auftrieb, die Aktien des Unterhaltungskonzerns legten 1,1 Prozent zu. Das Remake des Erfolgsfilms von 1994 spielte den Angaben zufolge am ersten Wochenende in Nordamerika 185 Millionen Dollar ein. Das ist das zweitbeste Debüt des Jahres nach "Avengers: Endgame".

15:56 Uhr

Bericht: Unicredit plant massiven Stellenabbau

Unicredit
Unicredit 12,49

Zittern müssen viele Mitarbeiter der Unicredit: Die italienische Großbank erwägt einem Medienbericht zufolge einen signifikanten Abbau von Arbeitsplätzen in mehreren Ländern sowie Kostensenkungen. Als Teil eines strategischen Plans, der im Dezember veröffentlicht werden soll, könnten bis zu 10.000 Arbeitsplätze verloren gehen und andere operative Kosten um bis zu 10 Prozent gesenkt werden, berichtet Bloomberg mit Verweis auf Insider.

Unicredit überprüfe derzeit noch die Pläne, und die endgültigen Zahlen könnten niedriger ausfallen. Betroffen sein sollen Mitarbeiter sowohl in Italien und als auch in anderen Ländern. Unicredit wollte sich nicht zu der Angelegenheit äußern.

15:41 Uhr

IfW-Chef beklagt Bedeutungsverlust des IWF

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(Foto: picture alliance / dpa)

Einen zunehmenden Bedeutungsverlust des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Gabriel Felbermayr, anlässlich des 75. Jahrestages der Bretton-Woods-Konferenz kritisiert. Die Bilanzsumme des IWF habe sich in den vergangenen sieben Jahren mehr als halbiert. An seine Stelle würden zunehmend bilaterale und regionale Abmachungen treten, die internationale Krisen verschärfen könnten und dem Stabilitätsgedanken des IWF und der Bretton-Woods-Konferenz zuwider liefen, bemängelte er.

Zum Bedeutungsverlust des IWF trage auch bei, dass sich die Stimmrechte seiner 189 Mitglieder an sogenannten Quoten ausrichte, die nach einer komplizierten Formel berechnet werden. Dabei würden Industriestaaten bevorzugt und Entwicklungsländer benachteiligt.

15:19 Uhr

BDI fordert vollständigen Abbau der transatlantischen Zölle

Die deutsche Wirtschaft hat den von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier erwähnten Versuch der Europäischen Union, Industriezölle zwischen den USA und der EU zu beseitigen, begrüßt.

  • "Der vollständige Abbau von Zöllen und regulatorischen Handelshemmnissen stärkt die Wettbewerbsfähigkeit auf beiden Seiten des Atlantiks", erklärte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Joachim Lang, in Berlin.
  • "Klare Regeln und offene Märkte statt Protektionismus und Konflikt sind für die US-amerikanische und die europäische Wirtschaft das richtige Rezept."

Altmaier hatte am Wochenende erneut daran erinnert, dass die EU in den Verhandlungen mit den USA Zugeständnisse machen würde.

  • "Wir haben uns bereit erklärt, die Zölle bei den wichtigen Industrieprodukten auf Null zu senken", sagte der CDU-Politiker der "Welt am Sonntag". Dies würde auch Einfuhrzölle auf Autos umfassen.
14:52 Uhr

Übernahmeofferte: Osram-Aktionäre erhalten Frist

Osram
Osram 40,08

Die Aktionäre von Osram können noch sieben Wochen über die Annahme einer vier Milliarden Euro schweren Übernahmeofferte der Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle nachdenken. Die Frist laufe bis zum 5. September, teilten die Bieter mit. Bain und Carlyle bieten 35 Euro für jede Aktie des Münchner Lichtkonzerns. Die Übernahme kommt aber nur zustande, wenn mehr als 70 Prozent der Osram-Aktionäre die Offerte annehmen. Daran werde sich nichts ändern, betonten Bain Capital und Carlyle in der Angebotsunterlage.

  • "Die bestehende Finanzierungsstruktur erlaubt keinerlei Flexibilität, die Mindestannahmeschwelle zu senken oder gar darauf zu verzichten."
14:33 Uhr

Dax nimmt etwas Fahrt auf

Dax
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Der Dax hat sich nach einem verhaltenen Vormittag etwas nach oben gearbeitet. Eine Stunde vor Beginn des Handels in den USA schaffte der Frankfurter Leitindex ein Plus von 0,5 Prozent auf 12.327 Punkte. Der MDax stieg nur um 0,1 Prozent auf 25.878 Zähler. Der TecDax kletterte um 0,9 Prozent auf 2892 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,4 Prozent auf 3496 Punkte nach oben.

Bereits jetzt richteten sich die Hoffnungen der Anleger auf die Europäische Zentralbank (EZB), die am Donnerstag ihre geldpolitischen Beschlüsse verkünden wird. Etwas auf die Stimmung drückte die jüngst wieder aufgeflammte Iran-Krise.

Die Aktien des Dialyse-Anbieters Fresenius Medical Care (FMC) zählten mit einem Plus von knapp 1,5 Prozent zu den Favoriten im Dax. Positive Impulse kamen aus den USA: Der Wettbewerber DaVita hatte sein Gewinnziel für das Gesamtjahr erhöht. Ansonsten bewegten vor allem Analystenkommentare die Kurse. So gewannen die Aktien von Wirecard 2,0 Prozent. Am Index-Ende verloren die Anteilsscheine der Munich Re 1,0 Prozent.

14:14 Uhr

Deutsche Bank und Julius Bär kämpfen um Kundenberater

Deutsche Bank
Deutsche Bank 6,58

Die Schweizer Privatbank Julius Bär bekommt die wachsende Konkurrenz durch Wettbewerber wie die Deutsche Bank im Geschäft mit reichen Kunden zu spüren. Es werde zunehmend schwieriger, neue Kundenberater einzustellen, sagte der scheidende Bär-Chef Bernhard Hodler auf der Bilanzpressekonferenz. Der Wettbewerb werde aggressiver, "weil es einige Banken gibt, die sich mehr auf die Vermögensverwaltung konzentrieren als in der Vergangenheit - die Deutsche Bank oder andere", sagte er.

Im laufenden Jahr wollen die Eidgenossen die Zahl der Kundenberater um rund 20 steigern. Wenn Berater die Bank wechseln, bringen sie oft ihren Kundenstock mit und verhelfen ihrem neuen Institut so zu mehr Wachstum.

13:58 Uhr

Urabstimmung gestoppt - vorerst keine Streiks bei Eurowings

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(Foto: dpa)

Eine gute Nachricht gibt es für Flugreisende: Bei der Lufthansa-Tochter Eurowings wird es in diesem Sommer voraussichtlich keine Streiks mehr geben. Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo stoppte die in der vergangenen Woche begonnene Urabstimmung über einen unbefristeten Arbeitskampf, wie ein Gewerkschaftssprecher bestätigte. Für die noch innerhalb des Monats August angekündigten Streiks fehlt damit die Zustimmung der Gewerkschaftsmitglieder als zwingende formale Voraussetzung.

Die Ufo begründet ihren Schritt mit der unklaren rechtlichen Lage um die Rechtmäßigkeit ihres Gewerkschaftsvorstandes. Das Amtsgericht Darmstadt hat die Wahl der aktuell amtierenden Gewerkschaftsspitze wie auch des Vorgängergremiums wegen möglicher Formfehler für "schwebend ungültig" erklärt. In Frankfurt stieg der Kurs der Lufthansa-Aktie um 1,7 Prozent.

13:43 Uhr

Übernahmefantasie lässt Ted-Baker-Kurs hochschnellen

Ted Baker
Ted Baker 5,12

Ein Medienbericht über eine mögliche Übernahme von Ted Baker bescherte dem britischen Modehändler den größten Kurssprung seit einem halben Jahr. Die Aktien stiegen um bis zu 15,5 Prozent auf 968 Pence. Der "Sunday Times" zufolge würde Firmengründer und Großaktionär Ray Kelvin eine Offerte durch einen Finanzinvestor und den anschließenden Rückzug von der Börse unterstützen.

Kelvin war im Frühjahr nach Vorwürfen sexueller Belästigung zurückgetreten. In den vergangenen zwölf Monaten ist die Aktie von Ted Baker um mehr als 50 Prozent gefallen. Im Juni hatten gekappte Geschäftsziele der Firma den größten Kursrutsch seit mehr als 15 Jahren eingebrockt.

13:25 Uhr

Golfkrise schiebt Ölpreise an

Brent Rohöl
Brent Rohöl 63,40

Die Ölpreise haben zum Wochenauftakt einen Sprung nach oben gemacht. Preistreiber blieb die Sorge vor einer Eskalation der angespannten Lage in der ölreichen Region am Persischen Golf. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete im Mittagshandel 63,82 US-Dollar. Das waren 1,35 Dollar mehr als am Freitagabend. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte um 95 Cent auf 56,58 Dollar.

Zuletzt hatte Großbritannien die sofortige Freigabe des unter britischer Fahne fahrenden Tankers "Stena Impero" gefordert, der am Freitag durch die Iranischen Revolutionsgarden in der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus gestoppt und beschlagnahmt worden war.

13:03 Uhr

Chinas Technologiebörse startet fulminant

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(Foto: REUTERS)

Mit Kursgewinnen von durchschnittlich 140 Prozent hat der chinesische Star Market ein spektakuläres Debüt gefeiert. Das nach dem Vorbild der US-Technologiebörse Nasdaq modellierte Segment für wachstumsstarke chinesische Firmen startete heute mit 25 Unternehmen aus Branchen wie Computerchips oder Medizintechnik. Der Börsenwert dieser Unternehmen summierte sich auf umgerechnet knapp 40 Milliarden Euro.

Überflieger war der Halbleiter-Hersteller Anji, dessen Papiere 400 Prozent über ihrem Ausgabepreis schlossen. Damit übertrifft der Kurs den Gewinn je Aktie um das 242-Fache. Im US-Index Nasdaq liegt das sogenannte Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) derzeit bei etwa 24 und im deutschen Technologie-Index TecDax bei rund 28. Das KGV dient als Gradmesser, ob eine Aktie günstig oder teuer bewertet ist.

12:45 Uhr

Duisburger Hafen spürt weltweite Konjunktureintrübung

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(Foto: picture alliance/dpa)

Sorgenfalten am Niederrhein: Am Duisburger Hafen macht sich die weltweite Eintrübung der Konjunktur bemerkbar. Im ersten Halbjahr 2019 sank der Gesamtgüterumschlag im nach eigenen Angaben weltgrößten Binnenhafen um 5 Prozent auf 31 Millionen Tonnen, wie die Duisburger Hafen AG Duisport mitteilte. Auch der Containerumschlag ging zurück.

Als Stütze erweist sich nach Angaben des Hafens das stabile China-Geschäft. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres habe Duisport seine Spitzenstellung im Handel mit der Volksrepublik weiter gefestigt. Rund 35 Züge verkehren wöchentlich zwischen Duisport und verschiedenen Zielen in China.

12:35 Uhr

Wall Street dürfte leicht optimistisch in Woche gehen

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(Foto: REUTERS)

Die US-Börsen dürften mit leichten Aufschlägen in eine erneut geschäftige Woche gehen. Die Berichtsperiode wird weiterhin die wichtigsten Impulse liefern, denn auch in dieser Woche stehen Geschäftsberichte wichtiger Unternehmen auf der Agenda. Daneben dürfte aber auch die EZB und die Revision des US-BIP im Wochenverlauf Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Der Aktienterminmarkt suggeriert eine gut behauptete Handelseröffnung. In den noch immer ungelösten US-chinesischen Handelsstreit scheint wieder etwas Bewegung zu kommen. Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, dass mehrere chinesische Firmen Aufträge für US-amerikanische Agrarprodukte platziert hätten und im Zuge dessen chinesische Regierungsbehörden um Abgabenbefreiungen gebeten hätten.

12:24 Uhr

Bundesbank erwartet sinkendes deutsches BIP

Die deutsche Wirtschaft ist nach Einschätzung der Bundesbank im zweiten Quartal 2019 nicht gewachsen. Sie begründet diese Prognose in ihrem aktuellen Monatsbericht mit dem Wegfall von Sondereffekten, die das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den Wintermonaten noch gestützt hätten. Für Exporte und Industrie sieht die Bundesbank weiterhin keine Besserungszeichen.

Im ersten Jahresviertel war das BIP um 0,4 Prozent gestiegen, im vierten Quartal 2018 hatte es stagniert. Eine erste Schätzung für das zweite Quartal veröffentlicht das Statistische Bundesamt am 14. August. Rückschlüsse auf die Entwicklung in Deutschland wird aber bereits die erste Veröffentlichung des Euroraum-BIP durch Eurostat am 31. Juli zulassen.

12:01 Uhr

Gibt EZB-Chef Draghi ein Zinssenkungssignal?

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(Foto: imago/Hannelore Förster)

Die ING erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) in dieser Woche eine Zinssenkung im September signalisieren wird. Angesichts der letzten Äußerungen von EZB-Präsident Mario Draghi und fehlender Anzeichen für eine Besserung des Ausblicks dürfte die Notenbank wohl Konkretes liefern, schrieb die Bank in ihrem Ausblick auf die Ratssitzung.

ING sieht angesichts der für Juli zu erwartenden Fed-Zinssenkung sogar ein gewisses Risiko, dass die EZB ihrerseits auch bereits im Juli handeln wird. Das werde eine sehr knappe Sache, die sich erst in der Sitzung selbst entscheidet, prognostizierte die ING.

11:44 Uhr

Hafenarbeiter-Streik bremst VW-Werk in Südafrika aus

Ärger für Volkswagen: Ein längerer Streik im Containerterminal von Südafrikas einzigem Tiefwasserhafen hat die Produktion des VW-Werks in Port Elizabeth durcheinandergewirbelt.

  • "Wir haben etwa 700 Autos nicht bauen können und vier Schichten abgesagt", erklärte der Leiter von Volkswagen South Africa, Thomas Schäfer. Eine Normalisierung der Lage werde Mitte August erwartet.
  • "Ungefähr drei Wochen wird es wohl noch dauern, bis wir wieder eine stabile Lage haben", schätzte der Manager.

Der Streik hatte sich Ende Juni an der Streichung einer Bonuszahlung entzündet und die südafrikanische Ostkap-Provinz nach Medienberichten rund 65 Millionen Euro an Einkommensverlusten gekostet.

11:19 Uhr

Heideldruck-Aktie ist nun Penny-Stock

Heidelberger Druck
Heidelberger Druck 1,30

Die Aktie von Heidelberger Druck hat es auch heute schwer. Der Kurs fiel um knapp 7 Prozent auf 93 Cent und reihte sich so unter die Penny-Stocks am deutschen Aktienmarkt ein.

Baader empfiehlt die Aktie weiter zum Kauf, auch wenn der Broker das Kursziel auf 1,35 von 1,90 Euro gesenkt hat. Die Aktie handelt derzeit auch am Allzeit-Tief aus dem Jahr 2012 von 92,1 Cent. Ein Fall darunter wäre aus Chart-Sicht ungünstig.

11:09 Uhr

Anleger blicken auf EZB - Dax geht nur wenig hoch

Dax
Dax 13.241,75

Wenige Tage vor dem Zinsentscheid der EZB halten sich Anleger mit Engagements an den europäischen Aktienmärkten zurück. Dax und EuroStoxx50 notierten nur leicht fester bei 12.290 und 3488 Punkten. Selten sei vor einer EZB-Sitzung so unklar gewesen, wo die Zinsen nach der Sitzung stehen würden, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners.

  • "Genau so spannend wird die Frage, ob Notenbank-Chef Mario Draghi eine Wiederaufnahme der Anleihekäufe ankündigt oder zumindest in Aussicht stellt."

An der Dax-Spitze notierten Lufthansa mit plus 1,9 Prozent.

11:00 Uhr

Campari verhandelt über zwei Rum-Marken

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(Foto: picture alliance / dpa)

Bewegung auf dem Markt für Hochprozentiges: Der Spirituosenhersteller Davide Campari-Milano führt exklusive Verhandlungen über den Kauf zweier Rum-Marken, die besonders auf dem französischen Markt stark vertreten sind. Der Mutterkonzern von Aperol will nach eigenen Angaben die Gesellschaft Rhumantilles SAS erwerben, die wiederum 96,5 Prozent der Anteile an Bellonnie & Bourdillon Successeurs hält, einem Unternehmen mit Sitz auf der Karibikinsel Martinique.

Bellonnie ist Eigentümer der Premium-Rum-Marken Trois Rivieres und Maison La Mauny. Beide sind vor allem in Frankreich stark, haben nach Einschätzung von Campari aber internationales Wachstumspotenzial. Mit einem Zukauf würde Campari seine Stellung im Geschäft mit Rum verbessern, wo der Trend zunehmend zu Premiummarken geht.

10:47 Uhr

Wachsender Konjunkturpessimismus in Deutschland

Bauarbeiter zeichnen sich auf einem Gerüst als Silhouette ab. Foto: Sebastian Kahnert/Archivbild

Bauarbeiter zeichnen sich auf einem Gerüst als Silhouette ab.

(Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa)

Die Deutschen schätzen die konjunkturellen Perspektiven überwiegend negativ ein. Jeder zweite Bürger gehe langfristig von einer Verschlechterung der ökonomischen Verhältnisse aus, teilte das Meinungsforschungsinstitut Forsa unter Verweis auf eine Umfrage für RTL und n-tv mit. Nur 14 Prozent rechnen mit einer Verbesserung, 34 Prozent gingen von einer stabilen Situation aus.

In den Bundesländern gibt es dabei deutliche Unterschiede. So ist in Sachsen und Thüringen der Anteil derer, die eine Verbesserung der ökonomischen Lage erwarten, mit 29 beziehungsweise 30 Prozent höher als der Anteil der Bürger, die eine Verschlechterung erwarten (24 beziehungsweise 26 Prozent). In beiden Ländern finden im Herbst Landtagswahlen statt.

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10:29 Uhr

MTG-Kurs schmiert nach Gewinnwarnung ab

Modern Times Group
Modern Times Group 8,24

Modern Times Group (MTG) leiden unter einer Gewinnwarnung. Der Kurs des Medienkonzerns sackt um mehr als 10 Prozent ab.

Das Unternehmen hat den Ausblick gesenkt. Grund ist vor allem das langsamere Wachstum im Bereich E-Sport. MTG ist ein schwedischer Medienkonzern, der in Skandinavien und den baltischen Ländern aktiv ist.

10:11 Uhr

n-tv Zertifikate Talk: Rally oder Korrektur?

Wenn ein Trend einmal läuft, dann läuft er. An der Börse ist das durchaus häufig der Fall. Wer dann auf steigende Kurse gesetzt hat, hat gut lachen – aber nur solange der Trend auch wirklich weiter läuft. Bloß woran erkenne ich möglichst frühzeitig, wann ein Trend zu Ende geht oder sich sogar umkehrt? Und was mache ich als Anleger dann? Darüber diskutiert Friedhelm Tilgen mit Matthias Hüppe von der HSBC und Michael Proffe von Proffe Invest.

10:05 Uhr

Julius Bär mit deutlichem Gewinnrückgang

Die Schweizer Bank Julius Bär hat im ersten Halbjahr weniger Geld für ihre Vermögensverwaltung eingesammelt als geplant. Auch verdiente das Bankhaus deutlich weniger als im Vergleichszeitraum.
So brach der Nettogewinn im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres um knapp 23 Prozent auf 343 Millionen Franken ein. Gleichwohl verdiente die Bank mehr als in der schwachen zweiten Jahreshälfte 2018. Das verwaltete Vermögen belief sich per Ende Juni auf 412 Milliarden Franken, das waren 30 Milliarden Franken oder 8 Prozent mehr als zum Ende vergangenen Jahres. Die Erholung der globalen Aktienmärkte und die Nettomittelzuflüsse von 6,2 Milliarden Franken trugen zum Wachstum bei.

Mit einer annualisierten Wachstumsrate von 3,2 Prozent lagen die Nettomittelzuflüsse allerdings unter der von der Bank mittelfristig angepeilten Zielgröße von 4 bis 6 Prozent. Im zweiten Quartal sei man aber näher an diese Zielgröße herangerückt, teilte Julius Bär mit.

09:49 Uhr

Aktie von Munich Re unter Druck

Munich Re
Munich Re 257,00

Munich Re haben nach der Abstufung durch Jefferies einen Kursverlust verzeichnet. Der Kurs fiel um 1,3 Prozent nach auf 222,80 Euro - damit zierte die Aktie das Dax-Ende. Jefferies hat die Aktie auf Underperform gesenkt mit einem Kursziel von 193 Euro.

  • "Da die Indikatoren bullish sind, überwiegt die Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung", sagt Thomas Bopp vom Magazin Traders'. Auf der Unterseite biete der langfristige Aufwärtstrend bei 216 Euro in Verbindung mit einer dort verlaufenden horizontalen Auffanglinie Unterstützung.
09:23 Uhr

Bericht: Ermittlungen wegen Bayer-Mittels Iberogast

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(Foto: imago images / Uwe Steinert)

Weiteres Ungemach für Bayer: Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt einem Zeitungsbericht zufolge im Umfeld des Pharmakonzerns im Zusammenhang mit dem Magenmittel Iberogast. Das Verfahren soll sich noch gegen Unbekannt richten, berichtete das "Handelsblatt". Der Verdacht laute auf fahrlässige Tötung und Körperverletzung durch mangelnde Warnung vor der Einnahme von Iberogast. Bayer gab zunächst keine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Auch die Staatsanwaltschaft hielt sich bedeckt.

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Für die Bayer-Aktie bewertet ein Marktteilnehmer die Entwicklung um Iberogast leicht negativ. "Vor allem ist das schlecht für das Sentiment, denn Bayer kommt aus den Negativ-Schlagzeilen nicht heraus", sagt ein Händler. Kurz nach Handelsbeginn gab die Bayer-Aktie um 0,1 Prozent nach.

09:10 Uhr

Dax startet mit leichtem Gewinn

Der deutsche Aktienmarkt ist uneinheitlich in die neue Woche gestartet. Der Dax gewann 0,1 Prozent auf 12.270 Punkte. Der MDax verlor dagegen 0,2 Prozent auf 25.783 Zähler. Dagegen legte der TecDax um 0,1 Prozent auf 2870 Stellen zu.

09:04 Uhr

Hyundai Motor verfehlt Erwartungen

Hyundai Motor
Hyundai Motor 28,90

Der südkoreanische Autoriese Hyundai hat im zweiten Quartal von starken Verkäufen seiner SUV-Modelle Palisade und Santa Fe profitiert. Der Gewinn stieg aber nicht so stark wie erwartet. Hyundai erzielte im Quartal per Ende Juni einen Nettogewinn von 999 Milliarden südkoreanischen Won (umgerechnet 756 Millionen Euro) verglichen mit 811 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten allerdings mit 1,05 Billionen gerechnet. Der Umsatz stieg um 9,1 Prozent auf 27 Billionen Won. Der operative Gewinn erreichte 1,24 Billionen Won, das waren 30 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die Aktie der Hyundai Motor Co reagierte im späten Handel an der Börse Seoul auf die schlechter als erwarteten Geschäftszahlen mit Verlusten.

08:47 Uhr

Minuszeichen in Japan und China

In Erwartung einer nahenden Flut von Firmenbilanzen halten sich Anleger mit Engagements am japanischen Aktienmarkt zurück. Der Nikkei-Index verlor zum Wochenstart 0,3 Prozent auf 21.405 Punkte. Die Börse Shanghai büßte sogar 0,8 Prozent auf 2901 Zähler ein. Hier stahl der Start eines Segments für wachstumsstarke Technologiewerte, der Star Market, den Standardwerten die Show. Die Aktien aller 25 dort notierten Firmen verdoppelten bei ihrem Debüt den Ausgabepreis.

Überflieger war die Chipfirma Anji, deren Titel in der Spitze 520 Prozent zulegten. In Tokio rutschten die Papiere von Asahi dagegen um 6,4 Prozent. Der Bierbrauer will das Australien-Geschäft des Konkurrenten Anheuser-Busch übernehmen und zur Finanzierung neue Aktien im Volumen von umgerechnet 1,7 Milliarden Euro ausgeben.

08:32 Uhr

Philips mit starkem zweiten Quartal

Philips
Philips 41,06

Beim Gesundheitstechnikkonzern Philips sind die Geschäfte im zweiten Quartal gut gelaufen. Der Umsatz stieg um neun Prozent auf knapp 4,7 Milliarden Euro, wie das niederländische Unternehmen mitteilte. Unter dem Strich verdiente Philips 246 Millionen Euro und damit deutlich mehr als ein Jahr zuvor, als lediglich 2 Millionen Euro erreicht wurden. Niedrigere Kosten und gesunkene Finanzierungsaufwendungen waren unter anderem dafür verantwortlich. Zudem hatte der Konzern im Vorjahr höhere Belastungen im Zusammenhang mit seiner Beteiligung am Lichtkonzern Signify verzeichnet.

08:10 Uhr

Sorge vor Iran-Eskalation treibt Ölpreise

Brent Rohöl
Brent Rohöl 63,40

Die Ölpreise sind weiter gestiegen und haben damit an die deutlichen Gewinne vom Freitag angeknüpft. Preistreiber am Ölmarkt bleibt die Sorge vor einer Eskalation der angespannten Lage in der ölreichen Region am Persischen Golf. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 63,49 US-Dollar. Das waren 1,02 Dollar mehr als am Freitagabend. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte um 43 Cent auf 56,06 Dollar.

07:44 Uhr

Dax könnte niedriger in die Woche starten

Dax
Dax 13.241,75

Zum Auftakt der neuen Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute niedriger starten. Gestützt auf Zinsfantasien hatte der Dax am Freitag 0,3 Prozent auf 12.260,07 Punkte zugelegt. Ihr Hauptaugenmerk richten Anleger auf die nahende Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB). Volkswirte erwarten, dass die Euro-Wächter auf ihrem Treffen am Donnerstag wegen der eingetrübten Konjunktur- und Inflationsaussichten die Weichen für eine Zinssenkung im September stellen werden. Heute stehen noch keine relevanten Unternehmens- oder Konjunkturdaten an.  

07:25 Uhr

Eurokurs zeigt sich kaum verändert

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,11

Der Euro hat sich am Morgen kaum verändert. Zu Beginn der neuen Handelswoche wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1216 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag kaum höher auf 1,1226 Dollar festgesetzt. Marktbeobachter sprechen von einem impulsarmen Handelsauftakt am Devisenmarkt. Für den Tagesverlauf stehen keine wichtigen Konjunkturdaten auf dem Programm, an denen sich die Anleger orientieren können. Im Verlauf der Woche dürfte sich der Fokus zunehmend auf die Zinsentscheidung der EZB am Donnerstag richten.

07:20 Uhr

Tokioter Börse beginnt Woche mit Kursverlusten

Nikkei
Nikkei 23.319,17

Der japanische Aktienmarkt ist mit Kursverlusten in die neue Woche gestartet. Der Leitindex Nikkei gab bis Mittag um 0,4 Prozent auf 21.379 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix verlor ebenfalls, und zwar um 0,3 Prozent auf 1559 Zähler. Händler machten die sinkende Wahrscheinlichkeit einer aggressiven Zinssenkung in den USA für die negative Stimmung verantwortlich. Auch die Beschlagnahmung eines britischen Tankers durch den Iran dämpfte die Kauflaune vieler Anleger. Der Euro notierte im fernöstlichen Devisenhandel nahezu unverändert bei 1,1212 Dollar. Zur japanischen Währung blieb die US-Devise mit 107,83 Yen ebenfalls kaum bewegt.